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Spacelab, rolling_stone, NurzumSpassda, zerobase now, Onabi, Noch'n Saarländer, iro, Felix II, Erich Hoinicke, Detektordeibel

Alle Zelte abbrechen und einfach so weg. Kann das funktionieren?

Startbeitrag von Spacelab am 26.08.2013 07:57

Warum muss das Leben immer so kompliziert sein? Meine Freundin hat vor etwas über 3 Monaten ihren Job verloren da der Arzt bei dem sie ihre Ausbildung gemacht und anschließend viele Jahre gearbeitet hat die Praxis geschlossen hat. Er war zu alt geworden und ein Nachfolger der die Praxis übernehmen könnte war nicht zu finden. Trotz frühzeitigem melden beim Arbeitsamt, oder Arbeitsagentur wie sie sich ja jetzt nennen, haben die sich einen feuchten gekümmert. In ihrem bisherigen Job ist hier im Saarland nichts zu finden und eine Umschulung, wozu sie auch gerne bereit wäre, bekommt sie nicht bezahlt. Selbst bezahlen ist nicht drin. Ganz im Gegenteil. Sie arbeitet jetzt schon auf 400€ Basis an der Tanke weil sie sonst nicht rum kommt mit dem Geld vom Amt.

Also blieb ihr absolut nichts anderes übrig als sich auch außerhalb des Saarlandes zu bewerben und siehe da, sie hat in kürzester Zeit gleich ein Vorstellungsgespräch bekommen. Ein Arzt aus Ulm will sie unbedingt einstellen. Der ist ganz angetan davon das sie alle Weiterbildungen gemacht hat die es in ihrem Job gibt und hat schon insgesamt 6 mal angerufen. Jetzt hat sie am kommenden Mittwoch dort ein Vorstellungsgespräch wo er noch "letzte Details" persönlich abklären will die so am Telefon einfach nicht gehen. Jetzt war sie so schlau und hat sich auch schon nach Wohnungen in Ulm und Umgebung umgesehen und auch gleich eine Wohnungsbesichtigung für Mittwoch abgemacht.

Aktuell ist sie noch hin und her gerissen. Einerseits ist da die Vorfreude auf das neue was da so auf sie zukommen mag und die Chance auf einen Neustart. Auf der anderen Seite hat sie schon jetzt die ersten Zweifel. Ihre Eltern sind schon alt und bedarfen gelegentlicher Unterstützung. Es ist zwar noch eine zweite Tochter da die sich auch bestmöglich bemüht aber die ist selbst Vollzeit berufstätig und das geht noch gerade so. Aber wenn das mit den Eltern noch schlimmer wird ist die am Limit. Dann schmerzt es meine Freundin das sie ihren Freundeskreis zurücklassen muss und sie in Ulm absolut ohne jemanden da steht. Vor dieser Einsamkeit hat sie unglaubliche Angst.

Und nicht zuletzt ist da ja auch noch unsere Beziehung. Sie ist sich sicher das eine Fernbeziehung funktioniert. Es sind ja nur 3,5 Stunden Autofahrt, mit dem Zug geht es noch schneller, wir können ja jeden Abend Skypen und so weiter... Also ich bin da weniger optimistisch dass das funktioniert. Zumindest nicht auf dauer. Ich hab den Eindruck sie denkt da nicht weit genug. Denn sie zieht ja nicht für ein paar Monate da runter so zum Übergang oder so. Das ist ja was festes. Und ich kann ihr leider nicht nachfolgen so gerne ich das auch machen würde. Ich hab selbst zwei kranke Eltern, keine Geschwister die sich in meiner Abwesenheit kümmern können, ich hab zwei Häuser und eine Firma. Für mich wäre es sozialer Selbstmord alle Zelte abzubrechen und nach Ulm zu ziehen.

Mir kommt die ganze Sache irgendwie irreal vor. Von allen Leuten die ich kenne kann ich mir bei meiner Freundin am wenigsten vorstellen das sie alles hinter sich lässt. Und ich glaube im Geiste ist sie von der ganzen Sache auch viel weniger überzeugt als sie zugeben will. Ich hoffe nur dass das für sie keine üble Bauchlandung wird. Könntet ihr euch denn vorstellen alles hinter euch zu lassen und umzuziehen? Vor allem was mich beschäftigt, könnt ihr euch vorstellen so eine Fernbeziehung zu führen? Meint ihr das klappt überhaupt?

