Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
OT-Forum
Beiträge im Thema:
36
Erster Beitrag:
vor 3 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 3 Jahren, 4 Monaten
Beteiligte Autoren:
WiehengeBIERge, RheinMain701, Bolivar diGriz, Chief Wiggum, Housefieber, Ihre Majestät, Mr. DABelina, Wolfgang R, Peter Schwarz, DX OberTShausen, ... und 4 weitere

Gibt es eigentlich noch Dorfneugründungen in Deutschland?

Startbeitrag von Ihre Majestät am 30.05.2014 08:44

Also so richtig neue Dörfer, und nicht neue Stadtteile, Eingemeindungen oder Umsiedelungen (in Folge Braunkohleabbau etc.). Ist euch da irgend etwas bekannt was sich in den letzten ca. 20 Jahren getan hat?

Antworten:

Mir fällt da jetzt nur Berlin ein. Da war ja zwischen 1945 und 1989 nichts.

von Bolivar diGriz - am 30.05.2014 09:05
Passt nicht so ganz, aber irgendwie doch: Köln-Widdersdorf.
Es ist zwar nicht der ganze "Stadtteil" (eigentlich ist das ein kleines Dorf, ursprünglich wahrscheinlich sogar SEHR klein) neu, aber ich würde mal behaupten der größte Teil des Dorfes (jedenfalls mindestens die Hälfte) ist ein nagelneues Wohngebiet (das noch immer nicht ganz fertig ist und wo noch immer fleissig gebaut wird) ist.
Es wirkt da alles sehr steril. Quasi alles, was auf Google-Streetview von dem Stadteil nicht erfasst ist ist nagelneu.
Ich weiß nicht, ob es sich um einen offiziellen Namen handelt, aber die Leute dort nennen dieses Neubauviertel auch "Prima Colonia".

von WiehengeBIERge - am 30.05.2014 09:12
Da fast alles bewohnbare Gebiet aufgeteilt ist, halte ich es für sehr unwahrscheinlich, dass noch neue Dörfer entstehen können, außer evtl. in gemeindefreien Gebieten. Allerdings ist auch so die Frage, wann ein Dorf ein Dorf ist; ab 1 Haus, ab 10, ab 100? Je nach dem ensteht ein Dorf auch nicht einfach in 20 Jahren.

von Zwölf - am 30.05.2014 09:55
Mir fiele höchstens Halle-Neustadt ein. Das war trotz des Namens ein völlig eigenständiger Ort, der in den 60er-Jahren aus dem Boden gestampft wurde und mit Halle nichts am Hut hatte. Erst nach der Wende wurde Halle-Neustadt nach Halle eingemeindet.

von RheinMain701 - am 30.05.2014 11:14
Die 60er sind aber etwas länger her als 20 Jahre...
Damals gab es durchaus öfter noch solche "Neugründungen", wo neben einem Dorf eine neue "Stadt" gebaut wurde, die dann den Namen des Dorfes bekommen hat (so etwas ähnliches sind auch die "Vertiebenenstädte" wie z.B. Espelkamp)

von WiehengeBIERge - am 30.05.2014 11:59
Im Zeitalter zurückgehender Bevölkerung und schrumpfenden Personalbedarf in der Landwirtschaft dürfte es wohl keine Dorfneugründungen mehr geben. Es gibt wohl einige Ökoprokjekte, die bestehende, aber nahezu leerstehende Dörfer (vor allem in Meck-Pomm) quasi übernommen haben.

von Bolivar diGriz - am 30.05.2014 13:19
Neue alte Dörfer entstehen in den Braunkohlerevier im Rheinland. Z.B. Manheim bei Kerpen soll verlegt werden. Oder so manch andere Dörfer am Rande der Abraumgebiete.

von DJ Taifun - am 30.05.2014 21:34
Zitat

Gibt es eigentlich noch Dorfneugründungen in Deutschland?


