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bremer-nahverkehrs.net(z) Forum
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7
Erster Beitrag:
vor 2 Jahren, 1 Monat
Letzter Beitrag:
vor 2 Jahren, 1 Monat
Beteiligte Autoren:
breeemer, Bremer89, HM2204, Arne Schmidt, outsider99, krni, Peter Burtchen

Extrem lange Kommentare zu den Linien 4 sowie 1 und 8 bei WK Online

Startbeitrag von Peter Burtchen am 13.01.2016 09:47

Auf WK Online hat ein Leser mit Namen "waldhorn3" zwei extrem lange Kommentare zu den Linien 4 sowie 1 und 8 verfasst:

[www.weser-kurier.de]

[www.weser-kurier.de]

"waldhorn3" ist aber keine Einzelperson, da im Text "wir" geschrieben steht.
Wer ist "wir"?


(Die Artikel selbst sind mit dem bekannten Sperrhinweis überdeckt; aber die Kommentare sind voll lesbar.)

Antworten:

Waldhorn dürfte einer der Hauptinitiatoren der Huchtinger BI sein. Argumente kllingen typisch. Fehlinformation bezüglich Erschließung Huchtings, der 20-Minuten-Takt der (neuen) 58 auf der Westachse dürfte doch vermutlich noch durch Busse nach Delmenhorst ergänzt werden.

BUND-Mazur meint, 3000 von 5500 Pendlern nehmen die Bahn? Sind die gezählten 2800 Fahrgäste nicht die Summe beider Richtungen?

von outsider99 - am 13.01.2016 12:33

Kommentare zu den Kommentaren

Moin,

eines muss man Waldhorn3 lassen: Er hat sich beim Verfassen seines Kommentars Mühe gegeben. Allerdings hätte er diese m. E. Mühe besser investieren können. Ich möchte mich zu einigen Behauptungen äußern:

Zitat
Waldhorn3
Es ist eine Verdummung der Bevölkerung, wenn die BSAG jetzt versucht von der fragwürdigen Planung dadurch abzulenken und die in Lilienthal fortgeführten Buslinien 630 und 670 für das Fahrgastdesaster verantwortlich machen möchte. Die Linie 4 in Lilienthal und die Buslinien 630/670 konkurrieren nicht um Fahrgäste, weil beide Verkehrssysteme unterschiedliche und voneinander entfernt liegende Ortsteile bedienen.

Es ist (leider) wahr, dass die Weiterführung der Regionalbuslinien ein Erreichen der in der standardisierten Bewertung errechneten Fahrgastzahlen verhindert. Hier existiert also sehr wohl ein Zusammenhang. Innerhalb Lilienthals konkurrieren Tram und Bus nicht um Fahrgäste, das stimmt, es geht eher darum, dass zahlreiche Passagiere in Falkenberg nicht zur Linie 4 umsteigen (wie ursprünglich geplant), sondern mit dem Bus weiterfahren, weil dieser sie direkt zu ihrem Ziel bringt. Nichtsdestotrotz würde ich eine Weiterführung der Linien 630 und 670 befürworten, um einerseits die Lilienthaler Ortsteile abseits der Hauptstraße nicht fast ihres gesamten ÖPNV zu berauben, und anderseits weil die EVB-Linien auch in Bremen sinnvolle Verbindungen schaffen.

Zitat

Wenn der Sprecher des Verkehrsressorts des Senats, Jens Tittmann, behauptet, dass die Linie 4 gemessen an der Verschlechterung der Ausgangssituation durch die Fortführung der beiden Buslinien 630/670 sich gut entwickelt hätte, kann man nur konstatieren, dass diesem Sprecher der Durch- und Überblick verloren gegangen ist.

Der Bürgermeister der Lilienthaler Gemeinde ist angeblich überrascht von diesen niedrigen Fahrgastzahlen, obwohl die Bevölkerung täglich seit 1 ½ Jahren die oft nahezu leeren Fahrten der Linie 4 beobachtet haben und nun empfiehlt er, abzuwarten und im Sommer 2017 eine gründliche Bestandsaufnahme durchführen zu lassen. Diese späte Bestandsaufnahme kann man aus Sicht des Bürgermeisters gut verstehen – er hat sich ja inzwischen vorzeitig und freiwillig zum Ende des Jahres 2016 aus dem Amt der Lilienthaler Bürgermeisters verabschiedet. Die Konsequenzen seiner Politik müssen jetzt andere tragen.

