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bremer-nahverkehrs.net(z) Forum
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vor 4 Jahren, 9 Monaten
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Vordereinstieg in Bussen ab 2014 ganztägig

Startbeitrag von Stefan A. am 28.09.2013 13:44

Hallo liebe Forenteilnehmer,

habe mich heute hier im Forum neu angemeldet.

Als "neues" Thema, das ja schon einige Male hier besprechen wurde, habe ich das Thema "Vordereinstieg in Bussen tagsüber" an verschiedenen Stellen verfolgt.

Als ich gestern kurz nach 20.00 Uhr in der Linie 25 von der Martinistraße Richtung Weidedamm fuhr, teilte der Busfahrer einem Fahrgast mit, dass ab 2014 auch tagsüber immer bei den Busfahrern das Ticket vorgezeigt werden müsse.

Meint Ihr, dass das tatsächlich so geplant ist und evtl. Interna ausgeplaudert wurden, von denen noch nichts offiziell bekannt ist?

Viele Grüße,

Stefan

Antworten:

Wenn das wirklich so kommt,dann hat die BSAG ein großen Minuspunkt bei mir.

von Treptower - am 28.09.2013 19:52
Kannste dann nicht mehr schwarz fahren ? :D
Nein Spaß ;)

Ich finde, dass es mal Zeit wird ! Hamburg hat es vorgemacht. Die Hochbahn hat dadurch jährlich viel mehr Gewinn machen können.

Ich finde dieses Vorgehen gut und es ist fair gegenüber bezahlenden Fahrgästen.

Beste Grüße
Max

von StrabaMax - am 28.09.2013 20:17
Das würde ich für großen Unsinn halten, denn im Berufsverkehr würde das für massive Verzögerungen sorgen. Zumal der Busfahrer ja in aller Regel gar nicht so genau auf die Fahrkarte schaut, daß er erkennen kann, ob die wirklich gültig ist. Bei den meisten Fahrern könnte man auch ein beliebiges Stück Papier vorzeigen, das von Format und Größe halbwegs nach Fahrkarte aussieht. Und bei MIA und BOB ist es ja ohnehin für den Fahrer unmöglich, die Gültigkeit festzustellen.
Ganztägiger konVE ist etwas für Kleinstädte, aber nicht für eine Halbmillionenstadt.

von ChristophN. - am 28.09.2013 21:05
Bitte dieses Thema nicht wieder aufleben lassen.
Bei dem Gespräch hast du einige wichtige Informationen überhört.
Daher bitte erstmal abwarten, bis etwas Nennenswertes zu berichten ist.

Danke!

von Hauptbahnhof - am 28.09.2013 21:13
Ganz großer Schwachsinn. Für eine Stadt wie Bremen völlig unnötig, genau das finde ich beim ÖPNV in Berlin und Hamburg mehr als störend. Da ich viel in Berlin unterwegs bin, weiß ich, wie viel Zeit eigentlich durch das Hervorkramen des Tickets flöten geht. Das kann ja heiter werden an den "großen" (Umsteige-)Haltestellen im Bremer Netz.
Ganz davon abgesehen, dass die finanziellen Zusatzeinnahmen sich sehr in Grenzen halten werden, da die meisten Fahrer vermutlich nicht auf das Ticket achten. Das soll nicht mal nach einem Vorurteil klingen, denn was klingt besser? Eine verkürzte Wendezeit und kontrollierte Tickets oder eine planmäßige Wendezeit, in der auch mal auf Toilette gegangen werden kann bzw. geraucht wird?

von Passive Weiche - am 28.09.2013 21:16

Re: Vordereinstieg in Bussen ab 2014 ganztägig - dann aber bitte wirklich konsequent!

Sollte das wirklich kommen: Was eine Schnapsidee! Das ganze bringt nur etwas, wenn die Tickets beim Einstieg auch wirklich kontrolliert werden. Wenn ich dem Fahrer auch praktisch Kaugummipapier vor die Nase halten kann und er lässt mich freundlich nickend passieren, dann kann man sich den Unsinn auch gleich sparen (übrigens auch nach 20 Uhr), weil es dann einfach nur lästig für ehrliche Fahrgäste ist. Vor allem sollte dann eben drauf geachtet werden, dass strikt vorne eingestiegen wird.

