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bremer-nahverkehrs.net(z) Forum
Beiträge im Thema:
2
Erster Beitrag:
vor 12 Jahren, 10 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 12 Jahren, 10 Monaten
Beteiligte Autoren:
Peter Burtchen, T.Hancke

BSAG bekommt Preis

Startbeitrag von T.Hancke am 10.09.2005 16:23

Auf der BSAG HP findet man keinen Hinweis auf den Preis ,der der BSAG verliehen wurde.

Offen bar gibt es bei der BSAG nicht nur Neoplan-Schrott ;-) doch lest selbst:


Sprach-Schrott-Preis an Rennbahn und BSAG


BREMEN·DORTMUND (VJ). Den "Sprach-Schrott-Preis 2005" des Vereins Deutsche Sprache teilen sich in der Postleitzahlen-Region 28 die Bremer Rennbahn GmbH und die Bremer Straßenbahn AG (BSAG). Die Rennbahn kommt zu der Negativ-Auszeichnung wegen ihres Werbespruchs "After work Renntag", der nach Auffassung von Wilhelm Schäfer von Verein Deutsche Sprache "völliger Unsinn" ist. An der Sprachverhunzung beteilige sich auch die BSAG mit ihrem Slogan "chippen - shoppen - carsharing", findet Schäfer. Ohnehin gebe es die beiden ersten Wörter im Englischen gar nicht. Zudem verwende die BSAG seit längerem den Ausdruck "Ticket" statt Fahrschein, obwohl sie weder im Ausland tätig sei noch vorwiegend englischsprachige Fahrgäste befördere. Anlässlich des Tages der Deutschen Sprache" am heutigen 10. September mahnt der Verein mit Sitz in Dortmund, sorgfältig mit der deutschen Sprache umzugehen. Sie sei eines der wichtigsten Kulturgüter. Viele Unternehmen verzichten nach Beobachtungen des Vereins inzwischen auf unverständliches "Denglisch" und verwendeten in ihrer Werbung wieder deutsche Ausdrücke.

Antworten:

Eigentlich müsste die BSAG den Preis an die DB weiterreichen, denn dort wurde der Begriff "Ticket" ja schon verwendet, bevor die BSAG ihn übernommen hat ("Schönes-Wochenende-Ticket"). Später kam das "Niedersachsen-Ticket" hinzu, das mit der Variante "Niedersachsen-Ticket Single" wohl eher den Sprachschrottpreis verdient hätte. Und dann gibt's ja auch noch das "Hanse-Shopping-Ticket"! Auch KPS bzw. CTS Eventim hätten den Preis durchaus verdient, denn dort wurde das "Ticket" sogar noch zum "Ticketing" gesteigert!!

Dass nun englisch klingende Begriffe verwendet werden, die es im Englischen gar nicht gibt, ist so neu nicht. Schon zu Zeiten von "Kuli" (Hans-Joachim Kulenkampff) tauchte der "Showmaster" auf, der im Englischen völlig unbekannt ist. Das markanteste Beispiel für "English made in Germany" ist aber wohl das Handy. Und diejenigen, die in bunten Prospekten und Zeitungsanzeigen "Sleepshirts" anbieten, scheinen echte Schlafmützen zu sein; das sind im Englischen nämlich Nightshirts.

Der "After work Renntag" erinnert mich daran, dass die DB vor etwa 15 Jahren vorhatte, die Fahrgelderstattung in "After Sales Service" umzubenennen. Doch gerade noch rechtzeitig besann man sich darauf, dass das Wort "After" im Deutschen eine ganz andere Bedeutung hat, und was da 'rauskommt, dürfte allgemein bekannt sein, nämlich Sch....!

Schönen Tag noch!
Peter Burtchen

von Peter Burtchen - am 12.09.2005 08:47
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