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Schrecklich, Straßenlampen und Laternen bei uns nur noch alle Gelb

Startbeitrag von Powerplay Hirschau am 29.10.2012 19:28

Hallo Leute, mich regt das auf, in meiner Umgebung würden alle Straßenleuchten mit vorher HQL 80 und 125W sowie HQI-E mit 70, 100 und 150W als Leuchtmittel, gegen Natriumdampflampen als Leuchtmittel umgerüstet und ich sehe somit fast nix mehr (erkenne vieles nicht mehr)! :-(
.
In Rathaus sagte man mir, das die neuen Leuchtmittel laut EU weniger Strom verbrauchen, man besser gesehen wird von andern und keine Insekten angelockt werden und das HQL 2015 verboten sei, da die Technik veraltet sei ...

zum Thema, weniger Stromverbrauch

Bei denn Straßenbeleuchtung mit ehemalig 80W HQL, Leuchten jetzt NA-Leuchten mit 70W, somit 10W weniger Leistungsaufnahme und somit auch weniger Elektrische Energy verbrauch, somit wirtschaftlicher...
doch jetzt kommt der Hagen, bei den HQL mit 125W leuchten jetzt NA mit 175 Watt und somit 50W mehr Leistungsaufnahme und somit Hörern (strom-)verbrauch...
Bei denn HQI-E mit 70watt, leuchten jetzt NA 70W, vergleicht man aber die Lumenzahl, dann waren die HQI wirtschaftlicher...

Somit bleiben die Stromkosten die selben, wenn icht sogar höher oder was meint ihr?

zum Thema „besser sehen“

Ich sehe denn ganzen Straßenzug nur noch gelb und alle andern Farben erscheinen mir grau, ich sehe mit diesem licht im Auto schlechter und erkenne kaum noch was!
Menschen erscheinen mir schwarz und somit mal fast einen übersehen!

Geht es euch da genauso?, oder hab ich eine Farbschwäche?

Die 50 interessantesten Antworten:

Zitat
WiehengeBIERge
Ich dachte, nur bestimmte Straßentypen und Kreuzungen dürfen Gelb beleuchtet werden? Ist zumindest bei uns so.


bei uns leuchten jetzt jedes Dorf und Stadt alle Lampen in Gelb, vorher haben die schön weißblau (HQL) und weißgrün (HQI-E) geleuchtet!
Bei denn Gelbton (NA) bekommt man echt Augenkrebs und erkennt fast nix mehr.... :angry:

von Powerplay Hirschau - am 29.10.2012 20:02
@ Powerplay Hirschau

Zitat

In Rathaus sagte man mir, das die neuen Leuchtmittel laut EU weniger Strom verbrauchen (...) und keine Insekten angelockt werden (...)


Und genau damit haben sie auch Recht!

In den späten 80er Jahren (also noch zu DDR-Zeiten) machte man sich hier die Mühe, alle Straßenlampen abzunehmen, die Vorschaltgeräte auszutauschen und die Leuchtmittel von Quecksilberdampflampen auf Natriumdampflampen umzurüsten. Und die DDR war ja bekanntlich alles andere als ein Öko-Land!

Gut 5 Jahre später kam dann die "Dorferneuerung", d.h. die Straßen wurden saniert und für die Beleuchtung wurden Laternen mit eigenen Masten aufgebaut. Diesmal wieder mit Quecksilberdampflampen, weil sie wohl in der Anschaffung billiger waren. :rolleyes:

Da diese Laternenmaste kleiner als die Stromleitungsmasten, an denen die alten DDR-Lampen nach über 20 Jahren übrigens immer noch ungenutzt hängen, sind, wurden sie in geringeren Abständen aufgebaut. Somit steht so ein Ding auch hier direkt vorm Haus. Im Sommer kann man schön beobachten, wie haufenweise Insekten um die helle Halbkugel umherkreisen.

Und da die Lampen von 1 bis 5 Uhr nachts außer Betrieb sind (irgendwie hatte man wohl eingesehen, daß eine Beleuchtung mit Quecksilberdampflampen die ganze Nacht durch nicht billig ist), sollte man es tunlichst unterlassen, bei offenem Fenster in dieser Zeit das Licht anzumachen, wenn man diesen Insektenschwarm nicht im Zimmer haben will.

von Kay B - am 30.10.2012 05:41
In meinem Heimatort (Wallerfangen) funzeln fast überall noch Neonröhren in den Straßenlaternen. Die Straßenlaternen sind schon ur-alt und werden demnächst erneuert. Das stand vor ein paar Wochen erst im Amtsblatt. Diese alten Teile sind ja auch alles andere als hell. Wenn es mal etwas nebelig ist sieht man schön das sie nur direkt vor der Lampe eine Leuchtkugel projizieren. Nach einem viertel des Weges nach unten zur Straße lässt die Leuchtkraft schon extrem nach. Jetzt sollen hier auch diese Leuchten mit dem gelben Licht zum Einsatz kommen. Die Leuchtmittel sollen länger halten und weniger Strom verbrauchen bei gleicher Helligkeit. Da bin ich mal gespannt. Außerdem soll das gelbe Licht bei Regen, Schnee und Nebel deutlich weniger blenden. An Straßenkreuzungen stehen jetzt schon diese gelben Leuchten. LED Lampen mit eingebauter Solarzelle standen laut dem Bericht im Amtsblatt auch zur Auswahl. Diese seien aber extrem teuer gewesen und es hätte sehr sehr lange gedauert bis sie diesen Preis über die Stromersparnis wieder eingespielt hätten. Außerdem hätten sich diese Leuchten im Nachbarort als nicht sehr zuverlässig erwiesen. Damit wurde auf die Saarwellinger Straße in Saarlouis angespielt. Diese Straße hatte man im Frühjahr 2011 mit diesen Solar LED Leuchten ausgestattet. Im "Wochenspiegel" stand mal ein Artikel in dem geschrieben wurde das die Stadt mit dieser Anschaffung nicht glücklich sei. Defekte LEDs und vor allem defekte Akkus seien nach dem ersten harten Winter bereits an der Tagesordnung.

von Spacelab - am 30.10.2012 10:49
Zitat
Spacelab
Defekte LEDs ... seien nach dem ersten harten Winter bereits an der Tagesordnung.


Hm. Was verbauen die da? Ich habe schon über 100 defekte Dioden erlebt, aber noch keine LED. Du? Die Schwankungen der Außentemperaturen von -20 ... +35°C können's nicht sein. Die LEDs der millionen Autoradios halten das und noch mehr aus. Spricht dafür, dass diese Sonder-LED auf hohe Lichtausbeute und weniger auf Haltbarkeit gezüchtet wurde. Return to manufacturer.

von Erich Hoinicke - am 30.10.2012 11:27
Hier in MG sind ebenfalls so gut wie alle Straßenlampen auf HPS umgerüstet worden, bei mir in der Straße,
sowie einigen Seitenstraßen wurden auch die Lampenköpfe mit ausgetauscht, die alten Leuchtstoffröhren
waren sowas von dunkel, die Straßenbeleuchtung war dadurch nahezu unbrauchbar. Die probehalber über der Bushalte montierten HQL-Köpfe
waren auch nicht besser, danach bekamen alle Peitschenlampen die bekannten HPS-Köpfe, jetzt ist es hell genug.

Zitat
Powerplay Hirschau
gegen Natriumdampflampen als Leuchtmittel umgerüstet und ich sehe somit fast nix mehr (erkenne vieles nicht mehr)! :-(

Ich muß sagen, die Erkennbarkeit von Personen und Gegenständen ist deutlich besser geworden, speziell
auf der Durchgangsstraße (die Leuchtstofflampen waren extrem schlecht), ich persönlich empfinde das
orange Licht auch für diesen Zweck als deutlich angenehmer, auch weil merklich blendfreier.
Was im übrigen auch der Grund für das gelbe Autolicht in Frankreich war.

Leider hat man bei der Umrüstung nicht gleich Nägel mit Köpfen gemacht und auf LPS
(Niederdrucknatriumdampflampen) umgerüstet, der Wirkungsgrad dieser Lampen ist noch ein gutes
Stück besser, man kann bei gleicher Helligkeit mit der Leistung nochmal um 1/3 runtergehen.
Dafür ist das Licht noch oranger (Natriumlinie), was mich aber bei der Straßenbeleuchtung nicht wirklich stört,
dafür aber den Astronomen noch mehr entgegenkommt, da sich die dünne Natriumlinie leichter ausfiltern läßt.
Zudem sind LPS-Lampen Quecksilberfrei, HPS-Lampen brauchen Quecksilber auch zum Start, dafür ist
ein geringer Weißanteil beim Betrieb vorhanden. Eine Begründung für die Umrüstung war aber das
Quecksilber in den HQL-Lampen.

von Nohab - am 30.10.2012 11:59
Bei uns ist in den ganzen kleineren Straßen auch die Beleuchting die ganze Nacht an. Nur auf der Hauptstraße wird jede zweite Laterne um 1 Uhr ausgeschaltet.

Ich bin gerade im Halbdunkeln durch Dillingen gefahren. Dort nutzt man auch nur noch diese gelbe Beleuchtung und ich finde diese gar nicht schlecht. Vor allem bei dem Regen hier blenden die Lampen deutlich weniger als die weißen Laternen.

von Spacelab - am 30.10.2012 16:44
Zitat
_Yoshi_
Die EU will das die HQL Lampen verschwinden wegen dem Quecksilbergehalt aber die Energie Sparlampen im privaten Haushalten wurde mit Gewalt eingeführt obwohl diese ebenfalls Quecksilber enthält.

Da weiß man gar nicht was in den Köpfen der EU vorgeht.


wobei diese High Pressure Sodium Lampen [HPS] Natriumdampflampe auch Quecksilber enthalten!

Laut EU werden 2015 HQL-Leuchten verboten, da diese zu verschwenderisch [zu viel Strom verbrauchen] und der Glühbirne gleich kommt :rolleyes: , nicht aber wegen dem Quecksilber

ich persönlich hätte auf HQI-E mit 70Watt umgerüstet. 1X 70Watt HQI-E ersetzen gut und gerne 2X 80W HQL bzw. 1X 125W HQL ;)

Leuchtstoffrohren und EnergySparLampen sind im Winter als Straßenbeleuchtung ungeeignet, da die weniger Helligkeit abgeben je kälter es ist und auch so überhaupt kein Licht bringen... :sneg:

In Parkstein, Kohlberg, Weiden sind überall nur noch Natriumdampflampen anzutreffen und eine leuchtet gereckt in mein Zimmer, das finde ich nervend, als da noch HQL drin wahren, fand ich es allerdings das nicht so schlimm, da das Weiße licht warscheinlich dem Mond gleich Kamm.

