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Wetter-Jahresbilanz

Startbeitrag von dxbruelhart am 30.12.2013 09:18

Die Meteo Schweiz hat die Wetter-Jahresbilanz für 2013 veröffentlicht:

Gefühlt war es so, winterlich bis im Mai mit rekordverdächtigen Schneemengen, dann viel Sonne und Wärme im Sommer, normaler Herbst, ab Mitte Oktober schon erster Schnee, Dezember sonnig und wenig bis gar kein Schnee.

http://www.meteoschweiz.admin.ch/web/de/klima/klima_heute/jahresflash/bulletin2013.html

Die Schweizer Jahresmitteltemperatur 2013 lag nahe dem Normwert 1981-2010. Die Jahresniederschläge blieben leicht unter der Norm. Charakteristisch für das Jahr 2013 waren die bis Ende April anhaltenden winterlichen Verhältnisse und die Rekord-Sonnenarmut von Januar bis Mai. Ein extrem sonniger Sommer brachte den Ausgleich zum trüben Jahresbeginn. Bereits Mitte Oktober meldete sich der Winter zurück mit für die Jahreszeit ungewöhnlich grossen Neuschneemengen in den Ostalpen. Da anschiessend grosse Neuschneefälle ausblieben, lag zum Winterbeginn in den Bergen verbreitet eine unterdurchschnittliche Schneedecke. Das nördliche Flachland erlebte dank Nebelarmut einen ungewöhnlich sonnigen Winterbeginn.

Die Details dieses Jahres finden sich in diesem pdf: http://www.meteoschweiz.admin.ch/web/de/klima/klima_heute/jahresflash/bulletin2013.Par.0001.DownloadFile.tmp/klimabulletinjahr2013.pdf

Antworten:

Hier auch die Wetter-Jahresbiland von Franz Alt Sonnenseiten für (Süd)Deutschland, mit Betonnung auf die Wetterextreme:

http://www.sonnenseite.com/Aktuelle+News,Wetterextreme+2013,6,a27425.html

:: Wetterextreme 2013
+ 30.12.2013 + Auch im Jahr 2013 gab es wieder zahlreiche Wetterextreme.
Eine Auswahl dieser Ereignisse zeigt die folgende Zusammenfassung:
Der vergangene Winter bleibt uns als relativ kalt in Erinnerung. Trotzdem gab es auch kräftige Tauwetterperioden. Bereits Ende Dezember 2012 stellte sich eine Südwestströmung ein, bei der feuchte und milde Subtropikluft herangeführt wurde. Im Januar brachte diese zudem noch viel Regen.

Bei Temperaturen im zweistelligen Bereich setzte bis in die Hochlagen Tauwetter ein. Zudem fielen am 5. und 6. Januar vom Erzgebirge bis zum Bayerischen Wald teilweise über 50 mm Regen, wobei die noch mächtige Schneedecke zu einem Großteil abtaute. Die Folge war Hochwasser in diesen Regionen.

Mitte Januar stellte sich die Wetterlage erneut um. Ein Skandinavienhoch führte sibirische Kaltluft heran und leitete in vielen Gebieten eine längere Kahlfrostperiode ein. Am 20.-21. Januar schob sich ein Schwall milder Meeresluft über die arktische Kaltluft,was zu einer ersten großflächigeren Glatteislage führte.

An der Großwetterlage änderte sich auch im Februar wenig. Immer wieder brachten sibirische Kaltlufteinbrüche teils strengen Frost, sodass sich auch in tieferen Lagen eine Schneedecke halten konnte. Der Februar endete mit einer Abweichung von -1.8 K zu kalt. Der Winter 2013 war mit nur 51 % der üblichen Sonnenscheindauer der sonnenärmste seit den Aufzeichnungen.

Der März sollte mit einer Abweichung von -3.1 K als kältester März seit 25 Jahren in die Geschichte eingehen. Ein kräftiges Nordmeerhochblockierte die atlantischen Tiefausläufer und führte immer wieder kalte arktische Luft nach Deutschland. Ostern wurde kälter als Weihnachten 2012. Vielerorts lag noch Schnee und in den Mittelgebirgen liefen die Skilifte.

