Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
OT-Forum
Beiträge im Thema:
23
Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 6 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 6 Monaten
Beteiligte Autoren:
RTL 102.5 Fan, Wrzlbrnft, Detektordeibel, dlf-fan, NurzumSpassda, 102.1, DH0GHU, Alqaszar, Habakukk, Cyberjack, ... und 5 weitere

Nationalratswahl Österreich

Startbeitrag von RTL 102.5 Fan am 29.09.2013 15:12

Erste Hochrechnung:



Tja, was soll man sagen. SPÖ/ÖVP, bisher eine Koalition verlieren und erreichen ihr schlechtestes Ergebnis aller Zeiten, die FPÖ kratzt an Platz 2 und das macht mir wirklich Angst :eek:

Die Grünen waren Umfragekaiser haben aber kaum zugelegt, das BZÖ (Wirtschaftsliberale Themen jedoch eher rechts) sind rausgeflogen - neu drinnen Team Stronach rund um den kanadischen Geldsack und die neos - das neue Österreich (liberal und für die Jungen) schafft den Einzug (4% Hürde).

Natürlich kann sich da noch was ändern, aber es ist einerseits erfreulich, dass es die Neos, die sich um die jüngere Bevölkerungsgruppe sorgt, reingeschafft hat, andererseits aber sehr traurig, dass die FPÖ so stark wird - immer wenn es schlechter wird im Start geht der Weg in Richtung radikal.

Antworten:

Ich vermute, dass viele einfach die ewige große Koalition leid sind...

von Terranus - am 29.09.2013 16:29
Das haben wir ja noch vor uns.

:nwss:

von hegi_ms - am 29.09.2013 16:36
Am Freitag lief im Deutschlandfunk eine interessante Sendung zu den Wahlen in der Rubrik "Hintergrund". Hier war zu hören, dass die Bilanz der großen Koalition sich durchaus sehen lassen kann. Trotzdem liegt es wohl in der Natur der Sache, dass sich viele Bürger die große Koalition mittlerweile satt gesehen haben und etwas Neues möchten.

Bedenklich ist nur, dass ausgerechnet die FPÖ noch an Stärke zugelegt hat, auch wenn dies nicht groß überrascht hat. Auch ohne Haider können die Freiheitlichen weiter punkten. Zumindest ist gut, dass die Abspaltung BZÖ den Einzug wohl nicht geschafft hat. Die Grünen erleidet ein ähnliches Schicksal wie bei uns in Deutschland. In den Umfragen waren sie besser als später bei der eigentlichen Abstimmung. Stronach und Neos waren vorhersehbar, dass sie diese Hürde nehmen würden.

Was bleibt jetzt? Die große Koalition wird wohl am wahrscheinlichsten sein, auch wenn man Gefahr läuft, dass diese nach der nächsten Legislaturperiode noch weiter an Boden verlieren wird. Mit den Freiheitlichen würde eher noch die ÖVP zusammengehen als die SPÖ. Ein rot-grünes Bündnis reicht aber auch in Österreich nicht. Abgesehen von einer großen Koaltion käme also nur ein schwarz-blaues Bündnis oder eine Regierung aus mehr als zwei Parteien in Betracht.

Österreich steht vor keiner einfachen politischen Zeit - wenn nicht jetzt, dann spätestens am Ende der nächsten Legislaturperiode. Bleibt nur zu hoffen, dass der Wohlstand, den die Alpenrepublik jetzt hat, zumindest erhalten bleibt. Sonst erfährt die FPÖ automatisch mehr Zulauf.

Edith: Insgesamt haben die rechtspopulistischen Parteien allerdings an Boden verloren, so sind nicht alle Wähler, welche der BZÖ den Rücken gekehrt haben, zu den Freiheitlichen gegangen. Die großen Parteien haben die meisten Stimmen wohl an die Neos bzw. an Stronach verloren. Hier dürfte sich zeigen, welche Zukunftsperspektiven letztgenannte Parteien haben.

von NurzumSpassda - am 29.09.2013 17:44
Was heißt, Österreich steht vor keiner einfachen politischen Zeit? Politische Zeiten sind nur in einer Diktatur einfach. Da ist die Regierungspartei, evt. mit ihren Vasallen (in der DDR hießen die "Blockparteien") und der Rest ist bzw. wird verrrboten. So gehen politisch einfache Zeiten. Die will ich aber eigentlich nicht mehr haben.