Meine kleine persönliche Feldstudie ist übrigens bisher höchst erschreckend: Wie schon einmal erwähnt, zeige ich schon das ganze Sommersemester immer nur mein Semesterticket vom letzten Wintersemester beim Fahrer vor: Dies wurde bisher nicht einmal beanstandet!!! Und nein ich fahre nicht schwarz, das für dieses Semester gültige Ticket hatte ich immer bei mir und hätte es im Zweifel auch zeigen können.

Aber so braucht es keinen konVE. Nicht nach 20 Uhr und erst recht nicht auch davor.

Kleine Notiz am Rande. Gestern in der N9 auf dem Heimweg hat der Prüfdienst trotz konVE mal vorbeigeschaut. (Hier habe ich natürlich das gültige Ticket vorgezeigt.)

von D.Kleine - am 29.09.2013 01:35

Mehr Sitzplätze dann?

dann kann man ja bei Gelenkbussen die mittlere Tür ausbauen und mehr Sitzplätze schaffen. Rollifahrer und Kinderwagen werden eh nicht mehr mitgenommen, weil sonst ja alle Schwarzfahrer auf die Idee kommen würden, sich in einen Rolli zu setzen oder nen Kinderwagen mitzunehmen würden, um dem KonVE zu entgehen...
Im Mittelgang wird dann ein automatisches Laufband eingebaut, so dass die Fahrgäste automatisch nach hinten geschoben werden. Wenn der Bus dann doch zu voll wird, werden die hinten im Gang stehenden Fahrgäste automatisch durch die hintere Tür nach draußen befördert: Weiterer Vorteil: keine überfüllten Busse mehr.

von outsider99 - am 29.09.2013 06:49
Es nervt wirklich immer zu hören, dass alles was neu ist schlecht sein soll! Können die meisten hier immer nur negativ sein? Wenn man mit dem suchen des Tickets viel zeit verliert, dann hat man anscheind keine Ordnung bei sich!
Ich finde den Einstieg an Tür 1 gut! Zu einem kann man die Fahrgäste besser kontrollieren, wegen der Fahrkarte und offenen Flaschen etc, und zumal kann man die Einnahmen erhöhen. Woher wollen hier andere wissen, dass sich die Einnahmen in grenzen halten werden? Bist du etwa Finanexperte der BSAG?
Ich werde auf alle Fälle auf meinem Bus ab dem nächsten Jahr den Einstieg an Tür 1 voll durchziehen. Es dauert sicherlich bis es vollkommen läuft und es muss sicherlich noch viel ausgebessert werden, aber dennoch ist es keine schlechte Sache.

von Captain Janeway - am 29.09.2013 10:24

Re: Vordereinstieg in Bussen ab 2014 ganztägig - Zeitverschwendung?

Zitat
Passive Weiche
Da ich viel in Berlin unterwegs bin, weiß ich, wie viel Zeit eigentlich durch das Hervorkramen des Tickets flöten geht.


Dieses Argument halte ich für wenig schlagkräftig, denn im Regelfall wartet man an der Bushaltestelle eine gewisse Zeit auf den Bus, die man zwanglos zum Hervorkramen des Fahrscheins nutzen kann. So handhabe ich es jedenfalls, wenn ich in Berlin oder hier in Aachen mit dem Bus unterwegs bin.

von Berliner Freiheit - am 29.09.2013 13:06
Zitat
FiF11
Es nervt wirklich immer zu hören, dass alles was neu ist schlecht sein soll! Können die meisten hier immer nur negativ sein? Wenn man mit dem suchen des Tickets viel zeit verliert, dann hat man anscheind keine Ordnung bei sich!


Letzteres mag auf einige zutreffen, die ihr Verhalten trotz Vordereinstieg nicht ändern werden. Nicht alles was neu eingeführt wird ist negativ, doch der "24-Stunden-Vordereinstieg" fällt bei mir darunter in diese Kategorie.

Zitat
FiF11
Ich finde den Einstieg an Tür 1 gut! Zu einem kann man die Fahrgäste besser kontrollieren, wegen der Fahrkarte und offenen Flaschen etc, und zumal kann man die Einnahmen erhöhen. Woher wollen hier andere wissen, dass sich die Einnahmen in grenzen halten werden? Bist du etwa Finanexperte der BSAG?


