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Informationen zum Thema:
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bremer-nahverkehrs.net(z) Forum
Beiträge im Thema:
8
Erster Beitrag:
vor 12 Jahren, 3 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 12 Jahren, 2 Monaten
Beteiligte Autoren:
Ingo Teschke, Toplok, T.Hancke, Manfred Morzik, Volker

Dort fährt in sechs Jahren die Linie 8 (m.2.B.)

Startbeitrag von Ingo Teschke am 18.09.2005 18:47

Hallo,

heute war ich an der künftigen Strecke der Linie 8 zwischen Huchting und Leeste unterwegs. Da heute der "Pingelheini" zum Thänhuser Markt unterwegs war, konnte ich einige Bilder mit Zügen machen.

Die erste Runde wurde mit der vereinseigenen Lok KLB1 gemacht. Am Mittag wurde sie in Leeste gegen die BTE-Lok 1001 "Kuhlok" getauscht. Den Grund für den Tausch kenne ich nicht.

Hier eine Auswahl der Bilder:

Der Vormittags-Zug im Bahnhof Stuhr mit der vereinseigenen Lok.

Der Mittags-Zug zwischen Erichshof und Leeste mit der "Kuhlok" BTE 1001.
Weitere Bilder gibt's auf den Streckenseiten unter "Ausbauplanungen" - Linie 8.

Ich hoffe, die Bilder gefallen.

Ingo Teschke

Antworten:

Schöne Bilder aus einer Gegend in die man ja sehr selten kommt ,danke dafür.

von T.Hancke - am 19.09.2005 15:13

Planungen Linie 8

Hallo,

ich bin ein bissel am überlegen. Nach derzeitigen Planungen wird die Strecke nach Leeste doch zweigleisig ausgebaut und mit einer Oberleitung versehen oder täusche ich mich da?
Wäre es nicht günstiger nur marode Streckenabschnitte und die Bahnhöfe zu sanieren und dann einen eingleisigen Betrieb mit Dieselhybrid-Fahrzeuge durchzuführen, wie demnächst in Kassel? Ich denke mal das die Taktfrequenz nicht so hoch sein wird und die kosten für Infrastruktur (Unterweke, Oberleitung) dürften doch weit höher sein, als die geringeren Mehrkosten im Betrieb der Hybrid-Fahrzeuge.
Wie sieht ihr das?

MFG Daniel

von Toplok - am 19.09.2005 18:26

Zweigleisig und Hybrid auf Linie 8?

Hallo,

ich vermute, dass auf der Linie 8 nach Stuhr - Leeste ein 20-Minuten-Takt geplant ist, das Fahrgastpotential ist auf jeden Fall dafür vorhanden. Vielleicht kommt im Spitzenverkehr sogar noch eine Verstärkung auf 10-Minuten-Takt.

Ich gehe bei diesen Parametern davon aus, dass die Strecke eingleisig gebaut wird. Ausweichen wird's sicherlich an den bestehenden Bahnhöfen in Moordeich, Stuhr, Brinkum, Erichshof und Leeste geben, zusätzlich wäre wohl noch etwas im Bereich Stuhrbaum erforderlich.

Im Normalfall (20-Minuten-Takt) genügt es ja, alle 10 Minuten Fahrzeit einen Ausweichpunkt zu haben, bei 10er-Takt entsprechend alle 5 Minuten. Dazu noch Reserven für evtl. Verspätungsausgleiche. Erfahrungen in anderen Städten (Karlsruhe, Kassel) zeigen, dass so etwas gut möglich ist. In einigen Fällen wurden später die Ausweichbahnhöfe in etwas längere zweigleisige Abschnitte ("Doppelspurinseln") umgebaut, so dass "fliegende" Wechsel ermöglicht wurden. Nähere Beispiele werde ich beim Fachvortrag am 14.11. zeigen.

Zweigleisig ausgebaut wird in jedem Fall der Abschnitt in Huchting, den SL 1 und 8 gemeinsam benutzen.