Insofern, NurzumSpassda, 5 € ins Phrasenschwein! :saege:

In einer Demokratie muss man sich eben um Mehrheiten kümmern, um regieren bzw. gestalten zu können. Das ist nicht einfach, weil jede Seite schmerzliche Kompromisse machen muss. Noch schwieriger ist es dann, diese Kompromisse der eigenen Basis als Erfolg zu verkaufen. Das ist in Deutschland momentan überall so. Ironie An: Außer in Bayern, dort glauben immer mehr Leute, dass es strafbar ist wenn man was anderes als die Partei mit dem großen "C" ankreuzt. Ein guter Bayer tut sowas schließlich nicht. Ironie Aus

von dlf-fan - am 29.09.2013 18:18
Österreich bleibt Rot-Schwarz weiter. Was auch sonst.

Die FPÖ hat in Österreich den Stand der Linkspartei in Deutschland und die SPÖ verliert weiter Stimmen dahin.

Stronach und Neos sind eher wirtschaftliberale Ecke, wird eine der beiden Parteien wohl verschwinden oder sie werden fusionieren als Dauerhaftes Gegengewicht zur linken FPÖ, Grünen und SPÖ.

von Detektordeibel - am 29.09.2013 18:25
So, der Wahltag heute in Kurzform: Viel, viel Negatives mit einigen kleinen Lichtblicken.

Hier mal die Hochrechnung von 19:30, die aber schon relativ nahe dem Endergebnis kommt:


Die "Großparteien" verlieren leicht, schaffen aber weiterhin eine Mehrheit - und damit 5 Jahre weiter Große Koalition und damit mehr oder weniger Stillstand.
Was mir mehr Angst macht ist die FPÖ. Dass 20% dieser Partei ihre Stimme gegeben haben ist ein Armutszeugnis, es zeigt, dass in Österreich mit Rechtspopulismus immer noch viele Stimmen zu holen sind. Die "Sündenbock"-Politik hat wieder gefruchtet, Südenböcke 2013 waren wie immer die Ausländer, denen etwa in diesen ominösen Heftchen gar eine "Islamisierung" vorgeworfen ist und dieses mal war's die EU, hier ist natürlich grundsätzlich alles schlecht. Zwischendurch sind auch noch die anderen wahlwerbenden Parteien und sämtliche "Andersdenkende" beschimpft worden. Trotzdem wurden es 20% - ohne Kommentar, an "Tagen wie Diesen" wird der Grund auszuwandern wieder aktuell.

Pfui, Österreich und insbesondere hier die Steiermark, wo die FPÖ stimmenstärkste Partei wurde. Das ist doppelte tragisch, weil SPÖ/ÖVP gerade hier eine "Reformpolitik" gemacht haben, die auch vor ehrgeizigen Schritten wie Gemeinde- und Bezirkszusammenlegungen nicht zurückschreckten. Viele wählten die FPÖ wohl aus Protest - weil man - typisch rückständig - weiterhin einen Bürgermeister samt den ganzen Begleitpersonal für 500 Einwohner haben will.

Hier die Steiermark-Ergebnisse:


Ein bedenkliches Ergebnis, was mich sehr beunruhigt. Aber wie man will - wäre es eine Landtagswahl wäre der Weg frei in die Korruption - will die Steiermark das nächste Kärnten werden? Anscheinend ja, denn mit der Wahl der FPÖ wählt man die Korruption - man sehe Kärnten: pleite, fast wäre ganz Österreich draufgegangen. Und es ist traurig soviel Ewigggestrige in der Steiermark zu finden :sneg: - bin da von meinem Lieblingsbundesland sehr entäuscht!

