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bremer-nahverkehrs.net(z) Forum
Beiträge im Thema:
8
Erster Beitrag:
vor 3 Wochen, 2 Tagen
Letzter Beitrag:
vor 1 Woche, 6 Tagen
Beteiligte Autoren:
Torsten S., National Rail, Hinnak Hemmschuh, Arne Schmidt, IngoF

Vollwerbung auf Bussen und Bahnen ein Sicherheitsrisiko?

Startbeitrag von IngoF am 24.07.2017 10:19

Laut einer Meldung in
[www.pnp.de]
sollen im Salzburger Verkehrsverbund nach einem Vorfall mit Problemen bei Notausstiegen die Busse nicht mehr mit Vollwerbung beklebt werden.

Hat das auch Konsequenzen für die Werbung auf Bussen und Bahnen im VBN?

Antworten:

Ein Sicherheitsrisiko ergibt sich auch daraus, dass im Falle eines terroristischen oder kriminellen Vorfalls wie z.B. Geiselnahme die Sicherheitskräfte keinen Einblick in das Fahrzeug haben.

Hoffen wir mal, dass diese zumindest fahrgastunfreundliche Unsitte langsam ihrem Ende zusteuert; zumal der Höhepunkt dieses Hypes agressiver Werbung wohl schon längs überschritten ist.

von Torsten S. - am 01.08.2017 13:52
Zitat
Torsten S.
Ein Sicherheitsrisiko ergibt sich auch daraus, dass im Falle eines terroristischen oder kriminellen Vorfalls wie z.B. Geiselnahme die Sicherheitskräfte keinen Einblick in das Fahrzeug haben.

Hoffen wir mal, dass diese zumindest fahrgastunfreundliche Unsitte langsam ihrem Ende zusteuert; zumal der Höhepunkt dieses Hypes agressiver Werbung wohl schon längs überschritten ist.


Also ich find`s gut, gerne mehr davon. Zumal durch die Videoüberwachung in den Fahrzeugen der Blick in den Innenraum von außen jederzeit gewährleistet ist.

von Arne Schmidt - am 02.08.2017 06:36
Was soll daran gut sein, wenn dem Fahrgast der freie Blick nach draußen verwehrt wird?
Gut ist das nur für die perfide Werbeibranche und vielleicht noch für einige Fotografen auf der Suche nach neuen Motiven. Das ist aber keineswegs der Zweck des ÖPNV.

Weiterhin gehe ich davon aus, dass zumindest bei der BSAG der Zugriff auf die Videokameras von außen nicht möglich ist.

von Torsten S. - am 02.08.2017 07:32
Übertreibungen machen deine Argumente nicht schlagkräftiger - eher im Gegenteil ...

von Hinnak Hemmschuh - am 02.08.2017 11:26
Die Vollwerbung ansich ist aber bereits die eigentliche Übertreibung!
Und genau das ist das Problem: Diese perfide Branche nutzt jede Lücke - egal ob auf Fahrzeugen, im Internet, im Fernsehen oder einfach in unserem Leben, um uns mit ihrem Blödsinn zu "beglücken".
Es bleibt weiterhin die Frage im Raum, was an Vollwerbung gut sein soll?

von Torsten S. - am 02.08.2017 11:51
Ganz einfach:

Es bringt für die Verkehrsunternehmen dringend benötigte Einnahmen, die man für allerhand nützliches (Fahrzeuge, Infrastruktur, Angebot) ausgeben kann. Da das Geld bekanntlich immer recht knapp ist, ist es mir als Fahrgast deutlich lieber wenn darüber versucht wird, Einnahmen zu generieren. Ob es tatsächlich eine Vollwerbung seinen muss, oder ob man die Fenster besser freilässt ist natürlich eine berechtigte Frage. Aber grundsätzlich ist Werbungen an und in den Fahrzeuge eine klasse Idee.

Sorry, der Beitrag ist natürlich falsch angehangen, sollte einmal eingerückt sein.

von National Rail - am 02.08.2017 19:14
Auch wenn ich mich wiederhole, Sinn und Zweck des ÖPNV ist der möglichst reibungslose, effiziente, umweltentlastende, aber auch komfortable und würdige Transport von Menschen. Werbung an Straßenbahnen und Bussen gibt es zwar gefühlt schon ewig und stört kaum, aber irgendwann wurde der Grenze des Zumutbaren überschritten. Nicht alles, was technisch (halbdurchlässige Folien) und juristisch (es gibt ja nicht auf Verdacht Gesetze gegen alles Erdenkliche) möglich ist, muss genutzt werden.

Mit dem Geldargument kann man allerdings alles begründen. Ob die Fensterflächenwerbung - und um die geht es mir - wirklich so viel mehr Einnahmen bringt als "normale" Fahrzeugwerbung, sei mal dahingestellt.

Eigentlich war das Thema ja schon fast erledigt. Siehe z.B. eine Stellungnahme des VCD dazu von 2009(!): [www.vcd.org] .

Ich zumindest bin froh, dass die Verantwortlichen bei der BSAG und bei den meisten anderen deutschen Verkehrsbetrieben mittlerweile sehr zurückhaltend die Fensterflächenwerbung einsetzen. Man weiß dort wohl, was für ein wertvolles Gut der Fahrgast ist, der letztendlich ja auch bereit sein soll, jedes Jahr höhere Preise zu bezahlen.

von Torsten S. - am 03.08.2017 18:38
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