Was mich immer wieder bei sollen Umrüstungen allegemin ärgert, ist das man nicht Stufenweise umrüstet, sondern alles auf einmal und die noch guten HQL leuchten auf denn Sondermüllladen und somit umsonst produziert würden sind.
Nicht nur das die Lampen auch mal geld gekostet haben im Einkauf, auch Rohstoffe würden somit Unnötigerweise verbraucht und gebraucht für die Lampen und dann werden die Lampen weggeworfen, für mich alles andre als Umweltschutz!

Genauso mit denn Atomkraftwerken, da muss auch erst ein Datum festgelegt werden, wo dann alle abschalten... und was ist mit denn Brennstäben wo noch Energy raus geholt werden kann [könnte], die kommen dann fast unverbraucht auf denn Sondermüll. tztztz
Dabei wäre es doch ganz einfach, die Atomkraftwerke wo die Brennstäbe zu ende gehen, schalten ab und die andern laufen noch weiter, bis auch die ihre Brennstäbe verbraucht haben usw...
und nicht so wie bei uns in Deutschland immer mit festgelegten Datum, wo dann bei meisten Atomkraftwerken noch kurz davor, neue Brennstäbe einbauen werden und dann nach 1 Jahr abschalten und dann alles auf denn Müll kommt... [ich sag nur Ressourcen Bewahrung und volle Ausnutzung]

von Kohlberger91 - am 30.10.2012 17:11
Das Hoch- und Runterfahren von AKWen ist eine heikle Operation, bei der die groessten Risiken bestehen, dass etwas schief geht. Ich stehe dem vorzeitigen Abschalten und der Nichtausnutzung der darin steckenden Energiemengen ebenso ablehnend gegenueber. Die 125 W-HQL waren bei uns flaechendeckend im Einsatz, auf Haupt- wie auch auf Nebenstrassen. Die Hauptstrasse, eine Bundesstrasse, wurde irgendwann auf dieses Orangelicht umgebaut, man behielt aber die alten Leuchtenmodelle aus DDR-Zeiten bei. Was kaputt gegangen ist, das wird weiterhin repariert. Nebenstrassen bekamen, sofern man sie saniert hatte und neue Strassenlaternen auf die Anwohner umlegen konnte, auch schrittweise auf Orangelicht umgebaut. Ab 22 Uhr gehen auf Nebenstrassen zwei von drei Laternen aus, auf der Hauptstrasse jede zweite. Kreuzungsbereiche, Bahnuebergaenge und Fussgaengerueberwege werden die ganze Nacht ueber komplett ausgeleuchtet. In meinem Wohngebiet wurden die kaputten Laternen durch neue orange Modelle ersetzt, wir haben also eine Mischbestueckung mit neuen orangen und alten weissen Leuchten.

Anmerken moechte ich noch, dass sich eigentlich jedes einigermassen moderne Strassenlaternenmodell mit nachruestbaren Blenden ausstatten laesst, um direkt in benachbarte Fenster scheinendes Sicht abzuschirmen. Die Lichtabstrahlung im gewuenschten Bereich wird dadurch wenig beeintraechtigt. Bei Blendung durch Strassenlaternen sollte man sich an den Eigentuemer wenden und die Nachruestung einer Abblendung erbitten.

von PowerAM - am 30.10.2012 17:56
Zitat
PowerAM
Die 125 W-HQL waren bei uns flaechendeckend im Einsatz, auf Haupt- wie auch auf Nebenstrassen.


also bei uns in Bayern waren 80W HQL von osram drin, das weiß ich 1000%
hab zu lehrzeiten [bei der kabelbautrupe] defk. StraßenLeuchten der Stadt Weiden austauschen dürfen und das waren 80W HQL von Osram. ;)
Die firma wo ich gelehrt habe, macht die ganzen anfallen Elektroarbeiten der Stadt ;)

von Kohlberger91 - am 30.10.2012 18:41
Wenn die Straßenlampen wenigstens ihrem Namen gerecht würden und die Straße und nichts als die Straße beleuchten würden. Aber viele Bautypen beleuchten eher die Umgebung.

Ich hab hier vor dem Haus eine stehen, die leider die ganze Nacht leuchtet, und das obwohl ich hier das letzte Haus vorm Wald bin (zum Glück ist das noch eine altersschwache bläulich weiße, und keine dieser orangefarbenen).

Überhaupt ist es sowieso ein Rätsel mir, wieso in so kleinen 1000-Seelen-Käffern wie meinem hier jede zweite Lampe nachts durchleuchtet. Hier ist tote Hose nach spätestens 23 Uhr. Und außerdem sind LED-Taschenlampen doch für jeden erschwinglich.

Irgendwann schreib ich mal einen Beschwerdebrief an meine Gemeinde. "Nieder mit der Lichtverschmutzung!"

von PhanTomAs - am 30.10.2012 20:47
Interessant ist auch diese Seite:
http://www.ddr-strassenleuchten.de

...Und ich muß mich gleich selbst korrigieren. In der DDR gab es offensichtlich doch Straßenlampen mit Leuchtstoffröhren:
http://www.ddr-strassenleuchten.de/leuchtenbetriebsmittel/strassenleuchten/zweilampig/index.htm#00000096c30a18001

In Echt habe ich diese Lampe aber im Gegensatz zu den meisten anderen Lampen auf der Seite noch nie gesehen.


Aber diese Teile hier
http://kleinanzeigen.ebay.de/anzeigen/s-anzeige/laternenleuchte,-strassenlampe,/83813793-82-2553
http://www.ngz-online.de/polopoly_fs/lampen-leuchten-suedstadt-halbkraft-1.2541278.1320433306!/httpImage/3928677639.jpg_gen/derivatives/rpoPanorama_786/3928677639.jpg
http://www.ngz-online.de/grevenbroich/nachrichten/buerger-klagen-laternen-leuchten-nicht-hell-genug-1.2541277
gab es nicht in der DDR.


Interessant aber, daß es derweil LED-Röhren
http://www.led-roehren-beleuchtung.de/sicher-auf-led-roehrenlampen-umsteigen-mit-metolight
gibt, die man anstelle der Leuchtstoffröhre einsetzen kann. Eventuell lassen sich damit auch die alten Leuchtstoffröhren-Straßenlampen umrüsten.

von Kay B - am 31.10.2012 07:50
Ich hab mittlerweile festgestellt das diese "konventionellen Vorschaltgeräte" immer seltener werden. Ich hab neulich im Baumarkt 2 neue Leuchtstoffröhren samt Fassung gekauft und beim durchstöbern des Sortiments kaum noch die alten Fassungen gefunden. Die neuen haben alle "elektrische Vorschaltgeräte ohne Starter" (Verpackungsaufdruck).

-Weniger Stromverbrauch als konventionelle Vorschaltgeräte-
-Kein austausch des Starters mehr nötig-
-Schont durch sofortiges flackerfreies Starten die Leuchtstoffröhre-
-Einfacher zu montieren da geringeres Gewicht-
-100% ruhe. Kein brummen der Fassung mehr-

Soweit der Aufdruck auf der Verpackung. Ich bin mal gespannt. Für die Kellertreppe und die Abstellkammer wird es aber auf jeden Fall reichen. Was mich nur jetzt schon stört ist die beigelegte "Tageslichtröhre" die ein Licht verströmt als hätte sie jahrelang in einer Raucherkneipe gehangen. :rolleyes: Für die Wohnstube vielleicht toll aber für den Keller hätte mir eine einfache weiße Röhre besser gefallen. Aber mein Vater wollte das ja so. :rolleyes:

von Spacelab - am 31.10.2012 08:19
Echt? Ich hab' selbst in meiner Garage "warm white" verbaut. Auf das kaltweisse Schlachthauslicht kann ich gern verzichten. Uebrigens: Die meisten Leuchtstoffroehren benoetigen auch heute noch eine gewisse Einbrennzeit, waehrend der sie sich hinsichtlich Helligkeit und Lichtfarbe noch sichtbar veraendern.

Die elektronischen Vorschaltgeraete reissen die Roehren auch in kalter Umgebung noch an, wenngleich die Helligkeitsabgabe bei tiefen Temperaturen deutlich abnimmt. Je nach Machart des EVG zuenden sie entweder flackerfrei oder sie flackern einige Male sehr schnell, bevor die Roehre angeht und auch an bleibt. Brummen kann zumindest die Drossel nicht mehr, die Roehren tun's zuweilen aber auch. Einige EVG quietschen oder pfeifen - finde ich mindestens genauso nervig. Waehrend ein ausgefallener Starter schnell getauscht und zumindest mir noch keine Drossel ausgefallen ist - zwei ausgefallene EVG hatte ich allerdings schon. Beide ueberlebten die Garantiezeit nicht. Doof nur, dass ich jeweils die komplette Leuchte wieder demontieren musste.

von PowerAM - am 31.10.2012 09:05
Für die Kellertreppe und die Abstellkammer ist es mir noch egal. Aber für den Hobbyraum käme mir so eine warm weiß Leuchte nicht an die Decke. Da brauche ich helles knall weißes Licht. Meine Mutter nannte das Licht der neuen Röhren "trübe". Mal abwarten. Vielleicht sind die Röhren auch Mist ( von "Lampi" ) und ich hätte meinen Vater doch noch energischer zu den teureren Philips drängen sollen.

Die alten Fassungen waren von Telefunken und es klebte ein Aufkleber drin mit der Aufschrift: "Nicht Funkentstört. Darf nicht in bewohntem Gebiet betrieben werden." :D Die Teile hat garantiert mein Opa "organisiert" als er noch nicht in Rente war. Wenn ich jetzt zurück rechne wie langer der Mann schon tot ist und wie lange der schon Zuhause war müssen diese Dinger gut 30 Jahre alt sein.

von Spacelab - am 31.10.2012 09:29
Macht nichts! Ich habe noch ungebrauchte Narva-Leuchtstoffroehren mit Fertigungsstempel von Mitte bis Ende der 1970er. Was damals als "cool white" beschriftet wurde, das strahlt leicht hellblau. Als "neutral" oder "universal" bezeichnete Roehren kommen heutigem "cool white" recht nah und "warm white" ist normal weisses Licht ohne groessere Blauanteile. Diese Reihe hat subjektiv die beste Farbwiedergabe, das Licht hat naemlich keine Tendenz in irgendeine Richtung.