Und jetzt noch zum Erfreulichen: Die neos schaffen aus den Nichts beim ersten Versuch den Einzug in den Nationalrat und "wollen nun aufwirbeln". Die neos sind liberal und wollen sich um die jüngere Bevölkerungsgruppe kümmern - im überalternden Österreich sicherlich keine schlechte Idee, denn mit ohne Ausländerhetze allà FPÖ - Österreich veraltet - und erst recht wenn die FPÖ ihre Ausländerhetze umsetzen könnte :D

von RTL 102.5 Fan - am 29.09.2013 18:25
Das heutige Wahlergebnis finde ich erfreulich und erschreckend zugleich. Erfreulich, dass die SPÖ ihre Position als stärkste Partei halten und die Grünen zulegen konnten. Ebenso erfreulich, dass eine neue Partei (NEOS) vom Stand weg ein derart sensationelles Wahlergebnis erzielen konnte.

Erschreckend finde ich hingegen, dass die FPÖ offenbar nur dank dem Team Stronach die ÖVP nicht überflügeln konnte (das vielzitierte "blaue Wunder" ist also ausgeblieben). Noch mehr Angst - und zwar ohne jede Ironie - machen mir aber die fortwährenden FPÖ-Nachquatscherparolen, die man dieser Tage auf diversen Facebook- und sonstigen Internetseiten findet. Ist der österreichische Selbstzweifel mittlerweile wirklich dermaßen groß geworden, dass man vor allem was jenseits der Grenze hereinkommt, eine derartige Panik hat? Diese Entwicklung macht mir echt Sorgen...

von Wrzlbrnft - am 29.09.2013 18:29
Zitat
RTL 102.5 Fan
Das ist doppelte tragisch, weil SPÖ/ÖVP gerade hier eine "Reformpolitik" gemacht haben, die auch vor ehrgeizigen Schritten wie Gemeinde- und Bezirkszusammenlegungen nicht zurückschreckten. Viele wählten die FPÖ wohl aus Protest - weil man - typisch rückständig - weiterhin einen Bürgermeister samt den ganzen Begleitpersonal für 500 Einwohner haben will.

Da würde ich aber auch eine andere Partei wählen - wenngleich vielleicht nicht unbedingt die FPÖ.

Man stelle sich vor, bei uns in der Pfalz wolle man Gemeinden zusammenlegen - oh, da wäre die Hölle los. Die Leute sind stolz drauf ihren eigenen Bürgermeister zu haben der sich noch um die Belange im Dorf kümmert und nicht einfach nur sein Gehalt kassiert.

von RheinMain701 - am 29.09.2013 18:32
Zitat
RheinMain701
Zitat
RTL 102.5 Fan
Das ist doppelte tragisch, weil SPÖ/ÖVP gerade hier eine "Reformpolitik" gemacht haben, die auch vor ehrgeizigen Schritten wie Gemeinde- und Bezirkszusammenlegungen nicht zurückschreckten. Viele wählten die FPÖ wohl aus Protest - weil man - typisch rückständig - weiterhin einen Bürgermeister samt den ganzen Begleitpersonal für 500 Einwohner haben will.

Da würde ich aber auch eine andere Partei wählen - wenngleich vielleicht nicht unbedingt die FPÖ.

Man stelle sich vor, bei uns in der Pfalz wolle man Gemeinden zusammenlegen - oh, da wäre die Hölle los. Die Leute sind stolz drauf ihren eigenen Bürgermeister zu haben der sich noch um die Belange im Dorf kümmert und nicht einfach nur sein Gehalt kassiert.


Ja, dieser Lokalpatritismus ist sonderbar. Denn das kostet alles Unmengen an Geld - die gleichen Leute die stolz auf ihren Bürgermeister sind regen sich auf, dass sie woanders weniger Sozialleistungen erhalten..

von RTL 102.5 Fan - am 29.09.2013 18:41
Zitat
Wrzlbrnft
Noch mehr Angst - und zwar ohne jede Ironie - machen mir aber die fortwährenden FPÖ-Nachquatscherparolen, die man dieser Tage auf diversen Facebook- und sonstigen Internetseiten findet. Ist der österreichische Selbstzweifel mittlerweile wirklich dermaßen groß geworden, dass man vor allem was jenseits der Grenze hereinkommt, eine derartige Panik hat? Diese Entwicklung macht mir echt Sorgen...


