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Wahlkampf!!!!!!

Startbeitrag von Kay B am 05.09.2013 12:12

Alle interessanten Wahlkampfsachen einfach mal hier rein.

[attachment 2048 CDU.jpg]

:joke:

Die 50 interessantesten Antworten:








Wahrscheinlich fragen sich manche in der Kabine wo die ja! Partei auf dem Zettel ist... Auch net Debiler wie der andere Scheiss...

von Detektordeibel - am 06.09.2013 13:57
Wie peinlich ist das denn?


http://www.n-tv.de/politik/Steinbrueck-sollte-erpresst-werden-article11321656.html

Der mit seinem Haushalten überforderte damalige NRW Finanzminister Steinbrück beschäftigte ne Putzfrau "schwarz". :bruell:

Kommt jetzt die Kavalerie oder fängt P€€R wieder zu flennen an?

"Ich hab vergessen das Geld zu spenden... warum glaubt mir denn keiner?"

von Detektordeibel - am 07.09.2013 18:29
Zitat

Was Schwarzgeld anbetrifft, gibt es andere Parteien, an die man seinen Moralischen abarbeiten kann


Die alte CDU ist doch tot... gibt nur noch die Merkel-SED. Ok ^^ Schäuble als Zeitzeuge ist noch übrig... :bruell:


Ich hab noch nie CDU gewählt und werd ich auch nicht...

Ich mach mir weniger um die Vergangenheit als um die Zukunft sorgen... :rolleyes:

Grad mit "Steinbrück" als Kandidaten hat sich die SPD schon ein Gesellenstück geleistet...

https://lobbypedia.de/wiki/Peer_Steinbrück

Vortragshonorare für Reden dick abkassieren und der soll dann genau wen vertreten? Die sog "kleinen Leute"? Mit denen will so einer doch nix zu tun haben... Wer glaubt das den irgendein Konzern einlädt weil er so kompetent und sympathisch ist? :gehscheissen:

Dann noch die Verstrickungen mit Asmussen und dem Rest der Goldman-Sachs Gang in Europa und den anderen Bankstern... von dem Versagen der WEST LB etc. ganz zu schweigen... wenn die Badbank Abschreibungen losgehen dann verlieren alle "kleinen Leute" ihre Bankguthaben...

Als jemand der an diesen ganzen Sozialscheiss glaubt den die SPD auf ihre Fahnen schreibt müsste man doch völlig vom Affen gebissen sein grad so jemanden zu wählen... dem seine Solidarität gilt den Leuten die ihn bezahlt haben, und allen anderen muss der aus der Hand fressen...

Genau die Leute die operativ unter Schröder dem Euro die Sicherungen aus dem Kasten rausgenommen, den Niedriglohnsektor aufgebläht, und mit ihrer "Deregulierung" also dem Zulassen von Giftmüllpapieren den Karren sowas von in den Dreck gefahren haben, genau die sollen da jetzt irgendwas reparieren? :bruell:

Klar... und dann kommt erstmal der Mindesthungerlohn... Dumm,Dümmer,SPD-Politiker,SPD-Wähler. Mähhhh.

von Detektordeibel - am 08.09.2013 15:45
Zitat

Rechtlich kann man ihm nichts vorwerfen.


Na,Wenn dir das reicht... :bruell:

Die "Schmierenkampagnen" gegen den armen armen P€€R... Weinen musste er auch schon...

Auf zum Mitleidsvotum. :joke:




Hat aber schon bei Rudolf Sharping nicht funktioniert...

von Detektordeibel - am 08.09.2013 17:14
Wenns die anderen parteien machen spielt die SPD seit jahrzehnten die "moralische" Arbeiterpartei...

"Soziale Gerechtigkeit" und "Moral" ist das was die "verkaufen" wollen... schon vergessen? Aber selber macht man den arrogantesten Speichellecker-Bock zum Gärtner.

Mir persönlich ist es rel. scheissegal ob ein Politiker gierig ist, solang er wenigstens in der Lage ist seinen Job zu erledigen... Das kann das Gemurksel mehr als nur schlecht als recht, aber diese sog. "Opposition" die in wesentlichen Fragen alles genauso machen will, oder sowieso mitabgenickt hat, die stellt eine sogar noch gefährlichere Potentierung der Unfähigkeit dar... Korrupter Abschaum ist sowieso der eine wie der andere Haufen.

Wartet nur bis die Wahl vorbei ist und die dicken Hämmer kommen...

Diese "Demokratie" hat fertig...

von Detektordeibel - am 08.09.2013 18:01
@ fatal error:

Reg Dich nicht auf. Sogenannte "Moralapostel" unter den politischen Gegnern gibt es immer - besonders dann, wenn die Medien in der Nähe sind.

Unter Moral gab es übrigens einen klasse Beitrag von Piet Klocke bei der "Anstalt" Anfang 2012. Bei Youtube ist die Sendung noch anschaubar. Ich kenne den Wortlaut auswendig, möchte ihn aber hier nicht wiedergeben, da er mit seiner Gestik und Mimik doch anders wirkt als hier geschrieben. ;)

von NurzumSpassda - am 09.09.2013 15:23
Steinbruecks Erpresser soll eine bekannte Persoenlichkeit aus der Wirtschaft sein. Wie bloed ist das denn?
Der Steinbrueck hat sich halt jetzt viele Feinde in der boesen Wirtschaft gemacht seit er sich so tapfer fuer die Armen einsetzt! :joke:

von HeibelA - am 09.09.2013 18:11
Wohl eher ein Nachbar.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/steinbrueck-erpresser-stellt-sich-staatsanwaltschaft-a-921291.html

"Ich wollte den Brief nicht abschicken"
"ich habe nen Arbeitsvertrag angeboten"
"Ich habe vergessen das Geld zu spenden"

XD

"Keine Sorge ich zieh ihn vorher raus..."

