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Gibt es nur noch technischen Murks zu kaufen?

Startbeitrag von Spacelab am 04.11.2015 11:27

Wenn ich etwas von Funjigu aus Shenzhen kaufe und dafür nur einen Bruchteil bezahle was eigentlich ein Markengerät kostet ist mir klar dass das nix taugt. Aber wenn ich hier ein teures Markengerät aus der Oberklasse kaufe, dann erwarte ich das dieses Gerät ordnungsgemäß funktioniert.

Ich sitze gerade vor ganz praktischen Beispiel. Der Yamaha Blu-Ray Player den ich habe ist der letzte Mist. Musik kann er von Audio-CDs (keine CD-RWs!) und von USB im MP3, LC-AAC, FLAC oder WAV Format abspielen. So weit so gut. Aber MP3, LC-AAC und FLAC Dateien nur wenn sie in 44,1kHz und 16Bit sind. Sonst gibt es eine Fehlermeldung. Noch nicht einmal ein 48kHz Mitschnitt von DAB(+) oder DVB funktioniert. :sneg: Da ich aber sehr viel Musik im Hi-Res FLAC (also 48kHz 24Bit aufwärts) Format habe muss ich das ganze erstmal in unkomprimierte WAV Dateien umwandeln. Diese spielt er zwar brav ab, es klingt aber irgendwie kratzig und in den Höhen recht scharf. Ein Blick auf die Infoseite meines Surroundreceivers zeigt mir dann auch dass das Eingangssignal lediglich 44,1kHz und 16Bit hat. Der Yamaha Player wandelt also alles erstmal in 44,1kHz 16Bit runter und das sehr sehr schlecht. Nur Blu-Rays werden im Original Tonformat abgespielt. Eine Anfrage bei Yamaha ergab das mein Player ja schon soooo alt sei, dafür gäbe es keine Firmwareupdates mehr. Das Gerät kam gerade einmal von 3 Jahren auf den Markt! :wall: Anscheinend gibt es nur noch Firmwareupdates für Geräte die im aktuellen Katalog sind. :mad:

Die sündhaft teure Samsung Flachbildglotze meines Nachbarn mit allem Schnick und Schnack drin hat ein paar böse Softwarefehler. Updates? Fehlanzeige! Das einzige was sich bei den letzten 3 Updates verändert hat ist die Version und die Anzahl der vorinstallierten unnützen (Werbe)Apps. :sneg:

Auch Pure hat nach eigener Auskunft in absehbarer Zukunft nicht vor die Firmwarefehler beim DAB+ Radio Evoke F4 auszubügeln. Ob das vielleicht daran liegt das bereits ein Nachfolger (leider ohne Akku und nur mit Netzbetrieb) in den Startlöchern steht? Ein Schelm wer böses dabei denkt. :rolleyes:

Es ist ja schon ärgerlich genug das Hersteller sich erdreisten Bananensoftware (reift beim Kunden) auf ihre Geräte zu spielen. Nein, da gibt es dann auch nur eine Hand voll Updates die meistens noch nicht mal die schlimmsten Fehler beheben, und dann wird der blöde Kunde mit seinem teuer bezahlten Gerät im Stich gelassen. :mad: Habt ihr auch so ein Gerät das Macken hat und die der Hersteller nicht (mehr) ausbügelt?

Antworten:

Bisher hatte ich nur mit einer Audiokompaktanlage des Herstellers BLOCK Probleme. Da klackerte das CD-Laufwerk, der DAB-Tuner konnte 5C nicht einlesen (aber weit schwächere Muxe schon), die Schriftdarstellung von Internetradios mit Umlauten war hieroglyphenbehaftet.
Gelöst wurde das Problem durch Rückgabe an einen verärgerten Händler - verärgert über den Hersteller, weil dieser die Beanstandungen, die der Händler weitergab, nicht beantwortet hatte.

von DH0GHU - am 04.11.2015 12:19
Wenn ich meinen LG BluRay-Player über DLNA mp3s abspielen lasse, dann weigert er sich eine Datei abzuspielen, wenn in dessen id3-Tag das Zeichen "&" drin vorkommt. Bis ich darauf mal gekommen bin, hat mich das echt Nerven gekostet. Jetzt hab ich in all meinen mp3s das & einfach entfernt, und das Problem ist "beseitigt".

von PhanTomAs - am 04.11.2015 20:21
Können wir doch gleich weitermachen.

