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Orkantief XAVER

Startbeitrag von Staumelder am 05.12.2013 21:34

Mich wundert dass es hier noch keinen Faden gibt. Die ersten 12 Stunden des Orkans sind durch. Durchatmen ist allerdings nicht angesagt, gerade warnt die Stadt Hamburg auf allen Kanälen vor einer sehr schweren Sturmflut. Ein Bekannter (Techniker) bei der Regiocast hat gerade das hier auf Facebook verbreitet:

Macht nen Kreuz im Kalender... Es ist gerade die erste SATWAS MOWAS Meldung seit Inbetriebnahme 2001 gekommen...

*** AMTLICHE GEFAHRENDURCHSAGE *** Amtliche Gefahrenmeldung der Behörde für Inneres und Sport "Ankündigung einer sehr schweren Sturmflut in Hamburg"
------------------------------------------------------------------------------------------------------------

# Sender: DE-HH-HH-S013
# Datum: 05.12.2013 21:46
# BLITZ - BLITZ - BLITZ - Sofort bearbeiten !!!!!!!!
# Bitte Programm sofort unterbrechen, folgenden Ansagetext verlesen
# und danach alle 15 Minuten wiederholen:

Achtung! Es folgt eine AMTLICHE GEFAHRENDURCHSAGE:
Redaktioneller Hinweis:
Der Text ist als Sofortmeldung zu senden. Die Meldung ist im Anschluss bis auf Widerruf alle 30 Minuten zu wiederholen. Bei Rückfragen bitte Tel.: 040/42839-2662.

Text:
Die Behörde für Inneres und Sport weist darauf hin, dass das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) vor einer sehr schweren Sturmflut am 06.12.2013 um 06:27 Uhr warnt. Das Hochwasser soll mit ca. 5,60 über Normal Null am Pegel St. Pauli eintreten. Verlassen Sie rechtzeitig tief liegende Gebiete im Hafen und entlang der Elbe. Schützen Sie Ihren Besitz vor dem Hochwasser. Bitte hören Sie Radio und informieren Sie Ihre Nachbarn. Das Info-Telefon der Polizei - 040 / 428 65 65 65 - ist ab 24:00 Uhr geschaltet.
052146 Dez


:eek:

Hier ist alles bisher in Ordnung. Das kann auch gern so bleiben.

Antworten:

Vor ner Stunde ist Xaver hier angekommen. Mit Windstärke 5-7 auf der Beaufort-Skala. Jetzt gehts langsam auf 8 hoch. Also nichts im Vergleich was da im Norden so abgeht.

Und wieder Ruhig.

von Scrat - am 05.12.2013 21:45
5,60 m sind nur noch 10 cm von 1962 (5,70 m) entfernt. Und das ist ja erst die zweite Sturm-Flut. Da kommt ja noch mindestens eine dritte, die dann wahrscheinlich noch höher aufläuft...
Als Friesenjung bin ich heute doch in Sorge, trotz der heute doch schon richtig guten Deiche.
Als ich 4 km hinterm Deich aufwuchs waren die gerade etwas mehr als halb so hoch wie heute. Und viel schmaler...

von iro - am 05.12.2013 22:19
Die norddeutsche Tiefebene ist klimatisch nicht für die menschliche Besiedlung geeignet. Da helfen auch Sprüche wie "Es gibt kein falsches Wetter, nur falsche Kleidung!" nicht.

Zieht euch doch Tauchernazüge an und geht am Strand Beachball spielen.

von Alqaszar - am 05.12.2013 23:00
5,8m wurden soeben via NDR1 vermeldet....

von iro - am 05.12.2013 23:06
Hier wütete der Orkan heute Nachmittag auch schon heftig. Hoffentlich kommt nichts Schlimmeres. Ich hab Angst um meine SAT-Schüssel :joke:
Rausgehen geht aber garnicht bei mir, denn ich hab seit meiner Kindheit panische Angst vor Sturm. Auf der Arbeit musste ich heute aber raus und dann muss ich mich immer total zusammenreißen, sonst bekomme ich die totale Panik. Bis heute kann mir niemand sagen warum das bei mir so ist.