Aber es stimmt, man vermarktet jetzt vermehrt Leuchtstoffroehren und Energiesparlampen mit deutlich in den Gelblichbereich verschobenem Lichtspektrum. Damit will man die bisherigen Verweigerer bedienen, denen diese Lichtquellen zu kalt wirkten. Klar, man versucht das Licht von Gluehlampen mehr oder weniger gut nachzubilden. Wenn's nicht vollkommen uebertrieben 'pissgelb' geworden ist, find' ich's ganz angenehm.

von PowerAM - am 31.10.2012 09:50
@ Felix II

Zitat

sowas: http://kleinanzeigen.ebay.de/anzeigen/s-anzeige/laternenleuchte,-strassenlampe,/83813793-82-2553

gab es bei der Deutschen Reichsbahn. Bei uns hier in Meißen hängen noch reichlich solcher Lampen am Bahnhof.


Das ist aber eine West-Lampe.

Oder meintest du diese Lampe
http://www.ddr-strassenleuchten.de/leuchtenbetriebsmittel/strassenleuchten/zweilampig/index.htm#00000096c30a18001
hier?

Es kann auch sein, daß die Bundesbahn nach der Wende dann noch solche Leuchten in der ehemaligen DDR installiert hatte, falls das wirklich West-Lampen in Meißen sind.

von Kay B - am 31.10.2012 16:03
Zitat
PowerAM
Aber es stimmt, man vermarktet jetzt vermehrt Leuchtstoffroehren und Energiesparlampen mit deutlich in den Gelblichbereich verschobenem Lichtspektrum. Damit will man die bisherigen Verweigerer bedienen, denen diese Lichtquellen zu kalt wirkten. Klar, man versucht das Licht von Gluehlampen mehr oder weniger gut nachzubilden. Wenn's nicht vollkommen uebertrieben 'pissgelb' geworden ist, find' ich's ganz angenehm.

Und genau dieses ekelige Pissgelb empfinde ich als völlig daneben. Zudem ist mittlerweile der Punkt erreicht, an dem Glühbirnen das weißere Licht liefern.

Zu den Bezeichnungen:
Kaltweiß, Tageslicht, Daylight: 6500k, bedeckter Himmel gegen Mittag, leicht sichtbarer Blaustich.
Cool White, Neutralweiß, Universalweiß: 4000k, Sonnenlicht gegen 10:00 Uhr
Warmweiß, Warmton deluxe: 2700k, das berüchtigte Pissgelb.
Halogenlampen liegen zwischen 3000 und 3300k.
Die 4000er habe ich hier in Betrieb, damit kann ich gut leben.

Oft findet sich auch eine 3stellige Nummer auf den Röhren:
827: Gutes Pissgelb. 840: Guter 3-Banden-Leuchtstoff mit 4000k. 865: Guter 3-Banden-Leuchtstoff mit 6500k.
940: Guter 5-Banden- oder Vollspektrum-Leuchtstoff mit 4000k, empfehlenswert, wenn gute Farbwiedergabe notwendig ist.
640: Mäßiger 3-Banden-Leuchtstoff mit 4000k, eher was für Werkstätten und Tiefgaragen.
Aber immer noch besser als das eklige ESL-Pissgelb.

@Spacelab: Wenn Tageslicht versprochen wird und das Licht erinnert an 'Raucherkneipe', dann hatte der Hersteller wohl keine passenden Röhren mehr und einfach eine 2700K-Röhre beigelegt.

von Nohab - am 31.10.2012 21:40
Nohab, vielfach wird trotz der Angabe "2700 K" richtig gelbweisses Licht angeboten. Kaltweisse 6000er oder 6500er Leuchten mag ich allenfalls im Keller oder Treppenhaus ertragen, keinesfalls aber in Wohn- bzw. Arbeitsraeumen, wenn das kaltweisse Licht dort nicht auch irgendwelche zwingenden Gruende haette. Die 4000er streuen teilweise aber recht ordentlich, zwischen annehmbaren Farbtoenen gibt es auch tonnenweise Leuchten, die entweder im UV-Bereich nicht ausreichend befiltert sind oder deren Leuchtstoff von sich aus schon zur Abgabe von sichtbarem Licht im hellblauen oder gar violetten Bereich neigen. Ehrlicher fand ich eine Baumarktserie (den Namen muesste ich mal nachlesen), die ihr "universal white" mit 4300 K angegeben haben. Die Lichtwiedergabe war fuer 'ne Werkstatt oder 'nen Arbeitsraum durchaus okay, ein abgegebener UV-Anteil fiel mir nicht stoerend auf. Die "comfort white" vom gleichen Hersteller waren mit 2600 K beschriftet und recht gelb. In Doppelleuchten mit indirekter Lichtabgabe (zur Decke hin) haben wir sie gemischt bestueckt und die Lichtabgabe fand spontan Zustimmung. Es handelt sich um den Gemeinschaftsraum eines Altentreffs.

von PowerAM - am 01.11.2012 07:08
Zitat
Rheinländer
Ich wäre froh wenn wir die total veralteten und Hässlichen Neon röhren Laternen weg bekommen würden!

Diese neueren in dem herrlichen Warmen licht finde ich viel besser, die werden bei uns auch stark gedimmt von abends 23uhr bis morgens um 6 Uhr!


Es gibt doch die LED Röhren, Leuchten diese LED Röhren hella als die alten Leuchtstoffröhren?, wenn ja, sollte man einfach das leuchtmittel duch LED Röhren tauschen, damit könnte man viel Strom einspaaren....


in Parkstein sind die Hauptstraßen blöderweiße durch Leuchtstoffröhren versorgt und der rest jetzt mit NA 70Watt [organe licht]. eine einzige HQL leuchte hat man wohl vergessen und leuchet auf das Grundschulgelände einsam und verlassen, umgeben von die NA am Straßenrand, vor sich hin :D

HQI 70W im Wechsel zu NA 70W wäre auch eine möglichkeit, dann wär nicht alles so piss orangsch

von Kohlberger91 - am 01.11.2012 08:19
Zitat
Kohlberger91

Es gibt doch die LED Röhren, Leuchten diese LED Röhren hella als die alten Leuchtstoffröhren?, wenn ja, sollte man einfach das leuchtmittel duch LED Röhren tauschen, damit könnte man viel Strom einspaaren....


Wir hatten mal eine solche zur Probe. Das "Problem" ist nur, dass das Licht nur in eine Richtung, statt wie üblich rundherum abzustrahlen. Sowas ist also nur dort brauchbar, wo das Licht gezielt in einer Richtung benötigt wird (Arbeitsplatzleuchte, Schaukastenlicht usw.). Jeder Versuch, mit matten Überfanggläsern eine Verteilung zur bewirken, kostet sehr viel Licht und macht die Sache wirkungslos.

von Radio_DDR - am 01.11.2012 21:52
Zitat
Radio_DDR
Wir hatten mal eine solche zur Probe. Das "Problem" ist nur, dass das Licht nur in eine Richtung, statt wie üblich rundherum abzustrahlen. Sowas ist also nur dort brauchbar, wo das Licht gezielt in einer Richtung benötigt wird (Arbeitsplatzleuchte, Schaukastenlicht usw.). Jeder Versuch, mit matten Überfanggläsern eine Verteilung zur bewirken, kostet sehr viel Licht und macht die Sache wirkungslos.


hm also nicht verwendbar für Straßenzüge so wie auf dem Bild?
[attachment 654 AutobahnbeiGobendorf.jpg]

von Kohlberger91 - am 02.11.2012 04:02
Zitat
Radio_DDR
Wir hatten mal eine solche zur Probe. Das "Problem" ist nur, dass das Licht nur in eine Richtung, statt wie üblich rundherum abzustrahlen. Sowas ist also nur dort brauchbar, wo das Licht gezielt in einer Richtung benötigt wird (Arbeitsplatzleuchte, Schaukastenlicht usw.). Jeder Versuch, mit matten Überfanggläsern eine Verteilung zur bewirken, kostet sehr viel Licht und macht die Sache wirkungslos.


und damit?, die LED müssen ja eigl. nur nach unten Strallen, rundrum brauchen die ja nicht, nur denn geweg, oder?....
[attachment 655 Brstadt4.jpg]

von Kohlberger91 - am 02.11.2012 04:10
In den Straßenlaternen mit Leuchtstoffröhren stecken doch normalerweise zwei Leuchtstoffröhren. Da stellt sich die Frage, ob es möglich ist, die beiden LED-Röhren mit einem unterschiedlichen Strahlungswinkel einzusetzen, sodaß es insgesamt einen breiteren Strahlungswinkel gibt.

Oder es sollte technisch ja möglich sein, mehrere LED-Bahnen, die halbkreisförmig angeordnet sind, in einer Röhre unterzubringen.

Die alten Leuchtstoffröhrenlampen bieten eine große Fläche für Leuchtmittel. Da sollte doch was machbar sein.

von Kay B - am 02.11.2012 06:31
Zitat
Spacelab
So eine Lampe soll auch etwas rundherum ausleuchten damit sich vor allem in abgelegenen Straßen keine finstren Gestalten verstecken können. Außerdem strahlt so eine LED Leuchte so gezielt das es sogar dunkle lücken zwischen den einzelnen Laternen gibt.


okay verstehe

in Altenparkstein hat man die HQL-Köpfe runder und LED Köpfe [sehe Bild] rauf
Sind war nicht besonders schön aber leuchten wenigsten Weiß und für das kleine Dorf reichts :)
[attachment 656 LEDLeuchte.jpg]

von Kohlberger91 - am 02.11.2012 06:57
@ Spacelab

Zitat

Theoretisch wäre da sicher etwas machbar. Aber man kauft wohl lieber komplett neue Laternen. Vor allem weil diese alten Laternen mit den Leuchtstoffröhren designtechnisch nicht mehr so auf der Höhe sind. :D


Das mit dem Design ist auch nochmal so eine Sache. Ich finde eigentlich dieses futuristische Design aus den 1950er Jahren, wo man den Eindruck hatte, daß Lampe und Mast aus einem Guß kommen, ganz gut.