Die Kaltluft hielt sich sogar bis in den April hinein. Nach der 1. Aprilwoche beendeten atlantische Tiefausläufer mit milder Luft das Winterwetter. Der Rest des Aprils verlief dann in einer südwestlichenStrömung zu warm. So wurde am 17. April im Südwesten der 1. Sommertagregistriert.

Der Mai war geprägt von Tiefdruckgebieten, die immer wieder Regen brachten. Er war zu kalt und sehr sonnenscheinarm. Kurz vor dem meteorologischen Sommeranfang fiel am 26. im Erzgebirge oberhalb von 600 m sogar nochmals Schnee, wodurch sich oberhalb von 800 m sogar eine Schneedecke von bis zu 10 cm Mächtigkeit ausbilden konnte.

Ende Mai und Anfang Juni sorgte ein Tief, das von Polen nach Ostdeutschland zog für intensive Stauniederschläge an den Alpen, am Erzgebirge und am Bayerischen Wald. In den Staulagen gab es teils über 200 mm in 4 Tagen. Spitzenreiter war die Station Aschau-Stein mit 405,1 mm in 90 Stunden. Zum Vergleich: In Berlin fallen im Durchschnitt etwa 580 mm im ganzen Jahr. Da die Böden von den intensiven Mainiederschlägen bereits gesättigt waren, kam es als Folge zu eine der schlimmsten Hochwasserkatastrophen dieses Jahrhunderts.

Vom 17. bis 20. Juni gab es dann die erste Hitzeperiode. Dabei wurde in Kitzingen in Mainfranken eine Temperatur von 37,1 °C gemessen.

Am 20. Juni ging diese Hitzeperiode mit schweren Gewittern, die Sturmböen und Hagel mit Korngrößen von 4 bis 6 cm brachten, zu Ende. Höhepunkt der Gewitter war die Nacht zum 21. Juni, als sich eine Gewitterlinie von Baden-Württemberg bis Brandenburg zog und mit schweren Sturmböen und lokalen Orkanböen verbreitet für Schäden sorgte.

Ein weiterer gewitterträchtiger Tag war der 27. Juli, an dem eine ungewöhnlich langlebige und heftige Gewitterzelle von etwa Bielefeld bis Ostbrandenburg zog. In ihrem Einflussbereich gab es Hagel mit Korndurchmessern von bis zu 10 cm. Am 28.7. verwüstete dann ein weiter heftiger Hagelsturm mehrere Dörfer in der schwäbischen Alb. Besonders betroffen war die Gegend um Reutlingen.

Vom 4.8. bis zum 7.8. gelangten mit einer südwestlichen Strömung feuchte, labile und energiereiche Luftmassen nach Deutschland. Sie brachten heftige Gewitter mit Sturmböen und großem Hagel. Besonders betroffen war wieder die schwäbische Alb. Dort wurde am 6.8. bei Undingen das größte in Deutschland je dokumentierte Hagelkorn mit einem Durchmesser von 11,9 cm gefunden.

Abgesehen von diesen Extremereignissen blieb die Gewittersaison im Vergleich zu anderen Jahren relativ unspektakulär. Der Sommer 2013 war mit einer Temperaturabweichung von +1,5 Grad zu warm.

In der ersten Oktoberhälfte sorgte ein Höhentief mit hochreichnender Kaltluft für kalte Temperaturen. An den Alpen fiel am 10. und 11. Oktober der erste Schnee. In manchen Alpentälern gab es über 30 cm nassen Neuschnee. Schneebruch sorgte dort verbreitet für Behinderungen. Am 19. und 20. Oktober war es dann mit Höchstwerten von nochmals fast 25 Grad ungewöhnlich warm.

Am 28. Oktober zog dann der heftige Orkan CHRISTIAN über den Norden Deutschlands. Besonders betroffen waren die Nordsee und Schleswig-Holstein. Dort richteten verbreitete Orkanböen schwere Schäden an. Spitzenreiter war St. Peter-Ording mit Spitzengeschwindigkeiten von 172 km/h.

