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Warum kommt die Telekom auf keinen grünen Zweig?

Startbeitrag von Spacelab am 08.01.2015 09:56

Heute morgen wurden im DLF die neuesten Quartalszahlen der Telekom durchgesprochen. Und mal wieder hat man mit Verlusten zu kämpfen. Schon seit einer gefühlten Ewigkeit geht es nur noch bergab mit dem Laden. Dazu kamen in der Vergangenheit so epische Fehltritte wie das Milliardengrab "T-Mobile USA" oder die PR Katastrophe "Drosselkom". Das größte Sorgenkind ist schon seit Jahren und heute stärker als jemals zuvor "T-Mobile". Nur sehr schwacher Neukundenzulauf dafür aber viele die ihren Vertrag nicht verlängern und zur Konkurrenz gehen. Warum frage ich mich? T-Mobile hat doch ein sehr gutes Netz. :confused: Und die PR ist ja auch nicht schlecht. Das neueste iPhone gibt es immer zuerst bei T-Mobile und sie sind auch die ersten gewesen die eine echte Musikflatrate anboten. Man bezahlte X Euro im Monat und konnte sich so viel Musik über Spotify anhören wie man wollte und das dazu verbrauchte Datenvolumen wurde nicht angerechnet.

Was die Festnetzsparte angeht war der Telekomsprecher am Telefon erstaunlich offen und ehrlich. Er gab offen zu das sie vielerorts von der Konkurrenz überholt worden seien. Dort wo die Telekom maximal eine 3.000er Leitung zur Verfügung stellen könne gäbe es bei der Konkurrenz 16.000 oder gleich Glasfaser. Hier habe man schlicht geschlafen und sich von den anderen Anbietern überholen lassen. Man sei zwar dabei kräftig aufzurüsten aber das gehe nicht von heute auf morgen.

Ein großes Sorgenkind sei auch noch Entertain das absolut nicht richtig in fahrt kommen will. Hier hinke man den Geschäftsplänen auch noch um Welten hinterher.

Antworten:

T-Mobile hat ein sehr gutes Netz, ohne jeden Zweifel. Allerdings wollen sie sich das auch fürstlich entlohnen lassen. M.E. ein wenig zu fürstlich. Da liegt der Hund begraben. Jeder, der kein Poweruser ist, und noch in der letzten Felshöle in der Schwäbischen Alb auf Empfang angewiesen ist, macht einen recht weiten Bogen um die Telekomiker. Auch in meinem Umfeld, wo garantiert mnicht jeder auf jeden einzelnen Cent schauen muss. Einer ist bei D!, das aber über "ja Mobil" oder wie das Dingens heisst...
Für denjenigen, der mal alle Jubeljahre sagt, dass er spätrer kommt, oder er sich von unterwegs ein Taxi ruft reichen auch die anderen Netze...

Ebenso im Internetbereich. Was kann mir die Telekom als Konkurenz zu meinem Netcologne-Festanschluss anbieten, wo ich für 18 MBit-Internet (hab ich jetzt noch nie, trotz regelmäßigem TV-Konsum übers Netz zum Anschlag gebracht) und ne Festnetzflat 19,99 zahle?
Bei 100% Verfügbarkeit in den letzten 3,5 Jahren, einer kostenlosen Fritzbox und in meinen Augen hervorragendem Service...

von Noch'n Saarländer - am 08.01.2015 10:16
Ich denke auch das es für die Telekom ein riesen Problem ist kein Alleinstellungsmerkmal mehr zu haben. Was die Telekom und ihre Töchter können, das können andere mittlerweile auch. Ich kann mich noch an Zeiten erinnern da waren die anderen Anbieter irgendwelche Schrammelläden mit wackeliger Technik und nicht vorhandenem Kundenservice. Wenn da mal was war, war man als Endkunde verloren. Die Zeiten haben sich stark gewandelt.

von Spacelab - am 08.01.2015 10:30
In meinem Freundeskreis haben 90% T-Mobile. Liegt einfach daran, dass die anderen Netzanbieter nur EDGE und teilweise nur Lückenhaft empfang ist. Nur Vodafone kommt noch an die Telekom ran.

Hat aber auch den Nachteil das hier in der Region das Netz der Telekom häufiger Überlastet ist.