Bei dem von mir angenommenen Takt lohnt sich in jedem Fall eine Elektrifizierung. Als Faustregel gilt, dass sich ab einem 30-Minuten-Takt in jedem Fall die Elektrifizierung lohnt. Außerdem ist die Hybridtechnologie noch nicht so ausgereizt, dass man bedenkenlos zugreifen sollte (wenngleich Riesen-Fortschritte gemacht wurden). Außerdem verkauft sich eine Bahn besser, wenn Lärm, Gestank und Abgase nicht auf der Strecke, sondern an anderer Stelle produziert werden.

Ingo Teschke



von Ingo Teschke - am 19.09.2005 19:41

Re: Hybridfahrzeuge

Hybridfahrzeuge haben noch weitere Nachteile , so muß die ganze Zeit der zusätzliche Antrieb und der Dieselvorrat "mitgeschleppt" werden ,dies erhöht den eigenen Energieverbrauch wiederum,die Fahrzeuge beschleunigen durch das höhere Gewicht auch schlechter und der Verschleiß am Gleis erhöht sich auch.
Zu guter letzt sind die Hybridfahrzeuge durch den doppelen Antrieb auch noch wesentlich teurer,so egalisiert sich ein großer Teil der Kosten für eine Fahrleitung schon von selbst.

von T.Hancke - am 19.09.2005 20:18

Re: Zweigleisig und Hybrid auf Linie 8?

ich hatte mich auf der Hafa mit einen Mitarbeiter über die Ausbauprojekte unterhalten. Er sagte, das nach seinen Wissenstand die Strecke nach Leeste überwiegend zweigleisig ausgebaut wird. Daher kamen jetzt meine Bedenken, da der Ausbau bestmmt einiges Kosten dürfte. Das das Fahrgastpotenzial so hoch ist, hätte ich auch nicht gedacht, ich bin jetzt von einer Taktfrequenz von 30 Minuten ausgegangen.

MFG Daniel

von Toplok - am 19.09.2005 22:43

Re: Fahrgastpotential auf Linie 8


> ich vermute, dass auf der Linie 8 nach Stuhr - Leeste ein 20-Minuten-Takt
> geplant ist, das Fahrgastpotential ist auf jeden Fall dafür vorhanden. Vielleicht
> kommt im Spitzenverkehr sogar noch eine Verstärkung auf 10-Minuten-Takt.

Für den Abschnitt bis zur Stuhrer Landstr. (soll die ursprünglich dort geplante Wendeschleife eigentlich immer noch gebaut werden ?) sehe ich das auch so.

Sicherlich ist auch in Brinkum und Leeste ein Potential für einen 20-Minuten-Takt vorhanden, aber ob die Leute den doch recht großen Umweg über Stuhr und Huchting in Kauf nehmen, um in die Bremer Innenstadt zu kommen ?
Ich hätte es jedenfalls besser gefunden, wenn die SL 5 von Huckelriede nach Brinkum und Leeste verlängert worden wäre.

von Volker - am 20.09.2005 08:44

Re: Hybridfahrzeuge

Hallo,

es gibt elektrifizierte Bahnen in Deutschland, die teilweise deutlicher seltener fahren als es bei der LInie 8 nach Leeste geplant ist:

Die Rhein-Haardt-Bahn (RHB) fuhr z. B. 1998 nur alle 60 Minuten von Mannheim nach Bad Dürkheim (außerhalb der HVZ) und war trotzdem auf voller Länge elektrifiziert. Auch die OEG von Mannheim nach Heidelberg fuhr von der Stadtgrenze Mannheim Richtung Heidelberg damals nur alle 30 Minuten und war trotzdem elektrifiziert.

Somit scheint es bei der Finanzierung solcher Strecken keine großen Probleme zu geben.

Viele Grüße

Manfred Morzik

von Manfred Morzik - am 25.09.2005 21:00
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