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Was fällt euch auf?

Startbeitrag von WiehengeBIERge am 03.03.2013 18:27

Ein typischer Power-AM-OT-Therad :eek: !

- Mir fällt in den letzten Tagen auf, dass es bei uns im Wald inzwischen enorme Rodungen gibt und man an mancher Stelle schon den Wald bis zum Berggipfel gerodet hat. Das gleiche Beobachtete ich auch an anderen Orten im Weserbergland.

Die 50 interessantesten Antworten:

Verkehr :rolleyes: ;-). Ich habe in den 12 Jahren die ich jetzt schon fahre ca. alle 3 Jahre meine Fahrstil geändert. Inzwischen gilt meine Fahrweise für außenstehende als "bummelig" - ist sie aber gar nicht, jedenfalls bin ich mehr oder weniger genau so schnell am Ziel wie früher™.
Dazu kommt auch noch, dass mir das Fahren kurz nachdem ich den Führerschein hatte in den ersten ca 5 Jahren noch Spaß gemacht hat. Das hat sich aber inzwischen in das krasse Gegenteil geändert und ich bin froh wenn ich nicht fahren muss :D.
Man lernt durchaus auch nach mehreren Jahren Fahrpraxis immer noch dazu und sieht vieles ganz anders als zu der Zeit, wo man noch Fahranfänger war. Geht mir jedenfalls so.
Anfangs gehörte ich auch eher zu der Vollgas-Fraktion die meinen dass sie schneller am Ziel sind wenn sie "schneller" fahren und sich gerne mal wegen vermeintlichen "Hindernissen" aufregen, die mir jetzt so auf den Keks geht :D.
Man neigt halt recht schnell dazu zu meinen, man kenne alles, kann alles, und hat schon alles erlebt und kommt mit jeder Situation zurecht, owbohl man den Schein erst ein zwei Jahre hat, und alles was man in der Fahrschule gelernt hat wäre Unsinn und kann getrost ignoriert werden.
Ging mir nicht anders. Hauptsache große Fresse :D.
Dabei fängt das Fahren lernen eigentlich erst an, wenn man mit der Fahrschule fertig ist und hört auch nach 10 Jahren noch nicht auf)...

von WiehengeBIERge - am 18.04.2014 19:07
Mir fielen ebenDT "Spacken" auf, die von Kanalbrücken sprangen (aber nicht nur von der Brücke an sich, sondern ganz oben vom Brückenbogen), auf liegenden Bauhüttenschiffen rumgeturnt sind, fahrende Schiffe angeschwommen haben, ein paar Meter mit gefahren sind, bis die Besatzung das gemerkt hatte und die Jungs mit dem Wasserschlauch vom Schiff gespült hat :D.

Wie hohl muss man eigentlich sein? Erst mal darf man von den Brücken eh nicht springen und eigentlich noch nicht mal im Kanal baden (mir wäre die Brühe dafür eh viel zu dreckig), zweitens kann man in der trüben Brühe gar nicht sehen, was im Wasser schwimmt. Wenn man aus 10 m Höhe auf einer im Wasser treibenden Plastiktüte landet, ist das vom Effekt her der gleiche, wie wenn man auf Beton springen würde!
Und in der Kanalbrühe schwimmen und liegen noch ganz andere Dinge. Auf so ein im Wasser treibendes Reibholz zu springen macht sicher auch nicht gerade Spaß, oder auf ein auf dem Grund liegendes Fahhrad oder anderen Metallschrott (da liegt alles mögliche drin, wie man ja immer wieder sehen kann wenn mal ausgebaggert wird).

Und wer so ein 80 Meter langes 2000 Tonnen-Schiff, das mit 15 km/h fährt anschwimmt und darauf rumklettert, muss irgendwie auch lebensmüde sein. Besonders dann, wenn das Schiff auch noch Bugstrahlruder, also Vorne Propeller zum "lenken" hat (die man als Schwimmer sicher nicht erwartet und auch nicht sieht).

Interessanterweise ist das immer mehr geworden, und es ist immer eine ganz bestimmte Bevölkerungsruppe, die da anzutreffen ist. Diese Bevölkungsgruppe ist nun mal in den letzten Jahren auch immer größer geworden...

Im Ruhrgebiet dagegen bzw. schon südlich von Münster scheint das generell normal und unter Jugendlichen üblich zu sein... Da wird sogar vor Schleusentoren rumgeschwommen was das Zeug hält :wall: .

Als ich in dem Alter war gab es das hier nahezu gar nicht, nur ein paar "Russen" (also Spätaussiedler, jetzt weiß auch jeder, welche Bevölkerunsggruppe ich oben meinte ;-)) badeten da schon im Kanal, nur waren davon damals noch wesentlich weniger hier.

Zwar erzählten die Väter und Großväter damals auch schon immer davon, dass sie im Kanal das Schwimmen gelernt haben und auch durchaus mal Schiffe angeschwommen haben, aber das war ja auch in den 40ern, 50ern und 60ern...
Da fuhren auch noch keine so großen Schiffe mit so großen Abmessungen und Geschwindigkeiten (15 km/h sind auf dem Wasser gar nicht mal so langsam)...

Sobald es draußen mal etwas wärmer ist geht das los, ich hatte viel Gelegenheit, dieses Treiben zu beobachten in der letzten Tagen ;-).

von WiehengeBIERge - am 18.07.2014 20:18
Guten Morgen, Sebastian!

Ich bin im Staat der Arbeiter und Bauern zur Schule gegangen. Essen waehrend des Unterrichts war nicht direkt verboten, jedoch unerwuenscht und wurde auch nicht gemacht. Bonbons oder gar Kaugummi im Unterricht fuehrten zum Rauswurf aus der laufenden Stunde und der Auflage, sofort zur Direktorin zu gehen, um seine Schandtaten zu gestehen. Selten wurde man wieder in die Stunde zurueck gebracht, meist musste man bis zum Pausenklingeln im Lehrerzimmer stehend abwarten. Vom Lehrer, dessen Unterricht man (wie auch immer) gestoert hat, gab es den Auftrag, sich den Stundeninhalt selbst zu erarbeiten und eine umfangreiche Hausaufgabe oben drauf. Abzugeben vor Beginn dessen naechster Stunde - unaufgefordert. Sie wurden stets benotet.

Das Trinken im Unterricht war toleriert, Trinkflaschen usw. hatten aber nicht auf dem Tisch zu stehen. Bei grosser sommerlicher Hitze bekamen wir Tee fuer die Klasse zugeteilt, nebst einer Kiste Plastiktassen. Damit auch getrunken wurde gab es vom Lehrer angesagte Trinkpausen, in der man seine Tasse zu befuellen hatte. Einschliesslich Anstellen in einer Reihe. Diese Tassen durften auf dem Tisch stehen. Zwei oder manchmal drei Trinkpausen pro Stunde waren ueblich, jedoch litt der Unterricht irgendwann darunter, dass immer irgendwer pinkeln gehen musste. Das war im Unterricht auch reglementiert, je Geschlecht durfte zeitgleich immer nur einer gehen.

Telefone gab es damals noch nicht, (eigene) Radios waren verboten und wurden bei Feststellung einkassiert. Abholung nur durch die Eltern.

Meine jetzige Arbeitsstelle ist so HF-dicht, dass Funktelefone nur in den oberen Etagen und nur auf einer Seite in Fensternaehe funktionieren. Mein Telefon ist waehrend der Dienstzeit lautlos. Kollegen sehen das unterschiedlich, es scheint auch einen Wettbewerb um den haesslichsten sowie um den lautesten Klingelton zu geben. Beliebt sind auch stets und staendig Onlinespiele. Wenn's der Chef mitkriegt und nicht gerade in der Mittagspause gespielt wird, dann gibt's 'ne Ansage und irgendeine Sofortaufgabe - z. B. Pappe und Papier zum Container schaffen. Das Aufladen von Telefonen wird geduldet, trotzdem nur der Betrieb dienstlicher Elektrogeraete bzw. privater Geraete mit Pruefplakette gestattet ist. Ein Radio oder eine Kaffeemaschine ohne Pruefplakette zu betreiben, fuehrt zur Abmahnung.

von PowerAM - am 23.08.2015 08:11
Apple ist gar nicht so blöd. Mit der neuen iOS Version wird ein einfach installierbarer AdBlocker für Internetseiten mitgeliefert. Das ist ja schon seit längerem bekannt und viele Autoren und Contentanbieter haben schon dagegen protestiert. Jetzt wurde das Statement von Apple diesbezüglich veröffentlicht. Man möchte das die Anbieter zukünftig Apps für ihre Inhalte programmieren. Denn innerhalb von Apps ist Werbung ausdrücklich erlaubt und wird vom Apple eigenen AdBlocker nicht blockiert. Der Gedanke dahinter: an Werbung die in Apps eingeblendet wird verdient Apple mit. Wie eben im DLF berichtet wurde muss Apple sich halt was überlegen. Der Mobilfunksparte von Apple gehe es aktuell so schlecht wie noch nie. Man sei auf dem besten Weg das Schicksal von Nokia zu teilen. Man habe Trends verschlafen, eigene Schnittstellen und Standards geschaffen die kein Hersteller und kaum ein Kunde mitmachen will (spezielle Stecker und Kabel, anders gepolte Klinkenstecker...), das aktuelle iPad sei ein Ladenhüter und bei den letzten beiden Generationen von iPhones seien die revolutionären Funktionen die ein iPhone immer schon zu einem iPhone machten ausgeblieben.

Das die Aktienkurse von Apple in der letzten Zeit stetig nach unten gingen hab ich mitbekommen. Das ist ja auch regelmäßig Thema in der "Börse am Mittag" im DLF. Aber die Zahlen die eben genannt wurden sind doch schon irgendwie erschreckend. Das hätte ich so nicht vermutet. Oder hab ich mich vielleicht nur schon zu sehr an das iPhone und iPad als feste Größe am Smartphone Markt gewöhnt? So nach dem Motto "Die sind so groß die können gar nicht mehr untergehen".

von Spacelab - am 09.09.2015 10:04
Zitat
Spacelab
Apple ist gar nicht so blöd. Mit der neuen iOS Version wird ein einfach installierbarer AdBlocker für Internetseiten mitgeliefert. Das ist ja schon seit längerem bekannt und viele Autoren und Contentanbieter haben schon dagegen protestiert. Jetzt wurde das Statement von Apple diesbezüglich veröffentlicht. Man möchte das die Anbieter zukünftig Apps für ihre Inhalte programmieren. Denn innerhalb von Apps ist Werbung ausdrücklich erlaubt und wird vom Apple eigenen AdBlocker nicht blockiert. Der Gedanke dahinter: an Werbung die in Apps eingeblendet wird verdient Apple mit. Wie eben im DLF berichtet wurde muss Apple sich halt was überlegen. Der Mobilfunksparte von Apple gehe es aktuell so schlecht wie noch nie. Man sei auf dem besten Weg das Schicksal von Nokia zu teilen. Man habe Trends verschlafen, eigene Schnittstellen und Standards geschaffen die kein Hersteller und kaum ein Kunde mitmachen will (spezielle Stecker und Kabel, anders gepolte Klinkenstecker...), das aktuelle iPad sei ein Ladenhüter und bei den letzten beiden Generationen von iPhones seien die revolutionären Funktionen die ein iPhone immer schon zu einem iPhone machten ausgeblieben.

Das die Aktienkurse von Apple in der letzten Zeit stetig nach unten gingen hab ich mitbekommen. Das ist ja auch regelmäßig Thema in der "Börse am Mittag" im DLF. Aber die Zahlen die eben genannt wurden sind doch schon irgendwie erschreckend. Das hätte ich so nicht vermutet. Oder hab ich mich vielleicht nur schon zu sehr an das iPhone und iPad als feste Größe am Smartphone Markt gewöhnt? So nach dem Motto "Die sind so groß die können gar nicht mehr untergehen".


Aha wird Apple nun einsichtig?
Auch die Preise sind teilweise höher als das Aktuellste Smartphone von Samsung.
Wo bei Samsung mit dem S6 Apple gleichzieht in den Ausstattungsmerkmale (Kein Wechsel Akku und Speicherkartenslot).

von _Yoshi_ - am 09.09.2015 15:17
3D TV ist nur gehyped. Da ich etwas Zeit und Muße hatte hab ich mir mal ein paar 3D Blu-Rays aus dem Kollegenkreis besorgt um das mal selbst auszuprobieren. Nachdem mir die Kalibrierungssoftware meines Monitors gut und gerne 30 Bilchen und kurze Videoclips gezeigt hatte und ich dazu fragen beantworten musste, ging es endlich los. Irgendwie hab ich mir das Spektakulärer vorgestellt. Es gab zwar ein paar "Wow" Momente aber definitiv nicht genug das ich mir extra für teuer Geld eine entsprechende Ausrüstung kaufen würde. Mein LG Monitor kann eh 3D (ist bei verschiedenen Anwendungen auch echt praktisch) und die PC Software spielt sowieso §D Blu-Rays ab. Einen teuren 3D fähigen Flachmann und einen entsprechenden Blu-Ray Player ist das aber nicht wert. Ironischerweise waren die schlechtesten Filme die, mit dem imposantesten 3D Effekt. Da wären Final Destination 5 oder Avatar. FD5 ist einfach nur blöd und mit Avatar konnte ich noch nie etwas anfangen. Die anderen Filme hatten entweder eine stark künstliche Tiefenwirkung als hätte an da bei der Nachbearbeitung noch etwas aufgedreht um das ganze spektakulärer wirken zu lassen. Oder der Film war zu flach und es gab nur wenig 3D Feeling. Was mich aber am meisten nervte waren diese extrem übertriebenen Szenen die man für einen reinen 2D Film nie so gedreht hätte weil es einfach Scheiße aussieht. Eine total schief aufgestellte Kamera und dann eine Pistolenkugel die direkt auf einen zufliegt, oder der Riemen einer Peitsche, oder ein Pfeil oder sonstigen Mist. Anscheinend gibt es keinen 3D Film ohne solche unnormalen Szenen. :rolleyes: Für mich ist das ganze 3D Gedöns reiner Hype.

von Spacelab - am 18.09.2015 18:20
Zitat
Spacelab
Die Amis müssen doch echt einen an der Klatsche haben. Gestern Abend habe ich einen Bericht gesehen in dem gezeigt wurde das die Amerikaner jetzt schon wieder genauso weitermachen wie kurz vor der Finanzkrise. Haben die denn gar nichts gelernt? Die Finanzkrise war doch schon mehr als eine blutige Nase die viele viele Menschen in den USA das letzte Hemd gekostet hat. Selbst andere Länder hatten darunter schwer zu leiden. Und was machen die Amis jetzt? Kaum haben sie wieder ein paar Dollar in der Tasche kaufen sie sich wieder die dicksten Autos und Häuser. Natürlich alles auf Pump. Wie vor der Finanzkrise. In dem TV Bericht hatten sie mehrere Bankmanager im Interview die ganz offen und frei zugegeben haben das die aktuell wieder Kredite raushauen als gäbe es kein morgen mehr. Vor allem an alle und jeden. Ein Verkäufer eines riesigen Ford Autohauses meinte "Wer ein Auto möchte, der bekommt eins. Ohne wenn und aber. Einen entsprechenden Kredit von uns zu kriegen ist kein Thema." Der absolute Verkaufsschlager ist übrigens ein riesen Truck mit V8 Motor und (laut Verkäufer) "nur" 15,4 Liter auf 100km Verbrauch.


