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bremer-nahverkehrs.net(z) Forum
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vor 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 7 Monaten, 4 Wochen
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Torsten S., VolkerP, outsider99, krni, MAN Lion's City A23, Linie 4 Lilienthal, breeemer, Taz 5, HB-Nord, Arne Schmidt, Gnubbl

ganztägiger kontrollierter Vordereinstieg ab Fahrplanwechsel 2017?

Startbeitrag von Gnubbl am 18.12.2016 11:17

Moin,

wenn ich mir so das Bild des 4886 hier so anschaue mit der Beklebung der Türen... steigt in mir die Vermutung auf, dass der ganztägige "kontrollierte Vordereinstieg" vorbereitet wird... Gerüchteweise habe ich auch schon Äusserungen gehört, dass es ab Fahrplanwechsel 2017 so weit sein soll? Hat da jemand ggf schon mehr Infos?

Schönen 4. Advent allen.

Martin

Antworten:

Moin,
wenn wir schon bei " Gerüchteweise habe ich auch schon Äusserungen gehört"
hab ich nur gehört das das nur auf den kleinen Linien passieren soll.
Für mich sind kleine Linien die
31,33,34,51,53 und 55.
Lassen wir uns überraschen.
Gruß

von Taz 5 - am 20.12.2016 18:57
Moin,

das würde mMn zu einem absoluten Chaos führen. Der Fahrplan könnte nicht mehr eingehalten werden, weil sich die Abfertigungszeit an größeren Haltestellen stark verlängert. Das wiederum betrifft dann nicht nur die Buslinien, sondern auch die Straßenbahnen und den sonstigen Straßenverkehr. 2 Beispiele:

1.) Eduard-Schopf-Allee:
die Haltestellen der Linie 20 liegen jeweils direkt hinter der Kreuzung. Es gibt keine Haltebuchten und intelligente Straßenplaner haben die Straße so gebaut, dass haltende Busse nicht überholt werden können. Folge: hinter den Bussen staut sich der übrige Verkehr regelmäßig und blockiert die ganze Kreuzung. Das würde sich durch den konVE noch verschärfen.

2.) HBF, morgens um 07:30 Uhr:
um diese Zeit warten dort Menschenmassen. Man kann sich wohl vorstellen, wozu es führt, wenn 50-60 Leute alle am Fahrer vorbei geschleust werden und ihr Ticket vor das Lesegerät halten sollen. Das ist weder praktikabel noch kontrollierbar, weil die hinteren Türen ja sowieso für die Aussteiger geöffnet werden müssen.

Man kann nur hoffen, dass uns dieses Experiment erspart bleibt. Und den konVE nur auf bestimmten Linien einzuführen und auf anderen nicht, halte ich auch für wenig sinnvoll.

Gruß
Volker

von VolkerP - am 20.12.2016 20:29
Zitat
VolkerP
Es gibt keine Haltebuchten und intelligente Straßenplaner haben die Straße so gebaut, dass haltende Busse nicht überholt werden können. Folge: hinter den Bussen staut sich der übrige Verkehr regelmäßig und blockiert die ganze Kreuzung.


Haltende Busse sind ein Hindernis, daher fährt man an ihnen vorbei - man überholt sie nicht. Überholen wäre sogar verboten, wenn sie beim Heranfahren an Haltestellen den Warnblinker einschalten. :D

Abgesehen davon kann es an manchen Punkten sicherer sein, einen Bus nicht zu überholen. Die paar Sekunden hat man dann eigentlich übrig, zumal Busse an den von dir genannten Haltestellen ja nur bei Bedarf halten und in der Regel keine großartige Haltezeit eingeplant ist. :)

Zitat
VolkerP
Man kann nur hoffen, dass uns dieses Experiment erspart bleibt. Und den konVE nur auf bestimmten Linien einzuführen und auf anderen nicht, halte ich auch für wenig sinnvoll.


Nicht alles so negativ sehen! In anderen Städten funktioniert's doch auch... Und bei starkem Fahrgastaufkommen kann der Fahrer immer noch alle Türen öffnen, um den Einstieg zu beschleunigen. Zur Unterstützung des Fahrpersonals gibt es die Technik - neben unseren EKS-Geräten könnte man die Türen farblich markieren, durch die eingestiegen werden darf, wie z.B. hier zu sehen: KLICK für Bild (ca. 2 MB)

von HB-Nord - am 20.12.2016 20:54
Zitat
HB-Nord
Haltende Busse sind ein Hindernis, daher fährt man an ihnen vorbei - man überholt sie nicht.


Man KANN dort nicht an den Bussen vorbei fahren, außer man fährt über die Haltestelleninsel der Straßenbahn. Ich dachte, das hätte ich klar beschrieben...

