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Die Visionen des Herrn Eisenberg (oder doch des Weser-Reports?)

Startbeitrag von Michael Schwaß am 02.12.2013 08:02

Schenkt man diesem (klick) Artikel der gestrigen Ausgabe des Weser-Reports glauben, prüft die BSAG derzeit "eine Trasse von Schwachhausen durch den Bürgerpark bis in die Überseestadt". Nicht nur, dass dabei die (für derartige Lasten gar nicht ausgelegte) Melchersbrücke befahren werden soll; auch kann sich Herr Eisenberg (oder der Weser-Report?) vorstellen, dass es von der Überseestadt noch weiter - über die Weser - geht...

Indes zeigten sich die Bewohner des Bürgerparks in ersten Reaktionen begeistert über die dann mögliche Erschließung ganz neuer Regionen. Jedoch sind bereits erste Widerstände vernehmbar; so prangt an einigen Zäunen der von Helmut Schmidt bekannte Slogan: "Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen."

Nach meinem Kalender hatten wir gestern den 01.12. - und nicht den 01.04.?!?

Antworten:

Re: Die Visionen des Herrn Eisenbergs (oder doch des Weser-Reports?)

meint er wirklich über die Weser oder nicht nur (!) unter dem WEndebecken hindurch zur Waterfront... Aber für eine Stadtviertel-Verbindungslinie, die an allen großen Zielknoten (uni, Hbf, Domsheide) vorbei fährt, reicht auch der Wienerlinien-Elektrobus im Halbstundentakt von der Größe her. Vielleicht hält die Melchersbrücke ihn sogar aus...

Edit: Die "wir in findorffer" lesen hier offensichtlich mit: Zitat aus dem im Pressethread verlinkten Artikel aus dem WK: "Ein kleiner Elektrobus, der durch den Bürgerpark fährt, sei für ihn dagegen schon vorstellbar."

von outsider99 - am 02.12.2013 15:13
Grundsätzlich finde ich die Idee einer Straßenbahn durch den Bürgerpark nicht schlecht. So schön der Bürgerpark "mitten" in Bremen als Grüne Oase ist, ist er verkehrstechnisch schon eine Barriere. Ich hab mir schon mehr als einmal gewünscht, dass der Utbremer Ring und der Schwachhauser Ring verbunden wären, natürlich halte ich eine (dann wahrscheinliche vielbefahrene) Betontrasse für Autos durch den Bürgerpark nicht für erstrebens- oder wünschenswert. Aber eine Straßenbahn auf Rasengleis, könnte ich mir schon ganz gut vorstellen. Und wer sagt, dass es nicht doch auch z.B. eine Direktverbindung Gröpelingen – Universität über diese Trasse geben könnte – dann natürlich nicht alle 5 oder 10 Minuten, vielleicht alle 15 Minuten. Auch von der "anderen Seite" gedacht, könnte eine Weiterführung der angedachten Findorff-Linie ggf. sinnvoll sein. Ein Endpunkt am Weidedamm wäre in meinen Augen eh verschenktes Potenzial.

In München möchte man ja auch auf Schienen durch den Englischen Garten fahren – allerdings mit Akkus bzw. Ultracaps und ohne Oberleitung.

Sicher mag es Strecken geben, die einfacher zu bauen sind und vielleicht auch mehr Potenzial haben, aber für eine absolute Schnapsidee halte ich diese Strecke rein vom verkehrlichen Nutzen nicht. Die Realisierbarkeit mitten durch den Bürgerpark steht natürlich auf einem anderem Blatt.

von D.Kleine - am 02.12.2013 17:44
Ich finde es auch nicht völlig utopisch. Als Strassenbahnfan muss man vorallendingen anerkennen das es sicherlich eine schöne Strecke wäre (warscheinlich dann die schönste in Bremen).

von tom85 - am 02.12.2013 20:38

Re: War am 2. 12. auch Thema bei buten un binnen (Link dazu)

[www.radiobremen.de]

Eine wirklich gute Montage:spos:!