In der DDR wurde das oft mit diesen Lampen
http://www.jahn-design.de/ostlichter/
gemacht, während in der alten BRD eben oft die Lampen mit Leuchtstoffröhren
http://www.hobby-bastelecke.de/bilder/bauteile/leuchtstofflampe9.jpg
( http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?52142-Stra%DFenlaternen-blenden )
dieses Design haben.


OT:
Interessant, daß im damaligen West-Berlin auch DDR-Straßenlampen zum Einsatz kamen:
http://fotocommunity.s-bahn-berlin.de/displayimage.php?pid=3917

Da die S-Bahn zur Reichsbahn der DDR gehörte, kamen da auch DDR-Materialien zum Einsatz.

von Kay B - am 02.11.2012 12:04
Zitat
Kay B

Das mit dem Design ist auch nochmal so eine Sache. Ich finde eigentlich dieses futuristische Design aus den 1950er Jahren, wo man den Eindruck hatte, daß Lampe und Mast aus einem Guß kommen, ganz gut.


lol mir gefallen die auch, falls wir von den gleichen lampen reden...
diese Lampen gibt es noch in röthenbach bei kohlberg und sind die einzigen, die noch HQL und HQI im einsatz haben, wenn du willst, kann ich mal da fotos machen...

Bis vor einen halben jahr waren diese Lampen auch noch in der Weiden [opf] in der Mooslohe und Moosfurtstaße anzutreffen! sind aber leider alle schon durch neue mit gelben/orangen NA Leuchten...

von Kohlberger91 - am 02.11.2012 12:26
@ Kohlberger91

Zitat

lol mir gefallen die auch, falls wir von den gleichen lampen reden...
diese Lampen gibt es noch in röthenbach bei kohlberg und sind die einzigen, die noch HQL und HQI im einsatz haben, wenn du willst, kann ich mal da fotos machen...


Mach mal ein Photo, denn ich weiß jetzt nicht genau, welche Lampen du meinst. In der alten BRD wurde dieses futuristische Design meist mit den langen Leuchtstoffröhren-Lampen umgesetzt.


In der DDR war das die Kombination eines "Leipziger Tropfens"
http://www.ddr-strassenleuchten.de/leuchtenbetriebsmittel/strassenleuchten/einlampig/index.htm#00000096641307008
mit einem gebogenen Leuchtenmast. Das sah dann so aus:
http://www.akpool.de/ansichtskarten/24230127-ansichtskarte-postkarte-berlin-museum-fuer-dt-geschichte-palast-der-republik
http://www.akpool.de/ansichtskarten/24073014-ansichtskarte-postkarte-berlin-mitte-palast-der-republik-aussenansicht

von Kay B - am 02.11.2012 18:05
Zitat
PhanTomAs
Zitat
WiehengeBIERge
Lampen austreten ist was für pubertierende Kinder.


Lampe austreten ist doch Kinkerlitzchen. Echte Kerle schalten alle Lampen auf einmal aus, indem man mit der Taschenlampe auf den Dämmerungssensor leuchtet ;)


schaltet nicht die Gemeinte/stadtwerke oder eine Schaltuhr die Straßenlampen? bei der Winterzeitumstellung jetzte Woche, haben unsere straßenlampen noch nicht 18uhr [winterzeit], 17 uhr [sommerzeit] geluchtet, obwohl es schon sehr dunkel war... ;)

von Kohlberger91 - am 05.11.2012 19:19
Zitat
PhanTomAs
Zitat
WiehengeBIERge
Lampen austreten ist was für pubertierende Kinder.


Lampe austreten ist doch Kinkerlitzchen. Echte Kerle schalten alle Lampen auf einmal aus, indem man mit der Taschenlampe auf den Dämmerungssensor leuchtet ;)

Wenn man weiß, wo der ist. Hier in MG wohl irgendwo auf einem Betriebsgelände der NEW.
Die Lampen selbst werden dann per Rundsteuerung über die Stromleitung geschaltet.

von Nohab - am 07.11.2012 08:06
@ Kohlberger91

Zitat

für die umrüstung von HQL auf NAV und LED soll in manschen ortschaften, der bürger bezahlen :eek:


Die haben doch einen absoluten Schaden, wegen der neuen EU-Richtlinie gleich die ganzen Lampen inklusive Masten auszutauschen. :bloed:

Da sollen sie mal bitte dran denken, was die Herstellung neuer Lampen inklusive der Leuchten an Energie verbraucht! Und das alles, um Lampen und Maste auszutauschen, die damals für die Ewigkeit gebaut wurden. :bloed:

Der absolute Knüller ist ja dieser Satz:
"Die neuen Lampen sind angeblich nicht zum Sparen da. Das neue Licht soll viel schöner und besser sein als das alte."

Leute, Straßenlampen sollen nicht die Wohnung beleuchten, sondern sind einfach dazu da, um sich nachts im Freien orientieren zu können. Und dazu ist es scheißegal, wie "schön" das Licht ist!

Von so einem kompletten Leuchten- und Mastaustausch profitieren nur drei Leute:
- der bestochene Entscheidungsträger (da reicht oftmals schon ein Essen mit dem Bürgermeister) :-(
- der Lampen- und Masthersteller
- der Handwerksbetrieb, der die neuen Lampen aufbaut.


Ich bin ja mal gespannt, wann sie hier bei uns die nach der Wende installierten Quecksilberdampflampen auf unsere Kosten erneuern wollen. Das wird dann interessant, wenn neue Natriumdampflampen neben den seit 20 Jahren unbenutzten DDR-Natriumdampflampen, die immer noch an den Strommasten hängen, und paradoxerweise jünger als die "neuen" Quecksilberdampflampen mit Plastikgehäuse aussehen, aufgebaut werden.


Hier mal ein Video von einer Firma, die sich auf die Umrüstung bestehender Straßenlampen auf LED-Technik spezialisiert hat:
https://www.youtube.com/watch?v=f9Ur5i3li6c


Es ist meiner Meinung nach absoluter Schwachsinn, jetzt Straßenlampen auf Natriumdampf umzurüsten. Eher sollte man sich an der LED-Technik orientieren bzw. noch etwas warten, bis die Preise der LED-Technik noch weiter gesunken sind.

von Kay B - am 07.11.2012 11:37
Ich mag diese gelbe Pest auch nicht. Angeblich sollen sie ja sparsamer sein (höhere Lichtausbeute bei weniger Leistung) und die Tierwelt weniger stören. In meinem Heimatort hat man auch manche Strassen umgestellt. Dort hat man mittlerweile das ganze Spektrum von alten, weissen Strassenleuchten über eine Mischform (leicht orangefarbenes Licht) bis zu ganz wüstem Gelb. Sobald man sich im gelben Bereich befindet, sieht alles merkwürdig aus. Farben sind nicht mehr zu erkennen bzw. verfälscht. Auch sowas kann ja durchaus mal Relevanz bekommen, z.B. bei einem Unfall ("da kam dieses Auto von links...die Farbe konnte ich leider nicht erkennen wegen des gelben Lichts"), vom Wohlfühlfaktor mal ganz abgesehen.
Hier ist gottlob noch alles weiß.

von Peter Schwarz - am 07.11.2012 13:41
Zitat
Kay B

Die haben doch einen absoluten Schaden, wegen der neuen EU-Richtlinie gleich die ganzen Lampen inklusive Masten auszutauschen. :bloed:
...

Der absolute Knüller ist ja dieser Satz:
"Die neuen Lampen sind angeblich nicht zum Sparen da. Das neue Licht soll viel schöner und besser sein als das alte."

Leute, Straßenlampen sollen nicht die Wohnung beleuchten, sondern sind einfach dazu da, um sich nachts im Freien orientieren zu können. Und dazu ist es scheißegal, wie "schön" das Licht ist!

Von so einem kompletten Leuchten- und Mastaustausch profitieren nur drei Leute:
- der bestochene Entscheidungsträger (da reicht oftmals schon ein Essen mit dem Bürgermeister) :-(
- der Lampen- und Masthersteller
- der Handwerksbetrieb, der die neuen Lampen aufbaut.

...

Ich bin ja mal gespannt, wann sie hier bei uns die nach der Wende installierten Quecksilberdampflampen auf unsere Kosten erneuern wollen. Das wird dann interessant, wenn neue Natriumdampflampen neben den seit 20 Jahren unbenutzten DDR-Natriumdampflampen, die immer noch an den Strommasten hängen, und paradoxerweise jünger als die "neuen" Quecksilberdampflampen mit Plastikgehäuse aussehen, aufgebaut werden.


jep wobei das HQL Licht doch besser aussieht als das NAV gelb licht.... :rolleyes:

Aber es geht doch eigl. gar nicht um umwelt und so... es geht doch nur ums geld!:-(

werden die DDR Lampen an den Strommasten noch benutzt oder stehen die nur noch zustätzlich in der Landschaft rum?
ich verstehe sowieso nicht, warum man nach der Wende bei euch in der emal. DDR, neue Straßenlampen installiert würden sind. :confused:

von Kohlberger91 - am 07.11.2012 15:10
@ Kohlberger91

Zitat

jep wobei das HQL Licht doch besser aussieht als das NAV gelb licht.... :rolleyes:


Damit hätten wir noch einen Grund, gleich auf LED zu setzen, wenn sich hier so viele an gelbem Licht stören. Mit LEDs ist dann wieder alles weiß.


Zitat

Aber es geht doch eigl. gar nicht um umwelt und so... es geht doch nur ums geld!:-(


Das sowieso. Jeder sollte sich ausmalen können, daß die Herstellung neuer Straßenlampen und Maste sowie der Austausch der vorhandenen Lampen und Maste wahrscheinlich mehr Energie schlucken und damit auch mehr Kosten verursachen als die Energieeinsparung durch die neuen Lampen einbringt.

Die Kosten kann man ja leider ganz bequem auf die Anwohner abwälzen. Die Umweltbelastung besteht aber trotzdem.


