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bremer-nahverkehrs.net(z) Forum
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vor 4 Jahren, 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 2 Monaten
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VolkerP, THS 90, outsider99, T.Hancke, Passive Weiche, Holger H, Manfred B., Dietmar Krebs, ChristophN., Arne Schmidt

Zunehmend Probleme mit Ampelschaltungen?

Startbeitrag von ChristophN. am 22.10.2013 22:12

Ich habe in letzter Zeit den Eindruck, daß die Ampelschaltungen für die Straßenbahnen immer schlechter funktionieren. Gerade auf der 4 fällt mir das auf, seit die Sommerferienbaustelle beendet wurde. An fast jeder Ampel muß die Bahn halten und kann dadurch ihre Fahrzeit nicht halten. Es fängt beispielsweise damit an, daß die 5 in Horn-Lehe schon 2-3 Minuten braucht, um die Schleife verlassen zu können. Dann muß sie fast immer an der Kreuzung Horner Kirche halten, als nächstes folgt als obligatorischer Haltepunkt die Kreuzung Bgm.-Spitta-Allee. Die Ampel an der Friedhofstraße steht so gut wie immer auf Halt. Das setzt sich dann so fort bis zu den Ampeln Dobben (Ausfahrt Ri. Hbf) und Rembertistr.
Vor einigen Jahren hat das doch mal wirklich richtig gut funktioniert, daß die Bahnen sich alle Ampeln auf frei schalten konnten. Beispielsweise auf der 3S, die von GPL bis Lloydstraße wirklich in einem Rutsch durchfahren konnte. Ob das da noch funktioniert, weiß ich nicht, aber auf der 4S klappt das mit Sicherheit nicht.
Wäre das nicht mal eine gute Idee für unsere doch angeblich so ÖPNV-freundliche Stadtverwaltung, sich mal wieder um die Optimierung der Ampelansteuerungen zu kümmern?
Habe ich da einen falschen Eindruck, oder sehen andere das auch so?

Antworten:

ja - auch meine Beobachtung. Besonders extrem bei der 4S, die quasi bis zum HBF ständig 5 Minuten verspätet ist und IMMER den Anschluss zur 10 verpasst. Inzwischen steht sie auch jeweils 30 Sekunden auf der Lilienthaler Heerstraße, an den Fußgängerampeln!! AUch an den anderen Haltestellen - Vorstraße ist besonders extrem, weil dort ja auch ständig 20 Leute an der Haltestelle stehen und reinwollen, weil bei +4 (wegen der 4 roten Ampeln seit Brogfeld) ja alle denken, das wäre schon die normale 4.Dann steht sie da eine volle Rotphase mit verschlossenen Türen. Einzig auf den großen Verkehrskreuzungen funktioniert es noch halbwegs (Kopernikusstraße).
Gibt es eigentlich in irgendwelchen Städten eine Art zentrales Stellwerk für Straßenbahn/Ampeln, wo die Phasen vorrausschauend geschaltet werden (also die Grünphase für die Straba für in 1 Minute vorbereiten, wenn die Bahn eine Minute Fahr- (und übliche Halte-)Zeit entfernt ist (und nicht wie in Bremen ab (gefühlt) 20 m Entfernung erst das Anforderungssignal schalten kann.
Interessanterweise funktioniert es beim Regiobus perfekt. Die 630/670 fahren oftmals ganz ohne Halt von Blumenthalstraße bis Kopernikus in 10 Minuten - aber auf der Parkallee passt es eben auch mit der grünen Welle für Autos...

von outsider99 - am 23.10.2013 05:01
Zitat
ChristophN.
Ich habe in letzter Zeit den Eindruck, daß die Ampelschaltungen für die Straßenbahnen immer schlechter funktionieren....
Habe ich da einen falschen Eindruck, oder sehen andere das auch so?


Mein Eindruck ist, dass die Ampelansteuerungen schon immer schlecht funktioniert haben (ich bin mir zeitweilig nicht sicher, ob sie überhaupt in Betrieb sind...).

Dies z.B. an der Kreuzung Hollerallee / Schwachhauser Heerstr., wo die 24 Richtung Neue Vahr-Nord eigentlich immer "rot" hat - auch wenn keine Straßenbahn in der Nähe ist. Auf der 6 ist für mich die Schaltung am Flughafen fraglich, die an der Kreuzung mit der Hanna-Kunath-Str. erst im letzten Moment auf "grün" schaltet. Oder Linie 3 in Höhe der kaum genutzten Hst. Jadestr. Dort ist nur ein Fußgängerüberweg (den ebenso kaum jemand nutzt), trotzdem wird die Bahn bis fast auf Stillstand abgebremst, ehe sie wieder anfahren kann. Die Liste von Beispielen ist sicher problemlos fortführbar. Ist echt die Frage, ob das sein muß, allein schon aus Energiespargründen.

