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Metz

Startbeitrag von Thomas (Metal) am 20.11.2014 08:04

http://www.br.de/nachrichten/mittelfranken/inhalt/metz-zirndorf-insolvenz-100.html

Man beachte auch den Kommentar Nr. 17:
Zitat
Fernsehtechnikermeister
Wir waren jahrelang Vertriebshändler von Metz und Loewe Produkten. Als mittelständiger Meisterbetrieb waren wir gezwungen, nicht nur Metz,Loewe u. später Technisat zu vermarkten sondern auch Geräte der günstigeren Preisklassen. Aufgrund dieser Tatsache gingen die Umsätze
für uns bei Metz u. Loewe zurück. Die Reaktion von Metz u. Loewe war, daß wir sofort als Handelsparter ausgeschlossen wurden, weil
ein dementsprechender Umsatz im Jahr nicht immer erfolgte. . Technisat scheint nächstes Jahr das gleiche Verhalten anzustreben. (...)

Antworten:

Dann wird ziemlich bald auch Technisat dasselbe Schicksal ereilen.

von Mc Jack - am 20.11.2014 08:21
Exakt genau das gleiche erzählte mir auch der örtliche Fernsehhändler kurz bevor er sein Geschäft aufgab. Er hatte viele Jahre Loewe und Metz Geräte verkauft. Zum überleben reichte das aber nicht. Nicht jeder Kunde konnte und/oder wollte sich so ein teures Gerät kaufen. Also musste er auch günstigere Hersteller mit ins Programm aufnehmen was den Absatz von Loewe und Metz noch weiter nach unten drückte. Der festgelegte Mindestabsatz wurde nicht mehr erfüllt und er verlor seinen Vertriebspartnerstatus. Zuerst von Metz und dann kurz darauf von Loewe.

von Spacelab - am 20.11.2014 08:28
Ich wollte mir eigentlich nach den schlechten Erfahrungen mit dem Billigschrott aus dem Geizmarkt einen neuen Fernseher von Metz kaufen. Aber das muss ich mir jetzt wohl nochmal überlegen.

von Bolivar diGriz - am 20.11.2014 08:54
Diese Mindestumsatzstrategie ist sowieso ein Ärgernis. Wer gezielt nach einer bestimmten Marke sucht, muß sich immer wieder anhören, daß ein Händler das Produkt nicht besorgen kann, weil er dann einen Vertrag mit Mindestumsatz annehmen muß.
Pech für den Hersteller. Ich frage den Händler vor Ort dann nämlich erstmal nach Alternativen, die er führt. Ich habe keine Lust, zig km zum nächsten Mediamarkt zu fahren, und bei Garantiefällen keine Lust, das Zeugs einzupacken, zu versenden, etc.

von DH0GHU - am 20.11.2014 09:02
Der Nächste bitte!

Bei den aufgezeigten Preisen fangen die Kunden das Rechnen an. Da könnte der Fernostkasten ja alle paar Jahre kaputt gehen und durchs neueste Modell ersetzt werden, man ist immernoch unterm Preis des Metzchens. Dummerweise für Deutsche Hersteller ist die Fertigungsqualität beim Thema LCD in Asien mittlerweile auf einem Niveau, das, Montagsgeräte ausgenommen, die Geräte locker 5-8 Jahre ohne Mucken laufen.

von elchris - am 20.11.2014 09:34
Und genau diese 5-8 Jahre würden MIR nicht reichen. Mein alter GRUNDIG-Röhrenfernseher tut immernoch seinen Dienst, wenn auch nicht mehr bei mir. 25 Jahre ist das Ding nun ungefähr alt.
Mein alter Medion-PC-19"-TFT-Monitor von 2003 ist auch noch in Betrieb, wenn auch ebenfalls nicht mehr bei mir. Mein wenig jüngerer 2. 19"-TFT ist am Zweitwohnsitz auch noch als Zweitmonitor in Betrieb.