Antworten:

Wenn sich beide Seiten sicher sind, kann dies funktionieren. Ich denke aber auch, dass eine Fernbeziehung immer auf die Aussicht abzielt, dass man sich irgendwann doch (wieder) (geographisch) näher kommt.

Natürlich ist die berufliche Perspektive eine ernste, trägt sie auch sehr zur eigenen Zufriedenheit und damit auch zu einer glücklicheren Beziehung insgesamt bei. Frei nach der Sichtweise: Sei mit Dir selbst glücklich, dann bist Du es auch mit anderen. Ich kann mir jedenfalls vorstellen, dass sie nicht glücklicher sein wird, wenn sie längere Zeit ohne Beschäftigung ist. Es tut gut, eine Aufgabe und berufliche Bestätigung zu haben. Von der sozialisitischen Bedeutung der Arbeit ganz zu schweigen.

Eine Frage, die sich erst auf Dauer beantworten wird, ist: Wie wird der (neue) Job angesehen und wie entwickelt er sich? Sieht sie es als Übergang, bis sich vielleicht vor Ort etwas auftut oder möchte sie auch auf Dauer in Ulm bleiben? Oder wie entwickelt sich der Job nach einer Zeit? Wird es eine längere Perspektive oder doch auf Zeit? Ich denke, dies wird sich erst im Laufe der Zeit entscheiden. Falls sie es in Erwägung zieht, den Job zu behalten, müsste tatsächlich einer von beiden auf Dauer den Kompromiss machen, gewisse Zelte abzubrechen. Ich betone aber: gewisse. Denn - wie Du schon richtig schreibst - es sind nur gewisse Zelte und die Entfernung ist nicht die größte. Da ist einiges möglich.

Natürlich steht die Unterstützung der Eltern im Fokus. Wie umfangreich ist sie bislang? Beschränkt es sich auf ein/zwei Tage in der Woche oder ist sie aufwändiger? Hintergrund der Frage ist die Tatsache, dass es bei dem neuen Job wohl auf einen Wochenendaufenthalt in der alten Heimat hinausläuft und eine Erreichbarkeit "einfach mal so" wegen der Autofahrt nicht mehr gegeben sein wird.

Ein ehemaliger Arbeitskollege von mir wohnte eigentlich in Ostfriesland, fand aber dort keinen Job und so verschlugs ihn nach Münster. Seine Frau ist allerdings vor Ort beruflich erfolgreich. Er machte folgendes: Er nahm sich ein Appartement vor Ort und nahm nur das Nötigste mit. Freitags mittags nach der letzten Arbeit gings unmittelbar Richtung Heimat. Montags morgens stand er früh auf und sauste aus der Heimat Richtung Münster. Dies funktionierte zwei Jahre ausgezeichnet. Dann ist er aber doch zurück, hatte auch mit Nachwuchs zu tun. ;-)

von NurzumSpassda - am 26.08.2013 09:21
Das blöde ist ja nicht nur das es in ihrem Job als Zahnarzthelferin hier im Saarland nicht möglich ist in absehbarer Zeit etwas zu finden. Wir haben in diesem Bundesland den oft zitierten Ärztemangel. Die Praxen sind zwar übervoll und man muss ne gefühlte Ewigkeit warten bis man einen Termin bekommt aber neue Ärzte siedeln sich auch nicht an. Ein weiteres Problem das sie hat ist das es im Saarland keinen Tarifvertrag für Arzthelferinnen gibt. Für exakt die gleiche Arbeit bekommt sie in Ulm (Baden-Württemberg) 600€(!) mehr im Monat. Das ist die komplette Wohnungsmiete.

