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Navigationsgeräte und die Hörigkeit der Autofahrer

Startbeitrag von Scrat am 27.07.2016 09:12

Was das Navi sagt wird gemacht? Man liest ja immer wieder von Fahrzeugen die die Spur wechseln obwohl es keinen Grund dazu gibt Warnung vor Navi-Nutzung

oder sonstige Scherze : "In 100 Metern fahren Sie" ... in den Fluss

Wie haltet ihrs? Ich fahr ohne Navi und wenn doch mal ein Auto mit einem benutzt wird, lasse ich wenn dann die Karte/derzeitige Position laufen.

Antworten:

Da ich alleine fahre und alles per Hand erledigen muss (sowohl Gas als auch Bremse sind per Hand zu bedienen, und dann mussja eine Hand auch noch lenken), kann ich dann nicht auch noch in eine gedruckte Karte schauen. Diese nutze ich allerdings immer im Vorfeld, und es gibt genug Situationen, in denen ich das Navi auch teilweise ignoriere. Die Stauantenne ist bei mir mittlerweile nicht mehr in Gebrauch, da TMC nur schlecht umgesetzt ist, zu spät warnt und nur selten sinnvolle Umleitungen hatte.

von rolling_stone - am 27.07.2016 09:35
Ein Navigationsgerät sollte in aller Regel als nur unterstützend zur Seite stehend betrachtet werden.
In aller Regel sind Straßenschilder bindend welche die Richtungen zu den Orten weisen.
Wer aufgrund der Ansagen eines Navi in den Fluß fährt oder verkehrt in eine Einbahnstraße ist gelinde gesagt "selten dämlich".

In Orten an denen man sich nicht auskennt ist es wirklich hilfreich eine aktive Zielführung zu haben, so muß man nicht dauernd stehen bleiben und in eine Karte schauen.

von Felix II - am 27.07.2016 09:42
Letzteres habe ich bei einer Fahrt in Frankreich irgendwann aber mal gemacht, das Navi war komplett neben der Spur (im wahrsten Wortsinn). Wohl dem, der einen guten Orientierungssinn hat, Ansonsten gebe ich Felix II absolut recht, die Straßenschilder sind binden, egal was das Navi sagt. Wenn jemand so blindlings dem Navi vertraut, dass er auf einen Feldweg fährt... Spätestens bei der Absicht (die auch meines mal öfter hatte) heißt es, einfach ignorieren.

http://hessenschau.de/panorama/lkw-brand-nach-navi-irrtum,lkw-brand-nach-navi-irrtum-100.html

von rolling_stone - am 27.07.2016 09:55
Also das Navi im Golf 7 mit TMC PRO ist wirklich sehr hilfreich.
Wenn man es ignoriert bereut man es. Staus oder Massenunfälle meldet es manchmal erst kurzfristig aber zuverlässig. Die Routenführung ist kaum zu optimieren, nicht mal wenn man sich auskennt.

Tja und auch beim Windows Phone gestern erst wieder erlebt. Ich denke was macht das Ding? Also stand ich vor der gesperrten Straße. Waren halt 5km hin und nochmal zurück extra. Das gleiche vor kurzem als es Mäharbeiten auf der zweispurigen Bundesstraße gab. Navi sagt fahre rechts ab aber nein. So wurden aus 3 Minuten Umweg 40 Minuten. Mit Google Maps bin ich am testen, die leiten ja auch nicht mehr über Fußwege.

Es ist natürlich richtig, das Navi hat nichts zu sagen, soll aber unterstützen. Das kann es gut.

von pomnitz26 - am 27.07.2016 10:28
Google Maps benutze ich immer dann wenn ich irgendwo hin fahren muss wo ich mich nicht auskenne. Die App funktioniert recht zuverlässig. Auch wenn mal ein Stau auf der Route ist. Es wird nicht immer die kürzeste, aber dafür die einfachste Strecke gewählt mit den wenigsten Abzweigungen. Das aber auch nur wenn man dafür keinen zig Kilometer weiten Umweg in Kauf nehmen muss natürlich. Auch sehr gut ist die App "Offline maps & Navigation". Allerdings hat diese es nicht so mit Stauumfahrung. Dafür kann man sich die Karten bequem ohne Inklusivvolumen zu verballern im WLAN herunterladen.

von Spacelab - am 27.07.2016 10:44
Ich habe ein festeingebautes im Auto, das nutze ich aber nicht - Google Maps ist mittlerweile vielen eingebauten überlegen. Man erkennt Stauszenarien an der Farbe des Balkens - brauch es aber eher nur zum finden von Funktürmchen usw.