von DH0GHU - am 20.11.2014 10:22
Ich denke genau anders herum. Momentan wird doch gefühlt im Wochentakt eine neue Technik auf den Markt geworfen und durch den regelmäßigen "Zwangsaustausch" des Chinaböllers hab ich immer das neueste im Wohnzimmer stehen und bin immer noch günstiger als wenn ich mir einen Metz oder Loewe hole. Der Witz an der Sache ist ja das diese Fernostkracher mittlerweile sogar relativ lange halten. Der Chinaböller meines Vaters kommt jetzt ins achte Jahr und läuft mehrere Stunden täglich. Der Fernseher tuts noch wie am ersten Tag.

von Spacelab - am 20.11.2014 10:55
Ich sehe das ausnahmsweise mal genau so wie DH0GHU. Ich bin ein Gegner der geplanten Obsoleszenz, und ich hasse es, wenn Geräte nach ein paar Jahren kaputt sind, weil der Hersteller ein paar Cent am falschen Ende gespart hat. Mein Philips TFT-Fernseher ist von Januar 2012, und hat schon Probleme mit dem Ton. Davor hatte ich ein Röhrengerät von Philips, schon fast 20 Jahre alt, und funktioniert (im Haushalt meiner Ex) noch immer. Ich habe mehrere Röhrenfernseher aus den 1960ern und 1970ern in meiner Sammlung, die alle noch funktionieren. Warum halten neue Fernseher da nur noch 2 Jahre, genau bis zum Ende der Gewährleistung? Und warum sollte ich mir ständig was Neues kaufen wollen? Kurz nach dem Kauf meines TV wurde 3D modern, da spricht heute keine Sau mehr von. Jetzt redet man von UHD, da wird in zwei Jahren mangels Programmen und mangels Medien auch niemand mehr von sprechen. Was kommt dann? Bildformat 26:9? Fernseher mit 4 statt 3 Grundfarben? Unfug, den keiner braucht.

von Bolivar diGriz - am 20.11.2014 12:35
Meine Abhandlung zu Metz in 5 Akten:

Zum Ersten: Das wichtigste an einem Fernseher war die Bildröhre. Metz verbaute früher fast ausnahmslos Philips. Die hatten bekanntermaßen gegen Ende der Röhrenzeit gerade mit den teuren Röhren Probleme.

So kratze die ESF-Misere am Ruf aller Premium-Hersteller. Loewe, Grundig (die teuren) sowie auch Metz waren betroffen.

Mittlerweile gibt's auch bei Metz schon länger keine Röhren mehr ( "Classic Line" ), die Panels kauft man von LG.

Zum Zweiten: Was man selbst produziert sind die Gehäuse sowie die Metz-Software, mit dessen "intuitivem Bedienkonzept" ich mich allerdings nie anfreunden konnte.

Schon mal versucht, bei einer Astra/Hotbird-Anlage mit terrestrischer Einspeisung von ORF bzw. SRG die Listen zu sortieren? Da wirst du echt verrückt.

Das gute: Ja, es geht. ARD/ZDF/Drittes vom Sat auf 1-3, auf 4 dann ORF1, auf 5 ORF2. Das bekommen nicht alle hin. Ich habe beim ersten mal fast einen Tag gebraucht, das Zeugs so zu sortieren, wie es der Anwender wollte.

Der Klang ist gut, weil man die Gehäuse - verglichen mit der Fernost-Konkurrenz, noch recht "globig" ausgestaltet.

Zum Dritten: Es ist nicht gut, sich auf eine Kundenschicht (die "Älteren", die technikfremden) einzuschießen. Metz wollte ältere Kunden ansprechen, denen der Fernseherbetrieb das Ding zu Hause aufstellt und einstellt.

Diese Generation ist mittlerweile um die 80.

Was danach kommt, ist es gewohnt, seinen Fernseher selbst einzustellen. Sogar die Schüssel selbst zu montieren. Ich kenne da genug 70-Jährige, die das hinbekommen. Natürlich nicht alle!

Aber erst gestern wieder mit einem geredet, der seinen SmartTV nun am Router angeschlossen hat ;)

Zum Vierten: Die neuen "billig-Modelle", die TechniSat verblüffend ähnlich sehen, sollten das Ruder wohl rumreissen.

