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bremer-nahverkehrs.net(z) Forum
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Gt8N2

Startbeitrag von strabi74 am 29.06.2017 13:52

Moin zusammen, endlich ist es soweit. Ein Bild von der neuen Strassenbahngeneration ist auf Weser Kurier de. Zu sehen. Gruß strabi

Antworten:

Link zum WK - Die Katze ist aus dem Sack

Aufgrund der Wichtigkeit des Themas, mal direkt hier den Link
[www.weser-kurier.de]

von Gnubbl - am 29.06.2017 14:07

Re: Gt8N2 - Pressemitteilung

Interessanter, weil informativer ist die Pressemeitteilung.

von Berliner Freiheit - am 29.06.2017 14:22

Wagennummern der Avenios

Na, was habe ich gesagt: [26194.foren.mysnip.de]

Ist schon bekannt, welche Wagennummern die GT8N-2 erhalten sollen? Die Bahn auf dem Foto hat die Nummer 5001.

von krni - am 29.06.2017 14:33

Re: Gt8N2 - Pressemitteilung

79 km Netzlänge? Wo haben die das denn her?

von Linie 8 - am 29.06.2017 14:34

Re: Wagennummern der Avenios

5000er können die ja schonmal nicht bekommen, weil die neuen Citaros diese Nummern haben. Denke mal 3500+ oder fortlaufend vom letzten gelieferten GT8N1

von Linie 8 - am 29.06.2017 14:40

Re: Wagennummern der Avenios

Zitat
Linie 8
5000er können die ja schonmal nicht bekommen, weil die neuen Citaros diese Nummern haben. Denke mal 3500+ oder fortlaufend vom letzten gelieferten GT8N1


Welche neuen Citaros haben denn bitte 5000er Nummern? Habe ich etwas verpasst? Die letzten Citaros sind von 4881 bis 4900 einsortiert.

3500 eher nicht, wenn man es wie bei den Bussen macht und Neubelegungen verschiebt. Nach 30xx, 31xx würde sich der Kreis 32xx ja geradezu anbieten.

Spannend auch: Solange München nicht die Optionen zieht wird die BSAG damit vorerst zum größten Avenio-Betreiber.

von D.Kleine - am 29.06.2017 15:55

Re: Gt8N2 - Pressemitteilung

Vermutlich ist die Länge aller Linien gemeint - das dürfte hinkommen.

Sind eure wichtigste Sorge ernsthaft die Wagennummern? Ich tippe auf 3201 ff.

@krni: Du hast dir den Avenio "gewünscht", mehr aber auch nicht!

Ich bin froh, dass die Kuh vom Eis ist und Bombardier Vernunft angenommen hat, wodurch uns Züricher Verhältnisse mit jahrelangen Prozessen erspart bleiben. Ob die Bahnen für Bremen taugen, wird man sehen. Bestimmt sind bald bei Siemens weitere technische Infos online verfügbar, dann können wir diskutieren. Der erste gestalterische Eindruck ist bei mir positiv - ein "Bremer" Kopf, der angenehm zurückhaltend und doch elegant-modern wirkt. Dass jetzt der Rumpf silbern werden soll, scheint wohl mit dem Thema Elektromobilität zu tun zu haben - naja, wer's braucht ... sieht schmutzig genauso besch... eiden aus, wie das bisherige weiß :rp:

von Hinnak Hemmschuh - am 29.06.2017 16:04
Da bin ich mal gespannt. Optisch gefällt sie mir deutlich besser als die Münchener Fahrzeuge und sieht ziemlich gut aus. Interessant wird, wieviele der Sitze auf Podesten sind und wie das Fahrverhalten ist. Bei einem recht kurzen Test in München hatte ich dabei einen positiven Eindruck, der aber nicht wirklich repräsentativ ist.
Positiv außerdem:
-Austattung mit WLAN ab Werk
-Offenbar 5 Türen gemäß der Visualisierung, damit zügiger Fahrgastwechsel. Ich habe den Eindruck, die Türen sind nochmal breiter als jene in den GT8N-1

von National Rail - am 29.06.2017 17:29
Weiß jemand, wie zuverlässig die Avenios in München laufen? Ist ja ansonsten noch ein relativ neues Produkt.
Bei den aktuellen Flexitys der 3100-Serie habe ich den Eindruck, dass die von Anfang an ziemlich problemlos liefen. Insofern schade, dass es nicht erneut Bombardier-Fahrzeuge werden. Meinetwegen hätten es einfach noch 67 weitere 3100er sein können ;)

von ChristophN. - am 29.06.2017 17:30
Naja, dass es keine weiteren 3100er werden, war ja von vorneherein klar. Einerseits baut Bombardier die Dinger nicht mehr und die BSAG hat 100%-Niederflur ausgeschrieben. Damit wären die Flexity Classic eh raus gewesen.