Nein, warum auch?? :joke:

von DX OberTShausen - am 30.05.2014 22:17
Ich sehe schon Ihre Majestät (gespielt durch Michael Landon) an der Spitze eines Planwagenconvois durch die endlose Prärie in Mecklenburg-Vorpommern fahren, man bildet Wagenburgen, um sich gegen die einheimischen Wilden zu verteidigen, die einen mit Pfeil und Bogen angreifen, um schließlich an einem malerischen Waldsee ein neues Dorf (Walnut Grove) zu gründen. Dort wird er einen kleinen Bauernhof bauen, und mit seiner Frau Laura (Melisssa Gilbert) viele Kinder zeugen.

von Bolivar diGriz - am 31.05.2014 05:27
Okay, richtige Dorfneugründungen wird es nicht mehr geben, neue Siedlungen, die freilich anderen Städten und Gemeinden angegliedert sind, aber schon. Vor allem hier in Rhein-Main steigt der Bedarf nach neuem Wohnraum immens. Die neuen Siedlungen haben z.Tl. sogar eigene gelbe Ortschilder. Drei Beispiele aus dem Umkreis von 10 km, wo in den vergangenen 20 Jahren nicht schlicht neue Wohngebiete am Stadt- oder Ortsrand entstanden sind, sondern geschlossene, eigene Siedlungen mit eigenen Ortsschildern:

Uhlerborn (gehört zu Heidesheim) - stammte vorher aus einer US-Kaserne und ein paar Höfen. Die Kasernen wurden in den 1990ern nach dem Abzug der US-Army zu Eigentumswohnungen umgebaut, und es entstanden zahlreiche neue Häuser. Heute wohnen 1300 Einwohner in dem Neu-Dorf. Lage zwischen Budenheim und Heidesheim.

(Wikipedia-Image: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/3a/Uhlerborn_Ortseingang.jpg)

Layenhof (gehört zu Mainz): Ebenfalls ehemaliges US-Kasernengebäude. Jetzt auch Eigentumswohnungen in den alten Gebäuden und neue Häuser. Lage zwischen Mainz-Finthen und Wackernheim.

Neu ist auch die Siedlung Newman Village, die durch die Verlagerung des US-Headquarters von Mannheim/Heidelberg nach Wiesbaden in Rekordzeit in den letzten zwei Jahren entstand. Es ist ein richtiges amerikanisches Dorf mit Straßen- und Häuserstruktur wie in den Staaten, ein Einkauszentrum mit US-Märkten wird gerade gebaut. Die Lage: Zwischen Mainz-Kastel und Wiesbaden-Delkenheim auf ehemaligen Feldern. Zufahrt über die ca. 2 km entfernte US Air Base Erbenheim durch einen eingezäunten, schmalen Korridor (die ganze Siedlung ist für Normal-Deutsche nicht zugänglich, der Zaun und die Wachtürme erinnern an den deutsch-deutsche Grenze).



von Ihre Majestät - am 01.06.2014 11:38
Neu-Leibis,wurde gebaut um die Bewohner von Alt-Leibis umzusiedeln,deren Dorf infolge eines Stauseebaues abgetragen wurde.

von Robert S. - am 02.06.2014 10:54
Zitat
Robert S.
Neu-Leibis,wurde gebaut um die Bewohner von Alt-Leibis umzusiedeln,deren Dorf infolge eines Stauseebaues abgetragen wurde.


Jup richtig, ich kannte das alte Leibis noch und hab auch noch Fotos davon (bzw. meine Eltern) :D

aber der Majestät ging es ja nicht um sowas:
Zitat
Ihre Majestät
Also so richtig neue Dörfer, und nicht neue Stadtteile, Eingemeindungen oder Umsiedelungen?


Wäre aber -finde ich- schon ein interessantes Thema!

von Rosti 2.0 - am 02.06.2014 12:26
Interessantes Thema!

Bringt mich auf eine Retorten-Hochhaussiedlung, in den frühen 2000er-Jahren geplant und mittlerweile fast fertig. Man sollte meinen, sowas wäre spätestens Ende der 70er in West-Deutschland nicht mehr gefragt.

Aber nein. Weit gefehlt!

Zwischen Sindelfingen und Böblingen wurde auf dem ehemaligen Böblinger Flugplatz das "Flugfeld" gegründet, müsste in den frühen 2000er Jahren gewesen sein.




Es ist eine Neubau-Siedlung im Stil der 60er/70er Jahre Betonbunker-Hochhäuser. Ghetto-artige Innenhöfe. Eigene lokale Infrastruktur mit kleinem Rewe, Apotheke, etc ( "Nahversorgung" ). Und umliegende Büro-Hochhäuser.





Eigentlich das, was in anderen Städten typische "soziale Brennpunkte" sind und die Städteplaner am liebsten mit einer Planierraupe alles dem Erdboden gleich machen würden.

Aber nicht so im Flugfeld. Dort ist das Wohnen im Hochhaus trendy. Die Preise sind abgehoben. 580.000 EUR für eine 4-Zimmer Eigentumswohnung.

