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bremer-nahverkehrs.net(z) Forum
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vor 10 Jahren, 10 Monaten
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vor 10 Jahren, 10 Monaten
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Torsten S., Jens Stein, Christoph, BS&AG, Kai B, M. Bartz, Martin B., Jonas Krok, MartinB., Andreas Arfmann, ... und 6 weitere

Mit dem Jahresticket PLUS nach Oldenburg - meine Erfahrungen

Startbeitrag von Jens Stein am 13.01.2007 23:50

Hallo!
Ich bin gestern zum erstenmal mit meinem Jahresticket PLUS nach Oldenburg gefahren. Im Zug gab es keine Probleme mit meinem Ticket. In der Reihe hinter mir saß eine junge Frau mit ihrem Mann. Dort ging das dann los, als die Schaffnerin kam. Die junge Frau hatte ein Jobticket. Das wäre so im Gesamtnetz nicht gültig. Sie wurden ermahnt, weil beide eigentlich jetzt "schwarz" fahren. Aber passiert ist dann nichts. Nur, daß die beiden total verunsichert den Zug verließen.
Das lies mir irgendwie keine Ruhe, und ich schaute mal eben gerade in die Tarif- und Beförderungsbedingungen des VBN. Also beim Jobticket ist es so, daß es ein Jobticket PLUS nicht gibt. Das Jobticket ist am Wochenende im Gesamtnetz des VBN gültig (mit Mitnahmeregelung). Liegt wahrscheinlich daran, daß sonnst alle Tickets, die am Wochenende gültig sind, mit PLUS bezeichnet werden, daß Jobticket aber nicht.

In Oldenburg war ich sehr überrascht, daß dort seit 01.01.07 nur noch vorne beim Fahrer eingestiegen werden darf (siehe auch www.vwg.de). Fahrausweis muß dem Fahrer gezeigt werden. Ich habe dort einen Flyer bekommen, den ich hier die nächsten Tage mal einstelle, wenn ich Zeit habe.
Aber auch in Oldenburg gabs keine Probleme mit meinem Ticket.
Alles in allem eine lohnende Sache, leider nur noch für Abokunden. Das VBN-Extra für Erwachsene gibt es ja nicht mehr.

Viele Grüße
Jens

Antworten:

Re: Flyer VWG: vorne rein - hinten raus

Wie ich schon geschrieben habe, gibt es in Oldenburg seit 01.01.07 die Regelung, daß vorne beim Fahrer eingestiegen werden muß. Ich habe deshalb mal das Infoblatt dazu von der VWG eingescannt. Ich habe das so ziemlich original gelassen, damit man das lesen kann. Wen das interessiert, einfach auf die kleinen Vorschaubilder klicken.





Viele Grüße
Jens



von Jens Stein - am 14.01.2007 09:44

Re:Unpünktlichkeit vorprogrammiert!!! Bravo VWG!

Hallo,

Ich bin ja auch der Meinung, daß mehr gegen Schwarzfahrer getan werden muss, aber nicht auf Kosten der Pünktlichkeit. Wenn sich alle Fahrgäste zu den Stoßzeiten durch die Vordertür quetschen müssen, steht der Bus länger an der Haltestelle. Dadurch sind Verspätungen vorprogrammiert.

BRAVO VWG!!! So vergrault man Fahrgäste!
Für die BSAG mag ich mir das gar nicht vorstellen...

von René - am 14.01.2007 11:45

Einstieg

Hallo,
Ich finde es eigentlich gut,dass man bei den Busen vorne einsteigt.Dafür braucht man keine Kontorolleure mehr(Aber dafür wenig Arbeitsplätze :-( )In Bremerhaven ist es auch schon seit langer Zeit so.Es ist geeignet nur in kleinen Städten , wo nur Busse fahren.
In Bremen wäre soetwas nicht gut.Dann hätte sich die gesamte Fahrzeit um knapp 10 minuten gestiegen.

Wie ist es denn Nachts (bei der BSAG) , muss man vorne einsteigen oder wo man will?
Ich bin 3 mal mit den Nachtlinien gefahren(allerdings 2004 und 2005) Wir mussten vorne einsteigen , weil wir mehr als 2 Erwachsene waren.

Viele Grüße
^^^^^^^^^^^^
Y.Emre

von BS&AG - am 14.01.2007 11:55

Re:Unpünktlichkeit vorprogrammiert!!! Bravo VWG!