Zitat
HB-Nord
Die paar Sekunden hat man dann eigentlich übrig, zumal Busse an den von dir genannten Haltestellen ja nur bei Bedarf halten und in der Regel keine großartige Haltezeit eingeplant ist.


Wenn ich Autofahrer bin, habe ich kein Problem damit, ein paar Sekunden hinter einem Bus zu warten, aber dann sollten die Haltestellen so gelegt werden, dass die wartenden Autos nicht die komplette Kreuzung blockieren. Außerdem ist dort zur Feierabendzeit sehr viel Verkehr und es steigen auch gern mal 15 Leute in den Bus ein. Wenn die alle ihr Ticket kontrollieren lassen sollen, steht der Bus dort nicht nur ein paar Sekunden, sondern blockiert Straße und Kreuzung für mindestens 1 Minute.

von VolkerP - am 20.12.2016 21:21
Die Deutschen scheinen ja ganz schöne Deppen zu sein, in London klappt der KonVE doch auch - selbst an hochfrequentierten Haltestellen im Stadtzentrum. Und mehr Fahrgäste steigen in einen Bus am Bremer HBF äußerst selten ein.

von Arne Schmidt - am 21.12.2016 07:37
Moin, moin,
ich kann irgendwie den ganztägigen KVE befürworten, aber was bringt der eigentlich, wenn ein Großteil der Fahrten auf die Straßenbahn entfällt, wo der KVE nicht (mehr) umzusetzen ist.
Viele Grüße
Dieter

von breeemer - am 21.12.2016 16:13
Moin,

Die Kontrolleure, die sonst in den Bussen unterwegs waren, könnten dann ausschließlich in den Straßenbahnen eingesetzt werden, dadurch wird die Kontrollquote in den Straßenbahnen erhöht

Ich bin für den ganztägigen KVE, die Fahrer können ja selbst entscheiden, ob es notwendig ist, die hinteren Türen freizugeben.

von Linie 4 Lilienthal - am 21.12.2016 20:57

Re: konVE nein danke!

Nach wie vor halte ich den konVE für Blödsinn. Es gibt dabei nur einen wirklichen Vorteil, nämlich dass niemand aus Versehen schwarzfahren kann.

Die Entscheidung über das Öffnen weitere Türen dem Fahrer zu überlassen, würde in der Praxis nicht funktionieren, da es dort die unterschiedlichsten Charaktere gibt und die Fahrgäste sich wohl ungern auf Verdacht an eine Tür stellen dürften, die sich mal öffnet und mal nicht.
Ein Busfahrer hat es am Hauptbahnhof sogar gebracht, im Spätverkehr am Ende des Endlosbahnsteigs die Fahrgäste aussteigen zu lassen, obwohl vor ihm keine weiteren Busse und Bahnen standen, aber hinter ihm auf der Kreuzung, um erst später vorzufahren. Hauptsache es schleicht sich keiner durch die hintere Tür ein.

Im Übrigen hoffe ich, dass es sich hier um eine vorweihnachtliche "Ente" handelt, die schnell wieder bis zum "Sommerloch" verschwindet. Es ist natürlich nicht auszuschließen, dass man in Bremen irgendetwas einführt, was anderswo schon wieder aufgegeben wird. Immerhin wird Bremen wohl die letzte Stadt sein, die ein Rauchverbot in Wetterschutzhäuschen einführen wird - oder eben nie.

von Torsten S. - am 21.12.2016 22:32

konVE bei VWG und Bremerhaven Bus?

Mal 'ne kurze Frage: Gibt es eigentlich beim Stadtverkehr in Oldenburg und Bremerhaven konVE?

von krni - am 22.12.2016 00:10

Re: konVE bei VWG und Bremerhaven Bus?

Ja. Zumindest am Bremerhavener Hauptbahnhof wird das aber nicht ganz so genau genommen. Mit der Pünktlichkeit ist das in Bremerhaven ja nicht so toll, wofür es verschiedene Gründe geben dürfte.

von Torsten S. - am 22.12.2016 08:24

KonVE bei der VWG!

Moin! In Oldenburg ist Vordereinstieg eigentlich Pflicht. Nur bei großen Schülermengen gibt es Ausnahmen. Ich persönlich bin aber auch gegen einen konVE, weil es einfach sehr lange dauert.

von MAN Lion's City A23 - am 22.12.2016 09:21
Besonders bei Gelenkbussen mit drei Türen ist es auch kapazitätsmäßig problematisch. Fahrgäste trauen sich einfach nicht während der Fahrt durch den ganzen Bus zu marschieren/rücken. Insbesondere in den Drehbereichen ist es auch schwer mit dem Festhalten. Hamburg hat nach Einführung des KVE diesen in den langen Metrobussen ja auch zum Glück wieder abgeschafft.

von outsider99 - am 22.12.2016 16:18
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