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SUBV-Bericht 2014: SPNV im Land Bremen

Startbeitrag von Passive Weiche am 18.04.2014 13:20

Moin,


gerade über den neuen "SPNV im Land Bremen"-Bericht des Senators für Umwelt, Bau und Verkehr gestolpert. Für diejenigen, die es interessiert, hier habe ich den Bericht verlinkt:

http://www.bauumwelt.bremen.de/sixcms/media.php/13/BdV_L_SPNV+Bericht+2014_Endf.pdf


Mit freundlichen Grüßen.

Antworten:

Re: SUBV-Bericht 2014: SPNV im Land Bremen - Das wichtigste in Kürze

Anbei die wichtigsten Punkte, die die Zukunft betreffen:

Zitat

Die DB Netz AG musste im Jahr 2012 für die vollständige Durchbindung der Linie RS1 ein neues Konzept entwickeln, das eine erneute Anpassung der Signaltechnik im Bahnhof Bremen-Vegesack erfordert. (...) Anfang Mai 2014 soll der verbindliche Inbetriebnahmetermin seitens der DB Netz AG kommuniziert werden.


Fahrplanänderungen zum Fahrplan 2015:

Zitat

Im laufenden Fahrplanjahr wird es darüber hinaus eine Ausweitung der Direktfahrten zwischen Wilhelmshaven und Bremen geben. Statt der heute täglichen zwei Fahrtenpaare werden ab September 2014 bis zu vier Fahrtenpaare (je nach Wochentag) angeboten. Diese Fahrten verkehren zusätzlich zu dem stündlichen RE-/IC-Angebot zwischen Bremen und Oldenburg und dem stündlich verkehrenden Regionalexpress (RE) zwischen Oldenburg und Wilhelmshaven.

Hansenetz (Metronom): Prioritär ist vorgesehen eine neue tägliche Abfahrt um 23:37 Uhr ab Hamburg Hbf nach Bremen Hbf, mit Halt in Bremen-Oberneuland einzuführen. Diese besteht derzeit nur in den Wochenendnächten.


Langfristige Maßnahmen:

Zitat

Eine Angebotsausweitungen im Netz der Regio-S-Bahn auf ein Grundangebot mit 30-Minuten-Takt auf allen Linien in der Region Bremen sowie eine zeitliche und räumliche Ausweitung des 15-Minuten-Takt-Angebotes auf der RS1

Das Sanierungsprogramm sämtlicher Bahnstationen im Land Bremen soll zu Ende geführt werden und eine Ergänzung der heute 23 Stationen im Land Bremen um bis zu 7 neuer Standorte vorbereitet werden. (...)

Nach den Analysen des VEP sind folgende Stationen in die engere Wahl zu ziehen:
- Huchting
- Grambke
- Universität/Technologiepark
- Arbergen
- Achterdiek
- Steubenstraße
- Marßel

In dem zweiten Stationspaket wird die Umsteigestation „Föhrenstraße“ überplant. Aufgrund der absehbaren, umfassenden Neugestaltung des „Zeppelintunnels“ im Verlauf der Sebaldsbrücker Heerstraße, wird es Auswirkungen auf die bisherigen Planungen der Verkehrsstation geben. Wahrscheinlich entsteht eine Überschneidung der Bahnsteige mit dem neuen Kreu-zungsbauwerk.


Ab Dezember 2014 neue Linienbezeichnungen:

Zitat

Regionalexpress-Linien
RE1 Norddeich – Oldenburg – Bremen – Hannover (DB Regio)
RE4 Hamburg – Bremen (Metronom)
RE8 Bremerhaven – Bremen – Hannover (DB Regio)
RE9 Bremerhaven – Bremen – Osnabrück (DB Regio)
RE19 Wilhelmshaven – Oldenburg – Bremen (NWB)

Regionalbahn-Linien
RB33 Cuxhaven – Bremerhaven – Bremervörde – Buxtehude (EVB)
RB37 Bremen – Soltau – Uelzen (erixx)
RB41 Hamburg – Buchholz – Rotenburg – Bremen (Metronom)
RB58 Bremen – Delmenhorst – Osnabrück (NWB)


von Der Wolf und die sieben Geißlein - am 18.04.2014 19:21

"Zweites Stationspaket"

Zitat
Der Wolf und die sieben Geißlein
Zitat

In dem zweiten Stationspaket wird die Umsteigestation „Föhrenstraße“ überplant.


