Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
OT-Forum
Beiträge im Thema:
19
Erster Beitrag:
vor 3 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 3 Jahren, 4 Monaten
Beteiligte Autoren:
PowerAM, Bolivar diGriz, pfennigfuchser, Chief Wiggum, CBS, Starsailor001, Spacelab, hegi_ms, Peter Schwarz, zerobase now, DLR-Fan Sachsen-Anhalt, Jens1978

''Ben Wettervogel'' tot, wahrscheinlich Selbstmord

Startbeitrag von PowerAM am 03.02.2015 11:34

Wie u. a. BILD.de berichtet, soll sich der 53-jaehrige Diplom-Meteorologe am Montagnachmittag in seiner Wohnung erschossen haben. Bis 2014 konnte man ihn regelmaessig im Morgenmagazin von ARD und ZDF als "Ben Wettervogel" sehen, dann wurde der Vertrag beendet.

Antworten:

Wer nicht auf einen so unanständigen Link klicken will, woanders steht es auch schon: http://www.rp-online.de/panorama/leute/ben-wettervogel-zdf-wettermoderator-ist-tot-aid-1.4845326

von Bolivar diGriz - am 03.02.2015 14:04
Ich hatte mich schon gewundert, dass ich ihn in letzter Zeit nicht mehr im ZDF-Morgenmagazin gesehen hatte. Warum hatte das ZDF die Zusammenarbeit im vorigen Jahr beendet, weiß das jemand?

Ruhe in Frieden

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 03.02.2015 14:10
Genau das habe ich mich auch gefragt. Hab nur gemerkt, dass seit Januar diesem Jahr so ein junger morgens beim ZDF immer da ist. Sehr traurig das ganze.

von Jens1978 - am 03.02.2015 18:51
Ehrlich gesagt stammelte er ja immer wieder beim Wetter herum. Aber er hatte eine sympathische Art, die ich an ihn mochte. Eben Kind aus dem Ruhrpott. Die jetzigen Wettermoderatoren sind übrigens nicht besser. Es gibt/gab auf Facebook sogar ein Ben Wettervogel Hasser Account, das fand ich total übertrieben.

Ich denke, dass man solche Fälle durchaus mal in der Öffentlichkeit diskutieren sollte. Es gibt viel mehr Menschen, deren Job nun das Wichtigste im Leben ist und in starken Depressionen fallen, wenn sie gekündigt werden (oder eben der Vertrag nicht verlängert wird).

Ruhe in Frieden Ben Wettervogel

von pfennigfuchser - am 04.02.2015 04:41
Es könnte sein, dass diese Depressionen schon vorher da waren und sie zur Kündigung führten:

http://www.focus.de/kultur/kino_tv/vom-zdf-gekuendigt-freundin-erklaert-den-tod-von-ben-wettervogel_id_4451576.html

Sympathisch war er. So etwas ist traurig, das stimmt. Viel trauriger machen mich aber andere Geschichten, wie wenn Kinder involviert sind: http://www.20min.ch/schweiz/news/story/31658040 oder http://www.badische-zeitung.de/lenzkirch/fall-alessio-antworten-auf-wichtige-fragen-stehen-aus

von CBS - am 04.02.2015 08:29
Hast du den Link zu Focus selber nicht gelesen? Offenbar nicht, denn dann wüsstest du:

1. Ben Wettervogel hatte ein Alkoholproblem, und es wurde auch nach einer Kur nicht besser. Sogar während der Arbeit hatte er getrunken.

2. Das ZDF hatte ihn deswegen von der Arbeit freigestellt, bzw nach Auslaufen des Vertrages ihn nicht mehr verlängert. (Was man dem ZDF nicht übel nehmen kann.) Ob er nun an Depressionen litt und seit wann, spielte bei dieser Entscheidung keine Rolle. Es geht einfach nicht, dass da jemand betrunken vor der Kamera steht.

Sehr, sehr schade ist es trotzdem. Ich kenne Ben Wettervogel noch aus den 1980ern von SWF3 und mochte seine sympatische und dennoch kompetente Art sehr. Ein tragisches Schicksal. Sehr oft sind es gerade die nach außen immer fröhlich wirkenden Menschen mit den größten Problemen. Ich denke da an den ähnlichen trageischen Fall Robin Williams im letzten Jahr.

von Bolivar diGriz - am 04.02.2015 13:06
Zitat
Bolivar diGriz
Ich kenne Ben Wettervogel noch aus den 1980ern von SWF3 und mochte seine sympatische und dennoch kompetente Art sehr. Ein tragisches Schicksal. Sehr oft sind es gerade die nach außen immer fröhlich wirkenden Menschen mit den größten Problemen. Ich denke da an den ähnlichen trageischen Fall Robin Williams im letzten Jahr.