Ich möchte die "nahezu leeren Fahrten" nicht als Lüge bezeichnen, allerdings haben Benutzer dieses Forums und auch ein weiterer WK-Kommentierer Anderes berichtet, zumindest was die HVZ angeht. Interessant wäre daher vor allem die Situation in der NVZ und SVZ, und nach meinen Beobachtungen unterscheidet sich der Besetzungsgrad der Fahrzeuge auf dem niedersächsischen Streckenabschnitt nicht von dem anderer.
Zu der Bestandsaufnahme (wenn es denn stimmt) habe ich eine Frage: Wie sieht diese aus und welche Konsequenzen hätte eine negative Beantwortung? Eine Einstellung des Straßenbahnverkehrs? Hui, das dürfte aber eine massive Rückzahlung von Fördergeldern bedeuten.1 Vielleicht weiß jemand hier im Forum ja die Antwort.

Zitat

Der Stadtteil Bremen-Huchting wird ab Roland-Center über die Ringbuslinien 57 und 58, die eine Hauptstraße bedienen, gut erschlossen. [...] Für eine Straßenbahnverlängerung in Bremen-Huchting besteht daher schlicht kein Bedarf.

Nun ja, allerdings kann man hier auch die (rhetorische) Frage stellen, wie sinnvoll es denn ist, dass die breite Mehrheit der Huchtinger erst auf einen Bus umsteigen muss, um ihr Ziel zu erreichen, anstatt dies direkt mit der Straßenbahn tun zu können. Ob der Bedarf kapazitätstechnisch da ist, kann ich nicht beurteilen, finde es aber sehr wahrscheinlich, dass es der Fall ist.

Zitat

Wenn es zur Realisierung kommt, wird der Linienbus 58 ganz wegfallen! Der Linienbus 57 wird, ausgehend von der Brüsseler Str. zum Roland Center bis zum Friedhof (Kirchhuchtinger Landstr.) und zurück frequentiert, aber nur noch alle 20 Min. Ganze Ortsteile, die jetzt von den Ringbuslinien erschlossen werden, werden vom ÖPNV nicht mehr bedient. Fahrgäste müssen weitere Wege zu den Haltestellen gehen, was eine deutliche Verschlechterung der Situation mit sich bringt.

Nach meinen Kenntnisstand soll die Linie 58 auf dem Streckenabschnitt sehr wohl auf dem Streckenabschnit Brüsseler Straße - Mittelshuchting - Roland-Center erhalten bleiben und gemeinsam mit dem Delbus 201 einen 10-Minuten-Takt schaffen. Gab es diesbezüglich eine Planungsänderung, von der ich nichts weiß? Das bezweifle ich arg. Zum Takt auf dem Streckenabschnitt zum Friedhof habe ich keine Informationen, allerdings fahren hier neben der BSAG ja auch noch diverse Regionalbuslinien2, sodass dieser Streckenabschnitt sowieso weiterhin durch ÖPNV bedient werden wird. Und so weit sind die Wege zu den neuen Straßenbahnhaltestellen ja auch nicht, und für einige werden sich die Wege ja sogar verkürzen. ;) Die Formulierung von Waldhorn3 ist übrigens mehr als missverständlich, da die Linien 57/58 derzeit Ringlinien sind, die nur in jeweils eine Richtung betrieben werden.

Zitat

Der Knotenpunkt am Roland Center wird zusätzlich und nachweislich zu einen täglichen Verkehrschaos führen, da er ganztägig 18 X in der Stunde für den ÖPNV gesperrt ist.

Wer hat das nachgewiesen?:confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused:

Zitat

Aber die Verlängerung der Straßenbahnlinie 8 ist ja nicht für oder wegen des Stadtteils Huchting geplant worden, sondern soll der Verlängerung in das niedersächsische Umland dienen - auf einer vorhandenen Strecke, die zu diesem Zweck von drei Gemeinden und einer BSAG-Tochtergesellschaft käuflich erworben wurde. Es handelt sich um eine Nebenstrecke, die quer zu den Hauptverkehrsachsen verläuft. Die bestehende Buslinie 55, die Bremen-Huchting mit der Gemeinde Stuhr verbindet und mit ihrer wohnortnahen Erschließung der dortigen Siedlungsstruktur angepasst ist, würde komplett wegfallen. Der einwohnerstarke Ortsteil Stuhr-Moordeich würde dadurch weitgehend vom ÖPNV abgeschnitten werden. Im Fall der Straßenbahnverlängerung würden die Haltestellen zudem halbiert werden (von 14 auf 7). Im Abschnitt zwischen den Haltestellen Erichshof-Ost und Bahnhof Leeste würde die Straßenbahn weitestgehend durch unbebautes Gebiet fahren.