Gehört nur die Station Föhrenstraße zum "zweiten Stationspaket"? Wenn nein, welche Stationen noch?

Danke für die Antworten, krni




Darüber hinaus befürworte ich alle im vorherigen Beitrag genannten Maßnahmen.

von krni - am 21.04.2014 18:19

Re: "Zweites Stationspaket"

Zitat
krni
Gehört nur die Station Föhrenstraße zum "zweiten Stationspaket"? Wenn nein, welche Stationen noch?
...


Ich zitiere Seite 7-8 aus dem Bericht:

"Neuer Planungsvertrag
Von den 23 Bahnhöfen im Land Bremen sind 18 komplett barrierefrei ausgebaut. Der SUBV beabsichtigt noch in diesem Jahr eine Planungsvereinbarung mit der DB Station&Service AG auszuhandeln und abzuschließen, um das seit 1996 laufende Sanierungsprogramm im Land Bremen fortführen zu können. Es werden drei Arbeitspakete gebildet, die jeweils im Planungsablauf und bei der Finanzierung separat zu betrachten sind:
- Bestandsstationen: Bremerhaven-Wulsdorf, Oberneuland, Neustadt
- GVFG-Großvorhaben RS1, 2. Stufe: Föhrenstraße (unten), Föhrenstraße (oben), Hemelingen Süd
- Neue Stationen

Bei den neuen Stationen ist beabsichtigt, die im Verkehrsentwicklungsplan (VEP) identifizierten, dem Aufkommen nach interessanten Standorte nach ihrer baulichen und betrieblichen Realisierbarkeit weiter zu verifizieren.
Nach den Analysen des VEP sind folgende Stationen in die engere Wahl zu ziehen:
 Huchting
 Grambke
 Universität/Technologiepark
 Arbergen
 Achterdiek
 Steubenstraße
 Marßel"

Damit dürfte die Frage beantwortet sein.

Gruß
Ingo Teschke

von Ingo Teschke - am 21.04.2014 18:30

Re: "Zweites Stationspaket"

Ich frage mich ja schon länger wie die Station Föhrenstraße im detail aussehen. Gibt es da schon Pläne?

von tom85 - am 21.04.2014 19:24

"Gibt es da schon Pläne"

Zitat
tom85
.. Gibt es da schon Pläne?


Hallo,

ich zitiere noch mal die Seiten 7 und 8 des Berichts:

Neuer Planungsvertrag
... Der SUBV beabsichtigt noch in diesem Jahr eine Planungsvereinbarung mit der DB Station&Service AG auszuhandeln und abzuschließen, ...

In dem zweiten Stationspaket wird die Umsteigestation „Föhrenstraße“ überplant. Aufgrund der absehbaren, umfassenden Neugestaltung des „Zeppelintunnels“ im Verlauf der Sebalds-brücker Heerstraße, wird es Auswirkungen auf die bisherigen Planungen der Verkehrsstation geben. Wahrscheinlich entsteht eine Überschneidung der Bahnsteige mit dem neuen Kreu-zungsbauwerk.

>>>>>>>>>>>>>>>>>>>><
Mit anderen Worten: Ja, es gibt Pläne. Dabei dürfte es sich um eine Grobplanung handeln, d.h. die notwendige Detailtiefe, um z.B. eine Baugenehmigung zu erhalten oder eine Auftragsvergabe zu machen, liegt nicht vor.
Da zudem jetzt bekannt ist, dass auch der Zeppelintunnel in den nächsten Jahren ersetzt werden soll, können die bestehenden Grobplanungen für Föhrenstraße (unten) in den Mülleimer geworfen und neu erstellt werden - dann gleich in einem Paket mit der neuen Querung anstelle des Zeppelintunnels.

Solche Grobplanungen sind in der Regel nicht öffentlich.

