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bremer-nahverkehrs.net(z) Forum
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vor 13 Jahren, 10 Monaten
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vor 13 Jahren, 10 Monaten
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Ingo Teschke, Toplok, Torsten S., D.Kleine, Martin B., Kai B, David Kleine, Manfred Morzik

SEV auf 1 und 4 - eine einzige Katastrophe! (m.6.B.)

Startbeitrag von Ingo Teschke am 18.09.2004 17:53

Hallo,

ich habe mir heute einmal den SEV auf den Linien 1 und 4 angesehen - eine einzige Katastrophe. Ich verstehe es wirklich nicht, wieso die BSAG unbedingt die ganze Stadt in ein SEV-Chaos bringt, wenn sich das Unvermeidliche doch auf die halbe Stadt beschränken ließe, nämlich durch Einsatz von Bahnen zwischen Huchting bzw. Arsten und Bürgerpark sowie zwischen Borgfeld - Kirchbachstr. und Osterholz.

Durch die Baustelle und durch etliche andere Faktoren waren die Verspätungen auf dem SEV so groß, dass bereits etliche Fahrzeuge ohne Kursnummer liefen. Dieses Foto von der DFI am Hauptbahnhof zeigt z.B., wie der 10-Minuten-Takt auf der 4 aussah:


Die Fahrzeuge waren sehr gut gefüllt, stehende Fahrgäste die Regel, ab und zu mussten auch Fahrgäste zurückgelassen werden. Hier drängen sich an der Domsheide viele Fahrgäste in einen schon vollen Bus.

Zwischen 16.25 und 16.55 h war ich in Huckelriede - es war zum Weglaufen. Zwischen Arsten und Huckelriede pendelten 4 Tw (im 10-Minuten-Takt) bzw. 3 Tw (im 20-Minuten-Takt), d.h. im 20er-Takt gab's an jeder Endstelle ca. 20 Minuten Aufenthalt - äußerst wirtschaftlich! Die Bahnen drehten rückwärts durch die Wendeschleife - ohne jegliche Signalsicherung. Dass es da nicht scheppert, grenzt an ein Wunder. Auch die Bahnen aus Richtung Arsten können nicht sehen, ob die Wendefahrt der davorliegenden Bahn bereits stattgefunden hat. Und so kam, was kommen musste: Tw 3044 fährt in den Bereich Huckelriede ein und muss mitten auf der Kreuzung eine Zwangsbremsung einlegen, da der davorfahrende Tw 3068 noch gar nicht den Ankunfts-Haltestellenbereich verlassen hatte. Tw 3044 musste dann wieder hinter die Kreuzung zurückdrücken:

Sofort danach nahm ich den mit Warnblinkern rückwärts fahrenden Tw 3068 auf:
Tw 3068 war dann der erste Wagen, der im 20-Minuten-Takt nach Arsten fuhr. Da die Fahrer keinerlei Überblick hatten, ob sich gerade ein Anschlussbus nähert, fuhren sie einfach nach Fahrplan los. Die Folge: Ein Sichtanschluss, d.h. der gut gefüllte Bus 4815 kam an, öffnet die Türen, etwa 40-50 Fahrgäste gehen zum Bahnsteig der SL 4, und noch ehe der erste den Türöffner drücken kann, fährt der Tw 3068 nach Arsten ab. Hier die ersten verärgerten Fahrgäste, die jetzt 20 Minuten auf die Weiterfahrt warten mussten:

Wenn ich denen noch erzählt hätte, dass der ganze SEV-Firlefanz nur aufgrund der Bequemlichkeit und Ignoranz der BSAG-Betriebsplanung stattfand, säße ich wahrscheinlich jetzt nicht vor dem Computer, sondern würde im Krankenhaus liegen. Fazit: Es ist schlichtweg ein Unding, den SEV bis Huckelriede auszudehnen und dann noch nicht einmal einen Verkehrsmeister dort zu platzieren. Den Fahrern kann man übrigens überhaupt keine Schuld geben, sondern viele gaben - obwohl schon ein wenig genervt - den Fahrgästen hilfreiche Auskünfte. Die Schuldigen an diesem Dilemma sitzen jedoch in der BSAG-Verwaltung, denn weder die Betriebsunterbrechung wäre nötig gewesen noch geht das ganze SEV-Szenario in Huckelriede mit den gängigen Sicherheitsvorschriften konform (keine Übersicht über besetztes Gleis, Rückwärtsfahrten ohne Signalunterstützung etc.).

Auch die Informationspolitik ist wieder einmal unter aller Kanone: Nirgendwo stehen Ersatzhaltestellenschilder oder sind die regulären Haltestellen mit Klebebändern durchgestrichen. Am Dammacker steht z.B. auf der Hinweistafel Richtung Arsten sinngemäß: Bitte gehen Sie 800 m weiter zum Kirchweg, dort erreichen Sie den Ersatzbus der Linie 4 Richtung Huckelriede. Dass man 100 m weiter die Hst. der 26/27 benutzen könnte steht dort nicht. Ich konnte einmal Einblick nehmen in den Zettel, den die Fahrer als Anweisung für den SEV erhalten haben: Keinerlei Hinweise, wo sich Ersatzhaltestellen befinden, keinerlei Hinweise, welche Durchsagen an die Fahrgäste zu machen sind. Dafür allerdings der Hinweis, dass im Buntentorsteinweg ein Tempo-30-Limit zu beachten ist. Die Verfasser solcher Anweisungen haben von Kundenorientierung wirklich noch nichts gehört - und die Fahrer werden mit den Kundenproblemen ganz schön allein gelassen. Das ist mieser Stil gegenüber dem Fahrpersonal!

Ich könnte jetzt noch seitenweise weiter schreiben - es macht, glaube ich, keinen Sinn. Die BSAG-Verantwortlichen wollen's einfach nicht kapieren, was Kundenorientierung bedeutet. Noch im Jahr 2003 sicherte mir die BSAG in einem Interview für Blickpunkt Straßenbahn zu: "Für die Zukunft möchte man aber vermeiden, wegen einer Baustelle große Teile des Netzes vorübergehend stillzulegen" (vgl. BS 4/2003, S. 9). Auslöser war damals die Sperre am St.-Joseph-Stift, die zum kompletten SEV auf den Linien 1 und 4 führte.

Ich denke, dann hilft eben nur öffentlicher Druck, z.B. über Leserbriefe im Weser-Kurier, und Einflussnahme über die Politik. Was meint Ihr zu einer Leserbrief-Aktion? Wie sind Eure Erfahrungen vom heutigen SEV (etwas Ähnliches steht uns ja wohl Anfang Oktober noch einmal ins Haus)?

Übrigens, die Strecke der SL 4 zwischen Domsheide und Huckelriede war durchaus befahrbar, schließlich gab es zwei Stadionbahnen direkt nach Arsten.

Wie die allerdings in Huckelriede durchgekommen sind, weiß ich nicht. Die Strecke war dort nämlich fast immer 20 Minuten lang durch die wartende Bahn blockiert ...

Ingo Teschke

Antworten:

Hallo,

ich kann deinen Unmut verstehen. Als ich heute gegen 15:00 von HBF mit dem Bus in richtung ZUE mit der 1E fuhr und diese auf B4 ankam, fuhr die Bahn der Linie 1 gerade ab, so das auch hier etwa 100 Fahrgäste erstmal 10 Minuten warten mussten (ich auch ;-( )

Vielleicht sollte man mal die BSAG bei der zuständigen Überwachungsbehörde anschwärzen, denn solche Zustände wie in Huckelriede sind, zumindest Meinermeinung nach kriminell. Ich denke mal die BOStrab regelt solche Situationen doch ganz genau.

