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Wahl-O-Mat 2017

Startbeitrag von Cha am 30.08.2017 16:48

...ist seit heute online.

Ich hab mal nur die (halbwegs) etablierten Parteien genommen. An oberster Stelle von allen stand bei mir die Tierschutzpartei mit 69,7%. :o Schlusslicht unter allen 33 Parteien ist bei mir tatsächlich die AfD (Gott sei Dank). :D

GRÜNE 64,5%
PIRATEN 64,5%
SPD 59,2%
CDU/CSU 55,3%
DIE LINKE 55,3%
FDP 50%
AfD 43,4%

Die 50 interessantesten Antworten:

Wie kann man nach den letzten paar Jahren auch nur noch in Gedanken noch daran denken, die üblichen dämlichen großen Verbrecher- und Landverräterparteien wie CDSU, SPD, FDP, Linke und Grüne im Wahl-O-Mat überhaupt in die nähere Auswahl von den 8 Möglichen auszuwählen?

Aber da ja wohl leider wieder die Raute :klo: gewinnen wird, denke ich mir nur, dass das gemeine Wahlvolk es einfach nicht anders verdient hat. (Welche Länder sind noch geeignet zum Auswandern?)

Nur, warum muss ich darunter leiden? Darf ich als einer, der die von mir oben genannten Parteien schon lange als nicht mehr tragbar sieht, etwa nicht eine Meinung haben? Wenn es nach den Medien geht, eher nicht. Denn die hiesigen Parteien sind in den letzten zehn Jahren immer mehr nach links abgedriftet, so dass Einstellungen, die damals noch als normal galten, heutzutage eher schon als rechts gelten.

Wie dem auch sei, mein Ergebnis:

NPD 68,6%
Die Rechte 68,6%
PDV 61,6%
AfD 59,3%
DM 51,2%
BGE 40,7%
PIRATEN 39,5%
Die Humanisten 34,9%


Warum gibt es eigentlich bei uns in Deutschland kein Gesetz, das vorsieht, dass der Regierungschef nicht länger als zwei Amtszeiten (so wie es in den USA oder auch in AUT gehandhabt wird) regieren darf?

von PhanTomAs - am 30.08.2017 21:32
Zitat
PhanTomAs
Aber da ja wohl leider wieder die Raute :klo: gewinnen wird, denke ich mir nur, dass das gemeine Wahlvolk es einfach nicht anders verdient hat. (Welche Länder sind noch geeignet zum Auswandern?)


Wenn Leute auswandern wollen und dabei Parteien sympathisch finden, die gegen Einwanderung sind...

Genau mein Humor.

von Wrzlbrnft - am 31.08.2017 06:40
Zitat
PhanTomAs
Nur, warum muss ich darunter leiden? Darf ich als einer, der die von mir oben genannten Parteien schon lange als nicht mehr tragbar sieht, etwa nicht eine Meinung haben? Wenn es nach den Medien geht, eher nicht. Denn die hiesigen Parteien sind in den letzten zehn Jahren immer mehr nach links abgedriftet, so dass Einstellungen, die damals noch als normal galten, heutzutage eher schon als rechts gelten.


Dass es einen Linksruck gegeben hat, ist auch verdammt gut so. Ich mein', wie definiert man links oder rechts? Kurz gesagt: Links geht von der Gleichheit der Menschen aus, rechts von den Unterschieden - egal ob Religion, Staatsangehörigkeit oder andere - jeder Mensch ist unterschiedlich viel wert. Und genau das ist es eben nicht. Jeder Mensch hat seine Bedürfnisse - Essen, Trinken, Arbeit, soziale Anerkennung. Sollte also auch gleich behandelt werden. Nein, es gibt die Meinungsfreiheit nach wie vor - auch für Rechte. Nur muss jeder - egal ob links oder rechts - mit einem entsprechenden Gegenwind rechnen. Nur wenn gewisse Rechte gern unter sich bleiben wollen, weil sie wiederum mit der Meinung anderer nicht leben können, können sie gern auswandern (wohin auch immer) und ihren RECHTSstaat gründen, wo sie ihre Idiologien (die Schreibweise ist Absicht) ausleben können.

von NurzumSpassda - am 31.08.2017 06:53
GG 16a, Satz 1 und 2. Wer traut es sich zu zitieren und zu erläutern ?
Daher nix "starker Tobak", sondern Gegenstand von mehr als 1000 Strafanzeigen.

Hinweis : Ich achte dieses Forum sehr. Es wird ehrenamtlich betrieben,
und die Admins haben sicherlich genug zu tun, dass nichts ausufert.
Es sollte bei der Technik bleiben und "Politik" besser aussparen. Dafür
gibt es viele andere Foren. ( ist aber nur meine private Meinung )

von sup2 - am 31.08.2017 11:46
Jeder meckert über Merkel. Aber mal ehrlich, hätten wir damals jemanden gehabt der es hätte besser machen können? Oder noch provokanter gefragt: haben wir jetzt jemanden der es besser machen kann? Wenn ich mir mal so die ganzen Kandidaten anschaue sind das doch alles Dünnbrettbohrer oder irgendwelche Populisten die einfach nur dem Volk nach dem Maul reden und sagen was dieses hören will. Ob das auch nur im Ansatz umsetzbar ist, ist doch vorerst mal egal. Hauptsache wir haben die Stimmen einkassiert. Was passiert wenn man Populisten wählt die einfach nur das sagen was das Volk hören will sieht man ja aktuell in den USA mit Trump.