von D.Kleine - am 29.06.2017 17:37

Letzte Tür 5 auf Fahrzeug zugewandter Seite

Hallo liebe Wärme suchende,

beim letzten Wagenteil der Gt8N2-Serie ist die Tür 5 an der Fahrzeug zugewandten Seite, also am letzten Gelenk angeordnet, statt hinten vor der Heckscheibe wie beim Gt8N. Damit können sich im Winter die Wärme suchenden Fahrgäste samt ihrer Hunde in einem größeren Stumpfende des ca. 37m und damit längsten Straßenbahnfahrzeugs in Bremen ungestört aufwärmen. Der sich ergebende Raum am Ende des Fahrzeugs abseits des Fahrgastflusses dürfte größer ausfallen als derer des Gt8N-1. Damit jeder Fahrgast einen guten Blick auf die wachsamen Hunde am Fahrzeugende werfen kann, existiert dort keine Sitzanordnung wie beim Gt8N-1 in U-Form, sondern eine mit Sitzbank direkt vor der Heckscheibe mittig des Gangs. Von dort kann auch wunderbar den Fahrgästen gewunken werden, die es an Haltestellen kurz vor Abfahrt nicht mehr rechtzeitig bis zur letzten Tür, weiter Richtung Fahrzeugmitte geschafft haben.

Aufrichtige Grüße
Fahrdrahtschnüffler

von Fahrdrahtschnüffler - am 29.06.2017 18:41

buten un binnen Beitrag (o.w.T. aber mit LINK)

[www.butenunbinnen.de]






von Andreas Arfmann - am 29.06.2017 19:03

Re: Gt8N2 - noch zwei Links

BSAG mit einem weiteren "Foto"

Kreiszeitung: Siemens liefert 67 „Avenio“-Straßenbahnen

von Berliner Freiheit - am 29.06.2017 20:42

Re: Gt8N2 - Pressemitteilung - das Original

Jedenfalls nicht aus der Original-Pressemitteilung.

von Berliner Freiheit - am 29.06.2017 20:48

GT8N-2 Promo Video, Infografik & weitere Bilder von Siemens

Das Promo-Video aus dem buten un binnen Ausschnitte gezeigt hat (leider nur in sehr schlechter Qualität) und weitere Bilder+Infografik auf der Siemens Webseite:
Neue Straßenbahn-Flotte für Bremen kommt von Siemens

von HBOG - am 29.06.2017 20:57

"vier Einzelgelenktriebwagen, davon bis zu drei angetrieben"

"vier Einzelgelenktriebwagen, davon bis zu drei angetrieben" (Zitat aus der verlinkten Original-PM)

Wie darf man sich das vorstellen? Bei den GT8N sind m. W. alle Drehgestelle angetrieben, bei den GT8N-1 das 1. und das 4., und hier jetzt? Mal so, mal so, aber nie alle? Oder man weiß es noch nicht? Klingt 'n büschn seltsam.

Abendliche Grüße
Christian

von qpaly - am 29.06.2017 21:24
Interessant auch, dass der Hublift an Tür 2 gewandert ist

von T.Hancke - am 30.06.2017 06:33

Re: Wagennummern der Avenios

Die Siemens-Animation verwendet ja nicht nur 5001 sondern auch 3101, die definitiv dem ersten Flexity gehört. Also gehen wir mal davon aus, dass Siemens nach bestem Wissen und Gewissen irgendwelche Nummern für die Animation verwendet hat.
Das dürfte auch für viele andere Details gelten. So wäre die Miniatur-Zielanzeige für Deutschland - insbesondere für Bremen - wohl ungewöhnlich.

von Torsten S. - am 30.06.2017 07:27

Re: Letzte Tür 5 auf Fahrzeug zugewandter Seite oder noch Tür 6 dazu

Hoffentlich ist das nur ein Fehler in der Animation. Nach meiner Kenntnis sollen es 6 Türen werden. Vielleicht so wie beim Münchener R3.3 oder mit 2 Türen im letzten Wagenteil.

von Torsten S. - am 30.06.2017 07:35

Gt8N2 - Lieferzeitraum

Zitat aus dem Artikel der Kreiszeitung: "Die neuen Züge sollen die alten sukzessive, Stück für Stück ersetzen, heißt es. Bis alle 67  Bahnen im Einsatz sind, dürfte es dann zwei bis drei Jahre dauern."

