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Bahnreise Wien-Pyöngyang-(Peking)

Startbeitrag von dxbruelhart am 30.03.2013 12:14

Ein Oesterreicher und ein Schweizer sind einfach per Bahn von Wien über Moskau-Sibirien nach Nordkorea eingereist, haben sich das verschlossene Land angeschaut und sind via Peking wieder zurück nach Europa gereist.
Der Reisebericht mit vielen Fotos dieser sehr spannenden Reise gibts hier als Blog: http://vienna-pyongyang.blogspot.ch/2008/04/how-everything-began.html

Antworten:

Ja, habe den Bericht schon anno 2008 gelesen. Großartiges Ding!

Derselbe Reisende hat kürzlich bei Drehscheibe Online einen weiteren Reisebericht aus dieser Region veröffentlicht. Dieses Mal besuchte er das Dreiländereck China-Russland-Nordkorea von der chinesischen Seite aus. Bizarre Sache: http://www.drehscheibe-foren.de/foren/read.php?30,6317298,6330218

(ich fürchte mal, Großeinkauftrips in DIESEM Dreiländereck könnten schwieriger sein als in anderen Dreiländerecken dieser Welt. :D )

von Wrzlbrnft - am 30.03.2013 12:55
Ich lese es gerade durch , danke für den Link :spos:

von Rosti 2.0 - am 30.03.2013 13:55
Über diesen Blog bin ich auch mal gestolpert. Sehr interessant, ihn mal wieder zu lesen. Weiss jemand, wie es zu dieser Grenzziehung im Dreiländereck Nordkorea, Russland und China kam? Also besonders dieser lange chinesische Schlauch, der fast bis ans Japanische Meer reicht?

von CBS - am 30.03.2013 18:10
Ich habe dieses Blog in ein Atem ausgelesen. Wahnsinnig interessant!! Das war echt eine krasse Reise in ein sehr besonderes Land.. Ich will da auch unbedingt nochmal hin.

von Jassy - am 31.03.2013 13:09
Dann solltest du dich beeilen, wer weiss, wie lange es noch exzistiert...

Der Blog wurde doch hier schonmal verlinkt, irgendwoher kenn ich den....:confused:

von Chief Wiggum - am 31.03.2013 13:55
Zitat
Chief

Dann solltest du dich beeilen, wer weiss, wie lange es noch exzistiert...


Ich denke, daran wird sich leider so schnell nichts ändern...

von RTL 102.5 Fan - am 31.03.2013 17:35
@ RTL 102.5 Fan

Zitat

Ich denke, daran wird sich leider so schnell nichts ändern...


Kleiner Staat mit kleinwüchsigem "großen Führer" droht dem Rest der Welt mit Atomraketen. --> Armeen der unmittelbar bedrohten Staaten fallen in den kleinen, ausgehungerten Staat ein. --> Kleiner Staat hat seit zwei Dekaden quasi keine Verbündeten mehr. --> Kleiner Staat wird deshalb schnell von den Armeen jener Staaten, die er unmittelbar bedroht hat, eingenommen. --> Kleiner Staat existiert in dieser Form nicht mehr.

Da es den meisten Einwohnern dieses kleinen Staates kaum noch beschissener gehen kann als jetzt, sind nach einem Sturz des dortigen Regimes auch keine bürgerkriegsartigen Nachwehen zu erwarten.

von Kay B - am 01.04.2013 00:28
Nun das sehe ich etwas anders. Russland wird es vielleicht noch egal sein, aber China sicherlich nicht, wenn der (ehemalige) westliche Klassenfeind in eigenen Gefielden operiert. Und gerade die sind es, die man seitens der USA jahrelang massiv unterschätzt hat! Ich habe dazu erst letztens in einem Heft was dazu gelesen, jahrelang hat man die Chinesen wegen ihres Militärs nur belächelt, dann haben sie die Tür für einen kleinen Einblick mal kurz ein Stück weit geöffnet und selbst gestandene US-Militärs behaupten nun sogar, dass diese Waffen kriegsentscheidend wären! Aber sein wir doch mal ehrlich, man wird das Land nicht (aktiv) angreifen, weil es hier nichts zu holen gibt!

von Rosti 2.0 - am 01.04.2013 07:55
@ Rosti 2.0

Ja, wenn die Amerikaner im Krieg gegen Nordkorea stünden, gäbe es sicherlich Unterstützung durch China.