Gruß
Ingo Teschke

von Ingo Teschke - am 21.04.2014 20:08

Re: "Gibt es da schon Pläne"

Vielen Dank für die Antwort! Ich bin mal gespannt wie man das ganze Umsetzen wird.
Frage mich jedes mal, wenn ich an der Föhrenstraße vorbeifahre, wie und wo man dort eine S-Bahnstation für beide Strecken hinsetzen möchte. Aber damit nicht genug: Im selben Atemzug wird Hemelingen aufgegeben und als Hemelingen-Süd neu gebaut. Das man diese ganze Sache als sinnvoller ansieht als z.B. einen S-Haltepunkt Findorff oder Klinikum-Mitte wundert mich doch immer wieder.
Wenn es die Planer und Verantwortlichen so sehen, dann bin ich gespannt auf die Umsetzung.

von tom85 - am 21.04.2014 23:47

Bfe Föhrenstraße, Findorff, Klinikum-Mitte

Von der ursprünglich geplanten Station Föhrenstraße gab/gibt es schon Pläne im Internet; es war/ist eine Powerpoint-Präsentation des SUVB für den Fachausschuss des Beirats Hemelingen mit Datum vom 13.4.2011. Ich bin mir nur gerade nicht sicher, ob sie auf den Internetseiten der Baubehörde oder denen des Ortsbeirats zu finden war/ist. Die Lage der Bahnsteige in Keilform auf zwei Ebenen wurde/wird dort in drei städtebaulichen Szenarien mit unterschiedlichen Bebauungsvarianten vorgestellt, von denen die favorisierte auch bereits als detaillierter Bebauungsplan zu sehen war/ist. Aber wie Ingo richtig sagt, wandert diese Planung wohl nun in die große "Rundablage", weil durch den Neubau des Zeppelintunnels neue Gleislagen möglich werden, die die Bahnsteige noch dichter zusammenrücken lassen, vielleicht sogar mit unmittelbarer Kreuzung übereinander als Turmbahnhof.

Die Realisierung von Um- und Neubauten von Haltepunkten wird einerseits nach dem theoretischen Bedarf (Fahrgastpotenzial), andererseits nach den realen baulichen Möglichkeiten (und damit dem finanziellen Aufwand) beurteilt; als drittes spielt natürlich dann auch die betriebliche Umsetzbarkeit eine entscheidene Rolle. Die bahnseitigen Großprojekte Hafen-Hinterlandanbindung und Y-Trasse bzw. Ersatzmaßnahmen Y-Trasse werden Auswirkung auf die Verkehrsinfrastruktur (zusätzliche Gleise, neue Signalisierung, Streckenveränderungen, bauliche Eingriffe, Trassenkapazität usw.) in und um Bremen haben, deren Umfang im Moment völlig unklar ist; auch das wird die Umsetzung weiterer Stationen beeinflussen.

Im Rahmen des VEP sind zwei S-Bahn-Haltepunkte in Findorff untersucht worden: Weidedamm III/Innsbrucker Straße und Münchener Straße; beide sind schon bei der Potenzialerhebung "durchgefallen". Ein möglicher Bahnhof Klinikum-Mitte ist ebenfalls analysiert worden und erreichte sogar einen hervorragenden Potenzial-Wert (wenn ich mich richtig erinnere den zweitbesten nach Uni/Technologiepark), wäre aber extrem schwer umzusetzen, weil die Gleistrasse verbreitert und/oder verschoben werden müsste, um Platz für die Bahnsteige zu schaffen. Man sieht hier große Machbarkeitsschwierigkeiten in räumlicher, baulicher, betrieblicher bzw. finanzieller Hinsicht und nicht zuletzt auch hinsichtlich der Durchsetzbarkeit gegenüber den Anwohnern, so dass auch diese Station es nicht auf die Empfehlungsliste geschafft hat (im Detail auch in den VEP-Unterlagen nachzulesen). Insgesamt kann so der Eindruck entstehen, dass scheinbar unbedingt wünschenswerte Haltepunkte zurückgestellt werden gegenüber Stationen von nachrangigem Bedarf, die aber leichter zu verwirklichen sind. Das ist eine Entscheidung zwischen dem Spatz in der Hand und der Taube auf dem Dach ...

