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PowerAM, RheinMain701, Japhi, Thomas (Metal), WiehengeBIERge, pomnitz26, Mc Jack, Peter Schwarz, DH0GHU, DX-Fritz, Wolfgang R, BetacamSP

Feiertag: Antennenarbeiten auf Dach zulässig

Startbeitrag von Thomas (Metal) am 11.09.2015 07:24

Seit langem würde ich am QTH2 die Antenne auf dem Dach austauschen, komme aber nicht so recht dazu :-( . Nun würde ich das gerne an einem Wochenende tun, aber genau da ist der Samstag ein Feiertag.
Im Netz gibt beim Verwaltungsservice Bayern folgendes zu lesen.

An den Sonntagen und gesetzlichen Feiertagen sind öffentlich bemerkbare Arbeiten, die geeignet sind, die Feiertagsruhe zu beeinträchtigen, verboten, soweit auf Grund Gesetzes nichts anderes bestimmt ist.

Nunja, ich würde diese Arbeit doch eher als still einschätzen. Maschinen werden keine zum Einsatz kommen. Und die Nachbarschaft stört sich nicht an Antennen. In anderen Orten, extrem: Zeitlofs, könnte man das möglicherweise anders einschätzen :-( .

Erfahrungen damit?

Antworten:

- Du arbeitest nicht, sondern gehst Deinem Hobby nach (Tatbestand der Feiertagsarbeit nicht erfüllt)
- Du arbeitest geräuschlos (Tatbestand der Störung der Feiertagsruhe nicht erfüllt)*

*: Also keinen Rost klopfen, Schraubenschlüssel LANGSAM ansetzen ;)

von DH0GHU - am 11.09.2015 07:26
Sowas interessiert _hier_ gar keinen.
Letztes Jahr Pfingsten: Mc Jack gießt das Fundament für seinen Gittermast auf seinem Grundstück. Der altersschwache Betonmischer rattert den ganzen Nachmittag durch. Es hat keinen gejuckt.
Der Nachbar ist berufsmäßig häufiger die ganze Woche lang im Land unterwegs. Die Folge davon: Rasen mähen (mit einem leisen Elektromäher) und Hecke schneiden findet häufig am Sonntag statt. So what?
Solange es nicht gnadenlos ausgereizt wird, reibt sich niemand daran. Warum auch.

von Mc Jack - am 11.09.2015 07:49
Heckenschnitt/Rasenmähen am Sonntag? Das würde hier im Ländle nie gehen.

Wenn da einer nur Sonntags zu laut pupst, kommt gleich das Ordnungsamt an.

Aber an meiner Antenne würde ich dennoch auch Sonntag schrauben. Warum auch nicht? Macht ja wirklich kein Krach.

Allerdings: Nen neuen Mast setzen verbunden mit Dach in dem Bereich abdecken, Mast an den Balken ausrichten, fixieren und verspannen, Mastdurchführungsziegel einpassen, Mast mit schönen Yagis bestücken, verkabeln und Dach wieder eindecken - das würde ich nicht grade am Sonntag/Feiertag machen.

Das habe ich gemütlich mit einem Helfer an einem Samstag gemacht. Die Vorhänge in der Nachbarschaft wackelten immer mal wieder, was der Spinner mit seiner riesen-Antenne da macht, gibt doch schließlich Kabelfernsehen :D

Wolfgang

von Wolfgang R - am 11.09.2015 07:57
Och, so'n Gittermast im Vorgarten, fein garniert mit Riesenschüssel am unteren Ende kann auch eine Attraktion sein. Besucher der Nachbarn wundern sich, die Nachbarn selbst kennen mich halt und haben sich das Wundern schon lange abgewöhnt. ;)

von Mc Jack - am 11.09.2015 08:00
Selbsteinschätzung: Katholische Gegend, eben das Kurmainzer Erbe. Nach außen sichtbare Arbeiten an kirchlichen Feiertagen tabu, an staatlichen eher geduldet. Somit könnte am 03. klappen. Vermutlich habe ich dann mal wieder genau passend Regen...
[OT]
Dennoch soll die FUBA an der Mastspitze auf dem Rotor weg und durch die Konni 8er ersetzt werden. Ggf. wird auch noch der Rotor getauscht, da durch Wind sich der Rotormast schön und langsam gegen den Uhrzeigersinn dreht bis er die Randbegrenzung erreicht. Die FUBA ist jetzt gut 20 Jahre auf dem Dach, ich rechne damit, daß ich den Anschlußkasten trotz Terpentin etc. (Schraube durch Boomrohr) nicht mehr ohne Zerstörung aufbekomme :-( . Ansonsten täte es die noch bis zur UKW-Abschaltung. Vergleichbare Antennen dieses Herstellers haben ja auch auf anderen Dächern ein biblisches Alter erreicht. Schon immer habe ich Probleme (hier auch schon mal gepostet) daß mir zunächst bei Frost offenbar ein Anschluß an den Dipol wegfällt. Inzwischen tritt das schon nicht mehr nur bei Frost auf und die Empfangsleistung läßt gefühlt im allgemeinen langsam nach. Oder bin ich nur qualitativ durch DVB-S und DAB inzwischen verwöhnt ;-) ?

