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Hagbard Celine, PowerAM, muniX, pomnitz26, Saarländer (aus Elm), DH0GHU, Mc Jack, Chief Wiggum, elchris, pete04

Erfahrungen mit LTE als Internetanschluss für daheim?

Startbeitrag von Hagbard Celine am 23.01.2015 19:31

Hallo,

ich dachte, vielleicht kann mir der eine oder andere hier etwas weiterhelfen. Ich plane einen Umzug in die Nähe meiner neuen Arbeitsstelle und stieß da leider auf ein kleines Problem. Vernünftige Versorgung mit DSL hat nämlich nur der Kernort der Gemeinde, und dort sind Wohnungen ziemlich rar. Der Rest ist zwar jetzt auch nicht so klein, aber eben zu weit weg von der Vermittlungsstelle, ihr kennt das Problem.

Im gesamten Landkreis wird derzeit kräftig VDSL (mit Glasfaser bis zum Kabelverzweiger) durch ein Konsortium zweier mittelständischer Firmen ausgebaut, bloß ausgerechnet in dieser Gemeinde nicht. Eine andere Firma hat nämlich behauptet, sie könnte das billiger machen, wenn sie eine Glasfaserleitung von E.ON anmietet und preiswerte Stichleitungen legt. Also hat sie die Ausschreibung angefochten und alles liegt erstmal auf Eis. In den Nachbarkommunen ist alles (demnächst) schön, aber da möchte ich ungerne hinziehen, weil die Fahrtzeiten per ÖPNV oft indiskutabel sind, man muss fast immer über Gießen fahren.

Resultat wäre, ich harre so lange mit einem LTE-Vertrag aus, bis der Rechtsstreit ausgesessen ist. Bevorzugt Call&Surf via Funk von der Telekom, weil ich dann ohne Kündigung in einen neuen Magenta-Tarif mit VDSL und VoIP wechseln kann. Man ist es als Dorfkind nicht anders gewohnt. Internet kommt von der Telekom, weil die anderen Anbieter keine eigenen Leitungen haben und das sorgt nur für Ärger, wenn die dann bei der Telekom betteln müssen.

Nun meine Frage:

Ich werde wahrscheinlich eher Gelegenheitsnutzer sein, durch meinen Vollzeitjob bleibt da eh nicht so viel Zeit übrig und so Sachen wie Netflix nutze ich nicht. Die Fritzbox im Elternhaus an DSL 16000 (ich könnte also, wenn ich will) meldet einen Verbrauch von 19 GB im Dezember und einen Verbrauch von 12 GB im Januar bis jetzt. Allerdings wäre mir eine zuverlässige Internetverbindung wichtig, in dem Sinne, dass es durchaus auch mal auf 1 oder 2 Mbit sinken darf, aber über Minuten und Stunden komplett ausfallen sollte es nach Möglichkeit nicht.

Würdet ihr sagen, dass ich problemlos auch mit LTE zurecht kommen würde? Oder ratet ihr mir davon grundsätzlich ab? Klar ist, dass ich dann in den betreffenden Orten keine Wohnung suchen dürfte, und das fände ich, was die restlichen Suchkriterien angeht, eigentlich sehr schade.

Antworten:

Ein Mobilfunktarif mit über 10GB zu finden ist sehr schwer und sehr teuer. Ich kann nur raten auf diese Grenze zu achten und zu fragen was danach kommt. Ich nutze seit Jahren o2 über Mobilfunk und das ausschließlich gleich mit 3 Handys. Die Nummer ist einmalig vergeben und ich kann mir einstellen welches Gerät wie oder gar nicht klingeln soll.