Informieren die Fahrer bei solchen (dauerhaften) Fehlfunktionen eigentlich nicht die Betriebsleitstelle (oder wer auch immer dafür zuständig ist)?

von Arne Schmidt - am 23.10.2013 06:28
Es sind ja nicht nur die Probleme für die BSAG-Fahrzeuge vorhanden. Auch die PKW-Fahrer werden immer mehr durch unsinnge Schaltungen ausgebremst. Ich werde das Gefühl nicht los, dass es immer schlimmer wird, seitdem eine bestimmte Partei in Bremen mit in der Regierung ist.
Aus Umweltgesichtspunkten wäre es wirklich so langsam mal angebracht, eine vernünftige Ampelsteuerung programmieren zu lassen.
Leider werden die finanziellen Proiritäten ja in so sinnvolle Projekte wie die Fahrrad-Zählanlage, oder autofreien Sonntagen gesteckt. Wenn man bedenkt, was da an Geld verschleudert wurde für den Aufbau des Riesenrades, eines Plakates, das teuer mit einem Fassadenkletterer angebracht wurde und trotzdem an einer völlig blödsinnigen Stelle hing. Nicht zu vergessen das Verkehrschaos auf der Friedrich-Ebert-Straße, das auch der Linie 6 hohe Verspätungen einbrachte, weil durch das Riesenrad auf dem Leibnizplatz eine Spur der Haupteinfallstraße in die Innenstadt blockiert war. Oder die Sperrung von Autobahn und Hochstraße für das sonntägliche Vergnügen von ein paar Fahrradfahrern, was für den normalen PKW-Verkehr zu langen Umleitungswegen geführt hat. Ich möchte gar nicht wiessen, wie viel Schaden dem Steuerzahler und der Umwelt mit solchen Anktionen entsteht.

Gruß
Dietmar

von Dietmar Krebs - am 23.10.2013 10:22

Re: Ampelschaltungen

Oh Dietmar, da tust Du dem Verkehrssenator aber Unrecht.
Er hat doch nur das umgesetzt, was die Eurokraten in Brüssel vorgegeben haben! :D

Was die Ampelschaltungen anbelangt, das hast Du völlig recht!
Fahre mal beispielsweise den Straßenzug Sebaldsbrücker / Hasteder Heesrstraße - Stresemannstraße stadteinwärts. Da bekommst Du garantiert an jeder Ampel "Rot". Besonders störend ist die neue baustellenbedingte Fußgängerampel hinter der Straßenbahnhaltestelle. Dort wird jeder ausgebremst.
Genauso "bescheuert" ist der Abschnitt in der Stresemannstraße zwischen Abzweigung Ludwig-Quidde- und Steubenstraße: Hat man an der Fußgängerampel endlich "grün" erhalten, kommt man an der Steubenstraße garantiert bei "rot" an. :mad:
Das muss doch nicht sein! Ließe sich das nicht besser aufeinander abstimmen? :rolleyes:

von THS 90 - am 23.10.2013 13:27
Hallo Zusammen !
Aber an anderen Kreuzungen z.B. Langemarckstr. / Neuenlander Str. ist es so, das manchmal das Signal für die Bahn richtig stadtauswärts auf gesperrt geht und sofort wieder auf freie Fahrt, obwohl keine Bahn in Sicht ist. Ich stehe dort morgens manchmal bis zu 5 Min um auf die Neuenlander Str. abzubiegen. Ich weiss nicht wie die BSAG im Moment kontrolliert ob die Sender und Empfänger die am Strassenrand stehen noch laufen. Ich weiss das es irgenwann mal eine Ausschreibung gab (das ist schon sehr lange her, 15- 20 Jahre ? ein Freund von mir hatte sich daran beteiligt) für eine Idee wie man die Batterien, die seinerzeit darin waren kontrollieren könnte. Weiss jemand wie das jetzt gelöst ist ?
Gruss
Manfred

von Manfred B. - am 23.10.2013 17:03

Re: Zunehmend Probleme mit Ampelschaltungen - Beschwerdeschreiben

Ich meine, dass der Schreiber des Ursprungsbeitrags mit seinem Eindruck nicht falsch liegt, ich habe den gleichen Eindruck. Als Nutzer der Li. 4 auf dem Arster Ast fällt mir angesichts der Wartezeiten im Bereich Huckelriede/Niedersachsendamm schon lange nichts mehr ein - dort scheint die endlose Baustelle nicht fertig werden zu sollen. Na gut, vielleicht liegt's wirklich an den Bauampeln...Wenn ich dann aber im Regionalbus sitze und dieser sich ebenso durch Ampelschaltungen quälen muss, die jeweils nur 4 bis 5 Fahrzeuge durchlassen - entsprechend weniger, wenn Lkw oder andere Busse davor sind - dann kann ich nur verzweifeln. Nach Auskunft der Busfahrer werden die Verspätungen häufig auch über die Wendezeiten hinaus auf die Folgefahrten übertragen.
Die Beobachtung, dass es auch in Horn mit der 4/5/4S nicht funktioniert, kann ich ebenfalls bestätigen. Bei meinem letzten "Versuch" war an der Friedhofstraße die 4 auf "meine" 4S aufgelaufen, die Innenstadt wurde mit rund 7 min "plus" erreicht; über den weiteren Fahrtverlauf decke ich den Mantel des Schweigens.
Ich finde, dass die BSAG und das Amt für Straßen und Verkehr als ausführende Behörde mit Beschwerden überhäuft werden sollten.

