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bremer-nahverkehrs.net(z) Forum
Beiträge im Thema:
12
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 7 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 7 Monaten
Beteiligte Autoren:
Norman Oetting, Jens Stein, Martin B., Manfred Morzik, Katja, Kai B, Toplok, Christian, T.Hancke

"Türsteher" in Straßenbahnen

Startbeitrag von Martin B. am 10.03.2006 14:03

Hallo,

da ich mich gerade eben wieder darüber aufregen musste, wollte ich das Thema hier mal zur Ansprache bringen: Folgendes Phänomen zeigt sich in nahezu jeder Straßenbahn: Wenn (fast) alle Sitzplätze belegt sind, ist der erste Bereich in dem die Leute stehen bleiben, der Türbereich. Obwohl im Bereich der Gelenke und im Gang noch alle Stehplätze frei sind, bleibt man grundsätzlich in der Tür stehen. Das behindert und verlangsamt den Fahrgastwechsel ungemein und ist auch einfach nur nervig. Am besten ist es noch, wenn diese Leute auch noch so laut Musik hören, dass sie ein "Darf ich da mal durch?" gar nicht mehr hören und man erst durch Anrempeln und Schieben sich seinen Weg nach draußen bahnen kann. Oft erlebe ich es morgens auch , dass ich in meine Linie 10 Richtung Gröpelingen nicht mehr reinpasse, obwohl im Gang noch massig Platz für 8-10 Personen wäre, aber man sich strikt weigert, aufzurücken. Ich würde es daher sehr begrüßen, wenn man mal durch Aufkleber an den Türen eine "Aufrück-Kampagne" starten würde. Mit lustigen Sprüchen wie "Sind Sie Türsteher, oder was?" oder entsprechenden Pfeilen ins Wageninnere ließen sich vielleicht mehr Leute zum Aufrücken animieren. Auch Lauftexte in den DFIs oder gelegentliche Durchsagen zur HVZ könnten eingesetzt werden. Im Sinne eines pünktlicheren ÖPNV würde sich das sicher positiv auswirken.

Was meint Ihr?

Gruß Martin B.

Antworten:

Hi Martin... und alle anderen!
Genau, das hatte ich heute morgen auch wieder. Ich wollte nur 2 Haltestellen fahren, bin dann ins Gelenk gegangen. Dann wollte ich wieder raus, und - 2 Leute vor der Tür. Und wehe man wagt es zu fragen, ob man eben raus kann... wenn Blicke töten könnten!!!
Aber ich persöhnlich finde es am schlimmsten in den GT8N - Bahnen. Da ist die Situation der "Türsteher" am schlimmsten. Auch die "Wildparkerei" von Kinderwagen und Fahrrädern. In den Wegmännern und Bussen ist es vom Fahrgastraum übersichtlicher. Ist meine persöhnliche Empfindung.
Aber eine "Aufrückaktion" wäre evtl. nicht verkehrt.

Bye. Jens



von Jens Stein - am 10.03.2006 14:47
Moin,

also die Sache mit den lustigen Aufklebern wäre schon ne geile Sache!
Somit würden es bestimmt auch Leute merken, die schwer von Begriff sind!
Sehr sehr gute Idee Martin B.!!!!!

Mfg. Christian

von Christian - am 10.03.2006 17:45
Bei BremerhavenBus gibt es riesige leuchtend gelbe Pfeile auf dem Fußboden aufgemalt und entspechende Aufkleber, hilft aber bei den hartnäckigen auch nicht viel....

von T.Hancke - am 10.03.2006 18:05
Hallo,

also was ich noch schlimmer finde als die Türsteher die nur im Weg stehen, sind diese "Vollidioten" die meinen, in der Tür stehen bleiben und sich mit jemanden unterhalten zu müssen der draußen oder einfach nur zu blöd sind, aus den Bereich der Lichtschranken zu gehen obwohl die Bahn/Bus schon 5 Minuten Verspätung hat und der Fahrer erst nach hinten kommen muss. Solche sollten von Haus aus, gleich ein Jahr Hausverbot bei der BSAG kriegen, zumal es nicht lustig ist, wenn an einen Anschluss angewiesen ist, der nicht ewig warten kann.

