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Chris_BLN, Thomas (Metal), elchris, _Yoshi_, BetacamSP, WiehengeBIERge, Spacelab

Bahnübergänge

Startbeitrag von Thomas (Metal) am 06.11.2015 07:10

sind gefährlich. Ein weiteres trauriges Beispiel für "gespart koste es was es wolle" gab es letzte Nacht bei Weiden.
Hier in Oberasbach gab es vor einem Jahr einen ähnlichen Unfall . Danach gab es eine Längenbeschränkung für Gespanne, der landwirtschaftliche Verkehr war davon ausgenommen :verrueckt: . Immerhin: Die Unterführung ist jetzt fast fertig.
Warum man allerdings mit derart hohen Geschwindigkeiten auch heute noch Abschnitte mit schienengleichen Übergängen befahren kann bleibt offen, eine Vermutung hätte ich da natürlich. Zumindest über den Bremsweg eines Zuges bei 140km/h unstrittig. Deren Folgen auch, wenn die Strecke blockiert ist.
Bleibt hier noch die schlichte Erkenntnis, daß mit einer 218er davor der Lokführer bessere Chancen gehabt hätte. Und hätte man diese Strecke(n) schon längst elektrifiziert, bräuchte man dank besserer Beschleunigung auch nicht so hohe Geschwindigkeiten zu fahren um die gleichen Fahrzeiten zu erreichen.

Antworten:

Bis 160 km/h sind Bahnübergänge halt zugelassen. Die Schließzeiten sind auch so kurz wie möglich, sonst motzen die Autofahrer. Wenn eine Strecke für Neigetechnik ertüchtigt wurde, mußte man auch die Schaltstellen vorverlegen, sonst wäre der Zug am Bahnübergang, bevor die Schranken geschlossen sind. Es ist betrieblich auch nahezu aussichtslos, die Schließung so lange vor der Ankunft des Zuges zu machen, daß man noch ggf. mit automatischer Videoauswertung oder diagonal den Übergang kreuzenden Lichtschranken die tatsächliche Freiheit von Hindernissen feststellen und den Zug halten lassen könnte.

Übrigens gab es vor 14 Jahren nahezu am gleichen Ort schonmal einen Unfall, der sehr an den von gestern erinnert. Der Ablauf damals zeigt, auf welche bescheuerte Art man 3 Menschenleben auslöschen kann: https://de.wikipedia.org/wiki/Eisenbahnunfall_von_Vilseck

Es gibt Tfz-Führer, die fahren an schlecht einsehbare Übergänge aus gewisser Vorahnung wegen oft Erlebtem schon langsamer ran...

Diese 612er sind aber auch widerliche Züge. Man kann, wenn man den Lärm in den Mittelabteilen nicht ertragen will, nur im Kopfabteil fahren. Das Kopfabteil grenzt aber an den nur aus GFK bestehenden Führerstand. Man sieht ja eindrucksvoll, wie der nach einem Crash aussieht:
http://www.nordbayern.de/personenzug-rast-bei-freihung-in-us-militar-schwertransporter-1.4768721

Gestern Abend war der Zugteil mit der 1. Klasse führend. Wäre der Zug andersherum unterwegs gewesen, hätte es u.U. noch mehr Tote gegeben, die 2. Klasse ist oft deutlich besser gefüllt.

Btw., was mich bei Medienberichten von Zugunglücken immer aufregt: die Züge "rasen" dort immer. Nein, sie rasen üblicherweise nicht, sie fahren meist die vorgesehene Geschwindigkeit. Diese tendenziöse Berichterstattung geht mir tierisch auf den Zeiger.

von Chris_BLN - am 06.11.2015 10:34
Hier im Saarland gab es auch mal ein Unglück an einem Bahnübergang. Nur durch Dummheit der Autofahrerin provoziert. Eine weitere Frau wurde dabei schwer verletzt. Der Unfallhergang war so ziemlich der gleiche wie beim von Chris_BLN verlinkten Unfall von Vilseck. Die Fahrerin ignorierte das rote Licht und die sich schon recht weit geschlossenen Schranken. Sie fuhr auf den Bahnübergang, kam aber dort nicht mehr heraus weil sich mittlerweile die Schranken ganz geschlossen hatten. Da kann man sich mal vorstellen wie knapp die Dame noch unter der sich schließenden Schranke eingefahren sein muss. :rolleyes: Sie muss jedenfalls noch etwas hin und her gezuckelt sein da das Fahrzeug zum Glück für die Beifahrerin sehr schräg auf dem Bahnübergang stand so das der Zug zuerst in das Heck des Fahrzeuges krachte. Die Fahrerin war ausgestiegen um die Schranke von Hand hoch zu drücken und blieb unverletzt.