Das wäre dann ja mal eine ganze Ecke schneller als bei der Auslieferung der GT8N-1 seinerzeit!
Den Wassereinbruch im Bautzener Werk mal außen vor gelassen - selbst wenn es diesen nicht gegeben hätte, hat die Auslieferung der nur 43 Fahrzeuge damit länger gedauert, als jetzt für die neue Generation angekündigt wird.

Schauen wir mal, wie lange es sich dann tatsächlich hinzieht...

von Arne Schmidt - am 30.06.2017 07:58

Re: Hublift

Das liegt vermutlich daran, dass dann die Einstiegsposition für einen Rollstuhl in den GT8N-1 und -2 am Bahnsteig die selbe ist.

von National Rail - am 30.06.2017 10:38

Re: Zielanzeige

Ja die Zielanzeige wirkt wirklich sehr klein, hier sollte man aus Gründen der Lesbarkeit noch nachbessern. Einige Betriebe haben ja bereits farbige Liniennummern in Zielanzeigen das wäre auch eine interessante Idee.

von National Rail - am 30.06.2017 10:41

Re: Zielanzeige

Das ist doch nur eine Animation. Wie groß die Zielanzeige hinterher tatsächlich ist, kann man daraus doch gar nicht ableiten. Guckt euch mal die Münchener Avenios an. Da ist die Anzeige auch normal.

von Linie 8 - am 30.06.2017 11:58

100% Niederflur?

Die Innenraumanimation bei "buten un binnen" zeigt, dass nicht nur die meisten Plätze auf Podesten angeordnet sind, sondern dass auch alle Sitzgruppen über den Drehgestellen trotz Rampen nur mit Stufe zum Podest erreichbar sein werden - das sind 32 Sitze im gesamten Zug, also schätzungsweise rund ein Drittel aller Plätze! "100% Niederflur" stelle ich mir eigentlich anders vor, da finde ich den Einspruch von Bombardier durchaus nachvollziehbar. Wenn es wirklich nur um Barrierefreiheit geht, finde ich im Vergleich dazu das Berta-Konzept überzeugender. Interessant wäre zu wissen, mit welchem Fahrzeug genau Bombardier ins Rennen ging, da die Flexity Classics nicht mehr gebaut werden. Vermutlich ist der Typ, der nach Göteborg geliefert wird, wohl der Nachfolger. Das scheint die europäische Version des Melbourner "E Class" zu sein und soll laut Pressetext 100% Niederflur bieten.

von Hinnak Hemmschuh - am 30.06.2017 12:14

Re: Hublift

In der Ausschreibung stand noch Tür 1 für den Hublift.
Aber wenn man damit das vom GT8N bekannte Gedränge an der Tür 1 reduzieren kann, soll's mir recht sein.

von Torsten S. - am 30.06.2017 13:03

Re: 100% Niederflur?

In der Ausschreibung waren Podeste zu den Sitzen über den Drehgestellen explizit zugelassen.
Vielleicht gibt es ja noch eine Überraschung diesbezüglich; immerhin befindet sich der Avenio noch in seiner Frühphase, d.h. die Entwicklung ist mit der Auslieferung der ersten Serien bestimmt noch nicht final abgeschlossen. Ansonsten bliebe dann unser GT8N bis auf Weiteres das einzig wahre 100%-Nf-Fahrzeug. Oder guckt euch mal die sogenannten 100%-Nf-Busse an.

von Torsten S. - am 30.06.2017 13:10

Re: 100% Niederflur?

edit: hab mich versehen.

von Linie 8 - am 30.06.2017 13:24

Re: 100% Niederflur?

Es sieht hier auf dem Bild so aus,als hätte man wieder eine bessere Verbindung zum Fahrer,oder hat er wieder seine eigene Fahrerkabine.Wäre schön wenn man wieder zur alten Tradition zurück kommen würde und nicht so abgeschottet.

von R.Tönjes - am 30.06.2017 14:06

Fahrerkabine

Wäre natürlich zweckmäßig gewesen, wenn du verraten hättest, auf welches Bild du dich beziehst, aber ich erkenne auf den Animationen vorm Rathaus und vorm Wesertower ziemlich deutlich die dunkle Rückwand einer Fahrerkabine.