Das mit ihren Eltern ist ein großes Problem. Sie haben kein Auto was bei ihrer Wohnungsnähe zum Saarbrücker Stadtkern nie ein Problem darstellte. Ganz im Gegenteil. Bus und Bahn direkt vor der Haustür und wenn man nur in die Einkaufsmeile bummeln gehen wollte war man in 10 Fußminuten vor Ort. Allerdings sind die beiden Leute jetzt auch viel älter geworden und jetzt sind 10 Minuten Fußweg schon eine kleine Reise und mit dem Bus Wocheneinkauf machen geht gar nicht mehr. Sie sind auf die Hilfe ihrer beiden Töchter angewiesen. Aktuell beschränkt sich das noch auf gelegentliche Arztbesuche, Therapien und Einkaufen gehen. Aber der Gesundheitszustand der alten Leute wird rapide schlechter und wenn sich die Arztbesuche und Therapien häufen wirds zeitlich eng. Denn wie gesagt, die eine Schwester hat ja auch einen Vollzeitjob plus Familie.

Die ganze Sache mit dem wegziehen kommt mir so unausgegoren vor. So wie ein Geistesblitz den man nicht bis zu Ende gedacht hat und auf einmal merkt man "Hoppla! War wohl doch keine so gute Idee." Ich kann ihre Situation gut verstehen aber irgendwie kam das jetzt alles so hoppla hopp. Wie ein Entschluss den man aus einer Bierlaune heraus fasst. "Weißt du was? Morgen mach ich das einfach mal so."

von Spacelab - am 26.08.2013 09:51
Denke ich weniger. Manche Dinge passieren sehr kurzfristig. In Bad Neustadt an der Saale suchen jetzt plötzlich über 60 Ingenieure eine neue Bleibe, da ein Werk in München geschlossen wurde und die Verlagerung nach Bad Neustadt jetzt schon im September anstelle nächstes Jahr beginnt. Dass der kleine Wohnungsmarkt darauf nicht ausgelegt ist, stört keinen...

von rolling_stone - am 26.08.2013 10:10
viele Leute - viele (unterschiedliche) Antworten. Was 'nurzumSpassda' schreibt klingt ja soweit ganz vernünftig und könnte man in Eurem Fall auch so realisieren:

Job annehmen mit der Option auf baldiges zurückkommen.

Soll heißen sie sucht in der Heimat weiter nach einem Jobangebot und arbeitet solange dort. Es ist auch wesentlich einfacher einen Job zu finden wenn man das was man sucht sowieso gerade macht und nicht aus der Arbeitslosigkeit heraus eine Arbeit sucht.

von Felix II - am 26.08.2013 10:10
Zitat

Ein ehemaliger Arbeitskollege von mir wohnte eigentlich in Ostfriesland, fand aber dort keinen Job und so verschlugs ihn nach Münster.

Das machen sogar ziemlich viele Ostfriesen wegen des dortigen Mangels an ganzjähriger Arbeit. Münster ist da sogar noch sehr nah dran, viele fahren ganz nach BaWü - jede Woche - und arbeiten bei Mercedes. Gewohnt wird dort im Container...

Zelte abbrechen und weg...?
Zitat

Wie ein Entschluss den man aus einer Bierlaune heraus fasst. "Weißt du was? Morgen mach ich das einfach mal so."

Genau so hab ich das vor 20 Jahren gemacht, waren zwar nur 120 km - aber ich war damals noch auf Trampen bzw. Bahnfahren angewiesen, so daß der Zeitaufwand für eine Fahrt auch jeweils mit ca. 3 Stunden anzusetzen war.
Ich hatte die alte Wohnung gekündigt wg. WG-Auflösung & zu groß, hatte eigentlich bereits eine neue kleinere Bude als Nachmieter 1 Haus weiter und mich dann 14 Tage vor Umzug dazu entschlossen: nö, mach' ich nicht, ich zieh mal in eine größere Stadt. Wohnung und Arbeit hatte ich dort noch keine in Aussicht. Das hat sich aber alles in diesen 14 Tagen ergeben. Ich hab's nie bereut!

Fernbeziehungen können funktionieren, wenn man bereits so anfängt. Wenn man aber schon zusammengewohnt hatte und daraus eine Fernbeziehung wird, ist das wohl etwas schwieriger. Die Gefahr ist aber in beiden Fällen gegeben, daß diese nicht allzulange hält. Sofern keine Kinder im Spiel sind...
(Für die ist das allerdings auch nicht so toll!).

von iro - am 26.08.2013 10:14
Ich habe so etwas 2x hinter mir. Ich möchte nicht wissen, wie es mir heute ginge, wenn ich die Chance nicht genutzt hätte...