In der Jugend, insbesondere unter Arbeitern hat die FPÖ stark gepunktet. Weil dort ist es halt "cool" wenn man gegen irgendwas ist. VOr allem aber ist Populismus für jeden verständlich, Sachpolitik ist für die meisten Menschen einfach zu schwer zu verstehen. Die EU ist das beste Thema, positive Veränderungen werden kommentarlos übernommen, negative Ereignisse werden dann förmlichst hochgepusht, insbesondere von der FPÖ. Ausländer eignen sich immer gut, denn alles was anders ist ist gleich schlecht. Alles jenseits der Grenze = böse. Es ist traurig, dass gerade die Jugend das als cool sieht, statt eine zukunftsweisende europäische Sichtweise zu entwickeln, denn in Zeiten einer globalisierten Welt braucht man eine starke EU und insbesondere weltoffene Menschen und nicht so rückständige, kurzsichtige Halb-Nazis wie die FPÖ-Truppe.

von RTL 102.5 Fan - am 29.09.2013 18:48
Zitat
RTL 102.5 Fan
Ja, dieser Lokalpatritismus ist sonderbar. Denn das kostet alles Unmengen an Geld - die gleichen Leute die stolz auf ihren Bürgermeister sind regen sich auf, dass sie woanders weniger Sozialleistungen erhalten..


Naja, also ich würde mich nicht als "lokalpatriotisch" sehen, aber ich finde es durchaus sinnvoller, wenn Politiker und Gemeinderäte in der Gemeinde über die Angelegenheiten vor Ort beraten und entscheiden und nicht irgendwer in 100 km Entfernung, der in seiner politischen Laufbahn vielleicht einmal tatsächlich vor Ort war. Das soll aber auch nicht heißen, dass es für 500 Einwohner eine komplett eigene Gemeindeverwaltung inkl. Bürgermeister geben muss - aber wo gibt es das denn noch? Es wird doch sowieso schon eingemeindet und es werden Verwaltungsgemeinschaften gegründet.

von DigiAndi - am 29.09.2013 18:52
Zitat

Diese Entwicklung macht mir echt Sorgen...


Wieso Österreich ist doch voll Multikulti...
Für SPÖ kandidieren auch Frauen mit Kopftuch und Mili-Görüs Schläfer...

Wen wundern da hohe Werte für die FPÖ, zumal die irre leichtes Spiel hat die "Soziale Arbeiterpartei" zu spielen.

Der Balkan fängt immernoch am Wiener Rennweg an... und am Balkan saugt man wie schon seit Ewigkeiten den "Volksgruppen verdrängungskampf" mit der Muttermilch auf...egal welcher man angehört. In dem Umfeld und der Sozialisation ist der Hitlerismus entstanden. Großösterreich, Großungarn, Großserbien, Großalbanien, "Großosmanisch" und sogar der Zionismus entstand da mal...
Das ist ne Gedankenwelt wie im Kaukasus. Das bekommt man da nicht raus und da haben alle Schuld.

Zitat

Ausländer eignen sich immer gut


Bestimmte Ausländer haben ein großes Talent darin sich selbst auf die Abschussliste zu setzen. "Integrationsverweigerung" und in fremden Ländern einen eigenen Nationalismus und cheauvisnistische Arroganz nach außen tragen. Perfekte Sündenböcke eben, und so verblödet das sie gar nicht kapieren was los ist und was ihnen blüht.
Das gibts in Deutschland auch, aber im kleinen Österreich tritt das alles viel offensichtlicher und potentierter zu Tage.

von Detektordeibel - am 29.09.2013 18:53
Zitat
Detektordeibel
Der Balkan fängt immernoch am Wiener Rennweg an... und am Balkan saugt man wie schon seit Ewigkeiten den "Volksgruppen verdrängungskampf" mit der Muttermilch auf...egal welcher man angehört. In dem Umfeld und der Sozialisation ist der Hitlerismus entstanden. Großösterreich, Großungarn, Großserbien, Großalbanien, "Großosmanisch" und sogar der Zionismus entstand da mal...
Das ist ne Gedankenwelt wie im Kaukasus. Das bekommt man da nicht raus und da haben alle Schuld.


