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Alte Videokameras

Startbeitrag von Lahnwelle am 07.05.2012 17:51

Kennt jemand von euch noch die alten Videokameras für den Heimgebrauch, die keinen eingebauten Recorder hatten, sondern nur in Verbindung mit einem (auch mobil zu betreibenden) Videorecorder benutzt werden konnten? Diese Videokameras hatten nicht einmal eine eigene Stromversorgung, sondern wurden über einen DIN-Stecker vom Videorecorder mit Strom versorgt. Es gab handliche Videorecorder (ohne Tuner, der noch einmal in einem Extragerät untergebracht war!), die konnte man mit Akku betreiben. Wollte man also bis ca. Mitte der 80er, bevor die ersten richtigen Camcorder aufgekommen sind, mobil filmen, mußte man Kamera und Videorecorder mit sich herumschleppen.

Hier gibt es ein paar Bilder dazu zu sehen:

http://www.tv-kult.com/forum/index.php?page=Thread&threadID=8119

Antworten:

Ich habe zwei solche Kameras hier liegen - allerdings aus noch früherer zeit, nämlich aus der zeit, wo es noch keine VHS-Recorder gab (noch nicht mal Betamax).
Einen zugehörigen Recoder (mit offenen Spulen, aber schon tragbar zum Umhängen, wenn auch sauschwer) habe ich ebenfalls noch, und der ganze Kram läuft sogar noch, obwohl das alles 40 (!) Jahre alt ist inzwischen.
Die Kameras konnte man auch später für VHS-Recoder verwenden, die Stecker sind identisch. Eine Kamera macht sogar schon Farbe, jedoch kann der Recorder nur S/W aufnehmen.

Außerdem habe ich noch zwei frühe VHS-Camcorder. Die machen beide, obwohl man es eigentlich nicht erwarten würde, ein erstaunlich gutes Bild (auch die ältere noch, die noch eine Aufnahmeröhre hat statt einem CCD).
Besser als die späteren VHS-C Geräte oder Video 8.

von WiehengeBIERge - am 07.05.2012 18:09
cool ich habe eine von sony sogar für die ich wohl keine casetten mehr bekommen werde :-( macht aber einwandfreie aufnahmen, schade eigentlich

von Rheinländer - am 07.05.2012 18:35
Kann es sein, daß die Camcorder, die es Anfang der 90er so zu kaufen gab (wahrscheinlich noch mit die ersten, die einen CCD statt Aufnahmeröhren hatten) nicht die volle CCIR-Auflösung konnten?

Das ganze sah nämlich immer sehr nach einem hochskaliertem Bild aus, so als hätte der CCD nur VCD-Auflösung. Möglicherweise auch NTSC-Auflösung (also 480 Zeilen), die dann auf 576 Zeilen hochskaliert wurden.

von Kay B - am 07.05.2012 18:37
Die Dinger kenne ich auch noch aus meiner Jugend. 1978 kam so ein Teil sogar bei Loriot zu Fernseh-Ehren. "Läuft das Band?" ;)

[attachment 122 loriot_videokamera_1978.jpg]

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 07.05.2012 18:44
Zitat
Kay B
Kann es sein, daß die Camcorder, die es Anfang der 90er so zu kaufen gab (wahrscheinlich noch mit die ersten, die einen CCD statt Aufnahmeröhren hatten) nicht die volle CCIR-Auflösung konnten?

Das ganze sah nämlich immer sehr nach einem hochskaliertem Bild aus, so als hätte der CCD nur VCD-Auflösung. Möglicherweise auch NTSC-Auflösung (also 480 Zeilen), die dann auf 576 Zeilen hochskaliert wurden.