Aber sonst - kommt mir das nur so vor oder wird Straßenbeschilderung immer schlechter? Gerade innerorts wird wohl der Verkehr regelmässig so geleitet, dass Umwege und längere Fahrzeiten entstehen, ausserorts werden falsche Zielorte angegeben, innerorts steht man auf Nebenstrecken dann an einer nicht ausgeschilderten Kreuzung - wenn man seine Wege kennt gehts, ohne Ortskenntnis wirds aber so langsam schwierig.

von elchris - am 27.07.2016 11:12
Das mit der falschen Beschilderung (oder auch teilweise sehr versteckten) ist mir auch schon aufgefallen. Gerade, wie du sagst, in kleinen Ortschafen gang und gäbe. Deswegen benutze ich meines manchmal auch bei in mir bekannten Gegenden, um eine kleine und gemein versteckte Abfahrt (innerorts auf eine andere Bundesstraße abbiegen) nicht zu verpassen :D

von rolling_stone - am 27.07.2016 11:34
Darüber gab es erst kürzlich einen Artikel in der Lokalzeitung. Hier werden jetzt nach und nach die vorhandenen Schilder durch neue ersetzt die die Fahrer anders leiten. So möchte man manche Straßen entlasten. Ich hoffe nur es kommen dann auch noch ein paar Schilder hinzu. Denn aktuell wird man als ortsunkundiger mehr als einmal ins leere geschickt weil plötzlich keine weiteren Schilder mehr kommen.

von Spacelab - am 27.07.2016 11:34
Zumindest innerorts ist es inzwischen immer mehr offizielle (!) Absicht, den Verkehr um die Innenstädte herum zu leiten, egal, ob es trotzdem schneller wäre, mitten durch die Stadt zu fahren. Das dient der Lärmminderung und der Verkehrsberuhigung. Und mitten im Ort steht man dann vor einem Schild "Alle Richtungen", das brav hin zur Umgehungsstraße weist. Egal, ob man dafür erst ein oder zwei Kilometer bis dorthin fährt.

Es gibt nur eins, was das noch toppen kann. Und das ist die Beschilderung von Baustellenumleitungen. Hier ist derzeit eine etwas größere Vollsperrung, deren Umleitung aber nur mit ihrem Fernziel beschildert ist. Die Zwischenziele darf man sich auf den regulären Straßenschildern zusammensuchen, wobei eine kleine Siedlung komplett fehlt, und sich an einem Kreisel auch nicht davon irritieren lassen, dass dieses Fernziel dort gar nicht genannt ist.

von Hagbard Celine - am 27.07.2016 11:42
[x] Navi auf smartphone / Halterung dafür im Auto / Nutze es sehr selten

I.d.R. verschaffe ich mir per Karte einen großräumigen Überblick und fahre ohne. Manchmal, in einer unbekannten Stadt, nutze ich es dann noch auf den letzen Metern zur Parkplatzsuche und später dann nochmal, um aus der Stadt wieder herauszufinden.

Offline-Navigation war auch einer der Hauptgründe für die Anschaffung eines smartphones. Damit entfallen dann zwar Stauinfos und Umfahrungen, aber meistens haut das gut hin. Blöd ist es, wenn innerstädtisch Straßen gesperrt sind.

von iro - am 27.07.2016 11:48
Zitat
Hagbard Celine
Zumindest innerorts ist es inzwischen immer mehr offizielle (!) Absicht, den Verkehr um die Innenstädte herum zu leiten, egal, ob es trotzdem schneller wäre, mitten durch die Stadt zu fahren. Das dient der Lärmminderung und der Verkehrsberuhigung. Und mitten im Ort steht man dann vor einem Schild "Alle Richtungen", das brav hin zur Umgehungsstraße weist. Egal, ob man dafür erst ein oder zwei Kilometer bis dorthin fährt.