Ich war nun schon einige Male im Balkan (der, der südlich vom Wiener Rennweg und sogar südlich der steirischen Grenze liegt), da ist eine ordentliche Menge schiefgelaufen und die gegenseitige Skepsis gegenüber den "anderen" ist teilweise immer noch spürbar. Gerade die jüngere Generation, mit der ich auf meinen Reisen auch schon sprechen konnte, schert sich aber einen ziemlichen Dreck darum und wünscht sich, wenn schon kein Miteinander, dann wenigstens ein friedliches Nebeneinander. Der "Rassenhass™" dort unten wird in erster Linie von Politikern und ihren angeschlossenen Medien generiert, dies war jedenfalls die einhellige Meinung all meiner Diskussionspartner unterwegs. Dass "man das nicht raus bringt" halte ich also für reichlich übertrieben.

Zitat

Bestimmte Ausländer haben ein großes Talent darin sich selbst auf die Abschussliste zu setzen. "Integrationsverweigerung" und in fremden Ländern einen eigenen Nationalismus und cheauvisnistische Arroganz nach außen tragen. Perfekte Sündenböcke eben, und so verblödet das sie gar nicht kapieren was los ist und was ihnen blüht.


Und nicht anders stellen sich auch viele Deutsche und Österreicher an, wenn sie selber irgendwo in Urlaub sind. Eigentlich sind wir ja doch alle irgendwie gleich. Oder? :verpiss:

von Wrzlbrnft - am 29.09.2013 19:10
Böße böße FPÖ..... :(

von Robert S. - am 29.09.2013 19:13
@ dlf-fan (der ich übrigens auch bin, höre gerade "Das war der Tag :D) :

Klar sind Koalitionsverhandlungen nicht einfach, das ist Politik nie. Aber ich meine damit, dass es in vier Jahren evtl. ein Umdenken bei den Beteiligten geben wird, falls eine mögliche "Große Koalition" keine Mehrheit mehr hätte. Entweder müsse man dann ein neues Zweierbündnis eingehen, wobei die FPÖ mit Sicherheit eine gewichtige Rolle spielen würde. Oder es wären mehrere Parteien notwendig. Dies hieße wiederum: Noch mehr Schnittmengen finden und/oder noch mehr Kompromisse in Kauf nehmen. Dies meinte ich lediglich mit schwierigeren Zeiten.

Die 5 € ins Phrasenschwein spendiere ich bei diesem politischen Stammtisch aber gern. :cheers:

von NurzumSpassda - am 29.09.2013 21:27
Ich trinke auf Dein Wohl, NurzumSpassda. :cheers:
Und am Dienstag fahre ich über die A12 und A13 durch dieses seltsame kleine Land, in dem dieses kleine zänkische Bergvolk lebt, welches uns gerne als Piefkes bezeichnet. Und in dem ich, obwohl ich dort gar nicht Urlaub mache (sondern in Südtirol), für 12 Tage zwei Vignetten (Pickerl) kleben muss. :danke:

von dlf-fan - am 29.09.2013 21:45
Zitat

Erschreckend finde ich hingegen, dass die FPÖ offenbar nur dank dem Team Stronach die ÖVP nicht überflügeln konnte


Naja, nimm mal alleine nur die Stimmen der Spalterpartei Volksfront von J... ääähm... BZÖ und schlag sie der FPÖ drauf, dann reicht es für Platz 2. Da kann man ja schon von Glück sprechen, dass es diese Zersplitterungen gibt.

von Habakukk - am 30.09.2013 05:32
das Problem in Oesterreich ist die sogenannte "grosse Koalition" denn sie ist nicht nur an eine Mehrheit der Sitze im Parlament gebunden sondern an den "Proportz" einer Art Postenverteilung in staatsnahen Betrieben des Landes. Hinzu kommen noch Bundeslaender in der Groesse von 2 Mio Einwohner, Durchschnittsgroesse des Saarlandes, bzw. mit noch kleineren Bevoelkerungsgruppen als das Saarland, die sich alle den Luxus eines eigenen Landtages leisten. Dies will auch niemand veraendern oder einen Schritt zuruecktreten auch wenn er selbst nie etwas geleistet hat.