UKW/DAB-Geräte fürs Wohnzimmer mit nur einem gemeinsamen Antenneneingang. Entweder DAB oder UKW-Kabel, aber ohne weiteres nicht beides. (z.B. Yamaha MCR-N560D, aber auch andere Fabrikate)

Stereoanlagen, die unter Java laufen und eine Minute Startzeit haben. (Yamaha MCR-750)

Alleskönnende Stereoanlagen, bei denen man zur Nutzung von mehr als nur UKW und CD-Audio zwingend einen Bildschirm braucht, um sich durch lausigste Menüs zu hangeln. (Yamaha MCR-750)

DAB-Empfänger mit LC-AAC-Bug.

Satreceiver, deren Ethernetbuchse zeitlebens eine funktionslose Attrappe bleibt. (Technotrend TT-select S845 HD+)

Fernseher mit völliger Willkür bei der Programmsuche im DVB-C-Modus. (Sony Bravia)

Fernseher mit nicht in einem Menschenleben sortierbarer Programmliste. (Samsung)

Allgemein: der Klang der heutigen Fernseher im unteren und mittleren Preissegment. Das erzwingt förmlich immer eine externe Lösung, die gerne mehr kosten kann als der Fernseher. Sowas ist systematischer Betrug. Sollen sie die Geräte doch 3 cm dicker bauen und dafür brauchbaren Ton vorsehen.

Meine Nachbarn kauften sich letztens einen neuen Wasserkocher. Top-Modell, weitgehend aus Glas. Den Vorgänger brachten sie mir, ob ich den gebrauchen könnte. Eigentlich nicht (ich bin eher Minimalist und die paarmal, die ich im Jahr Wasser für Tee heiß mache, kann ich auch den Gasherd nehmen), aber eh das Ding weggeworfen wird... War etwa 2 Jahre alt, "Edelstahl-Look" (also aus dünnem gebürsteten Blech). Der Klappdeckel sprang beim Siedevorgang immer auf, die Rastungen hielten nicht mehr. Außerdem lag im Wasserkocher ein Stück Metalldraht. Ich ahnte, wo der her ist und zerlegte den Deckel. Klar: eine der beiden Federn, die den Deckel öffnen sollen, war bereits gebrochen, der Draht stammte von der Feder. Und die 2 Spiralfedern, die im Deckel die Verriegelung rausdrücken sollen, waren komplett vergammelt und teils gar nicht mehr anwesend. Der Kocher war maximal 2 Jahre alt! Nach kurzem Überlegen, wo ich 2 passende Spiralfedern herbekommen könnte, kam der Einfall - nun steckt eine halbierte Kugelschreiber-Feder im Deckel und tut erstmal hervorragend. Dieser Wasserkocher war also auch nur als Wegwerfprodukt geplant. Genial an diesem Konstrukt auch: um den Deckel zu öffnen (= nach oben zu klappen), muß man einen Knopf mitten auf dem Deckel RUNTERdrücken (Verriegelung ausrasten). Also exakt die gegenteilige Richtung.

Hier steht ein neues externes DVD-Laufwerk, das auch MDisc brennen kann. LiteOn eBAU108, gekauft in der Hoffnung, es könne wie bei LiteOn üblich C1/2 und PIE/PIF ausgeben - kann es auch, hurra! Dafür wirft das Laufwerk nach Anforderung (Taste oder Software) den Tray raus, ohne vorher zu prüfen, ob die Disc noch rotiert. Die kommt einem also schrabbelnd und am Gehäuse kratzend entgegen. LiteOn ist informiert und immerhin wollen sie es R&D weitergeben. Vielleicht schaffen sie es ja, eine brauchbare Firmware nachzuschieben. Andererseits: wieviel kann ein Laufwerk Wertigkeit haben, wenn es den Endkunden nur 30 EUR kostet? Da bleibt eigentlich nichts übrig, wenn man Handelsspanne und Transport abzieht...

von Chris_BLN - am 04.11.2015 23:40
Das Stand-Alone gerät für dedizierte Aufgaben stirbt so langsam, aber sicher aus. Musik hört man vom Smartphone über Bluetooth-Lautsprecher, und TV kommt entweder über die Gamekonsole oder über den HDMI-Stick. Der Rest ist App-Programmierung.

