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Blitzschäden

Startbeitrag von Kohlberger91 am 08.06.2015 09:00

Bei uns ist seit Samstag, dank Gewitter, die Hölle los...
Ein Blitzschaden nach dem andern und jetzt ist wieder gerade ein Superzelle unterwegs in Bayern.
Bei einen in Bad Kötzig hab ich gestern erst eine FritzBox ausgetauscht und hat diese hat gerade wieder erwischt. :angry:

Besonders Gefährtet sind die, die noch eine überirdische Telefonleitung haben und auch in Zukunft keine unterirdische bekommen.

Bei mir in Kohlberg ist gerade Gewitter technisch ruhe, aber in Raum Cham gehst gerade richtig los. Ich kann jetzt FritzBoxen, Speedboxen bestellen ohne ende. :D
Internet ist für die meisten nicht mal zu schlimm, aber da ich die meisten auf IP umgestellt habe (bevor die Kundschaft es selber tut), haben jetzt auch kein Festnetztelefonie und teilweiße kein Handyempfang mehr (die Handymasten, sind teilweise auch offline).

Für meinen Teil hoffe ich, das ich noch weile mein alten analogen Anschluss behalten kann, Bei mir wäre es ne Katastrophe , wenn ich durch einen Blitzschaden dank ip nicht mehr für meine Stammkunden erreichbar wäre. Ich hänge Telefotechnisch ja leider auch überirdische an.

230/400V technisch sind wir seit 1981 aber unterirdisch, aber auch nur weil damals über die Freileitung der Blitz ins Haus kam. zum Glück ist keinen was passiert und laut Vater bzw. dem Sachverständigen, war es ein kalter Blitz. Also nix mit Faradayschen Käfig bei ätern Häusern mit alten Elektroinstallation. Und das obwohl damals schon ein Biltzableiter am Dach war. Schult war die Oberleitung, die damals noch aus Holz bestand und somit nicht geredet waren waren und die Elektroinstallion die aus denn 40er Jahren stammte (nuller-system, bzw. nur 2 Ader L (Schwarz) und N-Leiter (Grau)). Das einzige was zum damaligen Zeitpunk geredet war, war das Röhrenradio in der Küche, das mit der Wasserleitung verbunden war.
Der Blitz ist laut Vater (ich war ja noch nicht geboren) aus denn Steckdosen raus, über die Decke zum Radio gewandert und von dort in die Wasserleitung. Wäre dort einen gestaden, hätte er tot sein können. Der Schaden würde von der OBAG (heute e-on) bezahlt und haben darauf hin ihre Stromleitung bei uns komplett auf unterirdisch umgestellt, sowie die kosten der Elektroinstallation übernommen. Womit wir es seit 1981, ein TT- System mit 0.5mA FI, Leitungsschutzschalter L16A, statt Schmelzsicherungen sowie NYM-J Leitungen haben. ;-)

Teilweise sind aber auch noch alte Steckleitungen im Betrieb, die einfach auf die neue Verteilung aufgekemmt würden, womit Masche Steckdosen heute noch keinen PE haben. Die haben damals den Blitzeinschlag überlebt haben.

Ich hab also ein Mix aus:
Steckdosen bzw. Stromkreise ohne Erdung (Schwarz/Grau)
Steckdosen bzw. Stromkreise mit Erdung aber mit alter Leitung (Schwarz/Grau/Rot, PE=Rot) (Es würden nur die Steckdosen damals getauscht)
Steckdosen bzw. Stromkreise mit Erdung aus NYM-J Leitungen (Schwarz-Blau-Gelb/Grün) (wahrscheinlich, weil dort der Blitz, die alten Steckleitungen dort unbrauchbar machte, sonst wäre wohl auch nur die Steckdosen ausgetauscht würden.

und auch ein wilden Mix an Steckdosensytem (das teilweiße im selben Raum). Gut find ich das allerdings nicht, war wohl damals aber zulässig :rolleyes:

Antworten:

Steckdose ohne PE aus denn 40er/50er???
[attachment 5228 IMG_20150608_103438800x782.jpg]

Nachgerüste Steckdose, mit nachgerüsten PE-Leiter (gelb/grün)
[attachment 5229 IMG_20150608_103403.jpg]

von Kohlberger91 - am 08.06.2015 09:02
Schalter und Installation aus dem 30ern (Flur 1.OG)
[attachment 5230 IMG_20150608_103340326x800.jpg]

