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Forum:
OT-Forum
Beiträge im Thema:
7
Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 7 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 7 Monaten
Beteiligte Autoren:
DH0GHU, WiehengeBIERge, Felix II, Uncle_Sam, Jürgen Martens

Rücktrittsrecht beim Einkauf im Einzelhandel?

Startbeitrag von DH0GHU am 11.12.2013 11:47

Welche Rechte habe ich als Konsument eigentlich, wenn ich im Einzelhandel ein Produkt kaufe, und damit nicht zufrieden bin?
Muß ich dem Hersteller die Möglichkeit der Nachbesserung einräumen, oder kann ich direkt den Kauf rückgängig machen?
Das ganze unter der Anname, dass ein Mangel vorliegt, wobei dieser nicht direkt meßbar ist (d.h. es geht nicht um eine in einem Datenblatt / Produktbeschreibung zugesicherte Eigenschaft).

Antworten:

Wenn Du die Sache im Versandhandel gekauft hast, kannst Du sie innerhalb einer Frist wieder ohne Angabe von Gründen zurücksenden.
Hast Du die Sache aber in einem Laden gekauft, so musst Du im Falle eines Mangels dem Verkäufer drei Versuche zubilligen, den Mangel zu beheben.
Der Mangel muss aber eindeutig sein oder vom Verkäufer als solcher anerkannt sein.
Spätestens wenn hier Uneinigkeit herrscht, ist die Einbeziehung eines Rechtsanwaltes anzuraten.
Auf Ratschläge von Freunden, Bekannten, aus Foren u.ä. würde ich mich in einem Rechtsstreit besser nicht verlassen.
Das gibt regelmäßig lange Gesichter auf dem Amtsgericht.:confused:

von Jürgen Martens - am 11.12.2013 18:03
Das 14 tägige Rücktrittsrecht (also Ware bei Nichtgefallen innerhalb 14 Tagen ohne Angabe von Gründen zurückschicken zu können), gilt nur bei Fernabsatzgeschäften. Also Online, Telefon etc. Nicht jedoch für den Kauf vor Ort im Ladengeschäft. Nur weil es dann doch nicht gefällt, kannst du es dann nicht einfach zurückgeben.

Weist das Produkt Mängel auf, so greift dann die Gewährleistungspflicht des Händlers. Im Falle von Mängeln/Defekten mußt du dem Händler die Möglichkeit der Nachbesserung einräumen. Erst wenn mehrere Nachbesserungsversuche fehlschlagen, kannst du vom Kauf zurücktreten. Dazu sollte man den Händler aber mit Fristsetzung in Kenntnis setzen, das man bei einer erneuten, nicht erfolgreichen Nachbesserung vom Kauf zurücktreten wird. Behebt der Händler jedoch im Rahmen der Gewährleistung den beanstandeten Mangel, ist die Sache erledigt.

von Uncle_Sam - am 11.12.2013 18:13
Danke für die Infos. Hat sich erledigt, vorbildlich kulantes Händlerverhalten erspart einem die Berücksichtigung von Paragraphen :-)

von DH0GHU - am 12.12.2013 09:02
Ich habe mir angewöhnt solche Sachen immer zu erfragen bevor ich was kaufe. Und je nachdem welche Antwort man dann bekommt entscheide ich dann eben über Kauf oder Nichtkauf.

von Felix II - am 12.12.2013 11:07
Man muss (beim Kauf in einem Geschäft) zwischen Gewährleistung, Garantie und einfach Umtausch wegen "nichtgefallen" unterschieden.
Die letztgenannten sind freiwliige Leistungen des Händlers, kein Händler ist verpflichtet diese anzubieten.
Bei der Gewährleistung gibt es dann noch die Geschichte mit der Beweislastumkehr...

von WiehengeBIERge - am 12.12.2013 17:11
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