von Hinnak Hemmschuh - am 22.04.2014 11:34

Produktbezeichnungen

Ich kann absolut nicht nachvollziehen warum man an der Bezeichnung "Regio-S-Bahn" festhalten will. Jetzt da die Bezeichnung "S-Bahn" und das grüne S-Bahn-Symbol frei sind sollte man dringends davon Gebrauch machen, schließlich hat allein das S-Bahn-Symbol eine hohe positive Wirkung auf die Menschen. Z.B. hat die S-Bahn Hannover seit Einführung der S-Bahn stark steigende Fahrgastzahlen auf den Srecken obwohl die S-Bahn Hannover ja auch nur eine "verkleidete Regionalbahn" ist...

von Bremer89 - am 08.05.2014 11:00

Vollste Zustimmung+Anmerkung

Zitat
Bremer89 (Thunderblade)
Ich kann absolut nicht nachvollziehen warum man an der Bezeichnung "Regio-S-Bahn" festhalten will. Jetzt da die Bezeichnung "S-Bahn" und das grüne S-Bahn-Symbol frei sind sollte man dringends davon Gebrauch machen, schließlich hat allein das S-Bahn-Symbol eine hohe positive Wirkung auf die Menschen. Z.B. hat die S-Bahn Hannover seit Einführung der S-Bahn stark steigende Fahrgastzahlen auf den Srecken obwohl die S-Bahn Hannover ja auch nur eine "verkleidete Regionalbahn" ist...

Ganz meine Meinung. Ein Pro-Argument wurde bereits genannt, es gibt sicher weitere. Kontra-Argumente fallen mir gerade nicht ein, wohl weil es keine gibt :-). Aber ich finde man sollte dann auch die Haltestellen an Bahnhöfen als S-Bahn-Umsteigepunkte kenntlich machen (ähnlich wie in Berlin, z. B. S Hackescher Markt). Ich freue mich schon darauf, mit der Linie 1 nach "S Mahndorf" fahren zu können. :-)

Gruß, krni

von krni - am 08.05.2014 15:07

Re: Wenn bitte Regionalbahn und nicht S-Bahn!

Ich finde es gut, dass man das Netz eben gerade nicht als S-Bahn verkauft – auch wenn es eben den markenrechtlichen Gründen entsprungen ist. Aber ich sehe auch keinen Grund jetzt, wo die Bezeichnung Regio-S-Bahn gerade eingeführt und beworben wurde, alles wieder umzuwerfen. Im Gegensatz zu den anderen Linien, wo die Züge, die künftig einheitlich REs und RBs sein werden, heute als NWB, ERB, ERX oder ME durch die gegen kurven, gibt es nichts zu vereinheitlichen, es ist das einzige S-Bahn-Netz im VBN-Land.

Wenn man hier schon eine Änderung der Produktbezeichnung vornehmen will, dann bitte korrekterweise RB! Mit einer S-Bahn hat das ganze abgesehen vom Abschnitt Hbf – Vegesack – Farge der RS1 nämlich eigentlich mal gar nichts zu tun...

von D.Kleine - am 08.05.2014 15:34

Re: Wenn bitte Regionalbahn und nicht S-Bahn

Ich bin da anderer Meinung: Das Netz hat sehr wohl was mit einer S-Bahn (Schnellbahn) zu tun, denn schnell sind die Züge ja. Der geringe Takt stellt für mich auch kein Problem dar, die S-Bahnen Hannover und RheinNeckar fahren nicht öfter.
Bei einer Linie muss ich D.Kleine aber zustimmen, dass sie mit einer S-Bahn wenig zu tun hat: Die RS 4. Eine S-Bahn sollte alle Stationen bedienen und nicht Stationen zugunsten einer kürzeren Fahrzeit auslassen. Die RS 4 sollte daher m. E. wieder als Regionalexpress bezeichnet werden (laut Wikipedia fuhren vor der Einführung der Regio-S-Bahn dort schon einmal RE-Züge). Dass sie dann auf dem Abschnitt Nordenham - Hude alle Stationen bedienen müsste, wäre kein Problem, denn es gibt ja auch jetzt schon RE-Linien, die an allen Stationen halten (vor allem in Mecklenburg-Vorpommern).
Der Name Regionalexpress ist übrigens auch nicht mehr rechtlich geschützt, nur die Schreibweise mit der sogenannten Binnenmajuskel RegionalExpress darf weiterhin nur von der DB AG benutzt werden: [de.wikipedia.org]

Gruß, krni

von krni - am 08.05.2014 16:02

Vielleicht doch S-Bahn?