Da darf man gespannt sein, wie sich das im höherwertigen Preissegment abspielt.

von Alqaszar - am 05.11.2015 00:21
Mag sein, dass das der Zug der Zeit ist, man muss schließlich irgend etwas Neues verkaufen. Meine (ursprünglich unfreiwillige) Antwort darauf ist die eines ehemals unfreiwilligen 2nd Hand Consumers mit dem ebenso unfreiwilligen Jahrgang 1960:

Grundig ConcertBoy, 50 Jahre, loift
Grundig Satellit 2000, 42 Jahre, loift
Revox A77 Dolby, ca 40 Jahre, loift
Revox A700, ca 40 Jahre, loift
Revox B77, ca 35 Jahre, loift
Accuphase E-206, ca 25 Jahre, loift
Onkyo T-9900, ca 30 Jahre, loift
Marantz CD-53, ca 20 Jahre, loift
Thorens TD105 MkII, ca 34 Jahre, loift

Vorwerk Kobold VK119, 30 Jahre, saugt
Bosch V650, 30 Jahre, wäscht, schleudert aber auf dem letzten Loch...

Wenn mir in den letzten Jahren irgend etwas Elektrisches flöten ging, dann entweder, weil Blaupunkt mit seiner Autoradio-Klappfront eine Sollbruchstelle für die Flexikabel entwickelt hat oder weil meine liebste Katze zwischen die Lüftungsschlitze in den TechniSat DigiCorder kotzen musste. Shit happens und kann auch manchmal repariert werden.

Die wenigen Neugeräte der letzten Jahre, ob Technisat oder LIDL, verrichten anstandslos ihren Dienst. Damit wollte ich auch dezent andeuten, dass Dinge, die mir nicht wichtig sind, auch nicht gekauft werden (PC, Notebook, Tablet, Smartfon, MP3-Player, Mikrowelle, Thermomix...) und damit nicht defekt auf dem Werthof landen müssen.

von Erich Hoinicke - am 05.11.2015 02:27
Zitat
Spacelab
Wenn ich etwas von Funjigu aus Shenzhen kaufe und dafür nur einen Bruchteil bezahle was eigentlich ein Markengerät kostet ist mir klar dass das nix taugt. Aber wenn ich hier ein teures Markengerät aus der Oberklasse kaufe, dann erwarte ich das dieses Gerät ordnungsgemäß funktioniert.

Ich sitze gerade vor ganz praktischen Beispiel. Der Yamaha Blu-Ray Player den ich habe ist der letzte Mist. Musik kann er von Audio-CDs (keine CD-RWs!) und von USB im MP3, LC-AAC, FLAC oder WAV Format abspielen. So weit so gut. Aber MP3, LC-AAC und FLAC Dateien nur wenn sie in 44,1kHz und 16Bit sind. Sonst gibt es eine Fehlermeldung. Noch nicht einmal ein 48kHz Mitschnitt von DAB(+) oder DVB funktioniert. :sneg: Da ich aber sehr viel Musik im Hi-Res FLAC (also 48kHz 24Bit aufwärts) Format habe muss ich das ganze erstmal in unkomprimierte WAV Dateien umwandeln. Diese spielt er zwar brav ab, es klingt aber irgendwie kratzig und in den Höhen recht scharf. Ein Blick auf die Infoseite meines Surroundreceivers zeigt mir dann auch dass das Eingangssignal lediglich 44,1kHz und 16Bit hat. Der Yamaha Player wandelt also alles erstmal in 44,1kHz 16Bit runter und das sehr sehr schlecht. Nur Blu-Rays werden im Original Tonformat abgespielt. Eine Anfrage bei Yamaha ergab das mein Player ja schon soooo alt sei, dafür gäbe es keine Firmwareupdates mehr. Das Gerät kam gerade einmal von 3 Jahren auf den Markt! :wall: Anscheinend gibt es nur noch Firmwareupdates für Geräte die im aktuellen Katalog sind. :mad:

Die sündhaft teure Samsung Flachbildglotze meines Nachbarn mit allem Schnick und Schnack drin hat ein paar böse Softwarefehler. Updates? Fehlanzeige! Das einzige was sich bei den letzten 3 Updates verändert hat ist die Version und die Anzahl der vorinstallierten unnützen (Werbe)Apps. :sneg:

Auch Pure hat nach eigener Auskunft in absehbarer Zukunft nicht vor die Firmwarefehler beim DAB+ Radio Evoke F4 auszubügeln. Ob das vielleicht daran liegt das bereits ein Nachfolger (leider ohne Akku und nur mit Netzbetrieb) in den Startlöchern steht? Ein Schelm wer böses dabei denkt. :rolleyes:

Es ist ja schon ärgerlich genug das Hersteller sich erdreisten Bananensoftware (reift beim Kunden) auf ihre Geräte zu spielen. Nein, da gibt es dann auch nur eine Hand voll Updates die meistens noch nicht mal die schlimmsten Fehler beheben, und dann wird der blöde Kunde mit seinem teuer bezahlten Gerät im Stich gelassen. :mad: Habt ihr auch so ein Gerät das Macken hat und die der Hersteller nicht (mehr) ausbügelt?


Ist Teilweise genau so schlimm wie bei den Smartphones.
Da steht man nach 2 - 3 Jahren auch im Regen.
Da wird dann sogar mal eben auch der komplette Support eingestellt.

von _Yoshi_ - am 05.11.2015 04:52
Produkte im unteren Preissegment kaufe ich im Geltungsbereich des Fernabsatzgesetzes. ;) Gibt mir die Moeglichkeit, in Ruhe und in gewohnter Umgebung alles auszuprobieren. Spielt's, dann bleibt's. Nervt das Produkt, z. B. wegen hirnrissigem Bedienkonzept, dann geht es zurueck.

Es scheint mir in immer mehr Bereichen ohnehin nur noch Produkte mit bauartbedingt begrenzter Lebensdauer zu geben. Mein Kuehlschrank vom Fruehjahr wird sicher auch hoechstens ein Jahr laenger als seine Garantiezeit halten. Ist so'n Chinakracher ohne Namen und ohne Schnickschnack. Bestellt ebenfalls im Geltungsbereich des Fernabsatzgesetzes. Da war die Anlieferung im Preis mit drin. Tut mir leid fuer den Haendler vor Ort, der preislich 1/3 hoeher lag (beim gleichen Produkt) und fuer Anlieferung sowie Altgeraetmitnahme nochmal 40 EUR haben wollte.

Erich, meine Constructa Waschmaschine ist von 1981. Aber schon an einigen Stellen umgebaut bzw. veraendert. Mein Kaffeevollautomat ist von 2001, eine AEG, in der Jura-Technik steckt. Alle paar Jahre braucht das Ding einen neuen Dichtsatz. Zwar total wartungsunfreundlich konstruiert, inzwischen hab' ich's aber drauf. Der Geschirrspueler von Miesens ist auch noch aus den 1990ern. Brauchte mal wegen einer versagenden Dichtung ein neues Hirn. Tut's seither mit neu eingeklebter Dichtung von der Rolle und gebraucht gekauftem Spendehirn auch schon wieder 10 Jahre.

Wenn's nicht vorsaetzlich wartungsfeindlich konstruiert ist, dann kann man vieles durchaus mit etwas technischem Verstaendnis reparieren. Erstaunlicherweise sind Ersatzteile fuer Haushaltsgeraete oftmals sogar zu bekommen, wenngleich viele Haendler nicht an private Abnehmer verkaufen wollen. Macht immer etwas Aufwand, weil ich dann Gewerbetreibende in meinem Freundeskreis um die Bestellung bitten muss. Als GaLa-Firma kommt man freilich zu Waschmaschinenteilen... ;)

von PowerAM - am 05.11.2015 06:44
Ich kenne ja beruflich bedingt auch ein wenig die Entwicklerseite.

Das Problem an heutigen Produkten ist, dass das Zeug einfach immer komplexer wird, und die Entwicklungszeiten immer kuerzer sind. Um also ansatzweise in der angesetzten Zeit mit einer Sache fertig zu werden, spart man dort, wo man sparen kann, da bleibt meistens nur die Testabdeckung. Durch die Komplexitaet ist man oft auch gezwungen, auf schon "fertige" Komponenten anderer Hersteller aufzubauen. Naja, und dann holt sich halt der Kenwood mit dem NXP-Chipsatz auch den AAC-Decoderbug ins Autoradio.