Edit. Datum ergänzt.

von Peter Burtchen - am 02.12.2013 20:56
Ah so, Herr Eisenberg hat sagt Soll die Straßenbahnlinie durch Bürgerpark wird gefahren werden möglich. Linie 7 von Rablingshausen - Domsheide - Hbf - Kirchbahnstr. - Schwachhauser Ring - Bürgerpark - Utbremer Ring - Osterfeuerberg - Waterfront - Gröpelingen fahren ob wenn wie möglich, leider ich weißt nicht genau???:confused:

von Tobias Streicher - am 02.12.2013 21:03

Re: War heute auch Thema bei buten un binnen (Link dazu)

Bei der Montage hätte ich jetzt eher gedacht, man wollte ein Straba-Miniaturwunderland im Bürgerpark eröffnen.

von outsider99 - am 03.12.2013 06:07

... und jetzt (3. 12.) auch im Weser-Kurier (nicht online!)

War also keine Vision des Weser-Reports.
Herr Schuller war lediglich etwas schneller als seine ehemaligen Kollegen. :D

von Peter Burtchen - am 03.12.2013 09:31

Re: ... und jetzt (3. 12.) auch im Weser-Kurier

Habe den Bericht jetzt im Pressethread verlinkt.

Die Idee, die Bahn auf diesem Wege durch den Bürgerpark zu leiten, halte ich auch für etwas "abwegig" (im wahrsten Sinne des Wortes). Aber vielleicht findet sich ja eine Lösung, diese parallel zur Strecke Bremen - Hamburg (zwischen Bürgerpark und Stadtwald) zu führen.

von Arne Schmidt - am 03.12.2013 10:50

Re: ... und jetzt (3. 12.) auch im Weser-Kurier

und dann wären wir auch schon fast wieder bei der Diskussion um den Haltepunkt Uni für die Regio-S-Bahn, Verlängerung der 8 über die KKampfallee hinaus und eine vielleicht auch neben der Bahnstrecke verlaufenden Horner Stra-Ba-Spange. Irgendeine SPNV-Lösung für die stark nachgefragte Achse Lehe-Uni-Findorff-Walle oder HBF sollte ja schon bei der Bremen2020-Planung raus kommen... (aber vermutlich kein Schröder-Ring 2.0.)

von outsider99 - am 03.12.2013 15:36

Re: ... und jetzt (3. 12.) auch im Weser-Kurier

Erstmal Bus Linie 25 von Weidedamm fuhr über Bürgerpark bis Uni verlängert möglich und bitte versucht mal!

von Tobias Streicher - am 03.12.2013 16:34

Linie 25 durch den Bürgerpark?! - Lieber besser Bahn Horn-Uni-Walle

Zitat
Tobias Streicher
Erstmal Bus Linie 25 von Weidedamm fuhr über Bürgerpark bis Uni verlängert möglich und bitte versucht mal!


Der Bitte bin ich heute Abend direkt mal nachgekommen und bin dabei die Strecke mit dem Fahrrad abgefahren.
Resultat:
> Unrentabel .. jedenfalls wollte bei mir auf dem Fahrrad kein anderer mitfahren.
> Verspätungsanfällig .. wg. so langer Streckenführung. Die Busse kommen auch noch vom Schweizer Eck. (Den Streckenabschnitt SWE-WEI hab ich mir mit dem Fahrrad dann gespart.)

Gerne würde ich aber auch eine Straßenbahn-Verbindung zwischen [Kattenturm-Habenhausen-(über die Carl-Carstens-Brücke)-Weserstadion-Kurfürstenallee-]Horn-Universität-(entlang der DB-Strecke "durch" den Bürgerpark)-Weidedamm III-Findorff-Bf Walle[-Überseestadt-Waterfront] sehen. Dafür würde ich sogar mein Fahrrad mit Fahrradticket in die Bahn schieben!!

Gleise liegen doch auch schon am Bürgerpark, welche diesen bekanntlich vom Stadtwaldsee abtrennen. Wozu noch mehr Abtrennung?

von Fahrdrahtschnüffler - am 03.12.2013 17:24

Re: Linie 25 durch den Bürgerpark?! - Lieber besser Bahn Horn-Uni-Walle

Meines Erachtens ist es ziemlich instinktlos, die Strassenbahn quer durch den Bürgerpark zu planen. Mir als Freund des Ökologischen Verkehrsmittels Strassenbahn (keine Abgase und das schon seit hundert Jahren !) fehlen dazu schlichtweg die Worte. Ich kann es mir nur so erklären, dass hier Externe mit einigem guten Willen, aber wenig Gespür für die örtlichen Werte die Vorlage für den VEP-Szenario erarbeitet haben.