"Der Scheck ist in der Post" :bruell:

von Detektordeibel - am 09.09.2013 19:49
http://www.focus.de/politik/deutschland/bundestagswahl-2013/schuld-bin-ich-selbst-spd-chef-gabriel-rast-mit-tempo-180-ueber-die-autobahn_aid_1095876.html

Zitat

Im Mai forderte Sigmar Gabriel ein generelles Tempolimit auf Deutschlands Straßen. Seinem Fahrer hat er schon jetzt Tempo 130 verordnet. Trotzdem wurde er nun beim Rasen auf der Autobahn erwischt – mit 180 km/h.


:bruell:
"Wasser Predigen, Wein Saufen.... ich doch nicht. schaut mal, ich spende 500€ von meinen Bezügen, kauf ich mir einen Elfenbeinrückenkratzer weniger. Man muss maßhalten können im Leben, das tue ich genau wie beim Essen"

von Detektordeibel - am 10.09.2013 17:26
Jetzt bringt mir mal nix durcheinander. Der Leibhaftige Erwin hatte einige Jahre lang das schwarze Ländle regiert. Ein Namensvetter von ihm bei Rottenburg hat auch eine Brauerei. Und morgen darf ich in Teufels Dorfwirtschaft in Rottenacker speisen. Aber seit sich die Leute damals den Sat-An aufs Dach gestellt haben, ist eh alles zu spät. In drei Teufels Namen...

von Peter Schwarz - am 12.09.2013 16:54
http://jensipresident.tumblr.com/





Jetzt auch noch der Rockefeller-Gruß...

Aber Berlusconi und Grillo Clowns nennen...

von Detektordeibel - am 14.09.2013 17:55
Ich dachte, diese Idioten waren schon fast pleite. Aber anscheinend reicht es immer noch, um PowerAM's Heimat zu vollzuplakatieren ;) und Serienbriefe an intelligente Menschen (also Leute außerhalb der eigenen Wählerschicht) zu schicken:



von Onabi - am 19.09.2013 20:59



:verpiss:

von Robert S. - am 19.09.2013 21:10
Ueber die NPD mag man denken, was man will. Bisher hat man die Partei nicht verboten, daher muss man sie genauso wie andere Parteien behandeln. Plakatiert haben sie in meiner Heimat grosszuegig, mengenmaessig aber genauso wie SPD und Linke. Andere Plakate fand ich lediglich in Berlin. Im Umkehrschluss koennte man vermuten, dass z. B. Gruene oder Piraten ausserhalb der Metropolen keinerlei politische Unterstuetzung vermuten und daher auf Plakatierung auf dem Land verzichteten.

von PowerAM - am 20.09.2013 04:22
Würde es keine NPD geben, müsste man sie erfinden.

Wird also mit Geld versorgt und vom Staat mit organisiert und am Leben erhalten. gleichzeitig kann man alle die hingehen auch schön fotografieren, Namen notieren etc um zu wissen wer auftaucht, und wenns mal wo nötig wird Stimmung machen um Ablenkungsmanöver zu starten.

Und wenn Piraten oder andere Parteien stören schickt man denen einfach nen V-Mann rüber und sagt dann die arbeiten mti Nazis zusammen... Tolle Sache sowas.. :drink:

von Detektordeibel - am 20.09.2013 04:39
Die geistigen Ofenkartoffeln sammeln deutsches Geld für eine englische Omi :D


Ob wohl die FDP das Bild auch für ihre Quark-Werbung verwendet?

von iro - am 21.09.2013 11:52
Man betrachte sich in diesen Tagen mal den Focus. Unparteiisch war man da sicher noch nie. Aber jetzt geht es scheinbar ums Ganze, die Maske fällt damit, daß man gar auf die AFD eindrischt, während man sonst doch eher in der Berichterstattung gerne mal in diese Richtung tendiert. Wäre ja schließlich ungünstig für schwarz-gelb, so die über die 5% kämen...
Vielleicht hat man es erkannt und folgenden Artikel mal schnell nach hinten verschoben: http://www.focus.de/finanzen/news/euro-rebellen-vor-sprung-ins-parlament-schreckensszenario-nach-der-wahl-mit-der-afd-droht-der-wirtschaftskollaps_aid_1107526.html
Da haut man doch vielleicht lieber nochmal auf die Grünen pauschal darauf mit einer Sache die 30 Jahre zurückliegen. Nur mal als Gegenüberstellung: Da hätte man 2x ein einfaches Lebenslänglich abgesessen.

von Thomas (Metal) - am 21.09.2013 14:38
Zitat
PEQsche
Nun, dafür hat der Focus bei den Kommentaren von den AfD-Anhängern ordentlich Lack bekommen ;)

Nun, hier muß ich klarstellen: Ich gehöre ausdrücklich nicht zu den AFD-Anhängern. Man stelle z. B. fest: Herren wie ein Hans Olaf Henkel war zu Zeiten wo die Euro-Modalitäten verhandelt und eingeführt wurden ja völlig ohne jeden Einfluß :rolleyes: ...

von Thomas (Metal) - am 21.09.2013 20:31
Zitat
Thomas (Metal)
Zitat
PEQsche
Nun, dafür hat der Focus bei den Kommentaren von den AfD-Anhängern ordentlich Lack bekommen ;)

Nun, hier muß ich klarstellen: Ich gehöre ausdrücklich nicht zu den AFD-Anhängern. Man stelle z. B. fest: Herren wie ein Hans Olaf Henkel war zu Zeiten wo die Euro-Modalitäten verhandelt und eingeführt wurden ja völlig ohne jeden Einfluß :rolleyes: ...