von DX OberTShausen - am 06.12.2013 00:15
Eigentlich ist es ganz vernünftig, vor Sturm Angst zu haben. Heute auf der Autobahn dachte ich zwischendurch auch manchmal: Was machst du bei dem Wetter auf der Straße? Das Auto wurde hin- und hergerissen, der Regen klatschte gegen die Scheibe und vor mir kämpfte ein Lieferwagen mit der Spur.

von Alqaszar - am 06.12.2013 03:04
Hier am Nordrand der Schweiz bringen die Ausläufer von Xaver derzeit mässigen Wind mit etwa 30km/h im Durchschnitt und Böen bis etwa 50km/h.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 06.12.2013 03:58
Xaver sorgte auch für erhebliche Störungen des Bahnverkehrs (Quelle: www.drehscheibe-online.de):

[attachment 2539 xaver.jpg]

von hegi_ms - am 06.12.2013 03:59
Um 6:14h (Scheitel) wurden am Pegel St. Pauli 6,09m über NN erreicht; Mittleres Tidehochwasser (MThw) = 2,06m). Ab 5,50m = "Sehr schwere Sturmflut"

von Thomas.Schröder - am 06.12.2013 06:13
+1,7 Grad - weder Schnee- noch Eisglaette feststellbar. Zuhauf Blatt- und Nadelwerk auf den Strassen, einige abgerissene Aeste sowie ein paar umgeworfene Schilder gab es in meiner Heimat. In Berlin einige verdrehte Ampeln am Stadtrand, eine auf die Fahrbahn gedrueckte Baustellenabsperrung sowie herumfliegender Muell auf meinem Weg zum Dienst.

Sturmspitzen mit 104 km/h im Havelland bei Falkensee, 112 km/h am Berliner Wannsee. Das sind wohl bislang die Hoechstwerte, beide gestern kurz nach 22 Uhr gemessen.

von PowerAM - am 06.12.2013 06:21
Hier im Südwesten im Dreiländereck war von dem Sturm praktisch gar nichts zu spüren - zumindest im Rheintal. Im Schwarzwald dürfte es anders gewesen sein. Ansonsten bis gestern gegen Mitternacht so gut wie Windstille, auch heute früh war es nicht windig. Temperaturen zw. 3-4°C, also auch kein Schnee. Der Sturm scheint bei uns komplett ausgefallen zu sein. Kann ich mit leben! :)

von CBS - am 06.12.2013 07:56
Berlin: +0,5 Grad bei einer stuermischen Packung Schneeregen.

von PowerAM - am 06.12.2013 08:10
Hier in Groningen hat es auch (mal wieder) richtig geknallt heute Nacht.
Gestern wurde die gesamte Uni um 13:30 Uhr geräumt....
Die Satellitenschüssel auf dem Campingständer im Garten wurde mithilfe von Gartenstühlen, einem Gartentisch und der Restmülltonne stabilisiert und hat die Nacht unbeindruckt überlebt.
Glück gehabt habe ich mit dem Auto....
Bei dem wenige cm links neben mir parkenden Auto hat ein großer Ast die ganze Heckscheibe zertrümmert :eek:

Mal sehen, was Xaver heute noch für Überraschungen bringt...

von pete04 - am 06.12.2013 09:01
... z.b. jetzt Schneefall in Berlin.
:auEs:

von Chief Wiggum - am 06.12.2013 11:56
Hier war es - wie so oft - wieder mal viel Wirbel um nichts.
Die Straße bei uns über den Berg hat man vorsorglich gesperrt (was man inzwischen bei jeder Kleinigkeit macht), aber erstens wa da nichts außer ein paar mickrigen heruntergefallenen Ästen, zweitens hat sich sowieso niemand an die Sperrung gehalten (auch das ist nichts neues).
Ein bisschen Sturm gut und schön, aber mehr als ein normaler Spätherbststurm war das hier bisher nicht.
Der Sturm vo ein paar Wochen war wesentlich stärker...