von Spacelab - am 06.11.2015 11:47
Gestern zwei Bü-Unfälle, einer im hohen Norden, ebenfalls LKW vs. Zug (das ging glimpflich aus, trotz Entgleisung). Man kriegt die Dinger auch nicht sicher, selbst bei den neuen mit Radarüberwachung (das sind die mit diesem überdimensionalen TicTac auf der Seite) kanns immernoch passieren, dass nach schliessen und Freimeldung jemand die Schranken zamfährt. Wennst dann am Deckungs-/Überwachungssignal vom Bü schon vorbei ist, krachts...

von elchris - am 06.11.2015 12:57
Ach, Radarüberwachung gibt es schon? War mir bislang nicht bekannt. Danke, wieder was gelernt. Hilft natürlich auch nicht gegen diejenigen, die es eilig haben und mal eben kurz vor Zugdurchfahrt um die Schranken drumherumfahren.

Was in Sachsen mit einem 612er passiert ist vor wenigen Jahren: ein Auto wartet vorm BÜ, ein anderes fährt von hinten auf und schiebt das erste Auto kurz vor dem Zug aufs Gleis.
http://www.lvz.de/Mitteldeutschland/Polizeiticker-Mitteldeutschland/Schweres-Zugunglueck-bei-Bad-Lausick-Regionalbahn-erfasst-Auto-und-kippt-auf-Feld

von Chris_BLN - am 06.11.2015 13:20
Zitat

Gestern zwei Bü-Unfälle, einer im hohen Norden, ebenfalls LKW vs. Zug (das ging glimpflich aus, trotz Entgleisung). Man kriegt die Dinger auch nicht sicher, selbst bei den neuen mit Radarüberwachung (das sind die mit diesem überdimensionalen TicTac auf der Seite) kanns immernoch passieren, dass nach schliessen und Freimeldung jemand die Schranken zamfährt. Wennst dann am Deckungs-/Überwachungssignal vom Bü schon vorbei ist, krachts...


Die meisten Unfälle an Bahnübergängen sind allerdings auf die Blödheit der Autofahrer oder Fußgänger zurückzuführen (Einfahren bei schließender Schranke / roter Ampel / Schallsignal, einfahren trotz Rückstau so dass auf dem Übergang gehalten werden muss...).
Und selbst mit der fehlerhaften Technik ist das so eine Sache. Jeder hat in der Fahrschule eigentlich gelernt, dass man sich auf die Technik (Schranken, Ampeln, Schallsignale) nicht zu 100% verlassen darf und dass Schienenfahrzeuge generell Vorrang haben...

von WiehengeBIERge - am 06.11.2015 18:49
Schon krass, so ein schlimmer Bahnunfall gleich bei mir in der Nähe! Mein herzliches Beileid gilt auf jeden Fall den Angehörigen des verstorbenen LKW Fahrers und des Lokführers. Die Passagiere des Zugs hatten wirklich Glück im Unglück, das hätte weitaus schlimmer mit deutlich mehr Toten ausgehen können.

Ja, Bahnübergänge sind gefährlich weil viele Leute eben dumm oder leichtsinnig sind und dann noch versuchen bei sich schließender Schranke noch schnell durchzufahren o.ä. Und auch ich habe in der Fahrschule gelernt dass man trotz offener Schranke immer schauen soll ob ein Zug kommt, da die Technik der Schranke eben auch mal versagen kann.

von BetacamSP - am 06.11.2015 20:17
Chris_BLN:

Das gibts nur bei Vollschranken und ersetzt die Sichtprüfung durch Videokamera oder den Wärter vor Ort. Bei Halbschranken gibt es keinerlei Räumungsprüfung, sobald die Anlage einschaltet (je Straßenseite ein rotes Licht) gilt der Bü als gesichert, auch wenn ein verreckter LKW (oder wie neulich: ein gottseidank schon leerer Schulbus) drauf steht - und nicht jeden Bü kann man gut einsehen, da ist ein Unfall dann unvermeidlich. Er wäre mit vorhandener Sicherheitstechnik vieles zu vermeiden, da wird es aber noch viele Kollegen und Straßenverkehrsteilnehmer ins Grab befördern, bis sowas flächendeckend kommt, wenn überhaupt. Für große Investitionen in die Sicherheit brauchts immer große Unfälle mit vielen Toten. Beispiele?

