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Der deutsche Wohlstand und die drohende Olympia-Pleite

Startbeitrag von Wiesbadener am 31.07.2012 09:32

Die einstige Sport-Großmacht Deutschland geht bei den Olympischen Spielen im wahrsten Sinne des Wortes baden: Eine Medaillenhoffnung nach der anderen versagt. Lutz Buschkow, der Leistungssportdirektor des Deutschen Schwimm-Verbandes vermutet nun grundsätzliche Probleme in der deutschen Gesellschaft: „Wir leben in einer Wohlstandsgesellschaft. Vielleicht ist die soziale Motivation, der unbedingte Wille zum Erfolg da nicht mehr so vorhanden.“ Auch heute früh scheiterten die deutschen Schwimmer wieder kläglich im Vorlauf. Was sagt ihr zum bisherigen Abschneiden der Deutschen: Ist es wirklich unser Wohlstand, der Erfolge bei der Olympiade ausbleiben lässt.

Antworten:

Naja. Gerade beim Schwimmen könnte eher die Ehrlichkeit der deutschen Schwimmer das Problem sein. Gegen chinesische Schwimm-Cyborgs haben die keine Chance.

von Bolivar diGriz - am 31.07.2012 09:37
Für mich sind das so unwichtige Themen, Olympia ist in erster Linie ein sportlicher Wettkampf der Athleten - und meiner Meinung nach nicht der Länder!

Wer bei Olympia gewinnt oder nicht, das hat keinerlei Auswirkung auf das Leben der Leute im Land - das gleiche gilt für die ganzen WM's und EM's. Im Vordergrund sollte der Spaß und die Freude stehen, auch im Spitzensport. Leider erwartet die Bevölkerung des Landes immer "Höchstleistunen" von den Sportlern und setzt sie damit mächtig unter Druck. Ähnliches sehe ich immer wieder bei Österreich im Wintersport. Kaum eine etwas schwächere Woche sind die Medien voll mit "Was ist los?" und "Katstrophe".

Hallo? Das ist Nur Sport! Hierbei gibt es keine Auswirkungen auf unser tägliches Leben, im Supermarkt gibt's trotzdem genug Auswahl, die Arbeit ist auch nicht gefährdet. Und trotzdem machen die Medien den "Sport" zum zentralen Thema.

Ich würde mir mehr sorgen vor der "drohenden Griechenland-Pleite" machen als vor einer "Olympia-Pleite".

Wir haben wirklich größere Probleme als ständig sich darüber aufzuregen, wenn mal einmal nicht Medaillien gemacht werden! Spitzensport ist meiner Meinung vollkommen überbewertet.

von RTL 102.5 Fan - am 31.07.2012 09:41
Na, wir haben doch schon eine Silbermedaille geholt ^^ Dabei sein ist alles :D
Platz 21 ist auch schon ne Verbesserung. Da fällt Nordkorea auf Platz 4 nicht mehr so sehr ins Gewicht.

von Scrat - am 31.07.2012 09:43
> Leider erwartet die Bevölkerung des Landes immer "Höchstleistunen" von den Sportlern

wieso die Bevölkerung? Allerhöchstens irgendwelche dubiosen Medien.
Und irgendwelche Verbandsfunktionäre, die daraus ihre Daseinsberechtigung ziehen!
Für manche Politiker sind die Medaillen auch noch ganz praktisch, um sich in deren Glanz zu sonnen - falls mal grad keine Kleinkinder zur Hand sind...
Mir persönlich geht das alles sowas von am A... vorbei!

von iro - am 31.07.2012 10:07
Was ein Unsinn.
Wir sollten froh sein, dass wir in einem Land leben, wo

- Nur Leistungssportler wird, wer das auch will, und nicht nach Erkennung einer Begabung in staatlichen Aufzuchtprogrammen (pardon) dazu gezwungen wird (es sei denn, Eltern wollen es unbedingt - durchaus ein Problem...)
- Der Staat es nicht nötig hat, seine ideologische Überlegenheit gegenüber dem "Feind" durch sportliche Triumphe unter Beweis zu stellen (war mal anders)
- Niemand mangels anderer Möglichkeiten, seinen Lebensunterhalt zu verdienen, die Flucht in den Leistungssport antreten muss (wo dann die meisten erst mal auf der Strecke bzw im Slum bleiben)
- Doping aktiv bekämpft wird
- Sport nicht nur als Leistungssport, sondern als gesundheitsfördernde Betätigung der Bevölkerung gesehen wird
- Die Stimmung in der Bevölkerung nicht davon abhängt, ob Sportler erfolgreich sind (Ausnahme: Fußball).