Es gab gerade bei o2 viele Tiefen. Auch LTE ist kein Allheilmittel und mit zunehmender Verbreitung wird das sicher noch langsamer. Wenn ich unsere 2000 Festnetzleitung ansehe wäre ich froh LTE daheim zu empfangen. Unterwegs sind UMTS und LTE recht zuverlässig, bei mir auf Arbeit klappt das auch recht gut. Abends sieht man doch deutlich wie die Nutzerzahl steigt die Geschwindigkeit reduziert wird. Gerade diese Woche hat mein Handy ein Netzwerkupdate bekommen, nun klappt es auch bei sehr schwachen Empfang deutlich besser. Der Vorteil bei Mobilfunk, fällt mal eine Zelle aus kann man das Handy auf die andere Seite stellen und eine andere Basisstation loggen. Ich finde das ganze trotzdem recht zuverlässig und würde nie 40€ für eine 2000er Festnetzleitung zahlen. Lieber Internet über Mobilfunk.

von pomnitz26 - am 23.01.2015 19:51
Zitat
pomnitz26
Ein Mobilfunktarif mit über 10GB zu finden ist sehr schwer und sehr teuer.


Darauf habe ich bereits geachtet. Bei Online-Beantragung kosten "Call&Surf via Funk" von der Telekom sowie "Zuhause LTE" von Vodafone 40 Euro für 15 GB oder 50 Euro für 30 GB. Das ist preislich hart an der Schmerzgrenze, aber ich würde es noch akzeptieren. Besser als DSL 2000 RAM für 30 Euro, wenn der Breitbandatlas nicht mal 1 Mbit verspricht. Ich fand Adressen im Ort (eine inserierte Mietwohnung) wo man gar kein DSL buchen kann. Das kommt eben davon, wenn ein Ort am falschen Ortsnetz hängt.

Im übrigen bietet ein regionaler Anbieter eine Art WLAN-Richtfunk an, mit semiprofessioneller Technik, NanoStations von Ubiquiti. Allerdings wäre da die Frage, ob und mit welchem Aufwand sich das in einer Mietwohnung realisieren lässt. Gut, LTE braucht je nach Viertel auch einiges an Aufwand, aber HSDPA geht überall problemlos. Wenn ich etwas Glück habe, kann ja mein Vermieter auch was empfehlen, was seiner Erfahrung nach vor Ort gut funktioniert. Es ist eine hügelige Gegend, da kann man das nicht pauschal für einen ganzen Ort sagen.

von Hagbard Celine - am 23.01.2015 21:42
Dafür hat doch die Telekom neulich erst den Hybrid Tarif ins Angebot aufgenommen?

http://ebs08.telekom.de/speedport-hybrid/?wt_mc=alias_1008_hybrid

Wenn die Leistung da nicht aus der Leitung kommt müsste LTE einspringen, zwar mit niedrigerer Prio als die Mobilfunknutzer aber das dürfte auf dem Dorf (sofern LTE verfügbar) eh kein Problem sein.

von muniX - am 23.01.2015 23:58
Davon habe ich bereits gelesen, allerdings gibt es das nur in einzelnen Bundesländern, Hessen gehört nicht dazu. Da hilft wohl nur abwarten. Angeblich soll es im Frühjahr deutschlandweit verfügbar sein, aber ich glaub nicht so wirklich dran. Sowieso tolle Logik von der Telekom, ein Angebot erstmal in ein paar Bundesländern zu "testen" und den Rest warten zu lassen.

Den frisch gemieteten LTE-Router (eigentlich Geldverschwendung, aber für Übergangslösungen wohl besser, die Teile sind sehr teuer) müsste ich dann gegen das noch teurere Hybrid-Modell tauschen. Im Wissen, dass auch das nur eine Übergangslösung sein wird. Der Breitbandausbau ist politisch gewollt, das Geld ist vorhanden und verplant, bloß die Mühlen der Justiz mahlen langsam.

Außerdem muss dafür ein DSL-Anschluss vorhanden sein, den die Telekom als IP-fähig ansieht, also meines Wissens DSL 384 mit erhöhter Reserve. Ursprünglich wurde bei den einschlägigen Quellen von DSL 2000 RAM ausgegangen. Ich schrieb ja schon, dass das nicht mal im ganzen Ort möglich ist.

von Hagbard Celine - am 24.01.2015 10:55
Wenn dir Internet doch so wichtig ist und es nur Probleme mit LTE usw. gibt, zieh dann doch erstmal doch in einen Ort mit gutem DSL Anschluss.
Fehlt noch ein Auto zum Pendeln, aber das sollte doch auch kein Problem sein?

