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Verlängerung Linie 1

Startbeitrag von breeemer am 22.11.2016 13:13

Senator Dr. Lohse hat gestern Abend auf der Beiratssitzung in Huchting erklärt, dass die Planungen für die Verlängerung der Straßenbahn - zunächst - für die Linie 1 in Huchting weiter fortgesetzt werden.

Es wird zwar zu Verzögerungen kommen, u.a. weil vom Bund als großer Kostentäger wegen Fristablauf eine neue Standartisierte Bewertung gefordert wird (Ergebnis Anfang 2017).

Wenn die in Bremen laufenden Klagen (Terminierung ist noch nicht erfolgt) abgeschlossen sind, kann vielleicht schon Ende 2017 mit den bauvorbereitenden Maßnahmen begonnen werden.

Viele Grüße
Dieter

Antworten:

Re: Verlängerung Linie 8

Ich verstehe das Theater um den niedersächsischen Teil der 8 nicht. Die komplette Strecke wird ausschließlich auf der BTE zurückgelegt, die nach dem Gesetz eine Eisenbahnstrecke ist. Demnach ist die Zulassung nach EBO doch richtig!

von Bremer89 - am 26.11.2016 14:14

Re: Verlängerung Linie 8

Deswegen prüfen die Niedersachsen auch, ob sie eine Nichtzulassungsbeschwerde beim Bundesverwaltungsgericht einlegen. Wie unter den Presselinks veröffentlicht, gibt es in der Bundesrepublik diverse Verfahren nach beiden Rechten. Da macht es doch wenig Sinn, wenn das OVG Lüneburg eine Grundsatzentscheidung durch das BVG verweigert.
MfG
Dieter

von breeemer - am 27.11.2016 21:23
Hallo,zur Zeit ist es ja zum Thema Verlängerung Linie 1 ziemlich ruhig geworden.
Wird es wenn die Überführung über die B75 Heinrich-plett-alle fertig sein sollte wieder auf genommen ??:rolleyes:

von R.Tönjes - am 11.04.2017 10:40
Zitat
R.Tönjes
Hallo,zur Zeit ist es ja zum Thema Verlängerung Linie 1 ziemlich ruhig geworden.
Wird es wenn die Überführung über die B75 Heinrich-plett-alle fertig sein sollte wieder auf genommen ??:rolleyes:


Der Stillstand hat ja nichts mit der Brücke über die B75 zu tun, sondern mit der Neuaufrollung des Planungsfeststellungsverfahrens durch einen Gerichtsbeschluß im letzten Jahr (wurde hier ja auch diskutiert).

von Arne Schmidt - am 11.04.2017 11:59
Der Teil mit der Brücke stimmt, aber beim Rest bringst du, glaube ich, etwas durcheinander. Der Gerichtsentscheid des OLG Lüneburg betraf doch den Abschnitt der Linie 8 ins Niedersächsische, weil man dort angeblich auf der falschen Gesetzesgrundlage geplant hatte - das hat mit der Linie 1 nichts zu tun. Unmittelbar nach diesem Urteil hatte Bremen doch sogar vollmundig angekündigt, den Bau des bremischen Abschnitts auch unabhängig von der Linie 8 fortzusetzen, was ursprünglich gar nicht gehen sollte, weil nur beide Strecken den NKF > 1 erreichen, also nur zusammen förderfähig sind.

Wenn ich das in den Medien richtig verfolgt habe, gab es bei der Anhörung der Einwände gegen die Trassenführung im Verlauf des Planfeststellungsverfahrens des bremischen Teils wieder erhebliche und unversöhnliche Auseinandersetzungen, vor allem um den BTE-Abschnitt. Einwender sollen teilweise gleich mit Rechtsbeistand aufmarschiert sein und mehrere Anwohner, deren Beschwerden nicht entsprochen wurde, sollen daraufhin mit Klagen gedroht haben. Um sich dieses kostspielige und zeitraubende Verfahren zu ersparen, hat Senator Lohse zugesagt, den entsprechenden Abschnitt nochmals (nun bereits das dritte Mal!) zu überplanen und eine Lösung zu entwickeln, bei der noch weniger Eingriffe in Baumbestand und Grundstücke der Anlieger erforderlich sind. Insofern ruht das Verfahren wieder, bis die Planungsbehörden diese Variante vorlegen - daher die Ruhe (vor dem nächsten Sturm).

Meiner Einschätzung nach wird dieses Vorgehen nur wieder nicht zum Ziel führen, weil die NIMBY-Querulanten eindeutig auf Zeit spielen in der Hoffnung, dass durch ständige Kostensteigerungen und Inflation der NKF unter 1 fällt und damit das ganze Projekt stirbt. Ehe sich der Herr Senator weiter am Nasenring durch die Manege führen lässt, sollte man vielleicht besser im Sinne der Planungssicherheit den Rechtsweg beschreiten statt das Verfahren in den nächsten Jahren noch 17 Mal zu überplanen, weil irgendein Gipskopf seine drei Quadratmeter Grundstück nicht hergeben oder die geliebte Buche, die Großonkel Erwin Anno Tobak am Gartenzaun gepflanzt hat, nicht fällen lassen will.