Das der SEV so katastrophal abläuft, lässt sich ganz einfach erklären! Man hat in der zuständigen Abteilung, Center Betriebslenkung, die nach ihrer Meinung nach preisgünstigste SEV-Variante ausgetüfftelt. Die Fahrgäste sind dieser Abteilung sowieso sch... egal, die Planen nur, wie sie am kostengünstigsten einen solchen SEV-Verkehr abwickeln.

Mein Vorschlag wäre folgendes gewesen:
Linie 1+4 : Pendelverkehr zwischen ZUE und BOF, Umsteigen an der Kirchbachstr. (Bahnen halten in der kleinen Kirchbachstr,)
Linie 1+4 : Pendelverkehr zwischen RCT und Bürgerpark bzw. ARS und Bürgerpark
SEV zwischen KIR-AMD-HBF-DOH-AMB-AMW-HBF-AMD-KIR in beide Richtungen (die Busse können auf dem Kundenparkplatz der Deutschen Bank an der kleinen Kirchbachstr. ihre Liegezeit abwarten)
HST Metzer Straße kann nicht bedient werden, da die Busse von der HST. ST. Joseph-Stift über die Hoch- bzw. Schnellstraße wie die 24.

Edit: Ich hab mal den Fahrzeugbedarf grob berechnet, in 10 Minuten-Takt würden zwischen ZUE-BOF 10 Bahnen, zwischen RCT-BÜR 8 Fahrzeuge, zwischen ARS-BÜR 8 Fahrzeuge (wobei man die Fahrzeugzahl auf 14 reduzieren könnte, wenn man bei Äste kombiniert, allerdings würde dann die Liegezeit am Bürgerpark nur 5 Minuten statt 10 Minuten betragen)
Für den SEV bräuchte ich 8 Busse, Liegezeit wäre hier auch 10 Minuten.

Was würdet ihr davon halten??

MFG Toplok

von Toplok - am 18.09.2004 19:02
Naja das es chaotisch laeuft war ja klar oder? Ich befuerchte die BSAG wird es NIE lernen, dass sowas eigentlich nicht geht! Zum Glueck bin ich dieses Wochenende nicht in Bremen, so dass ich davon verschont bleibe :) Aber auch hier in London lauft es nicht so glatt, auf der Piccadilly Line wird eine Station geschlossen, weil die Aufzuege dort nicht gehen und die Busse stehen auf der Oxford Street meilenweit im Stau und auf der Jubilee Line wird auch gebaut und SEV auf einem Abschnitt gefahren, aber die Kundeninformation ist hier besser glaube ich und es wird auch nur der betroffene Abschnitt ersetzt, der Rest fuhr jedenfalls... Schoenes Wochenende noch...

von David Kleine - am 18.09.2004 19:04

Kostengünstigste Variante: Stimmt nicht

Toplok schrieb:
>
> Das der SEV so katastrophal abläuft, lässt sich ganz einfach
> erklären! Man hat in der zuständigen Abteilung, Center
> Betriebslenkung, die nach ihrer Meinung nach preisgünstigste
> SEV-Variante ausgetüfftelt. Die Fahrgäste sind dieser
> Abteilung sowieso sch... egal, die Planen nur, wie sie am
> kostengünstigsten einen solchen SEV-Verkehr abwickeln.

Das stimmt so nicht, denn die BSAG-Variante ist nicht die kostengünstigste, da durch die Verkürzung der Buslinien keine Kurse gegenüber dem Normalauslauf eingespart wurden. Die BSAG brauchte heute 13 Kurse OL 4, 12 Kurse OL 1, 4 Kurse Pendelwagen Arsten, vmtl. 4 Kurse Pendelwagen Osterholz = 33 Kurse.