Aber wenn sich die Chinesen selbst durch die Atomwaffen des einstigen kleinen Bruders bedroht fühlen (auch wenn die nicht unmittelbar gegen sie gerichtet sind, sie aber Gefahr laufen, in einen Konflikt mit Atomwaffen schnell hineingezogen zu werden, da der Fallout bekanntlich nicht an irgendwelchen Landesgrenzen Halt macht), dann würden wohl alle mal kurz weg gucken.

Es stellt sich also die Frage, ob die Chinesen ein so hohes Konfliktpotential (und das ist ein mit Atomwaffen bestücktes Nordkorea definitiv) direkt vor ihrer Haustür dulden.

von Kay B - am 01.04.2013 19:01
Als ob sich die Russen oder Chinesen jemals um den kleinen Mann gekümmert hätten (siehe Tschernobyl).

von Rosti 2.0 - am 01.04.2013 21:36
Nehmen wir mal an, der Oberhaupt der Nordkoraner nimmt was ein was ihm Größenwahn macht. Keiner der Funktionäre überredet ihm, das er vernünftig sein soll und ein Dialog mit dem anderen Ländern führen sollte, das Volk sieht nur zu > also Putschversuch ausgeschlossen....dann wird nicht nur die Region um Korea herum aufschrecken, vermute mal sogar die ganze Welt wird aufschrecken. Und wenn keine Vernunft aufkommt...siehe Kubakrise mit der Schweinebucht. Fehlt nur noch das Iran mit Nordkorea zusammentut.
-Eurokrise geht unaufhaltsam weiter
-Syrien "Krise" geht weiter
-USA muß massiv sparen, sogar auch im Militärbereich
-Nordafrika kommt nicht zur Ruhe
-und dann Nordkorea....
:nichtzufassen:

von DJ Taifun - am 01.04.2013 21:58
@ Rosti 2.0

Um den kleinen Mann geht's dabei ja gar nicht. Es dürfte für China nur nicht unerheblich sein, wenn dieser klitzekleine Nachbar Nordkorea direkt vor der Haustür aufeinmal einen Atomkrieg anzettelt und die bestehende Ordnung durcheinander bringt.

China dürfte auch nicht gerade scharf darauf sein, sich auf die Seite Nordkoreas zu stellen, mit diesem einen Atomkrieg durchzuziehen und die wirtschaftlichen Beziehungen zum Westen zu gefährden.

Jeder, der der westlichen Welt mit Atomwaffen droht, dürfte sowieso erstmal wirtschaftlich mit Embargos abgeschottet werden. Das hätte man mit Nordkorea wohl schon längst gemacht, wenn dadurch nicht noch mehr Menschen an Hunger draufgehen würden.

von Kay B - am 02.04.2013 00:06
Da magst du auch recht haben, allerdings woher sollen die Halbleiterchips denn kommen? Immerhin hat man die "seltenen" Erden jetzt mal in Sachsen (wieder-)entdeckt , aber bis man diese auch nutzen kann, dürften noch Jahre vergehen. Wir sind doch mittlerweile so abhängig davon.

von Rosti 2.0 - am 02.04.2013 08:59
Die Amerikaner reden ja mit den Chinesen. Es wäre ja eine Einigung dahingehend denkbar, dass das Regime in Nordkorea plattgemacht wird, aber das Land dann "vorübergehend" unter chinesische Verwaltung kommt statt an Südkorea angeschlossen zu werden. Damit dürften alle Seiten zufrieden sein. Ein sofortiger Anschluss Nordkoreas an den Süden dürfte auch aus wirtschaftlichen Gründen nicht wirklich im Interesse Seouls liegen, die Kosten des wirtschaftlichen Aufbaus sind einfach riesig. Außerdem sind die letzten 60 Jahre Hirnwäsche im Norden nicht ohne Folgen geblieben, es werden einfach noch zu viele dem alten Regime nachtrauern. Terror und unstabile Verhältnisse ist das Letzte, was Seoul im eigenen Land möchte. Durch die chinesische "Schutzherrschaft" könnte man im Norden wieder normale Verhältnisse schaffen, ohne dass ein ganzes Volk "sein Gesicht verliert". Danach wäre ein langsames Zusammenwachsen der beiden Koreas denkbar.

von Bolivar diGriz - am 02.04.2013 09:18
Würde Sinn machen.

von Rosti 2.0 - am 02.04.2013 09:22
@ Rosti 2.0

Ja, durch die Globalisierung in der Wirtschaft stecken da dann alle irgendwie mit drin.




@ Exidor

Das hört sich nach einem gangbaren Weg an.

In den diversen Dokus, die so über Korea kursieren, äußerte sich Südkorea ja auch in die Richtung, daß sie eine Vereinigung Koreas so nicht stämmen könnten.