Zitat
D.Kleine

Wenn man hier schon eine Änderung der Produktbezeichnung vornehmen will, dann bitte korrekterweise RB! Mit einer S-Bahn hat das ganze abgesehen vom Abschnitt Hbf – Vegesack – Farge der RS1 nämlich eigentlich mal gar nichts zu tun...


Ich würde sagen: noch nicht! Denn wenn in absehbarer Zeit einmal die bereits diskutierten, neuen Stationen entstanden sind, könnte man schon von einem S-Bahn-Netz sprechen. Schließlich sollen ja auch die Takte noch erhöht werden. Ja, ich bin mal optimistisch...;)

Es wäre schon sinnvoll, die Bezeichnung "S-Bahn" im VBN einzuführen, denn diese Bezeichnung ist für eine Schnellbahn in einem Großraum ja bereits im Rest der Republik bekannt. Außerdem höre ich hier in der Gegend auch immer öfter, dass die Leute über die S-Bahn sprechen und sich nicht mehr länger den Zungenbrecher Regio-S-Bahn antun.

von Arne Schmidt - am 08.05.2014 17:21

Re: Regional-Express statt RegionalExpress

Zitat
krni
Der Name Regionalexpress ist übrigens auch nicht mehr rechtlich geschützt, nur die Schreibweise mit der sogenannten Binnenmajuskel RegionalExpress darf weiterhin nur von der DB AG benutzt werden: [de.wikipedia.org]


In diesem Zusammenhang ist vlt. interessant, dass die DB mittlerweile nur noch von Regional-Express und Regionalbahn spricht (bzw. auch von Intercity und Intercity-Express).

von Der Wolf und die sieben Geißlein - am 08.05.2014 17:44

Re: Wenn bitte Regionalbahn und nicht S-Bahn

Zitat
krni
Ich bin da anderer Meinung: Das Netz hat sehr wohl was mit einer S-Bahn (Schnellbahn) zu tun, denn schnell sind die Züge ja. Der geringe Takt stellt für mich auch kein Problem dar, die S-Bahnen Hannover und RheinNeckar fahren nicht öfter.


Diese beiden Netze sollten sich meiner Meinung nach auch nicht S-Bahn nennen dürfen. Unter S-Bahn verstehe ich so etwas, wie in Berlin oder Hamburg! Meinetwegen auch noch die Netze in München, Frankfurt und Stuttgart und mit Abstrichen noch Rhein-Ruhr. Für mich gehört ein dichter Takt zwingend zu einer S-Bahn dazu. Diese Verwässerung, in dem man auf Triebwagen umgestellte RB-Linien als S-Bahn vermarktet, des Begriffs entstand eigentlich erst in den letzten Jahren. Regio-S-Bahn stellt da für mich eine gute Bezeichnung dar.

von D.Kleine - am 08.05.2014 17:46

Re: Wenn bitte Regionalbahn und nicht S-Bahn!

Zitat
D.Kleine
...
Wenn man hier schon eine Änderung der Produktbezeichnung vornehmen will, dann bitte korrekterweise RB! ...


Nicht wirklich. Nach deiner Logik müsste man dann die meisten S-Bahnen in Deutschland als RB deklarieren: Hannover, RheinNeckar, Nürnberg, Dresden, Leipzig....
Wirkich klassische S-Bahnen gibts schließlich nur in B, HH, M, F und S.

von Bremer89 - am 08.05.2014 17:50

Re: Vielleicht doch S-Bahn?