Nein, Finanzexperte bei der BSAG bin ich nicht. Aber folgendes Beispiel:
Graufahrer steigt in den Bus ein und zeigt ein ungültiges Ticket. Der aufmerksame Fahrer wird den Graufahrer darauf aufmerksam machen und der wird sich ein Ticket kaufen -> Mehreinnahmen. Sofern der Fahrer nicht kontrolliert, gibt es auch keine Mehreinnahmen. Wenn man viel im Spät-/Nachtverkehr unterwegs ist, weiß man, dass es wirklich selten ist, dass die Fahrer auf das Ticket achten (vgl. Forenbeitrag in diesem Thread von D.Kleine, 29.09.13, 03:35). In den vergangenen 2 Monaten bin ich 9 Mal ohne Vorzeigen des Tickets am Hbf eingestiegen, ich wurde drei mal auf das Vorzeigen hingewiesen).
Ich stimme dir zu, dass man die Fahrgäste besser kontrollieren kann, aber das erfordert mehr Zeit und das wiederum erfordert einen flexibleren Fahrplan. Die gegenwärtige Planung sieht aber (berechtigterweise) immer weiter Zeitoptimierungen mit verkürzten Wendezeiten vor. Es gab zudem ein Gutachten des VCD (in Stuttgart?), welches nachwies, dass nach Einführen des dortigen Vordereinstieges auf den Hauptlinien eine Fahrzeitverlängerung von mehreren Minuten die Folge war.

Auch ist der Fahrgastfluss im Bus kritisch. So bleibt der Großteil beim Gelenkbus gleich vorne stehen anstatt nach hinten durchzugehen. Dieses Verhalten ändert sich auch nach einigen Jahren nicht. Vor allem an Haltestellen mit großem Fahrgastfluss.

Meine Meinung zum Thema.

von Passive Weiche - am 29.09.2013 14:38
Ob beim ganztägigen konVE die Vor- oder Nachteile überwiegen, kann ich als einfacher Fahrgast nicht beurteilen. Bisher kenne ich ihn nur aus den Abendstunden, da war es meist kein Problem und die Fahrpläne scheinen zu diesen Tageszeit auch nicht ganz so eng "gestrickt" zu sein.

Was aber morgens am HBF am Bahnsteig der Linien 26/27 los sein könnte: Horden von Studenten steigen dann beim Fahrer ein, jeder muss/soll seine Fahrkarte vorzeigen. Das könnte schon zu Verzögerungen führen. Der Fahrer der dahinter stehenden Linie 10 würde wohl auch nicht begeistert sein (auch wenn es den konVE dort -noch- nicht gibt/geben wird?), aber auch hier ist der Fahrgastandrang ja nicht unerheblich...

Außerdem stelle ich es mir für den Fahrer schwierig vor, neben der Fahrscheinkontrolle zu prüfen, dass sich an den hinteren Türen nicht Schwarzfahrer hereinschleichen, während andere Fahrgäste dort aussteigen. In den Abendstunden ist das Fahrgastaufkommen sicher geringer und eine entsprechende Kontrolle daher wohl leichter durchzuführen.

Meine Bedenken dazu, auch wenn ich der Aktion nicht gänzlich abgeneigt bin. Schließlich scheint es in HH ja zu funktionieren.

von Arne Schmidt - am 29.09.2013 15:28
Hi ,

ich finde es auch völlig ok.In Oldenburg geht es auch sehr gut, und wenn man es doch schon weiß das man den Fahrschein vorzeigen muß kann man ihn doch schon bereit halten oder.Ihr habt immer etwas zu meckern an der BSAG , entweder sind die Sitze zu hart, der Bus zu laut oder zu Warm (Klimaanlage ist scheiße) egal was dier BSAG macht immer ist gleich alles scheiße, Mist unsinnig.

Gruß tram

von Tram - am 29.09.2013 16:41
Guten Abend!

Mal schauen, ob der 24/7 Vordereinstieg kommt. In anderen Städten wird es ja so gehandhabt und irgendwie funktioniert es ja. Mir tun allerdings die Fahrer (und -innen!) leid. In der HVZ müssen sie sich wohl entscheiden: entweder genau kontrollieren, oder den Fahrplan einhalten. Eine Loose-Loose Situation, denn gemeckert wird dann immer.

An den strategischen Haltestellen (Hbf...) könnte man einen Zaun drum machen und direkt am Eingang kontrollieren...das würde zumindest dort die Kontrolle im Bus ersparen. Ich kann mir das aber gerade nicht vorstellen.

Die Sache mit den erhöhten Einnahmen...da müsste man dann die entgangenen Schwarzfahrertickets zu 60 Euro abziehen, denn dann werden ja nicht mehr so viele erwischt. Ob die Einnahmen wirklich ausreichend steigen, um die Maßnahme zu rechtfertigen?

