Tag des offenen Denkmals 2015 - (Bernau, Lanke, Berlin)

Startbeitrag von PowerAM am 09.09.2015 12:42

Ehemaliges Heeresbekleidungsamt, Nebenstelle
Schönfelder Weg 17, 16321 Bernau Nibelungen

Errichtet von 1939-42 als Lager für militärische Ausrüstungen, acht Gebäude in Stahlbeton-Skelettbauweise mit Klinkerfassaden. Nach 1945 militärische Nutzung durch die Rote Armee bis 1994, dann Leer stand. Seit 2003 vom Verein PANKE-Park Kulturkonvent e.V. betreut. Neues Nutzungskonzept und kulturelle Veranstaltungen, Umnutzung zu Wohnungen geplant. http://www.panke-park.de

Öffnungszeiten am 13.9. 10 - 18 Uhr (sonst auf Anfrage und zu Veranstaltungen geöffnet)
Führungen 10 und 14 Uhr durch das gesamte Areal durch Herrn Junghans u. a.

Haus 1 "Kontext Labor Bernau - Kunst im öffentlichen Stadtraum" ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt Bernau bei Berlin und der Universität der Künste Berlin, Institut Kunst im Kontext, Finissage. Interessenten werden gebeten zur Führung festes Schuhwerk zu tragen. Die Teilnahme erfolgt auf eigene Verantwortung. Ausführlichere Informationen zur Veranstaltung und zur Anfahrt auf der Webseite.
Ansprechpartner Frau Oswald-Göritz, Stadt Bernau, Kulturamt, Tel.: 03338 365311, E-Mail: kulturamt@bernau-bei-berlin.de
Herr Junghans, Panke-Park Kulturkonvent Bernau e.V., Tel.: 0172 9071955, E-Mail: info@panke-park.de

Quelle: http://tag-des-offenen-denkmals.de/laender/bb/



Marineführungsstelle Koralle
Flur Lanke an der L 31, 16359 Biesenthal

Areal der zentralen Marine-Funkleitstelle für U-Boot-Operationen im II. Weltkrieg und Objekte aus der Zeit der Nachnutzung in der DDR. Mehrere Hochbunker und sonstige Infrastruktur.http://teamdelta.team-delta.info/index.php/veranstaltungen/tdod-2015

Öffnungszeiten zum 13. September 2015: 12. und 13.9.: zu den Führungen (sonst nicht geöffnet)
12.9.: Führung 14 Uhr, 13.9.: Führungen 10 und 14 Uhr durch den betreuenden Verein

Kontakt: Wolf-Dieter Holz, AGESB, E-Mail: dieter@team-delta.de

Quelle: http://tag-des-offenen-denkmals.de/laender/bb/



Deutsches Technikmuseum
Depot für Kommunalverkehr

Öffnungszeiten am 13.; 20.; 27. 09.2015: 10.00 bis 18.00 Uhr, Monumentenstrasse 15, 10695 Berlin-Kreuzberg

Das Depot für Kommunalverkehr in der Monumentenhalle öffnet auch an den diesjährigen Sonntagen im September seine Türen und präsentiert die einzigartige Sammlung zu 150 Jahren Öffentlicher Nahverkehr. Es gibt einen Shuttle mit einem Omnibus der AG Traditionsbus zwischen Museum und Depot.
Unter Vorbehalt: In Planung ist ebenfalls Pendelverkehr mit der Museumsbahn.

Heute ist auch die "BVG vor Ort" mit ihrer Ausstellung "150 Jahre Straßenbahn" und vielen Fachleuten, die Auskunft geben zur Geschichte dieses besonderen Geburtstagskindes.

Die Freunde und Förderer des Deutschen Technikmuseums Berlin e.V. ermöglichen die erlebnisreiche Veranstaltung.

Der Eintritt in das Depot für Kommunalverkehr und die ev. Fahrt in der Museumsbahn sind frei, für die Mitfahrt im Traditionsbus wird ein kleiner Kostenbeitrag erhoben.

Quelle: http://www.sdtb.de/Kalender.164.0.html#termin27

Antworten:

Unsere Wahl fiel auf das Heeresbekleidungsamt, Nebenstelle. Auch angesichts der Tatsache, dass das Gelaende bereits vor einigen Jahren an einen Investor verkauft wurde und noch in diesem Jahr der Bauantrag gestellt werden soll. Unter dem Strich war das wohl die allerletzte Moeglichkeit einer Besichtigung mit Fuehrung.

