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bremer-nahverkehrs.net(z) Forum
Beiträge im Thema:
8
Erster Beitrag:
vor 13 Jahren, 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 13 Jahren, 2 Monaten
Beteiligte Autoren:
Mike Hayens, Kai B, Toplok, Manfred Morzik, Ronny Kraus, Christian, Andreas Arfmann, T.Hancke

Negative Presseberichte über BSAG/ÖPNV

Startbeitrag von T.Hancke am 14.05.2005 18:03

In letzter Zeit sind einige negative Presseberichte über die BSAG und den ÖPNV im allgemeinen erschienen, die offenbar sehr schlecht recherchiert und einseitig sind.
Als Beispiel sollen dazu 2 Beiträge von heute aus dem WK und der "Norddeutschen" von heute dienen.

Im WK geht es um Geräuschbelästigung am Gleisdreieck Kirchbachstr.,alleine die Wortwahl "Unbescheibliches donnern und Rumpeln, man versteht in der Wohnung sein eigenes Wort kaum" .Ist schon sehr polemisch gewählt,obwohl die Messwerte lt. BSAG im gesetzlichen Rahmen liegen,die Anwohner haben bei Eigenmessungen nahezu die doppelte Lärmbelastungen gemessen, unterlegt mit geradezu unmöglichen Behauptungen ,so würden die straßenbahnen mit überhöhter Geschwindigkeit fahren,ein Anwohner will mit 55 Km/h von einer Strßenbahn überholt worden sein. Auf dem Gleisdreieck? Dann hätte er die Bahn wohl im Kofferraum gehabt.Das kann eigentlich höchstens auf der angrenzenden Strecke in der Heerstr gewesen sein und die dort gefahrene Geschwindigkeit dürfte kaum etwas mit der Lärmentwicklung auf dem Gleisdreieck zu tun haben.

Szenenwechsel:
Bremen Vegesack,hier gibt es eine Initiative gegen den Busverkehr in der Sagerstr.(Verbindung vom Bhf.Vegesack zur Fußgängerzone).Dies ist einer der fahrgastmäßig höchstbelsteten Strecken im Nord-Busnetz. daher verkehren hier auch alle Linien.
Hier werden nun die Argumente herausgeholt die sonst nur gegen Straßenbahnen passen Erschütterungen,Häuser zerbröseln,Gefahr für Leib und Leben.
Obwohl die Straße für den MIV nur als zufahrt zu einigen Parkplätzen dient und daher praktisch nur von den Bussen befahren wird ist hier der Lärm plötzlich unerträglich?

Aber es kommt noch besser,die BSAG hat nun dem Beirat vorgeschlagen die hälfte der Linien über die parallel laufende Haupststr.Aumunder Heerweg zu führen.
Nun kam hier der Aufschrei der dortigen Anwohner,es gäbe Kindergärten und eine Schule ,die Kinder wären in größter Gefahr wenn nun die Busse dort durch führen ,im übrigen Lärm,Schlaflose Nächte usw.usf.

Wohl gemerkt , es handelt sich hier um eine Hauptverkehrsstr, die den gesamten PKW und LKW Verkehr von der Fähre und der Autobahn zum Vegesacker Zentrum aufnimmt,das scheint alles keine gefahr darzustellen, aber die bösen BSAG Busse.......

Ich frage mich manchmal ob einige Zeitgenossen eine Filterbrille aufhaben die Sie im Gesamtverkehr nur die Busse und Bahnen negativ wahrnehmen und alles andere ist schön?

Haben andere hier auch den Eindruck?

Antworten:

Ja die, die den ÖPNV nicht benutzen, ziehen immer darüber her, ich denke mal, es ist schwachsinnig, sich darüber zu beschweren, das die Bahnen so laut wären, denn wenn man mal bedenkt, das gerade am Gleis-Dreieck Kbs. nicht nur Bahnen rollen.
Dort müssen auch sämtliche Autos, LKW´s etc. lang, und wie heisst es so schön, "Wo gehobelt wird, da fallen Spähne"
Ausserdem, könnte man sich da über sämtliche Lärmquellen beschweren wie z.B.: Autos, LKW´s, Motorräder, Fluglärm, selbst über Kinder auf Spielplätzen oder vielleicht zwitschernde Vögel auf Bäumen!!
Ich denke mal, das das nicht Not tut, den ÖPNV immer so "in den Dreck zu ziehen"
Ich denke ausserdem, das die Anwohner in der Kirchbach./Schwachhauser Heerstr. nicht die einzigen sind, die dem täglichen Lärm des ÖPNV ausgestzt sind!