Wesentlich sinnvoller ist es doch, eine Linienführung zu wählen, die von der Überseestadt kommend neben Weidedamm 2 auch Weidedamm 3 anbindet, neben der DB-Strecke recht unauffällig den sensiblen Bürgerpark/Stadtwald quert, dann am Universum entlang zur Universität (die Linie 6 zur Uni ist schon jetzt schon überlastet) und dann weiter Richtung Horn, Vahr, Bremer Osten bzw. zur Weser Richtung Habenhausen geführt wird.

von IngoF - am 03.12.2013 17:32
Da hat es Herr Eisenberg ja mal wieder geschafft, durch irrsinnige Visionen von drängenden Problemen, wie ausfaleenden Kursen u.ä. abzulenken. Ein Schelm, wer da Böses denkt....

von haubra - am 03.12.2013 18:50

Mal wieder ein "echter Eisenberg"

Der BSAG-Chef fällt in letzter Zeit leider immer wieder durch "fixe Ideen" auf, die völlig überraschend und unausgegoren in die Öffentlichkeit hinausposaunt werden.
Erst die Findorff-Straßenbahn, dann der O-Bus in die Überseestadt, nun die Bürgerparklinie...

Es wäre sehr wünschenswert, wenn sich Herr Eisenberg mal um laufende Projekte intensiver kümmern würde (Huchting, Julius-Brecht-Allee etc.), anstatt dauernd wieder neue Säue durch`s Dorf zu treiben.

Zudem gab es ja auch schon vor Jahren andere Projekte (Verlängerung 2/10 Osterholz, wäre sicherlich bei Anbindung an die 1 in Tenever immer noch sinnvoll; Verlängerung Gröpelingen-Burg), die sinnvoller wären als eine Bürgerparklinie, aber leider wieder still und heimlich beerdigt wurden.

von ChristophN. - am 03.12.2013 20:57

Herr Eisenberg macht doch genau den Job, wofür er bezahlt wird

Hallo,

der BSAG-Vorstand ist dafür da, Vorschläge zu unterbreiten, wie der ÖPNV auf langfristig auf eine solide Basis gestellt wird. Er soll ganz bewusst kein Verwalter der gegenwärtigen Situation sein, sondern jemand mit Weitblick.

Dass derzeit der Weitblick sehr weit hinaus geht, das hängt ja wohl auch mit dem VEP zusammen, der ja auch langfristig angelegt ist.

Neu ist, dass Politik und Bevölkerung schon frühzeitig in die Überlegungen einbezogen werden. Aber ist es nicht das, was alle immer wieder einfordern?

Ich jedenfalls halte es für legitim, einfach mal fundiert auszurechnen, was so eine Verbindung kosten würde und vor allem welchen Nutzen sie bringen würde. Ich glaube auch, dass das direkte Fahrgastpotenzial zwischen Schwachhausen und Findorff nicht ausreichen würde, um eine Straßenbahnstrecke zu rechtfertigen. Wenn sich aber die Überseestadt tatsächlich so entwickelt, wie es einige Politiker immer erträumen, dann haben wir vielleicht plötzlich viele Verkehrsbeziehungen zwischen den einwohnerstarken Gebieten des Bremer Ostens (Osterholz - Vahr - Horn-Lehe) und der starken Überseestadt. Und die Leute muss man nicht alle durch die Innenstadt schicken.

Ich würde mir wünschen, dass es mehr "Eisenbergs" - also Querdenker - in allen möglichen Lebensbereichen geben würde. Also Leute, die Ideen haben, die dann versuchen, diese Ideen mit Sachinformationen anzureichern und dann einer fundierten Pro-Contra-Abwägung zuführen - und dann im negativen Falle auch den Mut haben zu sagen: "Die Idee rechnet sich leider nicht".

Kultiviert wäre, wenn nicht gleich beim ersten Aufflammen einer Idee ein Shitstorm losgetreten wird, sondern dass man sich mit sachlichen Pro- und Contra-Argumenten in die Diskussion einbringt. Klar ist eine altersschwache Melchers-Brücke ein zu berücksichtigender Aspekt, genauso ist die umweltfreundliche Erschließung des Bürgerparks auch ein nicht zu vernachlässigendes Plus. Also, erst einmal alles sammeln, dann zusammenaddieren, und dann auf Basis der Fakten eine Bewertung durchführen.