Schalter 90er & 80er (Flur EG)
[attachment 5231 IMG_20150608_103321800x382.jpg]

von Kohlberger91 - am 08.06.2015 09:06
Steckdosen aus jeden Jahrzehnt (Wohnzimmer, Küche, Schlafzimmer)
[attachment 5232 IMG_20150608_103720800x4502.jpg]
Aufpuz neben unterputz :rolleyes:
[attachment 5233 IMG_20150608_103304.jpg]

von Kohlberger91 - am 08.06.2015 09:34
Bei Gewitter trennt man elektronische Geräte vom Strom. Internetgeräte (Router) zusätzlich von der Festnetzleitung. Das minimiert Schäden durch Überspannung enorm.

von Felix II - am 08.06.2015 10:35
Und nun?

von WiehengeBIERge - am 08.06.2015 10:53
Zitat
Felix II
Bei Gewitter trennt man elektronische Geräte vom Strom. Internetgeräte (Router) zusätzlich von der Festnetzleitung. Das minimiert Schäden durch Überspannung enorm.


macht nur leider fast keiner und viele glauben sogar, das Trennen seiner Geräte bei Gewitter nur so machen sei, wenn man mit eine Dachantennen angeschlossen sei und Kabelkunden das nicht betreffen würde :rolleyes:
Es gab mal ein Video auf Youtube, wo ein Blitz in ein Hochhauswohnung in denn 90ern in Berlin einschlägt und der Typ ein Tag später, die Wohnung filmt. Wo gerade seinen Nachbarinnen mit ihrem Mann telefoniert und wundert warum ihr TV verschmolzen ist und dann sagt: "Mein Mann sagt auch, das Geräte abstecken nur Leute mit Antenneanschluß und Antenne am Dach betrefft und Kabel nicht" :rolleyes:
Ich glaube diese Frau sagte sogar sovor noch, das auch bei ihr der Blitz entlang sei.. In Neubauwohngen mit Blitzableitern, Potizalausgleich, TN-System sowie Überspannungsschutzableitern passieren solche Sachen zum glück nicht mehr, also das der Blitz in die Wohnung kommt, Leitungen aus denn Wänden reist, bevor er ne gute Erdung findet und verschwindet. ;)

von Kohlberger91 - am 08.06.2015 11:06
Wir bekommen immer EDV technische Geräte geliefert die NIEMALS vom Netz dürfen weil sie sonst kaputt gehen. Bin gerade wieder dort wo jemand einen Stecker an eine Lampe gebastelt hat und mir dann die Frage stellt wieso es mit dem Licht ausgeht.

Wahnsinn diese gelernten Elektriker.:heul:

von pomnitz26 - am 08.06.2015 12:27
Zitat
pomnitz26
Wir bekommen immer EDV technische Geräte geliefert die NIEMALS vom Netz dürfen weil sie sonst kaputt gehen.


Echt, ist das kein Scherz? Dann darf dort nie ein kurzer Stromausfall sein. :sagnix:

von DX-Fritz - am 08.06.2015 12:37
Es gilt ledier immer der Energieerhaltungssatz. Die Energie des Blitzes muss irgendwo hin, und wenn das passiert, fließt Strom. Elektrischer Strom erzeugt bekanntlich ein elektrimagnetisches Feld, das wiederum in elektrischen Leitern Spannungen induziert.

Wenn in der Nähe der Blitz einschlägt, kann man nur hoffen. Komplette Trennung (Strom, Kupferdoppelader, Koaxial) ist aber besser als keine Trennung.

Eine USV ist bei wichtigen Geräten sowieso ein Muss.

von Alqaszar - am 08.06.2015 13:10
Ja das ist ernst gemeint, leider. Geht was kaputt ist sowieso der Elektriker schuld.

Das lässt mich ehr kalt. Was mich wirklich stört ist wenn ein Elektriker ein Steckdose an die Lampe pfuscht und dann ernsthaft fragt warum die mit dem Licht abgeschaltet wird.

Die wirklich guten gehen. Der Chef wird immer ruhiger und holt immer mehr nix verstehen. Ist ja auch keiner da. Handwerker scheinen heutzutage nicht mal mehr einen Schraubendreher zu kennen, erst recht nicht zu besitzen.