von Chief Wiggum - am 24.01.2015 11:32
Ich sage es mal so. Es geht bei dem Umzug nicht nur um mich selbst, sondern auch um meine Freundin, jetzt ist es raus. Ich hoffe, dass es kein Problem wäre, weil meine Freundin (wegen wahrscheinlichem Wochenend- bzw. Schichtdienst) genauso ein Auto brauchen könnte, und zwei Autos unterhalten und mit ihnen pendeln geht schon ziemlich ins Geld. Besser, man überlegt sich vorher, ob man sich die Wahl lässt oder ob man es drauf ankommen lässt. Alleine die Autoversicherung ist ja ziemlich teuer, wir hatten beide noch keine Autos auf unseren Namen laufen, obwohl wir Mitte 20 sind. Die mangelnde Fahrpraxis käme noch dazu.

von Hagbard Celine - am 24.01.2015 14:45
Sehe da grundsätzlich kein Problem sowas dauerhaft und flächendeckend anzubieten. Bei gut erschlossenen DSL Leitungen wird eh kaum was über LTE transportiert, bei schlechter kabelgebundener Versorgung wird LTE auch nicht so viele Nutzer haben dass dort etwas voll läuft.

Mini DSL also 384er wird aber wohl schon Voraussetzung sein, wenn IP-basiert verlangt wird.

von muniX - am 24.01.2015 15:04
Bei mir ist LTE schon sowas wie ein zweiter Heimanschluss. Mit Congstar und 3GB/Monat übernimmt der Anschluss schonmal den einen oder anderen Upload per WLAN-Tethering. Grundsätzlich käme ich mit 3Gb so halbwegs über die Runden, wenn ich Verzicht üben würde.
Was die Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit betrifft, da würde ich unserer Zelle fast schon Bestnoten geben. Meine Zelle ist aber nicht Deine, deshalb ist die Beobachtung faktisch wertlos. ;)
Wenn es aber um's Grundsätzliche geht: Ja, das sollte für einen gewissen Zeitraum schon funktionieren, sofern die Verfügbarkeit gewährleistet ist.

von Mc Jack - am 24.01.2015 20:50
So sah es gestern Abend aus.
[attachment 4423 wp_ss_20150124_0003.png]

von pomnitz26 - am 25.01.2015 10:59
Zitat
Mc Jack
Bei mir ist LTE schon sowas wie ein zweiter Heimanschluss. Mit Congstar und 3GB/Monat übernimmt der Anschluss schonmal den einen oder anderen Upload per WLAN-Tethering. Grundsätzlich käme ich mit 3Gb so halbwegs über die Runden, wenn ich Verzicht üben würde.
Was die Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit betrifft, da würde ich unserer Zelle fast schon Bestnoten geben. Meine Zelle ist aber nicht Deine, deshalb ist die Beobachtung faktisch wertlos. ;)
Wenn es aber um's Grundsätzliche geht: Ja, das sollte für einen gewissen Zeitraum schon funktionieren, sofern die Verfügbarkeit gewährleistet ist.


Altkunde mit Laufzeitvertrag, oder wieso lässt man dich in LTE?

Habe selbst Congstar Prepaid mit 200mb, mein Althandy ein Galaxy S3 schafft es aber immer nach ein paar Neustarts der Datenverbindung in eine Bandbreite von 8mbit (ungedrosselt sind es nur 7,2), dadurch verbrauche ich so 5-8GB. LTE gibts aber leider damit nicht.

von muniX - am 25.01.2015 17:08
Dieser dreiste Telekomtarif mit LTE-Bundle wird erst ab 3000kbit/s im Downstream angeboten, also für schon ausreichend versorgte Gebiete.

LTE als Technik ansich funktioniert gut, stabil und sehr bandbreitenschonend, eigentlich...