Ob das bei Deiner Freundin auch so erfolgreich ablaufen wird, hängt von so vielen Dingen ab. Die kann ich als Außenstehender so pauschal nicht abschätzen. Letztendlich ist ihre Persönlichkeit der Schlüssel zum Glück. Und was euer Glück betrifft, das zu meistern kann euch niemnad abnehmen. Tendenz: Habt ihr immer halbvolle Gläser, werdet ihr keinen Durst leiden. Bei halbleeren Gläsern schon...

Mal ganz pragmatisch. Mir wäre eine Wochenendbeziehung ab einer gewissen Distanz zu weit. Nix gegen's Schwabenland, ist ein toller Fleck, wo ich durchaus heimisch werden könnte. Aber dann mal eben "heim"-fahren, zumal man sich mit der Zeit in der neuen Heimat immer wohler fühlen sollte, ist langfristig gesehen eher hinderlich.

Noch pragmatischer: Nichts gegen ein gesundes weibliches Bauchgefühl, aber so ein Lebensschritt will gut überlegt sein. Lieber noch ein paar Wochen weitersuchen und nichts überstürzen. Vielleicht findet sich ja etwas attraktives in der nicht ganz so fernen Umgebung.

Öhm - es muss ja nicht gleich >bei meinem Zahnarzt

von Erich Hoinicke - am 26.08.2013 10:18
Ich bin da konform mit rolling stone. Ich glaube auch nicht, dass sie es reinweg "aus dem Bauch heraus" entscheidet. Eher, weil sich die Möglichkeit bietet. Und weil sie sich wahrscheinlich auch bewusst ist, dass dies eine gute Chance ist, zunächst im Job zu bleiben. Gerade wenn Du, Spacelab, schlüssig beschreibst, wie trübe die Jobaussichten in ihrem Beruf im Saarland sind, ist eine solche Gelegenheit bestimmt willkommen. Dies wird nicht gegen Dich gerichtet sein.

Fernbeziehungen funktionieren für eine bestimmte Zeit, wenn beide Partner damit klarkommen, bestimmt gut. Aber wie so vieles im Leben, möchte sich der Mensch auch in Sachen Zweisamkeit bestimmt weiterentwickeln. Daher geht so etwas in 90% der Fälle nur gut, wenn die Aussicht besteht, dass das "Fern" auf Zeit ist. Und hier ist die Frage zu gucken: Soll es woanders ein Job auf Zeit sein? Oder für länger? Wer wäre evtl. eher bereit, seinen bisherigen Ort aufzugeben? Oder trifft man sich auf Dauer in der Mitte, sofern diese nicht für beide zu weit ist (wobei dies bei Ulm und Saarbrücken eigentlich letzteres bedeutet)?

Wenn man eine gewisse Heimatverbundenheit hat, dürfte es eher ein Job auf Zeit sein (aber auch dieser macht sich im Lebenslauf gut). Falls aber nicht unbedingt und der Job stellt sich als eine Art "Himmel auf Erden" heraus (unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich), könnte es aber für länger sein. Dann gilt die schwierige Entscheidung des Menschen selbst: Behalte ich meinen Job und führe weiter eine Distanzbeziehung, weil man Partner nicht umziehen kann? Oder bessern sich künftig meine Bedingungen in meiner "alten Heimat"? Und für den Partner stellen sich Fragen: Kann ich mit einer Distanz für eine gewisse Zeit leben? Besteht nicht doch für mich die Möglichkeit, gewisse Zelte abzubrechen? Falls nicht, wie arrangieren wir uns weiter?

Fakt ist, dass nicht der Kopf, sondern das Herz die wichtigsten Entscheidungen des Lebens trifft. Wichtig ist hierbei nur, dass auch eine gewisse (persönliche) Infrastruktur geschaffen werden muss. Sprich: Auch eine gewisse Selbstversorgungsmöglichkeit ist ein Teil des Glücks.

von NurzumSpassda - am 26.08.2013 22:01
Ulm und Saarland ist keine Weltreise...