Es geht hier doch in Wirklichkeit nur noch am Rande um die (tatsächlich nur bedingt überzeugende) Straßenbahnverlängerung, sondern vielmehr um einen Machtkampf des Stadtteils gegen die Obrigkeit (warum muss ich da gerade an ein kleines gallisches Dorf denken ... ?). Insofern sollte man vielleicht auch erwägen, die Verlängerung in Huchting zurückzustellen und stattdessen ein anderes Projekt wie z.B. die Spange Malerstraße oder die Verlängerung über die Osterholzer Heerstraße zum Weserpark vorzuziehen, um die Fördermittel nicht verfallen zu lassen. Nur können da die Politiker wahrscheinlich aus Furcht vor Gesichtsverlust nicht über ihren Schatten springen, nachdem Senator Lohse schon zwei Mal eingeknickt ist. Vor allem sollte man sich aber im Klaren sein, dass die Fördermittel ohnehin überzeichnet sind/sein werden und andere Städte nur darauf warten, noch ein Stück vom Kuchen abzubekommen.

von Hinnak Hemmschuh - am 13.04.2017 21:06
Ok, dann weißt du mehr als ich. Dass das Gerichtsurteil die Linie 8 betrifft war mir klar und ich gehe davon aus, dass es hier bekannt ist. Ich bin bisher jedoch davon ausgegangen, dass beide Projekte nur zusammen realisiert werden können.

von Arne Schmidt - am 14.04.2017 13:48
Zitat
Hinnak Hemmschuh
... Es geht hier doch in Wirklichkeit nur noch am Rande um die (tatsächlich nur bedingt überzeugende) Straßenbahnverlängerung, sondern vielmehr um einen Machtkampf des Stadtteils gegen die Obrigkeit......


Nicht eines ganzen Stadtteils, sondern wegen einiger(!) egoistischen Querulanten der Fraktion "Wir sind gegen alles". Das wird nämlich auch ständig falsch verstanden. Ständig heißt es dass Huchting dagegen sei, dabei handelt es sich wie gesagt nur um ein paar Querulanten, die weder gute Argumente, noch Ahnung von der Materie haben. Aber sie sind halt diejenigen die am lautesten schreien.... Einfach nur noch lächerlich.
Und das zieht sich ganz nebenbei gesagt zurzeit durch ganz Deutschland:
Böser ÖPNV und hochgeliebte Drecksschleuder.
Prost Mahlzeit wenn es so weitergeht.

von Bremer89 - am 14.04.2017 14:23
Natürlich ist nicht ganz Huchting gegen die Verlängerung der Linie 1, aber ich war bei allen Bürgerinformationsveranstaltungen dabei und da war die Haltung der Mehrheit der Bürger sehr deutlich dagegen (so ähnlich muss die Stimmung früher bei Hexenverbrennungen gewesen sein) - und es waren immerhin einige hundert Menschen anwesend! Leider haben auch viele schlecht- oder uninformierte und nicht direkt Betroffene sich diese Meinung zu eigen gemacht. Insofern ist es sicher auch nicht richtig zu glauben, dass nur dieser komische Verein oder 30-40 Huchtinger die Contra-Stimmung am Kochen halten, dazu sind allein schon zu viele Grundeigentümer an der BTE-Trasse unmittelbar betroffen. Schockiert war ich bei der letzten großen Veranstaltung (damals noch mit Herrn Eisenberg), dass sogar Mitglieder des Ortsbeirates offen zum Kampf gegen die Planung aufgerufen und ihre Hilfe dazu angeboten haben, in etwa: "Kommen Sie zu uns, wir bringen Ihre Einwände zu Papier und sorgen dafür, dass das Projekt zu Fall gebracht wird" (da müsste es auch noch Beiträge über die diversen Veranstaltungen hier im Forum geben).

Da ich nicht in Huchting wohne, kann ich die Haltung der schweigenden Mehrheit nicht einschätzen. Wie meistens in solchen Fällen wird es darunter sowohl Befürworter wie auch Gleichgültige und Skeptiker geben. Und die Skepsis ist bei allem Wohlwollen gegenüber der Streckenverlängerung meiner Meinung nach z.T. auch angebracht, weil die Planung in einigen Abschnitten oder Detailpunkten wirklich Schwächen hat, z.B. im eingleisigen Abschnitt auf der BTE oder bei der geplanten Wendeschleife außen (!) um den neu zu schaffenden Kreisverkehr an der dicht umbauten Kreuzung Heinricht-Plett-Allee/Huchtinger Heerstraße, wodurch u.a. auch P+R-Flächen fehlen werden. Warum ist denn der NKF so verhältnismäßig niedrig? Weil u.a. relativ wenig Mehrverkehr gegenüber dem Ist-Zustand generiert wird und weil zu wenig Busverkehr aufgegeben werden kann. Der eigentliche Bonus ist, dass viele Fahrgäste Richtung City nicht mehr am Roland-Center umsteigen müssen. Im Binnenverkehr des Stadtteils (v.a. in Mittelshuchting sowie Kirchhuchting östlich der KHL) werden ÖPNV-Nutzer gegenüber heute aber auch schlechter gestellt sein, weil sie entweder längere Wege haben werden oder auf relativ kurzen Strecken zukünftig umsteigen müssen, wo sie heute noch durchfahren können.