Dein Vorschlag, den ich so 1:1 unterschreiben würde, braucht nach meinen Berechnungen:
- Pendelwagen BOF - ZUE: 10 Kurse
- SL 1 RCT - BUE: 6 Kurse
- SL 4 ARS - BUE: 8 Kurse
- SEV HBF - KIR: 8 Kurse

= 32 Kurse, wobei mit 8 Kursen SEV bereits erhebliche Fahrzeitreserven eingeplant sind, wodurch die Pünktlichkeit enorm gestiegen wäre.

Fazit: Wir im Forum würden einen wirtschaftlicheren, qualitativ besseren und kundenfreundlicheren SEV anbieten.

@BSAG: Für die nächste Sperrung Anfang Oktober rechne ich Ihnen kostenlos alle Fahrzeugumläufe und Dienstpläne aus! So können Sie Ihre Bequemlichkeit bei der Erstellung neuer Dienst-/Fahrpläne auch noch auf die Kunden abwälzen.

Ingo Teschke



von Ingo Teschke - am 18.09.2004 20:04
Es geht in London auch schlimmer: Sieh dir die Station "Camden Town" an (Northern line). Dort findet in der Nähe Sonntags ein Flohmarkt statt ("Camden Market"), und wenn die ganzen Touristen (und vielleicht auch ein paar ahnungslose Einheimische) dorthin wollen, wird der U-Bahnhof "Camden Town" zugemacht (laut Tube Map Sonntags von 13-17 Uhr nur zum Aus- und Umstieg). Offizielle Begründung: Es gibt nicht genug Platz und Rolltreppen, um den Andrang bewältigen zu können (was stimmt...ist wirklich verdammt eng dort).

Zum Thema BSAG-SEV: Ich bin (gottseidank) weit weg an diesem Wochenende, so dass ich mich damit nicht abgeben muss. Die Argumente sind ja alle genannt worden. Warum ein Verkehrsbetrieb, der den Lilienthalern vorrechnet, wie viel besser doch Bahnen gegenüber Bussen sind, um die Gemeinde Lilienthal zum Weiterbau der Linie 4 zu bewegen, dann auf "Teufel komm' raus" an Bauwochenenden Bahnen statt Busse einsetzt, kann und will mir nicht aufgehen. In den meisten anderen Städten werden soweit wie möglich Bahnen eingesetzt. Durch Zweirichtungsfahrzeuge und viele vorhandene Gleiswechsel ist es problemlos möglich, den SEV auf ein paar Haltestellen zu beschränken.

Vielleicht wäre es besser, wenn die Abteilung "Krisenstab" in Zukunft den SEV übernimmt - plötzlich auftretende Störungen werden meiner Erfahrung nach nämlich bei der BSAG bravourös und zügig gemeistert. Manchmal kann ZU viel Planung schädlich sein ;)

Kai

von Kai B - am 18.09.2004 20:26

Re: Kostengünstigste Variante: Stimmt nicht

Hi,

ich hatte ja geschrieben das es nach deren Meinung die günstigste Variante ist. Das es noch günstiger geht, zeigen wir ja hier :-)

Ich hab noch eine Änderung für meinen Vorschlag!
SEV: Kurfürstenallee-Kirchbachstr.-Rembertistr.- dann weiter
Linie 1: Hauptbahnhof Bst. D-Am Wall-Am Brill-Martinistraße umschildern auf Linie 4- Domsheide- Haubbahnhof Bst. A- weiter zur Kurfürstenallee

Linie 4: Hauptbahnhof Bst. B-Domsheide umschildern auf Linie 1-Martinistr.-Am Brill-Am Wall-Hauptbahnhof Bst. C- weiter zur Kurfürstenallee

Die Busse fahren nach der Bedienung der Hst. Kurfürstenallee geradeaus wie der jetzige SEV und warten ihre Liegezeit in der Konrad-Adenauer-Allee ab. Dann fahren sie über die Elsterburger Str. zurück zur Kurfürstenallee.

Was haltet ihr von der Idee?