Dazu passt im Hinblick auf die kommende Präsidentschaftswahl auch folgendes:

https://www.youtube.com/watch?v=_uwGL5Gg8Rw
https://www.youtube.com/watch?v=gDBNXkTMVx0

Wie so ein derartiges Ausmaß an Dummheit entstehen kann, ist mir auch schleierhaft. Glücklicherweise sind ja nicht alle Amerikaner so drauf, aber einige eben schon. Und die scheinen das größtenteils auch tatsächlich ernst zu meinen. :verrueckt:

von pg09 - am 21.09.2015 22:01
Es gibt Priority-Parameter, die beim Greifen der Drosselung entfallen. Wenn die lokale Zelle ueberlastet ist, dann werden mit einer Verbindung ohne Priority nur noch wenige kB pro Minute uebertragen: "Ich haette da gerne..." - "Nein, ich bin ausgelastet. Halt die Fresse!" Final kann dann die gewuenschte Seite nicht angezeigt werden. Vielleicht hat man eine Stunde spaeter nochmal Glueck.

Damit will dich der Provider zum Kauf eines groesseren Datentarifs bewegen. Frueher hast du beim Ueberschreiten des Inklusivvolumens pro begonnenem MB heftig draufgezahlt. Zum Glueck ist das nicht mehr so! Beim Ueberschreiten des Inklusivvolumens die Datenverbindung abzuschalten, das ist in anderen Laendern durchaus ueblich. Du kannst dann kleine Datenpakete zum grossen Preis nachkaufen - oder dein Inklusivvolumen nach oben anpassen lassen. Sei froh, dass man hier nur drosselt!

Aus Sicht der Provider geht das mit 64 k noch viel zu gut. Vielen reicht das auch, mich eingeschlossen. Allerdings weiss ich aus dem Kollegenkreis, dass mit 32 k manche Mailserver nicht mehr zu erreichen sind, die Fahrplanauskunft von BVG.de selbst beim Laden ohne Bilder nach einer halb geladenen Seite aufhoert und WhatsApp oder Telegram nur noch funktionieren, wenn man dort ebenfalls keine Bilder laedt. Deinem Provider wird's recht sein, irgendwann buchst du das naechstgroessere Inklusivvolumen, inklusive automatischer Vertragsverlaengerung um 24 Monate.

von PowerAM - am 10.10.2015 06:34
Privat nutze ich Chrome wegen der perfekten synchronisierung zwischen meinen ganzen Geräten. Über die Performance kann ich nicht meckern. Ganz im Gegenteil. Aber der RAM Speicher Hunger ist schon beachtlich. Gut auf dem Heim PC ist mir das total Wumpe. Da hab ich genügend davon und auf dem Smartphone gab es diesbezüglich auch nie Probleme. Lediglich auf dem Windows Tablet ist Chrome der totale Krampf. :sneg:

Auf der Arbeit haben wir den Internet Explorer und können auch leider nichts anderes installieren. Das kann nur der Admin. Fürs erste Quartal 2016 sind aber endlich neue Rechner angekündigt und dann soll laut Admin Chrome installiert sein. Aktuell dürfen wir uns wenigstens mit einer Portable Version von Chrome aushelfen.

Mobile Browser sind ja wieder so ein eigenes Kapitel. Diese haben ja oftmals nur den Namen mit der Desktop Version gemeinsam. Opera Mobile hat auf meinem Gerät viele Darstellungsfehler. Und wenn man sich die Bewertungen durchliest nicht nur bei mir.

Opera Mini war damals auf meinem alten leistungsschwachen Handy und wenig High Speed Volumen ein Knaller. Mittlerweile wirkt der Browser aber nur noch oll wie ein Notbehelf.

Firefox Mobile müsste ich mal wieder die aktuelle Version ausprobieren. Das ist nämlich schon etwas her das ich den mal getestet hatte und diese Version war nicht übermäßig toll. Ein Top Mobile Browser soll es aber laut diversen Tests immer noch nicht sein. Also bleib ich halt auch auf dem Smartphone bei Chrome. Der synchronisiert wenigstens perfekt mit meinen anderen Geräten und grobe Darstellungsfehler wie bei anderen Mobile Browsern hab ich auch keine.

von Spacelab - am 10.11.2015 14:01
Am besten bin ich mit der Logitech Performance MX zurecht gekommen. Von der Größe ideal. Vor allem die abschaltbare Rasterung des Scrollrades hat mir gut gefallen. Leider war aber auch genau dieses Rädchen sehr gewöhnungsbedürftig. Denn es war nicht nur dreh- und drückbar. Sondern man konnnte das Rädchen auch nach links und rechts kippen und das war totaler Murks. Denn einfach das Rad drücken ging nicht. Man kippte immer gleichzeitig in eine Richtung. Zum Glück konnte man über die mitgelieferte Treibersoftware bestimmte Tasten/Funktionen einfach mit "Keine Aktion" belegen. Ein absoluter Hammer war der "Blackfield" Sensor der die Oberfläche mit Licht außerhalb des für Menschen sichtbaren Bereichs abtastete. Und das absolut zuverlässig auch auf Oberflächen wo andere optische Mäuse schon längst nicht mehr richtig funktionierten. Nochmals kaufen würde ich diese Maus aber auch nicht mehr da sie schon nach wenigen Monaten aussah als sei sie schon 10 Jahre alt. Die Mattierung hatte in Rekordzeit überall wo man die Maus berührt glänzende Stellen bekommen und der glänzende dünne Metallrahmen wurde überall blind. Außerdem quietschte und knarzte das Teil bei jeder Berührung. Der Stromverbrauch war für eine Maus auch ordentlich. Einen eneloop AA Akku hatte sie innerhalb einer Woche trotz nur moderater Nutzung restlos leer gesaugt. Naja und vor ein paar Tagen ging dann plötzlich von jetzt auf gleich gar nichts mehr. Der Mauszeiger sprang nur noch wild auf dem Bildschirm herum und nach einer intensiven Reinigung war der Blackfield Sensor dann komplett tot. :rolleyes:

Jetzt habe ich eine recht günstige (20 Euro) SppedLink Axon Maus. Das Anfassgefühl ist fast genauso gut wie bei der (damals) 90 Euro teuren Logitech Performance MX. Die Funkübertragung ist sogar noch zuverlässiger. Die Logitech mochte es gar nicht wenn mein Handy mit eingeschaltetem WLAN neben ihr lag. Allerdings gehen mir bei der SpeedLink die Tasten noch zu schwer. Genauso das Scrollrad. Aber das könnte auch Gewöhnugssache sein. Die Logitech war ja schon ziemlich ausgelutscht. Nun bin ich mal gespannt wie der Stromverbrauch der SpedLink Maus ist. Die beiden AAA (also Micro) Batterien halten schon mal eine knappe Woche bei intensiver Nutzung und zeigen bis jetzt noch keine Schwächeerscheinungen.

von Spacelab - am 28.12.2015 18:32
Das erinnert mich an mein ur-altes Blaupunkt San Francisco. Das hatte auch ein Mikrofon für die automatische Lautstärkereglung. Aber da genügte es bereits sich mit dem Beifahrer zu unterhalten damit das Radio lauter drehte und jede weitere Unterhaltung unterband. :joke: Das Gerät hatte es aber auch schwer. Denn ein Tachosignal, quasi als "Referenzpunkt", gab es zu der Zeit noch nicht.

Das ärgerliche ist ja das solche Werksanlagen richtig Geld kosten und dann klingt es wie ein Eimer. Dummerweise wird immer am prinzipbedingt eh schon schwächsten Glied in der Kette gespart. Dem Lautsprecher. Die meisten Werkslautsprecher sind extrem weich aufgehangen. Gerade so das sie die paar Watt des IC Verstärkers des Radios noch vertragen. Dadurch haben die Lautsprecher einen Mörder Bass auch ohne Endstufenspielereien. Der Nachteil ist das der Bass butterweich ist und zum poltern neigt. Und hier fiel mir auf das in den letzten Jahren wohl eine Umgewöhnung des Hörers stattgefunden haben muss. Die Qualität des Basses ist wohl egal. Hauptsache es böllert. Bei der Werksanlage in meinem 98er Skoda Octavia (von Blaupunkt und damals das größte was es für das Auto gab) war es noch genau anders herum. Wenn der Schlagzeuger die Felle prügelte erschreckte man richtig so knallig fest war der Bass. Dafür war Tiefgang Fehlanzeige. Und das trotz externem zum Audiosystem gehörenden Verstärker. Ich weiß noch das in der Fachpresse diese Anlage damals in den höchsten Tönen gelobt wurde. Heute würde man damit wohl keinen Blumentopf mehr gewinnen. Brummt und wummert viel zu wenig. :rolleyes:

von Spacelab - am 04.01.2016 10:27
Und selbst die "besseren" Anlagen im Polo, Golf oder Transporter hauen einem diesen breiigen Mulmbass um die Ohren. :rolleyes:

Nun ja, die Serienanlage im Swift ist gewoehnlich mit an sich ganz manierlichen Panasonic-Radios bestueckt. Im Facelift-NZ/FZ sogar mit zeitgemaesser Ausstattung einschliesslich USB und Bluetooth. Mein Sport ist das Vor-Facelift und hatte noch das VDO-Naviradio bekommen. Dem fehlt leider USB und Bluetooth. Die beigelegte Software ist veraltet, scheint aber dennoch zumindest in meiner Heimatnaehe noch so einigermassen zu passen. Entgegen allen Befuerchtungen ist der UKW-Empfang durchaus zeitgemaess trotz zu kurzer (passiver) Dachantenne.
Und als Lacher fuer alle Mitfahrer kann ich sogar sonntags KBC auf Kurzwelle 6095 kHz im Autoradio hoeren! :joke:
DAB bringt mir jetzt ein DABman 60+ ins Auto. Zwar gefaellt mir das Kabelverhau nicht, ich will aber auch kein anderes Radio in den Swift stopfen. Das bedarf eines Adapterrahmens, der zwar die Option auf ein 2-DIN-Radio bieten wuerde, trotzdem genauso nach einer Bastelloesung aussieht.

Die meisten werden mit der Lautsprecherbestueckung wohl durchaus leben koennen. Die Zeiten der rollenden Diskothek sind bei mir jedenfalls vorbei. Mir spielt es laut genug und da mir das Radio mehr als nur Baesse und Hoehen als Einstellmoeglichkeiten bietet, habe ich den abgrundtiefen Weichbass etwas einbremsen koennen. Einbremsen musste ich auch die Hochtoener, deren originale Weichung sie nur ganz weit oben mitspielen liess. Dann allerdings vollkommen ueberzeichnet. Hab' sie jetzt durch schlichtes Ausprobieren etwas tiefer einsetzen lassen, womit sie durchaus noch etwas zur Stimmenabbildung beitragen koennen. Der Bereich fehlte naemlich vollkommen, man baute also auf die in den 1980ern so angesagte V-Kurve aus fettem Bass und ueberzogenen Hoehen bei zeitgleicher Mittenabsenkung. Einbremsen, also leiser spielen lassen, musste ich die Hochtoener dennoch. Nun ist es ertraeglich!

Was mich noch immer grinsen laesst, das ist das serienmaessige "Soundpaket" im Smart 450. Mit 'nem anderen Radio und der Nachruestung eigener Weichen fuer die Hochtoener (original macht es das Radio mit) hat diese Ausstattung anstaendig Zeck! Die 13er Baesse sind recht knackig aufgehangen und ballern in durchaus abgemessene Bassreflexgehaeuse. Wenn man die etwas versteift und so am Schwingen hindert, dann geht diese Musikanlage ganz gut ab! Ein guter Freund hat die 13er Andrian in diesen Gehaeusen und auch die Hochtoener aus gleicher Quelle, was nochmal ein Zugewinn war.

von PowerAM - am 04.01.2016 11:33
Dass ich wohl der einzige bin, der mit dem gefrierenden Regen letzte Nacht so seine Probleme hatte. Die 24 km Heimfahrt war mit Durchschnittstempo 50 bei teils schneeglatter Landstraße kein Problem. Zwischen 6:00 und 6:45 kamen mir 6 Streufahrzeuge entgegen.

Nur bei der Einfahrt nach Eppstein wurde es haarig. Kopfsteinpflaster und aktuell noch NICHT gestreut. Also Kiste geparkt und die 50 m zu Fuß sind ja wohl kein Problem. Haha. Für die 50 m Luftlinie braucht ich 45 Minuten! Genauso lange wie für die 24 km! :mad:

Unsere Hütte hat drei Zugänge. Einen unten und zwei oben, für die man 900 m durch den Ort bergauf gehen oder fahren muss. Der untere, ein Trampelpfad, liegt 20 m nach der 20% steilen Burgzufahrt, ebenfalls klassisches Kopfsteinpflaster. Links dieser Zufahrt konnte ich mich an dem Stahlgeländer, wenn auch wackelig, so doch ohne wegzurutschen auf der spiegelglatten Fläche hochziehen. Ja, bis zum Eingang. Auf der anderen Seite. :mad: Dazwischen 4 m glatte Steilheit. Da stand ich und suchte nach Utensilien, die mir Haftung gewährten. Vielleicht hätte es auf allen Vieren geklappt, aber so erniedrigen wollte ich mich dann doch nicht und bin wieder rückwärts sturzfrei runter zur Hauptstraße.