Und was ist schlimm dran ein AFD Anhänger zu sein ? ;-)

von Robert S. - am 22.09.2013 04:40
Schlimm ist das nicht. nur: Was wollen diese ewig gestrigen "Wir wollen unseren alten Kaiser Wilhelm wieder haben" Spinner? Nicht nur dass eine einseitige Abschaffung des Euros uns eher Nach- als Vorteile bringen würde, auch das sonstige Programm der Europapolitik drängt den Vergleich zu Wilhelm II geradezu auf. Damit ist die AFD nicht einmal mehr populistisch, sondern einfach nur von vorvorgestern.

von Bolivar diGriz - am 22.09.2013 06:11
Zitat

Nicht nur dass eine einseitige Abschaffung des Euros uns eher Nach- als Vorteile bringen würde,


Wenn der Rest der EU in Armut und Bürgerkrieg versinkt nützt Dumping-Deutschland ein billiger Euro auch nix. So billig kannste gar nicht arbeiten, selbst wenn man dich auf HartzIV Niveau runterbesteuert reichts dann immernoch nicht um die alle zu füttern.

Vor allem weil die Wirtschaft in den PIGSF etc. nun nachhaltig zerstört wird, die "jugendarbeitslosen" von jetzt mit 60% werden in 10 oder 15 Jahren auch keinen Platz mehr finden. Die ganze Generation kannste in die Tonne treten.

Aber immerhin musste kein Geld wechseln wenn Urlaub im bewachten Touristengefängnis machst...
Als ob das darin ne Rolle spielen würde.

von Detektordeibel - am 22.09.2013 13:12
Zitat
Terranus
Die Wahlbeteiligung ist deutlich gestiegen, ich denke die SPD wird deutlich besser abschneiden als gedacht, die CDU schlechter.


Hoffentlich hast du Recht :spos:

von DX OberTShausen - am 22.09.2013 15:51
Aus heutiger Sicht scheint es die SPD in der Hand zu haben: Entweder sie kletten sich an die CDU und sind Regierungspartei in einer Koalition mit denen oder sie entscheiden sich fuer eine Koalition mit Linken und Gruenen. Letzteres halte ich fuer unwahrscheinlicher, koennte aber trotzdem kommen.

von PowerAM - am 22.09.2013 17:18
Sieht nach einer großen Koalition aus. Schwarz-Grün wird es wohl nicht werden. Fakt ist wohl, dass Steinbrück in der jetzigen Form nicht weitermacht. Als Juniorpartner unter Merkel wollte er nicht arbeiten, eine Koalition mit den Linken schließt er kategorisch aus. Er kann erhobenen Hauptes sagen, dass er alles versucht hat, um die SPD auf 30 Prozent zu hieven (auch wenn er dies deutlich verfehlt hat).

Spannend wird noch das Abschneiden der AfD werden. Sie liegt nach wie vor bei 4.9 Prozent und damit nur hauchdünn vor einem möglichen Einzug.

von NurzumSpassda - am 22.09.2013 18:07
oh, geht's schon los mit Verschwörungstheorien...
Na, kein Wunder. Die ganzen Verschwörungstheorienanhänger sind wahrscheinlich jetzt bei der AfD gelandet und warten darauf, daß die mit Forstfahrzeugen transportierte neue Deutschmark schon bald in der Bank zu kaufen ist...

von iro - am 22.09.2013 19:36
Zitat
Wrzlbrnft
Zitat
iro
Deutschmark


Da fehlt das "t"! :D


"Teutschmark"?

Ach nein, du meinst natürlich den guten alten Horny... http://www.youtube.com/watch?v=KZva_H9QiHg :joke:

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 22.09.2013 20:39
Es ist ja einerseits schon erstaunlich, was aus der grauen, unbeholfenen Ossi-Maus Angie, quasi der personifizierten Zonen-Gabi, über die Jahre geworden ist. Es ist mindestens genauso erstaunlich, dass sie mittlerweile so ziemlich die beliebteste Bundespolitikerin ist. Schau ich mir die Reihen durch, kann ich es aber wieder nachvollziehen: Denn da ist schlichtweg nix, von einem der letzten Landesväter der Republik, dem Horst im Himmel, mal abgesehen. Jener hat freilich auch seinen Teil am guten Abschneiden der Union. Erststimmenkandidat in meinem Wahlkreis, dem ich die Stimme gab, hat es wieder nicht geschafft, obwohl ich ihn für symphatisch und fähig halte. Manchmal fragt man sich da, nach welchen Gesichtspunkten der Wähler sein Kreuzlein setzt. Ich glaube, dass tatsächlich nicht wenige mit den Modalitäten gar nicht vertraut sind, sie also gar nicht wissen, was mit welcher Stimme eigentlich genau gewählt wird. Ganz dumm ist das Wahlvolk aber dennoch nicht, das zeigt das Ergebnis einer Partei, die für absolute Konzeptlosigkeit und bodenlos schlechtes Führungspersonal zurecht eine Watschn erhielt, die sich gewaschen hat. Das war dann auch das erfreulichste an diesem Wahlabend, dass Pickel-Guido, der Quoteninder und das Altherrenbrüderle einpacken dürfen. Bei deren Leistung der letzten Jahre hätten sie genauso gut Walter Scheel oder Genschman ins Gesicht spucken können. Die beiden Letztgenannten können einem schon leid tun, dass sie sowas auf ihre alten Tage noch erleben müssen. Die deutsche Haiderpartei hat es knapp nicht geschafft, eigentlich fast schade, denn bei Einzug ins Parlament wären sie mit Sicherheit wieder so schnell von der Bildfläche verschwunden wie die orientierungslosen Piraten, die mitten in der Flaute auf hoher See verhungert sind. Jetzt haben die D-Mark-Fetischisten genug Zeit für einen feisten Rechtsruck und kommen nächstes Mal vielleicht erstarkt zurück, weil unter Merkel wieder vier Jahre nix passiert. Die SPD hätte eine Frau in ihren Reihen gehabt, die auf Augenhöhe mit der Kanzlerin sprechen könnte, aber die bleibt lieber im kuscheligen NRW. Mit dem spröden Gerd-Verschnitt aus Güllesachsen im allzu straff sitzenden Sakko, dem schon optisch der Heinz Erhardt-Ära entsprungenen Uhu Frank-Walter und dem Stinkefinger der Nation, uns' Polter-Peer war von vorneherein kein Blumentopf zu gewinnen. Da könnte man auch Duisburg-Rheinhausen in den Wettbewerb zu "Unser Dorf soll schöner werden" schicken. Und die Grünen? Mussten mit ansehen, wie Zonen-Angie ihre Ideen 30 Jahre später umsetzt und als die ihen verkauft und sollte endlich ihre Beißzangen-Emanze Claudia und den grandiosen Blindflieger Volker Beck in einen Offshore-Windpark versetzen und Jürgen bei seinem Nachnamen anpacken und dafür ein paar Bürsten-Winnies auspacken, dann klappts auch mit den Stimmen. Dass "diese Partei" dann noch drittstärkste Kraft im Bundestag wird, hätte ich 1990, wie Gregor mit der Nickelbrille richtig halluzionierte, auch nicht gedacht und schon dreimal nicht gehofft. Sodenn...Fazit: Entweder kratzt die SPD ihren halbwegs rekrutierbaren Bodensatz zusammen und kriecht unter Muttis Fitiche oder wir erleben in ein paar Wochen Neuwahlen...