Es gibt nur eins, was das noch toppen kann. Und das ist die Beschilderung von Baustellenumleitungen. Hier ist derzeit eine etwas größere Vollsperrung, deren Umleitung aber nur mit ihrem Fernziel beschildert ist. Die Zwischenziele darf man sich auf den regulären Straßenschildern zusammensuchen, wobei eine kleine Siedlung komplett fehlt, und sich an einem Kreisel auch nicht davon irritieren lassen, dass dieses Fernziel dort gar nicht genannt ist.


Oh ja, das kenne ich, vor drei Jahren auf demWeg nach Speyer. Und irgendwann waren die Umleitungsschilder plötzlich weg, aber die reguläre Beschilderung ab dem Ende der Umleitungsschilder führte wieder in die nächste Sperrung.... Und die Navitante schob ständig Panik, so dass sie schließlich ausgeschaltet wurde.

von rolling_stone - am 27.07.2016 11:54
Zitat
elchris
Aber sonst - kommt mir das nur so vor oder wird Straßenbeschilderung immer schlechter? Gerade innerorts wird wohl der Verkehr regelmässig so geleitet, dass Umwege und längere Fahrzeiten entstehen, ausserorts werden falsche Zielorte angegeben, innerorts steht man auf Nebenstrecken dann an einer nicht ausgeschilderten Kreuzung - wenn man seine Wege kennt gehts, ohne Ortskenntnis wirds aber so langsam schwierig.


Schlechter für den Fahrer ohne Navi bzw. ohne (Über)Blick auf die Karte/den Strassenverlauf. Hauptsache raus aus der Stadt/dem Ort und fern der Strassen mit Ortsdurchfahrten.

In NM und auf der Umgehungstrasse leitet einen der Schilderwald ausschliesslich in eine Richtung auf die A3 Richtung Regensburg. Das führt dazu das wenn man bei mir im Süden der Beschilderung folgt erstmal 13 km zur A3 hat und dann nochmal 17km um zur selben Stelle zu kommen wie wenn man bei mir in die andere Richtung fährt. Allerdings mit 14km Gesamtlänge und nicht 30km wie in die empfohlene Richtung :bloed:

von Scrat - am 27.07.2016 14:22
Kennt oder nutzt noch jemand die Navisoftware "Waze"? Das gibt es ja für Android und iOS. Anfangs war es schon echt super so ein" Sozial Navi". Änderungen in der Strasenführung, Baustellen, Staus... Das alles konnte man per Knopfdruck bekannt geben und damit allen Nutzern helfen. Für jede Meldung bekam man Punkte die man für irgendwas einlösen konnte. Leider wurden die Nutzer etwas zu aktiv. Denn da wurden Staus gemeldet wo gar keine waren, gefühlt hundert mal eine Strasenführung geändert da es ja für jede Änderung Punkte gab und so weiter. Irgendwann hat die Navisoftware dann mehr verwirrt als geholfen und nur weil irgendein Hansel 3 Punkte abstauben wollte und einen nicht vorhandenen Stau gemeldet hat, hat man dann einen x km langen Umweg gefahren. Mich würde mal interessieren ob das immer noch so ist oder ob sich die Betreiber da haben was einfallen lassen.

von Spacelab - am 27.07.2016 16:28
Wenn ich ein Navi brauche, kaufe ich eines und benutze es. Beispiele der letzten 6 Wochen, warum ich noch keines brauchte.

8000 km über Norwegens Nebenstrecken. Orientierung nach 25 Jahre alten Straßenkarten reichte aus. Wenn es neue Tunnel unter oder Brücken über Fjorde gab, war das wie jede andere Straße gut ausgeschildert.

Ausnahme 1: Vollsperrung der 13 Kinsarvik - Odda. Ein Polizist geht von Auto zu Auto und sagt jedem, dass er mit 1h Wartezeit rechnen muss, bis eine Unfallstelle geräumt ist. Die Einheimischen kennen die Situation, mir wurde unaufgefordert in englisch die alternative Umleitung erklärt: mit Fähre auf die andere Seite des Fjords und dann weiter. Zeitersparnis unerheblich. (Ich hatte Urlaub und änderte spontan den Tagesplan)

Ausnahme 2: Vollsperrung der E6. Ein Streckenarbeiter geht die Schlange von 10 Fahrzeugen durch, es ginge um Punkt 22:00 weiter - Tunnelarbeiten! Also Motor aus, Warnblinkanlage an, 30 Minuten warten und zwischendurch die Info an die nächsten Eintreffenden weitergegeben.