Allerdings zu spät.

Frage ich heute einen mit-30er nach "Metz" werde ich nur komisch angeschaut.

LG, Samsung und Sony höre ich, wenn ich nach guten Fernsehern frage.

Metz hat diese Schicht vom Marketing her deutlich vernachlässigt. Und gerade hier wird öfter mal die Wohnzimmer-Technik erneuert. Man ist noch experimentierfreudig, will das neueste, will am Trend sein.

Das schafft man in der Schicht.

Spätere Generationen, ich sage mal die Generation 50+ ist doch einfach nur froh, wenn die Kiste lange hält und ohne viel rumgestelle läuft. Geht der Koreaner vom Discounter nach 3 Jahren kaputt, wird gemeckert, ein neuer gekauft und fertig. Sender einstellen bekommen die locker selbst hin. Und wenn nicht, leben sie halt mit der Liste, die der Fernseher beim Suchlauf anlegt.


Schlussakt: Ein Metz liefert ab Werk ein optimales Bild, weil die Werte für jeden Fernseher individuell kalibriert und abgeglichen werden. Der Ton entspricht bei den teureren Geräten dem, was ich noch von den Röhren kenne. Das war es aber schon.

Weder die Fernbedienung ist besonders gut, noch das Menü oder die Bedienung. Umschaltzeiten langsamer als ein Zapping-Receiver vom Baumarkt. Keine Innovationen, keine neue Technologie.

Der Preis rechtfertigt - in meinen Augen - nicht den hohen Preis eines Metz.

Und bevor ich nun als Metz-Gegner niedergemacht werde: Ich habe immerhin zwei gekauft. Zwar nicht für mich, aber für die Verwandtschaft!

Danach war ich froh, dass ich selbst einen "Metz-light" habe. LG-Panel, Werte für das Bild selbst eingestellt. Geht auch. Gut der Ton, der eher an eine Konservendose erinnert, ist nicht so toll.

Allerdings hat das Gerät fast nur 1/10 des Metz gekostet, läuft nun mittlerweile im 6. Jahr (bei sehr hoher Belastung durch meine Frau) und würde sich bei Problemen auch einfach reparieren lassen. Durch mich selbst. Ich überlege grade schon, ob ich mir nicht mal ein passendes Inverter-Board auf Lager legen soll. Das ist die Sollbruchstelle, sonst kann an dem Ding eigentlich nix kaputt gehen. Netzteil-Elkos natürlich, aber das ist ja kein Samsung ;)

Wolfgang

von Wolfgang R - am 20.11.2014 13:58
Die Geräte von Metz waren wirklich vom Bild her absolute Oberklasse. Man hatte ja vor kurzem sogar noch einen eigenen Stand auf der IFA und auch unser örtlicher EP hat die TVs im Angebot. Wobei Angebot hier nicht ganz so zutreffend ist. Tatsache ist einfach, dass die Kisten von Metz einfach viel zu teuer sind. Wenn die für ein 40 Zoll Gerät Preise ab 1.300 EUR aufrufen, fängt man schon an zu schlucken. Die Preise haben Metz am Ende das Genick gebrochen. Wer kann und WILL denn ein Monatsgehalt für einen TV ausgeben? Qualität hin oder her. Da hol ich mir doch lieber einen Flachmann für 500 EUR und wenn der nach 4-5 Jahren Fratze ist..... :mfinger:

Tatsache ist doch auch das heute ein Ferseher nicht mehr 15 oder 20 Jahre halten muss und soll. Bei der technischen Entwicklung kommt sowieso alle 5 Jahre was neues. Von daher ist man doch eigentlich ganz "froh" wenn der TV irgendwann mal den Geist aufgibt und Platz für was neues macht und nicht womöglich einen noch überlebt.