380.000 EUR für eine 2 1/2 Zimmer Single-Wohnung.

S-Bahn Anschluss nach Stuttgart. 5 Gehminuten in die (total hässliche) Innenstadt von Böblingen

Ich würde da trotzdem nicht wohnen wollen und lobe mir mein Einfamilienhaus-Idyll in der grünen Gartensiedlung. Für weniger gekauft als die Singlewohnung im Flugfeld. Nun gut, ich habe 20 Gehminuten in die City und bis zur S-Bahn.

Dafür Ruhe. Ein riesen Garten. Ich liebe es, von Vogelzwitschern geweckt zu werden und nicht vom S-Bahn-Lärm.

So ändern sich die Zeiten. Meine Siedlung wurde in einer Zeit gegründet, als die Leute, die es sich leisten konnten, nicht in Hochhäusern zu leben, ein eigenes kleines Haus mit Garten wollten. Raus aus der Enge. Mittlerweile baut man wieder Hochhaussiedlungen. Weil es "urbaner" wirkt? Ich verstehe es wirklich nicht.

Wolfgang

von Wolfgang R - am 03.06.2014 15:53
@Wolfgang R

Da ich hier gerade etwas von einem Böblinger lese:
Was ist eigentlich aus dem Areal der alten Böblinger Sporthalle geworden, sind die Reihenhäuser inzwischen gebaut?

von Housefieber - am 03.06.2014 16:25
Ein Teil des Geländes der ehemaligen Sporthalle ist nun das "Baumoval". Ein Park der zum Verweilen und Spazieren einladen soll.

Auf dem anderen Teil, in Richtung Kongresshalle und anschließend an das Gelände der ehemaligen Landesgartenschau werden im Moment Mehrfamilienhäuser gebaut. Fügt sich gut in die Bestandsbebauung rund um den See (Siedlungsgebiet "Siebeneck" ) ein.

Reihenhäuser sah ich da keine. Die würden in die bestehende Bebauung auch nicht so wirklich reinpassen. Wenn dann wohl in der Nähe vom ehem. VW-Kögel (jetzt VW-Hahn). Müsste ich mal kucken.

Die werden eher auf Bestandsgrundstücken gebaut, wo ein altes, marodes MFH abgebrochen wurde. Da kommen dann 4 Reihenhäuser mit Mini-Gartenanteil hin.

Der letzte Bauabschnitt Diezenhalde ist mittlerweile auch komplett fertiggestellt, eine Mischbebauung mit MFH, Reihen- und Kettenhäusern. Wobei ich da kein Bauherr sein wollte. Die ganzen Anforderungen:

- Versickern des Regenwassers (darf nicht der Kanalisation zugeführt werden)
- Neueste Richtlinien zum Energiesparen in Niedrigenergiehausstandard
- Zwang zur Nutzung alternativer und regenerativer Energien
- Zwangsanschluss an das Fernheizungsnetz, auch wenn ich eine Wärmepumpe oder etwas in der Art habe

Ist ja schön und gut und sicher auch richtig. Nur wer kann sich ein Reihenhaus für 480.000 EUR leisten (das Zeug kostet ja richtig Kohle)?

Das ist fast eine halbe Mio. EUR für ein REIHENHAUS und keine Villa.

Wolfgang

von Wolfgang R - am 04.06.2014 07:48
Eine halbe Million für ein Reihenhaus?! :eek:
Das sind die Preise für alle, die in den Ballungszentren arbeiten und "aufs Land" oder "nah zur Arbeit" wollen. In München, Hamburg usw. gibt es genau die gleiche Entwicklung!
Und dann diese ganzen Öko-Anforderungen für die Besitzer!

Danke für Deinen Bericht :)

von Housefieber - am 04.06.2014 09:47
Ich stehe gerade wieder mitten in der Einfamilienhaus-Retortenstadt Widdersdorf. Nach wie vor sehr komisch hier, es wirkt alles zu steril...

von WiehengeBIERge - am 04.06.2014 13:43
Ganz ehrlich, ich könnte das gar nicht jeden Tag 100 Kilometer oder mehr zur Arbeit fahren zu müssen. Mal ganz abgesehen davon dass Landbewohner sehr konservativ sind und Fremde oder andere Minderheiten eher nicht mit offenen Armen sondern mit brennenden Fackeln begrüßen.