Ein 2. schwerer Orkan namens XAVER erreichte uns am 5.12.. Die maximalen Windgeschwindigkeiten von bis zu 158 km/h waren zwar nicht mit CHRISTIAN zu vergleichen, allerdings traf der Nordwestorkan ausgerechnet mit einer Springflut zusammen, wodurch es zu einer schweren Sturmflut kam. Zudem gab es in den südlichen Mittelgebirgen verbreitet Schneeverwehungen, die für Behinderungen sorgten.

Nach Orkan XAVER drehte die Strömung auf Nordwest, wodurch es zum ersten Wintereinbruch auch in tiefen Lagen kam. Dieser war aber nichtvon langer Dauer. Atlantische Tiefausläufer führen seit Mitte Dezember immer wieder milde Luftmassen heran, wodurch es in den Mittelgebirgen zu einer Schneearmut gekommen ist. Höhepunkt der Wärmewar Heiligabend. In Oberbayern wurden Temperaturen von bis zu 19 Grad gemessen.
Quelle:
Deutscher Wetterdienst 2013

von dxbruelhart - am 30.12.2013 20:26
Denke das passt so. Kalter Jahrenstart und kühler Frühling folgte ein sonniger und warmer Sommer. Herbst und Winterbeginn dann eher unauffällig.

von zerobase now - am 01.01.2014 18:19
Jetzt ist es raus: Wenn der restliche November und der Dezember keinen dramatischen Kaelteeinbruch mehr bringen, dann geht das Kalenderjahr 2014 vielleicht sogar als das waermste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in eben diese ein. Deutlich ueber 2 Grad betrug die Abweichung zum langjaehrigen Mittel. Warten wir es ab...

von PowerAM - am 18.11.2014 18:14
Mir wäre das sehr recht. Auf Schnee und Glatteis kann ich verzichten ;)

von DX OberTShausen - am 18.11.2014 18:17
Erfahrunggemaess geht es nach einem milden Herbst selten vor Weihnachten mit richtigem Winter los. Aber es drohen ja noch die typischen Wintermonate Januar bis Maerz. Trotzdem kann ich auf Eis und Schnee gern verzichten. Selten gibt es hier naemlich Sonnenschein auf eine gut aussehende Schneedecke. Damit wuerde auch Winterwetter Spass machen.

von PowerAM - am 18.11.2014 18:32
Wetterbilanz an der Küste 2014:

Winter: Hat quasi nicht stattgefunden. 1 Woche Schnee Ende Januar - das wars. Viel zu warm.
Frühling: Ging so, Temperaturen kamen im Mai und besonders Juni schnell in Schwung (über 20 Grad)
Sommer: Top! Juli erstklassig. Ausgust Mitteldurchwachsen, September dagegen wieder sensationell bis in den Oktober hinein.
Herbst: Bislang viiiiiel zu warm, keinerlei Frost. Wenig Regen. Nebel im Überfluss. Letztes Frühstück aufm Balkon: 01. November... das sagt eigentlich alles...

von HAL9000 - am 18.11.2014 21:41
2014 wird/war das wärmste Jahr seit dem Messbeginn 1864 in der Schweiz; die letzten Tage des Jahres werden keinen Umschwung mehr herbeiführen. Wir hatten gar keinen Winter dieses Jahr, weder anfangs noch Ende 2014; der Sommer war sehr verregnet.
Die Meteo Schweiz hat heute ihre Wetter-Jahresbilanz veröffentlicht:
http://www.meteoschweiz.admin.ch/home/aktuell/meteoschweiz-blog.subpage.html/de/data/blogs/2014/12/das-jahr-der-witterungsextreme.html