Indusi auf Hauptstrecken zur Geschwindigkeitsüberwachung: Aitrang, aus der Kurve geflogener Schweizer Zug, etliche Tote.
Zugfunk auf der Strecke und Streckenblock: Radevormwald, eine ganze Schulklasse wurde ausgelöscht. Streckenblock haben wir heute noch nicht überall - es ist also an zwei beteiligten Fahrdienstleitern gelegen, dass sich nicht zwei Züge auf eingleisiger Strecke treffen können.
Indusi (eine billige, erprobte Technik aus den 30ern!) auch in der ehemaligen DDR: Hordorf, Regionalzug vs. Güterzug, 10 Tote. Das hat etliche dort fahrende Kollegen so erschüttert, dass massiv Züge nicht fuhren, da die Kollegen diese Fahrten abgelehnt haben - erst danach wurde nachgerüstet.

Es hapert also schon an der tatsächlichen Sicherheit - und dann noch die schon erwähnte Dummheit der Verkehrsteilnehmer. Seis drum, bevor unser Verkehrtminister von WLAN im Zug schwärmt dürft er seine Staats-AG (meinen Arbeitgeber...) mal drauf anspitzen, grundlegende Sicherheitslücken noch zu stopfen. Dass nicht viel öfter viel schlimmeres passiert ist eines: Glück. Bei der Eisenbahn sind wir dritte Welt.

von elchris - am 07.11.2015 00:43
elchris:

Wir hatten das Thema gerade vor 2 Wochen hinter den Kulissen via PN. "Wir" waren Kay B und ich. Da hatte ich Aitrang auch erwähnt. Drauf gekommen waren wir über unsere gemeinsame Unlust, in einem 612er zu fahren - so rein aus Sicht als Fahrgast. Von da kam ich zu der mit dem Quadrat der Geschwindigkeit steigenden Querkraft, die auch bei Neigetechnik auf das Rad-Schiene-System wirkt (was gerne von Laien vergessen wird) und auf meine Aussage, daß es auch nur eine Frage der Zeit ist, bis es auch mal in Deutschland einen 612er schlichtweg wegen zu hoher Geschwindigkeit für die durch diese Züge geschundenen Strecken raushaut. Ich habe da Stellen erlebt, in denen es Woche für Woche ruckartiger in die Kurve ging - teils monatelang, bis dann mal abgeholfen wurde. Wenn der 612er mit Tempo 120 in solche Stellen reingefahren ist, flogen die Schiebetüren zwischen den Abteilen bis zum Anschlag auf - inzwischen hat man sie alle motorisiert, da fällts nicht mehr auf.

Und den hier hatte ich damals auch verlinkt:
http://magazin.spiegel.de/EpubDelivery/spiegel/pdf/43176670

