Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
OT-Forum
Beiträge im Thema:
22
Erster Beitrag:
vor 3 Jahren, 6 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 3 Jahren, 4 Monaten
Beteiligte Autoren:
Harald P., 102.1, Spacelab, Scrat, NurzumSpassda, Japhi, zerobase now, iro, Bruder_M, Bolivar diGriz, ... und 5 weitere

Robin Williams ist tot

Startbeitrag von Harald P. am 12.08.2014 05:24

Einer der größten Schauspieler aller Zeiten ist tot. Robin Williams ist im Alter von 63 Jahren gestorben, vermutlich Suizid.
Ich kann mich noch gut an "Mork vom Ork" erinnern, die Serie, die ihm den Durchbruch verschaffte, aber natürlich auch an seine Filme, wie "Tootsie", "Mrs Doubtfire" und natürlich (passend zum Radio-Thema) "Good Morning Vietnam" mit dem legendären Weckruf an die Soldaten "Gooooood morning Vietnaaam".

Antworten:

Gerade gab es einen schönen Bericht über Williams im DLF und vor kurzem erst hab ich in einer Zeitschrift einen großen Bericht über ihn gelesen. Er hatte ja ein problematisches Leben. Er soll als junger Mann schon mit starken Depressionen zu kämpfen gehabt haben und der Alkohol war auch immer schon sein bester Freund. Er hat es aber immer wieder geschafft die Kurve zu kriegen nur um dann doch irgendwann wieder rückfällig zu werden. Viele Regisseure haben es geliebt mit ihm zu drehen. Manche haben ihn aber auch gehasst weil er sich nur selten mal ans Drehbuch gehalten hat. Er nahm das Buch höchstens mal als Hinweis darauf was gewünscht wird. Bei "Mork vom Ork" soll es der Produzent irgendwann aufgegeben haben und lies an Williams Textstellen nur noch leere Zeilen drucken.

Er war einfach ein absoluter Ausnahmeschauspieler. Schade das er mit seiner Depression nicht mehr klar kam und den Freitod gewählt hat.

von Spacelab - am 12.08.2014 06:53
Warum sind eigentlich Alkohol und Drogen überdurchschnittlich bei Künstlern ein Thema? Brauchen die das zur Inspiration?

von B.Zwo - am 13.08.2014 15:49
Die können es sich halt, im Gegensatz zum Normalmenschen einfach erlauben, ohne gleich ihren Job (und noch viel mehr) zu verlieren...

von WiehengeBIERge - am 13.08.2014 16:00
Zitat
fatal error
Vielleicht ist es auch umgekehrt: Sie haben viel Geld und viel Freizeit. Irgendwann wird viel Freizeit langweilig und wenn es dauerhaft langweilig ist, wird irgendwann alles sinnlos und wenn etwas sinnlos ist, will man sich betäuben.



Chief!:eek: Lass die Finger davon !! :nono:

von 88,7 MHz - am 13.08.2014 17:10
R.I.P.

von DX OberTShausen - am 14.08.2014 22:44
Zitat
B.Zwo
Warum sind eigentlich Alkohol und Drogen überdurchschnittlich bei Künstlern ein Thema? Brauchen die das zur Inspiration?


Vielleicht ist es auch das "in der Oeffentlichkeit stehen" und die damit verbundene Erwartungshaltung der Leute an einen? Erfolgreich zu sein als Kuenstler hat ja nicht nur positive Seiten... Diesen psychischen Druck muss man halt irgendwie kompensieren...

von Habakukk - am 18.08.2014 08:51
Alkohol und Drogen sind nicht nur bei Künstlern ein Problem. Nur wenn Karl-Heinz Kalupke aus Duisburg-Marxloh tot aufgefunden wird, steht das nicht einmal in den Todesanzeigen, weil das Geld kostet. Geschweige denn in der Presse, es sei denn mit der Schlagzeile "Schon der 104. Drogentote in Duisburg in diesem Jahr."

von Bolivar diGriz - am 18.08.2014 12:17
Zitat
B.Zwo
Warum sind eigentlich Alkohol und Drogen überdurchschnittlich bei Künstlern ein Thema? Brauchen die das zur Inspiration?