I'm Walking... Pfeif auf die extra 900 m, es wird ja wohl auf den Bürgersteigen gestreut sein. Denkste. Der Bäcker hatte zwar auf, war aber total leer. Ich hangelte mich entlang, an allem festhaltend, was greifbar war, bis zur ersten Bergetappe. Die Straße war frei. Ich ging als Auto mit T-Lampe.

Die Etappe 2 war schon heftiger mit ihren 19 %. Die wurde soeben gestreut, also noch unbegehbar. Oder doch? RUMMS! Nein, doch noch nicht. Der Läppi hat's überlebt. Letzte Prüfung war die nicht gestreute Strecke entlang einer hohen Mauer. Keine Angriffsfläche, also wieder rüber auf die andere Seite zum Jägerzaun. RUMMS. Scheiße. Mit nur zwei Touch downs kam ich dann irgendwann wohlbehalten zuhause an. :)

von Erich Hoinicke - am 23.01.2016 17:02
PAM, wieso "wieder"? ;) Was mir schon lange auffällt, ist, dass in geschlossenen Ortschaften immer öfter auf den letzten Metern vor einem eingeschert wird. Konnte ich früher sicher sein, dass ein Rechts- oder Linksabbieger vor einem bei Tempo 50 noch die letzten 40...50 m wartete, bevor er losfuhr, muss ich heute mittlerweile auf den letzten 10 m bremsbereit die Kandidaten im Blick behalten.

Vor 10 Tagen das Paradebeispiel: Vorfahrtsstraße vor einer ampelfreien Kreuzung, rechts und links je ein wartender PKW. Der rechte scherte in 20...25 m Abstand ein, unschön, aber noch keine Notbremsung nötig. Dann der Hammer: PKW 2 von links hängt sich auch noch rein, das waren keine 5 m mehr. Vollbremsung mit Lenkeinschlag rechts (mein erstes ABS-Manöver überhaupt) und dann erst mal sortiert und hinterhergefahren. Um das nochmal klarzustellen, ohne Ausweichmanöver wäre nicht ich ihr (ja, war eine Frau), sondern SIE MIR in die Seite gefahren. Hupen ließ ich danach auch sein, die wusste glaub ich gar nicht, was sie nicht gesehen hat. Noch zwei Fast-Unfälle wegen Unaufmerksamkeit gefällig?

Vor 5 Tagen (Vatertag):zweispurige Ortsdurchfahrt, PKW links knapp vor mir, ich rechts, ca 200 m im toten Winkel. Er zog ohne Blinken langsam rüber. Vollbremsung ohne Lenkeinschlag MIT Hupen. Er entschuldigte sich. Abgehakt.


Vor 4 Tagen (Heimweg vom WI-Radiostammtisch): Ähnliche Situation mit vertauschter Position. Ich musste nach rechts, sah nichts im Rückspiegel, blinkte und in dem Moment überholte mich rechts ein PKW, vielleicht 10 km/h schneller als ich mit meinen 60. Ich hätte bei Blechkontakt sogar Mitschuld gehabt.

Ach ja, vor 2 Wochen ist mir etwa 500 m lang auf der Bundesstraße jemand mit 80 in akzeptablem Abstand gefolgt, aber mit permanent gesenktem Kopf. SMS? What's App? Spielchen?

Ohne Worte....

von Erich Hoinicke - am 09.05.2016 17:19
Zitat
Erich Hoinicke
Also wenn das eine "normale" nicht mehrspurige Straße ist, fahre ich in dem Fall ganz dicht an den Mittelstreifen ran und blinke links. Eindeutiges Signal.


Die Strasse verfuegte ueber je eine Richtungsfahrbahn. Gut bzw. breit ausgebaut, etwas breiter als eine ueblich ausgebaute Bundesstrasse. Es blinkte links.

Zitat
Erich Hoinicke
Und so platziert, wo will der Kandidat hinter Dir Dich dann überholen, links auf der Gegenfahrbahn?


Die paar Fahrzeuge hinter mir ordneten sich weit rechts ein und verlangsamten sich. Rechts an einem wartenden Linksabbieger vorbei zu fahren, wuerde mit recht schmalen Fahrzeugen recht entspannt gelingen. Den links von denen frei gewordenen Raum einschliesslich eines Teils der Gegenfahrbahn nutzte der Rennfahrer, um sich schon mal nach vorn zu arbeiten. Zumal ihm deshalb der Lenker des letzte Fahrzeugs aus dem Gegenverkehr zum aus seiner Sicht rechten Fahrbahnrand hin auswich. Bis dahin glaubte ich noch, es wuerde sich um einen weiteren Linksabbieger handeln. Bis direkt hinter mich hatte er sich schon vorgearbeitet, nutzte das Passieren des letzten Fahrzeugs aus dem Gegenverkehr zum Ausscheren und zog links an mir vorbei.

Unter dem Strich eine Aktion mit hohem Risiko, jedoch offenbar gutem Reaktionsvermoegen des Rennfahrers und ueppiger Motorleistung des Fahrzeugs. Es schien mir so, als haette der sowas nicht zum ersten Mal gemacht. Es ist schon laestig, dass solchen "Koennern" immer irgendwer im Weg stehen muss und ihre "Persoenlichkeitsentfaltung" behindert...

von PowerAM - am 10.05.2016 04:33
Zitat
Erich Hoinicke
Zitat
Habakukk
Es gab zwar die letzten Jahre immer schon recht wenig Bienen, aber heuer habe ich das Gefühl, dass es fast gar keine mehr gibt. Aber noch nicht mal nennenswert viele Hummeln verirren sich zu uns in die Siedlung, obwohl es überall wie verrückt blüht. Hat der unerwartete Frost zuletzt die alle gekillt, oder was ist da los?


Bienensterben wegen vermehrt eingesetzter Pestizide ist ein Dauerthema in den Medien. Nur ein Link unter vielen: http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2015-04/bienen-studie-neonicotinoide

Dass ganze Bienenvölker, für mit Pestiziden behandelte Großplantagen privat angemietet, von beiden Geschäftspartnern in einem Drahtseilakt, "noch bestäuben oder schon daran sterben" tolerierter Bestandteil ihres Geschäftsmodells ist, macht wütend. Staatliche Kontrolle? Fehlanzeige und auch wenig erfolgsversprechend. Vielleicht nach dem ersten Totalausfall einer deutschen Obsternte. Wobei - Europa ist groß...


Leider werden die Leute das immer erst dann merken, was sie angerichtet haben, wenn es schon zu spät ist. Die Sache mit den Pestiziden ist eine unheimliche Sauerei, ja. Ich weiß auch von vielen Imkern, dass das ein echtes Problem ist.

Und ein anderes Problem ist sicher auch, dass man hier den Wiesen kaum noch Zeit zum wachsen und blühen lässt. Wir haben Anfang Mai und manche Wiese wurde hier schon zum 2.Mal gemäht(!!!). Und jedes mal wieder Gülle drauf, damit auch ja schnell wieder was zum Mähen da ist. Wo soll da eine Biene überhaupt noch was finden?

Ich habe jedenfalls das Gefühl, dass es (zumindest hier) heuer nochmal deutlich weniger Bienen geworden sind. Es ist Frühjahr, alles blüht (zumindest in den Siedlungen und an diversen Bäumen), da muss es doch an den entsprechenden Stellen summen und brummen, aber nix... Vielleicht war es auch wirklich nur der überraschende Frost? Manche Bäume (z.B. diverse Walnussbäume) haben ihre frischen Blätter gleich wieder abgeworfen und müssen nochmal von vorne anfangen.

Das mit dem gezielten Todeseinsatz auf Großplantagen wusste ich allerdings nicht. Hat ja was von Arbeiten in Tschernobyl...

Die Menschheit wird echt immer blöder. Aber Hauptsache, der Rubel rollt...

von Habakukk - am 11.05.2016 07:17
Für die Zeit in der mir meine neue Heckscheibe eingebaut wurde hat mir die Firma ein Leihauto zur Verfügung gestellt. Einen Chrysler PT Cruiser. Von der Ausstattung her war es offensichtlich eine mittlere Modellvariante und mit der Erstanmeldung 2010 muss es auch eines der letzten Fahrzeuge gewesen sein. 2010 wurde ja die Produktion des PT Cruiser eingestellt.

Also das Auto war eine Katastrophe! Der von Mercedes gebaute Diesel Motor musste geprügelt werden sonst kam das Teil nicht in die Hufe. Erst ab 3.500 U/Min. kam Schub. Darunter glaubte man, man hätte einen schweren Anhänger am Auto. Und das bei einem 150PS Motor. :rolleyes: Das schlimmste war aber die Verarbeitungsqualität. Das war alles so billig und die Knöpfe komplett fehlpositioniert und wackelig. Das war schon eine glatte Unverschämtheit so etwas einem Käufer vorzusetzen. Ohne den Blick lange von der Straße zu nehmen konnte man noch nicht mal den Heckscheibenwischer anschalten. Dessen Knopf liegt zwischen 4 anderen exakt gleich aussehenden ganz unten im dunkeln vor dem Schaltknauf. Da kommt man weder gut ran weil der Knauf immer im Weg ist und blind einschalten ist auch nicht weil sich alle Knöpfe exakt gleich anfühlen. Dann sehen die Lüftungsschlitze im Armaturenbrett aus als hätte man sie mit einer Stichsäge reingesägt. Ungefähr so zerrupft sind die Schlitze auch. Nichts entgratet oder abgerundet. Das Material der Sitze, eine Mischung aus Kunstleder und einer undefinierbaren Art von Stoff, sieht extrem billig aus und fühlt sich auch so an. Dann ist im Fahrzeug alles so rappelig und wackelig. Also ich war froh das Teil wieder los geworden zu sein.

DAS war übrigens das verbaute Werksradio. Laut Verleiher hat dieses schon saftig Aufpreis gekostet da normal nur ein Radio ohne alles (also ohne CD, Kassette oder sonst was) verbaut war. Außerdem hatte das Serienradio nur zwei trötige Breitbänder in den vorderen Türen. Sonst nix. Bei diesem Modell gab es wenigstens vorne ein 2 Wege System (das immer noch zum heulen schlecht klang) und ein paar Breitbänder für die hinteren Passagiere. Der CD Wechsler saß unter dem Beifahrersitz und laut Verleiher funktionierte dieser noch nie besonders gut. Bei jeder gröberen Bodenwelle oder Schlagloch gab es einen heftigen Hüpfer in der Musik. Was mich ja am meisten störte war der, trotz traditioneller Teleskopantenne, sehr schlechte Empfang des Tuners und dass das Radio sogar auf den Dreh am Lautstärkeregler nur stark verzögert reagierte. Genauso wie auf das bedienen der kleinen Bass und Höhen Schieber.

von Spacelab - am 17.06.2016 08:45
Die Wellen schlagen ja heute ziemlich hoch weil Apple die Kopfhörerbuchse abgeschafft hat. Apple hat ja eingelenkt und gesagt das man mit diesem Widerspruch der User nicht gerechnet habe und zur Entschärfung jedem iPhone einen Adapter von Lightning auf Klinke beilegt. "Lächerliche Aktion" und "Totaler Mist" waren die Reaktionen. Denn Musikhören und gleichzeitig aufladen ist so nicht möglich. Außerdem dürfte die Lighning Buchse im iPhone ziemlich heftig belastet werden wenn dort ein Adapter und dort wiederung der Klinke Stecker des Kopfhörers drin steckt. Aber Apple habe auch daran gedacht und extra die "AirPods" entwickelt. Das sind diese Ohrstöpsel mit eingebautem Bluetoothempfänger wie man sie schon seit längerem beispielsweise von Samsung oder LG bekommt. Die Nachteile: nach maximal 5 Stunden (maximal 3 Stunden bei höherer Lautstärke) ist Feierabend. Außerdem kosten die Teile saftige 179 Euro in Standard weiß. Andere Farben wird es geben, kosten dann aber auch noch mehr. Pink und Goldfarben kommen beispielsweise auf 199 Euro.

Rein von den Herstellungskosten des iPhones bringt das weglassen der Kopfhörerbuchse gar nichts. Ich hätte es ja vielleicht noch verstanden wenn man die komplette Audioverarbeitung im Smartphone eingespart und gesagt hätte das man das alles an externe ansteckbare DACs oder Bluetoothgeräte abwälzt. Dann hätte Apple wirklich richtig Geld sparen können. Aber eine komplette Audioeinheit zu verbauen und dann die Anschlussbuchse wegzulassen hat schon was "spezielles".

Die Fachwelt ärgert sich über Apple. Denn Tim Cook versprach das man sich wieder den allgemeinen Standards nähern und aus der immer wieder stark kritisierten Apple Blase herauskommen wolle. Denn nur mit gemeinsamen Standards könne man auch gemeinsam neue Ideen verwirklichen, so Tim Cook vor noch nicht mal allzu langer Zeit. Und dann kommt so ein Klopper mit der fehlenden Kopfhörerbuchse. Damals gab es schon reichlich Unmut über die vom Standard abweichende Belegung der Klinkenbuchse und die Hersteller von Zusatzgeräten mussten zwei verschiedene Modelle fertigen. Eines speziell für Apple und ein zweites für alle anderen.

von Spacelab - am 08.09.2016 08:59
Das ist übel! Im Nachbarort war es vor ein paar Jahren mal genauso. Die Gerüstbaufirma hat nicht sofort am Freitag nach der Renovierung ihr Gerüst abgebaut sondern übers Wochenende stehen lassen. Als ich am Montag morgen vorbei fuhr war die komplette neue Fassade von oben bis unten komplett vollgesprüht und auf der Wiese vor dem Haus lag ein riesen Haufen von Spraydosen. Das geht mir irgendwie nicht in den Kopf. Die Spraydosen müssen doch richtig Kohle gekostet haben. Und dann hat man noch nicht mal gemalt oder so. Sondern einfach nur wild drauf gesprüht. Einfach nur Linien, ein paar dicke Punkte wo die Farbe schon in dicken Bächen runterlief so als hätten sie einfach nur die Dose leer sprühen lassen ohne sie zu bewegen, der Brüller waren 3 Versuche ein Hakenkreuz zu malen und keines war richtig und so weiter... Dann haben sie noch zwei neue Fenster eingetreten, die neue Haustür war auch beschädigt und die Briefkästen wurden zusammengetreten. Zum Glück war das Haus noch leer und nicht bewohnt. Ich glaube die hätten auch kein Problem damit gehabt die Anwohner zu verdreschen. :rolleyes:

Es waren 3 Personen die alle recht schnell gefasst wurden. Gegenüber des Hauses ist nämlich eine Tankstelle. Diese hat zwar nachts geschlossen aber deren Überwachungskameras laufen trotzdem weiter. Das haben diese Hirnakrobaten aber nicht geahnt. Die dachten wohl "Tanke zu = Kameras aus". Zuerst müssen die 3 Idioten in der Nachtbeleuchtung der Tanke ihre 3 Reisetaschen mit den Farbdosen geleert und neu sortiert haben und dann ging es los. Am Bildrand einer der Kameras sah man das Haus und die Deppen bei ihrer "Arbeit". 2 von ihnen waren bereits Polizeibekannt und den dritten hatte die Polizei dann natürlich auch schnell. Der Fall ging hier tagelang als totale Lachnummer schön mit Fotos durch die Presse. :mfinger:

von Spacelab - am 04.10.2016 10:45
Zitat
pomnitz26
Ich hoffe der Vorschlagende geht mit gutem Beispiel bzw. Verzicht auf seinen Urlaub voran. Unser Dauerarbeiter ist nun mit seiner Bandscheibe im Krankenhaus. Der OP Termin war 11 Uhr. Natürlich kann man da noch bis 10:45 Uhr arbeiten. Nicht falsch verstehen, ich mag diesen Mensch sehr, sein Einsatz, Zuverlässigkeit und Rücksichtnahme sind erstklassig. Trotzdem muß Gott ihn stoppen. Mit seinem 340 Arbeitsstunden pro Monat setzt er unmenschliche Voraussetzungen. Naja, über 40 verschwinden eigentlich alle früher oder ein wenig später.