Dann noch solche schriftlichen Aufträge
Es wäre von Vorteil direkt zu sprechen, was gefordert ist. Ich bin neu im Thema und stelle nur eine Zwischenstation dar.
2. Lehrjahr.

Wenn man irgendwohin 2 Stunden fahren muss wären etwas genauere Angaben doch sehr hilfreich. Wenigstens bin ich heute allein.

Achja, Thema total verfehlt.

von pomnitz26 - am 08.06.2015 13:43
Den Internetzugang trenne ich nicht vom Strom (normalerweise) solange ich nicht verreise. Nun ist gestern ein Blitz ganz in der Nähe eingefahren um 22:30h und hat die sehr blitzempfindliche FritzBox zerstört (das weiss ich inzwischen definitiv, und ein kostenloser Ersatz ist unterwegs; zwischenzeitlich schätze ich das Tethering meiner echten Mobilflatrate).
Solche Nächsteinschläge gibts aber wohl nur alle 20-30 Jahre mal; das erste mal verschlief ich als Kind im Tessin einen Einschlag ca. 25m vom Haus wo ich schlief, da war aber erst 7 Jahre alt, 1970 war dies.
1991 schlug ein Blitz in das Haus ein, in dem ich schlief, und ich erschrak extremst, und hatte dann ein paar Jahre eine Gewitterphobie. Elektrische Geräte gingen nicht kaputt beim Einschlag 1991. Blitzableiter hatte das Haus übrigens keinen.
Der Einschlag von gestern hat nun eben die sehr empfindliche FritzBox gekillt.

Arbeitet ihr bei Gewittern immer mit Tethering, so noch etwas zu arbeiten ist oder sonst im Internet zu tun ist?

von dxbruelhart - am 08.06.2015 21:22
Bei Gewitter trenne ixh alle Geräte vom Netz und bin dann nur via Smartphone und Mobilfunk (soweit nicht ausgefallen) onlune.

von Alqaszar - am 08.06.2015 23:11
Zitat
Kohlberger91
Steckdose ohne PE aus denn 40er/50er???


Diese Steckdosen basieren auf der Schutzmaßnahme "Schutz durch nichtleitende Räume", was damals in alten Häusern mit Dielenboden und Wände ohne Armierungsstahl durchaus noch gegeben sein konnte.

Vielerorts ist diese Schutzmaßnahme aber durch die Installation einer Zentralheizung oder Installationen anderer Art in Form von geerdeter metallener (Rohr-)Leitungen hinfällig.

Diese Steckdosen haben daher vielerorts ihren Bestandschutz verloren und MÜSSEN gegen Schuko-Steckdosen getauscht werden.

Ich würde daher dringend zum Austausch gegen Schuko-Steckdosen raten.

Diese werden so angeschlossen, dass der PEN zuerst auf den Schutzkontakt (PE) geht und dann zum N (klassische Nullung).

Die klassische Nullung ist seit Ende der 60er in Neuinstallationen zwar auch nicht mehr zulässig, bietet aber im Vergleich zu diesen Ural-Dosen aus den 50ern wenigstens ein bisschen Sicherheit und ist im Bestand (hier wird ausdrücklich der Austausch einer defekten Steckdose erwähnt) weiterhin zulässig.

Wolfgang

von Wolfgang R - am 10.06.2015 08:32
Zitat
Wolfgang R

Diese Steckdosen basieren auf der Schutzmaßnahme "Schutz durch nichtleitende Räume", was damals in alten Häusern mit Dielenboden und Wände ohne Armierungsstahl durchaus noch gegeben sein konnte.

Vielerorts ist diese Schutzmaßnahme aber durch die Installation einer Zentralheizung oder Installationen anderer Art in Form von geerdeter metallener (Rohr-)Leitungen hinfällig.

Diese Steckdosen haben daher vielerorts ihren Bestandschutz verloren und MÜSSEN gegen Schuko-Steckdosen getauscht werden.

Ich würde daher dringend zum Austausch gegen Schuko-Steckdosen raten.

Diese werden so angeschlossen, dass der PEN zuerst auf den Schutzkontakt (PE) geht und dann zum N (klassische Nullung).