Zitat
Arne Schmidt
Ich würde sagen: noch nicht! Denn wenn in absehbarer Zeit einmal die bereits diskutierten, neuen Stationen entstanden sind, könnte man schon von einem S-Bahn-Netz sprechen. Schließlich sollen ja auch die Takte noch erhöht werden. Ja, ich bin mal optimistisch...;)


Nicht ein Meter Strecke ist für die Regio-S-Bahn neu entstanden – immerhin wurden ein paar Kilometer FVE wiederbelebt. Bisher ist nicht mal ein neuer Haltepunkt entstanden, man ist sogar hier noch weit vom Baurecht entfernt. Bis sich in dem Bereich etwas tut, wird noch verdammt viel Wasser die Weser herunterfließen. Taktverdichtungen geben die Strecken im aktuellen Bauzustand kaum her und der Fuhrpark schon gar nicht. Das Fahrplankonzept ähnelt auch eher den RB/RE-Vorgängern.

Kurz: Bis sich etwas tut ist eine neue Ausschreibung da, da kann man vielleicht auch über einen Namenswechsel nachdenken...

von D.Kleine - am 08.05.2014 17:51

Re: Wenn bitte Regionalbahn und nicht S-Bahn!

Zitat
Bremer89 (Thunderblade)
Nicht wirklich. Nach deiner Logik müsste man dann die meisten S-Bahnen in Deutschland als RB deklarieren: Hannover, RheinNeckar, Nürnberg, Dresden, Leipzig....


Richtig! Meiner Meinung nach sind das alles RBs und keine wirklichen S-Bahnen!

Zitat

Wirkich klassische S-Bahnen gibts schließlich nur in B, HH, M, F und S.


Streng genommen sogar nur in Berlin und Hamburg, alle anderen Netze bedienen sich überwiegend Eisenbahnstrecken im Mischverkehr. In München, Frankfurt und Stuttgart hat man wenigstens noch je einen Stammstrecken-Tunnel geschafft, um wenigstens die Linien durch die bestehenden Kopfbahnhöfe durchbinden zu können und zusätzliche Innenstadthalte anbieten zu können.

Diese (Innenstadthalte) bieten wenigstens einige der anderen Netze noch an, aber in Bremen gibt es nur den Hauptbahnhof am Rande der Innenstadt.

von D.Kleine - am 08.05.2014 17:54

Re: Vielleicht doch S-Bahn?

Zitat
Arne Schmidt
Ich würde sagen: noch nicht! Denn wenn in absehbarer Zeit einmal die bereits diskutierten, neuen Stationen entstanden sind, könnte man schon von einem S-Bahn-Netz sprechen. Schließlich sollen ja auch die Takte noch erhöht werden. Ja, ich bin mal optimistisch...;)


Na da ist einer aber sehr optimistisch ;) Bis mal die Fragen um den Schienengüterverkehr und den Engpass Bremen geklärt sind, wird noch viel passieren. Vielleicht fährt da schon längst ein neuer Betreiber (Verkehrsvertrag endet 12/2021). Ich bin da jedenfalls nicht ganz so optimistisch.

Auch wenn einige Bürger von S-Bahn sprechen, für mich ist es auch keine. Eine S-Bahn zeichnet sich meiner Meinung durch eine hohe Taktfrequenz, einen geringen Haltestellenabstand, einer ausgeprägten Vernetzung mit anderen Verkehrsträgern und natürlich spurtstarken Fahrzeugen aus. Und meine ersten drei genannten Punkte kann die Regio S-Bahn nur bedingt erfüllen, deswegen bleibt es für mich ein Regionalbahn-Netz, wo einzelne Linien einzelne Halte anderer Linien nicht bedienen.

von Passive Weiche - am 08.05.2014 18:00

Re: Wenn bitte Regionalbahn und nicht S-Bahn!

Zitat
D.Kleine
Zitat
Bremer89 (Thunderblade)
Nicht wirklich. Nach deiner Logik müsste man dann die meisten S-Bahnen in Deutschland als RB deklarieren: Hannover, RheinNeckar, Nürnberg, Dresden, Leipzig....


Richtig! Meiner Meinung nach sind das alles RBs und keine wirklichen S-Bahnen!

Zitat

Wirkich klassische S-Bahnen gibts schließlich nur in B, HH, M, F und S.