Ich habe ein gewisses Verständnis dafür, dass Kinderlose ihren Urlaub außerhalb der Schulferien nehmen sollen, sofern möglich (geht auch nicht immer!). Die Aufforderung, ihn im November zu nehmen, ist allerdings schon reichlich unverschämt. Ich wüßte da innerhalb Europas kein lohnenswertes Urlaubsziel. Wäre für mich dann der Moment, zu wissen, dass der Wechsel zu einem vernünftigeren Arbeitgeber angebracht ist. Wer beim Urlaub so denkt, denkt auch in anderen Bereichen realitätsfremd.

Was nun Arbeitszeiten betrifft: Es gibt nicht umsonst eine Arbeitszeitrichtlinie in der EU, und nach der ist die durchschnittliche Wochenarbeitszeit im Mittel über einen bestimmten Zeitraum auf 40 (?) Stunden zu beschränken. Die Tageshöchstarbeitszeit darf ohne Ausnahmegenehmigung nicht 10 Stunden überschreiten.
PUNKT.
Natürlich wird kein vernünftiger Arbeitnehmer mit der Stoppuhr da stehen, wenn es brennt.
KEIN Arbeitgeber spart Geld, indem er seine Leute auf Verschleiß fährt. Sobald er wieder neue Leute suchen muss (zumindest hier im Süden ein kostspieliges Unterfangen - da muß man dann oft schon Headhunter einschalten, und die wollen richtig Kohle) und sie einlernen muss, wirds teuer. Von den indirekten Kosten für Alle (höhere Sozialabgaben aufgrund hoher Ausgaben zur Behebung gesundheitlicher Schäden und Alimentation dauerhaft Geschädigter) mal ganz zu schweigen.

von DH0GHU - am 09.10.2016 08:01
Extremer Schichtdienst oder Arbeit fernab von zuhause sind sowieso beziehungsfeindlich. Gerade, wenn man nur am Wochenende zuhause ist und von der Arbeit der Woche ausgelaugt, kollidiert das mit dem, was gewoehnlich vom Zusammenleben erwartet wird.

Einige aus meinem Freundeskreis haben aus solchen Gruenden ihren Arbeitgeber gewechselt, um z. B. aus Montagetaetigkeit "im Westen" raus zu kommen. Das zieht oftmals deutlich spuerbare Einkommensverluste nach sich, da im Osten fernab der Metropolen Berlin, Potsdam usw. erheblich weniger gezahlt wird als im Westen.


Vor kurzem liess sich jemand von einer Spedition aus dem Raum Muenster anwerben, die ein Berliner Buero hat. Der Wechsel brachte ploetzlich als Speditionskauffrau (!) gut 1/5 mehr in die Tasche, keinen "ultraflexiblen Schichtdienst" mit Doppelschichten wegen Personalmangel und nun 5 Tage mehr als den gesetzlichen Mindesturlaub.

Dass die es schaffen, einen Schichtplan mit Wechsel nach 2 Wochen aufzustellen und tatsaechlich auch einzuhalten, dass glaubt sie nach dem ersten Monat bei dem Unternehmen inzwischen wirklich. Bisher keine Ueberstunden, ein Abschlag wurde in der ersten Arbeitswoche angeboten und das Geld kam puenktlich. Sie fragte bei den Kollegen natuerlich und bekam als Antwort: "Unser Geld haben wir immer puenktlich bekommen."

Es gibt transparente und fuer alle gleiche Arbeitsvertraege, Einkommensverbesserungen nach 2, 5, 10... Jahren Betriebszugehoerigkeit und beim (bislang jaehrlichen) Erreichen der Zielvorgabe eine fuer alle gleiche Praemie. Doof ist natuerlich, dass in der Branche der Sonnabend regulaerer Arbeitstag ist. Aber da die 40 Stunden je Woche auf 6 Tage aufzuteilen sind, hat man wochentags etwas mehr Freizeit. Da ist sie bereits um 14:30 Uhr zuhause.

von PowerAM - am 09.10.2016 08:50
Das mit dem "Angriff von außen" passt aber irgendwie auch nicht. Denn sehr viele Betroffene reden von langsamen Übertragungsraten und das sich die Router sehr wohl nach einem Neustart wieder neu und korrekt verbunden hätten. Aber es gab immer wieder Intervalle wo das Netz extrem in die Knie ging bis irgendwann gar nichts mehr lief. Komischerweise konnte man einige Zeit wieder halbwegs normal im Netz surfen wenn man nicht den voreingestellten DNS Server der Telekom nutzte. Dieser soll nämlich als einer der ersten Down gewesen sein. Wenn es tatsächlich einen Angriff von außen gegeben haben sollte, dann aber eher auf die Server der Telekom und nicht auf die Router der Kunden. Man will bei der Telekom den schwarzen Peter doch nicht etwa einem Botnet in die Schuhe schieben was ja momentan so passend eh in aller Munde ist? :sagnix:

Zitat

Na die Störung wurde doch auf sämtlichen Radioprogrammen gemeldet. Hört ihr kein Radio?

Wenn ich nicht im Büro bin läuft grundsätzlich nur noch Spotify. Im Radio hab ich davon erst gehört als mein Arbeitskollege mich schon aufgeklärt hatte.

Zitat

Bei uns ist das ja normal das Sonntag Abend das Festnetz zusammenbricht. Dafür haben wir ja das zuverlässige Mobilfunknetz mit großen Datenvolumen.

Na das ist aber auch schon arg grenzwertig. Da hat man mit der Telekom die teuerste Apotheke am Platz und muss sich dann trotzdem noch zusätzlich einen dicken Mobilfunkvertrag mit reichlich Highspeed Volumen zulegen. Merkste selbst gell? ;-)

von Spacelab - am 28.11.2016 12:59
@PAM: Du meinst: Sie begehen den Straftatbestand der Nötigung, außerdem Gefährung des Straßenverkehrs? Das ist für Berlin ja harmlos, versuchter Totschlag ist doch das Mindeste.


Bei einem guten Freund war auch lange nicht klar, ob er wie gewohnt um Weihnachten herum Urlaub nehmen kann. Der Kunde seiner Firma macht nicht wie gewohnt über Weihnachten dicht.
Ich hatte nochmal Glück, dass ich wichtige Meilensteine im Projekt rechtzeitig erreicht habe - ein paar meiner Kollegen müssen durchackern.
Das Quartals- und Jahresdenken der Bilanzierer hat dümmlicherweise vollkommen auf die gesamte Beschäftigtenwelt durchgeschlagen. Projekte müssen unbedingt zum 31.12., also besser zum 23.12., fertig sein. 5.1. wäre ein Misserfolg. Das führt dann dazu, dass aus der besinnlichen Weihnachtszeit Streß hoch drei wird. Feiertagsvorbereitungen/Geschenkekauf, ggf. Kurzurlaub, und dazu auch noch die arbeitsrechste Zeit im Jahr. Sinnvoll und intelligent ist das nicht, und mit Weihnachten hat das garnichts mehr zu tun.

Wenn das deutsche Arbeitsrecht etwas flexibler beim Verbrauch des Resturlaubs (31.3. als übliche Frist) wäre, würde ich auch auf den Urlaub "zwischen den Feiertagen" ganz oder teilweise verzichten. Den 23. und 27.12. nehme ich ganz gerne frei, ansonsten habe ich Urlaub lieber in der warmen Jahreszeit. Die beginnt aber erst nach dem 31.3.... Oder im Herbst... und ganz ohne Reserven möchte ich nicht kalkulieren.

von DH0GHU - am 29.12.2016 09:26
Das war vorhin offenbar unabhängig Thema eines rbb- und eines BR-Programms. Die Bausaison hat begonnen oder beginnt. Spätestens mit Beginn des Osterreiseverkehrs müssen die Baustellen eingerichtet sein.

Hier hat man eine Baustelle an einer Hauptverkehrsstraße eingerichtet. Direkt hinter einer Kurve ist einspurige Verkehrsführung. Mich betrifft das auf dem Heimweg und je nach Verkehrsdichte kostet es zwischen 5 und 15 min, bis man durch ist. 15 min ist etwa auch die Fahrzeit, die man bei einer Umfahrung brauchen würde. Schön an der Baustelleneinrichtung ist aber, dass man praktisch nichts sieht, wenn man direkt vor der Absperrung anhalten würde. Zielführend ist, etwa 30 min davor anzuhalten, damit man das Ende des Gegenverkehrs tatsächlich sehen kann. Macht man das, so wird man dafür direkt angehupt.

An exakt dieser Baustelle fiel mir heute auf, dass ein Toyota-Fahrer vor mir anhielt, um den vorrangberechtigten Gegenverkehr passieren zu lassen. Hinter uns startete jedoch eine Mercedes-Fahrerin durch und schoss noch an uns vorbei durch die Baustelle. Folge: Der Gegenverkehr wurde zum hastigen Anhalten gezwungen.

Angesichts der schlechten Einsehbarkeit der gesamten Baustelle wäre das Aufstellen einer Ampel weise gewesen. Alternativ die Vollsperrung und der Verweis auf die ohnehin vorhandene Umfahrungsmöglichkeit.

Es ist offenbar auch selbstverständlich, dass seit dem Aufstellen derAbsperrungen in der Mitte der vergangenen Woche nichts weiter passiert ist. Weder gab es Straßenschäden noch sind ein Baugrund oder irgendwelche Bautätigkeiten erkennbar.

von PowerAM - am 07.04.2017 12:59
"20 verschiedene Schnitzelgerichte, ab 6,99 EUR" :sagnix: Okay, gehst du mal rein! Das bleifreie Erdinger gab es schnell, auf "Schnitzel mit Spargel" musste ich eine Stunde warten. Das Gasthaus war dabei nicht einmal voll. Okay, hingenommen.

Das Schnitzel mit Spargel kam, sah auf den ersten Blick auch nicht schlecht aus. Gewissenhaft wurden die Spargelstangen so hingelegt, dass es anfangs nicht auffiel, dass man Spargelbruch verarbeitet hatte. Nun gut, zum Saisonbeginn ist Spargel noch überteuert und ich kaufe z. Z. auch nur unsortierten, Suppen- oder eben Bruchspargel. Wobei ich meine, dass im Restaurant Bruchspargel eigentlich nur in der Spargelsuppe oder im Spargelsalat verarbeitet werden sollte. Sonst müsste man darauf hinweisen, meine ich. Ich hätte nicht gemault, wenn es eine oder zwei Stangen erwischt hätte, die beim Putzen gebrochen sind und die man deswegen nicht aussortieren wollte.

Der eigentliche Witz war aber das Schnitzel. Sowas sehniges traut sich nicht einmal unsere Mensaküche auszugeben und die hatte sich von einigen Lieferanten ab und an schon ziemlich mieses Zeug andrehen lassen. Darauf und auch auf den verarbeiteteten Spargelbruch sprach ich die Bedienung an, die antwortete: "Ich kann Ihnen gern ein anderes Schnitzel braten lassen, aber die sind alle nicht anders. Stangenspargel ist dem Chef zu teuer, der kauft nur ein, was er billig kriegt." Wie gut, dass ich das Geld für die Rechnung zufällig passend hatte...

von PowerAM - am 15.04.2017 12:11
Ich hatte heute die besondere Priorität eines Behindertenfahrdienstes offenbar nicht richtig erkannt. Der zog unter Verzicht auf den Fahrtrichtungsanzeiger direkt am Beginn seines Beschleunigungsstreifens auf die Autobahn (erlaubt: 60 km/h für LKW, 80 km/h für die übrigen Fahrzeuge). Eine Gefahrenbremsung bis auf unter Tempo 30 verhinderte den Zusammenstoß. An dem hätte ich sicherlich den überwiegenden Anteil der Schuld gekriegt, da es nicht mehr für einen den Hergang besser beweisenden Einschlag in die Flanke des Kleinbusses gereicht hätte. Wer jemand ins Heck kracht, dem wird erfahrungsgemäß die Schuld alleinig oder überwiegend zugeschoben.

Das zweite Mal wechselte ich die Gesichtsfarbe, als ein neben mir auf der einer Geradeaus-Spur stehender Golf-Fahrer ebenfalls ohne zu blinken links abbog. In der Linksabbiegerspur stand ich als einziger ganz vorn. Auch hier war eine schnelle Reaktion und sofortiges Anhalten erforderlich. Auf quietschende Reifen und eine tönende Hupe des Smart bekam ich nur den ''Vogel'' als Reaktion. Klar auch, dass für das in Krefeld zugelassene Fahrzeug die sich nach dem Linksabbiegen anschließende Lärmschutz-30 keine Gültigkeit hatte. Vorsichtig geschätzt war das Fahrtempo ungefähr doppelt so hoch.

