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8
Erster Beitrag:
vor 5 Jahren, 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 5 Jahren, 1 Monat
Beteiligte Autoren:
dxbruelhart, RADIO354, hegi_ms, ulionken, Martyn136, Peter Schwarz

Wasser statt Sprit - Knallgas - DIE Lösung unseres Energieproblems?

Startbeitrag von dxbruelhart am 22.06.2013 08:44

Schon seit langem weiss man eigentlich, dass man mit Wasser(stoff), mit Knallgas heizen und Autos antreiben könnte; jeder, der nicht gerade zwei linke Hände hat, kann sich selbst ein solches kleines Wasser-Kanllgas-Kraftwerk bauen. Die Kosten für Strom für die Elektrolyse und was es sonst noch dazu braucht, sind viel günstiger als die für die fossilien Energieträger, die der Spekulation unterliegen und langsam versiegen.
Damit werden wir unabhängig von den fossilien Energieträgern Erdöl und Erdgas! Es kommen auch keine Abgase, sondern nur Wasserdampf hinten bzw. oben raus.
Hier einer, der uns anleiten will, wie wir selbst Wasser-Energie herstellen können: http://www.wasserstattsprit.info/
Das entsprechende Youtube-Video dazu http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=-AB_ob98Z5I
Das tönt ja wirklich absolut genial, damit können wir unsere Energieprobleme für alle Zeiten lösen!

Klappt dies wirklich so?
Warum ist dies noch nicht verbreitet?
Ist dies wirklich unsere Zukunft?

Antworten:

Die Herstellung von Wasserstoff ist Teuer,
das kostet viel Energie. Diese wird dann wieder aus Fossilen Brennstoffen oder Atomkraft kommen.
Das Lagern von H2 ist auch Teuer. Dieser muss verflüssigt werden und das frisst Energie.
Wasserstoff ist leichter als Luft bei unbeabsichtigter Bildung vom Knallgas ( Undichtigkeiten ) wird
es extrem gefährlich : Knallgasexplosionen. Wasserstoff ist Farb- und Geruchslos.

von RADIO354 - am 22.06.2013 09:01
@ RADIO354:
Hier werden nun ja aber DryCells, das sind kleine Wasserstoffkraftwerke gezeigt und es gibt Anleitungen zum Aufbau; die Hersstellung ist also wohl, solange sie dezentral in den eingenen Haushalten erfolgt, nicht besonders teuer; es ist wohl nötig, mit Strom eine Hitze von 2500° zu erzeugen, um die Synthese des Wassers erreichen zu können.
Die DryCells sollen eben den ganzen Prozess durchführen, ohne Gefahr - hier DryCells http://www.wasserstattsprit.info/neu-kundenstimmen-fotos/

von dxbruelhart - am 22.06.2013 09:08
@ dxbruelhart,

Danke nochmals für den Link.
Habe da mal hereingeschaut. Ist aber Alles noch recht Speziell.
Ich zum Beispiel würde lieber die Sonne anzapfen : Solarstrom ladet Wechselakkus und Ich fahre
dann mit dem Elektrovelo herum.
Es gibt da noch die Brennstoffzelle http://de.wikipedia.org/wiki/Brennstoffzelle

von RADIO354 - am 22.06.2013 15:06
Bei uns in der Nähe gab es da früher schon mal ein Projekt aus Solarstrom Wasserstoff zu erzeugen, und damit dann Autos zu betanken. Von BMW gabs da schon einige Prototypen. >> http://de.wikipedia.org/wiki/Solar-Wasserstoff-Projekt_in_Neunburg_vorm_Wald

Ich denke am intressantesten wäre es z.B. in Nordafrika grosse Solarkraftwerke zu errichten, und dort dann in grösseren Mengen Wasserstoff zu erzeugen.