Ich für meinen Teil bin eher "Anti-Spitzensportler": Selbst von der EM habe ich nur ca. 4 Spiele im TV mitbekommen, ansonsten schaue ich mir Sport im Fernsehen nicht mehr an. Diese "Industrie" ist mir eher suspekt: Da geht es um viel Geld, entsprechend wird taktiert, getrickst und betrogen.
Sport ist für mich Spaß und Bewegung; bevorzugt an der frischen Luft und mit positiven Auswirkungen auf meine Gesundheit und mein Wohlbefinden. Sport anschauen setze ich mit Langeweile gleich - Ausnahmen sind selten, z.B. die erwähnten Länderspiele, und selbst die laufen i.d. Regel nur im Nebenher-Modus.

von DH0GHU - am 31.07.2012 10:30
Also ehrlich, mir ist das ziemlich scheißegal...

Die deutschen Verbände fördern auch fast nur Leichtatlethik und schwimmen, im zweifelsfall auch mit Importsportlern aus sonstwo...

Mich freut es eher für die unbekannten und ungeförderten Sportler und Sportarten in Deutschland die dann mal etwas Aufmerksamkeit bekommen wenn sie - während die Kader durchfallen - in wirklichen Einzelleistungen Medaillen gewinnen.

von Detektordeibel - am 31.07.2012 11:32
Solange man den Chinesen kein Doping nachweißen kann würde ich sagen haben die alles richtig gemacht.
Da muß halt hier der Sport mehr gefördert werden.
Sport besteht nunmal nicht nur aus Fußball,Formel 1 und der Tour de France...

von Robert S. - am 31.07.2012 12:47
Olympia? Ist das nicht dieses Turnier ohne Public Viewing? Ich hab' da sowas in Erinnerung..

von Mc Jack - am 31.07.2012 13:20
Olympia interessiert mich auch nicht ( mehr )
Bis auf die Kurzen Schnipsel in den Hauptnachrichten bekomme Ich dieses Event ausgespart.

von RADIO354 - am 31.07.2012 13:57
Kurzer Schnipsel, gutes Stichwort: Der gestrige Olympia-Schnipsel in den Tagesthemen war die letzte Meldung vor dem Wetterbericht...

von Mc Jack - am 31.07.2012 16:54
Eigentlich traurig daß so ein Großereigniss so ins Hinterfeld gerät...aber was wundert es....

von Robert S. - am 31.07.2012 17:44
Olümpia ist yberbewertet™. Oder so.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 31.07.2012 18:55
Olympia verfolge ich doch recht intensiv, aber die Deutschlandbrille geht mir gehörig auf den Senkel.
Geht GRoßbritannien nun unter, weil sie noch keinen Olympiasieg gelandet haben dieses Jahr???

Gibt wahrlich Wichtigeres in der heutigen Zeit als sportliche (Miss)erfolge.

von Bengelbenny - am 31.07.2012 19:00
Zitat
Mc Jack
Kurzer Schnipsel, gutes Stichwort: Der gestrige Olympia-Schnipsel in den Tagesthemen war die letzte Meldung vor dem Wetterbericht...


Für ein dermaßen durchkommerzialisiertes Großtreffen von Drogennutzern ist das eigentlich noch zu viel Aufmerksamkeit.

von Alqaszar - am 31.07.2012 19:14
Eigentlich sollte man alle Sportler mit der selben Chemiekalie unter Aufsicht zwangsdopen:D
Dann wäre die Ausgangsbasis gleich und ich hätte wieder mehr Freude am Leistungssport.

Edit: Geht mein Vorschlag zu weit?

von ross22 - am 31.07.2012 20:16
Zitat
ross22
Eigentlich sollte man alle Sportler mit der selben Chemiekalie unter Aufsicht zwangsdopen:D
Dann wäre die Ausgangsbasis gleich und ich hätte wieder mehr Freude am Leistungssport.

