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bremer-nahverkehrs.net(z) Forum
Beiträge im Thema:
5
Erster Beitrag:
vor 3 Jahren, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 3 Jahren, 11 Monaten
Beteiligte Autoren:
Kärtchen55, HB-Nord, outsider99, Gnubbl, Manfred Morzik

Wird die Eröffnung der Linie 4 nach Lilienthal mangels einsatzfähiger Fahrzeuge zum Desaster?

Startbeitrag von Manfred Morzik am 21.07.2014 20:01

Hallo,

wieviele Straßenbahnen der BSAG sind eigentlich noch einsatzfähig? Ich habe langsam Zweifel, ob die Eröffnung der Linie 4 nach Lilienthal mangels fahrfähiger
Bahnen nicht zum totalen Desaster werden könnte.

Hier meine Beobachtungen der letzten Tage:

1. Freitag, 11.07.2014: Fahrt der Linie 8 ab Roland-Center um 07:34 Uhr ersatzlos ausgefallen. Eine ganze Schulklasse und mehrere dutzend Fahrgäste warten vergeblich.

2. Montag, 14.07.2014: Fahrt der Li. 8 ab Roland-Center um 16:24 Uhr ersatzlos gestrichen, Li. 1 um 16:26 Uhr ebenso. Die dann fahrende Bahn der Linie 1 fährt zwar pünktlich los,
erreicht die Innenstadt aber mit 5 Minuten Verspätung, so dass 20 Minuten in der HVZ keine Bahn von Huchting in die City gefahren ist.

3. Dienstag, 15.07.2014: Li. 8 um 07:34 Uhr ab Roland-Center ersatzlos ausgefallen.

4. Freitag, 18.07.2014: GT8N-1 der Li. 4 bleibt gegen 14:00 Uhr defekt an der Haltestelle Kattenturm-Mitte (Richtung Arsten) liegen. Der Fahrer des alten
GT8N dahinter musste die Fahrgäste über den Notweg aussteigen lassen.

5. Samstag, 19.07.2014: GT8N-1 der Li. 6 bleibt gegen 13:30 Uhr am Stern liegen. Grund: Blockierte Bremsen, Strecke für Stunden blockiert.

In Huchting konnte man manchmal auch schon Diskussionen frustrierter Fahrgäste miterleben, da die Busse der Linien 57 und 58 in Huchting wegen Fahrermangels
auch ab und zu entfallen.

Mich überrascht, dass es zu solch massiven Fahrtausfällen kommt, obwohl ja bereits einige Fahrten gestrichen worden sind. Somit sollte man doch genug Fahrzeuge und Fahrer für den
"Restfahrplan" haben?

War das nun "nur" eine unglückliche Häufung von Störungen oder ist das inzwischen der Regelfall auf allen Straßenbahnlinien?


Viele Grüße

Manfred

Antworten:

Re: Ferienfahrplan wird Desaster verhindern

Guten Abend,

es ist vermutlich ein Segen, dass die Eröffnung der Verlängerungsstrecke mit dem Ferienfahrplan zusammen fällt... so kann man in den ersten Wochen sicher problemlos alle Kurse bestücken... interessant wird es dann hinterher...
...wobei ich vermute, dass die Linie 4 aus Prestigegründen sicherlich eine hohe Priorität erhält und dass eher auf anderen Linien abgezogen wird...

Einen ähnlichen Gedankengang hatte ich aber dieser Tage auch, als ich mal wieder irgendwo die Laufschrift sah: "Leider muß diese Fahrt heute entfallen"...

...und tschüß...
Martin

von Gnubbl - am 21.07.2014 20:21
Die Kacke ist massiv am dampfen. Der Winter war schon horror. Der Chef rettet sich sicherlich mit einer ordentlichen Millionenabfindung für die Vertragsauflösung ins Exil und hinterlässt einen Scherbenhaufen an die Nachfolger.

von outsider99 - am 21.07.2014 20:27
Vielleicht sollte man einfach mal einen großräumigen Straßenbahn-Ersatzverkehr planen, sodass man etwa 10 Bahnen in Reserve hat, die man dann mal mehr, mal weniger in die Werkstätten abziehen kann, je nachdem wie viele Bahnen dort gleichzeitig unterbringen kann. Der Rest bleibt dann als Notprogramm stehen, um sich a) zu schonen und b) im Fall der Fälle Fahrtenausfällen vorzubeugen.

Ich stelle mir da sowas vor (nur Beispiele!):
- Die Linien 10 und 8 werden am HBF verknüpft. Die 10 fährt von Sebaldsbrück bis HBF, wird dort zur 8 und fährt einmal nach Huchting, einmal wendet sie über Sielwall - Domsheide und fährt zurück nach Sebaldsbrück, je nachdem wie oft man die 8 nach Huchting dann braucht...
- Die Linie 2 fährt ab Am Brill über Westerstr. zur Domsheide und zurück nach Sebaldsbrück.
Hierzu wird der altbekannte Ersatzverkehr der Linie 8 zwischen Domsheide und Kulenkampffallee wieder eingeführt und zwischen Hauptbahnhof und Gröpelingen verkehrt ebenfalls ein Ersatzverkehr, um die Linien 2 und 10 zu ersetzen. Wenn Busse fehlen, sollte man sich diese aus anderen Städten anmieten und für den Ersatzverkehr rüsten. Das muss dann halt mit eingeplant werden.

Irgendwie bringt's ja nichts, notdürftig Straßenbahnfahrten zu streichen, wobei die einkalkulierte Reserve null beträgt. Wenn dann was ist, fallen sofort weitere Plankurse aus. So geht das nicht...

Meine Gedanken dazu.

von HB-Nord - am 22.07.2014 06:14

Re: Lustige Ideen

Na klar, dann werden zwar alle (restlichen) Straßenbahnstrecken regelmäßig und planmäßig bedient, aber der Abschnitt Hauptbahnhof - Gröpelingen soll dann im 2,5-Minuten-Takt (morgens dann also sogar im 30-Sekunden-Takt?) mit Bussen gefahren werden, um die Menschenmassen zu befördern?
Das ist in keinem Fall wirtschaftlich und vor allem nicht machbar... woher das Personal und die Fahrzeuge? (für einen solchen Verkehr brauchst du mehr als 20 zusätzliche Busse...)

Aber klar, das macht man alles "einfach mal"... denkt auch mal jemand daran, dass ein Kontrakt mit Dienstleistungsauftrag erfüllt werden muss?
Macht es da etwa Sinn, den Straßenbahnverkehr auf der Strecke der Li. 2+10 zwischen Hauptbahnhof und Gröpelingen einzustellen und auf Busse (!!) umzustellen?

Dann doch lieber einen Straßenbahnverkehr, der zeitweise Lücken hat...

von Kärtchen55 - am 22.07.2014 15:35
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