Streng genommen sogar nur in Berlin und Hamburg, alle anderen Netze bedienen sich überwiegend Eisenbahnstrecken im Mischverkehr. In München, Frankfurt und Stuttgart hat man wenigstens noch je einen Stammstrecken-Tunnel geschafft, um wenigstens die Linien durch die bestehenden Kopfbahnhöfe durchbinden zu können und zusätzliche Innenstadthalte anbieten zu können.

Diese (Innenstadthalte) bieten wenigstens einige der anderen Netze noch an, aber in Bremen gibt es nur den Hauptbahnhof am Rande der Innenstadt.


Klar, aber es gibt doch keinen Grund gegen eine Bennenung in "S-Bahn" wenn es zu steigenden Fahrgastzahlen führt. Wir wissen doch alle, dass das ein "Image-Ding" zur Aufwertung des SPNV ist. Und wie bereits erwähnt ist das bei jedem einzelnen Netz zu beobachten, wie z.B. damals in Hannover.
Wer spricht denn hier in Bremen schon von einer S-Bahn, geschweige denn, dass die Leute das überhaupt mitbekommen, dass diese eingeführt wurde...

von Bremer89 - am 08.05.2014 18:01

Re: Wenn bitte Regionalbahn und nicht S-Bahn!

In Hannover hat man aber ein wenig mehr gemacht als das bisherige Angebot 1:1 umzusetzen. Es wurden zusätzliche S-Bahn-Gleise geschaffen und mit der Karl-Wiechert-Allee und dem Flughafen wenigstens 2 neue Stationen geschaffen. Es konnte also das Angebot auch verbessert werden und wegen der Expo wurde auch Geld in das Netz gepumpt.

Wenn es zu steigenden Fahrgastzahlen führt, sollte man vielleicht künftig einfach alles was auf Schienen fährt zur "S-Bahn" umbenennen... :cool:

von D.Kleine - am 08.05.2014 18:29

Pro S-Bahn Bremen

Zitat
Bremer89 (Thunderblade)
Wer spricht denn hier in Bremen schon von einer S-Bahn, geschweige denn, dass die Leute das überhaupt mitbekommen, dass diese eingeführt wurde...

Dem muss ich leider zustimmen. Bei mir in der Schule heißt die RS 1 weiterhin "Zug", das Wort S-Bahn, geschweige denn Regio-S-Bahn nimmt niemand in den Mund. Trotzdem finde ich, dass man das Bremer Netz durchaus als S-Bahn bezeichnen könnte. Wie bereits erwähnt, erfüllt die Regio-S-Bahn Bremen/Niedersachsen eben noch nicht alle Bedingungen. Bei [de.wikipedia.org] sind die Merkmale einer S-Bahn aufgelistet:
-Taktfahrplan mit dichter Zugfolge und ausgedehnten Betriebszeiten: leider nicht, ist aber auch nicht überall der Fall
-vergleichsweise geringer Haltestellenabstand: noch nicht
-ausgeprägte Vernetzung mit den übrigen Verkehrsmitteln im Öffentlichen Personennahverkehr: ja, z. B. Bf Burg und Bf Mahndorf
-besondere Triebzüge, die für hohe Beförderungsleistungen konzipiert sind: ja
-barrierefreie Züge und Bahnhöfe: größenteils vorhanden
-auf stark befahrenen Strecken eigene Bahnkörper: leider nicht :-(

Man sieht, dass die Bremer (Regio-)S-Bahn die meisten Kriterien erfüllt/erfüllen wird. Außerdem ist der Name S-Bahn deutlich attraktiver als Regionalbahn und könnte somit für Fahrgastzuwächse sorgen :xcool:.

Gruß, krni

von krni - am 08.05.2014 20:00

Re: Wenn bitte Regionalbahn und nicht S-Bahn!

