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5
Erster Beitrag:
vor 1 Jahr, 3 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 1 Jahr, 3 Monaten
Beteiligte Autoren:
Radio_DDR, Marc_RE, Wolfgang R, carkiller08, UM74

Sensortasten

Startbeitrag von UM74 am 01.05.2016 21:05

In vielen technischen Geräten in den 70/80ern wurden früher oft Sensortasten verbaut,bei denen es genügte sie nur zu berühren um die gewünschte Einstellung/Programmwahl o.ä. zu erreichen,wie z.B. an diesem portablen Fernseher zu sehen.

Grundig-Portable

Bei Berührung leuchtete oft dann auch ein Licht zur Bestätigung auf.

Auch von Aufzügen aus dieser Zeit kenne ich solche Tasten,oder von Lichtschaltern im Haus.
Wirkte damals sehr modern.

Irgendwie sieht man heute so etwas kaum noch.Heute hat man eher wieder normale
Drucktasten oder gleich berührungsempfindliche Displays.

Eine richtige Sensortaste hatte ich schon länger nicht mehr unter den Fingern.
Gibt es da einen konkreten Grund für das Verschwinden ? Sicherheitsbedenken vielleicht ?

Geht bei dieser Frage irgendjemanden ein Licht auf ?;)

Antworten:

Sicherheitsbedenken dürften eher nicht die Ursache sein.
Sonst dürfte es auch keine Lampen geben, die über Berührung des Metall-Sockels / -Gehäuses
eingeschaltet oder gedimmt werden können.

Eher ging es da um die Kosten, nachdem nach den 1970er Jahren immer mehr Bedienelemente
an den Geräten hinzu kamen. Ein Taster/Schalter ist billiger und erfordert keine so aufwändige
Zusatz-Elektronik.

von carkiller08 - am 01.05.2016 21:28
Mein AEG-Electrolux Glaskeramikfeld hat so etwas.

Zur Aktivierung der Bräterzone und der dreistufigen Kochplatte.

Ich hasse das Ding. Fettspritzer mit einem nassen Lappen abwischen. Zack. Bräterzone an. Oder eine Zone weniger für die Kochplatte.

Man bekommt es dann jedoch um's Verrecken nicht mehr aus.

Trocken wischen, rumtippen.

Ich würde das Teil am liebsten abklemmen.

Wir hatten noch lange einen Dimmer aus den 70ern, gesteuert mit Sensortasten.

Wolfgang

von Wolfgang R - am 02.05.2016 11:34
Damals wurde die hochohmige Verbindung über die Haut festgestellt. Probleme gab es bei verschmutzten tasten, hoher Luftfeuchtigkeit usw. Dann wurden willkürlich Schaltfunktionen ausgeführt. Weitere Probleme waren statische Elektrizität. Daher sind die Ende der 70er wieder verschwunden, genau wie das z.B. bei Grundig damals erstmals eingeführte OSD, Modulbestückung usw.

Sensortasten sind ja aktuell wieder modern, die heutigen funktionieren aber anders.
Heute wird das vorhandensein des Fingers über Reflexlichtschranken, wie z.B. beim Kochfeld, festgestellt.
Andere Verfahren arbeiten Kapazitiv. Mein Vantage Satreceiver hat z.B. solche "Tasten", BSH verbaut sie an Waschmaschinen. Bei meinem Reveiver reicht das berühren der Frontblende, bei herabgeklappter Blende reicht es, den Finger in den Bereich zu halten, ohne etwas zu berühren.

von Marc_RE - am 04.05.2016 10:55
Das Erkennen der Betätigung ist das kleinere Problem, aber das wirksame Unterscheiden zwischen Störung und bewußter Bedienung durch den Anwender ist eine Herausforderung. Bedenkt, dass wir die Bedienteile nicht nur bis zu den geforderten 3 V/m elektr. Feldstärke störfest machen können. Kein Kunde würde es akzeptieren, wenn die WaMa, der Trockner, Backofen oder auch Spüler plötzlich ein Eigenleben führt, wenn der Kunde mit dem GSM oder DECT in der Nähe steht.

In den 70/80ern, wo solche hochohmigen Sensortasten aufkamen, waren heutige Störquellen noch nahezu unbekannt bzw. nicht in den Haushalten vorhanden.

von Radio_DDR - am 09.05.2016 10:26
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