Und zu den Preisen. So recht teuer sind die auch nicht wenn man nach Angeboten ausschau hält.

Ich zahle z.B. für meinen Tarif ca. 23 € darinn enthalten ist folgendes:

- 750 MB LTE
- SMS Flat in alle Netze
- Telefon Flat in alle Netze
- EU Flat (kann alles im Ausland normal weiternutzen!)
- Spotify

von Yoshi_ - am 08.01.2015 15:13
Vielleicht liegt es ja doch an den preisen... Ich war eben bei nem Freund und der hat mir mal seine letzte T-Mobile Rechnung gezeigt. Datenverkehr haut bei denen immer gleich richtig rein. Der hat 3000MB monatlich, Telefonflat in alle deutschen Netze, keine EU Flat und kein Spotify und bezahlt 59€ im Monat. Die 10€ "Telekom Zuhause Vorteil" wurden ihm gestrichen weil er keinen Festnetzanschluss mehr hat weil er eh nur ein paar Tage im Monat Zuhause ist. Aber selbst für 49€ ist das noch sau teuer. Und dann lassen die sich noch jeden Furz vergolden. Wie beispielsweise die zweite SIM Karte. Bei allen anderen Anbietern kostet das eine einmalige Gebühr und dann ist gut. Die Telekom verlangt jeden Monat zusätzliche Gebühren. T-Mobile ist nur dann günstig wenn man ein gutes Sonderangebot erwischt. Mein Freund hat sich eben jedenfalls tierisch über den Laden aufgeregt und wird auch seinen im April auslaufenden Vertrag nicht mehr verlängern.

Ich selbst hatte mal lange Zeit eine ja!mobil Karte im zweiten SIM Kartenschacht und ich fand das T-Mobile Netz eigentlich immer ganz gut. Gut, auf dem kompletten Saargau Richtung Frankreich gab es nur EDGE und wenn irgendwo eine größere Veranstaltung war war das Datennetz hoffnungslos überlastet. Aber telefonieren klappte immer und die Sprachqualität war sehr gut. Was man von o2 damals, als ich bei denen noch einen Vertrag hatte, absolut nicht behaupten konnte.

von Spacelab - am 08.01.2015 15:37
Bei uns kostet das Internet sogar noch pro Minute. Das ist ein Uraltvertrag und die Telekom hat einfach keine Lust den auf etwas zeitgemäßes umzustellen. Wozu auch, wenn das Geld fließt.

von RheinMain701 - am 08.01.2015 20:37
Zitat
RheinMain701
Bei uns kostet das Internet sogar noch pro Minute. Das ist ein Uraltvertrag und die Telekom hat einfach keine Lust den auf etwas zeitgemäßes umzustellen. Wozu auch, wenn das Geld fließt.

:eek: 'n Schnapps bitte :D . Sollte DSL bei euch verfügbar sein: Einfach bestellen und ISDN sein lassen. Natürlich wird niemand vom Provider aus selbst umstellen.

von Thomas (Metal) - am 08.01.2015 20:59
Das T-Mobil nicht wirklich vom Fleck kommt, verwundert mich überhaupt nicht. Denn T-Mobil ist einfach viel zu teuer im Vergleich. Was nützt das beste Netz, wenn die Kunden dafür fürstlich bezahlen müssen ? 30 Euronen für eine Allnet Flat ist einfach nicht mehr wettbewerbsfähig.

Das man im Festnetzbereich kein Land sieht, liegt aber an der Regulierung. Dürfte man hier zumindest die gleichen Preise ansetzen, wie die Konkurrenz, würde das sicherlich ganz anders aussehen. Aber hier ist ja politisch gewollt, das die Telekom teurer sein muß, als ihre Wettbewerber. Die Wettbewerber können ihre Tarife gestalten wie sie wollen. Die Telekom kann das eben nicht, weil sie sich jeden Tarif von der Bundesnetzagentur genehmigen lassen muß. Da verwundert es kein bisschen, das die Telekom im Festnetzbereich in jeden Quartal hier Kundenverluste zu verzeichnen hat. Wie will man das abstellen, wenn man dazu faktisch keine Möglichkeiten hat.