von Hinnak Hemmschuh - am 16.04.2017 00:02
Ich hingegen kann die Situation in Huchting sehr wohl einschätzen. Dass Ortsteile in Huchting, wie die Gegner gerne behaupten, abgehängt werden ist schon mal Schwachsinn. Auch nach der Verlängerung gibt es zwischen RCT und Brüsseler Straße über Hucht. Bf noch einen 10er Talt (inkl. DELBUS) und auf der KHL einen 15er Takt (inkl. DELBUS). Das hatten wir hier übrigens schon mal....
Und sooo groß ist der Binnenverkehr, wie immer behauptet, dann auch nicht, vorallem im Gegensatz zum Verkehr zwischen City und Huchting. Und mit der verlängerten 1 erhält die Mehrzahl(!) der Huchtinger eine umsteigefreie Verbindungen in die City (Die meisten Ein- und Aussteiger in Huchting gibt es an der Rotterdamer Str., Delfter Straße und Flämische Str.).
Schlussendlich sind das falsche Vorwände die genutzt werden um egoistische Ziele durchzusetzen und dass es mehr Gegner sind als nur der Verein liegt vielleicht dann auch mit daran dass diese anderen Leute mit solchen falschen Vorwänden aufgescheucht wurden.
Ich erinnere an den lächerlichen Flyer vom Ortsbeirat der SPD... Traurig dass man so offen Unwahrheiten verbreitet...
Am Ende überwiegen die Vorteile, trotz evtl vorhandener Schwächen.

von Bremer89 - am 16.04.2017 09:11
Ja es wurde ja hier schon umfassend besprochen,
Für sehr viele gibt es eine Verbesserung durch Entfall des Umsteigezwangs.
Für einige bleibt es gleich.
Und nur sehr wenige müssen in Zukunft umsteigen, wo es jetzt nicht nötig war.

von T.Hancke - am 16.04.2017 12:01
Ja, Schade. Aber das scheint wohl das Problem der heutigen Zeit zu sein, das wenige nicht bereit sind Nachteile in kauf zu nehmen, für die Vorteile Vieler...

von haubra - am 16.04.2017 20:33
Vieles in deinem Beitrag klingt mir nach "gefühlter" Wahrheit und ist letztlich (d)eine private Einschätzung; wirklich überzeugen könnte mich, wenn man das mit Fahrgastzahlen belegen könnte. Die Fakten bzgl. Taktung und Routen des zukünftigen Busverkehrs bestätigen doch nur meine These, warum der NKF so niedrig ist: weil man auf einen ineffizienten Parallelverkehr zusteuert, der den Erfolg der Maßnahme minimieren wird, wie es auch in Lilienthal/Falkenberg passiert ist. Wirklich vielversprechende Neubautrassen andernorts schaffen Werte um +2, manche sogar +4 - da sind + 1,15 oder + 1,3 wie in Huchting schon eher mickrig.

Es war und ist nicht meine Absicht, die Diskussion um ein Für und Wider der Verlängerungen in Huchting wieder aufzumachen, und ich muss auch nicht vom Nutzen dieses Projekts überzeugt werden. Es ist politisch aus guten Gründen beschlossen, grundsätzlich förderfähig und ich bin um jeden Meter Straßenbahnstrecke froh, der neu gebaut wird, zumal ich auch die städtebaulichen Chancen für einen schwierigen Stadtteil wie Huchting sehe, die gar nicht in die standardisierte Bewertung einfließen. Nichtsdestotrotz gäbe es meiner Meinung nach sinnvollere Neubau-Projekte in Bremen - gerade, wenn man mit dem Geld so extrem haushalten muss.

Was mich wirklich ärgert, ist der instinktlose politische Eiertanz, den der Senator aufführt, zumal andere Projekte in der Verantwortung seiner Ressorts (A 281, Innenstadtumbau, Lloydhof) auch nicht gerade rund laufen. Ich fand und finde den durchaus ambitionierten VEP 2025 einen Schritt in die richtige Richtung, habe aber inzwischen Sorge, dass er zum Papiertiger verkommt. Was ist denn beispielsweise mit einem S-Bahn-Halt Uni/Technologiepark? Man hört nichts mehr davon, obwohl mit ihm vielleicht auf eine Verlängerung der Linie 8 zur Uni verzichtet werden könnte. Das wäre mal eine nachhaltige Verkehrspolitik, die sowohl Stadtkasse wie auch BSAG-Bilanz entlasten würde!

von Hinnak Hemmschuh - am 17.04.2017 17:39
Ich habe jahrelang in Huchting gewohnt und bin immernoch oft da. Konkrete Fahrgastzahlen habe ich jetzt nicht parat, aber sollen mir die Gegner doch mal nachweisen dass der Binnenverkehr doch ach so groß ist. Diejenigen die am meisten wettern fahren doch selbst sicherlich gar nicht bis kaum mit dem ÖV. Ich hingegen nutze nur den ÖV um mich fortzubewegen und kann die Situation daher wesentlich besser beurteilen.
Ob man wirklich von Parallelverkehr sprechen kann wenn die BTE dann von der 1 befahren wird weiß ich nicht... Bei der 2/10, 3 (und 25) im Osten spricht auich keiner von Parallelverkehr obwohl die nahe aneinander fahren.
Dass Projekte einen KNF von 4 oder größer haben ist ja wohl eher untypisch. Spontan fällt mir nur die Altstadttram in Nürnberg ein, die trotz dessen nicht ernsthaft in Angriff genommen wird...
Der politische Eiertanz wie du ihn nennst ist wirklich einfach nur noch lächerlich. Wie oft soll denn da noch was überprüft und verändert werden. Lohse lässt sich wegen paar Stimmen auf der Nase rumtanzen....
Der VEP ist super für den Anfang aber am Ende vllt nur ein Traum und kann sich bzgl des zeitlichen Horizontes wohl beim "Zielnetz 2010" einreihen. Man müsste sich aber auch mal konseuent ransetzen und die Projekte verwirklichen. Von der S-Bahnstation Uni und den ganzen anderen im VEP niedergeschriebenen hört man in der Tat nicht viel. Selbst von S Föhrenstraße hört man nichts obwohl der sogar im VEP schon als "gebaut" vermerkt ist.
Darüberhinaus müssten sich grundsätzlich aber auch mal gesetzliche Rahmenbedingungen zugunsten des ÖVs ändern, man siehe z.B. mal nach Frankreich.
Jedoch wüsste ich nicht warum man auf eine verlängerte 8 Richtung Uni verzichten sollte. Man könnte sie ab KKA durchs Parzellengebiet schicken und danach die Bahnstrecke mit neuem Haltepunkt kreuzen um dann über die Otto-Hahn-Allee zur Uni zu fahren.

von Bremer89 - am 18.04.2017 18:15
Ich bin auch für die Verlängerungen der Linien 1 und 8 nach Huchting und Weyhe/Leeste.