Für Metz wird es jedenfalls sehr schwer aus der Isolvenz rauszukommen und einen Investor zu finden. Den Anschluss an Fernost wird man nicht mehr bekommen und als "Nobelmarke" ich Hochpreissegment kann man dauerhaft nicht überleben. Von daher sehe ich schwarz für Metz.

von zerobase now - am 20.11.2014 14:13
Zitat
DH0GHU
Und genau diese 5-8 Jahre würden MIR nicht reichen. Mein alter GRUNDIG-Röhrenfernseher tut immernoch seinen Dienst, wenn auch nicht mehr bei mir. 25 Jahre ist das Ding nun ungefähr alt.
Mein alter Medion-PC-19"-TFT-Monitor von 2003 ist auch noch in Betrieb, wenn auch ebenfalls nicht mehr bei mir. Mein wenig jüngerer 2. 19"-TFT ist am Zweitwohnsitz auch noch als Zweitmonitor in Betrieb.


Meine Röhren TVs laufen auch noch bestens. Und die gehen einfach nicht kaputt.
Gut bei Grundig ist die (Bild-)Qualität jetzt nicht so berauschend.
Mein alter Sharp Röhren-TV bietet noch das beste Bild und der ist sicherlich schon über 15 Jahre alt (genau weiß ichs nicht, ist ein Gebrauchter gewesen :D).

von Cha - am 20.11.2014 16:12
Gegenfrage: Was hätte Metz denn machen sollen, um in diesem Markt zu bestehen ?
Bitte mal ein paar ernsthafte Vorschläge.

von sup2 - am 20.11.2014 16:59
Auch mal Geräte in einer niedrigeren Preisklasse anbieten und vor allem diese "Mindestabnahmegrenze" für die Händler aufheben.

von Spacelab - am 20.11.2014 17:05
Das, was man zuletzt angefangen hat: Vergleichbar günstige Einstiegsgeräte, die dennoch durch Qualität überzeugen. Aufgabe der Fachhandelsbindung. Auch Geschäfte mit geringem Umsatz behalten.

Werbung! Sich in das Bewusstsein der Leute einprägen.

Und: Alleinstellungsmerkmale.

Das wird am Produktionsstandort Deutschland immer schwieriger.

So ging damals Braun HiFi auch den Bach runter - obwohl man schon billige Geräte in Fernost fertigen lassen hat. Diesen Schritt hat Metz bisher noch nicht gemacht.

Wolfgang

von Wolfgang R - am 20.11.2014 17:07
Das, was Apple gemacht hat: Eine einzigartige Aura um Hardware von der Stange aufbauen: Zwar ein edleres, besonderes Gehäuse, aber unbedingt ein einzigartiges, hervorragendes Bedienkonzept. Tödlich ist es, das gezielt für alte Leute anzubieten: Diese kaufen einen Fernseher, der muss bis zur Rente halten, fertig. Die jungen Besserverdienenden müssen angesprochen werden, die ihren Fernseher nicht für RTL kaufen, sondern für Streaming aus dem Netz, Social Media, Konsolen. Am besten gleich einen Vertrag mit Steam schließen (wenn man den Laden schon nicht kaufen kann), und SteamOS als Betriebssystem verwenden, gleich mit Onlinespielen dabei. Außerdem sich den Zugang zu einer großen Onlinemediathek sichern. Alternativ hätte man sich auch gleich Apple anbieten und aufkaufen lassen können: Von einem Apple-Fernseher wird doch schon lange geredet.
Cooles Image, coole Inhalte, und eben nicht Omas Glotze. Damit lockt man keinen Hund mehr hinterm Ofen hervor.

von Bolivar diGriz - am 20.11.2014 17:17
In Sachen Design finde ich, dass sie sich da auch mal etwas weiterentwickeln sollten. Diese dicken Rahmen lassen den Bildschirm doch umso kleiner wirken (aber gut, Loewe ist genauso schlimm).