Eine Pressemeldung von Newstix verrät dazu:

"Jederzeit sicher unterwegs

Ob bei Tag oder in der Nacht – Im neuen Avenio GT8N-2 können die Fahrgäste sich sicher fühlen. Dafür sorgen die übersichtliche Raumgestaltung ohne dunkle Ecken, Fenster bis zur Decke, die gute Innenbeleuchtung und der Blick zum Fahrstand durch die transparente Trennwand. Fahrerin und Fahrer können den Fahrgastraum überblicken und in Notsituationen Unterstützung anfordern. Fahrgäste erreichen das Fahrpersonal künftig bequem mit Hilfe einer Fahrgastsprechstelle, die es an jeder Tür gibt. Eine Videoaufzeichnung rundet das Sicherheitspaket ab."

Nach den vielen Überfällen und angesichts der zunehmenden Verwahrlosung der Benimmsitten wäre es geradezu irrwitzig, auf eine geschlossene Fahrerkabine zu verzichten. Wünschenswert wäre ein vernünftiges Schiebefenster oder eine Klappe, um mit dem Fahrpersonal direkten Kontakt aufnehmen zu können.

von Hinnak Hemmschuh - am 30.06.2017 18:41

Re: Gt8N2 - Lieferzeitraum

Die gestreckte Lieferung in Teilserien war beim GT8N-1 vertraglich so vereinbart und die letzten Fahrzeuge gehörten zu einem Optionslos, dass man wegen der Verzögerungen beim Bau der Verlängerung nach Lilienthal erst spät gezogen hat. Das hat also nichts mit der Leistungsfähigkeit des Herstellers zu tun. Die BSAG hatte damals außerdem noch eine deutlich entspanntere Wagenparksituation, weil die Wegmänner noch verlässlich ihre Dienste taten. Im Vergleich dazu "brennt" es heute: weniger Fahrzeuge und geringere Verfügbarkeit durch zunehmende Verschleißerscheinungen. Da liegt es doch auf der Hand, dass man die neuen Fahrzeuge so schnell wie möglich haben möchte, um wieder zu eine stabile Betriebssituation zu erreichen; vielleicht kommt man auf diese Weise bei einigen GT8N sogar noch um die eine oder andere fällige HU herum - spart auch Geld ...

Ich frage mich angesichts des neuen Zeitplans, ob man auf die zwei Probezüge verzichten will und gleich in die Serienfertigung geht,

Was ich nicht so ideal finde: die Bahnen sollen (überwiegend) im neuen Siemens-Werk in der Türkei gebaut werden. Es wandern also wieder Arbeitsplätze in relative Billiglohnländer, um Kampfpreise anbieten zu können. Ich könnte wetten, dass das Angebot so konzipiert ist, dass man die erste Option von zehn Fahrzeugen mehr oder weniger zum Preis der Grundsanierung der 10 GT8N haben könnte, so dass eine Sanierung sich dann doch nicht mehr lohnt. Vernünftig wär's ja - jetzt müssen es nur noch die politischen Entscheider verstehen

von Hinnak Hemmschuh - am 30.06.2017 19:11

Re: Hublift und Fahrerkabine

Vorweg ich Packe die beiden Punkte zusammen weil mir was aufgefallen ist. Auf der Seite der BSAG ist ein Bild, wo die Bahn auf weißem Hintergrund abgebildet ist. Dort kann man sehr gut erkennen, dass das Fahrzeug eine geschlossene Kabine hat. Dabei ist mir aufgefallen, dass die Avenios im Gegensatz zu den GT8N1 keine eigene Tür zum ein- bzw. Aussteigen haben das heißt der Fahrer muss das Fahrzeug wie bei den GT8N durch die 1. Tür verlassen. Ich vermute mal das wird auch der Grund sein warum der Hublift an der Tür 2 ist um tatsächlich im Bereich der 1. Tür mehr Platz zu haben.

von Stefan19913 - am 30.06.2017 20:24

Re: Gt8N2 - Lieferzeitraum

Mein letzter stand war, das 50% der Bestellung 2019 geliefert werden soll. Grund dafür ist der extrem schlechte Zustand der GT8N. Von daher gehe ich auch davon aus, dass auf Vorserien verzichtet wird.

von Linie 8 - am 30.06.2017 22:07

Re: Gt8N2 - Pressemitteilung

Zitat
Linie 8
79 km Netzlänge? Wo haben die das denn her?