Das Problem ist, dass in dieser Branche oft zu viel gezahlt wird, bzw. das Geld leicht verdient ist, oder sagen wir's mal so, leichter in anderen Branchen, im Verhaeltnis zum Einkommen.

Viele koennen damit nicht umgehen, und greifen zu Drogen oder Alkohol oder steigen auf aussergewoehnliche Hobbies um, etwa mit experimental Aircrafts zu fliegen und abzustuerezen ( John Denver, etc... )

Elvis war da aehnlich, Michael Jackson, Amy Winehouse, oder als bestes Beispiel noch Justin Bieber, der ja wirklich nichts, gar nichts leistet, ausser einem Fehltritt nach dem naechsten mit dem Gesetz, - musikalische Leistung mal ganz ausser Acht gelassen....

Schade eigentl. dass sich die Branche nicht hier ein gewisses Mass selbst reguliert, oder regulieren kann, bzw. den Kuenstlern/Musikern hier Rat u. Hilfe praeventiv anbietet?

von 102.1 - am 18.08.2014 13:56
Zitat
fatal error
Zitat
102.2
Schade eigentl. dass sich die Branche nicht hier ein gewisses Mass selbst reguliert


Wenn ich jetzt arg böse zynisch wäre, würde ich sagen, das tut sie doch.


Ja, leider.....

Hier geht halt auch kuenstlerisches Talent verloren, fand ich zumindest bei Robin Williams sowie Amy Winehouse.

Bieber wird vermutl. niemand vermissen.

von 102.1 - am 18.08.2014 14:22
Bei Amy Winehouse kam aber noch dazu das sie ernsthaft glaubte sie könne ohne Koks nicht singen. Sie sagte mal in einem Interview das sie deshalb auch schon zwei mal den Entzug abgebrochen habe. Ihre Stimme hätte zu stark gelitten und sie würde sich nur gut anhören wenn sie High sei. Schon zu ihren Lebzeiten wurde ja ganz offen offen darüber gesprochen das ihr dieser komische Typ mit dem sie mehrmals zusammen war ihr diesen Mist eingeredet hat. Er selbst hat ja an Amys Drogensucht ganz gut verdient und hing auch selbst an der Nadel.

Viele Künstler die mal drogensüchtig waren sagten aus das sie die Drogen genommen haben um mit dem Alltag als Künstler klar zu kommen. Man wird von einem Termin zum nächsten geschickt, muss immer gut drauf sein, alle zerren an einem und der geringste Fehltritt wird in der Presse bis zum geht nicht mehr ausgewalzt. Am schlimmsten sei aber wenn dieser Stress auf einmal schlagartig von heute auf morgen nachlässt. Dann greifen viele zur Flasche. Oder sie machen es wie Michael Jackson und knallen sich mit Uppers und Downers zu wie sie es gerade brauchen und bis der ganze Organismus aussteigt.

von Spacelab - am 18.08.2014 14:46
Das Problem ist auch, dass wir allein in Deutschland fast drei Mal so viele erfolgreiche Suizide haben, wie Verkehrstote.
Die letztere Zahl ist in den letzten 20 bis 30 Jahren kontinuierlich gesunken dank aktiver und passiver Sicherheit (Sicherheitsgurte, ABS, Airbag, Aufprallschutz, etc...). Für die ersteren Betroffenen sind die Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen ungleich geringer vorhanden.
Beispiel: Wenn jemand mit 50 ein Magengeschwür oder ein Herzinfarkt bekommt, dann heißt es "Der hat sich reingehangen, oder für die Arbeit aufgeopfert." Wenn aber jemand schon mit 30 Depressionen hat, bemerken es Kollegen und Vorgesetzte oft nicht mal oder es heißt, man sei ein Jammerlappen.