Die klassische Nullung ist seit Ende der 60er in Neuinstallationen zwar auch nicht mehr zulässig, bietet aber im Vergleich zu diesen Ural-Dosen aus den 50ern wenigstens ein bisschen Sicherheit und ist im Bestand (hier wird ausdrücklich der Austausch einer defekten Steckdose erwähnt) weiterhin zulässig.

Wolfgang


Okay danke. Also diese Steckdose ist die einzige ohne Erdung und befindet sich im ehemaligen Kinderzimmer meines Vaters im 1.OG (wo bis heute die Elektroinstallation aus dem 30/40/50ern ist) und ist Aufputz. Oberhalb befindet sich eine keine Abzweigdose aus Porzellan. Die habe ich jetzt mal aufgeschraubt, Zuleitung 2 polig (Schwarz/Grau) von dort geht es 2 Polig einmal zur Aufputzleuchte, die per seil ein und ausschaltbar ist und einmal zur dieser Steckdose.
Zentralheizung oder Installationen anderer Art in Form von geerdeter metallener (Rohr-)Leitungen ist nicht vorhanden. Das Zimmer steht leer und wird nicht mehr benutzt. Und ja das Haus selbst ist über 100 Jahre alt und würde bis auf das 1.OG auch schon öfter umgebaut würden, zuletzt als der Blitz einschlug, darum habe ich Elektroinstallationstechnisch auch so ein durcheinander.

Also ich hab jetzt mal nachgeschaut, weil mich das jetzt selber interessiert. Ich glaube nicht das ich ein PEN habe. Das Haus würde von der Nullung auf TT- System umgerüstet. Genullt ist da gar nix mehr, sonst würde der 25/0.5A FI keinen sinn machen. Auch ist die N schiene nicht mit der PE schiene verbunden, was für ein TN-System sprechen würde. ;) Zwischen Außenleiter und N messe ich 225 Volt und zwischen Außenleiter und Erdungsschie, 223 Volt. Die Verteilung ist im 1.OG und wird über eine 4polige Leitung (4/6mm2) die unten von denn Panzersicherung kommt, angefahren. Erdung ist einmal ein 2,5/4mm2 schwarzer Draht, sowie ein 1,5mm2 grauer, die beide oberhalb in die Holzverkleinerung verschwenden. Keine Ahnung wo die hingehen und was der 1,5mm2 Grauer Draht soll. In der Verteilung sind insgesamt 3 Kabel die noch Schwarz/grau/rote Adern haben und einer, der nur Schwarz/Grau Adern hat. Davon sind 2 Rote an die Erdungsschiene angeschlossen, der Rest ist Gelb/Grün. Ein 3er Kabel mit Roter/Schwarzer/Grauer Adern ist an 3X L16A Automaten (H-Herd) angeschlossen. Also der Rote als Außenleiter missbraucht. Wahrscheinlich hat mein Ofen keine Erdung, ärgerlich!


Was ich außerdem schade finde das man in der 80er wohl der Meinung war, das für Nebengebäude (wo Hühnerstahl, Kuhstahl, Schweinestahl, Heuboden/Rumbelkamer untergebracht sind) sowie Garage/Werkstadt, 3X2,5mm2 NYM-J Leitung als Zuleitung ausreichen würde (über Dachboden Wohnhaus zum Dachboden Nebengebäude gespannt) und im Nebengebäude auf 1,5mm2 zu die einzeln räumen aufgeteilt ist. Zugegeben bis auf 1-3 Steckdosen und Licht pro Raum sind in denn einzeln Räumen im Nebengebäude und Garage/Werkstadt, elektrotechnisch gesehen nix drin. Vater seine Drehstromgeräte steckt er über Verlängerung an die CCE Steckdose am Hauptgebäude an. Trotzdem hätte ich da ein 5X4mm2 Leitung zum Nebengebäude gezogen und von da nochmal eine 5X4mm2 Leitung zur der Garage gezogen und dann Zwei schöne Aufputzverteiler mit CCE Stromkreise Installiert, einmal eine Verteilung in der Garage und einmal im Nebengebäude, wo die Stromkreise für Hühnerstahl, Kuhstahl, Schweinestahl, Heuboden/Rumbelkamer zusammen gelaufen wäre. Das wäre was gescheites und Aufrüstbars gewesen ;)

von Kohlberger91 - am 10.06.2015 20:09
Zitat
Wolfgang R
Diese werden so angeschlossen, dass der PEN zuerst auf den Schutzkontakt (PE) geht und dann zum N (klassische Nullung).
Wolfgang


@Wolfgang R:

Klassische Nullung ist so ziehmlich das verbotenste was es heutzutage gibt!!! Hör BITTE auf, solche Ratschläge zu geben! Bei einer Unterbrechung des PEN Leiters stehen bei allen angeschlossenen Geräten der Schutzklasse 1 die Gehäuse unter Spannung, auch wenn die Geräte in Ordnung sind!