Das Jahr der Witterungsextreme

Mo, 22. Dez. 2014, 00h

Themen: Klima

Im Jahr 2014 jagten sich in der Schweiz die Witterungsextreme. Das Jahr wird vermutlich das wärmste seit Messbeginn 1864. Nach dem Rekordschnee im Süden zu Jahresbeginn blieb es während der ersten Jahres-hälfte landesweit extrem mild. Der Hochsommer verlief überall regnerisch, kühl und extrem sonnenarm. Im Juli fielen auf der Alpennordseite Rekordnieder¬schläge. Der Herbst brachte erneut der ganzen Schweiz extreme Wärme und dem Süden Rekordniederschläge mit Hochwasser.
Rekordschnee auf der Alpensüdseite
Das Jahr 2014 begann mit Rekorden auf der Alpensüdseite. Dort wurde regional mit Abstand der niederschlagsreichste Winter seit Messbeginn vor 151 Jahren verzeichnet. In den Tessiner Bergen fiel derweil lokal mit fast 7 Meter die höchste Neuschneemenge seit Aufnahme der Messungen vor über 50 Jahren. Demgegenüber blieb der Winter 2013/2014 im Flachland der Nordschweiz meist grün und regional war es mit nur gerade 1 cm Neuschnee der schneeärmste Winter in den über 80jährigen Aufzeichnungen.
Drittwärmster Winter in der Schweiz
Die während des Winters stetige Zufuhr milder Luftmassen aus subtropischen Gebieten führten zum drittwärm­sten Winter in der Schweiz seit Messbeginn 1864. Im Churer Rheintal war es mit Föhnunterstützung gar der wärmste Winter in den Messreihen.
Extrem warmes erstes Halbjahr
Im ersten Halbjahr zeigten sich alle Monate ausser dem Mai überdurchschnittlich warm. Aus dem anhaltenden Wärmeüberschuss ergab sich die drittwärmste erste Jahreshälfte seit Messbeginn vor 151 Jahren. Deutlich wärmer war bisher nur das erste Halbjahr 2007. Eine vergleichbare Wärme wie in diesem Jahr brachte auch die erste Jahreshälfte 2011.
Rekord-Nässe und Rekord-Sonnenarmut im Hochsommer
So richtig Sommer wurde es nur während einer rund einwöchigen Hitzewelle in der ersten Junihälfte. Während den Hochsommer-Monaten Juli und August bestimmten häufige und kräftige Regenfälle den Witterungsverlauf. Extrem viel Regen fiel vor allem im Juli. In der westlichen Hälfte der Schweiz wurden an zahlreichen, in der östlichen Hälfte an einzelnen Messstationen neue Juli-Rekordsummen gemessen.
Häufig Regen bedeutet wenig Sonne, und so erlebte die Schweiz den sonnenärmsten Hochsommer seit Messbeginn. Besonders massiv war das Sonnendefizit im Tessin und in der Westschweiz. Hier fehlten über 120 Sonnenstunden oder zwischen ein und zwei Wochen voller Sonnenschein im Vergleich zu einer normalen Juli-August-Periode.
Extreme Herbst-Wärme und Hochwasser im Süden
Nach dem kühlen Hochsommer heizte der Herbst wieder so richtig ein. Schweizweit wurde der viertwärmste Oktober sowie der zweitwärmste November seit Messbeginn aufgezeichnet. Zusammen mit dem ebenfalls milden September ergab sich über die ganze Schweiz gemittelt der zweitwärmste Herbst in der 151jährigen Schweizer Messreihe.
Mit der extremen Wärme kam auf der Alpensüdseite auch der grosse Regen. Nach einem bereits regenreichen Oktober fielen im November im Tessin regional vier- bis über fünfmal höhere Regensummen als in einem durchschnittlichen November. Lugano registrierte den regenreichsten November seit Messbeginn 1864. Als Folge der anhaltend kräftigen Niederschläge stiegen der Lago Maggiore und der Lago di Lugano markant an. Gegen Novembermitte traten beide Seen für mehrere Tage über die Ufer und setzten Stadtgebiete von Lugano und Locarno unter Wasser.
Warten auf den Winter
Die überdurchschnittliche Wärme des Herbstes setzte sich auch im Dezember fort. Schnee lag meist nur ober­halb von 1000 bis 1500 m ü.M., und auch dort nur in unterdurchschnittlichen Mengen. Auch nach der Dezembermitte erreichte die alpine Schneedecke verbreitet erst 30 bis 60 Prozent der normalen Höhe. Annähernd normale Schneeverhältnisse gab es nur in den Walliser Südtälern mit 60 bis 90 Prozent der normalen Schneehöhen.