Die derzeitige 20 Uhr Regelung finde ich gut, da sie auch eine gewisse soziale Kontrolle bietet.

Grüße, Tim

von Rauqs - am 01.10.2013 20:35

Vordereinstieg mit Kinderwagen

Wie ist das eigentlich wenn man nach 20 Uhr mit dem Kinderwagen einsteigt?
Muss man dann auch vorne rein oder hinten rein, das Kind allein lassen und nach vorne den Fahrausweis vorzeigen? Oder wie wird das gehandhabt?

von Martin von Minden - am 02.10.2013 14:55

Re: Vordereinstieg mit Kinderwagen

Hallo,

bei der Delbus in Delmenhorst mussten Fahrgäste mit Kinderwagen hinten einsteigen. Danach mussten die Fahrausweise beim Fahrer vorgezeigt oder gekauft werden. Der Bus blieb natürlich so lange stehen.

Meistens habe ich so etwas allerdings am Delmenhorster Bahnhof gesehen, da ist es sowieso unproblematisch, da alle Buslinien dort immer einen mehrminütigen Aufenthalt haben.

Vielleicht wäre das in Bremen auch so. Nur bei den Fahrgastmengen auf den Innenstadtbuslinien dürfte das Einsteigen vorne für alle zu absolut katastrophalen Fahrzeitverlängerungen führen. Die Busfahrpläne wären dann komplett für die Tonne. Das sind sie bereits heute teilweise auf den Linien 24 und 25 in der HVZ.

Gruß

Manfred

von Manfred Morzik - am 02.10.2013 19:28

... und das hätte auch Auswirkungen auf die Straßenbahn

weil an den innerstädtischen Haltestellen ja sowohl Busse als auch Straßenbahnen hintereinander halten.

von outsider99 - am 03.10.2013 07:33

Meine Meinung.... (mit viel Text)

Hallo.

Eigentlich wollte ich mich aus dem Thema ja raushalten, aber da hier ja oft genug geschrieben wird, wie schlecht das doch alles wird, und wie viel länger das dauert, will ich nun doch mal ein paar Worte dazu schreiben.

Ich bei klarer Beführworter des Vordereinstiegs! Ich komme aus Bremerhaven, wo dies schon seit 2004 der Fall ist. Und mir gefällt es deutlich besser, als der Einstieg an allen Türen.

Allein schon das Gedrängel an den hinteren Türen, welches mir in Bremen schon oft genug aufgefallen ist, wird entfallen, was für mich schon ein großer Gewinn ist. Dieser Fahrgastfluss (vorne rein, hinten raus) geht meines Erachtens mindestens genauso schnell, wie das Gedrängel an den hinteren Türen.

Zu Fahrzeitverlängerungen kam es hier übrigens nicht! Damit das aber auch so bleiben kann, muss auch der Fahrgast mitspielen, indem er bspw. das Ticket rausholt, sobald der Bus in Sichtweite ist, und sich schon in Richtung Tür 1 begibt. Natürlich dauert es länger, wenn die Fahrgäste am hinteren Ende der Hst. stehen, langsam nach vorne gehen, dann die Tasche abstellen und hier Ticket rauskramen. Solche Fälle sind hier aber wirklich die Ausnahme.

Natürlich kann die Ticketkontrolle an Tür 1 nicht zu einer 0%igen Schwarzfahrerquote führen, dafür gibt es ja schließlich dennoch Kontolleure! Durch das Vorzeigen des Fahrscheins werden ja auch vor Allem die Personen vom Schwarzfahren abgelaufen, die sich überhaupt keine Mühe machen würden, ein Ticket zu "erstellen". Der Schwarzfahrer, der ein abgelaufenes Ticket, oder einen Papierschnipsel in Ticketform mitbringt, gehört auch eher zur Kategorie der "schlauen" Schwarzfahrer, die m.M.n. eher in der Minderheit sind.

In einem Punkt muss ich euch zustimmen: Wenn wirklich große Menschenmassen (Schüler/Stundenten am Hbf bspw.) mitwollen, dann würde es wirklich länger dauern, alle vorne einsteigen zu lassen. Aber das kann man dann eigentlich gar nicht mehr erwarten. Man stelle sich hier mal gegen 7:30 Uhr an den Hauptbahnhof und schaue sich an, wie rund 30-40 Leute in jeden Bus einsteigen wollen. Das ist mit dem Vordereinstieg nicht machbar! Daher sind die Fahrer zu diesen Zeiten auch etwas schlauer, und machen alle Türen auf. Zudem haben die Fahrgäste, die zu der Zeit unterwegs sind, ja sowieso ein Ticket!