Im Dorf bei der Familie sind ja ebenso von moderner Infrastruktur ausgeschlossen, Kabel gibt es nicht und die Telekom Telefonleitung bringt 56k/ISDN, vor einem Glasfaser-Vollausbau ist hier auch keine Änderung in Sicht. Wir benutzen daher alle (22 Häuser, davon 17) Vodafone LTE von unserem großen Dorfmast - die Telekom hätte auch LTE, allerdings geht das nur mit Aussenantenne, ausserdem wollen wir ein Zeichen gegen die Telekom setzen, mit unserer Forderung, dass die Telekom ihre Verteiler abbauen muss sind wir leider gescheitert. Zur Hauptzeit, gerade wenn die Dorfjugend (jawoll, es gibt sie) abends online ist, geht die Datenrate merklich runter - von versprochenen 50mbit (wir haben den Tarif mit max. 7,2mbit) sind dann meist nurnoch 3-6 übrig. Doch das ist nur einen Teil des Monats so.

Den anderen Teil des Monats läuft man, je nach Tarif (wir haben maximal 5GB - der größte Tarif hätte 30GB inkludiert) mal früher, mal später, in die Drosselung - das sind dann schicke 384kbit/s, der sonst anständige (30-50ms) Ping geht dann auch in die Tausender.

Fazit:

Technisch gesehen würde ich dir, wenn es unbedingt ein Ort ohne vernünftiges Internet (DSL ab 16mbit, Kabel usw.) sein muss zu Vodafone LTE raten, das läuft bis zur Drossel durchaus gut. Auf keinen Fall die scheiss Telekom für ihre Untätigkeit mit deren LTE Tarif belohnen! Ansonsten rate ich natürlich von einem Zuzug in so eine Gegend ab, ich weiss nicht, welchen Wert das Internet in eurem Haushalt hat, aber mit LTE und der Drosselung wirst du nicht mehr große Freude an YouTube, Mediatheken, Softwaredownloads oder Skype haben...

Wenn du magst kannst du mir per PN mal die genaue Adresse eines Wohnungsbeispiels senden, ich kann ins Vodafone System schauen was bei da so anliegt - die Telekom stellt sich da öfters selten dumm an und will nicht höher Schalten obwohl es funktionieren würde.

von elchris - am 25.01.2015 18:47
Einen kleinen Tip habe ich noch:

Probier am besten erst einmal vor Ort aus, welche Anbieter dir überhaupt eine gescheite LTE Anbindung bieten und teste mit Prepaidkarten den Empfang, Datenrate und den Ping.

Falls bei dir LTE von E-Plus verfügbar ist könnte folgendes Angebot für dich interessant sein:

http://www.telefon-treff.de/showthread.php?s=&threadid=542779

http://www.telefon-treff.de/showthread.php?s=&threadid=567382

von pete04 - am 28.01.2015 07:46
Falls Vodafone in Betracht kommt, dann frag' entweder nach geborgter Technik zum Ausprobieren oder vereinbare ein kurzfristiges Sonderkuendigungsrecht, sofern die gemachten Versprechungen nicht realisierbar sind.

von PowerAM - am 28.01.2015 08:34
Meine Congstar-Karte liefert bei einem kleinen Gang durch den ansonsten bevorzugten Ort (Pohlheim-Garbenteich) selten mal 1-2 Balken 4G, meistens H+ mit meist etwa 3 von 4 Balken. Der Empfang meines S4 Mini ist aber auch nicht der allerbeste. Einen Speedtest habe ich nicht gemacht, es wäre vielleicht einen Versuch wert. Allerdings ist die Empfangssituation in diesem hügeligen Ort mit Sicherheit sehr verschieden, und die Congstar-Karte ist auf 7,2 Mbit down/2 Mbit up oder sowas gedrosselt.

Bei Vodafone wird es vermutlich nicht besser sein - die Netzabdeckungskarte zeigt, dass LTE überall nur outdoor verfügbar ist. Die Threads im Telefon-Treff zu diesem E-Plus-Kram lesen sich irgendwie, als wäre das Angebot tatsächlich schon vergriffen - außerdem befindet sich die nächste LTE-Zelle laut der ebenfalls zu findenden inoffiziellen Abdeckungskarte im knapp 10 km entfernten Gießen. Und mit etwas Pech geht die Luftlinie durch den Schiffenberg, 50 Meter höher als die Umgebung. Sorry, aber gerade wegen Frickelkram habe ich mit LTE solche Bauchschmerzen, da kann ich das nicht durch mehr Frickelkram austauschen. Meine Sorge ist eher die Stabilität und Geschwindigkeit als das Volumen.