Mfg. Christian

von Christian - am 14.05.2005 18:36
Das fällt mir auch auf, es beschweren sich meistens die, die nicht den ÖPNV benutzen. Am lautesten schreien, die eigentlich nur mit dem Auto unterwegs sind.
Ich hatte letztens auch mit einem Kumpel (kein ÖPNV nutzer) über Rußpartiekel gesprochen. Er lästerte über die BSAG Busse, die ja alle ohne Filter fahren. Da habe ich versucht zu erklären, das die Busse der BSAG nicht das schlimmste sind. Da ja z.B. in der Bismarkstraße bei einem 7 1/2 min Takt nur 8 Fahrzeuge pro Richtung (16 Busse gesamt) in einer Stunde durch die Bismarkstraßen fahren. Das aber mehr LKWs und "alte" PKWs durch die Straße fahren. Und Private Busunternehmen haben meistens noch viel ältere Fahrzeuge als die BSAG.

Zur Kichbachstraße:
Ich kann mir auch nicht vorstellen, daß die Bahnen an der Kreuzung so laut sind. Bestimmt sind einige LKWs die mit 50 km/h über die Kreuzung und Schienen Fahren noch lauter.

Wünsche euch schöne Pfingsten!!!

von Andreas Arfmann - am 14.05.2005 19:42
Also wer an Hauptverkehrsadern wohnt, sollte sich sowieso nicht über Straßenlärm beschweren (egal ob Tram, Bus, LKW oder PKW). Wem's zuviel wird, der muss halt umziehen! Ich kann auch nicht in die Einflugschneise des Flughafens ziehen und mich dann über die Flieger beschweren.
Und merkt Euch eins: Der ÖPNV ist immer Schuld! Wenn ein Tramfahrer einen Unfall verursacht wird das ja dermaßen in den Medien ausgeschlachtet, aber bei einem PKW-Unfall hält sich die Sache meist in Grenzen.
Ich erinnere mich dazu an einen Tramunfall in Leipzig, als die BILD-Zeitung (Kommentare erübrigen sich) vor einigen Jahren titelte "Vorsicht wenn die Bimmel kommt!" und "Horror-Tatras". Dazu noch ein gutes Foto eines T4D von vorn unten und schon ist der Ruf perfekt. Mal ganz abgesehen davon, dass der Passant damals die Schuld hatte...

von Ronny Kraus - am 15.05.2005 11:00
Hallo,

ich kann Euren Kommentaren nur zustimmen: Für Nicht-ÖPNV-Benutzer ist oft nur der ÖPNV am Lärm, Dreck usw. schuld.

Zur Kirchbachstraßenkreuzung und dem Zeitungsartikel möchte ich folgendes anmerken:

Die Schwachhauser Heerstraße war schon um 1900 eine Hauptverkehrsstraße. Wer an eine solche Straße zieht, muss meines Erachtens einen gewissen Straßenlärm akzeptieren, egal ob er von Autos, Bussen, Lkws oder Straßenbahnen herrührt.

Die Kreuzung Schwachhauser Heerstraße/Kirchbachstraße ist eine der am lautesten Stellen in Schwachhausens Straßen. Das war meiner Meinung schon vor dem Bau der Trasse der Linie 4 so. Ich hatte schon öfter das zweifelhafte "Vergnügen" dort auf Bahn und Bus (Linie 22) warten zu müssen.

Meiner Meinung nach war der Lärm am Schwachhauser Ring (Haltestelle Kirchbachstraße Linie 22) am größten und der wurde definitiv von Pkws und Motorrädern erzeugt.