Und übermorgen fahre ich vor der Nachtschicht auf ein Konzert nach Frankfurt am Main. 3 Minuten den Stadtplan studieren reichte bisher immer aus. Das Navi, das mich zu einem freien Parkplatz dirigiert, wird es eh nie geben. ;)

Was mich viel mehr interessiert: Wie orientiert sich in 10, 20, 30 Jahren eine Generation im lokalen und fremden Umfeld ohne Navi, Smartphone & Co? Leidet der allgemeine Orientierungssinn anhand Sonnenstand oder markanter Gebäude? Hat man da noch einen virtuellen Kompass mit O-W-N-S-Koordinaten im Kopf? Das verkümmert doch genauso wie Kopfrechnen, oder? :nrwopa:

von Erich Hoinicke - am 27.07.2016 16:39
Das war mir gar nicht bekannt.Ich hab zum ersten Mal über so eine sensationsgeile Meldung auf n-tv davon gehört, dass es das überhaupt gibt.

http://www.n-tv.de/panorama/Navi-App-lotst-Ehepaar-in-toedliche-Falle-article16105476.html

von rolling_stone - am 27.07.2016 16:48
Zitat
www.t-online.de
Stuttgart warnt vor Navi-Nutzung auf der A8


siehe ---> http://www.t-online.de/auto/news/id_78515468/stuttgart-warnt-autofahrer-sollen-auf-a8-nach-sueden-navi-ignorieren.html

Noch Fragen? :D

von Manager. - am 27.07.2016 16:54
Zitat
Manager.
Zitat
www.t-online.de
Stuttgart warnt vor Navi-Nutzung auf der A8


siehe ---> http://www.t-online.de/auto/news/id_78515468/stuttgart-warnt-autofahrer-sollen-auf-a8-nach-sueden-navi-ignorieren.html

Noch Fragen? :D

Ja ist mir auch aufgefallen. Gut das ich lesen kann dachte ich mir. So sehr darf man dem Navi auch nicht vertrauen. Ähnlich sieht es in Würzburg A3 / B19 aus. Ich selber denke beim ersten mal auch das kann doch nicht sein, aber im Fall einer Baustelle kann das Navi sagen was es will.

von pomnitz26 - am 27.07.2016 17:31
Zitat
Spacelab
Kennt oder nutzt noch jemand die Navisoftware "Waze"?

Habe ich auch auf dem Windows Phone. Die Ansicht hätte mir beim Nokia N95 gereicht aber zu wenig Favoriten, keine Erkennung direkt aus dem Netz, Adresseingabe dauert zu lange. Als auf dem Lumia mit mehreren Geräten über 1 Account das ganze Nokia Navi immer abstürzte habe ich Waze mal probiert.

von pomnitz26 - am 27.07.2016 17:35
Ein Navi könnte nie "In 500 Metern biegen sie im Fluss ab" sagen, ausser n00bs brauchens im Schiff/Boot :bruell:

von RadioZombieCH - am 28.07.2016 20:04
Pah, Fluss. Echte Männer lassen sich auch von einem Ozean nicht aufhalten: ;)



von PhanTomAs - am 28.07.2016 20:12
Beta? Pfui!
Das echte Google Maps ist inzwischen schlauer. "Die Route... mit dem Auto knnte nicht berechnet werden."

von rolling_stone - am 28.07.2016 20:18
.:.


von PowerAM - am 28.07.2016 21:24
http://www.stern.de/digital/technik/navi-missgeschicke--in-100-metern-fahren-sie------in-den-fluss-3087618.html ;)

Mir tun nur die Fälle leid, in denen Menschen ums Leben kamen. Bei einem in einen Fluss fahrenden modernen Wagen lassen sich elektrisch verriegelte Türen nach einer durch Flusswasser kurzgeschlossen Batterie oft nicht mehr öffnen...

von Erich Hoinicke - am 28.07.2016 23:33
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