Man könnte ja einen besonderen event in der Zukunft für eine Umbenennung nutzen, zB. wenn die Umsteigehaltestellen in Hastedt und Hemelingen Süd kommen oder die (R)S-5 und der Uni-Halt oder....

von outsider99 - am 09.05.2014 05:24

Re: Definition S-Bahn

Nach meinem Verständnis ist das Produkt S-Bahn wie folgt definiert:
(1) Ballungsraum-Umland-ÖPNV-System, das meistens ausgehend von einer Metropole deren Vororte und umliegenden Oberzentren und Orte bedient.
(2) Mit Haltepunktabständen, die sich im Kernbereich (Metropole) an denen von echten U-Bahn-Systemen - also um 1 km - orientieren und im Außenbereich jede Gemeinde mindestens ein Mal bedienen - also alle RB-Bahnhöfe und ggf. zusätzliche Haltepunkte.
(3) Mit einer durchschnittlichen Reisegeschwindigkeit von ca. 40 km/h (zum Vergleich: U-Bahn 30 km/h, Strab 20 km/h).
(4) Mit speziellen Fahrzeugen (aber nicht notwendigerweise Triebzüge), die für einen besonders schnellen Fahrgastwechsel (viele Türen) und hohen Beschleunigungswerten (wegen der vielen Haltepunkte) versehen sind.
(5) Mit vom MIV und sonstigem ÖPNV unabhängigen, d.h. auch kreuzungsfreien, Gleistrassen.
(6) Mit vom SPFV und sonstigem Einsenbahnverkehr unabhängigen Gleistrassen und völlig entkoppelten Fahrplänen (keine Anschlusssicherung).

Von diesen Kriterien sind für die Regio-S-Bahn nur (3) und (5) gegeben bzw. übererfüllt sowie mit Einschränkungen sind (4) (zumindest im Vergleich mit DoStos) und (1) erfüllt.

Für die Erfüllung des Kriteriums (2) müssen wohl noch zig Millionen Euro und Jahrzehnte investiert werden.

Das Kriterium (6) wird zwar außer in Berlin nirgendwo (vor der Verlängerung der S3 nach Stade auch im HVV) zu 100 % erfüllt, aber im VBN eben gar nicht.

Also passt der Begriff S-Bahn für das VBN-Regionalbahn-System wohl eher nicht.

von Torsten S. - am 09.05.2014 12:29

Re: Definition S-Bahn

Zitat
Torsten S.
(6) Mit vom SPFV und sonstigem Einsenbahnverkehr unabhängigen Gleistrassen und völlig entkoppelten Fahrplänen (keine Anschlusssicherung).

(…)

Das Kriterium (6) wird zwar außer in Berlin nirgendwo (vor der Verlängerung der S3 nach Stade auch im HVV) zu 100 % erfüllt, aber im VBN eben gar nicht.


100% schafft sogar Berlin nicht. An den Bahnhöfen Berlin-Karow und Birkenwerder teilt sich die S-Bahn die Bahnsteige mit Regionalzügen. Auch im Bahnhof Strausberg werden teilweise Gleisanlagen gemeinsam genutzt, an der Strecke nach Strausberg-Nord befindet sich auch mindestens noch ein Güteranschluss. Auch auf der Dresdener Bahn zwischen Marienfelde und Blankenfelde muss sich die S-Bahn die Gleise mit dem Güterverkehr teilen.

Dennoch würde ich das Kriterium für die Netze in Berlin und Hamburg als erfüllt ansehen, da der deutlich überwiegende Teil des Netzes exklusiv für die S-Bahn zur Verfügung steht – alleine schon durch die abweichenden technischen Parameter.

von D.Kleine - am 09.05.2014 15:14
Viele unbedarfte Fahrgäste meinen mit S-Bahn die Straßenbahn der BSAG. Da ist mir die Bezeichnung "Regio-S-Bahn" schon besser zutreffend und unterscheidbar von anderen Verkehrsmitteln im VBN. Der Begriff "Regio-S-Bahn" scheint auch schon auszureichen, gegenüber den früheren Regionalbahnen die Fahrgastzahlen steigen zu lassen.

So sehr die genannten wieteren Halte für die Regio-S-Bahn-Wichtig sind, Sorgen bereitet mir mehr, dass der vom zu erwartenden Fahrgastaufkommen wichtigste Halt Überseestadt/Weserbrücke aus schwierigen technischen Realisierungsmaßnahmen erst mal auf ganz ganz lange Bank geschoben wird.

von IngoF - am 11.05.2014 20:47
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