Ob Herr Lohse (Verkehrssenator) den Eiertanz in Huchting ganz freiwillig mitmacht, bezweifle ich. Die Gegner der Straßenbahn in Huchting sind meist Mitglieder der SPD und diese Partei hatte ja selbst auf Landesebene versucht das Projekt wegen ihrer Huchtinger Mitglieder auszubremsen.

Ich hatte hier eher den Eindruck, dass die Bahn nach Huchting eher den Grünen als der SPD zu verdanken ist.

Warum der Verzicht auf die Verlängerung der Linie 8 zur Uni vorteilhaft sein soll, ist mir eher rätselhaft:
Ein S-Bahnhof an der Universität läge nur am Rande des Unigeländes, so dass die meisten Fahrgäste mindestens 10 bis 15 Minuten dorthin laufen müssten. Die Fahrzeit wäre zwar kürzer als mit den Linien 6 und 8, aber mit der zusätzlichen Wegezeit ist es für die meisten Fahrgäste kein Vorteil mehr. Die S-Bahn (oder doch "nur" der Metronom) fährt vielleicht nur jede Stunde einmal, die Linien 6 und 8 kämen zusammen auf einen 5-Minuten-Takt (10-Minuten-Takt jeweils für eine Linie). Die Fahrzeiten von der Universität zum Hauptbahnhof beträgt dann etwa 15 Minuten, bei deutlich kürzeren Wegen zu den Haltestellen.

Würde man die Straßenbahn verpassen, müsste man "nur" 5 Minuten warten, bei der S-Bahn wären es mindestens 30 Minuten oder gar 60 Minuten.

Wer am Hauptbahnhof oder in der Innenstadt in weiterführende BSAG-LInien umsteigen wollte, hätte mit den Linien 6 und 8 deutlich bequemere Umsteigemöglichkeiten als mit einer S-Bahn.

Meiner Meinung nach könnte ein S-Bahnhof an der Universität nur zusätzlich Sinn machen, wäre aber wegen des deutlich geringeren Nutzen aber relativ teuer. Er ist für mich auf keinen Fall eine Alternative zur Verlängerung der Linie 8.

von Manfred Morzik - am 18.04.2017 19:32
Zitat
Bremer89
Von der S-Bahnstation Uni und den ganzen anderen im VEP niedergeschriebenen hört man in der Tat nicht viel. Selbst von S Föhrenstraße hört man nichts obwohl der sogar im VEP schon als "gebaut" vermerkt ist.


Das die S-Bahn-Stationen angeht liegt es allerdings nicht am Bausenator, sondern an der Bahn.
Die Bahn (heißt in diesem Fall DB Netz) hat die ersten Planungen des S-Bahnhof Föhrenstraße obsolet gemacht, da erst sehr spät mitgeteilt worden ist, dass es für die Brücke am Bahnhof Sebaldsbrück einen Ersatzneubau geben wird, dafür die Gleise verschwenkt werden und sich somit die Bahnsteiglage ändert.
Dadurch muss alles neu geplant werden und das Vorhaben verzögert sich mindestens um drei Jahre :-(
Aufgrund dieser Arbeiten gab es letztes Jahr auch schon Umleitungen bei der BSAG: [www.radiobremen.de]

Beim Uni Haltepunkt gab es genauso wie für den Haltepunkt Hemelingen-Süd eine Variantenuntersuchung mit Gutachten. Erst jetzt kann in die weitere Planung eingestiegen werden, allerdings ist auch hier eine Abhängigkeit zur Bahn gegeben, da sie letztendlich für Baurecht sorgen muss.

von Irgendware - am 19.04.2017 07:21

Linie 8 zur Uni, trotz Bahnhaltepunkt

Zitat
Manfred Morzik
Meiner Meinung nach könnte ein S-Bahnhof an der Universität nur zusätzlich Sinn machen, wäre aber wegen des deutlich geringeren Nutzen aber relativ teuer. Er ist für mich auf keinen Fall eine Alternative zur Verlängerung der Linie 8.


Wenn man die 8 zur Uni verlängert, hat dies überwiegend Vorteile für die Fahrgäste aus der Innenstadt.
Ein Eisenbahnhaltepunkt "Uni" hingegen hat überwiegend Vorteile für Fahrgäste aus Richtung Rotenburg.

Aufrichtige Grüße
Fahrdrahtschnüffler

von Fahrdrahtschnüffler - am 19.04.2017 09:15
Zitat
Irgendware

Beim Uni Haltepunkt gab es genauso wie für den Haltepunkt Hemelingen-Süd eine Variantenuntersuchung mit Gutachten. Erst jetzt kann in die weitere Planung eingestiegen werden, allerdings ist auch hier eine Abhängigkeit zur Bahn gegeben, da sie letztendlich für Baurecht sorgen muss.