Wieso? Ist doch soweit korrekt bezogen auf Streckenlänge. Die Linienlänge ist dementsprechend noch ein bisschen mehr.

von Bremer89 - am 30.06.2017 23:33

Re: Gt8N2 - Lieferzeitraum

Da muss man die BSAG-Werkstatt richtig loben. Als Fahrgast merkt man nichts vom maroden Zustand der GT8N; sie laufen einwandfrei (abgesehen von den leidigen Hubliften) und die Ausfälle sind sehr übersichtlich.

von Torsten S. - am 02.07.2017 11:07

Re: 6 Türen

Zitat
Torsten S.
Hoffentlich ist das nur ein Fehler in der Animation. Nach meiner Kenntnis sollen es 6 Türen werden. Vielleicht so wie beim Münchener R3.3 oder mit 2 Türen im letzten Wagenteil.


Bei 6 Türen würde ich folgende Türanordnung gut finden: 2 - 2 | 0 - 2 || 2 - 0 | 2 - 2

Nur, bei mehr Türen und mehr Flächen für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen, frage ich mich, wie viele Sitzplätze die GT8N-2 dann noch haben werden.







von Andreas Arfmann - am 02.07.2017 14:56

Gt8N-2 mit optionaler 6-Tür-Anordnung (m. Bild)

Hallo

Zitat
Andreas Arfmann
Bei 6 Türen würde ich folgende Türanordnung gut finden: 2 - 2 | 0 - 2 || 2 - 0 | 2 - 2


...Das sähe dann am Gt8N-2 mit optionaler 6-Tür-Anordnung auf einer mir gerade zugespielten Grafik so aus:


Statt wie bisher gezeigt mit anderer Anordnung im 3. Wagenteil und gesamt nur 5-Tür-Anordnung:


Für kurze Haltestellenaufenthalte und optimalen Fahrgastfluss wäre die gezeigte 6-Tür-Anordnung auch aus meiner Sicht die empfehlenswerteste Variante.

Aufrichtige Grüße
Fahrdrahtschnüffler

Bildvergleich ergänzt

von Fahrdrahtschnüffler - am 02.07.2017 18:21

Re: Letzte Tür 5 auf Fahrzeug zugewandter Seite oder noch Tür 6 dazu

Zitat
Torsten S.
Hoffentlich ist das nur ein Fehler in der Animation. Nach meiner Kenntnis sollen es 6 Türen werden.


Könntest du mal die Quelle deiner Kenntnisse andeuten? Ich halte das nämlich für totalen Unfug, weil ich aus BSAG-Kreisen gehört habe, dass bislang weder Sitzverteilung bzw. -anordnung noch Raumaufteilung endgültig entschieden sind. Da die Fahrzeuge modular aufgebaut sind, ist das im Moment auch noch nicht zwingend notwendig. Siemens hat Vorschläge gemacht und die BSAG kann jetzt überlegen, was sie haben möchte. Die animierten Bilder und Videos vermitteln nur einen ersten Eindruck vom Fahrzeug, mehr nicht.

Ich halte sechs Türen für eher unwahrscheinlich, weil man - wie Andreas schon richtig erwähnt hat - irgendwann nicht mehr die geforderten Zahl an Sitzplätzen wird unterbringen können. Zudem wird zukünftig auch bei nur wie bisher fünf Türen der Fahrgastwechsel schneller gehen, weil es im Mittelgang wegen der größeren Fahrzeugbreite nicht mehr so schnell zu Stauungen kommt. Das größte "Stauproblem" sind nach meiner Beobachtung sowieso die vielen, vor allem jüngeren Fahrgäste, die gerne unmittelbar an den Türen stehenbleiben - und zwar nicht, weil sie schon an der nächsten oder übernächsten Haltestelle wieder aussteigen wollen, sondern weil sie einfach nicht ihre Umwelt wahrnehmen bzw. mitdenken.