Mit einem Fahrzeug, dessen Zeitwert bei 2/3 des Preises eines Berlin-ABC-Jahrestickets liegt, hält man selbstverständlich an. Jeder, der mehr für sein Fahrzeug bezahlt hat, der hat auch Vorfahrt.

von PowerAM - am 15.06.2017 06:18
Das mein Auto immer was zu meckern findet obwohl es doch erst zu "Vollen Service" war. Es wurde tatsächlich ein Softwareupdate für die elektronische Handbremse durchgeführt, sie soll nun ehr ansprechen. Bei mir sehen die hinteren Bremsscheiben katastrophal aus. Im übrigen an der Ampel stehend zieht die Handbremse leicht an und wird durch die Kupplung gelöst. Das Handbremssymbol leuchtet grün statt rot. Auch hier leuchten ständig die Bremsleuchten. Das dumme der Werkstatt war die Automatik abzuschalten, das Auto rollte mir geparkt einfach los. Gut das es rechtzeitig passierte und ich den Gang immer noch einlege. Auch der sich automatisch absenkende Rückspiegel wurde ausgestellt. Auf alle Fälle wurde überall am Auto rumgefummelt.
[attachment 9556 14.07.201719-42OfficeLens2.jpg]Ich mache mal weiter. Tatsächlich beginnt sich der Rost der hinteren Bremsscheiben wieder zu lösen. Beim öffnen des Fahrzeugschlüssel fiel eine dünne 3V CR2025 Knopfzelle heraus. Eingesetzt wurde ein leistungsfähigere 3V CR2032 Knopfzelle aus einem viel älteren Fahrzeugschlüssel. Das zeigt man spart überall. Was mein nächstes Auto wird und ob es überhaupt notwendig ist ein neues zu kaufen werde ich mir sehr genau überlegen. Nicht das ich nicht zufrieden wäre aber Fahren können andere auch. Erstmal noch den fünfstelligen Betrag abzahlen. Die Here Routenführung kann sowohl im Auto als auch am Handy kostenlos heruntergeladen werden. Sie ist Juli 2017, auf dem Handy fast monatlich neu. Das Auto bietet TMC Pro, aber scheinbar nur mit DAB+. Ohne DAB+ nur TMC so in den letzten Leihwagen gesehen. Waze hatte ich mal probiert und bin schnell wieder bei Here Karten gelandet. Google schickt einen manchmal Wege die nur fürs Fahrrad geeignet sind. Könnte man bei Google Maps unbefestigte Wege aussperren wäre es echt gut. Google Maps und Here Karten hatte im Ballungsräumen Freitag Nachmittag immer gleiche Routenberechnung bei gleicher Ankunftszeit.

von pomnitz26 - am 15.07.2017 10:20
Das dürfte es für die meisten anderen Amazon Underground Nutzer auch gewesen sein. Denn Amazon sagt selbst das Underground nicht so wirklich gut genutzt wird. Und wenn ich mir das Angebot dort mal anschaue glaube ich auch zu wissen warum das so ist. :D

Navigon schneidet auch in Testberichten nicht mehr so sonderlich gut ab. Weitaus besser soll "Here" sein. Als das ganze noch Nokia gehörte war es vom Kartenmaterial her eher solala. Aber die Navigationsberechnung war immer schon Top. Deshalb haben wohl auch Audi, BMW und Mercedes 2,8 Milliarden Euro dafür bezahlt und das ganze Teil Nokia abgekauft. Seitdem sollen auch die Karten sehr aktuell sein und eine perfekte Anbindung an die aktuellen Verkehrsnachrichten ist mittlerweile auch gegeben. Liegt wohl auch daran das die drei Autohersteller diese Navilösung auf ihren eigenen Geräten nutzen. Here kostet für Android und iPhone nix und man kann sich einzelne Karten auch vorher im WLAN herunterladen um unterwegs das Datenvolumen zu schonen. Nur wenn man ein Windows Phone nutzt schaut man mittlerweile in die Röhre. Here hat nämlich den Support für das System eingestellt und auch das herunterladen von Karten funktioniert dort nicht mehr.

Ich habe mir jetzt mal Here für Android heruntergeladen und werde es testen. Bisher habe ich immer Waze genutzt. Aber irgendwie geht es dort schon seit geraumer Zeit nur noch bergab. Die App ist schon seit mehreren Updates eher schlechter als besser geworden und die Community hat sich offenbar in "Elite" und "Fußvolk" aufgeteilt. Die Elite sind die Nutzer die utopisch hohe Punktezahlen erfahren haben. Das kann man eigentlich nur als Handelsvertreter der in ganz Deutschland unterwegs ist hinbekommen. Und das gemeine Fußvolk sind dann alle anderen die zwar fleißig Kartenänderungen, Sperren und Baustellen melden und dann auf die Gnade der Elite warten müssen das diese die Änderungen frei schalten. Soweit ja noch in Ordnung. In der Vergangenheit gab es nämlich reichlich Fehlmeldungen. Aber diese Elite lehnt ohne weitere Begründung ständig Meldungen ab und viele Nutzer sind deshalb schon von Waze abgewandert.

von Spacelab - am 15.07.2017 16:35
Ich teste jetzt schon seit dem Vormittag Navigon und bin etwas erschrocken wie veraltet die Karten sind. Das ging schon gleich bei der Abfahrt los. Bei uns im Dorf fehlt bei Navigon der Kreisverkehr den es schon seit einem guten Jahr gibt. Und das Neubaugebiet ein paar Ortschaften weiter wo ich zuerst hinwollte fand er gar nicht weil es auf den Karten noch aus nur einer Straße bestand. Mittlerweile sind es 4 Straßen die bereits voll bebaut sind. Wenigstens ist Navigon so schlau das es einen so weit bringt wie die Karten reichen. Manch andere Navisoftware verweigert die Navigation hier komplett. Etwas fehlerhaft ist auch die Routenführung. Obwohl der Kreisverkehr im Nachbarort schon seit gut 3 Monaten gesperrt ist und Navigon mir das sogar angezeigt hat, wollte mich die App durch die Straßensperre führen. Als ich aber der ausgeschilderten Umleitung gefolgt bin hat Navigon blitzschnell neu berechnet und den Kreisverkehr korrekt umfahren. Schlimmer war Here. Das zeigte mir ebenfalls den gesperrten Kreisverkehr an. Interessierte sich aber auch nicht dafür und versuchte mich ständig dort hinein zu lotsen. Man führte mich sogar einmal um den Block nur um mich wieder in den gesperrten Kreisverkehr zu bringen. Auf die Idee nach meinem Abbiegen eine alternative Strecke herauszusuchen wie die Navigon App, darauf kam Here nicht. Rein Optisch ist Navigon aber ungeschlagen. Vor allem auf Autobahnen oder größeren Bundesstraßen ist die Navigation absolut Idiotensicher dank schöner Bilder der Abfahrten. Damit käme ja sogar meine Mutter zurecht.

Aktuell läuft gerade OsmAnd in der "+" Version. Man bezahlt einmal rund 5 Euro (ich hatte damals bei einer Werbeaktion 90 Cent bezahlt) und bekommt die App werbefrei. Außerdem bekommt man immer mal wieder eine (eigentlich kostenpflichtige) Reliefkarte, oder sonst irgendein AddOn, geschenkt. Ansonsten gibt es keinen Unterschied zur "Free" Version. Die Karten kommen von Open Street Map und sind dank deren riesigen Community immer brandaktuell. Baustellen und dergleichen werden immer aktuell bei der Routenberechnung in die Karten eingetragen. Genauso wie Staus. Lediglich bleibende Änderungen, wie neue Straßen oder so, werden nur einmal monatlich aktualisiert. Egal ob man die Karten OnLine oder OffLine benutzt. Für Liveupdates (Änderungen bei Open Street Maps werden in der gleichen Sekunde auch in der Naviapp übernommen) kosten 1,99 Euro pro Monat. Allerdings behält man dieses Geld nicht sondern schüttet es an die Community aus die die Änderungen in die Datenbank einpflegen. Wenn man irgendwo total fremd ist ist die Anbindung an die Wikipedia Datenbank eine ganz lustige Sache. Dann bekommt man im Umkreis der geplanten Route interessante Infos angezeigt. Man kann sich sogar die Wikipedia Datenbank für das entsprechende (Bundes)Land auf die Speicherkarte herunterladen um sein Datenvolumen zu sparen. Negativ finde ich die recht altmodische Draufsicht auf die Karten. Eine 3D Ansicht wie bei Navigon oder Waze gibt es hier nicht. Probleme beim Navigieren bereitet mir das zwar nicht, bei verwinkelten Gassen ist das sogar meiner Meinung nach etwas einfacher, aber es sieht doch recht altbacken aus. Es gibt 4 verschiedene Modelle zur Navigationsberechnung die ich aber noch nicht durchprobiert habe. Einmal OsmAnd (Offline fähig), YOURS (Offline fähig und wird unter anderem von Here genutzt), OSRM (benötigt nur kurz bei der ersten Berechnung eine OnLine Verbindung) und Straight Line (Offline fähig und wird oft von richtigen Navigeräten genutzt). Bei einer Routenberechnung von knapp 60km ergab keines der Modelle einen Unterschied im Ergebnis.

Jetzt habe ich gerade noch "GPS Navigation" von Sygic installiert. Sygic ist ja auch eine ziemliche Größe im Navibereich und da erwarte ich auch etwas brauchbares. Das Kartenmaterial stammt von Open Street Map. Rein optisch kommt es schon ziemlich nahe an Navigon heran. Also auch mit schöner 3D Ansicht der Karte und Bilder der Autobahnabfahrten. Man nutzt sogar die OSM Einträge zu Gebäuden und zeigt deren Form und Größe auf der 3D Karte an. Wie gut die Navigation funktioniert kann ich aber erst heute Abend herausfinden. Ich bin nämlich dran mit "Taximann" für die Partygäste spielen.

von Spacelab - am 22.07.2017 15:08
Zitat
pomnitz26
Das mein Auto immer was zu meckern findet obwohl es doch erst zu "Vollen Service" war. Es wurde tatsächlich ein Softwareupdate für die elektronische Handbremse durchgeführt, sie soll nun ehr ansprechen. Bei mir sehen die hinteren Bremsscheiben katastrophal aus. Im übrigen an der Ampel stehend zieht die Handbremse leicht an und wird durch die Kupplung gelöst. Das Handbremssymbol leuchtet grün statt rot. Auch hier leuchten ständig die Bremsleuchten. Das dumme der Werkstatt war die Automatik abzuschalten, das Auto rollte mir geparkt einfach los. Gut das es rechtzeitig passierte und ich den Gang immer noch einlege. Auch der sich automatisch absenkende Rückspiegel wurde ausgestellt. Auf alle Fälle wurde überall am Auto rumgefummelt.
Ich mache mal weiter. Tatsächlich beginnt sich der Rost der hinteren Bremsscheiben wieder zu lösen. Beim öffnen des Fahrzeugschlüssel fiel eine dünne 3V CR2025 Knopfzelle heraus. Eingesetzt wurde ein leistungsfähigere 3V CR2032 Knopfzelle aus einem viel älteren Fahrzeugschlüssel. Das zeigt man spart überall. Was mein nächstes Auto wird und ob es überhaupt notwendig ist ein neues zu kaufen werde ich mir sehr genau überlegen. Nicht das ich nicht zufrieden wäre aber Fahren können andere auch. Erstmal noch den fünfstelligen Betrag abzahlen. Die Here Routenführung kann sowohl im Auto als auch am Handy kostenlos heruntergeladen werden. Sie ist Juli 2017, auf dem Handy fast monatlich neu. Das Auto bietet TMC Pro, aber scheinbar nur mit DAB+. Ohne DAB+ nur TMC so in den letzten Leihwagen gesehen. Waze hatte ich mal probiert und bin schnell wieder bei Here Karten gelandet. Google schickt einen manchmal Wege die nur fürs Fahrrad geeignet sind. Könnte man bei Google Maps unbefestigte Wege aussperren wäre es echt gut. Google Maps und Here Karten hatte im Ballungsräumen Freitag Nachmittag immer gleiche Routenberechnung bei gleicher Ankunftszeit.

von pomnitz26 - am 23.07.2017 05:11
Zitat
FrankSch
Gibt es passive Lautsprecher für an den Kopfhöreranschluss des Smartie? Kommt da überhaupt genug Saft für so was raus?

Die Ausgänge reichen ja noch nicht mal um einen Kopfhörer vernünftig zu betreiben. Geschweige denn einen Lautsprecher. Um eine aktive Lösung wirst du da nicht herum kommen.

Zitat
FrankSch
In der Free-Version gibt es eine Beschränkung auf 7 Downloads

Die gibt es nicht mehr. Das wurde bei irgendeiner Version aufgehoben.

Here aktualisiert seine Karten monatlich. Das ist ein bisschen wenig denn so bin ich schon in so manche Sperre gestolpert.

Zitat
pomnitz26
Google schickt einen manchmal Wege die nur fürs Fahrrad geeignet sind.

Wenn ich oben in der Leiste auf das Auto tippe sind unbefestigte Straßen von der Navigation ausgeschlossen. Bei Google Maps stört mich viel mehr das ich während der Fahrt gerne mal mit Tipps und fragen belästigt werde. Wie zum Beispiel ob ich an meinem Zielort ein Hotelzimmer brauche, einen freien Tisch in einem Restaurant suche, oder oder oder...

Zitat
pomnitz26
Das Auto bietet TMC Pro, aber scheinbar nur mit DAB+. Ohne DAB+ nur TMC so in den letzten Leihwagen gesehen.

TMC Pro nennt sich ja jetzt "Navteq Traffic" und kostet in der Vollversion mit UKW, DAB+ und Internetanbindung richtig dick Kohle. Deshalb verbauen viele Navihersteller dieses System nur in einer abgespeckten Version die beispielsweise nur DAB+ kann.

Zitat
FrankSch
Ich werde mir wohl mittelfristig wieder ein Navi kaufen, dass aktuelle Verkehrsmeldungen über Staus und Strassensperrungen per TMC oder TPEG bezieht. Oder gibt es Navi-Apps die Datentechnisch auf dem selben Level sind?

An den offiziellen Quellen hängt eigentlich nur Google dran. Alle anderen sind entweder "Community Based" wie Waze, oder haben eine Mischung aus beidem wie beispielsweise "GPS Navigation" von Sygic. Das ist zwar am umfangreichsten und wenn es drauf ankommt auch am schnellsten, aber es kann auch vorkommen das da Baustellen oder Staus gemeldet werden die gar nicht der Rede wert sind (also zu keinen Verzögerungen führen). Gerade in diesen Punkt stecken die Navi App Entwickler viel Hirnschmalz wie man das am besten Händeln könnte.