Genau das war der Punkt. Ich habe das hier absichtlich mal ohne einen Kommentar eingestellt. Aber alle Fahrten, wo ich gestern Nachmittag mit gefahren bin, kamen ca. 2-3 Minuten später an den Haltestellen an. Die Busse, mit denen ich gestern Spätnachmittag fuhr, hatten aber dann wieder eine Liegezeit am Lappan (Hauptumsteigepunkt) und so fiel das nicht so auf. Wie das unter der Woche ist, kann ich nicht beurteilen.
War aber so eine Regelung für Bremen nach 20:00 Uhr nicht mal (wieder) im Gespräch?
Sowas gabs bei der BSAG auch schon mal im Busbereich nach 20:00 Uhr, allerdings ist das ja schon ewig her und wurde wieder abgeschafft. Damals wurde aber auch ziemlich häufig das Fahrpersonal angepöbelt, so daß es immer häufiger vorkam, daß trotz der Regelung auch die Hintertür geöffnet wurde. Fairerweise muß ich aber auch dazu sagen, betraf dies nur die "kurzen" Busse, und die Linien 24 und 25 fuhren an bestimmten Tagen mit "kurzen" Bussen am Abend und waren meist recht voll.

Viele Grüße
Jens



von Jens Stein - am 14.01.2007 12:49
bei der DelBus ist das ja auch und ich finde es zimlich nervig weil gerade am ZOB es zeitaufreibend ist. wenn man mit kinderwagen hinten einsteigen muß und sich gegen den strom zum fahrer welzen muß um den Fahrschein vorzuzeigen. Und Schwarzfahre verhindert man dadurch auch nicht wirklich weil die meisten fahrer garnicht genau hinschauen.

von Uwe U - am 14.01.2007 14:48

Re: Einstieg

Hallo!

Ich komme auch aus Olenburg aber ich meine doch das,es schon immer so wahr oder nicht ,man hat doch auch nicht selber die möglichkeit hinten einzusteigen dazu fehlen doch die türöffnungs knöpfe es sei den es steigt gerade eine hinten aus.Oder der Fahrer selber öffnet die Tür!


Gruß Michael Deters

von Michael - am 14.01.2007 17:41

Vorne Fahrkartenkontrolle

Aber wirklich Schwarzfahrten verhindert man damit auch nicht. Wenn ein Bus über mehrere Zonen fährt, können die Kunden ein Ticket für die aktuelle Zone kaufen und steigen mit einer "weißen Weste" ein. Nur der Fahrer wird bestimmt nicht im Kopf behalten, welcher Fahrgast biswohin fahren darf. So kann man die restliche Strecke Schwarz fahren und man braucht keine Angst zu haben, da die Fahrkartenkontolle nicht mehr überraschender Weise zwischen den Haltestellen sonder jetzt vorne beim Einstieg sattfindet.
Und da die meisten Fahrer sowieso nicht genau hinschauen, würde das bestimmt ganz gut klappen(Soll keine Anregung zum Schwarzfahren sein).
Im allgemeine finde ich soetwas ganz gut, aber man sollte schauen, wo man so etwas macht. Auf den kelinen kurzen Linien(inherhalb einer oder wenigen Zonen) könnte man vorne Kontrollieren, Aber bei stark benutzen Linien sollte man das lassen und die Fahrgäste überraschend kontrollieren.

von M. Bartz - am 14.01.2007 18:05

Re: Einstieg

Michael schrieb:
Zitat

Ich komme auch aus Olenburg aber ich meine doch das,es schon immer so wahr oder nicht ,man hat doch auch nicht selber die möglichkeit hinten einzusteigen dazu fehlen doch die türöffnungs knöpfe es sei den es steigt gerade eine hinten aus.Oder der Fahrer selber öffnet die Tür!


Hmmm... also ich war zuletzt im November 2006 in OL und da bin ich auch hinten eingestiegen.

Viele Grüße
Jens



von Jens Stein - am 14.01.2007 18:40

Re: Vorne Fahrkartenkontrolle

Zitat

Wenn ein Bus über mehrere Zonen fährt, können die Kunden ein Ticket für die aktuelle Zone kaufen und steigen mit einer "weißen Weste" ein. Nur der Fahrer wird bestimmt nicht im Kopf behalten, welcher Fahrgast biswohin fahren darf. So kann man die restliche Strecke Schwarz fahren und man braucht keine Angst zu haben, da die Fahrkartenkontolle nicht mehr überraschender Weise zwischen den Haltestellen sonder jetzt vorne beim Einstieg sattfindet.