Zitat

werden die DDR Lampen an den Strommasten noch benutzt oder stehen die nur noch zustätzlich in der Landschaft rum?
ich verstehe sowieso nicht, warum man nach der Wende bei euch in der emal. DDR, neue Straßenlampen installiert würden sind. :confused:


Die alten DDR-Lampen, die ca. 1989 erst ausgetauscht bzw. runderneuert wurden (von Quecksilberdampf auf Natriumdamp) hängen sinnlos und unbenutzt an den Masten rum.

Nach der Wende gab es sowas, das nannte man Dorferneuerung. Bei uns hatte man das ganz geschickt gemacht, da man in umgekehrter Reihenfolge vorgegangen ist.

Erst hatte man die Straße neu geteert. Das war auch sinnvoll und sah auch vernüftig aus. Aber danach hatte man die DDR-Abflussrinnen am Straßenrand gegen gepflasterte Rinnen ausgetauscht. Da diese gepflasterten Rinnen weniger Wasser als die DDR-Abflussrinnen aufnehmen können, mußten neue Abflüsse in geringeren Abständen gesetzt werden. Die Lücke zwischen der gepflasterten Abflussrinne und der kurz davor neu geteerten Straße wurde mit Teer aufgefüllt, was nun richtig ordentlich nach Flickwerk aussieht.

Wiederum danach kamen die Straßenlaternen. Eigenständige Maste mit einem eigentlich ansprechenden Design ... was jedoch zwischen den DDR-Strommasten und den eilig von der damaligen Bundespost nach der Wende aufgestellten Telephonholzmasten kaum auffällt. Diese neuen Lampen haben das Manko, daß sie mit Quecksilberdampf betrieben werden und der Lampenschirm aus irgendeinem Plastik ist, das derweil stark verblasst und höchstwahrscheinlich auch brückig ist, wenn man da rankäme.

Da man die Straße zuerst geteert hatte bevor man die Arbeiten machte, die man eigentlich davor hätte machen müssen, wurden die Straßen nun auch teilweise wieder für die Verlegung der Kabel für die Straßenlaternen aufgerissen und geflickt. Das Ganze geschah alles innerhalb ungefähr eines Jahres und sieht auch entsprechend toll aus.

Mal gucken, wann man uns hier die Umstellung auf "innovative" Natriumdampflampen unterjubeln und uns dafür zur Kasse bitten will, wo die gerade mal gut vier Jahre benutzten DDR-Natrumdampflampen seit 20 Jahren hier rumhängen. :bloed:

von Kay B - am 07.11.2012 23:30
@Kay B

Das ist in Bayern leider auch nicht anders, im Neubaugebiet, erst wird eine Straße gebaut, dann wird die Straße wieder aufgerissen, um neue roher zu verlegen, dann wieder zu, dann wieder auf um neue Starkstromkabel zu verlegen, dann wieder zu, dann wieder auf um Telefon/i-net Kabel zu verlegen, dann wieder zu und dann noch mal auf um das Kabelfernsehen verlegen zu können...
Das sieht die Straße auch ganz tolle aus :rolleyes:
Verstehe nicht warum man sich mit denn Firmen nicht besser absprechen kann...
Es könnte auch viel besser laufen, es wird zuerst alles verlegt oder nur einmal die Straße aufgemacht und alles verlegt (Frischwasser, Abwasser, Netzspannung, Netzwerk/Breitband, BK usw... und dann erst die Straße zugemacht...)

Zum Tehma Straßenbeleuchtung

Ich denke mal, die in der Gemeinde sind nicht schlau genug bzw. haben einfach keine Ahnung, da kommt ein FAX von der EU, "HQL-lampen und alte Lampen nicht mehr zeitgemäß, bitte auf LED oder NAV umsteigen und alte Lampen durch neue ersetzen... Begründung: die neuen Lampen verbrauchen weniger Energy, Tragen somit wesentlich zum Umweltschutz bei und neue Lampenköpfe/Masten Design, tragen zur Verschönerung der EU bei. Alles muss 2015 fertig gestellt bzw. umgerüstet und welche Gemeinde es nicht rechtzeitig Schaft oder sich verweigert, muss mit hohen Strafzahlungen rechen...
mit freundlichen Grüßen, XY von der EU Umweltschutzkommission

Dann wird einer von der Gemeinde beauftragt, der schaut sich dann alles an und macht dann eine Ausschreibung an die Elektrofirmen, die es umsetzen sollen, : "HQL-Lampen auf NAV umrüsten, dabei müssen gegf. gleich der ganzen Lampenkopf tauschen, da brüchig, die NAV Lampen zur DDR Zeiten müssen abgerissen werden, da zu alt, Stromfresser sind und außerdem das Design nicht mehr zeitgemäß sind, wie alle alten Sachen........." :rolleyes:

Die Elektrofirmen schauen sich das dann auch an und schicken daraufhin ihre Angebote und Vorschläge und der günstigste bekommt dann denn Auftrag der Gemeinte.

Das die alten DDR-Lampen mit NAV genauso viel an Elek. Energy verbrauchen, wie neue Lampenköpfe mit NAV, weiß auch nur gegf. Die Elektrofirma, die wird es aber nicht der Gemeinde sagen wird, da ja sonst weniger Arbeitsstunden, Material, Werkzeug, NAV- Leuchten, Lampenköpfe, Lampenmasten... in Rechnung gestellt werden kann.

Bei unsern älteren Autos ist es ja auch nicht anders, da wird auch versucht mit „Abwrackprämie, jedes Jahr TÜV, hören Steuern usw... die guten älteren Auto von der Straße zu bekommen, damit in Wirklichkeit jeder ein Neues Auto anschafft, das Reparatur anfälliger, genauso viel verbraucht und somit die arme Autoindustrie, Autovertragswerkstätten, öl- lobby geholfen wird!
Denn mit alten Autos die fast nie, bis auf Verschleißteile und Rost in die Werkstatt müssen, die dann meisten von freien Werkstädten oder Privaten Hinterhof Werkstädten, repariert werden, verdient man nix und somit müssen die weg...
offiziell wird dann gesagt, die alten Autos wären zu umweltbelastend, würden Zuviel Schadstroffe auspusten, alte Motoren würden nicht effektiv arbeiten und würden die Straßensicherheit gefährden und mehr Unfälle verursachen...

Ich kann nur sagen das ich mit meinen golf3 1,8l Automatik von bauj. 1991 sogar weniger CO und schädliche Abgase in die Umwelt, dank E85 Treibstoff verursache als ein neu wagen mit Schaltgertriebe, der an der Grenze mit puren Tschechien Benzin betankt wird und mein golf3 genauso viel verbrauche wie ein neu Wagen und trotzdem muss ich eine höre Steuer bezahlen..

von Kohlberger91 - am 08.11.2012 05:08
Wobei sogar der ADAC das gelbe Licht begrüßt hatte. Es blendet bei Regen, Nebel und Schnee deutlich weniger als das weiße. Darum hätten Sportler bei denen es auf gute Sicht ankommt auch immer Brillen mit gelben gläsern an. Die unverfälschte Farbwiedergabe wäre absolut zweitrangig. Es gehe ausschließlich nur um sehen und gesehen werden.

Das mit dem austauschen von kompletten Laternen ist auch so eine Sache. Da hat unsere Gemeinde von irgendeinem Heinz nen Rüffel bekommen weil unser Bürgermeister ein "Energieabkommen" nicht unterzeichnet hat. Zuerst würde ein Defekt abgewartet und dann die bevorrateten Lampen verbaut bevor irgendwelche Laternen ausgetauscht würden. So gab es mal unser Bürgermeister im örtlichen Mitteilungsblatt bekannt. Und für diese eigentlich sehr löbliche Aussage gab es dann nen Anschiss. Denn die Dörfer und Gemeinden müssen bis zum Jahr 20schlagmichtot X% Energie einsparen damit Deutschland seine Energiebilanz einhalten kann. Und das Doppelzüngige an der Sache ist das es Sch*** egal ist wie viel Energie vorher verblasen wird damit man nachher Energie spart. Unser Bürgermeister regte sich tierisch darüber auf und schrieb im örtlichen Mitteilungsblatt: "2010 erst wurden wir von höherer Stelle angewiesen uns aus Kostengründen mit anderen Gemeinden zusammen zu tun um große Mengen Leuchtmittel zu kaufen. Jetzt haben wir das Lager voll bis zur Decke und sollen das alles wegwerfen denn aus gesetzlichen Gründen darf es noch nicht einmal zum wohl der Gemeinde im Internet verkauft werden."

von Spacelab - am 08.11.2012 07:26
@ Kohlberger91

Zitat

Das ist in Bayern leider auch nicht anders, im Neubaugebiet, erst wird eine Straße gebaut, dann wird die Straße wieder aufgerissen, um neue roher zu verlegen, dann wieder zu, dann wieder auf um neue Starkstromkabel zu verlegen, dann wieder zu, dann wieder auf um Telefon/i-net Kabel zu verlegen, dann wieder zu und dann noch mal auf um das Kabelfernsehen verlegen zu können...
Das sieht die Straße auch ganz tolle aus :rolleyes:


Wenn der Abwasserzweckverband und der Energieversorger sowie die Telekom und der Kabelanbieter keine Ahnung von der Straßenerneuerung gehabt haben, mag das ja noch nachvollziehbar sein. Aber hier in den neuen Bundesländern war eigentlich jedem nach der Wende klar, daß Straßenerneuerungen unmittelbar anstehen.

Die EON hingegen hat sich bisher einen Scheißdreck dafür interessiert, die Kabel unterirdisch zu verlegen. Dementsprechend sehen die Straßen bei uns noch so aus wie in Brasilien, wo alles voller Strippen hängt. Das Stromnetz ist bei uns noch eins zu eins DDR-Technik. Spricht ja nichts dagegen, nur dann hätten sie sich auch die Design-Straßenlampen sparen können. Weil die sind ja optisch darauf ausgerichtet, die einzigen Masten in einer Straße zu sein.



Zitat

Ich denke mal, die in der Gemeinde sind nicht schlau genug bzw. haben einfach keine Ahnung, da kommt ein FAX von der EU, "HQL-lampen und alte Lampen nicht mehr zeitgemäß, bitte auf LED oder NAV umsteigen und alte Lampen durch neue ersetzen... Begründung: die neuen Lampen verbrauchen weniger Energy, Tragen somit wesentlich zum Umweltschutz bei und neue Lampenköpfe/Masten Design, tragen zur Verschönerung der EU bei.