Edit: Geht mein Vorschlag zu weit?


Das war schon mal ( DDR )
Ich habe Früher schon immer gedacht " da stimmt was nicht ... "
Weil die DDR immer so gut dastand.

von RADIO354 - am 01.08.2012 07:31
Wie schon gesagt es gibt wichtigere Themen und wichtigere Probleme als Olympia oder eine Fußball-EM. Drum wird einfach viel zu viel Wind gemacht.

von RTL 102.5 Fan - am 01.08.2012 07:35
Hier wird Olympia, wie in ganz NL, auf dem Fuss gefolgt :spos:. Radio 1 hat ja schon dem ganze Sommer 'Sportzomer' und über den Olympia wird ganztägig berichtet. Abends laufen auf sowohl NED1 als RTL4 Talkshows zum Olympia. Selber gucke ich sehr gerne die HD Kanäle auf Astra 28,2 wo den ganzen Tag den Olympia live läuft.

Ich finde das ganze nicht überbewertet. Es ist ein großereignes das nur alle 4 Jahre im Sommer stattfindet und wo sehr viele Sportler das allerbeste von sich sehen lassen.

von Jassy - am 01.08.2012 09:25
Zitat
Jassy
Es ist ein großereignes das nur alle 4 Jahre im Sommer stattfindet und wo sehr viele Sportler das allerbeste von sich sehen lassen.


Das stimmt, obwohl ich mich nicht für Sport interessiere. Deshalb finde ich es umso nerviger, wenn in deutschen Medien die Platzierungen (mir) unbekannter Sportler präsentiert werden, weil sie ja aus Deutschland kommen. Warum kann man diesen nationalen Gedanken nicht weglassen?

von Natrium - am 01.08.2012 09:42
Zitat
MoselSaarRuwer
Zitat
Jassy
Es ist ein großereignes das nur alle 4 Jahre im Sommer stattfindet und wo sehr viele Sportler das allerbeste von sich sehen lassen.


Das stimmt, obwohl ich mich nicht für Sport interessiere. Deshalb finde ich es umso nerviger, wenn in deutschen Medien die Platzierungen (mir) unbekannter Sportler präsentiert werden, weil sie ja aus Deutschland kommen. Warum kann man diesen nationalen Gedanken nicht weglassen?


Gerade das stört mich an Olympia oder der WM/EM bei Fußball. Es zählt nicht der Sport, sondern der Nationalitätenwettkampf - dagegen hab ich nur solange nichts, sofern man nicht beginnt mit Vorurteilen oder allgemeinen Werten eines Landes umherwirft. Insbesondere wenn man verliert, dann werden von den Medien und den Leuten gerne die Menschen und das Land attackiert, gegen das man verloren hat.

So musste ich heuer während der EM auf Facebook Dinge lesen (Alle Südländer sind faul, böse Pleite-Griechen etc..) die mit dem sportlichen Wettkampf NICHTS zu tun haben.

Im Grunde wertet man seine eigene Kultur nur damit auf, indem man die weiter entfernte, nicht so vertraute schlecht macht - und das schürt Nationalismus, was eine schlimme Seuche ist.

Ich habe nichts dagegen wenn jemand zu einem Land hält und das auch sagt, aber ich habe etwas dagegen wenn man das Land "generalisiert" bzw. Vorurteile gegenüber den Land verwendet. und mit Sport verknüpft. Wenn man verliert, dann einfach wenn man schlechter ist, da sollte man es unterlassen dann seinen Frust "abzureagieren" indem man auf die Leute oder generell das andere Land geht.