Wenn ich den Wahl-O-Mat füttere kommen solche Granaten wie "Freie Wähler", "FDP", "Die Partei" und sogar "DiB (Demokratie in Bewegung)" mit den meisten % heraus. :eek:

von Spacelab - am 31.08.2017 13:45
Die FDP hat meiner Meinung nach diesmal auch ein wirklich gutes Wahlprogramm. Problem ist aber, dass sie mit der SPD vermutlich nicht koalieren wollen und deshalb fällt diese Option für mich flach. Die "Ampel" wäre für mich die beste Lösung.

Zitat
PhanTomAs
Wie kann man nach den letzten paar Jahren auch nur noch in Gedanken noch daran denken, die üblichen dämlichen großen Verbrecher- und Landverräterparteien wie CDSU, SPD, FDP, Linke und Grüne im Wahl-O-Mat überhaupt in die nähere Auswahl von den 8 Möglichen auszuwählen?

Aber da ja wohl leider wieder die Raute :klo: gewinnen wird, denke ich mir nur, dass das gemeine Wahlvolk es einfach nicht anders verdient hat. (Welche Länder sind noch geeignet zum Auswandern?)

Nur, warum muss ich darunter leiden? Darf ich als einer, der die von mir oben genannten Parteien schon lange als nicht mehr tragbar sieht, etwa nicht eine Meinung haben? Wenn es nach den Medien geht, eher nicht. Denn die hiesigen Parteien sind in den letzten zehn Jahren immer mehr nach links abgedriftet, so dass Einstellungen, die damals noch als normal galten, heutzutage eher schon als rechts gelten.


Leute mit dieser Meinung verstehe ich nicht. Aber du bist ja nicht alleine damit. Tatsächlich denken Viele so.
Was genau passt dir denn an der Politik oder allgemein an unserem Land nicht?
Wenn man rechte Parteien wählt, dann muss man sich auch über die möglichen Konsequenzen im klaren sein.

von DX OberTShausen - am 31.08.2017 16:06
dem Volk nach dem Maul reden und sagen was dieses hören will. Ob das auch nur im Ansatz umsetzbar ist, ist doch vorerst mal egal.


Ausgerechnet die Wahlkampfplakate der Linken strotzen vor Populismus. "Solln die Millionäre mal was abgeben, richtig so".
Oder diese ex-EU-Minister, gegen den man in Brüssel schon ermittelt hat wegen Gelderveruntreuung, ? Auch ein Populist. Eigentlich : Alle !
Irgendwie ist die Wahl zwar spannend, aber ändern dürfte sich im Lande nichts.
Und was Trump angeht : Seitdem er im Amt ist, hetzt die deutsche Medienlandschaft
gegen ihn, anders kann man es nicht nennen. Ist man etwa sauer, weil Merkel ihre 5 Mio an die Hillary-Foundation gespendet hatte und damit auf das falsche Pferd setzte ?

Somit klinke ich mich hier aus.

von sup2 - am 31.08.2017 16:48
Ich bin zwar überzeugter Roter, aber frage mich beim Popcornkino, der zurzeit in den sozialen Netzwerken stattfindet, was das Bashing gegenüber Merkel soll. :confused: Glauben wirklich alle, dass ein neuer Kopf tatsächlich große Änderungen mit sich bringt? Und wie sollen diese Änderungen aussehen? Und glaubt tatsächlich jemand, dass sie so leicht durchzusetzen sind? Ich nenne mal das Beispiel Brexit: Die dritte Runde ist durch und es wurden immer noch keine nennenswerten Fortschritte erzielt. Da gehört also auf jeden Fall eines dazu: Geduld.

Spätestens beim Bashing tritt doch ein Konflikt auf: "Merkel muss weg" scheint ein gemeinsamer Nenner zu sein. "Was kommt danach" ist gar nicht so eindeutig. Vor allem beantworten viele diese Frage nicht, wodurch sich in mir der Verdacht aufdrängt, dass man schlicht einen Schuldigen sucht. Aber auch hier gibt es - wie so oft in der Politik - keine einfache Lösung. Merkel ist beileibe längst nicht an allem schuld. Einiges wurde schon in früheren Legislaturperioden eingeleitet und später umgesetzt oder verwaltet. Ein neuer Kopf verändert längst nicht alles und vor allem nicht sofort.

Wenn sich die Leute einfach nur an der Kanzlerin satt gesehen haben, hilft eines: Schafft eine Legislaturgrenze - vor mir aus zwei Amtszeiten. Dann hat ein/e Regierungschef/in nicht allzu viel zu verlieren und kann sich auch an unpopulären Entscheidungen versuchen. Und spätestens alle acht Jahre gibt es jemand anders an der Spitze. Wenn es beim (tatsächlich) unbedeutenden Präsidentenamt klappt, warum nicht auch in der Kanzlerschaft? Es müssten sich nur genügend Politiker einig sein.

von NurzumSpassda - am 01.09.2017 06:31
Gemessen am Realitätsgedanken hat Schulz eigentlich keine große Chance. Daher finde ich es auch gut, dass er sich bereits zu seiner Zeit nach der Wahl geäußert hat.