Zitat
pomnitz26
Ebel welcher Hersteller, Handydisplays lassen bei intensiver Nutzung in der Helligkeit nach 2 Jahren deutlich nach. Wer wie ich 2000km wöchentlich das Handy zur Navigation nutzt wird sich neben dem gleichem Modell in neu wundern.

Mein Diensthandy ist 6 mal in der Woche 8 bis 10 Stunden täglich dauer angeschaltet. Entweder im Auto oder im Büro in der Ladeschale. Geräte mit SLCD Display lassen kaum bis gar nicht nach. Geräte mit "altem" LCD Display werden mit der Zeit immer dunkler. Wobei hier mittlerweile viele Hersteller die Displaybeleuchtung vom Nutzer unbemerkt mit steigender Nutzungsdauer schleichend erhöhen damit das nicht auffällt. Am schlimmsten sind diese momentan so hoch gepushten AMOLED Displays. Diese verlieren stark an Helligkeit und vor allem verändert sich der Farbwert da bei diesen Displays nicht jede Grundfarbe gleich schnell nachlässt. Blau verliert am schnellsten und stärksten so dass das Display irgendwann pissgelb scheint. Am nervigsten ist aber das sich Symbole die sich kaum verändern, zum Beispiel oben in der Statusleiste, ins Display einbrennen und man diese dann ständig als Schatten sieht. Leider greift diese AMOLED Pest gerade um sich wie sonstwas. Haben diese Displays wegen des (unnatürlich) steilen Kontrastes auf den ersten Blick doch einen "Wow!" Effekt und sind sie, vor allem bei den üblichen hohen Auflösungen der aktuellen Smartphones, verhältnismäßig billig herzustellen.

von Spacelab - am 23.07.2017 09:03
Zitat
FrankSch
... Der ist nach einer Autobahnabfahrt, ganz kurz hinter einem Ortseingangsschild (obwohl es bis zur nächsten Siedlung noch über 1 km ist), gut versteckt hinter einer Kurve, so dass man den (von der Autobahn kommend) erst im letzten Moment sieht, wenn es zum Abbremsen eigentlich schon zu spät ist.

Man bremst ja auch nicht, wenn man einen Blitzer sieht. Gerade darum ging es hier doch. Wer das doch so macht, der hat ein generelles Verständnisproblem der Straßenverkerhsordnung...

Keiner wird gezwungen, mit > 50 km/h nach dem Ortsschild weiter zu fahren. Wer es doch macht, hat eben Pech gehabt. Sage und schreibe einen Kilometer länger "50"* zu fahren bricht keinem einen Zacken aus der Krone und später ankommen tut man dadurch auch nicht.

* "50" meint 60-65 lt. Tacho. Damit kann man übrigens auch an jedem festen Blitzer vorbeifahren ohne geblitzt zu werden. Teste ich quasi täglich seit 17 Jahren und hat immer funktioniert... Glaubt mir nur irgendwie keiner, die meisten bremsen ja sogar auf 10 km/h unter der zugelassenen Geschwindigkeit ab, sobald sie an einem Blitzer vorbei kommen - um dann danach eben wieder auf deutlich über die zugelassene Geschwindigkeit zu beschleunigen :rolleyes:

Zitat

So was macht man ganz bewusst um den städtischen Haushalt mit einer Flut von Strafen für Ordnungswidrigkeiten aufzubessern. Das ist die moderne Form der Wegelagerei.

Ach was ;-).

Wenn man es wirklich darauf anlegen würde, könnte man vieeeel mehr kassieren. Das wäre überhaupt nicht schwierig...

von WiehengeBIERge - am 04.08.2017 07:54
Zitat

die meisten bremsen ja sogar auf 10 km/h unter der zugelassenen Geschwindigkeit ab, sobald sie an einem Blitzer vorbei kommen - um dann danach eben wieder auf deutlich über die zugelassene Geschwindigkeit zu beschleunigen :rolleyes:

Und genau hier liegt der Hase im Pfeffer. Aus diesem Grund wurde überlegt 2 Blitzer wieder abzubauen und einen weiteren gar nicht erst aufzustellen. Die beiden Blitzer wurden jeweils vor einer Kreuzung aufgebaut weil das dort eine besonders gefährliche Stelle sein soll. Bevor die Blitzer aufgebaut wurden gab es dort vielleicht einmal im Jahr einen Unfall. Jetzt kracht es dort an einer Tour. Meist sind es Auffahrunfälle weil die Fahrer vor dem Blitzer extrem herunterbremsen, nach dem Blitzer voll aufs Gas steigen und dann einem an der Kreuzung langsam fahrenden oder stehenden Fahrzeug drauf knallen. Eine für mehrere Tage aufgebaute Videokamera hat genau dieses Verhalten X fach gefilmt. Nicht wenige bremsen sogar gar nicht mehr und jagen über die Kreuzung einfach drüber. :eek: Man könnte fast meinen das alleine der Anblick des Blitzers bei den Fahrern irgendwelche Aggressionen auslöst und sie nur noch rot sehen und aufs Gaspedal treten.

Zitat
FrankSch
Knöllchen wegen 2 km/h? Mit Verlaub, das ist krank. Das liesst sich echt, als wäre dieser Blitzer von einem pathologischen Autohasser eingestellt worden.

Wieso? Passt doch. Der Blitzer löst bei 55km/h aus. Als die ersten festen Blitzer hier im Kreis Saarlouis aufgestellt wurden war in der Zeitung auch zu lesen das diese ab 55km/h auslösen. Das sei angeblich der übliche Schwellwert bei dem auch mobile Blitzer auslösten.

von Spacelab - am 04.08.2017 08:18
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WiehengeBIERge
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FrankSch
... Der ist nach einer Autobahnabfahrt, ganz kurz hinter einem Ortseingangsschild (obwohl es bis zur nächsten Siedlung noch über 1 km ist), gut versteckt hinter einer Kurve, so dass man den (von der Autobahn kommend) erst im letzten Moment sieht, wenn es zum Abbremsen eigentlich schon zu spät ist.

Man bremst ja auch nicht, wenn man einen Blitzer sieht. Gerade darum ging es hier doch. Wer das doch so macht, der hat ein generelles Verständnisproblem der Straßenverkerhsordnung...

Keiner wird gezwungen, mit > 50 km/h nach dem Ortsschild weiter zu fahren. Wer es doch macht, hat eben Pech gehabt. Sage und schreibe einen Kilometer länger "50"* zu fahren bricht keinem einen Zacken aus der Krone und später ankommen tut man dadurch auch nicht.

* "50" meint 60-65 lt. Tacho. Damit kann man übrigens auch an jedem festen Blitzer vorbeifahren ohne geblitzt zu werden. Teste ich quasi täglich seit 17 Jahren und hat immer funktioniert... Glaubt mir nur irgendwie keiner, die meisten bremsen ja sogar auf 10 km/h unter der zugelassenen Geschwindigkeit ab, sobald sie an einem Blitzer vorbei kommen - um dann danach eben wieder auf deutlich über die zugelassene Geschwindigkeit zu beschleunigen :rolleyes:

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So was macht man ganz bewusst um den städtischen Haushalt mit einer Flut von Strafen für Ordnungswidrigkeiten aufzubessern. Das ist die moderne Form der Wegelagerei.

Ach was ;-).

Wenn man es wirklich darauf anlegen würde, könnte man vieeeel mehr kassieren. Das wäre überhaupt nicht schwierig...


:spos:

Und wer mit 52km/h nach Abzug von Toleranz geblitzt wird, der ist nach Tacho vermutlich über 60 gefahren. 50er-Blitzer kann man, wie oben schon steht, locker mit 60 auf dem Tacho durchfahren. Man muss also nicht mal besonders langsam fahren OHNE geblitzt zu werden.

von Japhi - am 04.08.2017 09:03
Der Mensch ist nun mal ein analoges Wesen und dadurch nicht unbedingt sehr gut geeignet, eine Geschwindigkeit über längere Zeit ständig exakt einzuhalten. Ich denke, dass sich jeder schon mal dabei erwischt hat, zumindest kurzzeitig mal über der erlaubten Geschwindigkeit gewesen zu sein. Wenn man halt dann zufällig mal dabei erwischt wird, dann mag das ärgerlich sein, aber über die meist relativ geringen Knöllchen muss man sich auch nicht so sehr aufregen. Wer dagegen durch die Landschaft rast und dabei geblitzt wird, der darf dann schon auch dazu stehen, dass er, wenn er mal ganz ehrlich ist, mit vollem Recht hi und da erwischt wird.

Wegelagerei ist für mich das, was tlw. im Ausland veranstaltet wird. In Italien habe ich mir mal mit gemessenen 57kmh innerorts ein Bußgeld von knapp 300 Euro eingefahren. *DA* fehlt für mich jegliches Maß.

Sehr geärgert habe ich mich auch vor einigen Jahren am Bodensee, wo man auf der B31 meiner Meinung nach mit voller Absicht in die Irre geführt wird. Im Verlauf der Bundesstr. kommt man durch mehrere Ortschaften, die alle 30er-Begrenzungen wegen Lärmschutz haben. Zu 99% sind die mit einer zeitlichen Begrenzung auf 22-6 Uhr versehen, aber eben nicht alle.
Bremst man also beim ersten Schild noch instinktiv runter, bevor man merkt, dass man ja doch 50 fahren darf, gewöhnt man sich nach einigen Schildern (30kmh/Lärmschutz/22-6h) daran, mit 50kmh an 30er-Schildern vorbei zu fahren. So eingelullt fällt es gar nicht auf, wenn plötzlich beim 17.Schild ausnahmsweise die angegebene Uhrzeit fehlt. Der dahinter fest installierte Blitzer sorgt freilich schnell für Klarheit. Das fand ich schon sehr ärgerlich, weil ich da sicher nicht mit Absicht 50 in der 30er Zone gefahren bin! Und für die Ortschaft war's auch kein Gewinn, denn wir hatten eigentlich vor, dort Pause zu machen, was wir uns dann gleich mal gespart haben. Da wäre unterm Strich mehr Geld hängen geblieben!

von Habakukk - am 04.08.2017 09:34
Wenn im Radio oder auch sonst irgendwo "offiziell" Platt gesprochen wird, wird irgendwie meistens nur noch eine "eingedeutschte" Version davon gesprochen.
So kommen oft mittendrin klar hochdeutsche und auch hochdeutsch ausgesprochene Wörter vor, für die es auf Platt eigentlich eigene Wörter gibt.

So richtig kann es wahrscheinlich auch kaum noch Jemand, die Leute die ich kannte, die es richtig konnten, gibt es fast alle nicht mehr :-( .

Das sind so Wörter wie z.B. "Rechtsanwalt", was z.B. hier im westfälischen "Avkaat" oder ähnlich heißen würde.
Natürlich heißt das in jedem Dorf etwas (tlw. auch komplett!) anders, genau wie das Platt selbst je nach Ort schon ziemlich unterschiedlich sein kann. Bei uns verläuft übrigens die Grenze zwischen "Westfälischem Platt" (was grob im Osnabrücker Land, Münsterland, Süd-Ost-Twente und usprünglich früher auch mal im nördlichen Ruhrgebiet und eben bei uns im Westteil des Kreises üblich ist) und eher "norddeutschem" Platt (Was so grob im Bereich Weser-Elbe üblich ist).

Aber wie gesagt, es kann sowieso kaum jemand sprechen, und wirklich so richtig können es vermutlich nur noch sehr wenige, vor ~1940 geborene.

Das mit den hochdeutschen Wörtern mittendrin klingt irgendwie befremdlich, etwa so ähnlich, wie wenn Türken sich auf türkisch unterhalten und mittendrin vereinzelt Deutsche Wörter verwenden.

von WiehengeBIERge - am 25.10.2017 18:09
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FrankSch
Zitat
pomnitz26
Warum soll man sich überall eine Ölheizung einbauen während Diesel Fahrzeuge total schädlich sind? Elektro bringt man kaum ins Auto. Da wo man Strom hat nämlich im Haus funktioniert es wohl nicht diese Energiequelle sinnvoll zu nutzen? Gerade die Industrie, Supermärkte oder meine aktuelle Firma mit mehreren Tanks in verschiedenen Gebäuden verwendet diesen Brennstoff in mehreren Gebäuden.


Das Problem ist nicht so sehr das Öl, sondern die Motoren. Um die Effizienz der Dieselmotoren zu erhöhen zerstäubt man den Kraftstoff immer stärker, und verdichtet ihn immer höher. Die Folge sind immer höhere Verbrennungstemperaturen. Und je höher die Temperatur ist, desto mehr in der Luft enthaltener Stickstoff oxidiert zu Stickoxiden. In einer Ölheizung hat man das Problem in der Form nicht. Und Strom ist schlicht zu teuer um damit zu heizen.


Stickoxyde sind das kleinste Problem. Da kommt mittlerweile weniger als die Hälfte aus Motoren, und das wird drastisch weniger werden. Immerhin stoßen effizient arbeitene Diesel-PKW wie der 5er von BMW nur noch einstellige oder niedrigste zweistellige mg/km-Mengen auf der Straße aus. Technisch betrachtet ist das kein Thema mehr, und wird nur aufgebauscht (und durch Hersteller, die wider dem Vorhandensein besserer Technologie nichtmal unter 100 mg/km kommen, provoziert).

Bei Elektroheizungen gibt es seit Jahrzehnten Speicheröfen, die man außerhalb von Verbrauchsspitzen lädt, wenn Strom meist sehr billig ist. Dass es nicht sinnvoll ist, erstmal Wärme zu erzeugen, in Strom zu wandeln, und dann wieder Wärme zu erzeugen, ist klar.

A propos Akkus: Irgendwo war kürzlich von einem Tesla mit mehreren 100.000 km auf dem Tacho zu lesen, der noch seinen 1. Akku hat. Und wenn die doch mal "verbraucht" sind (80% Restkapazität), könnte man sie auch gleich noch als Energiespeicher z.B. zuhause nutzen.

von DH0GHU - am 06.11.2017 10:01
Zitat

Sehe ich ungefähr genau so. Ich verzichte seit 2 Jahrzehnten darauf, aber davon stirbt in der 3. Welt nicht ein einziger Mensch weniger.

Das ist das alte Problem. Wenn es nur ein einzelner oder nur wenige tun, passiert gar nichts weil das nicht ausreicht. Es müssen schon viele werden.