Erst jetzt/jetzt schon? Gab es denn schon eine Entscheidung für eine der beiden Varianten (nahe der 6 oder hinterm NW1)?

Die verlängerte 8 bringt auslastungstechnisch sehr viel (weil man aus quasi Leerfahrten City-KKA morgens und KKA-CIty nachmittags/abends gut ausgelastete Kurse machen kann, und parallel auf der 6 den Takt reduzieren bzw. wenigstens Verstärker streichen).

von outsider99 - am 19.04.2017 10:58

Re: Verlängerung Linie 8

Zitat
Bremer89
... Man könnte sie ab KKA durchs Parzellengebiet schicken und danach die Bahnstrecke mit neuem Haltepunkt kreuzen um dann über die Otto-Hahn-Allee zur Uni zu fahren.


So etwas darfst du noch nicht einmal denken, dafür könntest du von den Kleingärtnern gesteinigt werden...;)

von Arne Schmidt - am 19.04.2017 14:43

Re: Verlängerung Linie 8

Zitat
Arne Schmidt
Zitat
Bremer89
... Man könnte sie ab KKA durchs Parzellengebiet schicken und danach die Bahnstrecke mit neuem Haltepunkt kreuzen um dann über die Otto-Hahn-Allee zur Uni zu fahren.


So etwas darfst du noch nicht einmal denken, dafür könntest du von den Kleingärtnern gesteinigt werden...;)


Sehr richtig. Und nicht nur die Kleingärtner.
Würde man mit so einer Planung kommen, wäre der Aufstand in der Bevölkerung und dem Beirat so groß, dass Huchting dagegen wie der Auswärtsfanblock der TSG Hoffenheim wirkt.
Hinzu kommt, dass eine solche Streckenführung keine neuen Fahrgäste erschließt (abgesehen von der Uni) und utopisch teuer wäre. Massiver Grunderwerb, Ausbau des Fettkampsweg und vor allem ein neues Trogbauwerk. Mal ganz abgesehen davon, dass es städtebaulich eine Katastrophe wäre.

Falls es die Anwesenden interessiert, halte ich euch gerne über meine Untersuchung zu dem Thema auf dem laufenden (Bachelorthesis: Verlängerung der Linie 8 zur Universität).

von Linie 8 - am 04.05.2017 16:55

Re: Verlängerung Linie 8 Untersuchung

Danke. Gutes Thema.
Gab es (wahrscheinlich vor Jahrzehnten) schon Studien oder Untersuchungen der BSAG oder des Verkehrssenators zu dem Thema (wenn ja vor Verlängerung der 6)?

von outsider99 - am 05.05.2017 05:43

Re: Verlängerung Linie 8

Zitat
Linie 8
Zitat
Arne Schmidt
Zitat
Bremer89
... Man könnte sie ab KKA durchs Parzellengebiet schicken und danach die Bahnstrecke mit neuem Haltepunkt kreuzen um dann über die Otto-Hahn-Allee zur Uni zu fahren.


So etwas darfst du noch nicht einmal denken, dafür könntest du von den Kleingärtnern gesteinigt werden...;)


Sehr richtig. Und nicht nur die Kleingärtner.
Würde man mit so einer Planung kommen, wäre der Aufstand in der Bevölkerung und dem Beirat so groß, dass Huchting dagegen wie der Auswärtsfanblock der TSG Hoffenheim wirkt.
Hinzu kommt, dass eine solche Streckenführung keine neuen Fahrgäste erschließt (abgesehen von der Uni) und utopisch teuer wäre. Massiver Grunderwerb, Ausbau des Fettkampsweg und vor allem ein neues Trogbauwerk. Mal ganz abgesehen davon, dass es städtebaulich eine Katastrophe wäre.

Falls es die Anwesenden interessiert, halte ich euch gerne über meine Untersuchung zu dem Thema auf dem laufenden (Bachelorthesis: Verlängerung der Linie 8 zur Universität).


Mit dem meisten(!) hast du Recht aber was die Erschließung neuer Fahtgäste angeht kann ich nicht zustimmen. Im Gebiet um die Otto-Hahn-Allee ist doch was am entstehen.

Alternativ wäre natürlich eine FÜhrung ab KKA entlang der 22 über Munte, was aber wohl gleichzeitig eine Kürzung der 22 bis KKA bedeuten würde.

von Bremer89 - am 05.05.2017 13:57

Re: Verlängerung Linie 8

> was aber wohl gleichzeitig eine Kürzung der 22 bis KKA bedeuten würde.

Zumindest zu "Schwachlastzeiten" soll die 22 schon bis 2019 gekuerzt werden:

"Schwachhausen: Einstellung der Linie 22 im Abschnitt Kulenkampffallee – Universität-Nord in der Schwachverkehrszeit

Angebotsänderung:
Die Linie 22 soll morgens bis 06:15 Uhr, abends ab 20:30 Uhr , am Samstag bis 09:30 Uhr und ab 18:00 Uhr sowie ganztägig am Sonntag zwischen Kulenkampffallee und Universität eingestellt werden.

Ziel der Maßnahme:
Hintergrund ist die sehr geringe Nachfrage von bzw. zur Universität abends sowie am Wochenende. Mit der Verkürzung der Linie 22 zu diesen nachfrageschwachen Zeiten können sehr schwach genutzte Verkehrsleistungen eingespart werden.

Auswirkung auf die Nachfrage:
Durchschnittlich nutzen lediglich zwischen 3 und 7 Fahrgäste die Fahrten in der Schwachverkehrszeit (je nach Tag und Richtung) am Querschnitt Kulenkampffallee. Diese Fahrgäste können an der H.-H.-Meier-Allee in die Linie 6 umsteigen.