Diese Rückkehr zu Sachargumenten und weg von den Emotionen würde ich mir von etlichen Politikern, Lobbyisten und Interessensvertretern wünschen, und das würde ich mir auch für dieses Forum wünschen. Das mache ich übrigens nicht nur an diesem Beispiel fest, sondern z.B. auch an der Diskussion um neue Straßenbahnfahrzeuge, wo der BSAG-Vorstand m.E. auch nur seinen Job gemacht hat und der Politik aufgezeigt hat "Das kommt was auf uns zu - lasst uns mal gemeinsam die Pros und Contras abwägen".

Und noch eines ist klar: Neben dieser langfristigen Denke dürfen die alltäglichen Probleme wie Fahrtausfälle etc. nicht unter den Tisch gekehrt werden - aber das Tagesgeschäft darf nicht 100% eines Unternehmensvorstandes ausmachen.

Ingo Teschke

von Ingo Teschke - am 03.12.2013 21:44

Re: Herr Eisenberg macht doch genau den Job, wofür er bezahlt wird

Ingo, daß man Menschen braucht, die Neues auf den Tisch bringen und über den Tellerrand hinausdenken, ist ja vollkommen richtig, da stimme ich dir zu.

Aber ist es wirklich sinnvoll, immer wieder Neues in die Schlagzeilen zu bringen, wenn die "alten Baustellen" (im wahrsten Wortsinne) noch längst nicht abgearbeitet sind?
Man sollte doch erst mal alle Kraft darin investieren, die bereits geplanten Streckenerweiterungen bis 2019 umzusetzen, denn was danach finanziell noch möglich ist, wenn das GVFG ausläuft, steht ja momentan noch in den Sternen.

von ChristophN. - am 03.12.2013 22:18

Re: Herr Eisenberg macht doch genau den Job, wofür er bezahlt wird

Es bringt aber nichts jetzt nur die aktuellen Projekte abzuarbeiten. Dann herrscht nämlich 2019 auch, wenn das GVFG verlängert wird oder sich ein anderer Fördertopf ergeben sollte, Stillstand. Es gibt nämlich dann keine Projekte, die man auf die nächste Stufe heben könnte. Man müsste also komplett bei Null anfangen.

von D.Kleine - am 03.12.2013 22:35

Re: Herr Eisenberg macht doch genau den Job, wofür er bezahlt wird

Zitat
Ingo Teschke

Ich jedenfalls halte es für legitim, einfach mal fundiert auszurechnen, was so eine Verbindung kosten würde und vor allem welchen Nutzen sie bringen würde. Ich glaube auch, dass das direkte Fahrgastpotenzial zwischen Schwachhausen und Findorff nicht ausreichen würde, um eine Straßenbahnstrecke zu rechtfertigen. Wenn sich aber die Überseestadt tatsächlich so entwickelt, wie es einige Politiker immer erträumen, dann haben wir vielleicht plötzlich viele Verkehrsbeziehungen zwischen den einwohnerstarken Gebieten des Bremer Ostens (Osterholz - Vahr - Horn-Lehe) und der starken Überseestadt. Und die Leute muss man nicht alle durch die Innenstadt schicken.

Ich würde mir wünschen, dass es mehr "Eisenbergs" - also Querdenker - in allen möglichen Lebensbereichen geben würde. Also Leute, die Ideen haben, die dann versuchen, diese Ideen mit Sachinformationen anzureichern und dann einer fundierten Pro-Contra-Abwägung zuführen - und dann im negativen Falle auch den Mut haben zu sagen: "Die Idee rechnet sich leider nicht".


Ich denke auch, man sollte das Projekt einmal ganz sachlich und vorurteilsfrei bewerten. Aber leider gibt es in Bremen eine überwiegende Anzahl von Leuten, die versuchen, gleich immer irgendwelche Planungen mit (teilweise) schwachsinnigen Argumenten, zu torpedieren. Möge um Gottes Willen nur alles so bleiben, wie es ist! Und dann ist auch schnell wieder die Rede von "Monsterbauwerken", "rasenden Straßenbahnen" und "Stuttgart (Bremen) 21". Was wäre vor hundert Jahren nur aus Bauwerken wie dem Eiffelturm geworden? In Bremen werden solche herausragenden Monumente bei dieser Engstirnigkeit wohl nie entstehen...