Und es gibt durchaus vom Marketing oder Sales getriebene Vorgaenge, wo man als Entwickler geradezu dran gehindert wird, das "optimale" Produkt zu bauen. Wenn Produkte lange halten, wird ueber die Jahre weniger verkauft. Wenn Produkte zu schnell oder zu gut sind, wird ueber die Jahre weniger verkauft (Warum nur 1 schnelles Teil verkaufen, wenn man auch 2 langsame verkaufen kann?). Das ganze hat schon System: wer kauft sich denn was neues, wenn er mit dem alten 100%ig zufrieden ist? Also baut man etwas, das die Kunden so weit zufrieden stellt, dass man etwas besser als die Konkurrenz ist, aber eben nur *etwas* besser, nicht so viel besser wie man sein koennte.

von Habakukk - am 05.11.2015 09:57
Wenn man sich die Berichte hier mal so durchliest scheint es bei den Herstellern zwei Lager zu geben. Auf der einen Seite diejenigen die alleine schon wegen der unglaublichen Komplexität der modernen Geräte auf fix & fertige Komponenten zurückgreifen und dabei das Risiko eingehen auch Bugs mit zu verbauen. Besonders schlimm ist es wenn das Bugs sind die der Zusammenschrauber nicht beheben kann weil die entsprechende Komponente (für ihn) gar nicht updatebar ist. Als Beispiel wurde hier ja schon der NXP, oder auch Gyrosignal DAB+ Chipsatz genannt. Kenwood kann den AAC Decoder gar nicht updaten und so den Fehler bereinigen da der Chipsatz gar nicht updatebar ist. Allerdings muss man hier fragen warum die Chiphersteller überhaupt noch den ur-alten fehlerhaften Fraunhofer AAC Decoder als Basis benutzen wo es doch schon seit etlichen Jahren(!) eine fehlerfreie Version gibt. :confused:


Das andere Herstellerlager sind diejenigen die einfach nur auf Teufel komm raus billig produzieren wollen und ganz bewusst Schrottkomponenten zusammen schrauben weil diese im Einkauf 0,5 Cent billiger sind. Und das müssen noch nicht einmal irgendwelche NoName Hersteller sein. Auch (vermeintliche) Markenhersteller wie Block oder Philips kloppen da manchmal Dinger zusammen das man nur mit dem Kopf schütteln kann. Bei Block ist es beispielsweise das super billige CD Laufwerk das Geräusche produziert wie ein altes ausgelatschtes CD-ROM Laufwerk. Philips spart sehr gerne mal bei den Akkus und/oder bei der Ladeelektronik.

von Spacelab - am 05.11.2015 10:50
Was halt schade ist, dass man heutzutage oft gar nicht mehr in der Lage ist, ECHTE Qualitaet zu kaufen, selbst wenn man noch so viel Kohle hinlegt. Was nutzt eine 500 Euro teure Einzelkomponente, wenn dort dann intern auch nur der gleiche Mist verbaut ist und eine aehnliche Software laeuft wie in den Billigteilen, und nur vielleicht die Anfassqualitaet dank Alufront und massivem Gehaeuse besser wirkt?

von Habakukk - am 05.11.2015 11:31
Du nimmst mir die Worte aus dem Mund. Das ist nämlich genau das Problem das ich momentan habe. Da kauft man sich ein sündhaft teures Gerät, wundert sich das es genauso mies ist wie das NoName Hungjifu, schraubt beide auf und stellt fest das sich beide ähneln wie ein Ei dem anderen. Der einzige Unterschied ist dass das eine in einem billigen Blechkoffer steckt und das andere in einem schicken gebürsteten Alugehäuse. :sneg:

von Spacelab - am 05.11.2015 11:47
Mein Onkyo-AVR hat mit 2.0 HiRes-Flacs allerdings keinerlei Probleme bis 192kHz 24Bit habe ich alles probiert und io, alles ohne Downsampling auf 44,1 16Bit.
Der Pioneer-BD-Player BDP 450, den ich besitze, kann sogar 5.1 HiRes-Flacs in PCM gewandelt über HDMI in voller Qualität (ohne Downsampling) in 24Bit an den AVR rausgeben. SACD geht über HDMI als DSD-Signal in den AVR. DVD-Audio wird in HiRes. PCM gewandelt, wie bei Flac.
AAC-Dateien direkt kann keines der beiden Geräte, allerdings kann der Onkyo noch ALAC auch in HiRes.
MP2 48kHz von DVB-S geht beim Pionneer nicht über Netzwerk, beim Onkyo gar nicht, dafür habe ich ja mein Enigma-2 Gerät, welches auch AAC ohne SBR sauber abspielt.
Auch kann keines der Geräte DSD-Dateien direkt abspielen, das ist erst in die jetzt neuen Onkyo AVR Generation integriert worden.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 05.11.2015 13:00
Zitat
Chris_BLN
Können wir doch gleich weitermachen.