Wie ist das eigentlich bei Regionalbussen? Mit meinem Semesterticket darf ich ja so weit fahren wie ich möchte und früher habe ich nie einen Regionalbus benutzt. Schmeißt der Fahrer einen dann an der letzten Haltestelle in der Zone raus?

Gruß
Henning

von H. Paul - am 15.01.2007 07:54

Re:Unpünktlichkeit vorprogrammiert!!! Bravo VWG!

Ich weiß nicht, was so ein Aufstand um diese Vordereinstieg's-Regelung gemacht wird? In London (weißgott keine Kleinstadt) ist es völlig normal, dass jeder vorne einsteigt und sein Ticket vorzeigt. Dass das kein Schwarzfahren verhindert, ist logisch, aber es kann die Hemmschwelle doch steigern, weil die Chance, dass doch 'mal jemand genauer hinguckt und Dich als Falschfahrer entlarvt, deutlich höher ist, als wenn Du Dich durch den "Hintereingang" reinschleichst...

von Christoph - am 15.01.2007 08:48

Re: Einstieg

In OL war vorne einsteigen bis zum 1.1. nur abends nach 1900 Pflicht. Sonst konnte man auch hinten rein.

von Christoph - am 15.01.2007 08:49

Bei mir ab jetzt Fahrrad fahren

Den Ärger mit dem Vorneeinsteigen kennt man ja.
Die VWG ist grundsätzlich unpünktlich (ein Busfahrer letzte Woche sagte mir "6 bis 7 Minuten ist ganz normal", als ich ihn ermahnte, er sei 6 Minuten hinter dem Plan). Warum die noch Fahrpläne drucken, ist mir schleierhaft - hält sich eh keiner dran.

Da ich selbst jeden Tag in Oldenburg vom Bahnhof zur Uni fahre und ehrlich gesagt keine Lust habe zu warten, bis 100-150 Studenten (die ja eh das Semsterticket zwangsabonieren müssen) durch eine Tür in einen Bus eingestiegen sind, fahre ich ab jetzt nur noch Fahrrad. Das ist stressfreier und bequemer, und selbst bei Gegenwind ca. 66% schneller als ein VWG-Bus.

Kai

von Kai B - am 15.01.2007 11:31

Zum Vergleich London

Zitat

In London (weißgott keine Kleinstadt) ist es völlig normal, dass jeder vorne einsteigt und sein Ticket vorzeigt.


Das ist falsch. In London gilt dies nur in Solo- und Doppelbussen. In den alten "Piccadilly Routemaster" (die Dinger aus den 50er Jahren mit dem offenen Einstieg mit Haltestange) gab es zuletzt noch Schaffner. Diese alten Busse wurden nun durch Mercedes Citaro-Gelenkbusse ersetzt, in denen alle Türen zum Einstieg freigegeben sind. Fahrscheine gibt es dort auch nur noch außerhalb des Busses an Automaten (oder Abbuchung per Funkkarte - "Oyster Card" genannt).

Kai

von Kai B - am 15.01.2007 11:33

Re: Vorne Fahrkartenkontrolle

Die Möglichkeit besteht, aber das passiert re3cht selten, das der Fahrer sich dran erinnert.
Ich stelle mir eher die Frage, ob der Fahrer überhaupt die Erlaubnis hat die Tickets zu kontrollieren?
Bei den Fahrer vom VBN glaube ich schon, aber wie sieht es bei den Fahrern der BSAG aus, oder darf nur die eine zuständige Firma kontrollieren??
Warum ich darauf komme?
Ich bin selbst mit einem Schüler Monats Ticket + VBN EXTRA mit der 53 nach Brinkum gefahren, da hatte der Fahrer an der Grenzhaltestelle (glaube Kattenescherweg) uns alle kontrolliert, und die ohne weiter gültigen Ticket rausgeschmissen.
Schwarz sind ja diese Leute noch nicht gefaheren das sie fürr bremen(Zone 100) ein gültiges Ticket hatten und der Bus noch nicht weitergefahren ist.

von M. Bartz - am 15.01.2007 13:47

Anderer User

Ich möchte nur klarstellen, daß der User "Christoph", der in diesem Faden zwei Beiträge geschrieben hat, nicht mit mir identisch ist.

von Christoph - am 15.01.2007 16:34

Re: Tip: Registrieren

Ich habe das zwei Seiten weiter schon mal geschrieben, aber in diesem Falle wiederhole ich mich gerne:
Am besten ist es, wenn man sich hier im Forum registriert. Dann hat man auch die Möglichkeit, wenn man sich mal verschrieben hat, daß man seine Beiträge auch mal korrigieren kann. Und wenn dann mal jemand unter deinem Namen schreibt, erkennt man das an den fehlenden Figuren vor dem Usernamen.
Wobei der Name Christoph ja auch ein Allerweltsname ist. Vielleicht sonnst mal mit dem ersten Buchstaben vom Nachnamen noch anhängen oder so.