Ich bin zugegebenermaßen auch kein großer Freund dieser Idee, und wer weiß, ob der Kosten/Nutzen-Faktor überhaupt den förderungsfähigen Werrt von 1,0 übersteigen würde. Aber wie gesagt, lasst es uns prüfen und dann entscheiden. In Hamburg fährt meines Wissens eine Linie über den Ohlsdorfer Friedhof und das sogar als Bus. Von der Einzigartigkeit ist diese Anlage sicherlich mit dem Bürgerpark zu vergleichen.

von Arne Schmidt - am 04.12.2013 10:16

Re: Linie 25 durch den Bürgerpark?! - Lieber besser Bahn Horn-Uni-Walle

es geht doch auch um die Bedeutung der Straßenbahn. Eisenberg und die BSAGler haben Schiss vor einem weiteren Ausbau der Regio-S-Bahn. Und gerade bei Findorff-Uni-Horn - da liegen halt schon Gleise - es fehlen nur die Haltepunkte. Der BSAG als Unternehmen geht es eben nicht um Effizienz und Sinn für die Stadt im Allgemeinen - dafür gibt es den VEP und das Bausenatorium.
Die BSAG will den Marktanteil verteidigen oder ausbauen - da wäre so eine Strecke als Alternative zur Regio-S-Bahn für ein selbst natürlich sinnvoller als irgendwo - wo man eh fährt, 3 Busse mit einer Straßenbahn zu ersetzen (jenseits von Gröpelingen oder Linie 2/10 zB).

von outsider99 - am 04.12.2013 11:45

Re: Die Visionen des Herrn Eisenberg...

.. wurden heute (wohl zur Freude der meisten Bremer) "beerdigt".

Lt. der heutigen "buten un binnen" Sendung hat der Bausenator erklärt, es werde keine Planungen für eine Straßenbahn durch den Bürgerpark geben.

von Arne Schmidt - am 04.12.2013 19:36

Re: Die Visionen des Herrn Eisenberg...

Diese Strecke wird es sicher in den nächsten 10 Jahren nicht geben. Ich halte es aber für absolut legitim, langfristig über so eine Trasse durch den Bürgerpark ernsthaft nachzudenken. Dabei geht es nicht nur um eine Verbindung zwischen Findorff und Schwachhausen. Wenn man sich die Linie im Osten mal weiter vorstellt, könnte sie auch über die Konrad-Adenauer-Allee und eine neue Trasse in der Beneckendorffallee auf geradem Weg nach Sebaldsbrück geführt werden. Das wäre eine sehr schnelle Querverbindung und man müßte sich nicht zeitaufwändig durchs Viertel und durch die Innenstadt quälen.

Eine solche Verbindung per Straßenbahn wäre allemal umweltschonender als mit einer Buslinie. Aber natürlich werden sofort 4 Bürger vor die Kamera geholt, die um die Ruhe im Park fürchten. :-(
Dieses ständige sofortige Abblocken, diese Angst vor Veränderungen macht mich wahnsinnig, aber sie ist sicher kein Bremen-spezifisches Problem.

von VolkerP - am 04.12.2013 20:12

Re: Die Visionen des Herrn Eisenberg...

Hallo, Lieber Herr Eisenberg!

Ich mal Vorschlag:
Bitte versucht mal die Bus-Ringlinie 26 und 27 fahren durch Bürgerpark, aber Bus Linie 22 soll entlassen.

von Tobias Streicher - am 04.12.2013 20:33
Erst einmal finde ich es spannend, welchen Dynamik die Diskussion hier nimmt - es geht um ein Thema, das Emotionen weckt. In der Sache teile ich die Meinung, dass der Vorstand nicht den Stillstand verwalten, sondern Projekte für die Zukunft untersuchen soll. Die BSAG-Mitarbeiterzeitung hat in ihrer jüngsten Ausgabe eine ganze Reihe von möglichen Verbindungen vorgestellt, die sich überwiegend an den Plänen aus dem VEP orientieren, u.a. auch die hier diskutierte "Bürgerpark-Tangente".