Ach ja, die ca 0,0000005 cm dicke Schneedecke habe ich noch ganz vergessen :joke:

von WiehengeBIERge - am 06.12.2013 12:05
Die Windstaerken waren im Berliner Raum schon recht eindrucksvoll. Dass es insgesamt zu wenigen Schaeden kam, das duerfte hauptsaechlich der Bestaendigkeit zuzuschreiben sein. Wir hatten wenige impulsive Windspitzen. Genau diese sind aber energiegeladen und richten haeufig lokal begrenzte aber durchaus erhebliche Schaeden an.

Im Maximum hatten wir Wind bis Staerke 10, ueber laengere Zeit mit Staerke 7 bis 8 und seit dem Morgen erhebliche Niederschlaege. Ueberwiegend als nasser Schneeregen, teilweise auch als grosse Schneeflocken. Es kam zeitweise zur Einstellung des Flugverkehrs, die aufgelaufenen Verspaetungen werden sich durch das ganze Wochenende ziehen. Bislang weigert man sich, mehr als nur einzelne Fluege gaenzlich abzusagen und setzt darauf, trotz Verspaetungen kaum Kapazitaets- und damit Einnahmeverluste hinnehmen zu muessen.

Es soll hier bis in die Nacht hinein stuermisch bleiben. Hoffen wir, dass alles so friedlich bleibt, wie es derzeit aussieht.

von PowerAM - am 06.12.2013 12:12
Es soll im Hoechstspannungsbereich seit dem gestrigen Abend und heute auch tagsueber maechtige Schwankungen gegeben haben. Wenn man die Meldungen dazu zwischen den Zeilen liest, so konnten in einigen Regionen Stromausfaelle nur ganz knapp verhindert werden.

von PowerAM - am 06.12.2013 18:39
Zitat

Wenn man die Meldungen dazu zwischen den Zeilen liest


Muss man gar nicht.

http://www.tab-beim-bundestag.de/de/publikationen/berichte/ab141.html

Zitat

Hinsichtlich der Informiertheit und der Einstellung der Bevölkerung ist ein erhebliches Defizit zu konstatieren. Die Stromversorgung als Kritische Infrastruktur ist für die Bevölkerung kein Thema, die Möglichkeit von Stromausfällen und die Folgen einer Unterbrechung der Stromversorgung werden ausgeblendet. Erlebte Stromausfälle werden meist schnell vergessen.

Katastrophen wie Stromausfälle werden meist mit Extremwetterereignissen und Terrorismus assoziiert. Da Naturereignisse als unvermeidbar wahrgenommen werden und dem Terrorismus mit einer Art Fatalismus begegnet wird, meint man, als Privatperson diesen vermeintlich alleinigen Ursachen nicht vorsorgend begegnen zu können. Dementsprechend gibt es keine nennenswerte Vorbereitung der Bevölkerung auf einen Stromausfall, und die Fähigkeiten zur Bewältigung seiner Folgen sind in dieser Hinsicht ungenügend. Angesichts der geringen Sensibilität für das Risiko und die Gefahren eines Stromausfalls sollte darüber nachgedacht werden, wie das Interesse der Bevölkerung durch Informationen und Beratung zu wecken und aufrechtzuerhalten wäre, um in Krisensituationen die Bürger in geeigneter Weise ansprechen zu können. Dazu wäre zunächst eine wissenschaftlich fundierte Strategie für die Risikokommunikation mit der Bevölkerung vor einem Stromausfall zu erarbeiten. Dabei sollten die Bürger nicht als passive Katastrophenopfer, sondern als kompetente und aktiv handelnde Akteure betrachtet werden.