Da sollte die BSAG wirklich mal etwas gegen unternehmen!

von Toplok - am 10.03.2006 19:05
Hallo,
ich stimme Euch allen absolut zu!
Ich finde auch, dass es in den GT8N besonders schlimm ist. Das liegt denke ich daran, dass bei den Wegemännern der ganze Tür- oder Treppenbereich mit Lichtschranken "augeleuchtet" ist. Stellen sich die "Türsteher" also in den Türbereich geht die Tür nicht zu. Das merkt auch das schlimmste Blindfisch spätestens dann, wenn der Fahrer ihn durch die Lautsprecher aufweckt!
Bei den GT8N ist die Lichtschranke ganz nahe an der Tür und so kann jemand den Bereich vor der Tür blockieren und sie geht trotzdem zu!
Ich finde die Idee mit den Auklebern gut, aber ich glaube das reicht nicht- hartnäckige Türsteher brauchen schon mehr als einen cleveren Spruch: In den GT8N müsste man den Türbereich am Boden rot anmalen und groß in weiß "Hier kein Stehplatz!" drauf schreiben. Das könnte in Verbindung mit Durchsagen von der Leitstelle UND der DFI vielleicht wirken.


Norman.

von Norman Oetting - am 11.03.2006 00:07
Hi Jens,

bin nach langer, langer Zeit mal wieder hier. Mal ehrlich, würdest Du mir in eine "alte" Bahn ohne Aufforderung den Kinderwagen heben? Ich habe 2 Kinder (3 und 1,5 Jahre) und finde es frustrierend, wenn der Fahrer/die Fahrerin wegen "Rückenproblemen" den Kinderwagen nicht mit tragen kann! Bin öfter auf der Linie 3 (Bereich Weserwehr) unterwegs und kriege echt nen Hals, wenn dann nach 9 Minuten, weil meine 2 "Flöhe" mal wieder was anderes wollten, ganz sicher eine "Alte" kommt *seufz*.

Türsteher kenne ich natürlich auch. Parke immer gemäß StVO mit meinem Gespann (mit Kiddyboard) auf den markierten Parkflächen ;-). Wir starten schon immer eine Station vorher Richtung Tür, guter Erfahrungswert!

Gruß,
Katja

von Katja - am 11.03.2006 21:31

Re: Kinderwagen in GT8N

Hallo Katja und alle anderen!
Ich bin mir jetzt nicht ganz so sicher, weil ich keine Kinderwagen mehr fahre (Kinderwagenführerschein vor 17 Jahren gemacht :) ) . Aber meiner Meinung nach sind die markierten Türen im GT8N für Kinderwagen Tür1 beim Fahrer und die Tür 2. Und ich bekome immer nen mächtig dicken Hals, wenn die dann immer hinten rein kommen und zur Krönung den Wagen mitten im Gang hinstellen. Das gleiche gillt auch für einige Radfahrer.
Die "Alte" auf der 3 wird wohl noch ein bisschen fahren. Vielleicht kommen ja nur noch Niederflurbahnen, wenns durch die Überseestadt geht... :joke:

Bye. Jens



von Jens Stein - am 12.03.2006 07:46
Das lässt sich am effektivsten mit einer Tür-Zwangsschließung regeln, wie sie in den GT8N-1 ja auch eingebaut ist. In Hannover z.B. ertönt bei den alten grünen STadtbahnwagen ein Summton, und dann geht die Tür zu, egal wer oder was im Weg steht. Wer seine Arme oder Rucksäcke dann nicht einzieht, hat selber Schuld. Und wenn einem einmal die Tür die Nase platt gedrückt hat, wird man sich im Zukunft vielleicht zweimal überlegen, dort stehen zu bleiben.
Leider ist es wohl zu teuer, dies in den alten Fahrzeugen nachzurüsten, so dass wir vorest damit Vorlieb nehmen müssen, dass entweder der Fahrer eine Durchsage macht oder ein Fahrgast die Leute anspricht. Wenn ich das sehe, sage ich der Person meistens, sie soll aus der Lichtschranke gehen. Die meisten werden dann zwar unfreundlich, aber das ist mir lieber als verpasste Anschlüsse. Anscheinend haben die wenigsten Leute eine Ahnung, wie solche Türen funktionieren.