von RheinMain701 - am 04.06.2014 14:29
Ich verstehe jetzt zwar den Zusammenhang nicht, aber es gab Zeiten, da bin ich sogar 200 km zur Arbeit gefahren (eine Strecke :D).
Und irgendwie bin ich froh, dass ich auf dem platten Land lebe und nur in den Großstädten arbeite bzw. nur Etappenweise wohne (so wie jetzt gerade wieder).
Dass man z.B. hier in Köln nach kürzester Zeit völlig bekloppt wird, darauf muss man sich einstellen. Das ist selbst beim vorübergehenden Wohnen hier schon so :D....

von WiehengeBIERge - am 04.06.2014 14:38
Zitat
WiehengeBIERge
Ich verstehe jetzt zwar den Zusammenhang nicht, aber es gab Zeiten, da bin ich sogar 200 km zur Arbeit gefahren (eine Strecke :D)....


Aber nicht jeden Tag.
Und hast du die Fahrten nicht bezahlt bekommen ?

von Chief Wiggum - am 04.06.2014 16:21
Zitat
Chief Wiggum
Zitat
WiehengeBIERge
Ich verstehe jetzt zwar den Zusammenhang nicht, aber es gab Zeiten, da bin ich sogar 200 km zur Arbeit gefahren (eine Strecke :D)....


Aber nicht jeden Tag.
Und hast du die Fahrten nicht bezahlt bekommen ?

Doch, es gab auch Zeiten, da bin ich einen Monat lang jeden Tag 200km hin und zurück gefahren. Und "bezahlt bekommen" habe ich das auch nicht so ganz - ich musste halt kein eigenes Auto nehmen und keinen Sprit bezahlen, ja. Das war es aber auch schon.

von WiehengeBIERge - am 04.06.2014 17:22
Zitat
fatal error
Zitat
RheinMain701
Mal ganz abgesehen davon dass Landbewohner sehr konservativ sind und Fremde oder andere Minderheiten eher nicht mit offenen Armen sondern mit brennenden Fackeln begrüßen.


Deine Einstellung gegenüber Landbewohnern ist aber auch nicht gerade weltoffen :rp:


Kommt schon etwas auf die Gegend an. Als geborener Niedersachse muss ich sagen daß es im Norden schon eher Ressentiments gegen neu Zugezogene gibt. Da musst Du dich erstmal eine Weile beweisen bis du dazu gehörst. Die Bayern, Schwaben, Franken und Badener sind da offener: Wenn Du dich korrekt verhältst, dann bist Du genauso willkommen ein ein Eingeborener. Das Einzige was sie stört ist daß sie nicht im Dialekt mit dir schwätzen können ;).

von Mr. DABelina - am 04.06.2014 17:38
In Niedersachsen brauchten die Türken und Schwarzafrikaner schon 1 -2 Jahre bis sie akzeptiert und integriert waren, im Süden und Südwesten geht daß schneller: Passt Du dich an, dann gehörst Du einfach dazu, bist Du irgendwie seltsam, dann wirst Du als das Arschloch behandelt das Du bist (Ich kann da nur für die Schwaben, Bayern und Franken sprechen, aber die liberalen Badener dürften ähnlich ticken - und ja, selbst als preußisch korrekter Niedersachse muss man sich anpassen).

von Mr. DABelina - am 04.06.2014 18:51
Ich merke das teilweise hier schon auch wenn ich gar nicht auf dem Land lebe (sondern "nur" im Vorort - aber das reicht offenbar schon). Ärzte behandeln mich nicht und setzen mich vor die Tür, einen Haarschnitt bekomme ich auch nicht... Im Prinzip kann ich nur Essen und Trinken kaufen, ansonsten bin ich komplett ausgeschlossen hier.

Das ist kein Vergleich zur Stadt wo es ziemlich egal ist wer man ist und irgendwie immer mit Respekt behandelt wird.

von RheinMain701 - am 04.06.2014 19:11
Zitat
RheinMain701
Das ist kein Vergleich zur Stadt wo es ziemlich egal ist wer man ist und irgendwie immer mit Respekt behandelt wird.