-

Die Folgenanalysen haben gezeigt, dass bereits nach wenigen Tagen im betroffenen Gebiet die flächendeckende und bedarfsgerechte Versorgung der Bevölkerung mit (lebens)notwendigen Gütern und Dienstleistungen nicht mehr sicherzustellen ist. Die öffentliche Sicherheit ist gefährdet, der grundgesetzlich verankerten Schutzpflicht für Leib und Leben seiner Bürger kann der Staat nicht mehr gerecht werden. Die Wahrscheinlichkeit eines langandauernden und das Gebiet mehrerer Bundesländer betreffenden Stromausfalls mag gering sein. Träte dieser Fall aber ein, kämen die dadurch ausgelösten Folgen einer nationalen Katastrophe gleich. Diese wäre selbst durch eine Mobilisierung aller internen und externen Kräfte und Ressourcen nicht »beherrschbar«, allenfalls zu mildern.



In Zeiten der "Energiewende" braucht nicht so arg viel, und der Winter ist immer wieder für Überraschungen gut. Alles schön und gut wenn nix zu merken ist...

von Detektordeibel - am 07.12.2013 05:51
Zitat
PowerAM
Es soll im Hoechstspannungsbereich seit dem gestrigen Abend und heute auch tagsueber maechtige Schwankungen gegeben haben. Wenn man die Meldungen dazu zwischen den Zeilen liest, so konnten in einigen Regionen Stromausfaelle nur ganz knapp verhindert werden.

Aufgefallen ist mir vor allem eine recht "zapplige" Nrtzfrequenz, die z.B. gestern Abend zum Teil längere Zeit rund ein promille überm Soll lag (50,05 Hz statt 50 Hz). Die Primärregelung hat das zwar weggesteckt (=Konstant gehalten), aber normalerweise pendelt sich sowas durch die Sekundärregelung schnell wieder innerhalb 40,98-50,02 Hz ein.
Eine zu hohe Netzfrequenz ist ein Zeichen für ein Überangebot an Energie.

Die Energiewende ansich ist dabei übrigens nicht das Kernproblem, sondern der fehlende Ausbau der dazu notwendigen Infrastruktur. Es reicht halt nicht, ein Windkraftanlage aufzubauen. Man benötigt auch die Leitungskapazitäten und die Reservekraftwerke. Das scheitert an Bürgerprotesten (z.B. bei geplanten Speicherkraftwerken im Schwarzwald und in den Alpen), aber auch daran, dass die Politik fahrlässigerweise die Thematik dem Markt überläßt. Offenbar haben auch Politiker die Brisanz des Themas nicht verstanden - was bei einer Physikerin als "Chefin" schon besonders bedauerlich ist. Es dürfte klar sein, dass Reserve-Gasturbinenkraftwerke nicht unter marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten finanzierbar sind. Gleichzeitig führt die Umlegung der Ökostromförderung zu einer ungerechten Mehrbelastung kleiner Abnehmer (die Großkundenpreise für Kunden, die von der EEG-Umlage ausgenommen sind, sind nämlich im Tiefflugmodus!).

Lösen ließe sich das Problem durch eine vernünftige Subventionierung - die ist aber offenbar aus ordnungspolitischen Gründen nicht drin. Dabei wäre eine Steuerfinanzierung der Energiewende garnicht so unvernünftig, denn hierbei geht es ja um gesamtgesellschaftliche Ziele (dass wir weniger Dreck+CO2 rauspusten wollen, und Atomkraft auch nicht als Alternative sehen, ist ja mehr oder weniger ein gesamtgesellschaftlicher Konsens), nicht um reine Marktordnungsfragen.

von DH0GHU - am 07.12.2013 09:03
Wenns darum gehen würde dann würde man das ganze komplett mit staatlich garantierten Infrastukturfonds regeln und wäre zugeschissen mit Geld...

aber warum sollte man sich angehäuftes Kapital zu Nutze machen wenn man es auch durch Dummheit vernichten kann?

Letztendlich gehts nur darum hier und da bisschen sichtbare Scheisse für die Grünfreaks aufszubauen, funktonieren muss das auch gar nicht mehr... reicht wenns dasteht.. Die Vollidioten kapieren es sowieso nicht mehr...

von Detektordeibel - am 08.12.2013 06:05
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