Meines Wissens sollen die Linie 173, die Regiobusse und die Grönemeyer-Linie in Moordeich aber erhalten bleiben, sodass die ÖPNV-Anbindung zumindest teilweise erhalten bleibt. Zugegebenermaßen finde ich die Situation in Moordeich aber auch nicht so dolle. Im weiteren Verlauf verläuft die Linie 8 weitgehend parallel zur jetzigen Linie 55, sodass die übliche Situation eintritt, dass sich die Wege für einige Anwohner verkürzen und für andere verlängern. Ein deutliches Argument, um längerer Wege in Kauf zu nehmen (vor allem im Hinblick auf Moordeich) ist der dichtere Takt der Tram: Diese soll im 20- statt wie jetzt der Bus im 30- bzw. 60-Minuten-Takt unterwegs sein.

Zitat

Die Buslinie 120 verbindet die Gemeinde Stuhr mit dem Ortsteil Leeste der Gemeinde Weyhe und fährt weiter bis zum Bahnhof Kirchweyhe. Dieser ist Haltepunkt für Regionalexpresszüge und Regionalbahnen. Von dort ist der Hbf. Bremen in 12 Minuten erreichbar. Es ist daher einigermaßen abwegig, für die umwegige Verbindung von Leeste-Stuhr-Brinkum-Huchting-Hautbahnhof ein relevantes Fahrgastaufkommen anzunehmen. Es ist unschwer vorauszusagen, dass die Straßenbahnverlängerung Linien 1 und 8 über Huchting hinaus genauso ein Desaster werden würde wie die Verlängerung der Linie 4 nach Lilienthal.

Wenn die 120 auch den Abschnitt Brinkum - Stuhr - Bremen-Huchting bedienen würde, könnte man über die Sinnhaftigkeit der 8 wirklich ernsthaft streiten. Tut sie aber nicht! Den dortigen Fahrgästen bleibt nur die Fahrt mit der Linie 55 mit Umstieg. Für eine Verbindung des Ortskerns Brinkums mit der Bremer Innenstadt ist die Verlängerung ja auch gar nicht gedacht: Dafür gibt es ja die Regiobusse.

Zitat

Bei einem optimierten Busverkehr mit der Möglichkeit flexibler Gestaltung der Taktzeiten könnten all diese Probleme vermieden werden. Eine der Siedlungsstruktur angepasste Busverbindung ist daher eindeutig die bessere ökonomische und auch ökologischere Alternative.

Bedeutet Optimierung des Busverkehrs etwa die Durchbindung der Linien 55, 57 und 58 in die Innenstadt bei gleichzeitiger Einstellung der Straßenbahn? Ich möchte Waldhorn3 hier nichts Falsches unterstellen, aber denkbar wäre es ja.

Zitat

Wie aus der Vergangenheit in diesem Zusammenhang bekannt, scheint es der üblichen Methode der BSAG zu entsprechen, Tatsachen falsch zu ihren Gunsten darzustellen.

Tja, hier scheint aber auch jemand Tatsachen zu seinen Gunsten zu entstellen. Ob dies aus Unwissenheit oder aus Absicht geschieht, sei mal dahingestellt, ich vermute aber, dass eher letzteres vorliegt. Ich finde, dass Waldhorn3 eine sehr einseitige Sicht auf das Projekt hat und seine Standpunkte mehrfach durch inhaltsleere und oft auch inhaltlich falsche Argumente stützt.

Zitat
MegaHorst
Als Lilienthaler Bürger kann ich sagen, dass der gesamte Ort in der Summe von der Straßenbahn profitiert. Eine Umgehungsstraße hätte es ohne der Bahn nicht gegeben, sodass die Busse dann in Lilienthaler Ortskern im Stau stehen würden, so wie es früher bereits war. Den betroffenen Bürgern der Linien 1&8 kann ich daher eine Verlängerung nur empfehlen.

Dem schließe ich mich uneingeschränkt an.

Gruß
krni


1Selbstverständlich halte ich einen negativen Ausgang der Bestandsuntersuchung für so gut wie ausgeschlossen.
2Die Bezeichnung Regionalbusse ist teilweise falsch, da sich auch Delmenhorster Stadtlinien darunter befinden.

von krni - am 13.01.2016 17:01

Re: Kommentare zu den Kommentaren

Hast Du Deinen Kommentar denn auch beim WK eingestellt? Ich glaube nämlich kaum, dass der Wutbürger hier mitliest. Genauso wenig, wie die Leser seines Beitrages, die den Mist vielleicht auch noch glauben...

von Arne Schmidt - am 14.01.2016 07:39

Re: Kommentare zu den Kommentaren

Ich denke, dass dies vergebene Liebesmüh ist. Kann man natürlich machen ...