Man hat es ja versucht, über besseren Service. Nur sowas kostet Geld. Aber das ist nicht da, wenn einem die Kunden weglaufen, da der Wettbewerb billiger sein darf und einem auch noch die Aktionäre im Nacken sitzen. Auch ist man ja im Gegenzug für das Leitungsnetz dazu verpflichtet worden, den ganzen Beamtenapparat aus Zeiten der Deutschen Bundespost übernehmen zu müssen und auch das Leitungsnetz soll funktionsfähig gehalten werden. Die Wettbewerber sind hier fein raus und haben solche Altlasten nicht und brauchen nur den regulierten TAL Preis für die letzte Meile zahlen.

So kann es einfach nur immer weiter bergab gehen. Wohin der Weg gehen wird, wird sich dann zeigen, wenn man soviele Kunden verloren hat, das man aus der Regulierung heraus kommt. Dann kann man zumindest bei den Tarifen mithalten. Wenn es aber dann immer noch weiter bergab gehen sollte, dann wird es schwierig werden.....

von Uncle_Sam - am 08.01.2015 21:10
Na ja, bei Netcologne hatten sie bei mir vor einigen Jahren angerufen, so ne Art Kunden halten und bot die Umstellung vom langsamen zu schnellen DSL und gleichzeitig für den gleichen Betrag. Auch das WLan Gerät wurde Kostenfrei vom Fachmann installiert.Und dann gab´s mal eine Aktion auch für Bestandskunden:spos:

von DJ Taifun - am 08.01.2015 22:25
Das "beste Netz" ist nunmal auch das mit den höchsten Kosten. Solange "Geiz ist Geil" regiert, werden es Anbieter mit einigermaßen Qualität immer schwer haben. Dazu kommen noch die von Uncle Sam genannten Aspekte.

von DH0GHU - am 09.01.2015 09:16
All-IP mal wieder im Gespräch
Tja, und was ist daran nun wirklich schlecht? ISDN = High Speed. Das war vor 15 Jahren mal. Ganz zu schweigen von anderen Providern die eben keinen analogen Anschluß oder ISDN mehr im Portfolio haben. Und: Wie groß ist den wirklich der Anteil der Internetnutzer die nur dann ihren Router einschalten wenn sie ins Netz gehen?

von Thomas (Metal) - am 10.01.2015 18:31
Schlecht ist die fehlende Robustheit gegenüber Analogtelefonie. Wie soll ich denn bitte z.B. die Störungsannahme anrufen, wenn DSL nicht geht, ich aber VoIP mache?

von DH0GHU - am 10.01.2015 20:25
Zitat
DH0GHU
Schlecht ist die fehlende Robustheit gegenüber Analogtelefonie. Wie soll ich denn bitte z.B. die Störungsannahme anrufen, wenn DSL nicht geht, ich aber VoIP mache?


Mit dem Handy?

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 10.01.2015 20:30
Ich muß also in Zukunft unbedingt ein Handy haben (ok, in der Praxis vorhanden) und darf keine Wohnung nutzen, in der Handynetze nicht zuverlässig funktionieren?

von DH0GHU - am 10.01.2015 20:48
Die Diskussion hatten wir doch schon lang und breit und sind zu dem Ergebnis gekommen das man halt Pech hat wenn der Telefonanschluss abraucht und das den Telkos egal ist. Wenn man kein Handy oder keinen Empfang Zuhause hat muss man halt zur nächsten Telefonzelle tiegern.

von Spacelab - am 10.01.2015 21:02
Ach, bitte. Wer hat heute kein Handy? Und bei Nichtempfang in der Wohnung kann man die Störungsstelle doch wohl auch von dort anrufen, wo man Empfang hat. Oder? :rolleyes:

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 10.01.2015 21:05
Zitat
DH0GHU
Schlecht ist die fehlende Robustheit gegenüber Analogtelefonie. Wie soll ich denn bitte z.B. die Störungsannahme anrufen, wenn DSL nicht geht, ich aber VoIP mache?