MFG Toplok

von Toplok - am 19.09.2004 11:51

SEV 1-4

Hallo Toplok,

ich halte Deinen ersten Vorschlag für sinnvoller. Da der SEV ja auch den Baustellenbereich passieren muss, sind Verspätungen vorprogrammiert. Daher finde ich den "Power-SEV", der im 5-Minuten-Takt zwischen Kirchbachstr. und Hbf verkehrt, besser als einen, der dann mal so herum und mal anders herum in der Innenstadt fährt und dort möglicherweise noch mehr Verspätung einfährt (zumal die 4E ja auch über Dechanatstr. - Wall fahren musste).

Der Umsteigepunkt Kurfürstenallee ist außerdem mit einem Zeitverlust von ca. 3 Minuten für jede Fahrt der SL 4 - selbst unter Idealbedingungen - verbunden. Dies fände ich nicht so gut (aber immer noch wesentlich besser als die BSAG-Lösung).

Die Mehrkosten für die zusätzliche Innenstadtschleife wären u.U. auch nicht unbedingt akzeptabel gewesen.

Ingo Teschke



von Ingo Teschke - am 19.09.2004 15:46
Hallo,

mich wundern Eure Berichte über den katastrophalen Schienenersatzverkehr auf den Linien 1 und 4 überhaupt nicht. Ein zweiter Zusatzbus als Straßenbahnersatz kommt aus BSAG-Sicht wohl überhaupt nicht in Frage wegen der Kosten.

Am Ende der Sommerferien (oder kurz danach) war ein Artikel in einer Bremer Zeitung über die Umleitungen im Zuge der Baustelle Domsheide. Dort wurde von der BSAG lobend erwähnt, wie kostengünstig man die Umleitungen organisiert hätte. Was das für die Fahrgäste zur Folge hatte, wurde natürlich weggelassen.

Z. B. führte das zur Einstellung der Linie 8 auf dem Abschnitt Huchting-Domsheide, so dass die Linie 1 dadurch in den Schulferien oft überfüllt und hoffnungslos verspätet war. Anschluss an die Li. 57/58 in Huchting gab es oft gar nicht, 10 Minuten Wartezeit waren die Folge. Absolut katastrophal war, dass die Hauptbaustellenaktion an der Domsheide stattfand, als die Schulferien längst vorbei waren.Überfüllte Bahnen und ein mittleres Chaos (alle Straßenbahnlinien außer Li. 10) waren die Folge.

Früher (in den 70er/80er Jahren) wurden für solche Bauvorhaben sogar extra Fahrplanbücher erstellt (z. B. Umbau Domshof/Violenstr.), die gratis (!!!) an die Fahrgäste abgegeben wurden.

Aber Bremen ist pleite, die BSAG muss sparen (koste es, was es wolle) und die Fahrgäste müssen es ausbaden. Somit wird sich meines Erachtens an solch katastrophalen SEV nichts zum Besseren ändern, da schlicht das Geld fehlt. Man will wahrscheinlich deshalb auch bei der BSAG auf keinen Fall neue Fahrpläne oder Umlaufpläne für Wochenendbaustellen erstellen..

Viele Grüße

Manfred Morzik

von Manfred Morzik - am 19.09.2004 16:56

Re: Kostengünstigste Variante: Stimmt nicht

Wäre es nicht auch denkbar gewesen, die Linien 1+4 direkt am HBF zu verknüfen? Die Haltestelle hätte man dann in Höhe Übersee-Museum einrichten müssen (gut, hätte u.U. wegen der ebenfalls dort haltenden 10 eng werden können). Aber 1 und 4 verlassen den Hbf. sowohl im 10er- als auch im 20-er Takt ungefähr zur selben Zeit, weshalb man eigentlich in eins durchfahren könnte. Das übrige wäre dann wie schon beschrieben (Pendelverkehr BOF-ZUE und SEV Kirchbachstr. City (über HBF, DOH und ABR))
Geht das, oder habe ich irgendwas vergessen, was gegen diese Variante spricht?