Vollste Zustimmung. :spos:

von zerobase now - am 04.02.2015 13:12
Zitat
Bolivar diGriz
Hast du den Link zu Focus selber nicht gelesen? Offenbar nicht, denn dann wüsstest du:

1. Ben Wettervogel hatte ein Alkoholproblem, und es wurde auch nach einer Kur nicht besser. Sogar während der Arbeit hatte er getrunken.

2. Das ZDF hatte ihn deswegen von der Arbeit freigestellt, bzw nach Auslaufen des Vertrages ihn nicht mehr verlängert. (Was man dem ZDF nicht übel nehmen kann.) Ob er nun an Depressionen litt und seit wann, spielte bei dieser Entscheidung keine Rolle. Es geht einfach nicht, dass da jemand betrunken vor der Kamera steht.


Warum gehst Du mich so unverschämt an? :sneg:

Selbstverständlich habe ich den Artikel gelesen und genau an Deine 2 Punkte gedacht. :p

Wenn Du diesen Thread durchliest kannst Du vielleicht feststellen, dass pfennigfuchser Depressionen ins Spiel brachte nachdem man gekündigt wird. Dagegen spricht aber der von mir verlinkte Artikel. Warum gab es ein Alkoholproblem? Vielleicht wegen Depressionen? Keine Ahnung! Daher vielleicht auch mein Formulierung im Konjunktiv. Und selbst wenn? Ich erleuchte Dir meinen ungeschriebenen Gedankengang: Vielleicht Depressionen, daher vielleicht ein Alkoholproblem?

Ich habe aber aus Deiner Reaktion wieder gelernt, dass man lieber ganz gezielt manche Gedankengänge aufschreiben muss, um nicht mit eigenem Wissen erschlagen zu werden, dass man nur nicht Aussprach weil man davon ausgeht, der Leser kann den Inhalt eines direkt vorangegangenen Posts bezugsmäßig auf den folgenden Übertragen.

Deinem letzten Abschnitt kann ich zustimmen (obwohl, hatte das auch selbst schon geäußert), aber Deine Einleitung bleibt unverschämt.

von CBS - am 04.02.2015 15:26
Ich gehe dich nicht unverschämt an. Aber deine Gedankengänge solltest du schon hinschreiben, damit man sie versteht. Du stellst eine Frage, lässt sie offen im Raum stehen, und gibst danach selbst einen Link mit der richtigen Antwort. Das wirkt schon sehr seltsam.

von Bolivar diGriz - am 04.02.2015 17:45
Ich habe herausgelesen, dass er alkoholkrank war. Was widerspruechlich ist fuer mich, zu welchem Zeitpunkt er in Therapie gegangen ist. Das ZDF hat ihn vermutlich wegen den Alkoholproblems zunaechst aus dem Scheinwerferlicht genommen.

Von oeffentlichen-rechtlichen Arbeitgebern kenne ich es eigentlich so, dass Sanktionen gegen Alkoholkranke nicht eingeleitet werden, wenn sie sich selbst stellen und ein Therapieangebot annehmen. Geht das erfolgreich aus, dann kann alles vergleichsweise schadfrei ausgehen. Bei einem Rueckfall oder wenn ein Unfall bzw. eine grobe Pflichtverletzung den Alkoholismus offenlegte, verstehen auch oeffentlich-rechtliche Arbeitgeber keinen Spass und lassen Betroffene wie die sprichwoertliche heisse Kartoffel fallen.

Verschiedene Quellen berichteten von einem Rueckschlag. Wahrscheinlich erscheint mir, dass sich das ZDF darauf von ihm getrennt hatte und eben den Vertrag nicht verlaengerte.

Nun sollte man eigentlich Selbstmorde nicht oeffentlich auseinandernehmen. Ich moechte nur fuer mich zusammenfassen, dass fortgeschrittener Alkoholismus, die Veranlagung zu Depressionen und das Zusammenbrechen des vermeintlichen Lebenswerks vor den eigenen Augen den Weg in die Einsamkeit und damit den Entschluss zum selbstgewaehlten Lebensende bereitet haben.

Auch wenn er bei Fachkollegen und Zuschauern umstritten und laengst nicht ueberall beliebt war, so steckte m. E. eigentlich ein nicht freigelassenes Schauspieltalent in ihm, das moeglicherweise auch als Moderator eine gute Persoenlichkeit abgegeben haette. Schade, dass es sich wohl nie darstellen durfte.