Wenn es Schwarz-Gelb werden sollte, wäre ich für eine Wiederauflage der "alten Anstalt" (Priol/Pelzig). Dann hätten sie wieder was entsprechendes zu meckern. :D

von NurzumSpassda - am 03.09.2017 21:53
Zitat
Spacelab
Ich fand beide so aufregend wie ein Glas lauwarmes Wasser. :rolleyes:


Kann ich nur zu 100% unterschreiben. Es gab für mich auch keinerlei neue Erkenntnisse, was mir in irgendeiner Form bei einer Entscheidung helfen könnte. Auch ich gehöre zu den vielen Unentschlossenen und weiß momentan allerhöchstens, was ich keinesfalls wählen werde.

Schlimm finde ich, wenn man sich dann praktisch nur für das geringste aller Übel entscheidet, aber die gewählte Partei sich dann mit deiner Stimme brüstet, als hättest du sie genau wegen ihres glorreichen Programms/Wahlkampfes gewählt.

Aber irgendeine kleine Splitterpartei wählen, die es dann eh nicht in den Bundestag schafft (und damit nichts an den Mehrheitsverhältnissen ändert), ist auch nicht mein Ding.

Zitat
Japhi
Flüchtlinge, Türkei und Diesel. Uns muss es sehr gut gehen :rolleyes: Da gäbe es einige Themen, die ich für deutlich wichtiger halte.

Ja, da hätte ich mir gestern einiges mehr gewünscht als diesen Mumpitz.

von Habakukk - am 04.09.2017 09:52
Zitat
Habakukk
Kann ich nur zu 100% unterschreiben. Es gab für mich auch keinerlei neue Erkenntnisse, was mir in irgendeiner Form bei einer Entscheidung helfen könnte. Auch ich gehöre zu den vielen Unentschlossenen und weiß momentan allerhöchstens, was ich keinesfalls wählen werde.


Was die beiden angeht, kann ich da auch nur zustimmen.

von Cha - am 04.09.2017 10:03
Zitat
Thomas (Metal)
Kartext: Das ist ein Affentheater amerikanischer Machart.

Ganz genau im Gegenteil! So ein lahmes rumgeeiere hätte es bei den Amis nicht gegeben. "Ähm" "Jaaa *räusper* " und "Ätätätätä" wäre da nicht passiert. Bei der Telefonumfrage sagten ja auch 67% der Befragten aus das sie sich mehr konkrete Aussagen gewünscht hätten und weniger sinnloses Gerede.

Zitat
Japhi
Flüchtlinge, Türkei und Diesel. Uns muss es sehr gut gehen :rolleyes:

Na was denkst du warum so viele andere Staaten kopfschüttelnd auf uns Zeigen und sagen "Eure Probleme möchten wir mal haben". Diese ganzen Wohlstandsmaden hier wissen doch gar nicht wie gut es ihnen geht. Umso lächerlicher wirkt doch das Geplärre der links wie auch rechts radikalen Hohlbirnen wie AfD, NPD, Linke und was es sonst noch so für Gekröse gibt.

Zitat
Habakukk
Aber irgendeine kleine Splitterpartei wählen, die es dann eh nicht in den Bundestag schafft (und damit nichts an den Mehrheitsverhältnissen ändert), ist auch nicht mein Ding.

Das ist genau das Problem was wohl sehr viele haben. So manchem gefällt sicherlich das Programm der kleinen und kleinst Parteien. Aber die allermeisten haben da das Gefühl sie würden ihre Stimme verschenken.

von Spacelab - am 04.09.2017 10:06
Ich hätte beim Thema Außenpolitik gerne auch mal gehört (bzw nachgelesen, einen großen Teil habe ich nur im SPON-Lifeticker verfolgen können), wie man gedenkt, mit jenen EU-Partnern umzugehen, die, so wie z.B. die polnische oder ungarische Regierung, Grundwerte mit Füßen treten. Oder Aussagen zu künftigen Freihandelsabkommen - wie man dort z.B. Bürger- und Konsumentenrechte und staatliche Hohheit in Einklang mit Freihandel bringen könnte.

Wie will man eine Verbesserung der Ökobilanz unter Wahrung des Wohlstands hinbekommen? Der Diesel ist dabei ein Nebenkriegsschauplatz, dessen Bekämpfung aber eher negative Auswirkungen haben wird.. Wo sind die stichhaltigen Konzepte für bessere Verknüpfung von Verkehrsmitteln, was ist mit dem Bahnausbau, was mit der Wege einsparenden Digitalisierung und Vernetzung?
Die Koalition hat da nicht viel zu bieten. Fertigstellung VDE8 (3 Monate nach der Wahl ;) ), eine idiotische Maut-Wahllüge, eine kaputte Haupt-Bahntrasse ohne Alternativstrecken, einen unfertigen Hauptstadtflughafen, eine pleitegegangene Fluggesellschaft und eine kurz vor der Pleite stehende "zukunftsträchtige" Autobahnbetreibergesellschaft....


