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bremer-nahverkehrs.net(z) Forum
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vor 7 Monaten, 4 Wochen
Letzter Beitrag:
vor 7 Monaten, 3 Wochen
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Hinnak Hemmschuh, strabatim, Bremer89, outsider99, D.Kleine, haubra

Vorstellung der Umbaupläne von Depot und Umsteigeanlage in Gröpelingen am 30.3.2017

Startbeitrag von Hinnak Hemmschuh am 27.03.2017 21:33

Auch wenn im Presseordner bereits der Artikel mit den entsprechenden Informationen verlinkt ist, sei hier noch einmal darauf hingewiesen: Am kommenden Donnerstag, den 30. März 2017, werden ab 17:30 Uhr im Nachbarschaftshaus Helene Kaisen, Beim Ohlenhof 10 (Haltestelle Lindenhofstraße) beim „Marktplatz der Möglichkeiten“ Fachleute des Bauressorts und der BSAG die Umbaupläne von Depot und Umsteigeanlage in Gröpelingen vorstellen und anschließend für Erläuterungen und Gespräche zur Verfügung stehen.

Antworten:

Umbaupläne und Download-Link

Moin allerseits,

ich war gestern im Helene-Kaisen-Nachbarschaftshaus und habe mir die Umbaupläne angeguckt und erläutern lassen. Mein erster Eindruck aus Fahrgast- und städtebaulicher Sicht war positiv, auch wenn die geplante Anlage zunächst etwas gewöhnungsbedürftig wirkt. Die dreigleisige Umsteigeanlage wird wie bei der Eröffnung 1926 wieder parallel südlich der Heerstraße liegen (etwa auf Höhe des heutigen Betriebsgebäudes), an die sich westlich eine kleine Grünanlage mit Wendeschleife und eigentlicher Betriebshofzufahrt anschließt. Die siebengleisige Abstellanlage findet parallel zur Stapelfeldstraße Platz und dazwischen die Werkstatt in der Mitte der Fläche. Wer das Ganze im Detail kennenlernen möchte, kann dies in einer Senatsvorlage im pdf-Format tun: klick. Im Einführungstext werden Ansätze und Vorteile dieser Überplanung beschrieben, z.B. die konsequente Trennung von öffentlicher Umsteigeanlage und innerbetrieblichen Anlagen, eine städtebauliche Aufwertung des Areals sowie die optionale Berücksichtigung von Ein- bzw. Ausfädelung der geplanten Verlängerung Richtung Oslebshausen. Zudem wird die Kapazität der Abstellanlage gegenüber heute auf 31 Fahrzeuge erhöht. Auf dem zukünftigen Wartungsgleis können bis zu drei Fahrzeuge gleichzeitig behandelt werden, im Werkstattbereich bis zu fünf Bahnen und außerdem ist noch ein Stumpfgleis für zwei Fahrzeuge vorgesehen. Die Mehrkosten für diese neue Variante gegenüber einem Ersatzbau unter Beibehaltung der jetzigen Umsteige-Anlage sollen geschätzt 12,5 Mio. Euro betragen, die allerdings zu mehr als 80% aus unterschiedlichen Töpfen gefördert werden.

Aus der Senatsvorlage geht nicht hervor, dass vor Baubeginn auch die Havemannstraße umgebaut wird. Aus Platzgründen wird dort zukünftig nur noch ein Gleis in Fahrtrichtung Stapelfeldstraße mit einfachen Gleisdreiecken an beiden Enden liegen, so dass auch weiterhin eine Schleifenfahrt um den Friedhof herum gewährleistet bleibt. Während der Bauphase der neuen Umsteigeanlage soll die Linie 10 zum Waller Friedhof zurückgezogen werden, wohin im Gegenzug einige Buslinien aus Bremen-Nord verlängert werden. Die Linien 2 und 3 sollen im Uhrzeigersinn um den Gröpelinger Friedhof wenden oder bei Bedarf aufeinander übergehen und in der Debstedter Straße soll eine provisorische Umsteigehaltestelle zum restlichen Busverkehr entstehen. Logistisch ist das Projekt sicher eine große Herausforderung, wobei zuerst die neue Umsteigeanlage in Betrieb gehen soll, während am eigentlichen Betriebshof noch gebaut wird.

von strabatim - am 30.03.2017 23:10

Re: Umbaupläne und Download-Link

Interessant. Wie sollen denn die Busse in die neue Umsteigeanlage kommen?Stadteinwärts wäre ja fast sinnvoll, die Fahrgäste direkt an der Heerstraße rauszulassen (da wo Carsharing geplant ist). Eine Einfahrt an der Stelle, wo künftig die Straßenbahnen aus Richtung Oslebs kommen, scheint ja nicht vorgesehen zu sein.

von outsider99 - am 31.03.2017 06:27

Re: Umbaupläne und Download-Link

Wie ich den Plan verstehe, fahren die Busse wie bisher an der nordöstlichen Ecke kurz vor der Debstedter Straße in die Anlage und halten dann am südlichen Bahnsteig, so dass die Fahrgäste in die stadteinwärts fahrenden Bahnen umsteigen können. Die Busse wenden dann im Uhrzeigersinn, nehmen an der nördlichen Haltestelle die Fahrgäste aus der Stadt auf und verlassen die Anlage mit einer scharfen 180-Grad-Linkskurve wieder Richtung Bremen-Nord.

Ein Ausstieg direkt an der Heerstraße ist nicht sinnvoll, weil dadurch nicht nur eine Fahrspur blockiert würde, sondern auch die Richtungsbeziehung beim Umstieg nicht stimmen würde, denn man würde direkt in die Bahnen steigen, die in die Wendeschleife fahren.