Es zählt selten der sportliche Wille, oftmals dienen diese Veranstaltungen nur dazu, wieder neue Gründe zu finden, über weiter entfernte Länder sinnlos zu schimpfen bzw. um seine eigene Kultur zu stärken. Sozusagen sorgt die EM für mehr Nationalismus in Europa - von "freunschaftlichen" Spielen weit entfernt.

von RTL 102.5 Fan - am 01.08.2012 10:03
Da hier über die chinesischen Cyborgs gesprochen wurde, bin ich eben bei Sipegel-Online über diese Fotostrecke gestolpert: http://www.spiegel.de/fotostrecke/olympia-2012-chinas-junge-sportler-fotostrecke-85477.html
Das hat wenig mit sportlicher Ausbildung nach deutschen Maßstäben zu tun, das sind wahre "Kaderschmieden". Das ist militärischer Drill unter dem Vorwand des Sportes. Ist doch klar, dass man diese Kinder nur zu sportlichen Höchstleistungen heranzüchtet. Ich will nicht wissen, was mit Verlierern in China passiert...

von oli84 - am 01.08.2012 10:24
Mich wundert eigentlich, dass dieser Ersatz-Krieg namens Olympia immer noch weltweit durchgeführt wird.

von PhanTomAs - am 01.08.2012 11:21
Zitat
oli84
Da hier über die chinesischen Cyborgs gesprochen wurde, bin ich eben bei Sipegel-Online über diese Fotostrecke gestolpert: http://www.spiegel.de/fotostrecke/olympia-2012-chinas-junge-sportler-fotostrecke-85477.html
Das hat wenig mit sportlicher Ausbildung nach deutschen Maßstäben zu tun, das sind wahre "Kaderschmieden". Das ist militärischer Drill unter dem Vorwand des Sportes. Ist doch klar, dass man diese Kinder nur zu sportlichen Höchstleistungen heranzüchtet. Ich will nicht wissen, was mit Verlierern in China passiert...


Die Züchtung der Olympiasieger in China ist schlimmer als das was früher im Ostblock geschah. Das sind keine Kinder mehr, das ist Vieh im Dienste der politischen Propaganda dem das Menschsein und die Kindheit genommen wird auf dem Weg zur sportlichen Großmacht Nummer Eins.

Und was das Abschneiden der Deutschen angeht ist es wieder mal typisch: Vor zwei Tagen noch die Häme, dass man im Medaillienspiegel weit hinter den Supersportmachten Kasachstan, Asrebaidschan und Katar liege, und jetzt nach acht Medaillen ist das alles vergessen.

von Wiesbadener - am 01.08.2012 13:01
Lief heute doch ganz gut... :spos:

von PowerAM - am 01.08.2012 13:06
Siehe da, kaum gibt es Medaillen fuer unsere Athleten, ist Olympia der Aufmacher bei den Tagesthemen.
Wie unerwartet. :)

von Mc Jack - am 01.08.2012 20:59
Nach über einer Woche kann man sagen: Großbritannien Daumen hoch, Deutschland Daumen runter. Eine Medaillenhoffnung nach der anderen platzt. Na ja, der Druck in den Medien ist halt nirgendwo höher als hierzulande, die Athleten verkrampfen und zeigen bei weitem nicht ihre Leistung. Hätte es nicht das kleine Zwischenhoch in der vergangenen Woche gegeben, hätte die "BLÖD"-Zeitung bestimmt schon getitelt: "IHR VERLIERER, SCHÄMT EUCH" mit Fotos der größten Olympia-Looser.

Aber ich finde es gut, dass die Deutschen nicht erfolgreicher sind, weil viele immer noch den Sport als Revanche für verlorerene Weltkriege ansehen. Wie rutschte es einem ARD-Kommentator nach dem deutschen Sieg beim Reiten raus: "Seit 2008 wird zurück geritten". Nicht die erste Nazi-Anspielung eines Sportkommentators.

von Wiesbadener - am 07.08.2012 12:39
Am Druck liegt das nicht, der ist woanders noch weit höher als bei uns, gerade in den USA oder China. Auch die Briten haben doch sehr hohe Erwartungen gehabt, die aber nun erfüllt werden, übererfüllt kann man sagen.
Das liegt eher an einer verfehlten Sportförderung im Leichtathletik/ Schwimmbereich in Deutschland. Da hat man gerade in England ne Menge Geld in die Hand genommen.
Übrigens die nationale Brille ist überall dick vorhanden, gerade auch in Großbritannien, man muss nur die BBC schauen, die kommen aus "Rule Britannia" gar nicht mehr heraus, NBC zeigt auch fast nur US Athleten. Das ist kein dt. Phänomen.

von Terranus - am 07.08.2012 19:33
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