LTE von O2 ist übrigens gar nicht verfügbar, HSDPA von O2 jedoch ziemlich gut versorgt. HSDPA von E-Plus genauso.

Geld spielt eh keine Rolle, weil durch diese Wohnortwahl sowieso deutliche Einsparungen möglich wären, weil es sehr nah an meinem Arbeitsort ist und auch recht gut daran angebunden. In den Sommermonaten könnte ich sogar mit dem Fahrrad fahren. Aber wenn ich keinen gescheiten Internetzugang hinbekomme, bin ich mich nur am Ärgern.

@PowerAM: Ich bin am Hadern, ob ich die Telekom oder Vodafone bevorzuge. Magenta Hybrid würde ich wahrscheinlich eh nicht bekommen, es sei denn, die Telekom baut dort LTE aus, weil der Hybrid-Router ausschließlich (!) 4G kann. Später soll es dort irgendwann ein an die Telekom vermietetes Netz geben, es sei denn, der klagende Wettbewerber erhält den Zuschlag und lässt keine Fremdkunden ins Netz, dann sitze ich eh erstmal auf meinem Vertrag.

von Hagbard Celine - am 28.01.2015 08:48
Man kann sich fuer den Fall der Nichtlieferbarkeit auch ein Sonderkuendigungsrecht zusichern lassen. Das wuerde ich bei solch wackeligen Anliegen ohnehin machen. Dazu sollte man das tunlichst nicht online oder im Callcenter bestellen, da dort Zusatzvereinbarungen selten eintragbar sind, ggf. im Zweifelsfall abgestritten werden und dann gilt der Vertrag wie laut hinterlegten AGB abgeschlossen. Der VF-Shop vor Ort oder ein T-Punkt kann Zusatzvereinbarungen treffen, beispielsweise eine Erprobungsphase als Vereinbarung in den Vertrag aufnehmen.

von PowerAM - am 28.01.2015 09:31
Herrlich. Gerade ausprobiert, weder LTE Zuhause von Vodafone noch Call&Surf via Funk von der Telekom sind in verschiedenen Gebieten von Pohlheim-Garbenteich buchbar. Nur DSL 2000 RAM, sehr wahrscheinlich mit Light-Profil.

Wie soll man da im Voraus eine Wohnung besichtigen und sich dafür entscheiden, wenn es anschließend um Verhandlungen im T-Punkt bzw. Vodafone Shop geht? Der Vermieter wird auch nur mit den Schultern zucken und sagen, dafür, dass es nur DSL light gibt, kann er auch nichts. Das Relais für die WLAN-Funklösung ist ein kleiner Rundstrahler auf dem Dach eines etwas erhöht liegenden, zweistöckigen Hauses. Das bringt es jetzt auch nicht wirklich, bin ja kein Hauseigentümer, der sich einfach mal so ne Antenne aufs Dach montieren lassen kann.

Warum ich das Geschiss mache? In Garbenteich sind massenhaft Wohnungen frei (man rate warum) und der Ort ist auch ziemlich gut an den ÖPNV angebunden. Ansonsten habe ich die Wahl zwischen zwei LTE-versorgten Käffern, wo ich aber für jeden Scheiß mit dem Auto fahren kann, ein Kaff mit DSL 2000 bis 6000, wo ich immerhin den grundlegenden Bedarf im Ort kriege, meinem Arbeitsort selbst, wo aber nix frei ist - und ansonsten mindestens 45 Minuten Fahrtzeit, falls ich nicht mit dem Auto fahre.

EDIT: Ganz vergessen - und einem 2000-Seelen-Dorf, wo ich für alles in meinen Arbeitsort müsste und die Anbindung jetzt nicht ganz so super ist, das von der Telekom selbst aber mit 50 Mbit ausgebaut wurde...

von Hagbard Celine - am 28.01.2015 10:11
HSDPA geht auch nicht?

von PowerAM - am 28.01.2015 11:00
HSDPA geht hervorragend, von allen vier Netzen. Allerdings kann ich bei ausschließlicher Verfügbarkeit von HSDPA eben weder Call&Surf via Funk von der Telekom noch LTE Zuhause von Vodafone buchen. Dann gibt es nur Mobiltarife mit kümmerlichem Datenvolumen, oberhalb von 10 GB geht da überhaupt nichts.