Danke an Tim für den Bericht und den Link!

von Hinnak Hemmschuh - am 31.03.2017 11:51

180 Grad-Kurven mit Gelenkbussen

Müssen die Busse denn heute auch komplett 180 Grad drehen? Der WInkel dürfte doch deutlich spitzer sein, mit der künftigen Lage am nördlichen Ende des Geländes. Nicht dass die Planer das übersehen haben und ein Schildbürgerstreich droht...

von outsider99 - am 31.03.2017 13:57

Re: Umbaupläne und Download-Link

Hinnak hat das Prinzip schon richtig erklärt. Der Clou ist, dass die Straßenbahnen gegen den Uhrzeigersinn wenden und die Busse mit dem Uhrzeigersinn - so entstehen immer die passenden Übergänge. Mir kam die Kurve für die Ausfahrt der Busse auch recht eng vor, aber sowohl ein Planer wie auch ein Mitarbeiter der BSAG haben versichert, dass der geplante Radius mit Wendekreis und Schleppkurve von Gelenkbussen möglich ist. Eine gleichzeitige Ein- und Ausfahrt von Bussen wird allerdings nicht mehr möglich sein, da sie sich ins Gehege kämen.

Das Ganze ist eine Vorplanung, die gestern erstmals öffentlich vorgestellt und diskutiert wurde. Da kann sich durch Vorschläge von Beirat oder Bürgern in Details durchaus noch was ändern, z.B. gab es Anregungen des ADFC für Fahrradboxen und kleinere Korrekturwünsche beim Verlauf der Radwege.

Die Nutzung der Ein- bzw. Ausfahrt der projektierten Straßenbahnverlängerung nach Oslebshausen durch Busse wirft das gleiche Problem auf wie ein Halt direkt an der Heerstraße: die Richtungsbeziehung würde nicht stimmen. Wichtig war den Planern, die mögliche Verlängerung bereits zu berücksichtigen (unterer Plan "Stufe 2"), ohne dass dann irgendwann (ein BSAG-Mitarbeiter sprach von einem Zeithorizont von rund 20 Jahren) wieder alles aufgerissen oder umgebaut werden muss. Lediglich das nördliche Überholgleis nach der Ankunftsposition würde dann, anders als im Plan dargestellt, entfallen.

von strabatim - am 31.03.2017 14:02

Re: 180 Grad-Kurven mit Gelenkbussen

Zitat
outsider99
Müssen die Busse denn heute auch komplett 180 Grad drehen? Der WInkel dürfte doch deutlich spitzer sein, mit der künftigen Lage am nördlichen Ende des Geländes. Nicht dass die Planer das übersehen haben und ein Schildbürgerstreich droht...


Guckstdu hier: Die Buseinfahrt bleibt praktisch an der gleichen Stelle wie heute. Nicht der Winkel ändert sich, sondern allenfalls der Radius der Kurve. Da die Planungsbehörde den Plan gemeinsam mit der BSAG entwickelt hat, gehe ich davon aus, dass das so funktioniert, wie mir das die Fachleute gestern bestätigt haben. Wenn du meinst, dass da was schief läuft, wende dich am besten an die Planungsbehörde ...

von strabatim - am 31.03.2017 14:31
Ein Wunder dass die geplante Verlängerung Ri Oslebs bei der Neugestaltung berücksichtigt wird...

von Bremer89 - am 31.03.2017 15:01
Zitat
Bremer89
Ein Wunder dass die geplante Verlängerung Ri Oslebs bei der Neugestaltung berücksichtigt wird...


Warum? Die Sinnhaftigkeit dieser Strecke dürfte doch wohl kaum außer Frage stehen, nicht umsonst hat sie Aufnahme in den VEP gefunden.

von Hinnak Hemmschuh - am 31.03.2017 17:41
Es gibt den einen oder den anderen, die immer noch von einer U-Bahn - ohne Wendeschleifen .
träumen...

von haubra - am 31.03.2017 22:01
Zitat
Hinnak Hemmschuh
Zitat
Bremer89
Ein Wunder dass die geplante Verlängerung Ri Oslebs bei der Neugestaltung berücksichtigt wird...


Warum? Die Sinnhaftigkeit dieser Strecke dürfte doch wohl kaum außer Frage stehen, nicht umsonst hat sie Aufnahme in den VEP gefunden.


Warum? Weil sowas heutzutage nicht mehr selbstverständlich ist. Da wird oftmals nur klein klein geplant und nicht über den Tellerrand geschaut. Und schon hat man vergessen dass es ja eine Verlängerung geben könnte. Deswegen ein Wunder. Anderes Beispiel: Der Btrhf der BSVG in BS unweit des Hauptbahnhofs hat kein Anschluss ans DB-Netz. Wisst ihr auch warum? Ganz einfach, es wurde schlichtweg vergessen. Niemand hat daran gedacht.

Und dass die Verlängerung Ri. Oslebs sinnvoll ist ist klar und wurde doch auch garnicht in Frage gestellt. Eigentlich ist es lächerlich dass diese nicht schon lange in Betrieb ist...

von Bremer89 - am 01.04.2017 09:39
Zitat
Bremer89
Und dass die Verlängerung Ri. Oslebs sinnvoll ist ist klar und wurde doch auch garnicht in Frage gestellt. Eigentlich ist es lächerlich dass diese nicht schon lange in Betrieb ist...


Lächerlich ist eigentlich, dass man die Linie 8 damals eingestellt hat und durch O-Busse ersetzt hat, statt die Linien 2 und 3 die Strecke übernehmen zu lassen. Im Prinzip ist es auch lächerlich, dass man nur bis Oslebshausen verlängern will. Der Gelenkbus-Shuttle mit mehreren Linien zieht sich immerhin bis Bremen Burg...

von D.Kleine - am 01.04.2017 10:48
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