Ich finde auch, dass die Reaktionen der Anwohner total überzogen und deswegen realitätsfern sind. In der Zeitung stand: Wir fordern 54 Dezibel Lautstärke in der Nacht, nur meines Wissens entspricht bereits leises Blätterrauschen von Bäumen 55 Dezibel, jeder Pkw ist da schon deutlich lauter.

Wer absolute Ruhe haben möchte, darf eben nicht an die Schwachhauser Heerstraße ziehen.

Viele Grüße

Manfred Morzik

von Manfred Morzik - am 15.05.2005 23:20
moin alle zusammen,

1. straßenbahn mit 55 km/h an dieser kreuzung ??? dann wäre sie entweder im gebäude der bank oder wäre unfreiwillig der li. 22 gefolgt.

2. sind diese menschen gleichzusetzen mit nichtblinker und tempo 30 ingnorierer

3. verstehe ich nicht wie diese dezibelzahlen herkommen !

was die denn sagen an der duckwitzstrasse, die sind noch mehr dem lärm ausgesetzt. es gibt viele straßen die mehr lärm aushalten müssen.

ich denke mir das die stadt bremen und die bsag sicherlich im rahmen ihrer kosten was dafür getan haben das es nicht so laut rumpelt.


schönen feiertag wünsch ich euch !

grüße mike

von Mike Hayens - am 16.05.2005 05:09
Zu den Leuten an der Kirchbachstr. kann ich nur sagen, dass dort schon seit über 125 Jahren Straßenbahnen (Pferdebahnen) langfahren. Wer dort hingezogen ist, kann sich also nicht herausreden, ihm wäre das nicht bewußt gewesen (es gibt niemanden, der 125 Jahre alt ist!). Jetzt plötzlich mit so einem dämlichen Argument zu kommen, ist wohl ziemlich scheinheilig.

Ansonsten schreiben die Pressefuzzis halt das, was ihnen irgendwie angetragen wird. Wenn die einer auf die Situation aufmerksam macht und sie nichts anderes zum Schreiben haben, gibt es halt einen Bericht über die "LÄrmbelästigung". So gesehen wäre es Aufgabe der BSAG, ebenfalls an die Zeitung zu berichten, wie aus ihrer Sachlage die Sache aussieht.

Im Übrigen gilt dasselbe Argument auch für Vegesack - auch dort fahren schon seit langer Zeit Busse lang, und das wahrscheinlich sogar leiser als früher. Schwerer sind die Busse wohl auch kaum geworden, und vor ein paar Jahren wurde der Takt zur HVZ von 7 1/2 Minuten auf 10 Minuten gestreckt. Es müsste also besser geworden sein.

Querulanten gibt es überall. Wer da halt nicht wohnen will, muss wegziehen. Das Argument "kann ich mir nicht leisten" lasse ich da nicht gelten - niemand kann für ein Appel und ein Ei verlangen, in einer herrschaftlichen Villa mitten im Grünen zu wohnen. Unnötige Lärmquellen kann man eliminieren, aber Busse&Bahnen sind nunmal vorteilhaft für alle Bürger, und ich möchte wetten, wenn statt einer Bahn pro Stunde 50,000 Autos durch die Schwachhauser Heerstr. fahren, würden sich die Anwohner über Lärm UND Gestank beschweren.

Kai

von Kai B - am 16.05.2005 20:10
Hallo,

also ich hab gestern gegen 12Uhr mehrere Personen der BSAG in orangen Jacken und Anwohner im Bereich Kirchbachstr. herumlaufen sehen. Sie haben sich vorallem für die Gleiskreuzung vor der Shell-Tankstelle interessiert. Ich weiß zwar nicht was da nun genau gemacht wurden ist, aber für mich sah es so aus, als würden sich Fachkundige Mitarbeiter der BSAG die Anliegen der Anwohner anhören und versuchen eine Lösung zu finden. Was ich noch gesehen hab, war das ein paar Leute (BSAG und Anwohner) in das Wohnhaus Schwachhauser Heerstr. 138 gegangen sind.

MFG Daniel

von Toplok - am 18.05.2005 08:28
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