Holger

von Holger H - am 23.10.2013 17:34

Re: überflüssige Ampeln + Vorsignale

Zitat
Arne Schmidt
Auf der 6 ist für mich die Schaltung am Flughafen fraglich, die an der Kreuzung mit der Hanna-Kunath-Str. erst im letzten Moment auf "grün" schaltet. Oder Linie 3 in Höhe der kaum genutzten Hst. Jadestr. Dort ist nur ein Fußgängerüberweg (den ebenso kaum jemand nutzt), trotzdem wird die Bahn bis fast auf Stillstand abgebremst, ehe sie wieder anfahren kann. Die Liste von Beispielen ist sicher problemlos fortführbar. Ist echt die Frage, ob das sein muß, allein schon aus Energiespargründen.


Ich komme nicht oft an der Jadestr. vorbei, aber jedes Mal frage ich mich, ob diese Haltestelle überhaupt genutzt wird. Die LSA für die Straßenbahn ist in meinen Augen komplett sinnlos. Ebenso wundere ich mich über die LSA vor der Haltestelle St.-Joseph-Stift (wenn man aus Richtung Hbf. kommt), die müßte mMn auch nicht sein.

Ich habe auch oft den Eindruck, daß erst im letzten Moment auf "grün" geschaltet wird. Vielleicht ist das sogar beabsichtigt, um die Grünphase für die Tram kurz zu halten und damit mehr Zeit für den übrigen Verkehr zu haben.
In dem Zusammenhang kommt es mir aber so vor, als wenn viele Fahrer gar nicht auf die Vorsignale achten, die es ja schon häufig gibt. Viele fahren mit "Karacho" auf die Ampel zu, obwohl das Vorsignal noch nicht freie Fahrt angezeigt hat. Somit ist es ja kein Wunder, daß vor der Ampel stark abgebremst werden muß. Mit etwas mehr vorausschauendem Fahren könnte es an vielen Ampeln etwas flüssiger laufen.

von VolkerP - am 23.10.2013 19:02

Re: Ampelschaltungen

Ich frag mich jetzt mal , was "Eurokraten" mit den Ampelschaltungen in Bremen zu tun haben?

Ich stelle aber häufig fest, dass es unbesonnene Fahrzeugführer sind, die "Grüne Wellen" nicht funktionieren lassen, statt an einer roten Ampel gemäßigt auf 45-50 km/h zu beschleunigen und dann auf die nächste Ampel zu zufahren, wird wie wild beschleunigt und dann natürlich an der nächsten roten Ampel wieder zu bremsen. Wer vernünftig fährt könnte eigentlich nun bei grün durchfahren, wird aber nun seinerseits durch den Stau der "Raser zum bremsen genötigt.

Man kann sich also eine "grüne Welle" selbst erfahren , wenn man auf die Geschwindigkeit achtet, probier es mal aus, dann braucht auch weniger Nerven..;-)

von T.Hancke - am 23.10.2013 20:30

Re: Ampelschaltungen

Zitat
T.Hancke
Ich frag mich jetzt mal , was "Eurokraten" mit den Ampelschaltungen in Bremen zu tun haben?


Das bezog sich auf Dietmar Krebs' Anmerkungen zum "Autofreien Sonntag".

von THS 90 - am 23.10.2013 21:33

Re: Zunehmend Probleme mit Ampelschaltungen - Beschwerdeschreiben

Zitat
Holger H
Ich finde, dass die BSAG und das Amt für Straßen und Verkehr als ausführende Behörde mit Beschwerden überhäuft werden sollten.


Dann macht das doch! Ich hatte vor einem Jahr (oder vlt. schon länger) mal beim VMZ mich über eine Ampelschaltung mit ÖPNV-Ansteuerung beschwert und die hatten das gar nicht auf dem Schirm, dass die ÖPNV-Anforderung nicht so funktionierte wie sie sollte. Sie hatten sich bedankt (und betont, dass es auch wichtig ist, dass sich Bürger melden) und die ÖPNV-Anforderung mit Erfolg wieder richtig eingestellt.

von Passive Weiche - am 24.10.2013 15:21

Re: Zunehmend Probleme mit Ampelschaltungen - Beschwerden an ASV Bremen (mL)

Unter diesem Link kann man Beschwerden melden:

[www.asv-bremen.de]

Habe ich mal gemacht, als die Ampel Flughafendamm/Richard-Dunkel-Str. wochenlang nicht in Betrieb war. Ist zwar direkt am BSAG-Zentrum, war denen aber scheinbar egal...

von VolkerP - am 24.10.2013 16:47
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