von Bruder_M - am 28.09.2014 18:57
Zitat
Bruder_M
Beispiel: Wenn jemand mit 50 ein Magengeschwür oder ein Herzinfarkt bekommt, dann heißt es "Der hat sich reingehangen, oder für die Arbeit aufgeopfert." Wenn aber jemand schon mit 30 Depressionen hat, bemerken es Kollegen und Vorgesetzte oft nicht mal oder es heißt, man sei ein Jammerlappen.


Ich bemerke es oft nichtmal selbst wenn ich wieder mal einen Schub habe.
Es lässt sich auch viel besser mit zb. einem Armbruch eines Kollegen umgehen als mit seinem seelischen Ungleichgewicht. Dafür sind wir zu Oberflächlich und es wird eher schlimmer.
Wenn man doch mal den Fehler macht und darüber redet bekommt man zu Hören "Was? In deinem Alter? Na da müsste ich/mancher ja schon..."

von Scrat - am 28.09.2014 22:19
Solche Antworten zeigen nur, dass es sich hier um einen Gegenüber handelt, der entweder einen unüberlegten Scherz gemacht hat oder schlicht und einfach nicht in der Lage ist/sein will, dem Thema ernsthaft zu begegnen.

Solche Antworten sind eher ein Hinweis für mich, solche Menschen künftig zu meiden. Hierfür wäre mir meine Zeit zu schade. Aber ich sehe es positiv: Nur wenn man Menschen seine Sorgen mitteilt, erfährt man auch, ob er/sie auch in der Lage bzw. gewillt ist, Anteil zu nehmen. Ich habe nichts gegen Menschen, die wenig Zeit haben. Oft haben sie eigene Sorgen und sollten sich darum auch kümmern. Aber dumme/unüberlegte Sprüche in solchen Situationen sind eher ein Ausschlusskriterium meinerseits. Dann lieber schweigen, wenn einem nichts Gescheites einfällt. Weniger Worte sind manchmal mehr.

von NurzumSpassda - am 29.09.2014 21:17
Menschen werden oftmals berühmt, weil sie psychische Probleme haben und sich daraus eine solche Persönlichkeit entwickelt. So manche Künstler sind Menschen, die zu viel denken, z.B. auch bei Depressionen. Und um glücklicher zu werden kommen dann die Drogen ins Spiel.
"Dat Glück is mit die Doofen. Und Intelligenz säuft."

von Japhi - am 30.09.2014 11:48
Am 3.10. verstarb jetzt auch sein deutscher Synchronsprecher Peer Augustinski, bekannt durch "Klimbim" und auch als deutsche Stimme von "Asterix".
Er war der (deutschsprachige) Radiomoderator in Good Morning, Vietnam (1987).

von iro - am 06.10.2014 09:56
Augstinski war einer der grossen dt. Schauspieler, auch wenn er immer auf Klimbim und Mann oh Mann reduziert wurde. Er war aber auch ein begnadeter Komödiant. Habe in öfters mal im Boulevard-Theater Stücken gesehen und da war der Mann einfach Spitze. Auch in Sachen Hörbücher und Synchronisation hat er Latte immer sehr hoch gelegt.

Ich mochte ihn, auch wenn in den letzten Jahren eher still um ihn war, so ist es doch ein herber Verlust.

von zerobase now - am 06.10.2014 11:24
Zitat
zerobase now
Ich mochte ihn, auch wenn in den letzten Jahren eher still um ihn war, so ist es doch ein herber Verlust.

Was sicherlich daran lag, dass er 2005 einen Schlaganfall erlitt und halbseitig gelähmt war. Immerhin schrieb er noch ein Buch darüber.
R.I.P. Peer Augustinki

von Harald P. - am 06.10.2014 11:59
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.