Allerdings wundert mich, dass die Pläne offensichtlich völlig unabgestimmt mit möglichen Beteiligten sind, u.a. Bürgerpark-Direktor Tim Großmann, der entsprechend irritiert reagiert, aber diplomatisch über den Sturm im Wasserglas hinweg sieht und beteuert "grundsätzlich stehe man Neuerungen aber offen gegenüber." Ganz nebenbei fällt in seinem Statement im buten-und-binnen-Bericht das Wort "Gartendenkmal" - darf man dann rein rechtlich überhaupt so gravierende Einschnitte vornehmen? Ebenso merkwürdig, dass bei der letzten Beiratsitzung über die gestalterische Zukunft des Osterfeuerberger Rings im Beisein von BSAG-Vertretern zwar grundsätzlich einer Trassenfreihaltung für eine mögliche Straßenbahntrasse zugestimmt wurde, gleichzeitig aber von städtischer Seite ausdrücklich klargestellt wurde, dass mittelfristig sicher keine konkreten Pläne verfolgt würden. Wenn es ein so großes Verkehrsbedürfnis auf der diskutierten Relation gäbe, das eine Straßenbahnstrecke durch den Bürgerpark rechtfertigt, würde es dann nicht schon längst eine Buslinie geben, die via Hollerallee den Osten und Westen der Stadt miteinander verbindet?

Eine Bahnlinie durch die Beneckendorffallee halte ich für unrealistisch; auch wenn die Trasse ursprünglich mal für diesen Zweck freigehalten wurde, hat sie nur eine geringe Erschließungswirkung für die Gartenstadt Vahr und dürfte spätestens mit der Inbetriebnahme des S-Bahn-Haltepunkts Föhrenstraße obsolet werden.

Im Westen soll den Plänen nach überwiegend die heutige Linie 26 in der neuen Straßenbahnlinie aufgehen - sicherlich vom Grundsatz her ein begrüßenswerter Plan, aber nimmt man der Linie nicht ein erhebliches Fahrgastpotenzial, wenn man Sie vom Hauptbahnhof "abschneidet"? Solange die Linie 3 im Kaffeequartier durch Brachland fährt und die Buslinie 20 die Überseestadt im 30 Minuten-Takt bzw. in den Nebenzeiten im Stundentakt erschließt, scheint mir eine Straßenbahnlinie durch diesen Stadtteil reichlich überdimensioniert. Und im Osten? Soll entlang des Schwachhauser Rings in die Crüsemannallee zur Uni abgebogen werden (die Verlängerung der 8 zur Uni vorausgesetzt) oder erst bei der H.-H.-Meier-Allee oder wie geht es nach der Kreuzung Schwachhauser Ring/Kirchbachstraße weiter? Richtung Horn/Borgfeld/Lilienthal oder Richtung Vahr? Mir fehlen da konkrete Linienführungen oder Netzauswirkung, um mir ein Bild vom Nutzen der Bürgerpark-Tangente machen zu können, aber nach dem "basta" vom Senator hat sich das ja wohl ohnehin erledigt. Schauen wir auf Ausbaupläne mit offensichtlicherem Verkehrsnutzen und weniger Ablehnungspotenzial.

von strabatim - am 04.12.2013 22:36

Re: Die Visionen des Herrn Eisenberg...

Hallo,

wenn die Idee der Straßenbahnlinie durch den Bürgerpark nun vor den ersten "echten" Planungen bereits durch den Bausenator beerdigt worden ist, wird es wohl nie eine Tangentiallinie geben, die Schwachhausen-Findorff als Streckenteil enthält.

Neben der Melchersbrücke hätte man eine Brücke für die Bahn bauen können, die wie eine Kopie der alten Brücke aussieht, somit gäbe es auch kein Problem mit dem Denkmalschutz.

Ob sich eine solche Linie überhaupt rechnen würde, wird nun wohl nicht mehr geprüft.

Man hätte ja über eine Linie von Kattenturm-Mitte bis zur Crüsemannallee (wie heutige Linie 22) und dann weiter durch den Park über Findorff, Walle zur Überseestadt und/oder Waterfront/Gröpelingen nachdenken können.

Die vorgeschlagenen alternativen Routen entlang der DB-Strecke sind meines Erachtens viel zu aufwändig, da die Zulaufstrecken viel länger wären und der Bau durch den Park wesentlich komplizierter wäre (Wassergraben mit vielen Bäumen neben der DB-Strecke). Diese würden wahrscheinlich sofort an mangelnder Rentabilität oder den leeren Kassen Bremens scheitern.

Somit wird die Buslinie 22 für die nächsten Jahrzehnte wohl die einzige nennenswerte Tangentiallinie im Bereich der BSAG bleiben.


Manfred Morzik

von Manfred Morzik - am 04.12.2013 22:45
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