von Hinnak Hemmschuh - am 03.07.2017 06:42

Türprobleme bisher und zukünftig

Hallo

Zitat
Hinnak Hemmschuh
Könntest du mal die Quelle deiner Kenntnisse andeuten? Ich halte das nämlich für totalen Unfug, weil ich aus BSAG-Kreisen gehört habe, dass bislang weder Sitzverteilung bzw. -anordnung noch Raumaufteilung endgültig entschieden sind. Da die Fahrzeuge modular aufgebaut sind, ist das im Moment auch noch nicht zwingend notwendig. Siemens hat Vorschläge gemacht und die BSAG kann jetzt überlegen, was sie haben möchte. Die animierten Bilder und Videos vermitteln nur einen ersten Eindruck vom Fahrzeug, mehr nicht.
Ich halte sechs Türen für eher unwahrscheinlich, weil man - wie Andreas schon richtig erwähnt hat - irgendwann nicht mehr die geforderten Zahl an Sitzplätzen wird unterbringen können. Zudem wird zukünftig auch bei nur wie bisher fünf Türen der Fahrgastwechsel schneller gehen, weil es im Mittelgang wegen der größeren Fahrzeugbreite nicht mehr so schnell zu Stauungen kommt. Das größte "Stauproblem" sind nach meiner Beobachtung sowieso die vielen, vor allem jüngeren Fahrgäste, die gerne unmittelbar an den Türen stehenbleiben - und zwar nicht, weil sie schon an der nächsten oder übernächsten Haltestelle wieder aussteigen wollen, sondern weil sie einfach nicht ihre Umwelt wahrnehmen bzw. mitdenken.


- Könntest du mal die Quelle deiner Kenntnisse benennen, daß Siemens bereits zum jetzigen Zeitpunkt mehrere Vorschläge an die BSAG bzgl. Sitzverteilung bzw. -anordnung und Raumaufteilung gemacht hat?
- Könntest du mal die Quelle deiner Kenntnisse benennen, daß irgendwann nicht mehr die geforderte Zahl an Sitzplätzen wegen einer sechsten Tür untergebracht werden könnte? - Zur Erinnerung: Der Gt8N-2 wird das bisher längste Straßenbahnfahrzeug in Bremen. In anderen Städten fahren Zweirichtungsfahrzeuge mit Türanordnung auf beiden (!) Seiten des Fahrzeugs und bieten im Verhältnis nicht unheimlich viel weniger Sitzplätze als Einrichtungswagen.
- Könntest du mal die Quelle benennen, daß zukünftig "auch bei nur wie bisher fünf Türen der Fahrgastwechsel schneller gehen" wird, wo in anderen Städten (z.B. München bei Straßenbahnen oder Hamburg bei Bussen) nachweislich bewiesen wurde, daß eine größere Anzahl Türen den Ein- und Ausstiegsprozess deutlich beschleunigt!? - Zur Erinnerung: Die Menschen werden älter und dabei im Alter kräftemäßig nicht stärker, sondern samt ihres Rollators langsamer. Hinzu kommen neue Innovationen wie Klappfahrräder, größere Rollkoffer, E-Scooter und Krippenwagen.
- Könntest du mal die Quelle benennen, daß tatsächlich "vor allem jüngere[...] Fahrgäste [...] gerne unmittelbar an den Türen stehenbleiben - und zwar nicht, weil sie schon an der nächsten oder übernächsten Haltestelle wieder aussteigen wollen, sondern weil sie einfach nicht ihre Umwelt wahrnehmen"? - Auch ich bleibe manchmal (!) im Türbereich stehen, obwohl ich Ü50 bin. Nicht weil ich Spaß daran habe Hinnak vor den Füßen zu stehen, sondern weil ich mich dem Fahrgast-"Fluss" im Fahrzeug entziehen will - z.B. wenn ich nicht sitzen mag und keinen besseren Stehplatz finde (!), oder tatsächlich an der zweiten oder dritten Haltestelle wieder aussteigen möchte. Wenn es nur jüngere Fahrgäste im Türbereich wären, wäre alles kein Problem, sind diese Leute doch sehr gelenkig um Platz zu schaffen und zumeist noch schmal gebaut. Aber wenn eine ältere Person dort steht, hält diese sich, klammert sich sogar, an der Türstange fest.