Aber so weit habe ich noch nicht mal gedacht. Hier auf dem Land denkt man halt zuerst an die zahlreichen Pferdeställe und Bauernhöfe. Da ist an Silvester der Teufel los. Oder wie es mir gestern die Tränen in die Augen trieb als sich der Labrador Mischling meiner besten Freundin zusammengerollt und vor Angst eingenässt und eingekotet hat. Und natürlich nicht zuletzt die alljährlichen Hohlbirnen die meiner Nachbarin eine 16 Stunden Schicht im Krankenhaus beschert haben. Klar gibt es größere Probleme in der Welt als eine einzige Nacht Silvester im Jahr. Es geht einem halt nur besonders nah weil man direkt dabei ist und Live sieht was abgeht nur weil sich jemand Freut wie ein kleines Kind wenn es PENG! oder PFEIF! macht. Bereits vor ein paar Jahren hat unser kompletter Freundeskreis beschlossen kein Feuerwerk mehr zu kaufen und das Geld, was an Silvester mit einem PENG! und reichlich gestinke im wahrsten Sinne des Wortes in Luft aufgeht, zusammenzulegen und einem örtlichen Projekt zu spenden.

Fasching ist so eine Sache bei mir. Den Spaß den viele Leute an dem ganzen Trubel haben kann ich schon irgendwie verstehen. Vor allen in den modernen stressigen Zeiten kann so eine Zerstreuung schon kleine Wunder bewirken. Was mich nur jedesmal abschreckt ist die in den letzten Jahren (zumindest gefühlt) deutlich angestiegene Anzahl von Vollpfosten die tun als gäbe es nur an diesen Tagen Alkohol und den Rest des Jahres nur Leitungswasser zu trinken. :rolleyes: Dabei wird selbstverständlich jegliche Kinderstube vergessen und sich benommen das es einem Neandertaler die Schamesröte ins Gesicht treiben würde. Aber dem kann ich mittlerweile ganz gut entkommen. Bei uns konzentriert sich das alles an einem langen Wochenende und an diesem schließe ich mich Zuhause ein und peitsche mithilfe von Netflix einen schönen Serienmarathon durch. :D

von Spacelab - am 01.01.2018 22:00
Würde nur mal die Saariva pleite gehen. :rolleyes: Das ist so die Alternative zur Post bei uns hier. Ein so unzuverlässiger Haufen, das geht auf keine Kuhhaut. Zuerst einmal müssen die Zusteller mit ihren privaten Autos fahren. Eine Nachbarin hat lange Zeit für den Verein gearbeitet und der wurde die Kiste mit den Briefen immer mitten in der Nacht einfach so vor die Haustür unter ein kleines Vordach gestellt. Jeder Depp der die Straße lang kam konnte sich an den Briefen bedienen. Deshalb hatte sie sich auch schriftlich bestätigen lassen das sie nicht für Beschädigungen oder Verlust der Briefe verantwortlich gemacht werden kann. Dann war es nicht unüblich das ein Brief mal so 3 bis 5 Werktage unterwegs war und nicht selten war er in einem zerknitterten Zustand so als würden die die Briefe in der Hosentasche transportieren. Hinzu kommt die sehr schlechte Bezahlung der Mitarbeiter weshalb bei denen ein kommen und gehen herrscht wie auf dem Hauptbahnhof. Auch werden die Zustellbezirke pro Zusteller immer größer und größer.

Anfangs wurde der Laden noch groß in der Presse gehyped. "Endlich mal Konkurrenz zur überteuerten Deutschen Post" und so etwas war da zu lesen. Dass das ein mieser Haufen war sprach sich aber sehr schnell herum und so war man nach noch nicht mal 2 Jahren pleite. Dann wurde man von einem Investor aufgefangen und der hat zuerst einmal bei gleichem nicht vorhandenen Service das Porto ordentlich angehoben. Gleichzeitig wurde die Anzahl der Tankstellen, das sind die "Postfilialen" der Saariva, bis fast auf 0 ausgedünnt. Stattdessen stehen so alle 2 Ortschaften jetzt kleine blaue Postkästen herum wo man seine, vorher im Internet oder per App bezahlten Briefe einwerfen kann. Mittlerweile kommt wohl nur noch Behördenpost mit der Saariva. Warum die so beharrlich an dieser Bude festhalten ist mir unbegreiflich.

von Spacelab - am 21.02.2018 11:53
Es gibt einfach zu viele Idioten die für noch weniger Geld noch mehr arbeiten. Vor gut 20 Jahren war das schon so als ich zur Finanzierung meines Studiums Autoersatzteile aus einem großen Hauptlager in Saarbrücken an Geschäfte im ganzen Saarland kutschiert habe. Den großen Transporter jeden Tag voll bis unters Dach und tierischer Zeitdruck. Denn das Ersatzteil musste bis X Uhr in der Werkstatt sein. Das war oftmals kaum zu schaffen und trotzdem wurde die Zeitschraube noch weiter angezogen. Als dann auch noch der Lohn wegen der berühmten schlechten Wirtschaftslage gekürzt werden sollte sind wir Arbeiter, wir waren 10 Stück, auf die Barrikaden gegangen. Der Chef zuckte nur eiskalt mit den Achseln. "Wenn ihr nicht wollt... Es gibt da noch jede Menge andere die den Job machen würden." Und leider hatte er recht. Nach und nach wurden wir durch irgendwelche Ausländer (zu der Zeit waren das glaube ich Kurden die in größerer Zahl nach Deutschland kamen) ersetzt. Die konnten kaum Deutsch, stellten keine fragen und erst recht keine Forderungen und arbeiteten sogar noch für ein paar Mark weniger. So etwas wie "Mindestlohn" gab es ja zu der Zeit noch nicht.

Wohl auch noch ein großer Punkt warum so wenige an Streiks teilnehmen dürfte die ständige Angst vor dem Jobverlust sein. Bei einem Zulieferer für die Ford hier im Saarland musste wegen der nun zu zahlenden höheren Löhne so manche Stelle gestrichen werden. Und als Familienvater ohne weitere Qualifikation der auf jeden Cent angewiesen ist hältst du dich natürlich so klein wie es nur geht und machst einen riesen Bogen um jeden Streik.

von Spacelab - am 23.02.2018 09:24
Zitat
Spacelab
Die örtliche Postfiliale hat heute wegen Krankheit ganztägig geschlossen und morgen nur Vormittags geöffnet. Die haben echt Personalprobleme. Das ist das gleiche wie mit den Zustellern. Ist da auch nur ein einziger krank müssen sämtliche Touren umgestellt werden und die Post kommt in meiner Straße statt in der Mittagsstunde, erst am späten Nachmittag. Das hätte damals auch keiner Gedacht das die gute alte Post einmal personal mäßig so auf der Felge läuft.


Hier flattert auch dauernd Wurfpost von der Post in den Briefkasten, dass sie Leute suchen.

Tja, würden sie ihre Leute ordentlich bezahlen, hätten sie vielleicht mehr und motivierteres Personal. Wären die Kunden bereit, dafür Preise zu zahlen, die das ermöglichen, würden sie es vielleicht sogar tun.
Es ist nicht nur Egoismus der Unternehmer, es ist oft auch die Dummheit von uns Konsumenten, die dazu führt, dass Standards sinken. Die 20-€-Ware muss ja unbedingt versandkostenfrei kommen, sonst wird der Lieferant abgestraft, und stattdessen bei der Dumping-Amazone eingekauft. Und dann wird gemault, dass der Lieferservice so schlecht ist....

Was dazu kommt: Wer einigermaßen flexibel und motiviert ist und über irgendeine Qualifikation verfügt, vielleicht sogar bereit ist, den Wohnort zu wechseln, findet auch ohne DHL & Co Arbeit - die dann nicht bei Wind und Wetter stattfinden muss. Gerade der Servicebereich mit seinen Hungerlöhnen darf sich nicht wundern, wenn er niemanden findet. Es gab auch schon andere Zeiten, wo sogar Ingenieure keinen Job fanden, aber momentan findet doch eigentlich keine Branche genug Mitarbeiter... Übrig bleiben die, die entweder nicht können (familliäre Gründe, gesundheitliche Gründe etc), oder nicht wollen (also irgendwelche Honks, die man auch garnicht unbedingt als Mitarbeiter mitschleppen möchte).

von DH0GHU - am 28.02.2018 12:44
Durchschnittliche Paketlaufzeit mit DHL: 3 bis 25 Tage. Ein Paket bleibt seit über einem Monat verschollen, muss im Paketzentrum vom Band gefallen sein (letzter Eintrag). Zum Absender ging es auch nicht zurück.

Auffällig: Oft werden Zustellungen per Mail angekündigt, kurzfristig abgesagt und drei- oder mehrmals erneut angedroht. Schließlich kommen sie anders als angekündigt oder gehen gleich in den Paketshop. Bei nicht erfolgreichem Zustellversuch gehen sie in ein Sammellager zurück. Der Pole, der sie von dort an den Paketshop liefert, braucht dafür inzwischen mehrere Tage. Ab hier sind Sendungsverfolgung oder Benachrichtigungskarte wertlos, man darf täglich im Paketshop vorsprechen. Der Pole ist ahnungslos, versteht kein Wort oder will es nicht.


Durchschnittliche Paketlaufzeit mit Hermes: 3 bis 5 Tage. Bisher keine Paketverluste. Umleiten in den Paketshop ist noch kurzfristig möglich und klappt zuverlässig. Abgabe im Paketshop am Tag der angekündigten Zustellung, der Kutscher macht das selbst.

Durchschnittliche Paketlaufzeit mit DPD: 3 bis 7 Tage. Bisher keine Paketverluste. Wenn es der Kutscher eilig hat, dann gehen die Pakete vermutlich gleich in den Paketshop. Macht mir persönlich nichts aus, diese Sendungen waren stets die mit der kürzesten Laufzeit. Ich kann hin laufen, es sind keine 200 m. Die Sendungsverfolgung scheint aber aus Grimms Märchen zu erzählen. Ich halte es für unwahrscheinlich, dass Pakete dreimal durch meinen Ort gefahren werden, um dann am Folgetag oder erst dem darauf ausgeliefert zu werden.

Durchschnittliche Paketlaufzeit mit GLS: 3 oder 4 Tage. Sendungsverfolgung stimmte zumeist. Zugesagte Zustell-Zeitfenster passten in der Regel. Die ggf. nötige Lieferung in den Paketshop macht der Kutscher selbst, kommt dort allerdings kurz vor Geschäftsschluss an. Dort sind die Pakete dann am gleichen Tag allerdings noch nicht gesichtet oder sortiert. Je nach anwesendem Personal wird entweder schnell geschaut oder man soll am Folgetag nochmal kommen. Der Feierabend ist heilig - der Paketshop liegt allerdings im Nachbarort (10 min Anfahrt mit dem Auto, 30 min mit dem Fahrrad oder 1 h zu Fuß).

von PowerAM - am 12.05.2018 10:05
Oh, 15 km/h ist aber sehr wohlwollend für die langsameren Verkehrsteilnehmer! Das funktioniert in der Schweiz nicht ganz so gut.

Wenn ich mit meinem "nervösen Bürostuhl" unterwegs bin, ca 15 - 18 km/h, sehe ich nach 2/3 der Distanz schon den ersten Kühlergrill vor mir.
Viele Automobilisten sind sehr freundlich und finden den Retourgang schnell. Die hinten dran veranstalten ein Hupkonzert, weil sie nicht sehen können, wieso einer plötzlich anhält und wieder rückwärts fährt. Das ergibt die lustigsten Situationen und manchmal auch sehr gefährliche.

In seltenen Fällen, wenn ich wenden kann, müssen sie mir halt mit 18 km/h hinterher tuckern. Es gibt aber auch Automobilisten, welche gerne anpacken und das Vehikel drehen helfen. Es wiegt immerhin 95.6 kg.

Leider gibt es Leute, welche keine 100 m rückwärts fahren können, ohne irgendwo hängen zu bleiben. Auch flüssig vorwärts fahren wenn es enger wird, können nicht alle. Die Strasse wird ja nicht breiter, wenn man langsamer fährt. So reicht es mir meistens, in den Bereich zu kommen, wo mich der Gegenverkehr sieht bevor er los fährt.

Das schönste in diesem Zusammenhang war ein Motorradfahrer, welcher mich in einem sehr langen Baustellenbereich überholte. Am Ende der Baustelle sass er auf dem quergestellten Fahrzeug und liess sich von den Autofahrern beschimpfen. Er hatte sehr wohl realisiert, dass die Zeit mir nicht reichen würde. So sass er da, rauchte eine Zigarette und grinste zur Ampel, welche schon lange wieder Grün zeigte. Er war dunkelhäutig und sprach nur Französisch, was ich nicht konnte. Aber miteinander Lachen, das konnten wir.

Bei neueren Baustellen Ampeln werden die Fahrzeuge über ein Mikrofon gezählt und erst geschaltet, wenn alle durch sind. Aber mein Elektromobil macht eben keine Auspuffgeräusche und wird so nicht erfasst. Die Datenpakete der Ampeln kann man übrigens auf 150.150 MHz hören.

von DABit - am 13.05.2018 19:47
Zitat
Japhi
Och, dafür muss man nicht mal Drogen nehmen.

Die ganzen Youtube-Videos, die genau solche und ähnliche Aktionen wie beschrieben zeigen bestätigen das.

Es wäre zu viel über jede "uncoole" Aktion jedes mal hier zu berichten, aber hier mal was von heute morgen (ist allerdings etwas schwer zu beschreiben und vielleicht auch schwierig zu verstehen):

Ich musste an einer Kreuzung mit Rechts-Vor-Links nach links abbiegen. Die Straße nach links war sehr eng, weil zugeparkt, eigentlich nur einspurig befahrbar, außer mit ganz kleinen Autos ;-).
Aus der zugeparkten Straße wollte Jemand (natürlich wieder mit dem typischen silbernen Mercedes) rechts abbiegen, er stand dort schon etwas länger, und auch nicht so ganz rechts eingeordnet weil das eben durch die geparkten Autos nicht so ganz ging.
Vor mir war noch ein Auto, dass wie ich links abbiegen wollte. Ich vermute stark, dass der Fahrer dieses Autos Lichthupe gegeben hatte um auf seine Vorfahrt gegenüber dem schon etwas länger stehendem Rechtsabbieger zu verzichten, weil er sonst eh nicht durch die enge Lücke kommen würde.
Der stehende Rechtsabbieger blieb aber stehen und macht nur irgendwelche komischen Zeichen mit der Hand...
Irgendwann ist das Auto vor mir dann doch losgefahren und hat sich dann ganz langsam durch die enge Fahrbahn gequetscht.
Nun war ich dran.
Der Rechtsabbieger stand noch immer dort : rolleyes: .
Nun bin ich aber ja nicht mit einem kleinen Auto unterwegs, sondern mit diesem "Schiff" von Transporter...
Also habe auch ich Lichthupe gegeben dass er doch bitte Fahren möge.
Tat er aber nicht.
Dann bin ich auch einfach los und habe mich dann doch mit ca 0,5 km/h dort durch gequetscht.
Durch meine offene Scheibe rief ich ihm dann zu "Losfahren wäre vielleicht mal eine gute Idee".
"Ich komm da gleich hin, du Penner" war seine Antwort :D.
Ob er danach losgefahren ist weiß ich nicht, vielleicht steht er da noch immer :D.
Im Wegfahren habe ich ihn noch irgendwas von "Rechtsvorlinks" brüllen hören...