@Kohlberger91:

Deine Elektrik ist absolut gruslig! So etwas würde ich hier nicht posten!

@all:

Jetzt bitte keine Diskussionen mit dem Wort "Bestandsschutz". Das ist nur ein Alibiwort für: "Ich bin zu geizig".


MfG

Studio Leipzig

von Studio Leipzig - am 10.06.2015 20:46
Zitat
Studio Leipzig
Zitat
Wolfgang R
Diese werden so angeschlossen, dass der PEN zuerst auf den Schutzkontakt (PE) geht und dann zum N (klassische Nullung).
Wolfgang


@Wolfgang R:

Klassische Nullung ist so ziehmlich das verbotenste was es heutzutage gibt!!! Hör BITTE auf, solche Ratschläge zu geben! Bei einer Unterbrechung des PEN Leiters stehen bei allen angeschlossenen Geräten der Schutzklasse 1 die Gehäuse unter Spannung, auch wenn die Geräte in Ordnung sind!

@Kohlberger91:

Deine Elektrik ist absolut gruslig! So etwas würde ich hier nicht posten!


Das hab ich ja nicht Installiert! ;)
Meine Installation sehen so aus!
[attachment 5251 IMG-20140808-WA0154600x878.jpg]

von Kohlberger91 - am 10.06.2015 21:38
Zitat
Studio Leipzig

@Wolfgang R:

Klassische Nullung ist so ziehmlich das verbotenste was es heutzutage gibt!!! Hör BITTE auf, solche Ratschläge zu geben! Bei einer Unterbrechung des PEN Leiters stehen bei allen angeschlossenen Geräten der Schutzklasse 1 die Gehäuse unter Spannung, auch wenn die Geräte in Ordnung sind!


Das stimmt zwar, aber diese Steckdosen gänzlich ohne Schutzkontakt sind VERBOTEN, genau wie die alten Drehstrom-Dosen mit der Verpolschutz-Nase, die sich viel zu schnell abscherte.

Klar, wäre das Nachziehen einer 3-adrigen NYM-Leitung das Beste und sollte natürlich auch gemacht werden.

Wolfgang

von Wolfgang R - am 11.06.2015 10:00
Klassische Nullung ist genau so verboten, sobald du auch nur eine Kleinigkeit an der elektrischen Anlage änderst. Dazu gehört auch ein und gerade ein Austrausch einer Steckdose.
Klassiche Nullung ist lediglich dann noch zulässig, wenn die Anlage zu der Zeit errichtet wurde als das noch üblich war und seitdem nicht mehr verändert wurde - was im Grunde nie der Fall sein wird.
Dennoch ist es richtig, dass das zumindest sicherer ist als eine Steckdose ganz ohne PE.
Die darf es nur hinter Trenntrafos, z.B. im Badezimmer, geben.

von WiehengeBIERge - am 11.06.2015 10:31
Wo war genau die Grenze zwischen einer Aenderung und einer (zulaessigen) Reparatur?

von PowerAM - am 11.06.2015 11:28
Da ich selbst klassische Nullung zu Hause habe, befragte ich zu dem Thema mehrere Elektriker. Diese sagten mir - jeder unabhängig voneinander - dass der Austausch einer defekten Steckdose eine Reparatur ist, die neue wird dann wieder gebrückt angeschlossen. Ebenso darf man eine Deckenlampe tauschen und hier - bei metallenem Gehäuse - auch wieder brücken. Den PE einfach nicht anschließen ist hingegen nicht erlaubt und verboten.

Bei einer Erweiterung gilt der Bestandschutz richtigerweise nicht mehr. Hier muss ab der Anschluss-Stelle der PEN in PE und N aufgetrennt werden, neue Steckdosen dürfen also nicht mehr gebrückt werden, sondern separat mit PE und N angefahren werden. Auch darf der PE und N dann an keiner Stelle mehr zusammengeführt werden.