Vielen Dank im Voraus, daß die Quellen mit uns geteilt werden wollen

Aufrichtige Grüße
Fahrdrahtschnüffler

von Fahrdrahtschnüffler - am 03.07.2017 08:16

Re: Letzte Tür 5 auf Fahrzeug zugewandter Seite oder noch Tür 6 dazu

Mir wurde auch zugetragen, dass die Bahn eine zusätzliche Tür haben wird. Herr Holling von der BSAG sagte aber auf Nachfrage, dass es noch nicht sicher ist, wie viele Türen die GT8N-2 haben wird. Bis zu acht Türen sind möglich. Sechs wären ja schon mal eine Verbesserung. Acht Türen würde bedeuten, dass man zur Türanzahl bei den alten GT4 zurück geht. Die hatten ja auch acht Türen (Trieb- und Beiwagen zusammen)

von Linie 8 - am 04.07.2017 20:46

Re: Türprobleme bisher und zukünftig

Könnte ich - gleich mit Namen und Durchwahl oder wie hättest du es gern? Es versteht sich doch wohl von selbst, dass ich das selbstverständlich nicht tun werde!

ad 1: Jeder Teilnehmer muss in einer Maßskizze nachweisen, dass das angebotene Fahrzeug die geforderte Sitzplatzvorgabe erreichen kann. Üblicherweise werden Alternativvorschläge vorgelegt oder im Gespräch entwickelt, um die Wandlungsfähigkeit des Fahrzeugs zu unterstreichen, was in einer Konkurrenz den entscheidenden Vorteil ausmachen kann. Siemens wäre dumm, wenn sie diesen Trumpf nicht ausspielen.

ad 2: Allgemeine Behauptungen lassen sich nicht überprüfen. Wenn du konkrete Fahrzeuge nennst, können wir gerne diskutieren.

In der Ausschreibung wurden 95-100 Sitzplätze gefordert (siehe II.1.5.5). Ob und wie sich diese Vorgabe im konkreten Lastenheft bzw. im Verlaufe des Ausschreibungsprozesses verändert hat, kann ich ad hoc nicht sagen. Für jede Tür oder Multifunktionsfläche gehen je nach Fahrzeugkonstruktion und Bestuhlungsvariante vier bis sechs Sitzpläte verloren. Der Avenio ist ein Fahrzeug, das konstruktionsbedingt durch mehr unverrückbare Podeste ohnehin schwerer zu möblieren ist als der große unverbaute Niederflurbereich im GT8N-1. Mit seinen 106 Sitzplätzen auf 35,4 Metern ist die Berta geradezu ein Raumwunder!

Schauen wir auf den Münchener Avenio: magere 70 Sitzplätze bei 36,8 Metern Länge. Die Einzelsitze auf der Türseite können in Bremen aufgrund der größeren Wagenkastenbreite Doppenbänke werden, macht zusätzliche 16 Sitze, also 86. Denken wir uns von den acht Türen mal zwei weg, macht noch mal zwei mal vier zusätzlich Plätze, also 94. Zusätzlich noch die größere Breite der Heckbank bedacht: weitere zwei Plätze, also insgesamt 96 - damit wäre die bremische Vorgabe praktisch erfüllt, Aber dann sind da noch die Sonderflächen, von denen es in München nur zwei gibt. Ausgehend von der Berta, wird man in Bremen vermutlich wieder mindestens drei haben wollen, also mindestens drei oder vier Sitze wieder weg (ausgehend von der Münchener Skizze) - damit wäre man streng genommen wieder unterhalb der geforderten Zahl. Große Ticketautomaten mit Bargeldannahme, Citipost-Briefkästen und eine Maxi-Sonderfläche, die auch Kindergarten-Bollerwagen aufnehmen kann, könnten weitere Plätze kosten.

ad 3: Ich spreche doch gar nicht ab, dass mehr oder breitere Türen den Fahrgastwechsel beschleunigen, aber sie sind eben nicht das einzige Kriterium dafür, sondern auch Auffangräume, Gangbreite, Sitzverteilung, Positionierung von Ticket- und Stempelautomaten sowie letztlich auch das Fahrgastverhalten.