Klarer Fall von "kommt drauf an wo der Ausfall liegt" ;-) . Ich hatte in den letzten 8 Jahren den umgekehrten Fall: DSL und Internet ging, aber ISDN nicht mehr. Fehlerort: VSt. Aber was, wenn du ab der VSt dann ein gemeinsames Netz hast? Dann sprechen wir hier über Pseudoredundanz. Es macht dann nur wenig, ob du selbst im eigenen Router zusammenführst oder das in der VSt passiert. Ggf. kostet das dir schlicht nur Bandbreite.

von Thomas (Metal) - am 10.01.2015 22:32
Haha, genau dasselbe hatte ich auch schon mal. Allerdings mit anderer Ursache. Lerneffekt seitdem: Wenn eine von zwei Adern verschmort und deshalb tot ist, dann funktioniert ISDN nicht mehr - DSL aber schon.

von Hagbard Celine - am 10.01.2015 23:56
Man stellt sich die Frage, ob die Telekom nicht einfach zu groß ist. Das Unternehmen war ja mal eine Behörde, und auch wenn diese Zeiten seit einer Generation vorbei sind, ist es doch ein großes Unternehmen.

Man denke an die vielen Umstrukturierungen, das Abstoßen von Unternehmensteilen (vonn denen vor allem das kabelnetz jetzt schmerzt), die nicht zum Kerngeschäft "Festnetz & Mobilfunk" gehören! Oder die städnigen Umbenennungen: Mal wird Mobil und Festnetz getrennt, dann wieder integriert, dann wieder mehr Selbständigkeit. Zwischendurch gab es gut ein Dutzend Hotlines.

Das zeugt nach außen von einem großen strukturellen Chaos und vor allem von einem Haufen innerbetrieblicher Bürokratie, von Kometensgerangel und kleinen Imperien, die im Konzern immer schön gegeneinander Arbeiten. man hatte zeitweise den Eindruck, bei der Telekom wusste die linke hand nicht, was die rechte tat.

Auch ist klar, dass die telekom als Exmonopolist der Liberalisierungsverlierer sein würde. Ich glaube nicht, dass ein normaler, analoger Telefonanschluss heutzutage auch nur kostendeckend zu betreiben ist. Obwohl es also nachfrage nach diesem Produkt durchaus gibt, muss die Telekom alles tun, um ihr Kunden zu irgendwelchen All-IP-Anschlüssen zu überreden, und das teilweise auf jahrzehntealter Kupferdoppelader mit veralteter xDSL-Technik.

Klar, die Konkurrenz kocht auch nur in Wasser. Egal, nach welchem Anbieter man googelt, das Netz ist voll von Problemen und Beschwerden. Aber wer einmal bei Unitymedia ist, der wird nie wieder ans ale DSL zurück -- vor allem, wenn evt. bestehnde Probleme mit Telefonie und Hardware bei der Telekom genau so auftauchen.

Dann ist die telekom kein wirklich global operierendes Unternehmen. Es gibt Aktivitäten in einigen kleineren europäischen Märkten, aber das Prestigeobjekt T-Mobile USA ist finanziell geschietert. Interessnterweise hört man drüben Gutes über das Netz. Nur finanziell gelohnt hat es sich offenbar nicht.

So wird die telekom mittelfristig sogar zum Übernahmekandidaten, spätestens, wenn die nächste Marktbereinigung ansteht. France Télécom, British Telecom, Telefonica und Telecom Italia haben alle ein ähnliches Problem und langfristig heißt es. Fressen oder gefressen werden.

von Alqaszar - am 11.01.2015 00:24
Zitat
Alqaszar
Egal, nach welchem Anbieter man googelt, das Netz ist voll von Problemen und Beschwerden.


Das ist aber immer ein Zerrbild, weil ein zufriedener Kunde in aller Regel keinen Anlass sieht, sich öffentlich zu melden, nur um seine Zufriedenheit kund zu tun.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 11.01.2015 07:01
Zitat

Klar, die Konkurrenz kocht auch nur in Wasser. Egal, nach welchem Anbieter man googelt, das Netz ist voll von Problemen und Beschwerden. Aber wer einmal bei Unitymedia ist, der wird nie wieder ans ale DSL zurück -- vor allem, wenn evt. bestehnde Probleme mit Telefonie und Hardware bei der Telekom genau so auftauchen.