Meine Vermutung dazu hatte ich dir doch mal (vor Jahren) in diesem Forum (?) geschreiben. Du musst auf jeden Fall bei analogem Video von der Vorstellung einer "Auflösung" in Pixel mal Pixel weg.
Es gibt nur eine festgelegte Zahl von Zeilen. Die wird die Kamera auch afnhemen und nicht interpolieren. Das Signal kann im Verlauf in einer Zeile theoretisch jeden beliebigen Wert annehmen (halt Analog). Wieviel Information man in einer Zeile unterbringt, hängt dabei vom Timing ab (und wieviel maximal davon dargestellt werden kann, hängt von der Bildröhre ab). Deswegen kann man ja auch die SVCD-Auflösung, die ja, wenn sie Pixel x Pixel dargestellt würde ein "Hochkant"-Bild wäre, am TV dennoch in 4 :3 sehen, weil eben die Zeilen entsprechend getimed werden, so dass genau die 420 Pixel in eine Zeile geschrieben werden, auch wenn die technische Auflösung des Bildschirmes höher ist.Ein Pixel aus dem Bildsignal ist eben dann nicht gleich mit einem Bildpunkt der Bildröhre.
Meine Vermutung bei den schlechten Kamerabildern ist (was du als "VCD-Auflösung" beschreibst), dass genau in diesem bereich (Timing) getrickst wurde, aber nicht zuletzt auch viel Qualität einfach aufgrund billiger Objektive verloren geht.

Übrigens habe ich eine CCD Kamera aus 1985 oder 86, also da würden die so langsam aber sicher schon üblich. Allerdings habe ich auch noch eine Röhrenkamera aus etwa 1984...

von WiehengeBIERge - am 07.05.2012 19:27
Interessant finde ich auch, daß die Videokameras der 70er und 80er Jahre von der Optik her häufig noch an Super-8-Kameras orientiert waren, insbesondere der Tragegriff an der Unterseite. Erst bei den Camcordern ging man dazu über, einen Griff an der Seite zu montieren, was natürlich bei den großen VHS-Schulterkameras auch nicht anders ging.

von Lahnwelle - am 07.05.2012 20:39
@ WiehengeBIERge

Zitat

Du musst auf jeden Fall bei analogem Video von der Vorstellung einer "Auflösung" in Pixel mal Pixel weg.


Deswegen hatte ich ja auch Zeilen geschrieben.

Klar kann man das nicht in Pixel ausdrücken, aber die Zeilenzahl und damit die vertikale Auflösung ist fest. Mit der horizontalen Auflösung kann man dann spielen und tricksen.

Bei den Camcorderaufnahmen aus den 90ern, die ich bisher so gesehen habe, ist aber die vertikale Auflösung auch schlecht. Deswegen glaube ich fast, daß man damals CCDs mit 288 Zeilen verbaut hatte, bei denen jede Zeile doppelt ausgelesen wurde um auf die 576 Zeilen (bzw. 625 Zeilen mit Austastlücke) zu kommen.

von Kay B - am 08.05.2012 05:47
Zitat

Deswegen hatte ich ja auch Zeilen geschrieben.

Klar kann man das nicht in Pixel ausdrücken, aber die Zeilenzahl und damit die vertikale Auflösung ist fest.

Ist eigentlich auch nicht ganz richtig.
Die Zeilenzahl des Wiedergabegerätes und des "Übertragungskanals" ist fest. Die des Bildgebers (CCD in diesem Falle) zwar auch, jedoch ist diese nicht an die Zeilenzahl des Übertragungskanals gebunden oder gekoppelt.
Da sitzt ja noch eine Elektronik hinter, die das Bild des CCDs ausliest und normgerecht in das FBAS-Signal "schreibt". Dabei wird dann ja eben das Timing beim auslesen auch so angepasst, dass eben eine Zeile des CCDs genau in eine Zeile des Videosignals geschrieben wird, egal, wieviele Punkte der CCD nun pro Zeile hat.
Natürlich könnte man auch da beim Auslesen der Zeilen ebenfalls eine kleinere Anzahl Zeilen auf das FBAS-Signal anpassen. Ich glaube aber nicht, dass man wirklich immer beides gemacht hat. Vielleicht bei ganz wenigen richtig schlechten Kameras.
Es muss ja auch nicht so sein, dass der CCD gleich nur die Hälfte der Zeilen hat. es gehen ja auch genau so gut größere Werte. Mit 288 wäre das Bild nämlich schon richtig schlecht, und dann noch mal auf VHS aufgenommen...
Die richtige Zeilenzahl für das Signal erzeugt ja erst die Ausleseelekronik, die das Signal vom CCD in die Form des Videosignals umwandelt. Es geht übrigens auch umgekehrt, also dass der CCD mehr Bildpunkte hat als das Videosignal übertragen bzw. der TV darstellen kann.