UKW/DAB-Geräte fürs Wohnzimmer mit nur einem gemeinsamen Antenneneingang. Entweder DAB oder UKW-Kabel, aber ohne weiteres nicht beides. (z.B. Yamaha MCR-N560D, aber auch andere Fabrikate)


Das kommt aber ganz auf die Anwendung an - für mich ist der gemeinsame UKW/DAB-Antenneneingang, wie beim Yamaha RX-V500D, ideal, weil UKW und DAB (beides von der Antenne) sowieso aus der gleichen Dose kommt. Kabel-UKW kommt mir nicht mehr ins Haus; die Qualität finde ich einfach zu schlecht (Multipath-Gekratze bei einigen Stationen). Für unsereins ideal wäre vermutlich ein umschaltbarer UKW-Antenneneingang, entweder von der gemeinsamen Buchse mit DAB oder von einer separaten Buchs (für ne Yagi mit separater Zuführung oder eben Kabel). Wie auch immer, wie das mit der Buchse gelöst ist, das ist ja schon beim Kauf ersichtlich, und man kann sich darauf einstellen oder die Finger vom Gerät lassen.

Ärgerlicher sind da schon fehlende Firmware-Updates wenige Jahre nach dem Kauf oder gar fehlende Ersatzteile. Aus dem Grund habe ich auch auf einen Billig-Flachbild-TV verzichtet und eine Loewe gekauft. Bereut habe ich es bisher nicht; das Mainboard war schon dreimal kaputt und wurde anstandslos ersetzt; beim dritten Mal (kurz nach Ablauf der gesetzlichen Garantie) gab's auf Kulanz ein neues Gerät, seitdem ist Ruhe.

Erstaunlich ist auch, wie Waschmaschinen, Toaster oder Kaffeemühlen aus den 80er und 90er Jahren jahrzehntelang anstandslos ihren Dienst tun, während neue Geräte oft nach 2-3 Jahren aussteigen. Das Scharnier einer seltenn benutzten Gefrierschrank-Tür ist bei mir 3 Jahre nach Kauf ausgestiegen, weil ein winziges Kunststoffteil gesprungen war. Reparatur unmöglich, ein neues Scharnier kostet 30-40 €. Der Hersteller wollte von geplanter Obsolenz angeblich nichts wissen, hat aber das Ersatzteil immerhin für die Hälfte abgegeben.

73 de Uli

von ulionken - am 05.11.2015 16:54
Das Mainboard bei dem Loewe war schon dreimal kaputt und du bereust den Kauf trotzdem nicht? Ich verstehe jedenfalls, warum Loewe Pleite ist. Wenn ich ein Gerät kaufen will, bei dem dreimal die Platine getauscht werden muss, und das Panel ohnehin aus Asien kommt, dann kann ich auch gleich zu Medion greifen. Wie rechtfertigen die denn den Mehrpreis?

von Bolivar diGriz - am 06.11.2015 07:59
Also ich hätte das jetzt auch unter technischem Murks abgelegt. :D

von Spacelab - am 06.11.2015 08:17
Zitat
Bolivar diGriz
Das Mainboard bei dem Loewe war schon dreimal kaputt und du bereust den Kauf trotzdem nicht? Ich verstehe jedenfalls, warum Loewe Pleite ist.


Ja, das sind Geräte die wirklich nicht bezahlbar sind, aber qualitätsmässig nicht besser sind, wie man an dem Beispiel sieht. Dafür dass die Geräte dreimal so teuer wie andere Mitbewerber sind, darf es auch eben 3 mal häufiger kaputtgehen. ;):joke:

Ich könnte jetzt auch noch das Beispiel des Dual DAB CAr Radio anbringen, was softwaremässig völlig verhunzt wurde. Das Gerät hängt sich ständig auf und muss ca. 2x im Monat resetet werden, weil DAB+ nicht mehr läuft (viele werden das Problem kennen).