Träum weiter...
UM (und auch KDG) verliert gerade massenhaft Kunden in den Orten, wo jetzt DSL mit Vectoring verfügbar ist (gerade in OWL ist das aktuell der Fall).
Kabelinternet nutzen die Leute nur dann, wenn es keine gleich schnelle (oder bessere) Alternative gibt. Die meisten Leute mögen den Kabelanbieter auch nicht, viele "hassen" ihn sogar regelrecht (was auch kein Wunder ist bei dem "Super"service unnd dem Verhalten der Kabelanbieter den Kunden gegenüber), sind aber trotzdem Kunde bei ihm, weil es in vielen, gerade ländlichen Gegenden die einzige Möglichkeit für schnelles Internet ist.
Letzteres ändert sich aber gerade in vielen Gegenden, deshalb trennen sich sehr viele Kunden aktuell wieder von dem verhassten Kabelanbieter.

von WiehengeBIERge - am 11.01.2015 08:37
Wundert mich nicht. Zuverlässigkeit ist bei den Kabelanbietern leider ein Fremdwort, vor allem wegen dem Elektroschrott, den sie den Kunden in die Hand drücken und der in ihrer Fachsprache auch "Kabelmodem" genannt wird.

Zurück zur Telekom geht aber leider auch nicht mehr wegen All-IP. Telefonieren geht bei den Kabelanbietern immer noch besser als bei der Telekom, wo es eher ein Glücksspiel ist ob die Verbindung nun aufgebaut wird oder nicht. Und Internet gibt es dort nun mal nur zusammen mit Telefon, anders als bei Kabel, wo man Internet auch alleine bestellen kann.

von RheinMain701 - am 11.01.2015 11:48
Die Telekom hatte laut eigener Aussage ziemliche Probleme mit ihrer VoIP Server Software. Ständige Meldungen über unzuverlässige Telefonverbindungen trugen sicher auch nicht gerade dazu bei das potentielle Neukunden sich für die Telekom statt für einen Konkurrenten entschieden. Vor allem weil es diese Probleme sehr sehr lange gab und das nach außen hin den Eindruck eines inkompetenten Sauladens vermittelte.

von Spacelab - am 11.01.2015 12:07
Ich bin seit 2009 kein Telekom Kunde mehr und werde es wohl auch nie wieder sein. Die Qualität der Leistung und der Service sind einfach unter aller Sau. Hier mitten in München musste ich alle paar Wochen bei der Technik anrufen und einen Ausfall von DSL anmahnen, meistens wurde dann der Port gewechselt. Oft gab es stundenlange Ausfälle, mehrfach ist auch die Vermittlungsstelle selber ausgestiegen, d.h. es war auch keine Telefonie möglich. Dazu kommen Details, die einfach nicht vorkommen dürfen - bei einem Tarifwechsel wurde jedes mal Fastpath und die Rufnummernübermittlung gestrichen, mehrfach wurde ich trotz Widerspruch auf einen Entertain-Vertrag (mit Receivermiete) umgestellt, trotz Dauerauftrag wurde zweimal nicht abgebucht und ohne Mahnung ein Eintrag in die Schufa vorgenommen, das brachte mir dann das Sonderkündigungsrecht nachdem ich mit der Presse gedroht habe.

Seit April 2009 bin ich nun mit dem Festnetz bei o2 (Wechsel in wenigen Monaten zu Vodafone wegen der drohenden Drossel, sowohl technisch als auch vom Service her aber deutlich besser als die Telekom).

Das Testsieger-Handynetz habe ich auf dem Diensthandy - die ganze Firma freut sich hier auf den angekündigten Wechsel zu Vodafone.

Die Telekom mag auf ganz Deutschland bezogen noch der Beste unter den Schlechten (Telekom-Infrastruktur, da ist Deutschland schon von einigen Balkanländern überholt worden) sein, ich will da jedenfalls nicht wieder hin. Ich möchte fürs Geld eine ordentliche Leistung und nicht ständigen Ärger.

von elchris - am 11.01.2015 21:34
Grosse Probleme u. a. in Berlin fuer Telekom-Kunden bei Festnetztelefonie, Internet und Entertain. Weiss jemand, was los ist? Unsere dienstlichen Leitungen waren sehr lahm, Telefon ging aber.

von PowerAM - am 04.12.2015 16:29
Gibt es noch echte analoge Anschluesse? Ich hatte im Umkreis von Kuendigungen gehoert, wenn man nicht auf VoIP umstellen lassen wollte.