von Chris_BLN - am 07.11.2015 07:39
@612
Ja, den 612er hatte ich auch als RE Kirchenlaibach-Nürnberg von Ende 2001 bis Ende 2004 für den Weg zur Arbeit. Für einen DXer war natürlich schön, daß zumindest der UKW-Empfang um Welten besser war als im 610er. Es wäre auch gelogen wenn ich die schnelle Verbindung nicht geschätzt hätte. Allerdings wurde nach meiner Einschätzung hier eben eine Beschleunigung wie man sie von Elektrotraktion gezogenen Zug kennt durch Geschwindigkeit erkauft. Es gab Sonntags Abends einen Zug der nur einen Zwischenhalt in Pegnitz hatte, also in Hersbruck und in Neuhaus nicht, und dennoch trotz einer bauartbedingten Vmax von 120 km/h nicht mehr Zeit benötigte. Nun, hier hat man sich wohl nach Abwägung für die Neigetechnik und gegen die Elektrifizierung entschieden, auch vor allem deshalb weil die zahlreichen Tunnel der Strecke alle einen Umbau für eine Oberleitung bedürfen.
Neben einem Systemausfall in Hohenstadt, die Software sagte daß der Zug nicht mehr weiterdürfe und wir saßen einige Stunden fest, war ich nur einmal dabei als wir nach massivem Naßschneefall einen Baum (!) im Gleis überfahren hatten. Es ist nichts passiert, es sah also nicht so wie nach dem letzten Sturm aus als ein 612er bei Pegnitz einen Baum mittig genommen hatte. Und natürlich auch 2002 angesäuert als sich ein 612 einmal falsch neigte (!) und die Neigetechnik dann für Monate außer Betrieb genommen wurde und ich in Nbg Hbf immer meinen Anschluß um ca. 3min verpaßte.
Das „schlechte Gefühl“ ist stets mitgefahren, der 2001er Unfall an einem Bahnübergang bei Vilseck war ja noch kein halbes Jahr her und gut bekannt. Dennoch habe ich es eigentlich immer vorgezogen zumindest im Zug zu ruhen. Ja, das Mittelabteil hatte eine üble Lärmbelästigung und die kurzen wesentlich ruhigeren Frontabteile sind wirklich „nur Plastik“.
@Chris_BLN
Ja, tendenziöse Berichterstattung war heute früh auch wieder bei Diana Gaul auf BR-Klassik zu hören. Auch da ist der Zug in den LKW gerast. Hätte ein PKW auf der Autobahn 140 km/h drauf könnte man u. U. von Rasen sprechen. Bei der Bahn, und das sollte doch im seriösen Journalismus bekannt sein, ist eine Strecke für diese Geschwindigkeit ausgelegt. Im Gegensatz dazu darf man mit dem Auto bekanntlich nur unter günstigen Umständen die Höchstgeschwindigkeit nicht überschreiten, bzw. die Richtgeschwindigkeit überschreiten. Der Zug ist also absolut normgerecht gefahren! Gerade wenn ich Frau Gaul ertragen muß kommt mir häufig die Galle hoch. Ist es denn nicht mehr möglich Nachrichten sachlich vorzutragen ohne mit der Stimme Emotionen hineinzubringen? Das die Masse aller Dokumentationen inzwischen so gesprochen wird zeigt allerdings den Zeitgeist. Ich bin jedenfalls nicht bereit so was zu ertragen.
@ elchris
Ja, es ist offenbar leider so. Das S-Bahn-Unglück von Rüsselsheim wäre auch noch zu nennen. Verspätung, ungünstige Betriebssituation, mangelnder Ausgleich (man beachte die Ü-Zeiten und die Schichtdauer) haben dazu geführt daß der Trieffahrzeugführer sein HP0 nicht mehr wahrgenommen hat. Die 420er war dann zu mächtig und der Durchrutschweg zu kurz. Die Sicherung, Jahre später erst eingeführt, führt noch heute dazu, daß noch heute von Fahrgästen gemotzt wird wenn ein Zug erst nach dem Signal wieder hochbeschleunigen kann.

von Thomas (Metal) - am 07.11.2015 14:33
Nicht gerade Unfälle aber die Ewig wirkende Wartezeit vor den Schranken kann sehr nervig sein!
So auch der Bahnübergang Bremerstrasse in Leer.
Das Ding ist mehr zu als offen.:mad:

von _Yoshi_ - am 07.11.2015 20:09
Im Zweifel ist der Lokführer schuld auch wenn er sich an die Betriebsvorschriften gehalten hat. 4 k€? :eek: Unabhängig davon, daß der Lokführer freigesprochen gehört und andere vor Gericht müßten: Die wissen schon was der verdient und dann noch übrig hat? Oder wurde hier bei der Verhandlung zusätzlich mit Schöffen besetzt? Wir sollten uns diesbezüglich bitte nicht über US-Gerichte lächerlich machen wenn die mit einer Jury daher kommen, wir sind da auch nicht besser.
Die Bauweise der 612 sieht man hier erschreckend gut . Das ist der zuvor angsprochene Baum bei Pegnitz.