von Thomas (Metal) - am 11.09.2015 08:26
Also ich mache sowas nachts bei feinsten Tropo. Das ganze aber unterm Dach mit Licht. In 20 Jahren hat sich noch keiner beschwert oder überhaupt was mitbekommen. Das ganze ist nun ausgereizt und solange der Empfang passt beachte ich die Antennen selber nicht mal.

von pomnitz26 - am 11.09.2015 08:30
Hier™ ist es extrem unterschiedlich. Es gibt Straßen, da kann man sich am Sonntag / Feiertag alles erlaufen von Arbeiten mit der Schlagborhmaschine über laute Musik bis hin Rasenmähen, dann gibt es aber wieder Straßen, wo man nicht mal zur Mittagszeit in der Woche auf einem riesigen Grundstück, wo man den Rasenmäher außerhalb des Grundstückes kaum hören kann, Rasen mähen kann ohne angeschissen zu werden...

von WiehengeBIERge - am 11.09.2015 13:20
Es hängt auch von den Nachbarn ab. Es gibt Nachbarn, die tun noch nicht mal was wenn sie hören dass ein Kind in der Nachbarschaft misshandelt wird.

von RheinMain701 - am 11.09.2015 13:30
Ich denke mal solange es nicht wirklich laut wird wird es keinen Menschen interessieren ob du da am Feiertag auf dem Dach rumkletterst. Sowas wie Rasenmähen würde ich mir am Sonntag aber nicht zutrauen...

von BetacamSP - am 11.09.2015 17:17
Alles per Gemeindesatzung hier auch verboten. Nur haben wir es mit den katholischen Feiertagen hier nicht so. Aber sonntags sind hier auch (optisch sichtbare) Gartenarbeiten u. v. m. verboten. Sportveranstaltungen ebenfalls. Der hiesige Fussballverein darf sonntags auswaerts spielen, hier ist es verboten. Sie kriegen es aber auch gut hin, Heimspiele sonnabends zu gewinnen.

von PowerAM - am 11.09.2015 19:26
Fussballspiele am Sonntag nicht erlaubt? Echt kein Witz?

von DX-Fritz - am 11.09.2015 21:26
Sowas gibts hier nicht. Fussball immer, die passenden Partys dazu inkl. Musik und Feuerwerk bis tief in die Nacht und Sonntag morgens um 8 wird die Kettensäge angeschmissen.

von Japhi - am 11.09.2015 22:21
Ich komme soeben vom Dachboden, wieder ein wenig Erfolg.

Blöd, ARD Berlin und MDR Thüringen beide auf 522Mhz. Dann verzichte ich auf den HR. Gemeldet hat sich keiner. Jetzt will ich mich waschen, aber warmes Wasser nicht vorhanden, Heizung kaputt. Herd mit großer Pfanne bereitet mir warmes Wasser.

von pomnitz26 - am 11.09.2015 23:22
Solange ausreichend einflussreiche Personen direkt neben dem Platz wohnen, wird sonntags nicht gespielt.

von PowerAM - am 12.09.2015 04:48
Brandenburg halt.

Sowas gibt es aber auch anderswo (wahrscheinlich überall).
Wie gesagt, es hängt völlig davon ab, was für Leute in der Nähe wohnen...

von WiehengeBIERge - am 12.09.2015 06:53
Der Sportplatz/Fussballplatz ist uebrigens aelter als das ihn umgebende Wohngebiet. ;)

von PowerAM - am 12.09.2015 07:27
Derzeitiger Wohnort: Bergbausiedlung - Keine Probleme
Bei der EZF: Viele Lehrer/Angestellte - Auf Einhaltung der Ruhezeiten wird geachtet, man wird direkt angesprochen.
Bochum-Querenburg, Hochhaussiedlung, hoher Migrantenanteil, viele Studenten: Man kann machen was man will, muss dafür aber auch viel ertragen.
Sprockhövel, aufm Land, Besserverdiener/Rentner: Es wird entweder direkt gemeckert oder sofort die Polizei gerufen.
Sauerland, kleines Bauerndorf: Schietegal, wir machen immer Krach.
Sauerland, Meschede, ein paar km weiter: Besserverdiener/Neureiche in Neubaugebiet - Was machen Sie denn da mit ihrem ausländischen Kennzeichen (BO, im Sauerland ist das Ausland).