Festnetztelefonie scheint zu gehen. Ein Nachbar kriegt mit Entertain keinen Connect mehr hin, Internet mit ~2 MBit kleckert noch aus dem Draht. Hatte schnell bei ihm 'nen Speedtest gemacht. Der nette aeltere Herr ist inzwischen ueber 70! Ich hab' ihm baw. 'nen Empfaenger fuer DVB-T geborgt. Ganz ohne Fernsehen ist's schon doof.

von PowerAM - am 04.12.2015 16:40
Ja. ISDN ist noch nicht abgeschaltet. Aber was ist ein "echter analoger Anschluß"? Spätestens an der DIV geht der ins digitale ISDN-Netz über. Das ist seit dem Ende der EMD-Wähler Mitte der 90er so. Das andere was ihr vielleicht meint könnte die IMS sein.

von Thomas (Metal) - am 04.12.2015 16:52
Wenn zwischen den Vermittlungsstellen inzwischen vieles (je nach Modernisierungsgrad der VSt alles?) über IP laufen sollte, würde das natürlich die Ausfälle bei Analog/ISDN erklären. Trotzdem peinlich, dass das Netz mausetot ist, weil denen der Authentifizierungsserver abkackt. Auf gut deutsch, nur weil ein einziger Server entscheidet, wer rein darf, geht gar nichts mehr. Sowas macht man doch redundant, oder waren das mal wieder die berühmten 0,1% Nicht-Verfügbarkeit, auf denen sich jeder Techniker ausruht und die immerhin 8 Stunden im Jahr ausmachen? Oder garantiert die Telekom diese nicht einmal Unternehmen, die mangels getrenntem Netz ebenfalls betroffen gewesen sind? In anderen Branchen dampft die Kacke, wenn keine 99,9% Verfügbarkeit im Vertrag stehen oder diese fahrlässig verfehlt werden!

Ich bin ja mal gespannt, mit welcher Vorlaufzeit meine Eltern vorgewarnt werden, dass ihr ISDN-Vertrag mit ADSL2+ in einen IP-Anschluss umgewandelt werden soll. Nicht dass eines Tages mein Handy klingelt und meine Eltern panisch berichten, dass alles komplett tot ist und sie von nichts wussten, weil keiner dran gedacht hat, dass so eine Vertragsänderung etwas größere Konsequenzen hat. An die von einem damals befreundeten Fachmann verbastelte Anlage bei meinen Eltern lasse ich auch keinen Telekomtechniker ran, da stelle ich den Ursprungszustand (Zweidrahtleitung ins Erdgeschoss) her und klemme eine zuvor im Mediamarkt gekaufte Fritzbox 7490 oder was es bis dahin gibt dran. Anders macht das für ein 2011 (?) angeschafftes ISDN-Telefon mit Schnurlosbasis und Faxweiche keinen Sinn.

von Hagbard Celine - am 04.12.2015 20:12
Habe ich als o2 Kunde eigentlich was verpasst?

von pomnitz26 - am 04.12.2015 20:47
Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Telekom einfach einen Anschluss auf VoIP umstellt, ohne dass das vom Kunden so gewünscht wurde. Das passiert nicht vor 2018 und selbst dann wird man vorher darüber informiert werden.

Zitat
pomnitz26
Habe ich als o2 Kunde eigentlich was verpasst?


Wohl eher nicht ;)

von DX OberTShausen - am 05.12.2015 06:15
Zitat

Das passiert nicht vor 2018 und selbst dann wird man vorher darüber informiert werden.

Hier im kompletten Landkreis wird man in der ersten Jahreshälfte, den genauen Termin hatte man bereits per Post bekommen, auf All-IP zwangsumgestellt. Das passiert aber nicht einfach so. Mein Nachbar hat mittlerweile schon den dritten Brief von der Telekom erhalten. Die Umstellung erfolgt übrigens automatisch. Möchte man nicht umgestellt werden muss man ausdrücklich widersprechen.

von Spacelab - am 05.12.2015 08:37
o2 meint doch immer alles hängt von der Telekom ab. Ohne die können wir nichts. Ich habe auch schon Basisstationen an Kabel BW gesehen.

Die Telekom dazu. Wenn die Basisstation mit o2 läuft muss es auch mit Telekom laufen. Erstmal kommen wir. Tatsächlich hatten sie eine Störung über Jahre.