von Peter Schwarz - am 22.09.2013 21:41
Neuwahlen? Nix da! Der Waehlerwille ist doch eindeutig genug herauszulesen. Erhebungen in den Wochen zuvor zeigten eine breite Akzeptanz der Kanzlerin. Laengerfristig hatte sie sich auch nicht gegen irgendwelche Lobbyverbaende gewandt und brauchte daher auch nichts befuerchten. Wie sich nun die Koalition zusammensetzt werden wir sehen. Sich um dieses Votum zu druecken waere nicht nur unfair und ein Schlag in die Fresse des Waehlerviehs, es waere auch ein Zeichen, dass man den Waehlerwillen nicht zu akzeptieren bereit ist. Dass sich die FDP verabschieden darf ist dem Eiertanz des vergangenen Jahres geschuldet. Mich haette ein besseres Ergebnis als ein ganz knapper Einzug auch gewundert. Nun sind sie nicht mehr dabei und mir ist es recht. Ich fuehlte mich von deren Auftreten ohnehin eher angewidert. Unter dem Strich hat sich also die gehaltene Funkstille vor der Wahl, der Verzicht aus Skandale und Enthuellungen, voellig gelohnt. Vor keiner Wahl war es so ruhig und man war bemueht, keinesfalls aufsehenerregende Themen hervorzukramen.

von PowerAM - am 23.09.2013 04:25
Nachtrag, (nichtamtliche) Ergebnisse in meinem Landkreis:

Bei den Erststimmen liegt die CDU mit 34 % vorn und ist knapp gefolgt von den Linken mit 32,9 %. Auf die SPD entfielen 20,3 % der Stimmen. Der Rest lag weit unter der 5 %-Marke (Gruene und NPD je 3,4 %, Piraten 2,7 % und FDP 1,1 %). 32,3 % der Zweitstimmen nahm die CDU mit. Die Wahlbeteiligung lag bei 69,6 %.

von PowerAM - am 23.09.2013 04:45
Irgendwie haben wir im neuen Bundestag eine Situation wie in der ehemaligen DDR: Eine große Partei mit mehreren Blockparteien. Angela Merkel hat die CDU derart nach links gedrängt dass sie die SPD nun zunehmend überflüssig macht. Eine wirklich schwierige Lage für die SPD, die auch in den nächsten vier Jahren - sollte es zur Großen Koalition kommen - kaum Gestaltungs- und Entwicklungsfreiraum hat. Nie war eine Berliner Runde so harmlos wie gestern. Man hatte das Gefühl da sitzen Parteien die zwar hier und da unterschiedliche Auffassungen haben, aber sich ansonsten doch irgendwie alle lieb haben. Wenn ich da noch an die früheren Duelle denke, vor allem die kultige Zuschaltung des dann häufig schon betrunkenen Franz-Josef Strauß aus München...

Eine Gefahr sehe ich: Im Moment geht es Deutschland ja gut. Aber das Hoch wird irgendwann abflachen und radikale Kräfte auf den Plan rufen. Stehen wir in vier Jahren nicht da wo wir heute stehen könnte eine AfD - sollte es die bis dahin überhaupt noch geben - schon mal über 20% erreichen.