Mich ueberrascht das Ergebnis der FPOe wenig, obwohl die FPOe auch keine wirkliche Alternative bietet, was mehrheitlich an der mangelnden Intelligenz deren Akteure liegt, Hr. Strache und co.

von 102.1 - am 30.09.2013 08:18
Sei froh, dass deren Intelligenz begrenzt ist. Schlechte Charaktereigenschaften plus Populismus plus Hass plus Intelligenz ist eine ganz ganz gefährliche Mischung...

von DH0GHU - am 30.09.2013 08:44
Gerade mal nach "HC Strache" gegoogelt. Kommt ein sonnengebräunter, gegelter Grinsemann zum Vorschein, vom dem ich nicht mal ein gebrauchtes Auto oder eine Haftpflichversicherung kaufen würde. Solche Typen sehe ich auf Kaffeefahrten Omas überteurte Heidecken aufschwatzen. Wieso bekommt so jemand Stimmen?

Frank Stronach mag ein Schwätzer vor dem Herrn sein, sein Intellekt reicht vielleicht nicht vom Kopfkissen bis zum Nachttisch, aber er hat immerhin einen Weltkonzern aufgebaut -- natürlich mit der gleichen "Freunderlwirtschaft", die er in seinen an die Lächerlichkeit grenzenden Werbespots kristiesiert (die liefen dauernd bei 98,3 Supferly, welches ich viel höre).

Das sind schon zwei nicht ernstzunehmende Witzfiguren, dazu das BZÖ alsFPÖ-Apspaltung.

Ersnt zu nehmen sind vielleicht nur die Grünen und die NEOS, wobei "grün" auch schin reichlich angestaubt ist und die NEOS eher das wirtschaftsliberale Vakuum füllen und einige verspengte ÖVPler, welche den Mief ihrer Partei nicht mehr ertragen können, mit aufgabeln. Da ist also evt. eine neue bürgerliche Macht außerhalb der großen Koalition am entstehen.

Immehin aber stimmen mehr als ein Drittel der Österreicher aus Frust über die Große Kolaition für absolute Witzfiguren. Wir verzweifelt sind die mit ihrem Land? Und wieso sind das grundsätzlich diese rechten großmäuler, von denen man ja jetzt schon längst weiß, dass sei nicht lifern können, und wenn, dann kommt nur Gewalt, Mord und Zerstörung bei raus?

von Alqaszar - am 30.09.2013 23:08
Zitat
Alqaszar
Wir verzweifelt sind die mit ihrem Land?


Es geht so :drink: , da gibt es ein West->Ost Gefälle. Die Vorarlberger haben es vorgezogen, von den zur Wahl stehenden Deppen gleich gar nix zu wählen -> schlechteste Wahlbeteiligung in %, sowohl alltime, als auch im Ö-Vergleich. In der St.Eiermark FPÖ gar stärkste Kraft (außer Stadt Graz, die ist jetzt grün).
Auch in Vorarlberg gibt es Gemeinden mit FPÖ auf 1.Platz und die ÖVP, die den Bürgermeister stellt, teilweise nur noch auf Platz 4, noch nach Grünen und NEOs.

Das wird spannend für die kommenden Landtagswahlen einerseits, und trotzdem wird in Ö wohl rot-schwarz weitergewurschtelt. Wenn es so kommt, wird das politische Spektrum in Ö noch mehr zersplittern, und zwar mit deutlichem Rechtsruck (TS, FPÖ und NEOs).

M.

von Cyberjack - am 05.10.2013 12:31
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.