Ebenso hatten wir mal einen SAT-Receiver von Strong und der war komplett der Hammer. Der hat ca. alle 2 Wochen ganz von selbst die mühsam erstelle Programmliste dann eigenständig komplett verworfen und nach eigenem Gust neu erstellt. So freute man sich dann abends auf einen tollen Film oder Fussball und fand dann z.B. das Erste dann auf Programmplatz 88 und dafür auf 1 Sonnenklar TV. Da war man dann mal eben ne halbe Stunde dran um die ganze Liste wieder neu zu sotieren bis es dann 2 Wochen später wieder der Fall. Irgendwann gab es dann ein Update, aber der FEhler war immer noch da und jetzt kommt der Hammer der Programmierer hatte beim update die Taste womit man eigentlich ins Menu kam um die Sender zu sortieren VERGESSEN. Die war plötzlich komplett ohne Funktion und ein Anruf bei der Hotline besagte, dass der Fehler "versehentlich" passiert war und das mit dem nächsten Update behoben sein sollte. War es auch, aber das liess 3 Wochen (!!!) auf sich warten. Damit liess sich 3 Wochen die Programmliste nicht mehr verändern.

Das war bisher die absolute Krönung was ich bei technischem Murks bisher erlebt habt.

Ich muss aber auch sagen es gibt auch Gegenbeispiele. Wir haben im Schlafzimmer einen Billig-TV von Orion der damals (Sommer 2011) als 40 Zoll Gerät nur knapp 300 Ocken gekostet hat. Hatte ich mir nicht viel von versprochen, aber dem Preis macht man nicht viel verkehrt und siehe da, der TV läuft jetzt ca. 4,5 Jahre ohne eine Macke und das bei täglich ungefähr 2 Stunden Einsatz im Schnitt. Hat also schon etliche tausend Gebrauchsstunden auf dem Puckel und absolut 0,0 Fehler. Läuft wie am ersten Tag. Selbst die Tasten der Fernbedienung reagieren noch 1a. Da bin ich wirklich erstaunt.

von zerobase now - am 06.11.2015 08:47
Das mit dem Loewe ist so ein Gerät wie wir es hier schon angesprochen hatten. Schönes wertiges äußeres, aber innen drin die gleiche Grütze wie bei allen anderen auch. Nur teurer verkauft.

Ja es gibt in der Tat auch Billigheimer die erstaunlich robust sind. Mein Vater hatte damals bei irgendeinem Discounter einen 46" HannSpree Flachmann mitgenommen. Ich weiß nicht mehr was er damals bezahlt hat. Aber das Ding war Spottbillig. Das Gerät kommt jetzt ins fünfte Jahr und läuft täglich mehrere Stunden und es gab noch nie Probleme. Lediglich das OSD ist nicht gerade hübsch (was aber total egal ist) und der Sinn des USB Anschlusses erschließt sich mir nicht so ganz. Mit hänger und würgen werden MP3 Dateien abgespielt. Aber nur wenn sie in keinem Ordner sind. Laut Anleitung sollen auch DivX Filme im .AVI Container funktionieren. Ich hab das nie hinbekommen. Und bei .ts Dateien direkt vom DVB-S Empfänger ist es Glückssache ob er die abspielt oder nicht. Mal geht es, mal geht es nicht... Ich hab da noch kein System dahinter entdeckt. Aber mein Vater nutzt die USB Schnittstelle eh nie von daher ist es verschmerzbar. Der Klang ist für einen Flachmann erstaunlich satt und sauber. Das Gerät hat 2 Mittel- Hochtöner und einen kleinen 13cm Basslautsprecher der in einem eigenen Gehäuse mit Bassreflex Ausgang sitzt. Lediglich die Höhen sind kaum vorhanden weil der Designer keine Lautsprecher an der Front vorgesehen hat. :rolleyes: Die kleine ovalen Mittel- Hochtöner strahlen also nach hinten ab. :wall:

von Spacelab - am 06.11.2015 09:48
Zitat
Spacelab
Die kleine ovalen Mittel- Hochtöner strahlen also nach hinten ab. :wall:

Kleiner Tipp: Fernseher umdrehen, dann strahlen sie nach vorne! :D :D :D :D :D :D :D :D :D

von Habakukk - am 06.11.2015 09:54
Zitat
ulionken
Das kommt aber ganz auf die Anwendung an - für mich ist der gemeinsame UKW/DAB-Antenneneingang, wie beim Yamaha RX-V500D, ideal, weil UKW und DAB (beides von der Antenne) sowieso aus der gleichen Dose kommt.