Oder zur Steuerpolitik, die ja am ehesten für die Mittelschicht relevant ist, da diese in den letzten Jahren massiv von der schleichenden Progression geschröpft wurde. Die Linke will ja z.B. Spitzensteuersätze von >50% schon für Einkommen, mit denen man sich in Städten wie München nichtmal problemlos Wohneigentum leisten kann...
Am unteren Ende der Einkommensskala ist die Steuerpolitik ja nur bedingt relevant, da dort nur geringe Steuern anfallen.
Einziger fiskalpolischer Erfolg der GroKo: Dank noch schlechterer Politik in anderen Ländern so niedrige Zinsen, dass wir uns momentan entschulden können. Ohne jegliche eigene Gestaltung.

Viele Themen haben Einfluss auf jeden von uns, ohne dass wir es so direkt mitbekommen - Stichwort Bürokratiemonster, die Arbeitsplätze ausbremsen.


Dass es keine wirkliche Konfrontation gab, ist auch nicht verwunderlich: Da reden zwei Koalitionäre miteinander. Durch die langen Zeitphasen der GroKos (nun schon in Summe 8 Jahre) sind die Lager-Gegensätze verschwunden. Speziell die SPD muß echt aufpassen, dass sie sich nicht selbst abschafft. Sie täte gut daran, eine Option "Wiedrauflage einer GroKo unter CDU-Führung" auszuschließen und ihr Profil als sozialdemokratische Partei abseits radikaler Anwandlungen wie bei der Linkspartei zu schärfen. Potentiale gäbe es genug.

von DH0GHU - am 04.09.2017 10:46
Zitat
Spacelab
Zitat
Thomas (Metal)
Kartext: Das ist ein Affentheater amerikanischer Machart.

Ganz genau im Gegenteil! So ein lahmes rumgeeiere hätte es bei den Amis nicht gegeben. "Ähm" "Jaaa *räusper* " und "Ätätätätä" wäre da nicht passiert. Bei der Telefonumfrage sagten ja auch 67% der Befragten aus das sie sich mehr konkrete Aussagen gewünscht hätten und weniger sinnloses Gerede.

Mir ging es eher um die Art an sich selbst. Es wurde als Abbild des Zeitgeistes im Jahr 2002 eingeführt und leider beibehalten.
Du hast sicherlich recht mit "So ein lahmes rumgeeiere hätte es bei den Amis nicht gegeben". Vielleicht lag es an den Journalisten selbst. Da hätte ich mir eher jemanden vom (nicht unumstrittenen) Format eines Michel Friedman gewünscht.
Angesehen habe ich mir das übrigens gestern nicht. Meine Meinung steht fest und ich lasse mich nicht durch Tatsachen verwirren :bruell: . Nein, ich empfehle hier eher sowas hier . Die Wahl und der Wahlkampf: Wer es glaubt möge bitte damit selig werden, aber nicht direkt danach von Wahlbetrug und ähnlichem reden. Wiederholt sich übrigens etwa aller vier Jahre ;-) ... Ich bin schon zu alt und zu lage interessiert als daß es mir nicht inzwischen aufgefallen wäre :sagnix:
Viel lieber würde ich es sehen wenn der Bundestag ähnlich dem Kommunalwahrecht in Bayern (Kumulieren / Panaschieren) gewählt werden würde. Dann würde man die Macht der Pateien brechen und der einzelne Abgeordnete wäre nicht nur Stimmvieh. Für Otto-Faul bliebe dann auch weiterhin die Möglichkeit erhalten sein Kreuz zu machen...so wie die Partei und der Wahlkampf es will. Und er kann sich danach auch wieder ärgern und sagen "die wähle ich nie wieder" LOL

von Thomas (Metal) - am 04.09.2017 12:21
.. was totaler Quatsch ist und - mitunter mit katastrophalem Ergebnis - in der Zeit nach seinem Wirken bewiesen wurde.

Politik in einer Demokratie bedeutet Gestalten von Rahmenbedingungen, nicht "per order di mufti" eine Durchsetzung radikaler Maßnahmen. Insofern wirken sich auch politische Handlungen immer nur langsam und indirekt aus. Das wirkt fälschlicherweise wie "nichts ändern". So ist mitunter auch das "Nicht im negativen Sinn ändern" nur die Folge intelligenter Politik...

von DH0GHU - am 04.09.2017 13:00
Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie sich die anderen Parteien heute Abend präsentieren, insbesondere die FDP, deren Wahlprogramm ich zum Teil wirklich gut finde. Zumindest das, was ich bisher so mitbekommen habe.
Ich bin aber ebenso auf die AfD gespannt und ob die Moderatoren wirklich unparteiisch bleiben und nicht wieder gemeinsames Bashing betrieben wird. Ich denke, das kann ganz amüsant werden ;)

von DX OberTShausen - am 04.09.2017 16:19
Bisher hatte ich ja immer einen Bogen um die FDP gemacht. Das war für mich immer eine Partei für die (Neu)Reichen. Aber das aktuelle Parteiprogramm finde ich erschreckend gut. Und das hört man von etlichen Leuten. Anscheinend musste die Partei erstmal in den Keller der Bedeutungslosigkeit knallen damit sie sich wieder etwas Mühe geben.

von Spacelab - am 04.09.2017 16:47
Gute Programmatiken gabs von der FDP immer wieder mal, aber am Ende war sie meist ein handzahmer Bettvorleger. Bei einer häufig ebenfalls wirtschaftsliberal denkenden Union war es kein so großes Problem für sie, den Wirtschaftsteil der liberalen Agenda in die Regierungspolitik einfließen zu lassen - dort, wo sie sich mit gesellschaftspolitisch Konservativen hätte massiv anlegen müssen, um bürgerliche Rechte durchzusetzen, hat sie mitunter Zahnausfall bekommen.