Jahresbilanz
Die Jahrestemperatur 2014 lag in der Schweiz verbreitet 1.0 bis 1.4 Grad, auf der der Alpensüdseite und im Engadin rund 1.0 Grad über der Norm 1981–2010. Über die ganze Schweiz gemittelt erreicht der Überschuss, berechnet bis zum Jahresende, 1.3 Grad, womit die bisherige Rekordwärme des Jahres 2011 minim übertroffen wird.
Der Jahresniederschlag erreichte in den meisten Regionen normale oder etwas unterdurchschnittliche Mengen. Auf der Alpensüdseite und im Engadin war das Jahr deutlich zu nass im Vergleich zur Norm 1981–2010. In Lugano und Locarno-Monti wurde mit 150 bis 160 Prozent der Norm das dritt nasseste Jahr in den weit über 100jährigen Messreihen aufgezeichnet. Etwas mehr Niederschlag brachte hier letztmals das Jahr 1960 mit über 160 Prozent der Norm 1981–2010.
Die Sonnenscheindauer bewegte sich verbreitet im Bereich der Norm 1981–2010, in Graubünden und im Tessin blieb sie zum Teil massiv unterdurchschnittlich. Im Oberengadin war es das deutlich sonnenärmste, im Tessin das zweit- oder dritt sonnenärmste Jahr. Homogene Messreihen zur Sonnenscheindauer liegen seit 1959 vor.


von dxbruelhart - am 22.12.2014 21:16
Man muss damit leben. Ändern kann man sowieso nichts daran. Außerdem spart man schon die Heizkosten.

von PhanTomAs - am 22.12.2014 22:02
Aber wenn es so weiter geht, brauchen wir bald eine Klimaanlagenpflicht in deutschen Haushalten. Sonst haben wir jeden Sommer tausende Tote, die in ihren Wohnungen den Hitzetod erleiden, weil sie auch nachts nicht lüften können.

von RheinMain701 - am 22.12.2014 22:04
Zitat
RheinMain701
Aber wenn es so weiter geht, brauchen wir bald eine Klimaanlagenpflicht in deutschen Haushalten. Sonst haben wir jeden Sommer tausende Tote, die in ihren Wohnungen den Hitzetod erleiden, weil sie auch nachts nicht lüften können.


Na ja, das halte ich jetzt doch für übertrieben. Der Sommer hat zumindest hier im Ruhrgebiet bis auf ein paar Tage quasi nicht stattgefunden. Und wirklich außergewöhnlich hohe Temperaturen wurden da auch nicht erreicht.

Genau deshalb bin ich auch etwas verwundert darüber, dass 2014 das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen sein soll. Schlussendlich liegt es wohl daran, dass es keinen Winter und somit auch keine eisigen Temperaturen gab. Sommer gab es jedenfalls schon wesentlich wärmere.
Ich habe ja irgendwie das Gefühl, dass wenn der Winter quasi ausfällt, das gleiche auch für den Sommer gilt. Auf dieses Jahr trifft es jedenfalls zu.

von pg09 - am 22.12.2014 23:41
Hier in Halle/S. gabs etliche verregnete Hochsommertage, meistens regnete es immer an den Wochenenden. Bis auf die paar Hitzetage mit 35 Grad und mehr im Juli war der Sommer hier eher nicht zu heiß, eher zu verregnet und mit hoher Luftfeuchtigkeit. Der Winter hatte allerdings nicht statt gefunden und der Herbst war sehr mild. Bis jetzt kommen wir noch ohne Klimaanlagen aus, bis auf den Hitzesommer 2003, da wäre es echt angebracht gewesen.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 23.12.2014 06:41
Das sind die für jeden erkennbaren Auswirkungen am Boden. Selbst das wird in Frage gestellt. Man beachte einfach mal wie sich die Winter verändert haben und bediene sich http://www.winterchronik.de/winter-chronik.html . Einfach mal die Eistage besehen und, ich hoffe nicht, überrascht sein: Es waren früher andere Kaliber!
Bliebe die Frage warum diese "Ostlagen über Schnee" nicht mehr zustande kommen welche solche Winter ermöglichen. Es läuft gefühlt nur noch auf West hinaus, meist zonal. Und damit ist keine Strömungsumkehr mehr zu haben. Es bleibt im Winter mild. Letzten (Früh-) Sommer dann immer mal ein Durchbrechen der Hochdruckbrücke über Mitteleuropa aus Nordwest mit durchgereichtem Tief nach Südost. Dieses blieb dann über dem Balkan quasi ortsfest liegen und wanderte langsam nach Nordwesten zurück bis wird in D extreme unwetterartige Wettererscheinungen hatten.