Übrigens so am Rande: eine VCD ist qualitativ schlechter als eine VHS Aufnahme, wenn man es von der "Auflösung" her betrachtet. Allerdings kann man beides auch gerade deshalb schwer vergleichen...

von WiehengeBIERge - am 08.05.2012 16:32
Zitat
Lahnwelle
Erst bei den Camcordern ging man dazu über, einen Griff an der Seite zu montieren, was natürlich bei den großen VHS-Schulterkameras auch nicht anders ging.

Nein, sowas war bereits bei Filmkameras lange Zeit vorher üblich, als an handliche elektronische Kameras bzw. portable Rekorder/Sender noch nicht zu denken war.

von Radio_DDR - am 08.05.2012 17:18
Aber das waren dann 16-mm-Kameras, oder? Zumindest die Super-8-Kameras kenne ich nur mit Faustgriff.

von Lahnwelle - am 08.05.2012 17:23
@ WiehengeBIERge

Zitat

Die richtige Zeilenzahl für das Signal erzeugt ja erst die Ausleseelekronik, die das Signal vom CCD in die Form des Videosignals umwandelt. Es geht übrigens auch umgekehrt, also dass der CCD mehr Bildpunkte hat als das Videosignal übertragen bzw. der TV darstellen kann.


Wenn der CCD aber mehr oder weniger Zeilen als die Zeilen des FBAS-Signals hat, dann erhöht das aber den Aufwand der Elektronik dahinter, da interpoliert werden muß (was zudem noch das Bild verschlechtert).

Da wäre es doch technisch einfacher (und qualitativ besser), wenn der CCD die gleiche Zeilenzahl hätte wie die (sichtbaren) Zeilen des FBAS-Signals haben (also 576 Zeilen bei CCIR).

Oder eben 288 Zeilen um jede Zeile zwei Mal auszulesen (statt Zeilen miteinander verrechnen zu müssen).

von Kay B - am 08.05.2012 18:28
Zitat

Wenn der CCD aber mehr oder weniger Zeilen als die Zeilen des FBAS-Signals hat, dann erhöht das aber den Aufwand der Elektronik dahinter, da interpoliert werden muß (was zudem noch das Bild verschlechtert).

Genau darum meine ich ja, dass man das in der Regel nicht so gemacht hat (auch nicht 288 Zeilen doppelt auslesen, das ist ähnlich aufwendig...).

von WiehengeBIERge - am 08.05.2012 18:37
Zitat
Lahnwelle
Aber das waren dann 16-mm-Kameras, oder? Zumindest die Super-8-Kameras kenne ich nur mit Faustgriff.

Ja, allerdings. Ich selber nutze jedoch größtenteils ein Stativ.

von Radio_DDR - am 08.05.2012 19:52
Eine Spielzeug-Kamera, die auf normalen Audiokassetten aufnimmt :eek: :


https://www.youtube.com/watch?v=TCXJ5twf5tM

- 3,5 Minuten Aufnahmezeit (die Kassette läuft mit wesentlich höherer Geschwindigkeit als normal)
- Nur Schwarzweiss
- Auflösung 120 * 90 "Pixel" ( :eek: )
- 15 Bilder pro Sekunde
- extremer Betterieverbrauch


Also ein Gerät, dass selbst damals schon quasi nicht benutzbar war :joke:

von WiehengeBIERge - am 26.02.2017 08:42
Welches Ziel verfolgte der Erfinder damit? Das fällt doch klar in die Rubrik "Dinge, die die Welt nicht braucht"!

von PowerAM - am 26.02.2017 09:17
Spielzeugkamera für Kinder.

von WiehengeBIERge - am 26.02.2017 10:15
Oh je... :sagnix:

von PowerAM - am 26.02.2017 11:34
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