Nach persönlichen Erfahrungen mit FDPlern und ihrer Denkweise habe ich mit der Partei - in der ich fast mal Mitglied geworden wäre - erst mal abgeschlossen.

von DH0GHU - am 04.09.2017 17:09
Zitat
DH0GHU
.. was totaler Quatsch ist und - mitunter mit katastrophalem Ergebnis - in der Zeit nach seinem Wirken bewiesen wurde. [...]

Unstrittig ist, dass wer nicht wählt, jene unterstützt, die er niemals wählen würde.

Ich vermute, es lässt sich auch heuer nichts an den Regierenden ändern. Wie sich die Koalition aufteilt, das ist die Wahl anderer. Mein Wunsch wäre, denen eine starke Opposition an die Seite zu stellen, um den Regierenden auf die Finger zu schauen.

von PowerAM - am 04.09.2017 19:17
Zitat
Spacelab
Das ist auch meine Befürchtung. Man wählt die FDP und am Ende hat man nur einen zahnlosen Tiger da sitzen. :(

Das dürfte bei noch ganz anderen Parteien nicht anders sein. Wer es nicht glaubt, sieht sich bitte einfach die Geschichte, es ist ja noch nicht so lange her ;-) , der Hamburger Bürgerschaftswahlen an.
FDP mit Baum und Hirsch. Wir hätten es uns verdient, aber es wird so nicht kommen.

von Thomas (Metal) - am 04.09.2017 19:33
Bei mir ergab die Auswertung:

9. Die Linke (73,3%)
11. Grüne (72,2%)
22. SPD (58,9%)
28. AfD (48,9%)
29. FDP (45,6%)
31. CDU/CSU (44,4%)

Das dürfte relativ gut passen, außer, dass ich die AfD noch weiter unten gesehen hätte. Und ich werde wohl auch keiner der oben genannten Parteien meine Zweitstimme geben. Bei der Erststimme bin ich noch unentschieden; vielleicht geb ich die auch gar nicht ab - lohnt sich in meinem Wahlkreis eigentlich nicht.

von Zwölf - am 06.09.2017 09:12
Zitat
Spacelab
*gähn* Für mich noch nicht eine Überraschung bei den Hochrechnungen dabei. CDU weiterhin an der Spitze, SPD historisch schlecht, FDP stark zugelegt, AfD zieht dick in den Bundestag ein... Wie gesagt, für mich keine Überraschung dabei.


Mich ueberrascht es nicht, dass die AfD den 3. Platz belegt. Leider ist Merkel daran selbst schuld, und noch uebler ist. dass offenbar nur eine Jamaika Koalition moeglich sei. Ich kann mir eine Regierung bestehend aus FDP und Gruene nur sehr schwer vorstellen.

Ich wuerde mit schwierkigen Koalitionsverhandlungen rechnen, oder bereits in 2 bis 3 Jahren mit vorgezogenen Neuwahlen.

von 102.1 - am 24.09.2017 18:39
Zitat
Spacelab
*gähn* Für mich noch nicht eine Überraschung bei den Hochrechnungen dabei. CDU weiterhin an der Spitze, SPD historisch schlecht, FDP stark zugelegt, AfD zieht dick in den Bundestag ein... Wie gesagt, für mich keine Überraschung dabei.


Die Ergebnisse hier aus Sachsen haben mich schon geschockt. AfD auf Platz 1 der Zweitstimmen. :eek:

von Cha - am 24.09.2017 20:08
Zitat
Cha
Zitat
Spacelab
*gähn* Für mich noch nicht eine Überraschung bei den Hochrechnungen dabei. CDU weiterhin an der Spitze, SPD historisch schlecht, FDP stark zugelegt, AfD zieht dick in den Bundestag ein... Wie gesagt, für mich keine Überraschung dabei.


Die Ergebnisse hier aus Sachsen haben mich schon geschockt. AfD auf Platz 1 der Zweitstimmen. :eek:


Interessant ist, dass es um jene Regionen in Sachsen geht, die zu DDR Zeit keinen Empfang von Westfernsehen hatten, und die Waehlerschichte der AfD eher aelteren Semesters ist, und die DDR erlebt haben.

Moeglicherweise ein Zeichen einer postkommunistischen Gesellschaft?

Die Zuwanderung aus der islamischen Welt ist dort allerdings auch wenig vorhanden.

von 102.1 - am 25.09.2017 08:12
Was mich ja ärgert ist das so wenige nachgedacht haben. XX% (ich habe die Zahl die kommuniziert wurde jetzt nicht mehr im Kopf) haben die AfD nur gewählt um den anderen Parteien einen Denkzettel zu verpassen. Diese Wähler finden das Programm der AfD noch nicht mal gut. :wall: Höchst erschreckend das so wenige Wähler offenbar gar keine Ahnung haben wie viel Macht ihre Stimme hat und was sie damit anstellen wenn sie solche Leute in den Bundestag wählen. :eek:

von Spacelab - am 25.09.2017 08:25
Diesen ganzen Protestwählern ist gar nicht klar, dass es mit der AfD im Bundestag nur zu einer weiteren Lähmung kommen wird. Ich denke, wir können uns jetzt auf 4 weitere Jahre Merkel einstellen, in denen es im Bundestag vielleicht viel Zoff und Aufregung durch die AfD geben wird, wo aber politisch nichts Großes passieren kann. Das Problem daran ist, dass das die AfD dann nur noch stärker machen wird :sneg:

von DX OberTShausen - am 25.09.2017 10:50
Was viele (Protest) Wähler nicht wissen: Mit ihrer Wahl zum Bundestag am Sonntag bestimmen sie indirekt auch über die Zusammensetzung einer Fülle öffentlich wichtiger Gremien mit. Denn die, zum Beispiel die Rundfunkräte, der Verwaltungsrat der Kreditanstalt für Wiederaufbau, die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit oder auch der Stiftungsrat des Deutschen Historischen Museums in Berlin, werden oft auch von den im Bundestag vertretenen Parteien kontrolliert.

https://www.hna.de/politik/bundestagswahl-beeinflusst-waehler-viele-andere-wichtige-gremien-auch-rundfunkraete-8706022.html

von ross22 - am 25.09.2017 11:22
Das würde bedeuten, dass der ör vielleicht mal ausgeglichener berichten würde.
Das am Freitag bekannt gewordene Gutachten aus dem Bundestag war fast nur im Netz zu lesen.
Gedruckt wurde es freilich nicht, jedenfalls weigerten sich die meisten Zeitungen.

Ich befürworte eine Abkehr der alleinigen linken Haltung der Journalisten hin
zu dem, was sie sein sollen : Informanten. Und zwar ohne eigene Meinung, Einmischung. Meinungsmache.

Wenn das erreicht ist, kann sich jeder ein Bild machen.
Nur passieren wird es nicht.
Ich hahe heute von Kollegen folgenden Satz gehört :
"Die wollen die Merkel in einen Untersuchungausschuss bringen, die sind total bekloppt".
Dn merke ich, wie sehr die parteigeleiteten Medien einen Einfluss auf ein Wahlergebnis haben.
Bzw durch das nicht-veröffentlichen von dann doch wichtigen Dingen.

von sup2 - am 25.09.2017 13:29
Zitat
sup2
Dann merke ich, wie sehr die parteigeleiteten Medien einen Einfluss auf ein Wahlergebnis haben.

Ganz genau: weil sie diese Partei auch dadurch groß gemacht haben, dass sie jeglichen Furz, auch jeden noch so lauen Wind, der den Mitgliedern dieser Partei entwichen ist, tagein tagaus durchthematisiert haben. Kein Tag vergeht ohne irgendeinen Mumpitz dieser Partei an prominenter Stelle in den Medien.
Da reiben sich sicherlich im Hintergrund einige die Hände, dass die Medien über jedes auch noch so kleine Stöckchen springen, das ihnen die AfD-Strippenzieher hin halten.

Da bin ich tatsächlich mal einer Meinung mit dem CSU-Herrmann, der gestern abend seinen Unmut diesbezüglich deutlich gemacht hat.

von Habakukk - am 25.09.2017 14:59
Zitat
Habakukk
Da reiben sich sicherlich im Hintergrund einige die Hände, dass die Medien über jedes auch noch so kleine Stöckchen springen, das ihnen die AfD-Strippenzieher hin halten.


Nicht nur das. Die Medien tragen eine Mitschuld an dem gestrigen Ergebnis wegen ihrer einseitigen Berichterstattung vor 2 Jahren.

siehe ---> http://www.zeit.de/2017/30/fluechtlinge-medien-berichterstattung-studie
und ---> http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/studie-wie-ueber-fluechtlinge-berichtet-wurde-14378135.html

Das hätte so nicht passieren dürfen. Meldung und Meinung sind strikt zu trennen.

von Manager. - am 25.09.2017 18:13
Mal Butter bei die Fische.

Wer regiert denn hier?

In erster Linie ist doch die Politik verantwortlich für ihr Handeln und was daraus entsteht und geschrieben wird!

Entschuldigung:
Die Medien jetzt dafür zu schelten ist ein wenig zu kurz gedacht.
Viel mehr muß doch der Zusammenhang von Medien und Politik mal offen ergründet werden.
Friede Springer und Frau Merkel hindes , verstehen sich bestens ebenso wie die Funke Mediengruppe usw....usw.

Und wer sitzt denn im ZDF Verwaltungsrat und in den ARD Rundfunkräten??
: Politiker und Amt-und Würdenträger!

Es ist die Frage zu stellen was thematisiert werden soll und was verschwiegen werden soll.
Schon das pure Weglassen von bestimmten Nachrichten kann einen Medientag vollkommen anders aussehen lassen, da muss man nicht mal spez. Themen hochheizen oder niederkochen....Weglassen ist die Zauberformel.

Politik und Medien sind wie Pilz und Baum.

von Starsailor001 - am 25.09.2017 18:44
Beides ist da meiner Meinung nach richtig: einerseits war die Berichterstattung über die Flüchtlingskrise 2015 sehr einseitig, das änderte sich erst mit "Köln", jeder kritische Punkt wurde unterdrückt oder sofort in die rechte Ecke gedrängt, andererseits griff man seit den Wahlerfolgen der AfD im März 2016 wirklich jedes dumme Wort aus dieser Partei sofort auf, und verstärkte es so massiv.