Ehrlich gesagt frage ich mich, warum der überhaupt dort stand und nicht losgefahren ist. Erst mal hat er so ja die ganzen Linksabbieger behindert und zweitens hätte er doch ganz normal rechts abbiegen können, da war ja alles frei, die Straße dort war ja breit genug und ob da nun von Rechts Autos kommen kann ihm doch völlig egal sein, die stören ihn doch gar nicht beim Rechtsabbiegen :confused: .

Entweder ist der Typ völlig bescheuert (was heißt entweder, das ist er ziemlich sicher), oder aber, der Gedanke ist mir erst viel später gekommen, der Typ wollte vielleicht gar nicht rechts abbiegen, sondern stand dort nur weil er vielleicht Jemanden abholen wollte.
Was natürlich an der Stelle (mit eingeschaltetem Blinker rechts) ebenso völlig bescheuert wäre.


Typisch ist aber wieder diese Aggresivität. Auch wenn man Leute ganz normal anspricht (gut, in diesem Beispiel war das vielleicht nicht ganz so ;-) ) kommen immer gleiche Beleidigungen und Drohungen. Nicht nur, aber besonders im Straßenverkehr.
Und ja, das gab es sicher schon immer, aber dass das in den letzten Jahren immer schlimmer geworden ist (inkl. diesem "ich bin mir selbst der Nächste-Verhalten") kann niemand abstreiten.

von WiehengeBIERge - am 15.05.2018 18:32
@ DX-Fritz

Hmm!

Ja, in Deutsch benötige ich als Schweizer halt manchmal noch einen Lehrer.

Mit Feminismus sollte das zwar nichts zu tun haben, eher als witzige, bewusste Falschschreibung.

Dass "man" geschlechtsneutral ist, haben sie mir schon vor etwa 50 Jahren beigebracht. Das wusste mann / frau und sogar kind (auch bewusst klein geschrieben!) damals auch schon in der Schweiz.

Ob ich das akzeptiere, liegt leider nicht in Deinem Einflussbereich.

Ich rege mich da eher auf, wenn ich Kommentare lese, welche einfach lieblos hin gehackt werden, ohne noch einmal gelesen zu werden, bevor sie gesendet werden (auch von vielen Deutschen ). Das ist wirklich grauenhaft, wie Buchstaben verwechselt oder weggelassen werden. Die Schrift ist doch auch ein Kulturgut, welches uns von Primaten unterscheidet.

In diesem Sinne bleiben wir gelassen und freuen uns doch, dass sich alle über etwas furchtbar aufregen dürfen. Wenigstens in dieser Sache kommt keiner zu kurz.


Übrigens, wenn die Autokorrektur eingeschaltet ist, wird man auf Fehler hin gewiesen. Somit ist es fast nicht möglich, wenn man bewusst schreibt, Fehler zu machen. Das sieht natürlich, wenn man aus einer anderen Sprache heraus schreibt, ganz anders aus, da ist es wirklich zu entschuldigen, wenn einmal etwas nicht ganz so tönt, wie man es gewohnt ist! (meine Einstellung zur Sache)

von DABit - am 28.05.2018 13:35
Die Menschen werden immer ungeduldiger.

Beispiel Supermarktkasse:
Sobald Jemand so "weit" hinten anstehen muss, dass er sich hinter dem Ende des Förderbandes befindet, wird sofort rumgepoltert (ja, in dem typischen heute üblichen agressiven Ton) dass gefälligst sofort eine weitere Kasse aufgemacht werden soll, oft noch mit Beschimpfungen des "unfähigen" Personals oder Drohungen, das nächste mal wo anders einzukaufen...
Oft von den gleichen Leuten, die noch Minuten vorher unendlich Zeit hatten, sich mitten im Gang mit Bekannten zu unterhalten oder sich ewig lange vor einem Regal (aus dem eigentlich ich auch mal was nehmen möchte ;-)) ) aufhalten ohne auch nur einen Schritt zur Seite zu gehen (und zwar auf einen freundlichen Hinweis meinerseits)...

Beispiel Sraße:
Sobald es sich an Ampelkreuzungen auch nur ganz leicht über "normal" staut, sehe ich im Rückspiegel einen oder gleich mehrere Autos WENDEN und zurück fahren, entweder zu Tankstellen, über die man die rote Ampel umgehen kann (über die Tankstellen wird aber gerne auch generell schon gefahren wenn rot ist, ohne zu wenden) oder durch irgendwelche Wohnstraßen oder Feldwege, die für Gegenverkehr ungeeigent sind und oft auch sowieso schon nur als Anliegerstraßen ausgewiesen sind.
Oft sind diese Ungeduldigen dadaurch gar nicht schneller am Ziel, z.B. wenn Gegenverkehr kommt :D oder ein paar km weiter wieder nur eine Position vor mir (der nicht abgekürzt hat)...

von WiehengeBIERge - am 29.05.2018 17:31
Bei uns läuft die Zeiterfassung genauso wie die Zutrittsberechtigung mit Schlüsselanhängern auf NFC-Basis. Den Schlüssel braucht man nicht mehr aus der Tasche zu nehmen. Steht man einzeln vor dem Terminal der Zeiterfassung, so braucht man lediglich "Kommen", "Gehen" oder "Dienstgang" drücken. Treffen mehrere Mitarbeiter zeitgleich ein, so hat sich hier bewährt, dass man sich in einer Reihe anstellt und erst nacheinander an das Terminal heran tritt. Das erspart das Auswählen der eigenen Personalnummer am Terminal, wenn dieses mehrere Schlüsselanhänger zeitgleich erfasst hat.

Ähnlich funktioniert die Zutrittsberechtigung. Während die Schiebetüren der Sicherheitsschleuse noch bei Annäherung eigenständig auf fahren, muss man vom Treppenhaus aus die Etagentüren manuell öffnen. Ob man für die betreffende Etage eine Zutrittsberechtigung hat, das entscheidet darüber, ob man die Tür überhaupt öffnen kann. Kniffliger ist es mit dem Aufzug. Fährt man allein, dann sind alle Etagen anwählbar, für die eine Berechtigung programmiert ist. Wollen mehrere mitfahren, dann sind nur die Etagen wählbar, für die alle Mitfahrer eine Berechtigung haben. Fehlt auch nur einem die Berechtigung für eine Etage, dann könnte dort niemand von den Mitfahrern aussteigen. Hier hat es sich etabliert, dass der Betroffene wieder aussteigt und die Treppe benutzt oder wartet, bis der Aufzug zurückkehrt. Wie gut, dass ich überall hin darf und soll... ;)

von PowerAM - am 06.06.2018 07:33
Wie gesagt, kommt halt auf den Arbeitgeber an und wie er das ganze System nutzt. Ohne Diensthandy hätte ich die letzten Wochen im täglich über 30 Grad heißen Büro schmoren müssen nur um zu warten das auf dem PC ein Auftrag rein kommt. So haben wir halt täglich mit mehreren Mann im benachbarten Straßencafe bei herrlichstem Wetter gesessen oder ich war im nur wenige Fußminuten entfernten Einkaufszentrum shoppen. Man darf sich das auch nicht so vorstellen das da jemand anruft und dann druck macht. Es meldet sie die App mit einem Arbeitsauftrag. Man tippt auf "OK" und macht seine Arbeit. Ist diese erledigt öffnet man wieder die App und tippt auf den entsprechenden Button. Wenn die Arbeit nicht erledigt werden konnte weil zum Beispiel etwas größeres kaputt ist, Teile fehlen, oder ein Notfall dazwischen gekommen ist, dann kann man das ebenfalls melden. Und wenn wir unsere Handys bei Feierabend abmelden dann sind wir auch tatsächlich aus dem System raus. Also da ruft keiner mehr abends um 23 Uhr noch an. Das würde auch gar nicht gehen weil aus Datenschutzgründen unsere private Handynummer nicht sichtbar ist. Wenn uns tatsächlich mal jemand anrufen muss kann er das direkt über die App tun oder, wenn er im Büro ist, unsere Personalnummer ins Bürotelefon tippen. Denn diese ist gleichzeitig unsere persönliche Telefonnummer und die Haustelefonanlage übersetzt diese Nummer quasi in unsere Handynummer. Das geht aber halt nur so lange wie wir mit unseren Handys auch am System angemeldet sind.

von Spacelab - am 07.06.2018 16:33
Das hauptsächliche Problem bei dieser Automatik ist, dass es keine gewöhnliche Automatik ist, sondern ein sogenanntes automatisiertes Schaltgetriebe. Ein nur leicht modifiziertes Schaltgetriebe, bei dem Schaltung und Kupplung computergesteuert von Stellmotoren bedient werden.

Sowas findet man hauptsächlich bei Klein- und Kleinstwagen, als kostengünstige (Not)Lösung, und das Schaltverhalten ist viel langsamer und unsauberer als bei einer herkömmlichen Automatik. Die ungünstigen Schaltpunkte dürften der verzweifelten Bemühung geschuldet sein, einen Kompromiss zwischen Sparsamkeit und Fahrleistungen zu finden, gerade bei den langen Schaltpausen.

Ich bin selbst gelegentlich ein solches Auto gefahren, da meine Freundin den Opel Meriva ihrer Oma geerbt hatte und darüber nicht ganz unglücklich war, da sie sich mit Schaltgetrieben sehr schwer tut. Ich habe bei diesem Auto häufig die (immer vorhandene) manuelle Schaltgasse bemüht oder durch geschickte Bedienung des Gaspedals ein Hoch- oder Runterschalten erzwungen. Deine Schilderungen klingen, als wären die Schaltschwellen bei Toyota noch wesentlich grober abgestimmt als bei Opel, und schon die fand ich in einigen Situationen wie engen Autobahnauffahrten grenzwertig. Gibt man in der Kurve nur wenig Gas, schaltet die Automatik schnell in den 4. Gang hoch und verliert dann wertvolle Zeit auf dem Beschleunigungsstreifen.

Inzwischen fährt meine Freundin einen Daihatsu Sirion mit gewöhnlicher Wandlerautomatik, ein Unterschied wie Tag und Nacht...

von Hagbard Celine - am 02.07.2018 19:30
Ich hatte gestern Abend noch ein bisschen mit meinem Nachbarn geplaudert. Der erzählte das er mal einen alten Mazda RX-7 hatte. Den hatte er von seinem Vater geerbt weil der sich was größeres holen wollte. Eine gruselige Kiste muss das gewesen sein. Vor allem die Karosserie muss von innen nach außen gefault sein weil die Japaner wohl nichts von Hohlraumversiegelung hielten. Vielleicht werden deshalb heute für einen gut erhaltenen RX-7 Rekordpreise bezahlt.

An der Technik muss dauernd etwas dran gewesen sein. Die Japaner neigten dazu jeden elektrischen Kram einzubauen mit ganz vielen Knöpfen und lichtern. Das Problem dabei war das die Schalter von der kleinen wackeligen Sorte waren die regelmäßig ihren Dienst versagten. Auch Kabelbrüche waren an der Tagesordnung weil dünnste Strippen der Marke "Klingeldraht" verbaut wurden. Arbeit Nummer 1 war damals zuerst mal dickere Kabel zu den Scheinwerfern zu legen. Danach leuchteten die Dinger gleich wesentlich heller. :rolleyes:

Vom Wankelmotor war er hingegen weniger begeistert. Unglaublich gut sei der Durchzug gewesen. Keine Drehzahllöcher oder ähnliches. Das Ding hat durchgezogen wie ein Elektromotor. Der Fahrkomfort des Motors war vor allem bei längeren Fahrten unglaublich gut da er extrem laufruhig war. Er hatte damals eine Freundin in Hessen was von hier aus fast 4 Stunden Autofahrt sind und zu der er mindestens ein mal die Woche fuhr. Die Nachteile des Motors waren aber zu allererst seine Wartungsintensität. Er muss ein wahrer Zündkerzenfresser gewesen sein. Außerdem haben sich schon leichte Verunreinigungen des Luftfilters direkt auf die Leistung ausgewirkt. Auch musste man verhältnismäßig oft das Motoröl wechseln da der Motor sehr hoch drehte und die Gefahr bestand das der Schmierfilm riss wenn das Öl alt wurde. Der rote Bereich begann erst bei 7500 Umdrehungen/Min.

Jetzt könnte man ja sagen das man den Motor nicht so hoch drehen lassen sollte. Aber da kommt das zweite Problem. Fahren mit niedriger Drehzahl mochte der Motor gar nicht. Dieser lässt sich nämlich nur schlecht kühlen und wird an manchen Stellen sau heiß. Das wird auch in dem Wikipedia Artikel zum Wankelmotor kritisiert. An der einen Seite wird er sehr heiß und an der gegenüberliegenden Seite bleibt er sehr kühl weshalb sich das Material nur in eine Richtung ausdehnte und den Verschleiß der Dichtungen um den Drehkolben stark förderte. Auch muss das Verhalten des Motors, wenn man beispielsweise auf einer Landstraße versuchte mit niedriger Drehzahl spritsparend zu fahren, sehr ruppig und wenig angenehm gewesen sein.

Das dritte Problem war der tierische Durst des Wankelmotors. Unter 15 Liter im normalen Mischbetrieb war da nix zu machen. Das war sogar mitter der 80er als der Sprit noch verhältnismäßig billig war zu viel. Vor allem wenn man bedachte das da gerade mal 105PS raus kamen.

von Spacelab - am 06.07.2018 07:35
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