In anderen Foren ist es Pflicht sich zu registrieren. Vielleicht können wir das hier ja auch mal einführen!?

Viele Grüße
Jens



von Jens Stein - am 15.01.2007 16:59

Re: Tip: Registrieren

Hallo,

ja ich bin dafür, das auch hier durchzuführen. Ich habe so ein MyPhorum.de-Forum auch mal benutzt und bin der Meinung, dass sich der Arbeitsaufwand für den Admin nur auf einen Mausklick beschränkt...

von Der Wolf und die sieben Geißlein - am 15.01.2007 18:53

Ein Pro-Argument für den kontrollierten Vordereinstieg (konVE)

Niemand kann mehr aus Versehen ohne Ticket den Bus betreten. Also unabsichtliches Schwarzfahrer wäre dann kaum noch möglich.

von Torsten S. - am 15.01.2007 20:29

Registriert!

Hab mich registriert.

von ChristophN. - am 15.01.2007 20:36

Kontra-Argument: Arbeitsplatzabbau

Auch wenn aus verschiedenen Städten berichtet wird, dass dort auch nach Einführung des konVE (egal ob ganztägig oder nur abends) gelegentlich Kontrollen durch den Prüfdienst stattfinden, kann man wohl davon ausgehen, dass der konVE zu Personaleinsparungen beim Prüfdienst führen wird. Wahrscheinlich ist das der tatsächliche Grund für die Wiedereinführung dieses Anachronismus.

von Torsten S. - am 15.01.2007 20:40

Kontra-Argument: Verkehrssicherheit

Was für einen Flexity-Fahrer gilt, sollte auch für jeden Busfahrer gelten:
Volle Konzentration auf den Verkehr sowie das sichere Ein- und Aussteigen der Fahrgäste.

Rein biologisch ist es so, dass ein Mensch ab ca. 45-50 Jahren zu Altersweitsichtigkeit neigt. Da man mit der Einführung des konVE die Fahrer wohl kaum - wie seinerzeit die Starfighter-Piloten - mit 48 Jahren pensionieren wird (sind ja auch keine Beamten), werden deren Augen durch ständiges "Hin-und-Her-Schalten" zwischen Fernsicht (Straßenverkehr, Außen-/Innenspiegel etc.) und Nahsicht (die Fahrkarten der Einsteigenden bei dem üblichen Funzellicht) überfordert. Hierdurch sind Krankheiten und Verkehrsgefährdungen vorprogrammiert; es sei denn, der Fahrer winkt die Schlange einfach durch (--> Schwarzfahrerparadies).

von Torsten S. - am 15.01.2007 20:51

Kontra-Argument: psychische Balastung des Fahrers

Entweder erledigt der Fahrer seine neue Aufgabe richtig, dann läuft er Gefahr, angepöbelt oder gar physisch angegriffen zu werden, oder er guckt weg, dann läuft er Gefahr, von seinen Vorgesetzten zur Brust genommen zu werden.

Ich kann nur sagen: Armes Fahrpersonal.
Natürlich gibt es auch einige wenige Fahrer, die bei der Sichtkontrolle so richtig aufblühen werden. Die verschiedenen Charaktere lerne ich gerade in Nürnberg kennen: Mein DB+City-Ticket hole ich meistens nicht raus, nur einer fragte mal explizit danach. Ein anderer Übereifriger wollte mir kein Tagesticket verkaufen, da es ihm wichtiger war, von seinem Platz aufzustehen und alle, die an der Endstation durch die hinteren beiden Türen (Gelenkbus) eingestiegen sind, nach vorne zu "bitten". Ansonsten verhalten sich die Fahrer recht passiv. Da man aber nicht weiß, wie der Fahrer drauf ist, hat man dann eh sein Ticket in der Hand.