Ist es eigentlich immer noch so, dass Metz allgemeine Standards von einem Elektronikgeschäft verlangt, damit dieses die Marke mit in sein Sortiment aufnehmen kann?

von Cha - am 20.11.2014 18:11
Fassen wir zusammen: Metz war ein arroganter Laden, der den Einzelhandel erpresst hat, und Produkte am Markt vorbei produziert hat.
Soll ich da jetzt traurig sein?
Ja, aber nur, wenn 9ich an die Mitarbeiter in der Produktion denke. Die dürfen den Schwachsinn des Managements mal wieder - und wie in diesem Land üblich - ausbaden, während der arme, arme Vorstand nach der Pleite seinen Lebensabend auf Mallorca verbringt.
Man kann gar nicht so viel essen, wie man kotzen möchte, um einen berühmten Literaten mal wieder zu zitieren.

von Noch'n Saarländer - am 20.11.2014 18:21
Zitat
Cha
In Sachen Design finde ich, dass sie sich da auch mal etwas weiterentwickeln sollten. Diese dicken Rahmen lassen den Bildschirm doch umso kleiner wirken (aber gut, Loewe ist genauso schlimm).


Das stimmt, das wäre für mich auch ein absolutes No-Go beim Kauf. Sowas kann man sich nicht an die Wand hängen.

von zerobase now - am 21.11.2014 08:09
Man wollte von diesen dicken Rahmen weg. Man hatte neuere Geräte angekündigt.

Nur der "satte Klang", den man eben nur durch Gehäuse-Volumen erzeugen kann, was auch bei diesen Geräten weg.

Aber ZU SPÄT.

Ob sich die 90 jährige Firmeninhaberin (Metz ist nach wie vor ein Familienunternehmen) tatsächlich nach Mallorca absetzt, wage ich zu bezweifeln. Bis heute sitzt sie fast jeden Tag in Zirndorf in ihrem Büro, auch wenn sie das operative Geschäft abgegeben hat.

Ja, die Fernsehfachhändler mussten gewisse Umsätze mit Metz machen und auch gewisse Standards einhalten. Nicht jeder hatte Metz im Angebot.

Im Gegensatz zu Loewe kooperierte man auch nicht mit Fachhandelsketten wie EP - was aber - wie man an Loewe sieht - auch nicht wirklich was gebracht hat.

Metz ist - dank der Fachhandelsbindung und handverlesenen Händlern - aus dem Bewusstsein der Konsumenten weitgehend verschwunden.

Wolfgang

von Wolfgang R - am 21.11.2014 09:11
Zitat
Wolfgang R
Man wollte von diesen dicken Rahmen weg. Man hatte neuere Geräte angekündigt.
Nur der "satte Klang", den man eben nur durch Gehäuse-Volumen erzeugen kann, was auch bei diesen Geräten weg.


Na wenn man "satten Klang durch Gehäusevolumen" haben will, ist die Röhre immer noch die beste Wahl. Da kann das Plastik-Gesäusel der Flachbildschirme nicht mithalten.

von Cha - am 21.11.2014 16:34
Das ist aber nur sinnvoll, wenn es die Röhren-TVs auch mit integriertem DAB+-Empfänger gibt. Dann ist man doppelt zukunftssicher.

von Alqaszar - am 22.11.2014 00:34
Zitat
Cha

Na wenn man "satten Klang durch Gehäusevolumen" haben will, ist die Röhre immer noch die beste Wahl. Da kann das Plastik-Gesäusel der Flachbildschirme nicht mithalten.


Wieder was Neues gelernt: Bisher dachte ich immer, dass der Ton aus den Lautsprechern kommt. Beim Fernseher kommt er aber offenabr aus der Bildröhre/TFT. Vermutlich ist das der sagenumwobene "Lichtton", den man schon aus dem Kino der 30er Jahre kennt?

von Bolivar diGriz - am 22.11.2014 06:58
Zitat

Wer gezielt nach einer bestimmten Marke sucht, muß sich immer wieder anhören, daß ein Händler das Produkt nicht besorgen kann, weil er dann einen Vertrag mit Mindestumsatz annehmen muß.


Nicht zuletzt auch darum (und natürlich wegen Preisverhandlungen) waren/sind doch die meisten Händler Teil einer Einkaufsgenossenschaft. Ruefach, Expert und wie die alle hiessen oder wie sie heute heissen, weiss ich nicht.