Und der FDP empfehle ich einen kompletten "Relaunch" - als "Die Liberalen" unter Führung von Lindner. Die Partei muss sich auf alte Stärken besonders in punkto Bürgerrechten besinnen und darf vor allem nicht mehr die Lobby-Partei der Monopoly-Ackermanns sein (Massenentlassungen trotz Gewinnmaximierung etc.). Denn dieses Image hat zu gut Zweidrittel zu ihrem Untergang geführt

von Ihre Majestät - am 23.09.2013 07:00
Der Wahlkampf und das Ergebnis passt irgendwie zum Stand der Gesellschaft in Deutschland: Gähnende Langeweile allerorten. Es passiert einfach nix, es gibt nichts zu diskutieren oder keiner hat Lust dazu. Mit Schuld daran ist dieses komische Internet, auf das alle so wild sind. Da kann mittlerweile jeder "all Ritt" (schwäbisch für: Alle Nase lang) einen Furz ablassen, ob es einen interessiert oder nicht. Konsequent griff meine Hand gestern abend bei der Berichterstattung spätestens dann zur Fernbedienung, wenn der "Netzreporter" loslegen durfte. Belangloser geht es nicht mehr. Sprich: Die Diskussion hat sich (angeblich!) ins Internet verlagert, nur splittet sie sich dort auf so viele Kanäle auf, dass sie eigentlich gar nicht mehr stattfindet. Ein Netzwerk wie Facebook ist schon fast der Killer jedes kontroversen Ansatzes, da dort schon vom Ansatz her möglichst mit Gleichgesinnten verbunden wird. Nicht umsonst ist ja das berühmte "Gefällt mir" der Lieblingszweiwortsatz der "Generation 2.x". Alles gefällt, nix tut weh. Wenn doch, klickt man geistig auf das rote X rechts oben im Hirn. Fenster schliessen, ausblenden. Oder bei besonders viel Wut sich mittels eines Scheißesturms abreagieren. Geht fünf Minuten rund wie die Waschmaschine im Schleudergang und verpufft wie das Hornberger Schiessen. Ändern wird sich nix. Feine Zeiten für Lobbyisten. Es sei denn, ein paar Wutbürger mutieren zu Parkschützern und ketten sich an Bäume. Ob dies wiederum was ändert oder nur verzögert, ist dann nochmal die andere Frage. Aber es ist langweilig geworden auf der politischen und gesellschaftlichen Bühne. Selbst die Zeitungslektüre ödet mich mehr und mehr an. Es fehlt an Würze, es fehlt an Pep und Pfiff, bei den Akteuren, aber auch bei den beobachtenden und kommentierenden Journalisten.

von Peter Schwarz - am 23.09.2013 07:49
Die FDP könnte ja auch wieder die drei Punkte einführen und Genscher bei Dr. Frankenstein generalüberholen lassen.

Aber ernsthaft: Wenn die FDP wieder zurück will, sollte sie sich auf ihre Kernkompetenz Bürgerrechte konzentrieren und Frau Leuthäuser-Schnarrenberger zur Vorsitzenden machen. Damit könnte es die FDP zu einer Art ernstzunehmender Piratenpartei schaffen. Mit Wirtschaftspolitik in Form von Gefälligkeiten für Millionäre erbringen kann man keine Wahlen gewinnen, höchstens kurzfristig ins eigene Portemonnaie wirtschaften. Aber das geht halt nur, wenn man wenigstens 5 % bekommt und zusammen mit der CDU den Schwanz, der mit dem Hund wedelt spielen kann.

von Bolivar diGriz - am 23.09.2013 07:55
Die Ergebnisse (Erststimmen) aus meinem Wahlkreis sind folgende:

CDU: 44,5%

SPD: 34,9%

Die Linke: 7,3%

Die Grünen: 3,7%

FDP: 1,2%

Sonstige: 4,1%

Wahlbeteiligung: 72,9%

von Spacelab - am 23.09.2013 09:34
Zitat
Peter Schwarz
Dass "diese Partei" dann noch drittstärkste Kraft im Bundestag wird, hätte ich 1990, wie Gregor mit der Nickelbrille richtig halluzionierte, auch nicht gedacht und schon dreimal nicht gehofft.


Es zeigt aber, wie vergesslich oder leichtgläubig ein Teil der Deutschen ist. Die Linke = PDS = SED!
Vielleicht sollte man öfter mal daran erinnern, daß uns "diese Partei" so wunderbare Dinge wie die Stasi und die Mauer gebracht hat, und wir das letzte Land, das von denen 40 jahre regiert wurde, bis heute abbezahlen.
Das die Forderungen hunderte Milliarden kosten, und Deutschland 20-30 Jahre zurückwerfen würden, bedenkt da offenbar niemand.

von Marc_RE - am 23.09.2013 10:23
Der Neustart der FDP als Hitpartei FDP+ mit den besten Polit-Hits der 80er, 90er und 0er? ;-)
Peter und Majestät habens aber gut analysiert, wie ich finde.

Kleines Reales-Leben-Intermezzo, Thema Bildung, politische Bildung, und Bildungskräfte allgemein:
Gestern abend, irgendwo in irgendeiner Regionalbahn zwischen München und dem oberbayrischen Outback:
2.-Klasse-Großraumabteil, besetzt zu 90% mit Oktoberfestheimfahrern, ein paar wenigen normalen Passagieren, einer Lehrerin sowie: 3 Heimkehrern von einer AfD-Wahlparty.
Der eine AfD-Mann (Typus: Wohsituiert, kravattiert, in einem Alter, in dem man sich um nichts mehr sorgt, wenn man nicht allzuviel Pech hatte) erwähnte im Gespräch mit einem Fahrgast die "Qualitäten" unserer Politiker, u.a. mokkierte er sich über die hohe Quote von Lehrern im Bundestag :-).
Steilvorlage für die Lehrerin:
Pustekuchen. Sie wußte nicht, was die AfD ist. Nach 1-Minuten-Lektüre auf dem Smartphone ihrer Begleiterin: Etwas Gelächter, ab da nur noch Hohn&Spott.
Polit-Deutschland im Jahr 2013. Eine Auseinandersetzung mit Inhalten findet offenbar nicht statt (geht nicht innerhalb 1 Minute), und die Leute, die unseren Nachwuchs wesentlich prägen, sind offenbar auch keine intellektuellen Vorbilder.