Auswirkung auf die Erschließung:
Der Großteil der Fahrgäste hat Ziele im Bereich der Universität. Daher besteht mit einem Umstieg zur Linie 6 an der H.-H.-Meier-Allee eine vertretbare Fahrtalternative mit günstigen Umsteigezeiten."

(Quelle: [www.bsag.de])

von Der Wolf und die sieben Geißlein - am 05.05.2017 14:17

Re: Verlängerung Linie 8

Zitat
Bremer89

Mit dem meisten(!) hast du Recht aber was die Erschließung neuer Fahtgäste angeht kann ich nicht zustimmen. Im Gebiet um die Otto-Hahn-Allee ist doch was am entstehen.

Alternativ wäre natürlich eine FÜhrung ab KKA entlang der 22 über Munte, was aber wohl gleichzeitig eine Kürzung der 22 bis KKA bedeuten würde.


Wenn sich da tatsächlich irgendwann mal was entwickelt, kann man da immer noch einen Bus hinführen aber die Bahn bekommt man da auf keine realistische und finanzierbare weise hin.
Ja, die 22 würde dann eingekürzt werden. Dann muss eben die 21 oder 28 die Haltestellen Linzer Straße und Universität Ost anfahren.

von Linie 8 - am 05.05.2017 14:40

Re: Verlängerung Linie 8

Zitat
Der Wolf und die sieben Geißlein

Zumindest zu "Schwachlastzeiten" soll die 22 schon bis 2019 gekuerzt werden:

"Schwachhausen: Einstellung der Linie 22 im Abschnitt Kulenkampffallee – Universität-Nord in der Schwachverkehrszeit

Angebotsänderung:
Die Linie 22 soll morgens bis 06:15 Uhr, abends ab 20:30 Uhr , am Samstag bis 09:30 Uhr und ab 18:00 Uhr sowie ganztägig am Sonntag zwischen Kulenkampffallee und Universität eingestellt werden.


Was aber wohl auch bedeuten würde, dass sich ein Ausbau der Linie 8 Richtung Uni nicht rechnen würde, wenn auf diesem Abschnitt schon eine Buslinie in Schwachlastzeiten eingestellt wird.

von Arne Schmidt - am 05.05.2017 17:15

Re: Verlängerung Linie 8

Zitat
Arne Schmidt

Was aber wohl auch bedeuten würde, dass sich ein Ausbau der Linie 8 Richtung Uni nicht rechnen würde, wenn auf diesem Abschnitt schon eine Buslinie in Schwachlastzeiten eingestellt wird.


Der Verkehr würde sich dann ja von der überlasteten 6 auf die 8 verteilen. Außerdem steht die Verlängerung doch sicher in Abhängigkeit vom Haltepunkt Uni der Bahn an einer Stelle, wo sich ein Umsteigen anbietet. Hier würde sicher auch Umsteigeverkehr von der RS5 auf die Straßenbahn erzeugt werden.
Alternativ und am billigsten wäre vermutlich die 8 durch die Kuhlenkampffallee wieder zur 6 hin zu verlängern und dort zu verknüpfen.

von outsider99 - am 05.05.2017 18:14

Re: Verlängerung Linie 8

Zitat
outsider99

Der Verkehr würde sich dann ja von der überlasteten 6 auf die 8 verteilen. (...)
Alternativ und am billigsten wäre vermutlich die 8 durch die Kuhlenkampffallee wieder zur 6 hin zu verlängern und dort zu verknüpfen.


Noch billiger wäre es dann wohl nur, man würde den Ast zur Kulenkampffallee ganz aufgeben und einfach die 8 ab Wilhelm-Kaisen-Brücke wie die 6 bis zur Uni fahren lassen ... :joke:

von Jan Reiners - am 05.05.2017 20:01

Re: Verlängerung Linie 8

Zitat
Arne Schmidt

Was aber wohl auch bedeuten würde, dass sich ein Ausbau der Linie 8 Richtung Uni nicht rechnen würde, wenn auf diesem Abschnitt schon eine Buslinie in Schwachlastzeiten eingestellt wird.


Ja und nein. Die 8 rechnet sich allein durch die Uni schon. Das auf der jetzigen 22 so wenig los ist liegt m.E. auch daran, dass die 22 eben nicht zum Bahnhof fährt, sondern nur eine tangentiale Zubringerlinie ist. Eine Direkterschließung des Universums und der Augenklinik an der Munte durch die Straßenbahn, kann durchaus für eine größere Auslastung sorgen.
amüsanter Weise wurden hier inzwischen alle Streckenführungen genannt, die ich im Rahmen der Thesis bewerte. Ich bin noch nicht durch mit der Auswertung aber ich kann ja schon mal eine Einschätzung abgeben.

Variante 1: Kuka-Parkallee-Uni
Kostengünstige und städtebaulich verträgliche Möglichkeit. Starke Verkehrsbeziehung zwischen der Neustadt und der Uni (Aussage BSAG). Direkte Erschließung des Universums und der Augenklinik ohne Umsteigen (jetzige Umsteigemöglichkeiten sind nicht Barrierefrei) oder mehrere hundert Meter nicht barrierefreien Fußwegs. Dazu fahrt in Seitenlage mit Tempo 60 möglich. Zeitfaktor ungefähr gleich der Linie 6.

Variante 2: Kuka-Fettkampsweg-Otto Hahn Allee- Uni
Fahrzeitgewinn am größten aber städtebaulich nicht realisierbar. Dazu utopisch teuer.