Moege er seinen Seelenfrieden finden.

von PowerAM - am 04.02.2015 18:20
Fakt ist, dass das ZDF Ben Wettervogel ziemlich abserviert hat, so dass auch die Zuschauer fragten, warum er nicht zu sehen ist. Einige Wochen später hieß es nur, dass er dem Moma nicht mehr angehören würde. Dennoch wusste niemand, was mit ihm war.

Ob es nun Alkoholprobleme oder Depressionen oder sogar beides war: Gerade ein öffentlich-rechtlicher Arbeitgeber hat so einen Menschen, auch wenn er rückfällig wurde, zu helfen und ihn nicht im Stich zu lassen, so dass es für solche Menschen noch schlimmer wird. Ein Alkoholproblem ist nun einmal eine Krankheit und das sollte auch so behandelt werden. Ich kritisiere hier mal das ZDF, was sich nicht vorbildlich verhalten hat (ist keine Schuldzuweisung auf seinen Selbstmord).

von pfennigfuchser - am 06.02.2015 03:10
Ist das ZDF die Wohlfahrt?

von Chief Wiggum - am 06.02.2015 08:48
Nein, das wahrlich nicht. Es ist als Arbeitgeber mittlerweile genauso skandalös wie der Großteil der anderen öffentlich-rechtlichen Arbeitgeber. Da werden Journalisten mit Volontariat und abgeschlossenem Studium mit befristeten Verträgen als freie Mitarbeiter abgespeist, Pensum 10 Tage im Monat, damit man um alle Auflagen (Sozialversicherung...) rumkommt. Die Leute dürfen sich dann noch einen zweiten Arbeitsplatz suchen, um über die Runden zu kommen. Da pendelt dann einer mitunter zwischen München und Köln oder zwischen Frankfurt und Berlin. Und das finanziert durch Gebührengelder. Das ist ein handfester Skandal und gehört geahndet.

Meine Vermutung: Benedikt Vogel hatte noch einen alten Vertrag. Dann hat man einen Grund gefunden, ihn zu kündigen (Alkoholproblem oder was auch immer...) und hat es getan. Und der Nachfolger hat mit hoher Wahrscheinlichkeit einen für das ZDF günstigeren Vertrag. Letztendlich ist alles nur Mutmaßung...lassen wir den Wettervogel in Frieden ruhen. Das ZDF ignoriere ich ohnehin weitgehend. Allenfalls seine Spartenableger finden gelegentlich meine Gnade.

von Peter Schwarz - am 06.02.2015 09:53
Der Begriff "Selbstmord" ist zwar immer noch allgemeiner Sprachgebrauch, aber im Zusammenhang mit einer Krankheit unangemessen. vgl. Wikipedia:

"Das Wort Suizid wird vor allem in der wissenschaftlichen und der medizinischen Sprache verwendet. Es gilt als sprachlich neutral; ebenso der Begriff Selbsttötung. Selbstmord kann als tabuisierend, stigmatisierend und/oder kriminalisierend aufgefasst werden; Freitod als heroisierend. Im Alltag wird meist der Begriff Selbstmord verwendet."

von hegi_ms - am 06.02.2015 12:46
Interessanter Bericht im Hamburger Abendblatt:

""Jeder 100. Todesfall ist ein Suizid.

In Deutschland sterben mehr Menschen durch Suizid als durch Verkehrsunfälle, Mord und Totschlag, illegale Drogen und Aids zusammen. Hamburg konnte 2012 einen leichten Rückgang verzeichnen.""

Artikel: http://www.abendblatt.de/ratgeber/wissen/article123801096/Selbstmordrate-Jeder-100-Todesfall-ist-ein-Suizid.html


+++++++++++++++++++++++++

von Starsailor001 - am 08.02.2015 15:26
Kann man das nicht verbieten?

von PowerAM - am 08.02.2015 18:40
Ist doch.
Nur verhindern kann man es nicht.

von Chief Wiggum - am 08.02.2015 22:25
Also hier über das ZDF und seine Geschäftsgebaren herzuziehen obwohl keiner von uns auch nur annähernd weiß was da wirklich passiert ist, ist schon ziemlich daneben. Wenn der vor seinem Auftritt erstmal mit Wodka oder Jacki gegurgelt hat und eventuell deshalb manchmal so fahrig war, dann wäre er bei mir auch raus geflogen. Es gibt halt Sachen die gehen einfach nicht. Schon gar nicht in der breiten Öffentlichkeit des Fernsehens. Vielleicht hat dieser Vogel seinem Chef auch im Vollsuff ans Auto gepinkelt. Oder er wurde von jemand übereifrigem quasi im vorauseilendem Gehorsam gefeuert. Wir wissen es halt nicht. Und deshalb sollte man sich auch mit Anschuldigungen, egal gegen wen, etwas zurückhalten.

von Spacelab - am 09.02.2015 09:45
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.