Ja, so wird es wohl laufen. Ob die neuen Lampen und Maste allerdings zur Verschönerung beitragen, ist anzuzweifeln. Wie gesagt, bei uns sehen die "neuen" Lampen ausgebleicht und spröde aus. Da sowieso der billigste Anbieter genommen werden muß, werden wohl auch haufenweise Import-Billigstlampen mit lackiertem Stahl hier in Deutschland landen. Die sehen dann nach 5 Jahren entsprechend aus.

Die alten AEG-Lampen, z.B. diese hier
http://www.dhd24.com/azl/index.php?anz_id=76965264
http://www.melle-geschichte.de/resources/_wsb_283x154_17+Langfeldleuchte.jpg ( http://www.melle-geschichte.de/2.html )
wurden noch für die Ewigkeit gebaut und sehen für ihr Alter noch frisch aus.

Und mir soll keiner erzählen, daß man in so einem Lampengehäuse
http://www.melle-geschichte.de/resources/_wsb_352x129_7+AEG+Langfeldleu+zugeschn.jpg
keine LED-Leuchtmittel unterbringen könne.


Zitat

Dann wird einer von der Gemeinde beauftragt, der schaut sich dann alles an und macht dann eine Ausschreibung an die Elektrofirmen, die es umsetzen sollen, : "HQL-Lampen auf NAV umrüsten, dabei müssen gegf. gleich der ganzen Lampenkopf tauschen, da brüchig, die NAV Lampen zur DDR Zeiten müssen abgerissen werden, da zu alt, Stromfresser sind und außerdem das Design nicht mehr zeitgemäß sind, wie alle alten Sachen........." :rolleyes:


Wenn so ein Gelaber kommt, daß das Design und die "Schönheit" des Lichtes wichtig wären, dann war da wirklich wieder ein Beamter am Werk! :mad:


Zitat

Das die alten DDR-Lampen mit NAV genauso viel an Elek. Energy verbrauchen, wie neue Lampenköpfe mit NAV, weiß auch nur gegf. Die Elektrofirma, die wird es aber nicht der Gemeinde sagen wird, da ja sonst weniger Arbeitsstunden, Material, Werkzeug, NAV- Leuchten, Lampenköpfe, Lampenmasten... in Rechnung gestellt werden kann.


Zumindest wohnt hier im Ort ein Elektriker, der die Straßenlampen mal mit betreut hatte. Mal gucken, ob der sich sowas gefallen läßt.



@ Spacelab

Zitat

So gab es mal unser Bürgermeister im örtlichen Mitteilungsblatt bekannt. Und für diese eigentlich sehr löbliche Aussage gab es dann nen Anschiss.


Ja, die Bürgermeister kleinerer Ortschaften sind oftmals sehr bodenständig und haben da auch ihre Probleme, wenn sie irgendwelchen Mist, den sich gelangweilte Beamte ausgedacht haben, ausführen sollen. :mad:


Zitat

Und das Doppelzüngige an der Sache ist das es Sch*** egal ist wie viel Energie vorher verblasen wird damit man nachher Energie spart.


Ja, und genau das zeigt, daß das nur aus der Feder von Beamten stammen kann, die nichts mit ihrer Arbeitszeit anzufangen wissen. :mad:


Zitat

Unser Bürgermeister regte sich tierisch darüber auf und schrieb im örtlichen Mitteilungsblatt: "2010 erst wurden wir von höherer Stelle angewiesen uns aus Kostengründen mit anderen Gemeinden zusammen zu tun um große Mengen Leuchtmittel zu kaufen. Jetzt haben wir das Lager voll bis zur Decke und sollen das alles wegwerfen denn aus gesetzlichen Gründen darf es noch nicht einmal zum wohl der Gemeinde im Internet verkauft werden."


Ja, der nächste Schwachsinn, daß die alten Quecksilberdampflampen nicht mehr in Umlauf gebracht werden dürfen. Für temporäre Beleuchtungen wie Baustellen oder anderen Orten, wo es auf eine unverfälschte Farbwiedergabe ankommt, sind die Dinger ja noch gut zu gebrauchen.

von Kay B - am 08.11.2012 14:34
Zitat

Unser Bürgermeister regte sich tierisch darüber auf und schrieb im örtlichen Mitteilungsblatt: "2010 erst wurden wir von höherer Stelle angewiesen uns aus Kostengründen mit anderen Gemeinden zusammen zu tun um große Mengen Leuchtmittel zu kaufen. Jetzt haben wir das Lager voll bis zur Decke und sollen das alles wegwerfen denn aus gesetzlichen Gründen darf es noch nicht einmal zum wohl der Gemeinde im Internet verkauft werden."


Zitat
Kay B
Ja, der nächste Schwachsinn, daß die alten Quecksilberdampflampen nicht mehr in Umlauf gebracht werden dürfen. Für temporäre Beleuchtungen wie Baustellen oder anderen Orten, wo es auf eine unverfälschte Farbwiedergabe ankommt, sind die Dinger ja noch gut zu gebrauchen.


alt? ich denke, die sind ganz neu auf lager eingekauf würden und werden wohl möglich in denn Sondermüll laden bzw. sind die vielleicht schon und das ist total verschwenderisch und überhaupt nicht umwelt gerecht... :motz:
Auf Baustellen wird meisten, wenn es hell sein muss, 160 Watt Mischlichtlampen verwendet, so eine lampe ist eine Quecksilberdampf-Hochdrucklampe, in der zusätzlich zum Brenner noch eine Glühwendel in Reihe eingebaut ist. Dadurch kann man direkt an 230 Volt ohne Vorschaltgerät betrieben.
Farge mich ob die auch verboten werden O_o

@Kay B
ich bin selber Elektroinstallateur ;)

von Kohlberger91 - am 08.11.2012 15:39
Hab so eben was interessantes auf Wikipedia gefunden:

Natriumdampf-Niederdrucklampe

Natriumdampf-Niederdrucklampen (auch NA, SOX) gehören zu den effizientesten elektrischen Lichtquellen, die es derzeit gibt. Mit bis zu 200 lm/W ermöglichen sie eine effiziente und energiesparende Beleuchtung. Die Betriebstemperatur ist deutlich geringer als bei der Hochdrucklampe. Zum Zünden reichen bereits Spannungen im Bereich von 1 kV, je nach Ausführung genügt auch die verfügbare Netzspannung. Im Gegensatz zur Natriumdampf-Hochdrucklampe ist die Niederdrucklampe sofort wieder zündbar.
Na-Niederdrucklampen haben ein deutlich größeres Entladungsgefäß als Na-Hochdrucklampen. Meist ist es in Gestalt eines U-Rohres ausgeführt, welches sich über die gesamte Länge des schützenden Glaskolbens erstreckt. Die äußeren Abmessungen der Natriumdampf-Niederdrucklampe entsprechen in etwa denen der Natriumdampf-Hochdrucklampe.
Natriumdampf-Niederdrucklampen gibt es auch in größeren Ausführungen (Format einer Leuchtstofflampe), man findet sie zuweilen als Straßenbeleuchtung und erkennt sie an der gelben Lichtfarbe sowie den langgestreckten Leuchten.
Die von Osram hergestellte SOX18 ist die kleinste käufliche Natriumdampflampe (25-30 Euro). In Reihe geschaltet mit zwei Standard-Vorschaltdrosseln von 58/65W Leuchtstofflampen ergibt sich an der europäischen Netzspannung von 230 V/50 Hz der richtige Betriebsstrom von ca. 330 mA. Somit kann man sich mit geringen Kosten Natriumdampflicht installieren :)
Nachteil dieser Lampe: Sie ist nur mit dem in Großbritannien üblichen Bajonettsockel und nicht mit der in Deutschland verbreiteten Edisonfassung (Schraubgewinde) erhältlich.
Vorteil: kein Quecksilber, am effizientesten

von Kohlberger91 - am 08.11.2012 20:09
@ Kohlberger91

Zitat

alt? ich denke, die sind ganz neu auf lager eingekauf würden und werden wohl möglich in denn Sondermüll laden bzw. sind die vielleicht schon und das ist total verschwenderisch und überhaupt nicht umwelt gerecht... :motz:


Ja, ich meinte technisch veraltet. Aber trotzdem sollte es doch machbar sein, die eingekauften Lampen auf Natriumdampf oder LED umzurüsten. Denn so eine Lampe kostet ja je nach Abnahmemenge mehrere hundert Euro.


Zitat

Auf Baustellen wird meisten, wenn es hell sein muss, 160 Watt Mischlichtlampen verwendet, so eine lampe ist eine Quecksilberdampf-Hochdrucklampe, in der zusätzlich zum Brenner noch eine Glühwendel in Reihe eingebaut ist. Dadurch kann man direkt an 230 Volt ohne Vorschaltgerät betrieben.


Ach, dafür sind die da. Ich hatte mich schon immer gefragt, wo die Dinger eingesetzt werden. In den 50er und 60er Jahren, als noch Straßenlampen mit herkömmlichen Glühbirnen im Einsatz waren und die dann mit einem externen Vorschaltgerät ausgerüstet wurden, z.B.
http://www.ddr-strassenleuchten.de/bilder/deutschland/sachsenanhalt/000000968f0d07106/l005.jpg
( http://www.ddr-strassenleuchten.de/bilder/deutschland/sachsenanhalt/index.htm )
wäre sowas nützlich gewesen.



Zitat

Natriumdampf-Niederdrucklampe


Da stellt sich die Frage, ob die effizienter und langlebiger als LED-Lampen sind. Gut, man ist ja von LEDs gewohnt, daß die sehr lange halten. Das war zumindest so, als LEDs nur zur Anzeige dienten. Bei den LEDs, die auf eine hohe Leuchtkraft getrimmt sind, soll das teilweise aber anders sein.

Wenn man sich die Sauerei mit dem Glühlampenkartell anschaut, nach dem Glühlampen nicht länger als 1000 Stunden halten dürfen, werden sich die Leuchtmittelhersteller schon was einfallen lassen, damit LED-Lampen auch nicht so lange halten.