So wie es hier in Deutschland war, dürfte es in Korea nicht (mehr) funktionieren. Die DDR war zumindest im Ostblock wirtschaftlich stark und 1989 noch lange nicht auf dem niedrigen Stand, auf dem Nordkorea heute ist. Auch wenn die DDR-Wirtschaft eigentlich am Boden lag, hatte man zumindest in der Grundversorgung eine funktionierende Infrastruktur.

Anfang der 1990er Jahre hätte das mit einer Vereinigung Nordkoreas möglicherweise etwas werden können. Heute ist die wirtschaftliche Kluft aber so groß, daß das wohl selbst die wirtschaftliche Stärke Südkoreas nicht auffangen kann.

Da muß wohl so viel Geld reingepumpt werden, daß das ohne die USA oder die Chinesen nicht geht.

von Kay B - am 02.04.2013 17:07
@ Exidor und Kay B: Sehe ich ganz ähnlich. Die Kosten einer Wiedervereinigung wären riesig und durch den Süden nicht aufzubringen. Gerade China, die Wirtschaftsmacht welche bis zum Schluss versucht hat mäßigend auf das Regime in Pjöngjang einzuwirken, müsste da mit ins Boot geholt werden. Ohnehin sollte keiner in der Region versuchen, Fakten zu schaffen ohne Peking zu konsultieren.
Gerade habe ich mir mal den deutschen Dienst der Stimme (Nord)Koreas angetan: Volkslieder, Marschmusik, schwülstige Beiträge über den großen Führer Kim Il Sung (der ist schon 20 Jahre tot, aber sein Geburtstag ist der "Tag der Sonne") und Nachrichten, wie sie belangloser und langatmiger nicht einmal der DDR- Rundfunk zustandegebracht hat. Und natürlich Warnungen vor der aggresiven Kriegstreiberpolitik der "US- Imperialisten und des Marionettenregimes in Seoul. Ich will jetzt nicht darüber urteilen, ob das alles nur krasseste Paranoia oder wirklich die so empfundene oder tatsächliche Lage ist. Immerhin wissen wir ja, dass die USA in den letzten Jahren (vor allem unter Schorsch Dabbeljuh) nicht nur ausschließlich den Weltfrieden im Sinne hatten, sondern vor allem knallhart ihre eigenen Interessen bezüglich der Rohstoffversorgung und ihrer militärischen Vormachtstellung forcierten. Morgen z.B. 21.00 Uhr MESZ auf 12.015 kHz kann sich jeder selber ein Urteil bilden. Momentan höre ich mir die andere (südliche) Seite auf 3.955 kHz an.
Hoffen wir, dass bei aller Kriegsrethorik auf der koreanischen Halbinsel nicht alle dort ihr Hirn ausschalten.

von dlf-fan - am 04.04.2013 20:08
Die ganze Geschichte ist schon ziemlich bekloppt. Vor allem, wenn man bedenkt, wie sehr die südkoreanische Wirtschaft auch mittlerweile im Weltmarkt vertreteten ist. Auch ich fahre einen Wagen aus diesem Land...

von Noch'n Saarländer - am 04.04.2013 20:31
Ebenfalls sehenswert: http://warnet.ws/news/61371

von Mathias Volta - am 11.04.2013 15:05
Robotroner in Nordkorea:
http://www.mdr.de/mediathek/fernsehen/video120998_zc-7931f8bf_zs-2d7967f4.html

von Kay B - am 01.05.2013 16:01
Da ich nichts anderes geeignetes gefunden habe habe ich das mal hier reingestellt....Piratensender in China :D
http://german.china.org.cn/txt/2016-08/26/content_39171146.htm

von DJ Taifun - am 04.09.2016 18:43
Die Konstruktionen kenne ich, die Hintergründe sind aber auch spannend. Piratensender zum Medikamentenverkauf :D

von Japhi - am 04.09.2016 18:57
Schlimm, diese Piraten. Flugzeuge stürzen ab und das Wok-Gemüse vergammelt.

von hegi_ms - am 09.09.2016 07:22
Zitat
Bolivar diGriz
Die Amerikaner reden ja mit den Chinesen. Es wäre ja eine Einigung dahingehend denkbar, dass das Regime in Nordkorea plattgemacht wird, aber das Land dann "vorübergehend" unter chinesische Verwaltung kommt statt an Südkorea angeschlossen zu werden. Damit dürften alle Seiten zufrieden sein. Danach wäre ein langsames Zusammenwachsen der beiden Koreas denkbar.


Hört sich gut an, dumm nur dass es "danach" keine Koreas mehr gibt.

von zerobase now - am 09.09.2016 09:00
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