Variante 3: Kuka - H.-H. Meier Allee - Uni
Günstigste Variante. Rund 8 Millionen. ABER: Fahrzeit deutlich länger als mit der Linie 6, dazu keinerlei Fahrgastzugewinne und städtebaulich ebenso unrealistisch, wie Variante 2. Beidseitig den Grünstreifen auf 800 Metern Länge komplett abzuholzen wird einfach nicht passieren.

Zitat
Jan Reiners
Noch billiger wäre es dann wohl nur, man würde den Ast zur Kulenkampffallee ganz aufgeben und einfach die 8 ab Wilhelm-Kaisen-Brücke wie die 6 bis zur Uni fahren lassen ... :joke:


Das war tatsächlich im Gespräch aber mit der Sanierung der Hartwigstraße hat sich die BSAG bewusst für den Erhalt der Linie 8 auf diesem Streckenabschnitt entschieden.

von Linie 8 - am 05.05.2017 21:11

Verlängerung Linie 8. Variante 1: Kuka-Parkallee-Uni

Zitat
Linie 8

Variante 1: Kuka-Parkallee-Uni
Zeitfaktor ungefähr gleich der Linie 6.


Das ist sicherlich auch fahrplantechnisch eher vorteilhaft. Da die 6 und die 8 dann ja auf zwei Abschnitten gemeinsam fahren, können sie trotzdem auf beiden ungefähr auf Lücke fahren, wenn nicht andere Faktoren dagegen sprechen.

Zitat
Linie 8

Dazu Fahrt in Seitenlage mit Tempo 60 möglich.


Wo würde denn die Seitenlage entstehen? Würden dafür zwei der vier IV-Fahrspuren der Tram zugeschlagen?

Und noch eine ganz andere Frage: Würde an der Haltestelle Uni-Süd ein Gleisdreieck entstehen, sodass bei Betriebsstörungen auf dem kurzen Stück zwischen Uni-Süd und Uni-Nord die 6 und die 8 einfach über die jeweils andere Linie zurückfahren können, ohne dass gleich der ganze Betrieb zwischen Kulenkampffallee und Uni bzw. Riensberg und Uni zum Erliegen käme.
Und daran anknüpfend die Frage: Würde dann die Wendeschleife Kulenkampffallee zurückgebaut?

von Jan Reiners - am 06.05.2017 11:15

Verlängerung Linie 8. Variante 1: Kuka-Parkallee-Uni

Rückbau der Wendeschleife wäre sicherlich attraktiv, Geld für ein sicher wertvolles Grundstück zu bekommen. Andererseits wäre jenseits der HVZ eine doppelte Führung beider Linien zur Uni auch etwas zu viel. Da wäre es dann vielleicht schon sinnvoll, abwechselnd am Riensberg bzw. KKA zu wenden. Oder doch ein Betriebsgleis zur 6 rüber...
Aber vom Bau eines Gleisdreiecks würde ich schon ausgehen. Plus, wenn irgendwann doch noch mal die Horn-Riensberg-Spange kommt, könnte man die 8 auch weiter nach Borgfeld führen.

von outsider99 - am 06.05.2017 17:30

Linie 6 und 8, das Wort zum Sonntag: Sonntagsfahrplan geht in die Verlängerung (zur Uni?)

Hallo,

bezugnehmend zum Beitrag, der in der Themenkette den Anschluss nicht ganz gefunden hat (Anschlussgarantie?)...
Zitat
outsider99
Rückbau der Wendeschleife wäre sicherlich attraktiv, Geld für ein sicher wertvolles Grundstück zu bekommen.

Wo sind wir gelandet, wenn Straßenbahn-Enthusiasten vom Gleis-Rückbau sprechen, um Kulturgut der grünen Landschaft (immerhin ein signfikanter Faktor pro Straßenbahn) zu zerstören? Die Wendeschleife oder eher Grünanlage an der Kulenkampffallee hat einen bedeutenden Wert, für den es sich nicht lohnt Diskussionen, ähnlich derer einer Straßenbahnverbindung durch den Bürgerpark, anzuregen. Wenn man so "geil auf Geld" wäre, könnte man den Innenkreis der Wendeanlage durchaus lukrativ vermarkten - und bei gleichzeitiger Verlängerung der Linie 8 auf nur selten benutzes Gleismaterial ums Häusle verweisen.

Zitat
outsider99
Andererseits wäre jenseits der HVZ eine doppelte Führung beider Linien zur Uni auch etwas zu viel. Da wäre es dann vielleicht schon sinnvoll, abwechselnd am Riensberg bzw. KKA zu wenden. Oder doch ein Betriebsgleis zur 6 rüber...

Ein Betriebsgleis zur 6 rüber an die Wätjenstraße wäre nicht zu rechtfertigen, wenn die Linie 8 Gleisanschluss über die Parkallee zur Uni-Süd und damit zur Linie 6 erhalten würde. Ein abwechselndes Weiterverkehren der 6/8 über unterschiedliche Strecken zur Uni wäre in der SVZ keine gute Taktung: 40 Minuten-Takt auf den "Stammstrecken"?! Eher könnte man darüber nachdenken, die 8 sonntags zur Uni (über Universum für Auswärtige interessant!) und die 6 Richtung Lilienthal verkehren zu lassen, vorausgesetzt die Querspange Horn wird realisiert und die 4 in der SVZ bis Horner Mühle zurückgezogen. (Gedankenspiel: Linie 4 vielleicht sogar über Stichstrecke weiter Richtung Oberneuland schicken?)
Gleichzeitig würden dann die in der SVZ von der Strab nicht mehr im Takt bedienten H Lise-Meitner-Str. und Berufsbildungswerk Kapazitäten an die 21/31 übergeben, die damit auch endlich in der SVZ eine begründete Daseinsberechtigung von Horn bis zur Uni hätten.