Achja: die AfDler jammerten auch mehr darüber, daß, wer den Meinungskorridor verlasse, in die Ecke der Rechtsradikalen gerückt würden. Eine Wahlfälschung hielt man wohl auch für denkbar, und überhaupt sei das ja alles ganz böse von den anderen, und alle wollten nur Böses (außer ihnen). Von Politikern würde ich ja erwarten, dass sie nicht im Jammertal absinken, wenns aus dem Stand auf 4,8 % geht, sondern über bessere Vermittelbarkeit von Zielen etc. diskutieren.

von DH0GHU - am 23.09.2013 10:26
Eben lief auf SR1 ein Bericht über die Parteien und ihr Abschneiden im Saarland. Die AfD wurde gar nicht mehr fertig mit jammern. Das ging hinab bis zur unterschwelligen beschimpfung der Wähler. Ich wäre keineswegs erstaunt gewesen wenn der Typ noch ein "Alle die uns nicht gewählt haben sind sau doof!" nachgesetzt hätte. Ich hab noch nie so schlechte Verlierer gesehen. :rolleyes: Und dabei ist von 0 auf 4,8% doch gar nicht so unrespektabel wie sie es selbst darstellen. Es würde mich nicht wundern wenn dieses jammern, beleidigte Leberwurst spielen und allen alles mögliche unterstellen die AfD bei der nächsten Wahl Stimmen kosten würde.

von Spacelab - am 23.09.2013 10:47
Als ich das gehört hab, musste ich auch an mir halten, auch wenn ich sie gewählt habe. 4,7% aus dem Stand und dazu erst 6 Monate nach Gründung sind ein sehr guter Wert. Ich kann halt den Ärger aber irgendwo verstehen. Besser wäre eine Niederlage mit 3% gewesen, oder aber halt der Einzug mit 5,0%.

So knapp darunter zu liegen ist schon ziemlich fies ;). Aber wie gesagt, man sollte die Kirche auch mal im Dorf lassen. Es wird noch genügend Landtagswahlen und 2014 die Europawahl geben, an denen man es wieder probieren kann. Eventuell sogar vorgezogene Neuwahlen im Bund würde ich gar nicht mal für so unrealistisch halten. Man wirds sehen. Nichts desto trotz sollte man jetzt kein schlechter Verlierer sein, da hat es die FDP doch deutlich schlimmer erwischt.

Die Wählerinnen und Wähler zu beleidigen, wenn auch nur unterschwellig, geht jedoch gar nicht. Damit tut man sich wohl am wenigsten einen Gefallen.

von PEQsche - am 23.09.2013 11:02
Diese idiotische Gleichung "Linke = SED" stimmt schon lange nicht mehr. Man muss sich langsam -- vor allem als SPD -- mit dem Gedanken anfreunden, dass das neue "Rot-Grün" eben "Rot-Rot-Grün" heißt. Wer eine wirklich andere Politik will, der kann nur auf diese Konstellation hoffen.

So ist dem hier bereits gesagten außerdem wenig hinzuzufügen. Letztlich wird Gabriel sich wieder mit Merkel einlassen, die Bundes-SPD lernt eben nichts dazu. Wieso hat die Hessen-SPD mit einem politischen No-name denn 5 Prozentpunkte mehr geholt, als die ausgelaugte und zögerliche Bundespartei mit dem weithin bekannten Steinbrück?

Nun läuft Steinmeier umher und unkt "Wir durften für Merkel die Kohlen aus dem Feuer holen, während sie die Erfolge kassierte!". Das ist zwar richtig, aber es gehören dazu auch immer zwei: Eine merkel, die das versucht, und eine SPD, welche das zulässt. Letztlich dient das auch nur dazu, um die eigene, recht schwache Verhandlugsposition gegenüber der Union zu stärken, wenn es denn zur Großen Koalition kommt.

Die GroKo kann beides: Große Lähmung konservieren oder einen grundsätzlichen Wandel einleiten. Ersteres halte ich angesichts des Bundes-Personals der SPD leider für wahrscheinlicher. Die spielen Polit-Mikado: Wer sich zuerst bewegt, hat verloren. Lieber jammern als gestalten.

von Alqaszar - am 23.09.2013 12:41
Hätte die SPD diese Dunkelrote Koalition mit der Linkpartei nicht ausgeschlossen, so hätten wir heute bestenfalls entweder eine CDU/CSU mit absoluter Mehrheit oder eine Fortführung von Schwarz-Gelb, schlimmstenfalls die Situation von heute plus AfD im Parlament.
Protestwähler konnten gestern beruhigt der Linken ihre Stimme geben, ohne dabei in Gefahr zu laufen,eine zukünftige Regierungspartei zu wählen, die sie eigentlich garnicht wollen.
Sozialdemokratisch oder gemäßigt sozialistisch denkende Menschen ebenso wie öko-liberale konnten bedenkenlos SPD oder Grüne wählen, ohne befürchten zu müssen, dass dadurch eine Partei mit nicht finanzierbarem, teils fundamentalistischem Programm in die Regierung gehieft wird.

Viele, die gestern SPD oder Grüne gewählt haben, hätten dies ohne diese klare Festlegung in Sachen Koalition nicht getan.
Ich persönlich glaube nicht, daß eine Mehrheit der Wähler eine "wirklich andere Politik" will. Sonst wären nämlich tatsächlich FDP, AfD und Linkspartei die maßgeblichen Parteien im Bundestag. Die Mehrheit will ein "Weiter so" mit Korrekturen im Detail.

von DH0GHU - am 23.09.2013 12:59
Gerade gabs ein recht interessantes Interview auf SR3 mit jemandem von der AfD. Der Moderator war wohl von dem gejammere und diesen seltsamen Verschwörungstheorien die der AfD Mann da so fliegen lies etwas angefressen und fragte in etwas harschem Ton warum man denn so schlecht drauf sei. Das Ergebnis sei doch gar nicht so schlecht für eine so junge Partei. Darauf hin wurde der AfD Politiker ziemlich laut und harsch und meinte das man die einzige Chance die man mit einer solchen Partei gehabt hätte in den Sand gesetzt hat. Man hätte voll auf die Protestwähler gesetzt und nur mit deren Hilfe hätte man eine Chance gehabt. Sonst käme man doch auf keinen grünen Zweig.