Einzigste Hoffnung überhaupt: Ich habe herausgefunden, dass die Telekom die Buchung von Call&Surf via Funk genau dann zulässt, wenn LTE laut der Karte indoor versorgt ist. Und das ist etwa im halben Ort der Fall, allerdings an keiner der 3 bisher geprüften Adressen, deshalb fiel mir das nicht auf. Da bräuchte ich aber verdammt viel Glück.

von Hagbard Celine - am 28.01.2015 11:12
Brauchst du die mehr als 10 GB denn? Falls ja, wozu?

Ich kann dir nur ans Herz legen, dich in die oertlichen Repraesentanzen der Netzbetreiber zu begeben und deine Wuensche vorzutragen. Wie ich etwas weiter oben bereits schrieb, lassen sich Zusatzvereinbarungen durchaus zum Vertragsbestandteil machen. Und sollten sie tatsaechlich nicht liefern koennen, was sie dir zugesichert haben, dann kommst du wenigstens schadfrei aus dem Vertrag heraus.

von PowerAM - am 28.01.2015 11:26
Naja, ich würde sagen, unter 10 GB wird es wirklich richtig knapp. Das würde dann bedeuten, kein gelegentliches YouTube und gar nichts. Ich bin schon die Preislisten sämtlicher Anbieter am Wälzen, finde so abstruse Optionen wie die CombiCard Mobile Data Zuhause, wobei ich dann meinen Congstar-Vertrag auf T-Mobile portieren lassen müsste. Und naja, der Internetvertrag ist da immer noch eine geringere Sorge als der Mietvertrag...

von Hagbard Celine - am 28.01.2015 11:42
Zitat
Hagbard Celine
HSDPA geht hervorragend, von allen vier Netzen. Allerdings kann ich bei ausschließlicher Verfügbarkeit von HSDPA eben weder Call&Surf via Funk von der Telekom noch LTE Zuhause von Vodafone buchen.


Das ist aber seltsam. Ich habe vor 3 Jahren den kleinsten Tarif Call & Surf via Funk S per Hotline gebucht, damals noch mit UMTS Router. Und bis heute gibt es bei mir noch keine LTE indoor Versorgung. Da dürfte die Telekom sich doch nicht querstellen, denn angeboten wird es in meinem Gebiet mangels DSL Versorgung weiterhin. Und ich kriege fast immer 4 - 5 Mbit/s.
Ob man mit 10 GB Highspeedvolumen auskommt, ist bei 2 Personen aber schon fraglich.
Mir alleine reichen normalerweise 3 GB zum Surfen und für ein bisschen Youtube. Hab aber neulich u.a. viel mit Linuxinstallationen etc. rumgespielt. Mit den ganzen runtergeladenen Images komme ich nun auf 20 GB und bin froh, dass die Telekom mir nach dem Flatrate-Urteil noch 30 GB Highspeedvolumen draufgegeben hat.
Wer aber jetzt bucht, kriegt das nicht mehr, da er 'weiß', dass Flatrate nicht Flatrate ist. :rolleyes:

von Saarländer (aus Elm) - am 29.01.2015 10:50
Für den Fall (Huch, das Volumen ist vor dem Monat zuende) würde ich mir einen Prepaid-Vertrag als backup hernehmen.
Zumindest sieht man nun mal schön, wie unrealistisch diese "alles mobil" Träumerei ist. Die Provider können garnicht anders. Sonst sind schnell mal 50 Nutzer in einer Zelle am HD-Video-Streamen, was dann selbst bei LTE-Advanced (bis zu 300 Mbit/s Downstream) die Zelle in den Anschlag fährt.
Momentan versorgt eine einzelne LTE-Zelle locker einige 1000 Haushalte. Man muß also zwangsweise den Spaß für alle Dinge verderben, die dauerhaft mehr als einige 100 kbit/s Transferrate verursachen. Sonst schaffen die Leute ihr Festnetz ab und surfen über WLAN-Tethering mit dem LTE-Vertrag.

von DH0GHU - am 29.01.2015 11:40
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