Martin B.

von Martin B. - am 19.09.2004 17:22

Re: SEV 1-4

Der erste Vorschlag hat aber den entscheidenen Haken, das die Fahrgäste von den Straßenbahnen die in der Kleinen Kirchbachstr. halten zu den Bussen die in der HST. Kirchbachstr. halten über die Kreuzung müssen, da die Busse nur über Umwegen von der kleinen Kirchbachstr. in Richtung Stadt kommen würden.

An der Kurfürstenallee können die Bahnen und Busse in der selben Hst. halten womit der Umstieg viel einfacher von statten geht.
Du hast aber Recht, es reicht wenn der SEV bis zum Hbf. fährt. Die Fahrzeuge könnten ja an den Regiohaltestellen halten und wenden, da wäre die Umsteigestrecke zu den Bahnen die an den Bst. E und F halten, ziemlich klein.

Aber leider kommt man bei der BSAG ja nicht auf solche Ideen.

MFG Toplok

von Toplok - am 19.09.2004 17:27

Re: SEV 1-4

Toplok schrieb:
>
> Der erste Vorschlag hat aber den entscheidenen Haken,
> das die Fahrgäste von den Straßenbahnen die in der Kleinen
> Kirchbachstr. halten zu den Bussen die in der HST.
> Kirchbachstr. halten über die Kreuzung müssen, da die Busse
> nur über Umwegen von der kleinen Kirchbachstr. in Richtung
> Stadt kommen würden.

Nein, ich hatte Dich so verstanden, dass die Busse aus Richtung Stadt kommend ab St.-Joseph-Stift über Kurfürstenallee fahren und dann links in die Kirchbachstr. abbiegen. Kurz nach der Einmündung Kleine Kirchbachstr. (Kundenparkplatz der Deutschen Bank) halten dann die Busse. Dies wäre am Fahrbahnrand und fast Tür an Tür mit den Straßenbahnen der SL 1 und 4. Richtung Stadt würden die Busse von dort links abbiegen (halten nochmals Kirchbachstr. an der Hst. der 1 und 4) und fahren dann auf dem Gleiskörper der Bahn über Metzer Str. - St.Joseph-Stift Richtung Bahnhof.

Eine komplette Querung der großen Kirchbachstraßen-Kreuzung wäre damit nicht erforderlich. Dies wäre m.E. die optimale Lösung gewesen.

Gruß

Ingo



von Ingo Teschke - am 19.09.2004 18:41

So spart die BSAG aber kein Geld - im Gegenteil

Manfred Morzik schrieb:

> Aber Bremen ist pleite, die BSAG muss sparen (koste es, was
> es wolle) und die Fahrgäste müssen es ausbaden. Somit wird
> sich meines Erachtens an solch katastrophalen SEV nichts zum
> Besseren ändern, da schlicht das Geld fehlt. Man will
> wahrscheinlich deshalb auch bei der BSAG auf keinen Fall neue
> Fahrpläne oder Umlaufpläne für Wochenendbaustellen erstellen..

Dass man mit solchen SEVs Geld spart, wage ich arg zu bezweifeln (wir haben ja in anderen Beiträgen schon das Gegenteil bewiesen). Die zusätzlichen Pendelwagen nach Osterholz und Arsten müssen schließlich auch bezahlt werden. Gerade im 20er-Takt sind die Umläufe und Zeitpuffer so ungünstig, dass 3 Wagen erforderlich sind. Zwischen Arsten und Huckelriede bedeutet dies: 20 Minuten effektive Fahrzeit, Umlauf = 60 Minuten: Fahrzeugproduktivität = 33 %.

Ich glaube, dass mit 1 - 2 Tagen Planungsarbeit gute Einsparungen erzielt worden wären. Aber dagegen spricht wohl die Bequemlichkeit der BSAG!