Ich kenne das ehrlich gesagt eher anders herum...
Hier im Rheinland scheint das Phänomen, dass man seinen direkten Nachbarn / Nachbarn im gleichen Haus überhaupt nicht kennt oder gar noch nie gesehen hat noch wesentlich ausgeprägter zu sein als in den "größeren" Städten in meiner eigentlichen Heimat - und da ist es je nach Stadt auch schon heftig (Paderborn ist z.B. so eine Stadt).
Aber hier in Köln ist es noch mal anders. Es ist zwar eine ziemlich große Stadt (~1 Million Einwohner), aber für so eine große Stadt gibt es hier auffällig viele Einfamilienhäuser und Gegenden, die wirken als auf man auf dem tiefsten Land wäre (und das tlw. nur wenige Kilometer von der Innenstadt entfernt!) Das kenne ich aus anderen Großstädten (mit wesentlich weniger Einwohnern) nicht, jedenfalls nicht in dem Ausmaß wie hier in Köln. Interessanterweise sind genau das die Gegenden, wo man seinen Nachbarn dann doch kennt und wo es - verglichen mit der Heimat - relativ "normal", also ähnlich wie in der Heimat zugeht ;-)...

von WiehengeBIERge - am 04.06.2014 20:47
Zitat
fatal error
Zitat
RheinMain701
Ärzte behandeln mich nicht und setzen mich vor die Tür, einen Haarschnitt bekomme ich auch nicht...


Das ist echt krass :eek:

Jo. Meinen letzten Haarschnitt hatte ich Ende 2012 in NL (mit Dolmetscherin an Bord weil Friseusen in NL, man mag es kaum glauben, kein Englisch verstehen), und das mit den Ärzten tut weh weil ich schon monatelang krank bin und nicht weiß was ich tun soll...

von RheinMain701 - am 06.06.2014 19:55
Zum Arzt gehen.
Er muss behandeln, wenn nicht, mit der Ärztekammer drohen.

von Chief Wiggum - am 06.06.2014 20:43
@RheinMain: Komm mal nach Kerkrade, dort können die (und vergleichbarer Bildungsstand) nicht mal richtig holländisch. Sondern nur ein Kauderwelsch aus örtlichem Dialekt, Holländisch und ein paar deutschen Einsprengseln.

von Peter Schwarz - am 06.06.2014 20:47
Generell kommt man in der gesamten "Grensstreek" von Kerkrade bis Delfzijl mit den örtlichen Dialekten (die es so halbwegs auf beiden Seiten der Grenze gibt und die meist sehr ähnlich sind, das Platt im Norden manchmal sogar nahezu genau gleich [es unterscheidet sich ja von Ort zu Ort...]) weiter als mit Englisch, jedenfalls außerhalb von großen Städte. Auch noch eher mit Deutsch (damit ist aber ungefähr überall so nach ca. 80 km im Landesinneren schlagartig Schluss :D). Im Norden geht das aber etwas weiter, knapp bis zum Ijsselmeer.

Dass Frisörinnen (die man ja nicht mehr Friseusen nennen darf) generell einen geringen Bildungsstand haben sollen ist übrigens ein typisches Vorurteil das einfach nicht stimmt. Das Gleiche gilt übrigens auch für Maurer, Müllmänner, Fabrikarbeiter, Fließbandarbeiter usw. .

von WiehengeBIERge - am 06.06.2014 21:10
Zitat
WiehengeBIERge
Generell kommt man in der gesamten "Grensstreek" von Kerkrade bis Delfzijl mit den örtlichen Dialekten (die es so halbwegs auf beiden Seiten der Grenze gibt und die meist sehr ähnlich sind, das Platt im Norden manchmal sogar nahezu genau gleich [es unterscheidet sich ja von Ort zu Ort...]) weiter als mit Englisch, jedenfalls außerhalb von großen Städte. Auch noch eher mit Deutsch (damit ist aber ungefähr überall so nach ca. 80 km im Landesinneren schlagartig Schluss :D). Im Norden geht das aber etwas weiter, knapp bis zum Ijsselmeer.

Dass Frisörinnen (die man ja nicht mehr Friseusen nennen darf) generell einen geringen Bildungsstand haben sollen ist übrigens ein typisches Vorurteil das einfach nicht stimmt. Das Gleiche gilt übrigens auch für Maurer, Müllmänner, Fabrikarbeiter, Fließbandarbeiter usw. .

Naja, ich war ja in einem Salon in Utrecht, in irgendeinem typisch niederländischen Wohngebiet, so mit alten Häusern, Kopfsteinpflaster und Wohnwagen vor jeder Garage. Überall sonst im Land bin ich mit Englisch klargekommen, und ich meine wirklich überall, egal wo ich war, auch auf dem platten Land - nur dort nicht. Das ist dann schon... sehr auffällig. Nett waren sie aber, das muss man dann sagen (gab am Ende auch so ein schönes "mooi!" ).

von RheinMain701 - am 07.06.2014 11:42
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.