By the way:
Welche Fernsehhersteller könntet ihr mir heute empfehlen? Ausser Sony und Philips nebst Samsung und Co (die ich für mich ausschliesse) bleibt ja kaum mehr was übrig

von Peter Schwarz - am 22.11.2014 19:11
Ich hatte mir als Flachmänner vor einigen Jahren nur Geräte von Pioneer ins Haus geholt, welche als Referenz galten und sich dies auch vergolden ließen.

Soweit ich weiß ist die Technik wohl in die Panasonic-Geräte eingeflossen, mir gefallen zudem die SHARP Geräte recht gut.

Einen Metz hatte ich damals als Röhrengerät, furchtbares Design und Bedienungsmenü, dazu keinen wirklich anwählbaren SCART-Anschluß bzw. AV-Kanal, umständliche Senderspeicherung aber Hammerbild- und Sound.

von Anonymer Teilnehmer - am 22.11.2014 21:01
Zitat
Peter Schwarz
Welche Fernsehhersteller könntet ihr mir heute empfehlen?

Technisat
Und das schreibe ich obwohl ich im Frühjahr den alten Grundig, 17 Jahre alt, ebenfalls entsorgt habe. Das Bild hat immer wieder in der Horizontalen "gezuckt". Außerdem waren z. B. wieder mal Lötstellen hin. So lieferte der SCART-Anschluß nur noch ein mit Schlieren überzogenes Bild. Gelegentlich hat er auch dann auch schon mal nach E-Technik gerochen :rolleyes: , es gab sich aber wenn er eine Zeit gelaufen ist...
Inzwischen hängt ein Sony an der Wand. Hier mußte ich abwägen: Technisat wäre natürlich 1. Wahl gewesen, aber ich muß damit rechnen, daß meine (kleinen!) Kinder nicht unbedingt Rücksicht auf das Panel nehmen :-( . Und da wäre mir ein Totalschaden bei einem höherwertigem Gerät > 700 € zu viel gewesen. Wenn jetzt knapp 500 hin wären, hätte ich immer noch einen Hals ;-) . So gesehen derzeit: Ein Gerät "zum verhuren", aber ein durchaus brauchbares.

von Thomas (Metal) - am 23.11.2014 00:21
Zitat
Thomas (Metal)
Zitat
Peter Schwarz
Welche Fernsehhersteller könntet ihr mir heute empfehlen?

Technisat
Und das schreibe ich obwohl ich im Frühjahr den alten Grundig, 17 Jahre alt, ebenfalls entsorgt habe.


Ääh. den Satz verstehe ich nicht. Wieso "obwohl"? Grundig ist doch nicht von Technisat? Grundig kann man auch schon deswegen nicht wirklich empfehlen, da es die Firma nicht mehr gibt. Heute werden die "Grundig" Label auf irgendwelche Billigfernseher aus der Türkei gepappt. Die alten Fernseher waren in den letzten 30 Jahren auch keine Empfehlung mehr. Wie du schon sagtest, mit den kalten Lötstellen machtne die ihrem Namen alle Ehre (Grundig ist bekanntlich die Abkürzung für "Gerät Rundum Unbedingt Nachlöten, Dann Ist Gut"). Von der Bildröhre her waren die eher Mittelmaß und das Design war nicht vorhanden. Nussbaumfurnier auf Plastik wie schon seit 1965, zuvor war das Gehäuse noch aus Massivholz.

von Bolivar diGriz - am 23.11.2014 07:12
@Bolivar:
Na Thomas' Aussage verstehe ich so: 'Wenn ein Grundig TV 17 Jahre hält, ohne kaputt zu gehen, ist das eine Empfehlung für einen neuen Grundig.' Ich hatte die gleiche Erfahrung mit einem Saba TV aus den 80ern, unkaputtbar, aber eben analog und altbacken. Auch ich entschied mich dann vor einem Jahr für einen Technisat, obwohl ... ach 'nee ist ja auch schon Geschichte.