Allerdings ist das so keine vernünftige Dauersituation, ja.

Gehört zwar zum modernen Frauenbild für 0815 Jobs zur angeblichen "Selbstverwirklichung" alles aufzugeben aber der Bruch ist normal da, und man findet sicher auch schnell jemand für unter der Woche. :rolleyes:

Drum prüfe wer sich ewig bindet ob sich nich etwas besseres findet... etc. u know...

von Detektordeibel - am 27.08.2013 03:31
Meine Freundin und ich wohnen 500km auseinander. Es funktioniert. Allerdings gibt es die hier in diesem Faden schon gemachte Einschränkung, dass wir uns so auch kennengelernt haben, und noch nie zusammen gewohnt haben. Käme so eine Fernbeziehung nach einer längeren gemeinsamen Zeit, oder nur ein paar Kilometer auseinander, würde ich wohl auch recht verdutzt aus der Wäsche schauen..

von Noch'n Saarländer - am 27.08.2013 10:10
Zitat
Spacelab
Vor allem was mich beschäftigt, könnt ihr euch vorstellen so eine Fernbeziehung zu führen? Meint ihr das klappt überhaupt?


Nein. Sowas geht mal für einen Zeitraum von ein paar Wochen oder Monaten, aber dauerhaft eher nein. Natürlich kann man Skypen und sich am WE treffen, aber auf Dauer wird das wohl nicht ausreichen. Über kurz oder lang wird jeder von Euch sein eigenes Leben führen und man lebt sich auseinander. Hört sich jetzt zwar hart an, aber mit dem Gedanken solltest du dich vertraut machen. Tut mir leid, ist bestimmt ne schwere Zeit jetzt für dich.

von zerobase now - am 27.08.2013 11:32
Wenn eine Beziehung sehr gefestigt ist, dann dürfte das funktionieren (zum Beispiel, und das meine ich ernsthaft, wenn man verheiratet ist. Gerade manchem frischgebackenen Junglehrer, der im Referendariat geheiratet hat, ist das in meinem Freundeskreis passiert, dass ihre Schulen eben nicht (mehr) zusammen liegen und man (ich überspitze es) den einen Partner in Nordbaden hat, während die bessere Hälfte an den Bodensee kommt.

Wenn es sich wie bei Spacelab um eine Freundin handelt, sollten doch sehr feste Absichten bestehen, die Zukunft auch weiterhin gemeinsam zu planen, sonst kann es nicht funktionieren. Wobei das immer noch besser ist als eine Fernbeziehung ins Ausland (unsere Nachbarländer vielleicht ausgenommen). Ansosnten wird es, denke ich, auch eher keinen Bestand haben können. Für eine Fernbeziehung müssen beide Seiten sehr belastbar sein.

von rolling_stone - am 27.08.2013 12:23
Meine Meinung als zeitweiser Wochenendpendler zum Thema Fernbeziehung: Es kommt darauf an, wie man es organisiert bekommt.
Man kann wunderbar eine Beziehung führen und auf Dauer nur 2 oder 3 Tage in der Woche zusammen sein, das wäre natürlich in deinem Fall eine Umstellung.

Wenn sie 5 oder gar 6 Wochentage arbeiten muss, kann das jedoch schon sehr stressig sein. Problem ist nicht das Reisen an sich, sondern der Zeitmangel bis zur Rückfahrt. 2 Tage/Woche daheim wär für mich das absolute Minimum, und da sind kranke Eltern noch nicht einkalkuliert.
Es gibt natürlich Berufe, wo man mit einer 4-Tage-Woche schon gut über die Runden kommen kann. Und wenn der Partner in der Heimat dann an den freien Tagen auch wirklich Zeit hat, kann das schon eine Dauerlösung sein.
Das entscheidende also dürften die Arbeitszeit- und Urlaubsregelungen beim neuen AG sein. Wenn der neue Job in der Hinsicht flexibel ist, würde ich den Schritt wagen. Wenn das der feine Herr Doktor aber nicht anbieten kann (ist bei kleinen Praxen natürlich nicht selbstverständlich), sollte man sich das gut überlegen.

von Onabi - am 27.08.2013 15:03
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