Kai

von Kai B - am 12.03.2006 14:06
Hallo,

das stimmt schon, da ist mit der Zwangsschließung in den GT8N-1 schon ein großer Schritt gemacht (und ich merke auch, dass die Fahrer die immer häufiger gerbrauchen), aber was mich auch stört ist, dass die Leute einfach im Weg stehen.
Wenn die Bahn (so wie die 3 nachmittags) richtig voll ist und in der Stadt oder im Steintor viele Leute aussteigen wollen, dauert das meiner Meinung nach länger, weil die Türsteher den Ausstieg blockieren. Wenn man das dann an jeder Haltestelle zwischen Domsheide und St.-Jürgen-Str. hat, nervt das manchmal gewaltig und kostet richtig Zeit!

Norman.

von Norman Oetting - am 12.03.2006 22:01
Hallo,

ich finde die "Türsteher" auch oft nervig.

Aber oft sind die Bahnen/Busse der BSAG so überfüllt, dass man in
der Nähe der Tür stehen bleiben muss, um schnell herauszukommen.

Es ist dann oft überhaupt nicht mehr möglich, von der Tür ins Wagen-
innere vorzudringen. Das liegt dann allerdings meistens an der
hoffnungslosen Überfüllung.

Das konnte ich schon oft in der Innenstadt und auch auf der Linie 1
auf dem Abschnitt Am Brill - Huchting und zurück beobachten.

Zum Thema "wildparkende" Kinderwagen:
Oft reichen die "vorgeschriebenen" Kinderwagenplätze in den Bahnen der
Linie 1 nicht aus, so dass man seinen Kinderwagen woanders abstellen
muss. Allerdings finde ich auch, dass man dann den Kinderwagen so
rücksichtsvoll abstellen sollte, dass andere Fahrgäste noch durchkom-
men könnten.

Allerdings auch hierzu wieder eine negative Beobachtung aus
der letzten Adventszeit:
An einem Adventssamstagnachmittag war die Linie 1 von Huchting zum
Brill bereits an der Pappelstraße so voll, dass es schier unmöglich war
sich irgendwie fortzubewegen, ohne andere Fahrgäste anzurempeln. Es
gab einfach keinen Platz mehr...

Um solche Zustände abzustellen, müsste man
a) öfter fahren oder
b) größere Fahrzeuge einsetzen, wobei die GT8N-1 wohl ab und zu auch
nicht ausreichen werden.
Beides dürfte wohl am Geld scheitern, der 10-Minuten-Takt in der HVZ
ist ja auch aus Kostengründen eingeführt worden...

Viele Grüße

Manfred Morzik

von Manfred Morzik - am 12.03.2006 22:04
Manfred Morzik schrieb:
> Aber oft sind die Bahnen/Busse der BSAG so überfüllt, dass
> man in
> der Nähe der Tür stehen bleiben muss, um schnell
> herauszukommen.

Volle Bahnen häufen sich, was auch klar ist, wenn immer mehr Leute Bahn fahren (laut Statistik), aber immer weiter am Angebot gespart wird... Und wenn der Gang und der Bereich der Gelenke wirklich schon gerammelt voll sind, dann soll man natürlich auch im Türbereich stehen dürfen. Allerdings sollte man sich dann auch rücksichtsvoll verhalten und an jeder Haltestelle prüfen, ob eventuell jemand aussteigen will und für diese Person freundlicherweise auch die Tür-Öffnungs-Taste drücken bzw. selber kurz aussteigen, um den Türbereich freizugeben.

> Zum Thema "wildparkende" Kinderwagen:
> Oft reichen die "vorgeschriebenen" Kinderwagenplätze in den
> Bahnen der
> Linie 1 nicht aus,

Hab ich letzten Samstag auf der SL 6 erlebt: Ein GT8N-1 mit 3 Kinderwagen, die im Auffangraum der ersten Tür standen! Da wurde es selbst in der 2,65m-Bahn eng... Aber im Gegensatz zum GT8N passte es doch noch recht gut.

Gruß Martin B.

von Martin B. - am 13.03.2006 15:21
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