Die Beförderungsgüter, die du als "Innovationen" nennst, kommen sicher im Alltag vor. Die Frage ist doch, ob und in welchem Umfang man sich auf jede mögliche Situation vorbereiten kann oder will. Es kann auch mal an einer Haltestelle eine 30köpfige Touristengruppe stehen - heißt das im Umkehrschluss, dass man immer 30 zusätzliche Sitzplätze vorhalten soll? Was macht man dann bei zwei Familien mit Rädern, die gemeinsam auf dem Weg zum Fahrradausflug sind: grundsätzlich vier zusätzliche Sonderflächen vorhalten? Es könnte ja auch mal das Team eines Rolli-Sportvereins mitfahren wollen oder eine Freizeitgruppe von E-Scooter-Senioren ... Du siehst, das lässt sich beliebig ad absurdum weiterführen. Man wird sich sinnvollerweise an der Häufigkeit bestimmter Szenarien orientieren und da scheinen mir knapp 100 Sitzplätze und drei oder vier Sonderflächen im Normalfall ein angemessenes Angebot, was nicht ausschließt, dass der Platz in der HVZ oder im Stadionverkehr auch mal nicht ausreichen kann. Du erwirbst mit einer Fahrkarte schließlich nicht das Recht auf einen Stell- oder Sitzplatz, sondern lediglich auf Beförderung.

Was wäre die Alternative? Dichtere Take oder längere Fahrzeuge, was Investitionen in mehr Fahrzeuge und Personal oder Haltestellen-Infrastruktur nach sich zieht. Das ist für einen Betrieb und eine Stadt, die mit ganz spitzem Bleistift rechnen müssen, schwer umzusetzen. An manchen Stellen wird es vielleicht auch gar nicht möglich sein, Haltestellen endlos zu verlängern. Längere Fahrzeuge würden in Schwachlastzeiten dünn besetzt verkehren, im Unterhalt aber grundsätzlich höhere Kosten verursachen. Eine andere denkbare Variante wären Traktionen bzw. Verbände durch die Kombination von unterschiedlich langen Fahrzeugen, also die Stärkung oder Schwächung von Kursen, um flexibel auf unterschiedliche Nachfragen reagieren zu können; das wird z.B. bereits seit Jahren in Erfurt oder Karlsruhe praktiziert. München hat das offensichtlich auch zukünftig vor, denn dort wurde beim Avenio eine Option von bis zu 124 Fahrzeugen vom Zwei- bis zum Fünfteiler vereinbart. Dass ein Teil der Fahrzeuge dann gegebenenfalls zu bestimmten Tageszeit "arbeitslos" ist, scheint man dabei in Kauf zu nehmen, weil damit gleichzeitig eine aufgestockte Reserve zur Verfügung steht.

Wirklich beschleunigen könnte man den Fahrgastwechsel übrigens durch einen niveaugleichen Ein- und Ausstieg, also erhöhte Haltestellen, die den Hublift überflüssig machen. Zwei Mal den Hublift benutzt und die Bahn hat vier bis fünf Minuten Verspätung, besonders auf der 1 Richtung Weserpark öfter zu beobachten. Davon würden z.B. auch Rollatoren- und Rollkoffer-Nutzer oder viele in ihrer Mobilität oder Sehfähigkeit eingeschränkte Fahrgäste profitieren, aber das zieht fraglos erhebliche Investitionen nach sich.

ad 4: Das ist meine Beobachtung als Vielfahrer und wenn du genau lesen würdest, habe ich nicht behauptet, dass es nur, sondern "vor allem jüngere Fahrgäste" sind - es können also auch mal Ü50 oder andere Altersgruppen sein. Ältere oder gebrechliche Leute blockieren meiner Erfahrung nach eher selten die Türen, weil sie sich dort nicht sicher fühlen und in der Regel lieber sitzen möchten. Wer nach zwei oder drei Haltestellen wieder aussteigen möchte, ist in der Nähe (!) einer Tür sicher richtig aufgehoben, keine Frage. Die "Gelenkigkeit" oder "Schmalheit" jüngerer Leute scheint mir eher unerheblich zu sein, denn oft machen sie keinen Platz, nicht mal einen Schritt zur Seite und sind auch nicht immer behilflich, wenn gebrechliche oder gehandicapte Leute ein- oder aussteigen wollen, weil sie zu sehr mit ihrem Smartphone beschäftigt sind oder durch Ohrknöpfe nichts mitkriegen - gerade erst gestern wieder mehrfach beobachtet! Das ist einfach nur asoziales und egoistisches Verhalten, das leider immer mehr um sich greift. Dazu gehört auch, dass nicht konsequent alle Türen genutzt werden und man sich lieber in die Schlange vor der nächstgelegenen Tür einreiht statt drei Schritte zur Nachbartür zu machen, die schon wieder frei ist. Massentransport kann nicht schnell und reibungslos funktionieren, wenn jeder nur an sich denkt und keine Rücksicht nimmt.

von Hinnak Hemmschuh - am 05.07.2017 17:50
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