Stimmt - wäre bei meinen Eltern sogar am (Vorstadt-)Kabelanschluß so. Der regionale ARD-Mux und 5C sind absichtlich drin, zwei weitere Muxe, die man hoffentlich oben aufm Berg an der Kopfstelle noch empfangen kann, sind eigentlich auch geplant. Das über eine Doppel-Breitbanddose und man hat es auf einem Kabel zusammen mit Kabel-UKW. Oder halt an der eigenen Antennenanlage sowieso.

Aber ein nicht unerheblicher Teil der Bevölkerung hängt auch am Kabel. Und der hat von einem Antennenanschluß für beides nichts. Dein Hinweis, man hätte einen umschaltbaren Doppelanschluß vorsehen müssen, geht genau in die richtige Richtung. Damit kann man dann alles machen:

A: UKW-Kabel / B: DAB-Zimmerantenne
A: UKW/DAB-Kombisignal von eigener Dachantenne
A: UKW-Kabel / B: DAB-Zimmerantenne + UKW-Regionalprogramme, so nicht im Kabel
...


Thema Sat/Kabelreceiver ist mir noch netter Murks eingefallen, schon gefunden bei Sat (Technotrend) und Kabel (Kathrein): am SPDIF war im Stereo-PCM-Betrieb das Emphasis-Flag gesetzt, so daß bei Anschluß eines externen Wandlers oder bei Aufnahme auf DAT/MD die Höhen ganz wundersam verschwanden. Immerhin hat Technotrend dann in neuer Firmware nachgebessert.

von Chris_BLN - am 06.11.2015 10:24
Zitat
Bolivar diGriz
Das Mainboard bei dem Loewe war schon dreimal kaputt und du bereust den Kauf trotzdem nicht? Ich verstehe jedenfalls, warum Loewe Pleite ist. Wenn ich ein Gerät kaufen will, bei dem dreimal die Platine getauscht werden muss, und das Panel ohnehin aus Asien kommt, dann kann ich auch gleich zu Medion greifen. Wie rechtfertigen die denn den Mehrpreis?


Das betreffende Gerät hatte offenbar einen Fehler, das immer wieder zum Ausfall des Mainboards führte. Netzteil oder ein anderes Board? Der Händler hat es trotz noch vorhandener Werkstatt und Fehlersuche nicht herausgefunden. Das Ganze war zwar nervig, aber für mich kostenneutral - und das Mainboard neben denen anderen Komponenten gibt es auch weiterhin als Ersatzteil, im Gegensatz zu den Billigheimern. Anders als früher lötet aber niemand auf dem Mainboard herum. Ausfall -> Ersatz des gesamten Boards.

Richtig ist, dass auch in den Loewes die gleiche, übliche Asien-Elektronik eingebaut ist, angefangen vom Display bis hin zu den Boards und Bauteilen. Und konsequenterweise ist diese Elektronik auch nicht ausfallsicherer. In Kronach wird nur noch zusammengebaut. Das war mir allerdings schon beim Kauf klar. Was mich von dem Gerät weiterhin überzeugt, das ist neben der Optik die Bedienoberfläche mit der Möglichkeit, verschiedene Empfangswege zu kombinieren. Meine nicht technikaffine Frau merkt nicht, ob ein Programm von Sat oder DVB-T kommt (und soll das auch gar nicht wissen müssen).

73 de Uli

von ulionken - am 06.11.2015 19:14
Gerade fast am Denon Verstärker meines Vaters verzweifelt. Das im Gerät verbaute Bluetooth Modul ist extrem zickig. Regelmäßig kegelt dieses alle gekoppelten Geräte raus. Neu koppeln geht offenbar auch nicht da jedes mal die Fehlermeldung kommt dass das Gerät bereits gekoppelt sei. Ich weiß nicht wie oft ich mal von dem einem, mal von dem anderen Gerät aus versucht habe eine Bluetooth kopplung zu erreichen. Nix! Ich musste am Verstärker einem Werksreset machen bei dem auch alle anderen Einstellungen flöten gingen und erst dann konnte ich wieder das Handy mit dem Verstärker koppeln. Bei einem AV Receiver dieser Klasse dauert das neu einstellen vorne weg mal 30 Minuten. :sneg:

von Spacelab - am 07.11.2015 09:40
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