Ich wäre sonst wahrscheinlich nicht da wo ich jetzt bin.

von pomnitz26 - am 05.12.2015 09:01
Was spricht denn an echten Gründen gegen ein IP-Netz was bis zum Teilnehmer rausgezogen wird und dort z. B. in der Fritzbox oder Speedport die Umsetzung zur analogen Telefonie gemacht wird? Und welche Technik verwenden andere Anbieter ;-) ? Und was macht die übrige Welt? Improvisieren natürlich wenn man arm ist. Aber wie soll denn ein professioneller (!! nix 3. Welt) Hard- und Softwaresupport aussehen wenn die Hersteller ein EOL ausrufen?

von Thomas (Metal) - am 05.12.2015 09:48
Ich hole den Thread mal vor. Denn in den letzten 2 Jahren hat sich schon einiges getan. Die Telekom baut überall aus und wenn alles glatt läuft, soll bis Ende 2019 in ganz Deutschland mindestens VDSL50 verfügbar sein. In den meisten Regionen sogar VDSL100. Zudem soll in der zweiten Jahreshälfte 2018 auch Super-Vectoring aktiviert werden, womit dann Geschwindigkeiten bis knapp 300 MBit/s erreicht werden können.
Das sollte jedem doch für die nächsten 10-15 Jahre locker ausreichen. Außerdem gibts bei der Telekom noch die Hybrid-Option, mit der man laut Telekom dann auf eine Gesamtgeschwindigkeit von ca. 550 MBit/s kommen kann.

Auf der Website www.telekom.de/schneller kann man sich ja immer auf dem Laufenden halten, ob ein Ausbau geplant ist.

Und jetzt zum Negativen:

Hier bei uns wird zur Zeit auch ausgebaut und laut den Zeitungsartikeln soll in der ganzen Stadt bald VDSL100 verfügbar sein (ab Ende Oktober). Die Realität wird allerdings anders aussehen und ich schaue mal wieder in die Röhre :(
Das Problem ist Vectoring im Nahbereich der Vermittlungsstelle. Ich wohne im Nahbereich, hab zur zeit VDSL25 und profitiere nicht vom Ausbau, weil der Nahbereich (noch) nicht ausgebaut wird. Obwohl es laut Gesetz nun erlaubt ist. Leider kann mir weder die Stadt noch die Telekom genaueres darüber sagen. Es ist auch sehr schwer, einen richtigen Ansprechpartner zu finden. Irgend jemand muss ja wissen ob 1.) schon ein Ausbau des Nahbereiches geplant ist, oder 2.) der Nahbereich sogar schon mit ausgebaut wurde/wird und nur noch "aktiviert" werden muss.

Gibt es hier jemanden, der gute Kontakte zur Telekom hat und sowas herausfinden könnte?

von DX OberTShausen - am 11.08.2017 13:41
Bei mir wird gar nichts ausgebaut, da meine Vermittlungsstelle nach IP-Umstellung bestehen bleibt, macht auch Keiner was, meine Cu-Leitung ist 3,7km lang, ich werde in 10 Jahren immer noch Schneckentempo haben, falle demnächst von 6M RAM mit ISDN auf 5J zurück. Kein Anbieter hat den Ausbau bei mir geplant, würde sofort wechseln, meine 800 MHz - LTE-Zelle ist abends auf Überlast, Hybrid ist daher Null Option für mich. Giagbit-Gesellschaft, dass ich nicht lache... . Und das soll hier eine Großstadt sein, auf dem Lande ringrum ist überall VDSL-Vectoring in Betrieb gegangen, hier ist Nichts geplant.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 11.08.2017 18:26
Solange es noch Orte wie Eisenschmitt gibt wo es überhaupt kein Handynetz gibt und nur 384er-DSL, soll man sich nicht beschweren. Und das obwohl es dort sogar mal einen Fernsehumsetzer gegeben hat.

von RheinMain701 - am 11.08.2017 18:54
Zitat
RheinMain701
Solange es noch Orte wie Eisenschmitt gibt wo es überhaupt kein Handynetz gibt und nur 384er-DSL, soll man sich nicht beschweren. Und das obwohl es dort sogar mal einen Fernsehumsetzer gegeben hat.


In Eisenschmitt ist doch VDSL50 verfügbar :confused:

von DX OberTShausen - am 11.08.2017 19:00
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