von Torsten S. - am 15.01.2007 21:34

Kontra-Argument: Unbequemlichkeit für Zeitkarten-Inhaber

Die Bequemlichkeit von Zeitkarten ist gerade der Umstand, dass man die Fahrkarte nicht bei jedem Einstieg erneut aus der Tasche rausholen muss. Dieser Vorteil würde mit dem konVE ad absurdum geführt werden. Zu bedenken ist, dass es nicht wenige Zeitkartennutzer gibt, die vordringlich aus Bequemlichkeitsgründen und nicht aus Ersparnisgründen Zeitkarten erwerben.

von Torsten S. - am 15.01.2007 21:38

Kontra-Argument: Schlange stehen im Regen

Wer möchte schon bei Regen vor einer Tür in einer Schlange stehen, statt schnell in die mittlere bzw. ggf. dritte Tür hinein zu springen.

Da sich Haltestellenunterstände üblicherweise in Höhe der zweiten Tür befinden, müssen die Fahrgäste auch bei strömenden Regen erstmal paar Meter nach vorne gehen.

von Torsten S. - am 15.01.2007 21:42

Kontra-Argument: Unpünktlichkeit

Die Unpünktlichkeit ist wohl der größte Hammer beim konVE.
Wenn ein Verkehrsbetrieb noch nicht genug Probleme mit Staus, defekten LSA-Ansteuerungen, verspäteten Zubringern und Barzahlern hat, kann er sich ja noch ein Problem selbst konstruieren. Für mich sind solche wissentlich selbstverschuldete Verspätungen eine Ohrfeige ins Gesicht aller ehrlichen Fahrgäste. Vielleicht klagt ja mal ein Hobbyanwalt gegen so einen Verkehrsbetrieb.

von Torsten S. - am 15.01.2007 21:51

Kontra-Argument: Ungleichmäßige Verteilung der Fahrgäste im Fahrzeug

Hierzu weisen die Verkehrsbetriebe zwar gerne auf eine Umgewöhnungsphase hin. Tatsächlich kommt es bei allen Fahrzeugen, egal ob Bus oder Strab stets zu Fahrgastagglomerationen in der Nähe der Türen (vergleiche die Anzahl stehender Fahrgäste im Heckbereich eines GT8N mit dem eines GT8N-1). Klar gilt dieses auch wegen des Ausstiegs, aber eben nur auch.

Insbesondere Fahrgäste, die nur 5 - 10 min im Bus verweilen wollen/müssen, bleiben dann lieber gleich im vorderen Bereich des Busses stehen, als gar bei einem Gelenkbus in den Nachläufer zu gehen.

von Torsten S. - am 15.01.2007 21:58

Abwehrmaßnahmen gegen den konVE

Wehrt euch! Was kann jeder Einzelne von uns gegen den konVE:

Vor der Einführung:
E-Mails an die BSAG, in denen Kontra-Argumente aufgeführt werden und darauf hingewiesen wird, dass Fahrgäste sich nicht alles gefallen lassen.

Nach der Einführung:
E-Mails mit Beschwerden wegen Verspätungen, unfreundlichen Fahrern, Schlange stehen im Regen etc. Und zwar jeden Tag auf Neue bis die Marketingabteilung oder besser noch der Server zusammenbricht.

Bürgerlicher Ungehorsam. D.h. versuchen, doch hinten einzusteigen und beim Vordereinstieg die Fahrkarte erst nach zweimaliger Aufforderung vorzeigen.

Vielleicht wird Bremen dann in die ÖPNV-Geschichte als die Metropole eingehen, die den Trend gerade noch rechtzeitig bricht und damit den Niedergang des ÖPNV in Deutschland stoppt.

Ich weiß, das klingt bisschen polemisch, aber irgendwann muss doch mal Schluss sein, mit den ständigen Leistungs- und Qualitätseinschränkungen im ÖPNV.

von Torsten S. - am 15.01.2007 22:14

Re: Abwehrmaßnahmen gegen den konVE

Ganz ruhig!!!!

Alles mit Ruhe! :o

von BS&AG - am 15.01.2007 22:17

Re: Hätte ich das gewußt...

...,daß da so ein Monster Thread von wächst, nur weil ich aufgezeigt habe, wie das seit 01.01.07 in Oldenburg praktiziert wird, hätte ich mir das einscannen und schreiben gespart. Und für die BSAG war sowas höchstens mal abends angedacht. Aber das ist ja auch schon eine Weile her. Ich gehe mal davon aus, daß wir in Bremen davon verschont bleiben.
Also mal ruhig Blut...!