von Thomas (Metal) - am 23.12.2014 18:02
Zitat
RheinMain701
Aber wenn es so weiter geht, brauchen wir bald eine Klimaanlagenpflicht in deutschen Haushalten. Sonst haben wir jeden Sommer tausende Tote, die in ihren Wohnungen den Hitzetod erleiden, weil sie auch nachts nicht lüften können.


Und durch die vielen stromfressenden Klimaanlagen brauchen wir dann noch mehr Kraftwerke, die dann noch mehr CO2 produzieren, damit es noch heißer wird, und wir noch mehr Klimaanlagen brauchen, damit man noch mehr Kraftwerke braucht, die dann noch mehr CO2 produzieren, damit es noch heißer wird, und wir noch mehr Klimaanlagen brauchen, damit man noch mehr Kraftwerke braucht, die dann noch mehr CO2 produzieren, damit es dann noch heißer wird... Nein nein nein, die paar Hitzetode werden einfach als Kollateralschaden abgeschrieben. Die Welt ist sowieso schon überbevölkert.

von PhanTomAs - am 23.12.2014 19:45
Oder einfach ein paar Atomkraftwerke.

von RheinMain701 - am 23.12.2014 19:55
Das Wetter im Saarland, genauer hier im Saartal, deckt sich mit dem was pg09 geschrieben hat. Besonders toll war der Sommer nicht. Ganz im Gegenteil. Bis auf ganz wenige Tage war er quasi nicht vorhanden. Entweder gab es tagelangen Dauerregen oder es war unerträglich schwül wie in einem Treibhaus. Wirklich schöne Tage die zum Grillen und/oder zum baden am See einluden konnte man an einer Hand abzählen und lagen fast ausnahmslos mitten in der Woche wo jeder bis abends auf der Arbeit herum hing.

Auch ich kann es kaum glauben das dieses Jahr das wärmste seit beginn der Wetteraufzeichnung sein soll. Aber das scheint wirklich am viiiiel zu warmen Herbst und bisher nicht vorhandenen Winter zu liegen. Ganz aktuell haben wir 9,8 Grad bei dauer Nieselregen.

von Spacelab - am 24.12.2014 11:28
Zum Jahresende unternimmt das Wetter einen letzten Versuch zur Korrektur:

http://www.wetteronline.de/wetter/München

-9/-8°C TagesHÖCHSTtemperaturen :verrueckt:

von DH0GHU - am 24.12.2014 14:09
2014 wird als wärmstes Jahr seit den 1860er Jahren in der SCHWEIZ in die Geschichte eingehen; es wird ein Jahr fast (oder ganz) ohne Wintertag in die Geschichte eingehen; im Sommer hatten wir doch nicht wenige sonnige Tage, aber auch soviel Regen wie gefühlt noch nie; es boten sich doch wenigstens 25 Tage als Badetage an (für meine Verhältnisse - für das grosse Volk war es nur an wenigen Tagen schön und warm genug); wir hatten aber im Juli auch Tage, da stieg das Thermometer nicht über 10°; im November hatten wir da wirklich wärmere Tage. Warme Tage hatten wir im Frühling und im Herbst, dazu kein Winter, so kann es schnell das eine oder andere Zehntelgrad in der Bilanz mehr geben, das den absoluten Wärmeekord bedeutet.

von dxbruelhart - am 25.12.2014 09:17
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