@Peter:
Die Entscheidung für einen Terchnisat Flachmann fiel mir deswegen leicht,
a) weil ausnahmsweise Geld keine Rolle spielte, war nämlich mein erster gekaufter und nicht reparierter,
b) weil mir das übersichtliche Bedienkonzept durch meine Satreceiver vertraut ist und gefällt,
c) weil ich das schlichte Design mag (bis auf die halbe Klobrille als Standfuß) und ganz wichtig:
d) weil angeblich nur Festplatten, die an Metz, Loewe und Technisat aufgezeichnet wurden, auch an jedem x-beliebigen TV abspielbar sind. Konnte ich noch nicht überprüfen, aber der Totalverlust eines über Jahre gewachsenen Privatarchivs nach Kauf eines neuen TVs ist ein Ausschlusskriterium. Ich vermute, das ist den wenigsten bekannt.

Einziger Nachteil meines Technisat und auch in der DEZ2013-Ausgabe der Stiftung Warentest negativ bewertet ist der dünne Klang. Ist aber kein Nachteil, wenn man eh die Stereoanlage dran hängen hat.

von Erich Hoinicke - am 23.11.2014 08:25
Zitat
Alqaszar
Das ist aber nur sinnvoll, wenn es die Röhren-TVs auch mit integriertem DAB+-Empfänger gibt. Dann ist man doppelt zukunftssicher.


Von Philips gab es mal ein paar Fernseher mit integriertem UKW-Teil, siehe hier: http://www.youtube.com/watch?v=b-Gciq4Psh4

von Cha - am 23.11.2014 09:39
Will heißen: Ich habe mich lange geweigert mir einen Flachmann zuzulegen, eben weil es der Grundig noch tat. Dazu kamen und kommen die Kinder. Immerhin haben die Zwillinge irgendwann aufgehört mit Bauklötzen auf die Bildröhre zu klopfen und sich dabei noch gegenseitig anzustacheln :nrwopa: . Technisat wäre jetzt für mich erste Wahl, Geld würde ich auch durchaus dafür in die Hand nehmen. Allerdings: Ich habe eben Angst, daß meine Investition beim Spielen "unabsichtlich zerstört wird" ;-) . Von daher erst mal einen billigeren Sony, wenn der durch ist, dann mit gutem Gewissen einen Technisat :-) .

von Thomas (Metal) - am 23.11.2014 10:37
Irgendwie hatte man damals wesentlich mehr Wert auf satten Klang bei Fernsehern gelegt. HiFi war es zwar nicht und für ein Sinfoniekonzert denkbar ungeeignet. Aber es klang wenigstens voll und rund. Ich kann mich noch an den Telefunken Kasten meiner Großeltern erinnern. Da konnte man von den kleinen Lautsprechern links und rechts der Bildröhre auf die größeren Ovalen auf der Seite des Fernsehers umschalten. Diese waren zwar deutlich dumpfer, hatten aber einen richtig fetten Bass. Leider fing aber bei manchen Tönen die Plastikrückwand des Fernsehers an lautstark mit zu singen. :rolleyes: Richtig "HiFi like" klang es erst als mein Opa die Canton Lautsprecherboxen der eh kaputten Stereoanlage an die externen Lautsprecheranschlüsse des Fernsehers anschloss. Für eine Disco reichte es zwar nicht, dafür hatte der Fernseher wohl zu wenig Ausgangsleistung, aber die von meinem Opa heißgeliebten klassischen Musiksendungen (gab es massenweise bei uns im dritten Programm und auf den französischen TV Sendern) klangen nun richtig gut.

Der Hannspree Flachmann meines Vaters oder aber auch der Samsung Kasten eines freundes klingen noch nicht mal über die externen Lautsprecheranschlüsse gut. Als mein Freund damals sein Haus renoviert hat und alles nur mal provisorisch aufgebaut hatte, hat er seine Heco Standlautsprecher an den Fernseher angeschlossen. Aber egal was er auch im Soundmenu des Samsung Flachmanns eingestellt hatte es klang immer grell, blechern und absolut saft und kraftlos. Man könnte meinen die TV Hersteller gehen fest davon aus das der Kunde entweder seinen HiFi Verstärker oder gleich einen Surround Receiver anschließt. :rolleyes:

von Spacelab - am 24.11.2014 09:06
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