Also ich war echt in mehrerlei Hinsicht baff. So etwas kann doch ein Politiker nicht sagen. Das ist doch eine Kapitulation vor der eigenen Partei. Das was der da Live im Radio sagte heißt doch nichts anderes als "Bei dem Bockmist den wir als Wahlprogramm hatten wählt uns doch kein gescheiter Mensch. Die einzigen die uns wählen ist der Bodensatz die den großen Parteien mal ans Schienbein treten wollen." Also ich war kurz sprachlos. Nicht zuletzt durch die Art und Weise wie der AFD Mensch plötzlich aus der Rolle fiel und die Beherrschung verlor. Meine beiden Mitarbeiter die neben mir in der Halle standen schüttelten lachend den Kopf als der Typ im Radio sich selbst so zum Heinz machte. Einer meinte "Was die Öffentlichkeitsarbeit angeht haben die wohl von der Telekom gelernt. Nur die könnten das noch toppen."

von Spacelab - am 23.09.2013 13:37
Ja, so kam mir das gestern im Zug vor. Leute, die rumnölen, den Teufel an die Wand malen - und dann stehen bleiben, anstatt Lösungen für die von ihnen voreblich aufgedeckten Probleme herauszuarbeiten. Selbst wenn Leute wie H.O. Henkel das sicher könnten - das Umfeld kanns wohl nicht, oder will es nicht.

von DH0GHU - am 23.09.2013 13:57
Zitat
Alqaszar
Diese idiotische Gleichung "Linke = SED" stimmt schon lange nicht mehr. Man muss sich langsam -- vor allem als SPD -- mit dem Gedanken anfreunden, dass das neue "Rot-Grün" eben "Rot-Rot-Grün" heißt. Wer eine wirklich andere Politik will, der kann nur auf diese Konstellation hoffen.


:spos:

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Ihre Majestät
Eine große Partei mit mehreren Blockparteien. Angela Merkel hat die CDU derart nach links gedrängt dass sie die SPD nun zunehmend überflüssig macht.


Davon merkt man an den Wahlprogrammen aber nicht sehr viel. Die CDU macht immernoch Politik für die Reichen im Land. Angela Merkel scheint sich mehr für die Wirtschaft als für die Menschen zu interessieren. Ich denke dass sie einen Großteil der Stimmen auch den Medien zu verdanken hat, die sie immer wieder pushen, während man sich über die FDP immer lustig gemacht hat (vielleicht auch zurecht). Man merkt aber meiner Meinung nach ganz klar, welch großen Anteil die Medien daran haben.
Ich denke auch dass z.B. viele SPD- oder Grün-Wähler garnicht zur Wahl gegangen sind, aufgrund der ganzen Wahlprognosen, die man in den letzten Wochen gesehen hat. Da haben Viele die Hoffnung schon aufgegeben, vermute ich mal.

von DX OberTShausen - am 23.09.2013 14:07
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iro
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Es zeigt aber, wie vergesslich oder leichtgläubig ein Teil der Deutschen ist. Die Linke = PDS = SED!

Aber auch CDU = Ost-CDU = Blockflöten = SED.

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Marc_RE
Vielleicht sollte man öfter mal daran erinnern, daß uns "diese Partei" so wunderbare Dinge wie die Stasi und die Mauer gebracht hat, und wir das letzte Land, das von denen 40 jahre regiert wurde, bis heute abbezahlen.

Vielleicht sollte man, gut 20 Jahre sind eine lange Zeit, mit der gebotenen Distanz drangehen. Gegenfrage: Was wäre im Westen losgewesen wenn man die Mauer einfach aufgemacht hätte? Alimentierung der 16 Mio wie wir sie nach der Wende erlebten und bedauerlicherweise immer noch erleben wäre ein Teil davon. Auch, daß man den Osten sich als verlängerte Werkbank hielt. Da wurde so einiges produziert und dann via Quelle und co vertickt. Was ich damit sagen will: Ich vermute bezüglich Pro-Teilung mehr Leichen in manchen Westkellern als einem lieb sein könnte.
Das soll natürlich nicht verharmlosen, daß man im Osten Wehrlose an der Grenze erschießen lies anstelle sie schlicht mit einem Hund dingfest zu machen. Nein, nicht der illegale Grenzübertritt war das Problem, sonder die nicht gewollte Betrachtung der Verhältnismäßigkeit der Mittel der Grenzorgane. Das dürfte aber in der Geschichte der PDS schon recht gut aufgearbeitet worden sein, Einzelfälle mal ausgenommen. Aber die findet man auch bei anderen. Wie wäre es da z. B. mit den Blockflöten?

von Thomas (Metal) - am 23.09.2013 15:27
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Robert S.
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Thomas (Metal)
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PEQsche
Nun, dafür hat der Focus bei den Kommentaren von den AfD-Anhängern ordentlich Lack bekommen ;)

Nun, hier muß ich klarstellen: Ich gehöre ausdrücklich nicht zu den AFD-Anhängern. Man stelle z. B. fest: Herren wie ein Hans Olaf Henkel war zu Zeiten wo die Euro-Modalitäten verhandelt und eingeführt wurden ja völlig ohne jeden Einfluß :rolleyes: ...