So handhabe ich das auch.

Wichtige Verbraucher (Herd, Waschmaschinen) sind komplett neu mit Schutzleiter angeschlossen, hier ist nix gebrückt.

Ein kompletter Umbau würde eine Entkernung des Hauses bedeuten. Allerdings sind außer Waschmaschine und Herd auch keine Schutzklasse 1-Geräte im Haushalt vorhanden.

Aber es sollte ja hier keine Diskussion über klassische Nullung geben, wie ausdrücklich von Studio Leipzig gewünscht.

Daher: Die Steckdose muss weg und komplett neu mit separatem PE und N angefahren werden. Wie ich es in meinem eigenen Haus machen würde, sage ich in Zukunft nicht mehr.

Wolfgang

von Wolfgang R - am 11.06.2015 12:14
Bei KDG dürfte ich in einem Haus mit klassischer Nullung noch nicht mal eine Stecker vom Verstärker in eine vorhandene genullte Steckdose stecken, ganz davon zu schweigen, dass da auch kein potentialausgleich möglich ist und im schlimmsten Fall (Neutralleiter unterbrochen) auf einmal der Koaxschirm zum Neutralleiter werden kann, was gar nicht gut ist ...

von WiehengeBIERge - am 11.06.2015 12:41
Danke dir!

Also gilt der Austausch einer defekten Steckdose oder eines Schalters als Reparatur und bei einem Mieterwechsel stellt das Anbringen (s)einer Deckenlampe in einer genullten Installation auch keinen Streitpunkt dar.

Das ist, was ich erfragen wollte. :spos:

von PowerAM - am 11.06.2015 12:50
PAM: Ich habe in mehreren Mietwohnungen Deckenlampen nullen müssen, weil es schlichtweg keinen Schutzleiter gibt. Baujahr 1963, ist diese Mietskaserne (ehemalige Werkswohnungen Daimler Benz AG). Wie das rechtlich aussieht - keine Ahnung.

WiehengeBIERge: Ich lade dich herzlich gerne zu uns in die Siedlung ein, bei meinen Nachbarn (alle samt klassische Nullung) sieht man die unterschiedliche Interpretation der Installationspartner zum Thema Potentialausgleich und klassische Nullung :D

Der eine Techniker hat alle Rohre im Heizungskeller miteinander verbunden und ist mit dem Erdungsleiter, ca 10mm², direkt auf den PEN im Hausanschlusskasten des Energieversorgers (der mit den Messersicherungen) gegangen. Einen Fundamenterder gibt es ja nicht, ebenso keine HES. An diesem Konstrukt hängt auch die Metallplatte des BVT und somit der Kabelanschluss. Ein doppelt galvanisches Trennglied würde verhindern, dass bei einer PEN-Unterbrechung der BK-Anschluss zum Hilfs-PEN wird. Die Steckdose für den Verstärker ist genullt - das sehe ich allerdings nicht als Problem, das der Verstärker sowieso keinen Schuko-Stecker hat.

In einem anderen Haushalt wurde das ähnlich gemacht, allerdings baumelt das PA-Kabel vom BVT, was normal an die (nicht vorhandene) HES soll, versteckt aufgerollt an der Wand. Verstärkersteckdose ebenfalls genullt.

Alles nicht so einfach hier, weil wirklich keiner auch nur irgendwas an der Elektrik gemacht hat. Trotzdem haben viele HSI über KabelBW....

Wolfgang

von Wolfgang R - am 11.06.2015 13:02
Mein Wohngebiet ist Baujahr 1964/65, zeitgemaess war damals eine genullte Installation mit Alukabeln.

von PowerAM - am 11.06.2015 13:04
Zitat

Der eine Techniker hat alle Rohre im Heizungskeller miteinander verbunden und ist mit dem Erdungsleiter, ca 10mm², direkt auf den PEN im Hausanschlusskasten des Energieversorgers (der mit den Messersicherungen) gegangen. Einen Fundamenterder gibt es ja nicht, ebenso keine HES. An diesem Konstrukt hängt auch die Metallplatte des BVT und somit der Kabelanschluss. Ein doppelt galvanisches Trennglied würde verhindern, dass bei einer PEN-Unterbrechung der BK-Anschluss zum Hilfs-PEN wird. Die Steckdose für den Verstärker ist genullt - das sehe ich allerdings nicht als Problem, das der Verstärker sowieso keinen Schuko-Stecker hat.