Es kommt also wirklich immer aufs Umfeld an. Leute mit mehr Geld sind anscheinend deutlich empfindlicher und Ruhebedürftiger, gleichzeitig müssen sie jeden Mist kommentieren oder Macht ausüben. Uns wurden damals™ Bobbycar und co. verboten, weil die gestressten Teilzeitlehrer und Unidozenten ihre Ruhe brauchten. Deren Kinder (falls vorhanden) durften aber…

von Japhi - am 12.09.2015 07:39
Seine Nachbarn direkt anzusprechen, wenn man sich durch ihren Laerm gestresst fuehlt, ist die nachbarschaftlichste Loesung. Es muss nicht sein, nach 20 Uhr den Bohrhammer zu schwingen. Wer dagegen frisch einzieht, der hat dafuer in meinen Wohngbiet fast schon Narrenfreiheit. Dass man sich dann binnen kurzer Zeit seine Wohnung einrichten muss, das ist jedem klar. Und daher wird auch ueber das Bohren von Loechern oder das endlose Gekratze beim Spachteln und Schleifen krummer Waende hinweg gehoert.

Irgendwann erschoepft sich diese Toleranz dann und schon eine ausgelassen gefeierte Geburtstagsparty kann zuviel sein. Ueblich war, im Hausflur einen Zettel mit Hinweis auf die Feier anzubringen und darauf Nachbarn auf ein Bier einzuladen. Wer kam, der war zufrieden mit dieser Loesung. Und wer nicht wollte, der liess es bleiben und nahm die Feier hin. Die Polizei zu rufen, um die Party nach 22 Uhr aufloesen zu lassen, waere frueher hier niemand eingefallen. Die Zeiten haben sich geaendert, durch den Wegzug langjaehriger Nachbarn sind freundschaftlich gepraegte Hausgemeinschaften nach und nach verschwunden. Die Neumieter kommen von ueberall. Wegen der Naehe zu Berlin sind inzwischen viele Polen darunter. Die meisten gehen ihren Nachbarn aus dem Weg, mit der jungen Familie in meinem Aufgang haben wir Glueck gehabt. Es gab eine Einweihungsfeier nach dem Einzug, sowas habe ich hier seit Jahren nicht mehr erlebt. Man trifft sich mal, quatscht ueber dieses und jenes und fragt nach dem Vorgarten. Davon hat jetzt jeder, der es will, seine Ecke bekommen.

Etwas unterschiedlich sind die Ansichten ueber die Auslegung der "Zone 30". Mancher schafft ein Vielfaches! Der Kinder- und Altenanteil ist hoch, die Kinder duerfen und sollen ueberall spielen.

Fuer gelegentlichen Aerger sorgt der Garagenkomplex am Rande des Wohngebiets. Einige basteln und bauen sich da ihren Tuningtraum zusammen, bei sommerlich schoenem Wetter wird abends gern und lange dort gesessen, am Wochenende gegrillt. Ich sage mal, es ist meist ertraeglich, was (zu) laute Musik oder menschgemachten Laerm angeht. Gaebe es nicht die Neider, die keine Garage bekommen haben und die aus Prinzip gegen alles sind. Die sind schonmal dafuer gut, die Polizei pruefen zu lassen, ob es denn zu laut sei.

von PowerAM - am 12.09.2015 09:15
In den Garagen konnte man hier alles machen. Du konntest sogar den Brief-TÜV auf dein Auto bappen und es hat niemanden interessiert.

von RheinMain701 - am 12.09.2015 09:30
Rücksichtnahme ist Trumpf.
Es muss einfach nicht sein, sonntags mit dem Laubbläser (die unnötigste Erfindung, seit es Strom gibt), mit dem Rasenmäher oder dem Bohrhammer die Feiertagsruhe zu stören. Krach haben wir genug auf der Welt, der Mensch braucht auch mal Ruhe. Das hat nix mit Spießigkeit zu tun, sondern mit Gesunheit. Ich bin der letzte, der auf die Uhr schaut, wenn irgendwo ein Rasenmäher läuft. Und ich würde auch nicht die Polizei rufen, wenn einer die Partyzeit etwas ausdehnt. Ich würde dann einfach hingehen und mit den Leuten reden. Da ich selbst Abendmensch bin, hat mich das bislang aber noch selten gestört.

Was Japhi schreibt, stimmt zum Teil: Die spießigsten und unnötigsten Zeitgenossen leben in diesen Vorstadtwohnghettos. Haus an Haus, Terrasse an Terrasse. Alle gehen sich gegenseitig auf den Sack. Auf dem Land ist man da schon wieder entspannter.

von Peter Schwarz - am 12.09.2015 12:42
Ich fuhr mein Kilowatt PA in den Garten von Freunden. :joke:

von PowerAM - am 12.09.2015 15:52
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