Fehlende Informationspolitik?

Startbeitrag von Marvo am 14.09.2013 18:13

Hallo zusammen.

Mir ist aufgefallen, dass viele EVUs, darunter aber auch die BSAG, oftmals keine funktionierende Informationspolitik haben, kann das sein?
Heute beispielsweise, gab es so gegen 15 Uhr große Verspätungen auf den Linien 2, 3 und 10 (teilweise bis 30 Min+) und in den Bannern bzw. den DFIs wurde so etwas nicht angezeigt, ja, nicht mal ein blinkendes "ca." verwies auf die Verspätung der Bahnen, nur im FahrPlaner wurden sie mit +30 angegeben.

Meine Frage also: Wenn doch schon im FahrPlaner bekannt ist, dass die Bahnen Verspätung haben, wieso gibt man diese Info nicht an die Fahrgäste weiter? Nicht jeder besitzt ein Smartphone mit der App, von daher ist das für mich ein wenig unverständlich, oder was meint Ihr?

Schönen Samstag Abend,
Marvo

Antworten:

Ansichtssache

Guten Morgen,

ich würde sagen...irgendwo in der Mitte liegt der Kern...

Es ist erstmal nicht unbedingt eine fehlende (oder eher mangelhafte) Informationspolitik, sondern bei dem Vergleich zwischen DFI und FahrPlaner-App eine Frage der Darstellung...

Das DFI zeigt die nächsten stattfindenden Fahrten an (also z. B. in 5-10-15-22-24 min)...damit bin ich als Fahrgast doch schon mal gut informiert...mir ist es erstmal egal, ob die Bahn, die in 5 min kommt, pünktlich ist oder +30 hat...Hauptsache in 5 min rollt sie an...(da fände ich es erstmal viel wichtiger, wenn auch weitere Hst. mit DFIs ausgestattet werden könnten... wie Du schon sagst, Menschen ohne Smartphone und App stehen z. B. an der Malerstr., der Barbarossastr. oder wo auch immer...schon ziemlich uninformiert bei Betriebsstörungen herum...)

Die Fahrplaner-App zeigt alle planmäßigen Fahrten in der Reihenfolge des Ablaufs an...nun kann es ja sein, dass durch Betriebsstörungen/Umleitungen/Sonderverkehre dieser "normale" Ablauf ins Schwanken gerät...und dann werden diese einzelnen Fahrten eben mit der entsprechenden Verspätung angezeigt...was allerdings auch seeeeehr unübersichtlich werden kann (in meinen Augen)...

Hast du Dir schon mal die Fahrplaner-App angeschaut bei Störungen auf dem Horner/Borgfelder Ast der Li. 4? Wenn dann einige Fahrten bereits in Horn enden anstatt durchzufahren bis Borgfeld, um eine einigermaßen gute Taktung hinzubekommen, dann wird es unübersichtlich...weil das "durcheinander" zu den eigentlich geplanten Fahrten richtig konfus wird...da stehen dann Fahrten, die früher stattfinden (durch wenden in Horn) unter später stattfindenden Fahrten... da blickt man kaum noch durch (und ich habe kein Smartphone, sondern nutze die App nur auf auf dem PC auf einer Smarttphone Simulation und habe einen gescheiten großen Bildschirm)...

Grundsätzlich halte ich die Informationspolitik der BSAG für recht ordentlich... bei größeren Lücken in der Taktung durch Störungen gibt es ja auch immer die Laufbänder in den Anzeigen...

Heute waren die sicher jedoch auch schon durch die Umleitungsankündigung 2/10 belegt...
Es wurde ja schon geunkt, dass Sperrung Höhe Föhrenstr. und Fußballverkehr zu Problemen führen konnte... aber von meinem "Samstag-Nachmittag-Domizil" im 1/4 mit bestem Blick auf die Straße konnte ich keine größeren Taktlücken beobachten...

Im Gegenteil, als ich gegen 13 Uhr -wie immer samstags- Hauptbahnhof und Domsheide passierte, sah ich heute ausgesprochen viel Informations-, Service- und Betriebsaufsichtspersonal der BSAG herumstehen (nebenbei bemerkt, es waren sogar 2 bejackte Menschen mit der Rückenaufschrift: "BSAG - Betriebsmanagement" unterwegs...derlei Aufschrift habe ich noch nie lesen können...)

Schönen Sonntag und Gruß
Martin

von Gnubbl - am 14.09.2013 23:41

Störungsmeldungen gehören auf die DFI

Wenn die DFIs nicht mit Echtzeit-Daten und -informationen gefüttert oder aktualisiert werden, verfehlen sie meiner Meinung nach ihren Zweck, denn über Takt und planmäßige Abfahrtszeiten informieren mich schon die Aushangpläne. Die Auskunft auf dem DFI, dass Bus oder Bahn in 6 Minuten kommen sollen, ist keinen Pfifferling Wert, wenn z.B. der Streckenabschnitt infolge einer Betriebsstörung gar nicht mehr bedient wird.

Wenn es mehrere aktuelle Informationen zur Verkehrssitution gibt, können sie doch nacheinander durch das Laufband angezeigt werden. Bis zu drei unterschiedliche Hinweise halte ich für sinnvoll.

Eine Frage an die Fachleute: gibt es die Möglichkeit DFIs auch einzeln oder nach Bereichen (z.B. nur bestimmte Ortsteile oder Linienabschnitte) anzusteuern oder geht das nur einheitlich für das gesamte Netz?

von strabatim - am 15.09.2013 12:58

Re: Störungsmeldungen gehören auf die DFI

Ich bezeichne mich nicht als Fachmann, aber generell lassen sich die DFI wohl einzeln und in Gruppen ansteuern. Hinweise auf SEV oder Umleitungen werden in der Regel z.B. nur an Haltestellen der betroffenen Linien angezeigt. Ich habe auch schon Hinweise gesehen, die darauf hinwiesen, dass die Busse am Fahrbahnrand halten, die eben dann auch nur an der betroffenen Haltestelle zu sehen waren, bei Haltestellen die regulär von Bussen und Bahnen gemeinsam bedient werden. (z.B. in der Bgm.-Smidt-Str./Langemarckstr.)

Das Problem mit den Angaben auf den DFI ist, dass sie auch nur anzeigen können, was das RBL bzw. IBIS des Fahrzeuges hergibt. Wenn ein Fahrzeug auf Umleitung weiter mit der regulären Route programmiert irgendwo durch das Stadtgebiet rollt, wird das Fahrzeug eben auch im RBL als irgendwo auf der regulären Route registriert und entsprechend auch auf den DFI an der regulären Route angezeigt. GPS kommt ja erst jetzt mit den neuen IBIS-Plus-Geräten, wenn ich das richtig verstanden hab. Es gibt zwar durchaus programmierte Alternativ-Routen, aber insbesondere für die Buslinien wird sicher nicht jede mögliche Variante hinterlegt sein. Und wenn vorhanden muss sie eben auch erstmal eingestellt werden.

von D.Kleine - am 15.09.2013 15:29
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