Nachtrag: Es ist dann so zu verstehen: Wäre der Lokführer langsam gefahren, der BÜ ist ja im Streckenbuch geführt und somit als Gefahrenstelle bekannt, könnte er ja zumindest den Zusammenprall abmildern. Ich bin gespannt wann ein Jurist darauf kommt...
Abgedrehte Meinung? Nicht ganz, ich beziehe mich da auf die Seku Erlangen
"Nach dem Zweiten Weltkrieg verlor die „Seku“ mit dem Aufkommen des Autoverkehrs an Bedeutung, nicht zuletzt da sie an Vorfahrtsstraßen anhalten musste. Nach den immer häufiger werdenden Unfällen war die Höchstgeschwindigkeit per Gerichtsbeschluss schließlich auf 15 km/h festgelegt worden." Ich hatte ja im Mai ein paar Tage Zeit vor Ort ein bischen zu lesen ;-) .

von Thomas (Metal) - am 07.11.2015 22:36
Aua! Wie Pappe...

Irgendwo gibt es auch noch ein Foto von einem anderen Sturmschaden, da steckt ein Baum in der Frontscheibe eines 612ers.

Auch noch im Angebot: der Unfall, bei dem es unter dem Zug brannte und der Motor aus der Vernakerung riss, aufs Gleis plumpste, sich verkantete und den 612er aufbockte ("Neigezug"). Dabei kam e szur Trennung beider Triebfahrzeughälften. Wäre das zwischen Jena und Weimar im Früh- oder Nachmittagsverkehr passiert, hätte es Tote gegeben, da da auf dem Übergang immer mehere Leute stehen wegen totaler Überfüllung.

http://www.lvz.de/var/storage/images/lvz/mitteldeutschland/news/nach-zugunglueck-in-bad-lausick-dauern-untersuchungen-an/199385936-3-ger-DE/Nach-Zugunglueck-in-Bad-Lausick-dauern-Untersuchungen-an_pdaArticleWide.jpg

(der ist echt so zum Stehen gekommen)

Richtig was los war 2 Jahre später ebenfalls in dieser Gegend:
http://www.focus.de/fotos/zugunglueck-bei-bad-lausick-kreis-leipzig_mid_951035.html
http://www.handelsblatt.com/panorama/aus-aller-welt/49-verletzte-regionalexpress-in-sachsen-entgleist/4628868.html

Das war ein Bahnübergangs-Unfall.

von Chris_BLN - am 07.11.2015 23:06
Also erst mal - der 612 ist eine Scheisskarre, jedoch von der reinen Technik nicht unsicherer als was da so rumfährt. Dass man bei Unfällen mit halben Wäldern oder dem Straßenverkehr ständig die Dinger sieht liegt am Einsatzgebiet (mangelhaft hochgezüchtete teils ehemalige Vicinalbahnen) und an der schieren Masse.

Was zwischenzeitlich Thomas angesprochen hat:

Langsamer fahren wegen BÜ - also ich würde es nicht empfehlen. Es hat ein Auswerter mal einem Kollegen einen eingeschenkt weil der kurz vor einem Personenunfall leicht abgebremst hat (um die Situation zu erkennen) und erst als er näher kam in die Schnellbremse gegangen ist. Seither wird eingebläut: Streckengeschwindigkeit oder Schnellbremse, da muss man mit der Zeit abgehärtet sein um mit der erlaubten Geschwindigkeit durch Bahnhöfe oder über BÜs zu fahren. Bei der Vorbeifahrt am Bahnsteig ist im Hinterkopf: Wenns kracht, krachts. Am BÜ: Wenns kracht, krachts - hoffentlich ists nur ein Auto, beim LKW könnts mir weh tun.

Chris_BLN:

Es ist erstaunlich, wie sich gefühlte Gleislagen von den Messwerten unterscheiden. Ich bin mal ganz gemütlich nach Herrsching, mir folgte der Messzug, der danach die Strecke dicht gemacht hat, da an einer Stelle, wo ich mit erlaubten 60 drüber bin die Messwerte eigentlich nurnoch eine 20km/h La ermöglichten. Daneben fahren wir alle nicht mehr so schnell nach Erding, dort im Moos sinkt ständig der Bahndamm ab, da muss man sich bei erlaubten 120 am Sitz festkrallen - Messzug ergab: Alles dick in der Toleranz.

von elchris - am 09.11.2015 15:33
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