Entscheidend ist, dass die Politik jetzt nicht wackelt. Und davon ist m.E. nicht auszugehen, da sie bisher auch den Gegenwind in Huchting (der im Übrigen medial aufgeblasen wird und von wenigen Einzelnen mit Partikularinteressen ausgeht) ausgehalten hat.

Und dann das ganze Gefasel von wegen "neue standardisierte Bewertung erforderlich". Dies ist völlig unabhängig von der laufenden Planfeststellung, die überhaupt nicht unter einem Finanzierungsvorbehalt steht. Allenfalls der Fördergeber könnte da irgendetwas fordern. Wird er aber nicht tun ...

von HM2204 - am 14.01.2016 09:56

Re: Kommentare zu den Kommentaren/heutige Leserbriefe

...und heute geht das Gestänkere bei den Leserbriefen weiter. Es sind aber alle Namen nicht gerade unbekannt, einschließlich einem, den es vermutlich gar nicht gibt. Sie haben sich schon des öfteren unqualifiziert geäußert. Hoffen wir mal, dass das Planfeststellungsverfahren für Huchting vorankommt und nächstes Jahr der erste Spatenstich erfolgen wird. Dann werden sich auch die politischen Gegner vor die Linsen der Fotografen begeben.
MfG
Dieter

von breeemer - am 15.01.2016 12:34

Re: Kommentare zu den Kommentaren/heutige Leserbriefe

Also dieser Waldhorn schreibt ja viel wenn der Tag lang ist...
Ich war selbst als Fahrgastbefrager/Verkehrserheber auf der 4 zwischen BOF und Falkenberg unterwegs und leer waren die Bahnen nie. Die eine war sogar randvoll nachdem die vorige ausgefallen war. Ich kam mir ernsthaft wie in der 6 zur Uni vor.
Und zur Situation in Huchting ist es auch immer das gleiche Gebabbel was nicht wahr wird nur weil man es ständig wiederholt. Allein schon die ständge Behauptung dass Leute vom ÖV abgeschnitten werden. WO DENN??? Im Gegenteil: In Zukunft werden durch Befahren der BTE sogar noch mehr Hatestellen bedient! Der Knaller war der eine Flyer kürzlich vom SPD-Ortsverein Huchting. Der ist ja eigentlich schon Grund genug diese Partei nie wieder zu wählen.
Also die Auslastung auf der geplanten Strecke der 1 rechtfertigt allemal eine Strab. Ich, in Huchting groß geworden, bin selbst immer noch regelmäßig dort unterwegs und auf der Relation Brüsseler - Delfter - Rotterdamer - RCT ist immer(!) was los.
Ein weiterees Wort: Umsteigen. Ob man es wahr haben will oder nicht. Umsteigen is nicht attraktiv! Und deswegen, wegen des dichteren Taktes, der Wahrnehmung eines Schienenfahrzeuges (Schienenbonus, Komfort...) ist auch die 8 sinnvoll, führt zu Fahrgastzuwächsen im ÖV und reduziert die Belastung der Straßen und der Umwelt. Das man über sowas ernshaft Jahre diskutieren "muss".
Auch durch eine häufiger fahrende 55 wird aus Wasser kein Wein. Die "feinen" Stuhrer haben sicher keine Lust plötzlich mit nem Bus zu fahren nur weil es paar Fahrten mehr gibt. Es ist und bleibt ein Bus, ein Fahrzeug des untersten Standards im ÖV. Der Umstieg bliebe ebenfalls erhalten.
Weiter hole ich jetzt bzgl Huchting/Stuhr mal nicht aus.
Diese ständige Hetze gegen die Strab ist einfach nur nervig und unberechtigt. Selber sitzen die Leute wahrscheinlich nur in ihrer Karre und haben sonst keinen Schimmer was los ist. Die, die am lautesten schreien sind meistens die die selbst den ÖV NICHT nutzen. Dabei sollten sie doch sogar froh sein dass die Bahn kommt, sie entlastet wie gesagt die Straßen und sie selbst haben dann mir ihre Karre mehr Platz. Aber das ist für viele wohl schon zu weit gedacht. So... Entschuldigt mich aber manche sind zu beschränkt eins und eins zusammen zu zählen.

von Bremer89 - am 15.01.2016 13:21
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