Den Wasserstoff könnte man dann auch zu Ethanol und Propanol weiterverarbeiten. Und so ein Gemisch mit ein paar Additiven hätte dann annähernd die gleichen Eingenschaften wie Bezin, und würde sich auch genauso einfach transportieren und betanken lassen.

von Martyn136 - am 22.06.2013 17:12
Ich werde mir das mal zu Gemüte führen, die Idee tönt interessant.
So manche Sache wurde übrigens nur deshalb nicht verwirklicht, weil sich keiner gefunden hat, der damit viel Geld verdienen konnte. Oder weil sie auf Widerstand bei Lobbyisten stieß.

von Peter Schwarz - am 22.06.2013 20:39
Die Idee, Wasser in Wsserstoff und Sauerstoff zu spalten, den Wasserstoff zu speichern und bei Bedarf in Brennstoffzellen wieder in elektrische Enegie umzuwandeln, ist keineswegs neu. Spätestens seit den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts gibt es intensive Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zu Wasserstoffspeichersystemen und Brennstoffzellen. Als ich noch an der Uni war, haben die Kollegen im Nachbarlabor an Metallhydridspeichern gearbeitet, in denen man gefahrlos Wasserstoff speichern kann.

Das Ganze hat sich bisher noch nicht durchgesetzt, weil es gegenüber fossilen Energieträgern schlichtweg (noch) viel zu teuer ist. Die Metallhydridspeicher sind schwer und teuer; und Wasserstoff als komprimiertes Gas zu speichern, ergibt ein ernsthaftes / teures Sicherheitsproblem. Es gab und gibt Prototypen von Elektroautos, die mit Wasserstoff fahren, und sogar Wasserstoff-Tankstellen, aber bezahlen will das fast keiner... Ich vermute, dass es zuerst viele mit Erdgas betriebene Autos geben wird, bevor man in vielleicht 100 Jahren auf den Wasserstoff ausweichen muss.

"DIE Lösung unseres Energieproblems" wird der Wasserstoff sowieso nicht sein, denn die (elektrische) Energie zur Wasserelektrolyse in Wasserstoff und Sauerstoff muss man auch erstmal bereitstellen! Die Umwandlung von Energie und Wasser in Wasserstoff und zurück in Wasserstoff und Energie geht nicht verlustlos: Die Wirkungsgrade bei der Elektrolyse liegen bei 80%, bei der Brennstoffzelle 60%; das sind zusammen nur 48% Wirkungsgrad. Man kann Wasserstoff auch aus Biogas oder aus Kohle und Wasser erzeugen, aber auch dabei sind die Wirkungsgrade begrenzt.

Quellen: Wikipedia-Artikel (auch gut zum Einstieg in das Thema geeignet)
http://de.wikipedia.org/wiki/Wasserstoffwirtschaft
http://de.wikipedia.org/wiki/Brennstoffzelle

73 de Uli

von ulionken - am 22.06.2013 22:00
Der große Vorteil der Wasserstoff-Elektrolyse ist die Möglichkeit, plötzliche Stromüberschüsse (z.B. aus Windkraftanlagen) zu nutzen und damit die Verbundnetze zu entlasten. Dem herkömmlichen Erdgas können einige Prozent Wasserstoff beigemischt werden, ohne den Brennwert allzu sehr zu verändern. Das herkömmliche Erdgasnetz stellt einen großen Speicher dar und kann auch erhebliche Mengen Wasserstoff aufnehmen. Größere Mengen Knallgas sollte man aber nicht speichern. :nono:

Leider ist auch ein mit reinem Wasserstoff betriebener Otto-Motor nicht ganz abgasfrei. Da in ihm ein Wasserstoff-Luft-Gemisch verbrannt wird, enstehen neben dem Hauptprodukt Wasser auch Stickoxide.

Da kein Kohlenstoff vorhanden ist, gibt es keine Probleme mit Ruß bzw. Feinstaub, und es entsteht auch nicht das hochgiftige Kohlenmonoxid (CO).

von hegi_ms - am 22.06.2013 22:37
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