In einem anderen Haushalt wurde das ähnlich gemacht, allerdings baumelt das PA-Kabel vom BVT, was normal an die (nicht vorhandene) HES soll, versteckt aufgerollt an der Wand. Verstärkersteckdose ebenfalls genullt.

Alles nicht so einfach hier, weil wirklich keiner auch nur irgendwas an der Elektrik gemacht hat. Trotzdem haben viele HSI über KabelBW....

Wolfgang

Ich kenne das alles ;-).
Allerdings muss man ganz klar zwischen KDG, UM NRW, UM Hessen und KBW unterschieden (auch wenn die letzten drei inzwischen zusammen gehören).
UM: In der Richtlinie stand schon immer drin, dass nur bei vollständig vorhandenem PA installiert werden darf und dieser ggf. vervollständigt werden muss. Praktisch interessiert hat das jahrelang überhaupt niemanden gemacht wurde es nur, wenn es einfach ging (die eine Firma gab sich besondere Mühe es immer zu machen, die andere wiederum war zu faul selbst 20 cm Erdungsdraht zu verlegen, absolutes Chaos, andere Firmen verlegten "Fake-Erden", andere brachten rote Kärtchen an auf denen stand, dass der Hauseigentümer sich selbst um die Erdung kümmern soll...). Bei klassischer Nullung sollte mit galvanischem Trennglied installiert werden - wurde aber auch so gut wie nie gemacht, stattdessen wurden die Trennglieder manchmal einfach so eingebaut, wenn "der ÜP zu weit weg war um eine Erdung hinzulegen.

Inzwischen ist das aber alles Geschichte und UMKBW muss bei jeder Bestandsanlage, wo sie auch nur einen Stecker tauschen, alles nacharbeiten und sogar komplette Hauspotentialausgleiche nachrüsten und Neuinstallationen werden ohne PA gar nicht mehr gemacht - so wie es schon immer in der Richtlinie stand :D.

KDG: Eigentlich auch alles ganz klar geregelt, nur sind bei KDG unglaublich viele Servicepartner unterwegs (wesentlich mehr als bei UMKBW), und jeder hat komplett andere Ansichten und baut auch anders...
Ganz klar vorgegeben lt. KDG: Ohne PA darf nicht gebaut werden. Bei Nullung ebenfalls nicht (unabhängig davon ob es einen PA gibt). Regel 1 wird bei KDG auch schon wesentlich länger wirklich gelebt, anders als bei UM, wo es nur auf dem Papier stand aber in der Praxis egal war. Nachrüstung / Vervollständigung des PA wird von Auftrag zu Auftrag unterschiedlich gehandhabt, KDG entscheidet das in jedem Einzelfall selbst (und zwar jedes mal anders :D). Galvanische Trennglieder werden da offiziell nicht verbaut, manche Firmen machen es aber trotzdem.

KBW: Alles ganz anders :D. Die verbauen seit einem bestimmten Datum generell bei jeder Installation, unabhängig vom Stromnetz, doppelt galvanische Trennglieder.
Und ich meine, bei denen war es auch so, dass die eine Zeit lang eigene Erdstäbe für die Kabelanlagen installiert haben (was ziemlicher Unfug ist).

Es reicht aber grundsätzlich bei allen Kabelfirmen ein reiner PA, es muss keinen Erder geben, wenn die Elektroinstallation vor 1980(?) errichtet wurde. So ähnlich steht das auch in der VDE (auch wenn ich die nie gelesen habe und mich das alles auch nicht besonders juckt, ich hab ja damit eh nichts mehr am Hut).

Außerdem sei noch angemerkt, dass die Kabelfirmen und auch die Installationsfirmen andauernd ihre Vorgehensweisen ändern und natürlich auch längst nicht alle Techniker sich an das halten, was ihnen vorgeschrieben wird, und die meisten faule Säcke sind, oft auch keine Ahnung haben was sie da überhaupt machen, aber sich wer weiß wie toll vorkommen, und grundsätzlich der "vorherige Techniker" nur Mist gemacht hat, aber nie man selbst...

von WiehengeBIERge - am 11.06.2015 18:27
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