Gerade um Osram mache ich einen großen Bogen, da deren Glühlampen sich immer mit einem Knall verabschieden haben. Und da ältere Generationen noch auf die Idee kommen, die Glühlampe so zu drehen, daß sich der gerissene Glühfaden wieder ineinander verhackt, reißen die Glühfäden in den Osram lampen immer an zwei Stellen. Da sind also Soll-Schachstellen eingearbeitet. Bei anderen Leuchtmittelherstellen wird das aber nicht anders sein.

von Kay B - am 11.11.2012 17:09
Zitat
Kay B

Zitat

Natriumdampf-Niederdrucklampe


Da stellt sich die Frage, ob die effizienter und langlebiger als LED-Lampen sind. Gut, man ist ja von LEDs gewohnt, daß die sehr lange halten. Das war zumindest so, als LEDs nur zur Anzeige dienten. Bei den LEDs, die auf eine hohe Leuchtkraft getrimmt sind, soll das teilweise aber anders sein.

Wenn man sich die Sauerei mit dem Glühlampenkartell anschaut, nach dem Glühlampen nicht länger als 1000 Stunden halten dürfen, werden sich die Leuchtmittelhersteller schon was einfallen lassen, damit LED-Lampen auch nicht so lange halten.

Gerade um Osram mache ich einen großen Bogen, da deren Glühlampen sich immer mit einem Knall verabschieden haben. Und da ältere Generationen noch auf die Idee kommen, die Glühlampe so zu drehen, daß sich der gerissene Glühfaden wieder ineinander verhackt, reißen die Glühfäden in den Osram lampen immer an zwei Stellen. Da sind also Soll-Schachstellen eingearbeitet. Bei anderen Leuchtmittelherstellen wird das aber nicht anders sein.


@Kay B

Straßenbelegung mit ca. 3000-4000lm

→ Mischlichtlampe..........160W............3600lm
→ HQL............................80W............3800lm
HQI-E.........................70W............4700lm
→ Natrium Hochdruck......50W.............3600lm
Natrium Niederdruck....35W.............4600lm

Straßenbelegung mit ca. 6000-7000lm

→ HQL............................125W............6300lm
HQI-E.........................100W.............7700lm
→ Natrium Hochdruck.......70W..............5600lm
Natrium Niederdruck.....55W..............7200lm

Mischlichtlampen und HQL bringen zwar die gleiche helligkeit in Lumen, aber die mischlichtlampen verbrauchen die doppelte Leistung an Elk. Energy gegenüber HQL und daher nicht sinvoll als Straßenbeleutung, außerdem ist die Lebensdauer bei mischlichtlampen auch bei ca. 1000h (wegen der Glühfarden) beschärkt.

HQI-E und Natrium Niederdruck leuchten heller und verbrauchen weniger im vergleich zu die HQL, MWL und Natrium Hochdruck.

LED straßenlampen haben laut http://www.wirsindheller.de/LED-Strassenlampe-Dolphin.48.0.html

48W (Leistungsaufnahme LED Modul) mit 3600 Lumen (vergleiche 35W Niederdruck Natrium lampe)
60W (Leistungsaufnahme LED Modul) mit 4500 Lumen
90W (Leistungsaufnahme LED Modul) mit 6750 Lumen (vergleiche 55W Niederdrucklampe)
120W (Leistungsaufnahme LED Modul) mit 9000 Lumen

somit ist von der elk. Energy einsparrung gesehen, die Natrium Niederdruck lampen am effektivsten ;)

von Kohlberger91 - am 11.11.2012 19:06
Interessante Daten. Daß Natrium-Niederdruck-Lampen effektiver als LED-Lampen sind, hätte ich mir nicht vorstellen können.

Kann man Natrium-Niederdruck-Lampen von Natriumdampflampen äußerlich (also beim Ansehen der leuchtenden Birne) voneinander unterscheiden?


Andere Frage:
Sind eigentlich die Quecksilberdampflampen zwischen dem Quarzglaskolben mit dem eigentlichen Leuchtmittel und dem äußeren Kolben mit der Leuchtschicht auch evakuiert? Die Mischlampen müßten das ja eigentlich sein, wenn da noch eine Glühdraht in dem Raum zwischen Quarzglaskolben und äußerem Kolben drin ist.

Wie wirkt sich das aber auf die Abführung der Wärme des Quarzglaskolbens aus, wenn dieser Zwischenraum zum äußeren Kolben evakuiert ist oder nicht?

Die Quecksilberdampflampen (ohne Glühdraht) werden schon verdammt heiß. Wenn da noch ein Glühfaden drum rum ist (Mischlichtlampe) entsteht da ja noch mehr Wärme, was den Glühdraht (und möglicherweise auch den Inhalt des Quarzglaskolbens) schneller altern läßt.

von Kay B - am 13.11.2012 17:04
Zitat
Kay B
Interessante Daten. Daß Natrium-Niederdruck-Lampen effektiver als LED-Lampen sind, hätte ich mir nicht vorstellen können.

Kann man Natrium-Niederdruck-Lampen von Natriumdampflampen äußerlich (also beim Ansehen der leuchtenden Birne) voneinander unterscheiden?


Andere Frage:
Sind eigentlich die Quecksilberdampflampen zwischen dem Quarzglaskolben mit dem eigentlichen Leuchtmittel und dem äußeren Kolben mit der Leuchtschicht auch evakuiert? Die Mischlampen müßten das ja eigentlich sein, wenn da noch eine Glühdraht in dem Raum zwischen Quarzglaskolben und äußerem Kolben drin ist.

Wie wirkt sich das aber auf die Abführung der Wärme des Quarzglaskolbens aus, wenn dieser Zwischenraum zum äußeren Kolben evakuiert ist oder nicht?

Die Quecksilberdampflampen (ohne Glühdraht) werden schon verdammt heiß. Wenn da noch ein Glühfaden drum rum ist (Mischlichtlampe) entsteht da ja noch mehr Wärme, was den Glühdraht (und möglicherweise auch den Inhalt des Quarzglaskolbens) schneller altern läßt.


ja Natrium-Niederdruck und Natrium-Hochdruck kann man sehr gut unterscheiden -sehe dazu das bild- ;).
Die Niederdruck lampen sind länger und hätte man als ersatzt für die Leuchtstoffröhren nehmen können... aber naja
[attachment 729 LPSVergleichNAV.jpg]

LPS= Natrium Niederdurcklampe
NAV= Natrium Hochdurcklampe
NAV-E = Hochdruck Natriumdampflampe in HQL forum [Ellipsoidform] mit und ohne Mattierung
HQL= Hochdruck Quecksilberdampflampe beschiedet bzw. Mattiert mit Leuchtsoff
HQA= Hochdruck Quecksilberdampflampe klar [ohne Leuchtsoff bzw. Mattierung], war in der USA sehr beliebt als Straßenbeleuchtung auf dem Lande
HQI= Hochdruck Halogenmetall Quecksilberdampflampe
HQI-E = Hochdruck Halogenmetall Quecksilberdampflampe Mattiert mit Leuchtstoff wie HQL
HWL = Michlichtlampe und ist wie HQL aufgebaut, zustätzlich aber mit einer Glühdraht versehen, die in Reihe zum brenner legt. Hierbei muss gesagt werden, dass beim Starten der Lampe die Hauptlast am Wolframdraht liegt, diese aber im Betrieb erheblich sinkt. Die anliegenden Spannungen sind daher ein Kompromiss zwischen nur geringfügiger Verkürzung der Lebensdauer des Wolframdrahtes und gleichzeitig gute Lichtausbeute im Betrieb. Bei der Osram HWL mit 300W Leistungsaufnahme fällt 225W auf den Glühdraht und 75W auf die eigl. Quecksilberdampfhochdrucklampe an.

von Kohlberger91 - am 13.11.2012 18:58
@ Kohlberger91

Zitat

ja Natrium-Niederdruck und Natrium-Hochdruck kann man sehr gut unterscheiden -sehe dazu das bild- ;).
Die Niederdruck lampen sind länger und hätte man als ersatzt für die Leuchtstoffröhren nehmen können... aber naja


Danke, dann sind die Natrium-Niederdrucklampen also immer in einem zylinderförmigem Gehäuse? Oder gibt es die auch als Ellipsoidform? Und warum benutzt man da nicht die Edisonfassung?


Zitat

NAV-E = Hochdruck Natriumdampflampe in HQL forum [Ellipsoidform] mit und ohne Mattierung


Haben die Natriumdampf-Hochdrucklampen ohne Leuchtschicht bzw. Mattierung einen großen UV-Anteil? Oder ist der sehr gering, da der sichtbare Anteil ja sowieso gelb ist und damit in Richtung der größeren Wellenlängen geht?


Zitat

HQA= Hochdruck Quecksilberdampflampe klar [ohne Leuchtsoff bzw. Mattierung], war in der USA sehr beliebt als Straßenbeleuchtung auf dem Lande


Und wie sieht es da mit dem UV-Anteil aus? Das wäre ja dann ein Ersatz für's Sonnenstudio.

Ein Dorf weiter hatten sich damals in den frühen 90er Jahren wohl einige Chaoten den Spaß gemacht, Lampen abzuschießen. Bei einer Quecksilberdampflampe zerschossen sie den äußeren Kolben, sodaß der Quarzglaskolben freigelegt war. Die Straßenlaterne war mit diesem freigelegten Quarzglaskolben damals jahrelang in Betrieb.


Zitat

HQI-E = Hochdruck Halogenmetall Quecksilberdampflampe Mattiert mit Leuchtstoff wie HQL


Was ist das eigentlich genau? Ist das eine Mischung aus Halogenmetall und Quecksilber, die da verdampft und zum Leuchten gebracht wird? Oder hat das Halogenmetall eine andere Funktion?


Zitat

HWL = Michlichtlampe und ist wie HQL aufgebaut, zustätzlich aber mit einer Glühdraht versehen, die in Reihe zum brenner legt. Hierbei muss gesagt werden, dass beim Starten der Lampe die Hauptlast am Wolframdraht liegt, diese aber im Betrieb erheblich sinkt. Die anliegenden Spannungen sind daher ein Kompromiss zwischen nur geringfügiger Verkürzung der Lebensdauer des Wolframdrahtes und gleichzeitig gute Lichtausbeute im Betrieb. Bei der Osram HWL mit 300W Leistungsaufnahme fällt 225W auf den Glühdraht und 75W auf die eigl. Quecksilberdampfhochdrucklampe an.