Mein Eindruck ist, dass man zwei Punkte durcheinander wirft: einerseits die tatsächlich faktisch vorhandene Unzufriedenheit über die Flüchtlingspolitik, die weit über die Wählerschaft der AfD hinausgeht - auch viele die zB FDP wählen oder auch weiterhin CSU wählen sind für eine striktere Asylpolitik - und andererseits die völlig notwendige Auseinandersetzung mit der Partei AfD an sich und deren rechtsradikale Strömungen.

Viele in den Medien haben da wohl fälschlicherweise angenommen, dass wenn man jeden Tag die AfD noch schärfer angreift - aber nicht wofür sie gewählt wird, Protest gegen Flüchtlings/Eurorettungspolitik - sondern weil sich da eben Rechtsradikale tummeln und weil Gauland einen radikalen Spruch nach dem anderne ablässt, wird man sie klein halten können.
Das klappt aber nicht... da ist eher das Gegenteil der Fall, man befördert den Trotz nur umso mehr.

Meiner Meinung nach wird man die AfD nur wieder los werden, wenn CDU/CSU wieder stärker auch die Rechtskonservativen, die es nun mal gibt, bei sich integriert.
Aber auch die SPD wird sich überlegen müssen, wie sie die immerhin 500.000 Wähler, die von SPD zur AfD gegangen sind, wieder zurückholt... indem man alleine die AfD täglich als Nazis bezeichnet wird das nicht gelingen befürchte ich.

von Terranus - am 26.09.2017 09:45
Sagen wir so : Die AfD könnte klein gehalten werden, wenn wie vom EuGh gefordert ( Urteil stelle ich als bekannt voraus ) sich Merkel und Co. wieder an die Gesetze hält. Und zwar so, wie sie nun mal sind.
Auch ICH muss mich daran halten.
Und sorry : Wenn jemand gegen das Grundgesetz verstößt, es sogar mit Füßen tritt, dann "ist er nicht mehr mein Politiker". Ich werte es als Ablehnung der Demokratie.

Was der CSU-Mann da von sich gab, mag ja richtig sein. Aber er hätte es VOR der Wahl sagen können. Hat er aber nicht.

von sup2 - am 26.09.2017 13:20
Das ganze hatten wir schon einmal in den 80er mit den Grünen...Dann in den 90er mit der SED/PDS als diese in den Bundestag kamen...da gabs auch monatelange mediale Artikel und Beiträge..und man wollte absolut NICHTs mit diesen Leuten zu tun haben und hat sich gefragt wieso solche Parteien gewählt werden.
Heute sind Grüne und LINKE ganz normal " angekommen" ..selbst die rote Socken Kampagne hat ausgedient.

Ich mahne da sehr zur Unaufgeregtheit.

In jedem Land gibt es eine rechte Partei, es war nur eine Frage der Zeit wann sich auch hier in D eine Partei fester in der Parteienlandschaft etablieren kann.

Letztendlich will jede Partei auch mal regieren oder mitregieren...und da werden wir auch bei der Afd noch einen Prozess erleben in dem sich die Partei selber reinigt und mit etwas Glück moderat und irgendwann Gesprächstauglich ..vllt auf Landesebene wird.Ansonsten wird sich sich über kurz oder lang zerlegen...denn Daueropposition macht auch kein Wähler ewig mit.

In der Afd sind nicht irgendwelche Nazis ..., sicher den einen oder anderen gibt es da auch,, die gabs aber auch in der CSU früher... auch auch und gerade besteht die Afd aus vielen ehemaligen CDU-Konservativen und deren Anhängern!! Und genau deswegen schiesst man so scharf..aber auch dies wird sich beruhigen, genau wie es bei Grünen und der PDS damals war.

............
Und wenn wir ehrlich sind.
Die wenigsten Deutschen konnten Angela Merkels Alleingang ohne Zustimmung des Parlamentes verstehen im Herbst 2015 , nachdem Victor Orban(Ungarn) die Grenzen nach Osten geschlossen hat,auch noch extra die Flüchtlinge aus Ungarn mit Bussen und Bahnen nach Deutschland zu holen!

von Starsailor001 - am 26.09.2017 17:54
Zitat
Starsailor001
Letztendlich will jede Partei auch mal regieren oder mitregieren...und da werden wir auch bei der Afd noch einen Prozess erleben in dem sich die Partei selber reinigt und mit etwas Glück moderat und irgendwann Gesprächstauglich ..vllt auf Landesebene wird.Ansonsten wird sich sich über kurz oder lang zerlegen...denn Daueropposition macht auch kein Wähler ewig mit.

Das hat Frau Petry zusammen mit einigen anderen ja offenbar jetzt auch erkannt und beginnt schon mal mit der Demontage der AfD.

Zitat
Starsailor001
In der Afd sind nicht irgendwelche Nazis ..., sicher den einen oder anderen gibt es da auch

Du musst dir jetzt schon mit dir selber einig werden, ob es nun in der AfD Nazis gibt, oder nicht. Du widersprichst dir da innerhalb eines Satzes ja selber.
Davon abgesehen geht mir die Nutzung des abgedroschenen Begriffs "Nazi" ziemlich auf den Geist. Denn Nationalsozialisten sind die AfDler nämlich keine, wie rechts manche sich auch sonst äußern mögen. Letztendlich sind die meisten in meinen Augen verkappte Wirtschaftsliberale, die sich auch nur wieder um die besser Verdienenden kümmern werden. Gerade deshalb verstehe ich nicht, wie sich "der kleine Mann" damit identifizieren kann. Aber dazu müsste man hinter die Kulissen blicken können, um rauszufinden, was über Protest und "Ausländer raus" hinaus überhaupt geboten ist.