Nun zu einem weiteren angesprochenen Thema: Kinderwagen, Rollatoren etc. Natürlich müssen diese Fahrgäste nicht vorne einsteigen! Bei diesen Fahrgästen gibt es aber in der Regel vier Gruppen von Fahrkarten-Vorzeigern.
Zum einen die Leute, die dem Busfahrer schon bei der Anfahrt an die Haltestelle hier knallgelbes MIA-Ticket (welches hier gefühlt jeder zweite besitzt), oder ihren Schwerbehindertenausweis entgegenhalten. Somit wird diesen Leuten der Gang nach Vorne erspart.
Dann gibt es die Leute, die erst einsteigen und dann nach vorne gehen, und hier Ticket vorzeigen. (Wie aus DEL beschrieben.)
Und die dritte Gruppe zeigt ihr Ticket beim Einstieg an der zweiten Tür nach vorne, damit der Fahrer im Spiegel ein Ticket erkennen kann. (Okay, nicht die optimalste Variante, aber besser als keines zu haben.)
Die vierte Gruppe zeigt ihr Ticket hingegen gar nicht vor.

In Bremen sehe ich jedoch einen Punkt, der den Einstieg an Tür 1 stark verlangsamen könnte: Der Rolli-Lift! Ehrlich gesagt, finde ich diese Technik auch wirklich blöd. Erst muss der Rollstuhlfahrer zeitaufwändig vorne einsteigen, sich dann durch den engen Gang quetschen und sich einen Stellplatz suchen. Und beim Ausstieg das gleiche nochmal. Ich hatte hier im Bus schonmal ein Gespräch mitbekommen, bei dem gesagt wurde, dass dieses System nicht das Beste ist. Für den Rolli dauert es lange, und ist sehr aufwändig. (Teilweise muss man wohl rückwärts rein-/rausfahren.)
Hier werden Klapprampen verwendet (wie in euren Hybrid-Citaros), die meines Erachtens deutlich praktischer sind, sobald sich das System einmal eingespielt hat. In 90% der Fälle klappt ein netter Fahrgast die Rampe aus, oder ein Begleiter des Rolli-Fahrers macht es. Nur selten macht das der Busfahrer selbst. Aber selbst dann geht es schneller, als der Hublift an Tür 1.

Als weiterer Punkt wurde ja angesprochen, dass die Fahrgäste nicht durchgehen. Das ist wirklich ein negativer Punkt des Vordereinstiegs. Wenn der Wagen voll ist, kommt oft genug die Durchsage, dass man nach hinten durchgehen sollte, weil das viele einfach nicht machen. Das Gelenk wirkt dabei irgendwie als magische Grenze, dabei haben unsere Busse direkt dahinter im Nachläufer sogar noch eine große Stehfläche.

Auch genannt wurde das "MIA-Problem". Bei diesen Tickets kann man ja leider nicht nachvollziehen, ob es gültig ist, oder nicht. Bereits seit längerer Zeit befinden sich in unseren Bussen an Tür 1 Lesegeräte, die feststellen, ob die Karte gültig ist, oder nicht. (Daher ist die MIA-Karte wohl auch mit diesem "Funk"-System dessen Namen ich gerade nicht mehr weiß versehen.) Jedoch sind diese Geräte immer noch nicht in Betrieb. Daher kann ich nicht sagen, in wieweit das länger dauert, störanfällig, oder sonst was ist.
Jedoch gibt es dieses System bspw. schon in London, wo es auch nicht zu großen Verzögerungen führt!
Damit wären wir auch schon beim nächsten Thema: In vielen, vielen anderen Städten gibt es den Vordereinstieg schon viel länger, und er funktioniert ohne Probleme. Als Beispiele seien Berlin, Hamburg, London und sogar New York genannt! Daher sehe ich nicht, warum das in einer NUR Halbmillionenstadt wie Bremen für Probleme sorgen sollte.

Und nun wünsche ich euch noch einen schönen Feiertag mit meinen Meinungen zu dem Thema.
Und wer sich mal angucken will, wie das auch in größeren Städten als Delmenhorst abläuft sollte sich mal Oldenburg, Bremerhaven, Berlin, Hamburg, Osnabrück......... anschauen. ;)

von Felix-M - am 03.10.2013 08:46
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