Zitat
outsider99
Aber vom Bau eines Gleisdreiecks würde ich schon ausgehen.

Von einem Gleisdreieck statt einer Wendeschleife an der Kulenkampffallee würde ich nach Verlängerung der 8 zur Uni absolut nicht ausgehen. Wie festgestellt, wäre für die SVZ eine zweite Strab-Anbindung der Uni im Bedarf unbegründet. Ob jedoch die 6 oder 8 auf der Stammstrecke kurzwenden würde, steht noch in den Wolken, so daß eine betrieblich stabile Wendemöglichkeit an der Kulenkampffallee erhalten bleiben muss. Ein Gleisdreieck ist nicht für regulären Einrichtungsbertrieb geeignet, sondern dient lediglich als Behilfsmöglichkeit im Ausnahmefall! Außerdem ist davon auszugehen, daß die Wendeanlage Kulenkampffallee noch vor einer Verlängerung zur Uni oder einer Querspange Horn, vielleicht auch noch vor einer Verlängerung nach Stuhr, generalüberholt werden müsste: Dazu zählen neben neuen Gleisen auch die Ertüchtigung des Innengleises für die neue 2,65m breite Strab-Fahrzeuggeneration.

Zitat
outsider99
Plus, wenn irgendwann doch noch mal die Horn-Riensberg-Spange kommt, könnte man die 8 auch weiter nach Borgfeld führen.

Nach einem konkurrenzfähigen ÖPNV mit geographischen Direktverbindungen und möglichst viel erschöpfenden Fahrgastpotenzial auch in der SVZ sieht diese Idee nicht aus. Dann könnte man auch gleich die 27 von der anderen Seite des Bürgerparks an der Uni vorbei fahren lassen um Borgfeld anzuschleißen... Die dann nicht mehr benötigten Gleise Ri. Uni könnte man unter diesen Umständen nur noch nutzen, um eine CargoTram zur Mülldeponie einzurichten, die so statt der Müllabfuhren unseren Abfall und seltsame Ideen einsammelt. Immerhin verkehrt die 8 am anderen Streckenende auch schon nach Stuhr raus, wenn unsere Vorschläge nur ansatzweise angegangen werden.

Aufrichtige Grüße
Fahrdrahtschnüffler


Edit: vierfache Kompetenz gestückelt ergänzt

von Fahrdrahtschnüffler - am 07.05.2017 10:21

Re: Verlängerung Linie 8. Variante 1: Kuka-Parkallee-Uni

Zitat
Jan Reiners
Zitat
Linie 8

Variante 1: Kuka-Parkallee-Uni
Zeitfaktor ungefähr gleich der Linie 6.


Das ist sicherlich auch fahrplantechnisch eher vorteilhaft. Da die 6 und die 8 dann ja auf zwei Abschnitten gemeinsam fahren, können sie trotzdem auf beiden ungefähr auf Lücke fahren, wenn nicht andere Faktoren dagegen sprechen.

Zitat
Linie 8

Dazu Fahrt in Seitenlage mit Tempo 60 möglich.


Wo würde denn die Seitenlage entstehen? Würden dafür zwei der vier IV-Fahrspuren der Tram zugeschlagen?

Und noch eine ganz andere Frage: Würde an der Haltestelle Uni-Süd ein Gleisdreieck entstehen, sodass bei Betriebsstörungen auf dem kurzen Stück zwischen Uni-Süd und Uni-Nord die 6 und die 8 einfach über die jeweils andere Linie zurückfahren können, ohne dass gleich der ganze Betrieb zwischen Kulenkampffallee und Uni bzw. Riensberg und Uni zum Erliegen käme.
Und daran anknüpfend die Frage: Würde dann die Wendeschleife Kulenkampffallee zurückgebaut?


Seitenlage auf der Bürgerparkseite der Parkallee. Das zwei Fahrspuren des IV an die Straßenbahn gehen lässt sich nicht vermeiden, damit die Kosten nicht explodieren.
Gleisdreicek an der Uni-Süd eher nein. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass beide Strecken zur Uni gleichzeitig blockiert sind und Weichen sind sehr teuer. Bei einer Störung können die Bahnen am Riensberg bzw. an der Kuka wenden. Die Schleife an der Kulenkampffallee möchte ich, unabhängig davon welche Variante das Rennen macht, gerne erhalten.Aber wie sinnvoll das ist werde ich erst in einigen Wochen untersuchen.

von Linie 8 - am 07.05.2017 21:28

Gleisdreieck Universität-Süd

Zitat
Linie 8
Gleisdreicek an der Uni-Süd eher nein. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass beide Strecken zur Uni gleichzeitig blockiert sind und Weichen sind sehr teuer. Bei einer Störung können die Bahnen am Riensberg bzw. an der Kuka wenden.


Es geht beim Gleisdreieck doch gar nicht um die Zulaufstrecken, sondern um den gemeinsamen Abschnitt durch die Bibliothekstraße. Wenn dieser gesperrt ist, wären zwangsläufig beide Strecken zum Riensberg und zur Kuka ebenfalls blockiert. Von daher macht ein Gleisdreieck schon sehr viel Sinn, damit im Falle einer Störung im Zentralbereich die Bahn zumindest noch an den Rand des Campus fahren kann.

von krni - am 07.05.2017 23:08
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