Und was ist schlimm dran ein AFD Anhänger zu sein ? ;-)

Grundsätzlich nichts. Mir ging es darum massive Schützenhilfe des FOCUS gegenüber schwarz/gelb aufzuzueigen ohne damit selbst für die AfD sprechen zu wollen.

von Thomas (Metal) - am 23.09.2013 15:29
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Die CDU macht immernoch Politik für die Reichen im Land.


Scheinbar haben aber nicht genug Leute das Gefühl arm zu sein... :bruell:

Linke haben auch verloren, und Steinbrück ist ja als Advokat der Armen nicht gerade glaubwürdig gewesen... Da sind die Umfragen sowenig dran schuld wie Umfragen bei der AFD.

Schauen wir mal ob das überhaupt ne Regierung oder ne ganze Legislaturperiode bringt... Das halt ich eher für fraglich. Entweder schwarz/rot oder 4 jahre Blockade.. und das übliche Misstrauensvotum-Zinober könnte man sich jetzt auch schon sparen.

von Detektordeibel - am 23.09.2013 16:48
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hegi_ms
Mutti gründet die CSPU = Christlich-Soziale-Parteien-Union (CDU+CSU+SPD)

Das muß schon Horst machen: Dann erfüllt er auch den letzten politischen Willen von FJS, der damals schon eine bundesweite Partei wollte.
Und bei einer solchen Partei wäre dann auch noch Platz für ein paar Kretschmänner.

von HansEberhardt - am 24.09.2013 23:19
1989 ist die Mauer gefallen. Die oberste SED-Elite war da schon im Greisenalter.

Die designierte Nachfolgegeneration à la Krenz wurde von der Straße gleich mit weggefegt. Übrig geblieben sind die vielen Mitläufer und Kleinapparatschiks, die sich mit den abgeschobenen Verwaltungsbeamten aus dem Westen an den Aufbau Ost machen durften. Das war westlicher Polit-Sondermüll, der im östlichen Busch einfach entsorgt wurde, es dort aber teilweise noch zu Provinzfürsten geschafft haben, wie "König" Kurt Biedenkopf, der in seinem Heimtandesverband , der CDU NRW, längst ausgemustert worden war.

Ja, es mag die Ostalgiker geben, die ewiggestrigen des Ostens, vielleicht auch den einen oder anderen Stalinisten. Einfluss hat keiner von denen mehr. Inzwischen gleten die Ost-Landesverbände der Linken sogar als zuverlässiger und realistischer, weil im Westen noch eine Menge ultralinker Sektierer untergekommen sind, dazu enttäuschte SPDler.

Genau wegen der letzteren ist die SPD so schlecht auf die Linke zu sprechen. Rot-Rot-Grün wird es diesmal nicht geben, weil das vor der Wahl ausgeschlossen wurde. Aber 2017 wird sich die SPD-Kanzlerkandidatin nicht darauf festlegen.

Hannelore Kraft hat ja Erfahrung mit einer auch von der Linken geduldeten Minderheitsregierung...

von Alqaszar - am 25.09.2013 00:00
Wenn - beispielsweise und vor allem kurzfristig bei vorgezogenen Neuwahlen - SPD und Grüne keine Aussage machen würden, nicht mit der Linkspartei koalisieren zu wollen, hätte das vermutlich folgende Effekte:
- Protestwähler würden sich von der Linkspartei abwenden und diese in Richtung 5%-Hürde schicken
- Wähler, die sich nur knapp links der Mitte befinden, oder gar ziemlich genau in der Mitte befinden, die dieses mal SPD oder Grüne gewählt haben, würden (wieder?) Union oder FDP wählen, da sie explizit keine Linkspartei an der Regierung sehen wollen. So wie die FDP eine Politik nur für die oberen 10% macht, macht die Linkspartei eine Politik nur für die unteren 10%...
--> Die FDP wäre wieder im Bundestag, wir hätten wieder schwarz-gelb. Es sei denn, die AfD spült noch mehr nach oben, dann hätten wir wieder den Status Quo.
- Manch ein Nichtwähler würde ob des Schreckgespensts "Dunkelrot" vermutlich ebenfalls zu schwarzgelb wandern. Solange es eh relativ klar war, daß Merkel wieder Kanzlerin wird, war der Mobilisierungsgrad vermutlich nicht ausgereizt. Das würde sich mit einer Rot-Rot-Grün-Option schlagartig ändern.

von DH0GHU - am 25.09.2013 11:06
Die FDP ist unnötig geworden.

Liberale Quertreiber braucht man nicht, die Stören Mutti nur, und die anderen Parteien können damit nix anfangen... Die bekamen also in der Partei auch nen Maulkorb und man hat sich zum Abnickverein noch weiter degradiert... und gemeint sie können durch Klientelpolitik überleben...

Die brauchen aber auch nicht mehr die FDP dafür weil man viel einfacher in Brüssel Einfluss nehmen kann. SPD und Co können ruhig von "reiche besteuern" quatschen während sie gleichzeitig mit dem ESM eine Überorganisation abgesegnet haben die über jedem Gesetz, Parlament und sonst allem steht aber einzig und allein nach der Pfeife der US-Bankster tanzt . Sobald das Ding anläuft bestimmen die in der Sowjet-EU wo es langgeht und dann hat gar keiner mehr was zu melden. Das Ding ist gelaufen.
Der Wahlkampf war dann nur ein Vorgeschmack, alles worüber der Wähler sich noch den Kopf zerbrechen braucht ist an welchem Tag ein Veggietag ist oder nicht...

von Detektordeibel - am 25.09.2013 15:10
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