Ingo Teschke



von Ingo Teschke - am 19.09.2004 18:47

Verknüpfung SL 1 und 4 am Hbf

Martin B. schrieb:
>
> Wäre es nicht auch denkbar gewesen, die Linien 1+4
> direkt am HBF zu verknüfen?

Hallo, denkbar wäre das sicherlich auch. Aber da hätte ich schon Bedenken gehabt, da es in der Tat mit der 10 eng geworden wäre. Z.B. kommt die Linie 1 im 20er Takt meistens nach der 10 an, und so würde sich automatisch die Abfahrt der SL 4 Richtung Arsten so lange verschieben, bis die 10 tatsächlich hätte abfahren können. Damit wären schon wieder Verspätungen vorprogrammiert gewesen.

Weiterhin halte ich die Umsteigesituation am Bahnhof für nicht kundenfreundlich. Vom ZOB zum Überseemuseum zu laufen, ist schon ganz schön weit. Und wie erklärt man so etwas erst einmal Auswärtigen? Nein, das wäre schwierig geworden und hätte eine Verlängerung der SEV-Busse bis Am Wall bzw. Domsheide erfordert.

Ingo Teschke



von Ingo Teschke - am 19.09.2004 18:53
SL4 knapp verpasst: Was ist hier eigentlich mit Anschlussgarantie?! Die Fahrgäste lassen sich viel zu viel gefallen.
Dein Foto mit Infos zu Wagennummern und sichtbarer Uhrzeit würde m.E. ausreichen, um dem Fahrer der Anschlussbahn einen Eintrag in die Personalakte zu verschaffen. Nur gut, dass über 95 % der BSAG-Fahrer ihren Job richtig gut machen, aber dieser Fahrer wohl nicht!

von Torsten S. - am 21.09.2004 10:12
Torsten S. schrieb:
>
> SL4 knapp verpasst: Was ist hier eigentlich mit
> Anschlussgarantie?! Die Fahrgäste lassen sich viel zu viel
> gefallen.

Die Regeln für die Anschlussgarantie schließen einen Anspruch bei Umleitungen/Bauarbeiten (und anderen Kriterien) aus --> Schönwettergarantie.

> Dein Foto mit Infos zu Wagennummern und sichtbarer Uhrzeit
> würde m.E. ausreichen, um dem Fahrer der Anschlussbahn einen
> Eintrag in die Personalakte zu verschaffen. Nur gut, dass
> über 95 % der BSAG-Fahrer ihren Job richtig gut machen, aber
> dieser Fahrer wohl nicht!

Den Fahrer trifft m.E. absolut keine Schuld, denn die Haltestellenanlage ist nicht so gestaltet, dass die Fahrer dort einen Überblick haben können, zumal auf dem Gegengleis ja die andere Bahn stand (auf dem Foto gut erkennbar). So können die Fahrer nicht erkennen, ob gerade ein Bus ankommt oder gar Fahrgäste schon herüberlaufen. Der Fehler liegt in der Betriebsplanung, die dort keinen Verkehrsmeister hingestellt haben bzw. in der Betriebsleitstelle, die trotz RBL den Anschluss nicht hergestellt haben.

Ingo Teschke



von Ingo Teschke - am 21.09.2004 11:41
Die Station Camden Town kenne ich noch von vor 5 Jahren und das es dort eng ist kann ich bestätigen, schön war das dann beim Einsteigen so gegen halb 6... Die Rolltreppen auf Ausgang und man durfte auf einer netten Wendeltreppe in die tiefe wandern, weil die Roltreppen noch für den Ausgang genutzt wurden...

Aber im spontanen dicht machen von Tube-Stationen sind die echt ganz gross ;-) Aber generell hatte ich das Gefühl, dass man dort die Kundeninformation relativ gut im Griff hatte...

Aber das soll zu London reichen, ist schliesslich nicht Thema dieses Forums...

von D.Kleine - am 22.09.2004 13:44
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