Gruß
Jens



von Jens Stein - am 15.01.2007 22:55

Re: Vorschlag: konVE nur auf N-Linien

@Jens: Es ist doch nicht schlimm, dass durch deine Meldung eine angeregte - und wie ich finde - auch überwiegend sachliche und informative Diskussion zum Thema konVE entstanden ist.

Ich denke auch, dass ein ganztägiger konVE die von euch angebrachten Probleme (insb. Verspätung) bringen wird. Außerdem sind im Tages- und Berufsverkehr sowieso mindestens 80% der Fahrgäste Zeitkarten-Inhaber. Es wär also reine Schikane, diese Leute jeden Tag aufs Neue vorne einsteigen zu lassen. Im Nachtetrieb könnte ich es mir hingegen eher vorstellen. Seit Einführung des Nachtzuschlags muss sowieso ein großer Anteil an Fahrgästen vorne einsteigen, um "draufzuzahlen". Da können die paar JahresTicket PLUS und JobTickets-Inhaber auch gleich vorne einsteigen. Verspätung gibt es so oder so. Außerdem würde der Zuschlag nicht so oft geprellt, wie es derzeit der Fall ist (eigene Beobachtungen).

Gruß Martin B.

von Martin B. - am 16.01.2007 14:25

Re: Anderer User

Sorry, wusste nicht, dass ich hier durch die Benutzung meines Namens gleich jemandem auf den Schlips trete. :confused:

von Christoph - am 16.01.2007 19:36

Re: Zum Vergleich London

"Falsch" ist nicht richtig. "Nicht ganz richtig" wohl eher, das räume ich ein. Für Touri-London (also Central London) magst Du Recht haben - da sind die Citaro's ja ganz gut vertreten. Aber geh' 'mal in die nicht stadtmittig gelegenen Stadtteile - da sind Citaros noch lange nicht angesagt. Und da gilt dann überall: Vorne rein, hinten raus. ;)

von Christoph - am 16.01.2007 19:40

Re: Vorschlag: konVE nur auf N-Linien

konVE ist m.E. ein Konzept, mit dem man den Fahrer zusätzlichen Gefährdungen aussetzt, durch eine undankbare Aufgabe, die nicht zu seiner Haupttätigkeit - dem Fahren von Bussen und Straßenbahnen - gehört. Zur Fahrkartenkontrolle gibt es die BST - womöglich weht daher auch der Wind: Der Fahrer ist natürlich günstiger.
Davon abgesehen: Wie realisiert man das im GT8N1, der auf einigen Kursen der N! eingesetzt wird?
Und: Was passiert, wenn man beim Fahrer das Ticket vorzeigen möchte, aber mit der BOB-Karte zahlen möchte? Meines Wissens geht das nur an den Terminals - nicht beim Fahrer.
Gruß, JK

von Jonas Krok - am 17.01.2007 10:18

Re: Vorschlag: konVE nur auf N-Linien

Sorry, mein Vorschlag bezog sich nur auf Nachtbusse, das habe ich aber nicht explizit geschrieben. In den Straßenbahnen ist sowas noch schwerer durchzusetzen und meines Erachtens gibt es auch keine deutsche Stadt, in der man in der Straßenbahn vorne einsteigen + Fahrschein vorzeigen muss (oder?). Der Sicherheitsaspekt ist natürlich nicht unerheblich, da gebe ich dir recht. Insofern merk ich gerade selber, dass in Bremen lieber alles so bleiben sollte, wie es ist :) .

von MartinB. - am 17.01.2007 14:27

Re: Vorschlag: konVE nur auf N-Linien

Bei allen Bus-Nachtlinien vorne einsteigen finde ich gut. Ich bin der Meinung, daß man bei den Zweiachsbuslinien dieses auch den ganzen Tag machen sollte.

von Andreas Arfmann - am 17.01.2007 19:08

konVE auf Zwei-Achs Linien

Hallo,
Ich finde es nicht gut wenn man bei Zwei-Achs Bussen vorne einsteigen muss.Manchmal wird es so voll , dass man sogar keinen Stehplatz mehr bekommt.Und bei Regen... stehen doch nicht ~10 Personen vorne vor der Tür!Ausserdem brauchen die Fahrer viel Zeit um auf die Tickets hinzuschauen.Die Fahrzit wäre bestimmt um ~10 Minuten gestiegen.


Tschüß

von BS&AG - am 17.01.2007 20:23
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