Zunaechst war ich ueberwaeltigt von dem 1938 begonnenen riesigen Bauprojekt, das bis 1944 jedoch nicht mehr fertig wurde. Das zeigte sich am deutlichsten an den Verklinkerungen, die an den letzten Gebaeuden nicht beendet wurden. Bis auf ein einziges Gebaeude befinden sich alle in einem baulich erstaunlich gutem Zustand. Die in Stahlbeton-Skelettbauweise errichteten und ausgemauerten Haeuser wurden auf hohe Deckentraglasten ausgelegt und entsprechend dimensioniert. Gluecklicher Umstand ist auch, dass es bis auf wenige kleinkalibrige Einschuesse keine kriegsbedingten Schaeden gab. Auch die Nachnutzung durch die Rote Armee als Beutelager fuer Reparationsgueter sowie als Unterkunft fuer wahrscheinlich ueber 1000 Soldaten und Offiziere konnte die Bausubstanz trotz zahlreicher Umbauten strukturell wenig beeindrucken. Dort wurden einige Suenden begangen, die die Erbauern im Leben niemals begangen haetten. Dazu zaehlt das Durchbohren von Traegern und Unterzuegen der darueber liegenden Geschossdecke zur Durchfuehrung irgendwelcher Rohre oder Kabel. Im Vergleich dazu zeigte sich ein mit russischem Qualitaetsanspruch errichteter und an beiden Giebelwaenden mit 1983 bzw. 1984 beschrifteter Barackenbau als abrissreif. Die Giebel an beiden Seiten hatten sich gesenkt, tiefe Risse im Mauerwerk der Kalksandsteinziegel zeugten von unberuecksichtigten Untergrundsenkungen und einem nicht darauf ausgelegten Bauwerk.

Die Fuehrung mit einem angekuendigten Zeitrahmen von "etwa 3 Stunden" lag trotz des erstaunlichen Andrangs an Interessenten ungefaehr in diesem Rahmen. Es gab viel zu entdecken und die bei solchen Erkundungen immer mitgefuehrte Taschenlampe hat sich bestens bewaehrt. So liessen sich zahlreiche Details entdecken, die sonst verborgen geblieben waeren. Dazu zaehlen u. a. zweiteilige "Westwalltueren", die dort allerdings aus unerfindlichen Gruenden kopfstehend eingebaut wurden. Das bedeutet, dass statt des eigenstaendig zu oeffnenden Oberfluegels der untere Fluegel geoeffnet werden konnte. Ebenso spannend waren Tuerfluegel aus Stahlbeton vor Schutzraeumen. Sowas habe ich noch nie gesehen.

Den Abschluss bildete der Verzehr des angebotenen Grillguts bis auf die letzte Wurst sowie das Loeschen des grossen Dursts mit koeniglich-saechsischem Bier. Alternativ haette es auch gepanschtes Bier nach Art eines Radlers aus Berlin oder verschiedene bleifreie Getraenke gegeben. Und sogar an musikalischer Unterhaltung wurde nicht gespart. So war es mehr als fair, dass die Besucher das herumgereichte Spendenglas augenscheinlich randvoll an den Verein zurueck gaben. Bleibt zu hoffen, dass es fuer den Verein ein lohnendes Projekt war und man sich der interessierten Oeffentlichkeit positiv darstellen konnte. Aus Erzaehlungen klang heraus, dass man sich mit dem neuen Eigentuemer ganz gut versteht und seine Zukunft im Engagement fuer eine neu zu errichtende Parkanlage sieht. Die nicht unter Denkmalschutz stehenden Gebaeude sollen innerlich massiv umgebaut werden. Es ist eine Mischung aus Wohneigentum (mit dann vermutlich recht selbstbewussten Preisen) sowie stillem Gewerbe geplant. Final werden auf dem Grundstueck dann 1200 - 1300 Menschen leben. Ich stelle mir durchaus vor, dass man dort in parkaehnlicher Umgebung ganz komfortabel wohnen koennte. Ganz sicher werde ich mir das aber niemals leisten koennen.

Meine Anerkennung gilt dem Verein und seinen Helfern, die dort ein zunaechst eher unscheinbares Objekt ans Tageslicht rueckten und die Moeglichkeit zur Erkundung boten. Herzlichen Dank dafuer!

von PowerAM - am 14.09.2015 07:55
Deutsches Technikmuseum
Depot für Kommunalverkehr

Öffnungszeiten am 27. 09.2015: 10.00 bis 18.00 Uhr, Monumentenstrasse 15, 10695 Berlin-Kreuzberg

Das Depot für Kommunalverkehr in der Monumentenhalle öffnet auch an den diesjährigen Sonntagen im September seine Türen und präsentiert die einzigartige Sammlung zu 150 Jahren Öffentlicher Nahverkehr. Es gibt einen Shuttle mit einem Omnibus der AG Traditionsbus zwischen Museum und Depot.
Unter Vorbehalt: In Planung ist ebenfalls Pendelverkehr mit der Museumsbahn.

Heute ist auch die "BVG vor Ort" mit ihrer Ausstellung "150 Jahre Straßenbahn" und vielen Fachleuten, die Auskunft geben zur Geschichte dieses besonderen Geburtstagskindes.

Die Freunde und Förderer des Deutschen Technikmuseums Berlin e.V. ermöglichen die erlebnisreiche Veranstaltung.

Der Eintritt in das Depot für Kommunalverkehr und die ev. Fahrt in der Museumsbahn sind frei, für die Mitfahrt im Traditionsbus wird ein kleiner Kostenbeitrag erhoben.

Quelle: http://www.sdtb.de/Kalender.164.0.html#termin27

von PowerAM - am 27.09.2015 06:08
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