Erzeugen der Glühfaden und die Quecksilberdampflampe dann jeweils die Hälfte das abgegebenen Lichtes? Oder verteilt sich das anders?

von Kay B - am 14.11.2012 00:58
Zitat
Kay B

1. dann sind die Natrium-Niederdrucklampen also immer in einem zylinderförmigem Gehäuse? Oder gibt es die auch als Ellipsoidform? Und warum benutzt man da nicht die Edisonfassung?


2. Haben die Natriumdampf-Hochdrucklampen ohne Leuchtschicht bzw. Mattierung einen großen UV-Anteil? Oder ist der sehr gering, da der sichtbare Anteil ja sowieso gelb ist und damit in Richtung der größeren Wellenlängen geht?

3. HQA (HQL ohne leuchtstoffmattierung)
Und wie sieht es da mit dem UV-Anteil aus? Das wäre ja dann ein Ersatz für's Sonnenstudio.
Ein Dorf weiter hatten sich damals in den frühen 90er Jahren wohl einige Chaoten den Spaß gemacht, Lampen abzuschießen. Bei einer Quecksilberdampflampe zerschossen sie den äußeren Kolben, sodaß der Quarzglaskolben freigelegt war. Die Straßenlaterne war mit diesem freigelegten Quarzglaskolben damals jahrelang in Betrieb.


4. HQI-E = Hochdruck Halogenmetall Quecksilberdampflampe Mattiert mit Leuchtstoff wie HQL
Was ist das eigentlich genau? Ist das eine Mischung aus Halogenmetall und Quecksilber, die da verdampft und zum Leuchten gebracht wird? Oder hat das Halogenmetall eine andere Funktion?


5. Erzeugen der Glühfaden und die Quecksilberdampflampe in einer HWL Mischlichttlampe dann jeweils die Hälfte das abgegebenen Lichtes? Oder verteilt sich das anders?


Antwort:
zu 1: Ich kenne nur Natrium-Niederdrucklampen in einem zylinderförmigem Gehäuse, in einer Ellipsoidform passen die wohl nicht reihn.

Der Bajonettanschluss stellt gegenüber der Edisonfassung, die korrekte Lage der Lampe in der Leuchte sicher.

zu 2: Natrium-Niederdruckdampflampen haben keine UV-Strahlung, ein großes Plus für die Beleuchtung von Waren in Verkaufsräumen ;)

zu 3: HQL ohne Schutzleuchtstoff bzw.HQA werden bei uns nur in sonderauftrag/bestellung hergestellt und sind in D nicht ohne weiters zu bekommen, diese Lampen haben einen sehr hohen anteil von UV- Strahung, wie viel und ab wann es ungesund wird, weiß ich auch nicht
aber es gibt sie - sehe foto-
[attachment 734 MercuryVaporLampQuecksilberdampf-HochdrucklampeohneLeuchtstoffzurStraenbeleuchtung.jpg]

zu 4: HQI-E sind eine Weiterentwicklung der HQL und enthalten zustäzlich noch Halogenverbindungen, (Xenon oder Neon als Startergas) und seltenen Erden. Dadurch erreicht man eine bessere Farbwiedergabe und Lichtausbeute.
mehr infos unter
http://www.osram.at/osram_at/Professionals/Allgemeinbeleuchtung/Hochdruck-Entladungslampen/pdf_HID-Literatur/106T020DE.pdf

zu 5: beim einschalten einer Mischlichtlampe, leuchtet zuerst nur der Glühfarden und das mit voller spannung und somit mit voller leuchtkraft. ist Quecksilberdampflampe voll hochgefahren, leuchtet nur noch schwach der Glühfarden, ich würde sagen bei meinen Augenmaß einer 160Watt Mischlichtlampe sind ca. 60-70% Quecksilberdampflampe anteile und ca. 40-30% der glühfarden...

von Kohlberger91 - am 14.11.2012 20:15
Zitat
Kay B
Danke für die Infos.

Was sind eigentlich die Einsatzgebiete einer Quecksilberdampflampe ohne Leuchtschicht? Werden die gezielt da eingesetzt, wo man eine hohe UV-Strahlung benötigt? Oder sind dafür andere Leuchtmittel besser geeignet?

Was ist eigentlich in den Bräunungsröhren von Sonnenbanken genau drin? Ist das auch Quecksilberdampf oder was anderes?


Niederdruck-Quecksilberdampfröhren sind in denn Sonnenbanken drin.
zitat wiki: sie tragen jedoch an der inneren Glasoberfläche einen fluoreszierenden Leuchtstoff. Sie dienen der Beleuchtung und haben sehr hohe Lichtausbeuten und eine hohe Lebensdauer. Außer bei Lampen für Solarien ist UV-Austritt unerwünscht, was mit speziellen Glassorten erreicht wird.

HQA-Lampen (HQL ohne Leuchtstoff) haben ein ausgeprägtes Linienspektrum mit empfindlichem Mangel an Rot und daher einen schlechten Farbwiedergabeindex. Man baut die aus Kieselglas gefertigten Entladungsgefäße in einen zur Wärmeisolation teilevakuierten Hartglaskolben ein, der im Inneren einen Leuchtstoff tragen kann, um die Farbwiedergabe zu verbessern. Der Schutzglaskolben absorbiert die Ultraviolettstrahlung, auch wenn er keinen Leuchtstoff trägt und werden häufig in andern Ländern zur Straßen- und Industriebeleuchtung eingesetzt. Sie benötigen ein Vorschaltgerät, jedoch kein Zündgerät, da die Entladungsgefäße („Brenner“) eine Zündelektrode besitzen, die über einen kleinen eingebauten kaltleitenden Vorwiderstand gespeist wird.

von Kohlberger91 - am 16.11.2012 05:31
Die HQL-Lampen ohne Mattierung werden in den USA u. a. deshalb eingesetzt, weil ihr hoher UV-Anteil auch kleinste reflektierende bzw. UV-aktive Flaechen noch aufleuchten laesst. Da sich die (schaedliche) Strahlungsstaerke des UV-Lichts mit zunehmendem Abstand von der Lichtquelle abschwaecht werden diese Leuchten ueblicherweise auch recht hoch angebracht. Damit erreichen diese Lampen einen grossen Wirkungsbereich. Die Aufenthaltsdauer im Schein solcher Leuchten duerfte ebenfalls recht kurz sein.

von PowerAM - am 16.11.2012 05:41
Zitat
Kay B
Danke, dann sind die Natrium-Niederdrucklampen also immer in einem zylinderförmigem Gehäuse? Oder gibt es die auch als Ellipsoidform? Und warum benutzt man da nicht die Edisonfassung?

Die ganze Niederdruck-Natriumdampfgeschichte kommt von den Briten. In Großbritannien wurden diese Lampen großflächig verbaut, es gibt kaum eine Straße, wo nicht das bekannte Orange strahlt. Und Bajonettsockel sind dort Standard für alle Leuchtmittel. LPS wurde praktisch nur in dieser Glaszylinderform hergestellt.
Hier ein besonders gelungenes Exemplar: http://www.streetlightonline.co.uk/75b.htm
Front: http://www.streetlightonline.co.uk/

von Nohab - am 16.11.2012 11:40
Zitat
Nohab
Zitat
Kay B
Danke, dann sind die Natrium-Niederdrucklampen also immer in einem zylinderförmigem Gehäuse? Oder gibt es die auch als Ellipsoidform? Und warum benutzt man da nicht die Edisonfassung?

Die ganze Niederdruck-Natriumdampfgeschichte kommt von den Briten. In Großbritannien wurden diese Lampen großflächig verbaut, es gibt kaum eine Straße, wo nicht das bekannte Orange strahlt. Und Bajonettsockel sind dort Standard für alle Leuchtmittel. LPS wurde praktisch nur in dieser Glaszylinderform hergestellt.
Hier ein besonders gelungenes Exemplar: http://www.streetlightonline.co.uk/75b.htm
Front: http://www.streetlightonline.co.uk/


sie würden nicht nur, sie werden immer noch in Glaszylinderforum hergestellt auch werden die lampen noch weiterhin verbaut in GB und der Bajonettanschluss stellt gegenüber der Edisonfassung, die korrekte Lage der LPS in der Leuchte sicher. ;)

von Kohlberger91 - am 16.11.2012 13:28
Zitat
PowerAM
Aber es stimmt, man vermarktet jetzt vermehrt Leuchtstoffroehren und Energiesparlampen mit deutlich in den Gelblichbereich verschobenem Lichtspektrum. Damit will man die bisherigen Verweigerer bedienen, denen diese Lichtquellen zu kalt wirkten. Klar, man versucht das Licht von Gluehlampen mehr oder weniger gut nachzubilden. Wenn's nicht vollkommen uebertrieben 'pissgelb' geworden ist, find' ich's ganz angenehm.


Im Handel werden ja fast nur noch 827er Leuchtmittel angeboten, egal ob T5, T8, G23 oder auch die KLL. Einzig die selten gebrauchten T5 mit 6 oder 8W gibt es als 840. Mit viel Glück haben die Märkte auch mal 18 und 36 W T8-Röhren in 840, aber das war es dann auch schon. Selbst die LED-Leuchtmittel sind meist nur als Warmton (2700…3000 K Farbtemperatur) im Sortiment.
Wie kann man den Bürger diese unmöglichen Farben aufzwingen bzw. dafür sorgen, dass man selbst Leuchtmittel in der gewünschten Farbe nur noch über Online-Vertriebe bestellen kann.

von Radio_DDR - am 19.05.2013 18:49
Was offensichtlich niemand beachtet: Das tatsächlich abgegebene Lichtspektrum.
Eine 100W-Glühlampe liegt irgendwo bei 3000k, ein Halogenstrahler bei ca. 3200 - 3500k.
Dennoch empfinde ich das Licht als wesentlich angenehmer und wärmer als das pissgelbe 2700k-Licht
von einer ESL. Da passen abgegebenes Spektrum und Farbtemperatur effektiv nicht zusammen.
Und echte Vollspektrum-ESLs, die einer Glühlampe Konkurrenz machen können, habe ich noch nicht gesehen.
LEDs sind bei entsprechender Leistung preislich noch keine Konkurrenz, vom Lichtspektrum sieht manches
zumindest auf dem Datenblatt recht brauchbar aus. Da dürfte sich aber noch einiges tun.

von Nohab - am 20.05.2013 09:32
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