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Starsailor001
Die wenigsten Deutschen konnten Angela Merkels Alleingang ohne Zustimmung des Parlamentes verstehen im Herbst 2015 , nachdem Victor Orban(Ungarn) die Grenzen nach Osten geschlossen hat,auch noch extra die Flüchtlinge aus Ungarn mit Bussen und Bahnen nach Deutschland zu holen!

Dann soll die AfD doch jetzt den Untersuchungsausschuss auf den Weg bringen, damit das mal zweifelsfrei geklärt ist. Dieses EuGH-Urteil kann man ja durchaus unterschiedlich auslegen. Ansonsten schön und gut, dass man sich über die Flüchtlinge so toll echauffieren kann, vor allem über dieses einmalige Ereignis (seitdem wird doch eh alles getan, uns die Flüchtlinge vom Hals zu halten), aber leider sind sie in diesem Land das geringste Problem. Als ob irgendein Friseur, ein Paketfahrer, ein Supermarktmitarbeiter, ein Rentner, ein Arbeitsloser, auch nur einen Cent mehr in der Tasche hat, nur weil man paar Afghanen oder Syrer heim schickt...

von Habakukk - am 27.09.2017 07:39
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Ansonsten schön und gut, dass man sich über die Flüchtlinge so toll echauffieren kann, vor allem über dieses einmalige Ereignis (seitdem wird doch eh alles getan, uns die Flüchtlinge vom Hals zu halten), aber leider sind sie in diesem Land das geringste Problem. Als ob irgendein Friseur, ein Paketfahrer, ein Supermarktmitarbeiter, ein Rentner, ein Arbeitsloser, auch nur einen Cent mehr in der Tasche hat, nur weil man paar Afghanen oder Syrer heim schickt..


:spos: Wir haben ganz andere Probleme in Deutschland, Stichwort wachsende Ungleichheit, sinkende Renten usw., und die AfD des kleinen Mannes (muhaha) ist genau daran interessiert, das NICHT zu thematisieren. Aluhut raus: Ob sie das für die "Eliten" in CDU, SPD und FDP tut? :D Die freuen sich doch über die Ablenkung von diesen Themen durch so unwichtige Dinge wie Flüchtlinge. Ich mache mir mehr Sorgen um mein tägliches Auskommen und um meine Rente als um ein paar Flüchtlinge. Die nehmen mir nix.
Die kleinen Leute wie Geringverdiener, Arbeitslose und Flüchtlinge gegeneinander ausspielen um die eigene Macht auszubauen, das ist das Ziel. Viele zerstrittene Bevölkerungsgruppen bewirken eben nichts.

Aber so wichtig ist die AfD dann doch nicht. Die Taktik des Sozialabbaus fahren CDU und FDP doch schon länger und die "Gerechtigkeitspartei" SPD ebenfalls. Und die dummen rechten Parolen hört man schon Ewigkeiten von der Separatistenunion aus Bayern. Ändern wird sich nix.

Ein Appell noch an die Medien: Behandelt die AfD doch einfach wie jede andere Partei auch. Kritisch und unemotional. Nur so als Tipp ;-)

von Japhi - am 27.09.2017 09:17
Die Schere zwischen arm und reich geht immer weiter auseinander. Der politisch gewollte Rentenabbau, die Hartz-Verbrechergesetze (Anmerkung: Peter Hartz wurde rechtskräftig verurteilt) und der mit staatlicher Wegbereitung auf höchstmögliche Rendite optimierte Wohnungsmarkt sind den bisherigen Regierungsparteien zu verdanken. Insofern kann ich es nachvollziehen, dass viele diesmal nicht die Regierung, sondern die Opposition mit ihrer Stimmabgabe stärken wollten. Es ist unbestritten, dass die Koalitionsgespräche und die sich daraus ergebenden Koalitionen oft genug nicht den Wählerwillen widerspiegeln. Dass die SPD sich jetzt in der Rolle der stärksten Oppositionspartei neu ausrichten will, das zeigt zwar ein Umdenken, macht aber die Geschehnisse der vergangenen Jahre mit Regierungsbeteiligung nicht unvergessen. Allerdings bleibt bei einer breit zersplitterten Regierung zu befürchten, dass sich insgesamt weniger bewegt als bisher. Es gibt nämlich mehr, die nun ihre Blockade-Rolle ausspielen könnten, wenn es in die eigenen Ziele passt.

von PowerAM - am 27.09.2017 11:19
Fakt ist, dass die AfD Staub aufwirbelt. Nachvollziehen kann ich nicht, dass es "geschockte" Leute gibt, weil die AfD
plötzlich im Reichstag wiederzufinden sind. Diese Menschen leben offenbar in einer Traumwelt mit grünen Wiesen,
händchenhaltenden Menschen, die laut "lalala" singen. Es war klar absehbar, dass dies so kommen würde.
Merkel hat dies mitzuverantworten, ebenso die Medien, die nicht unbedingt durch Falschmeldungen,
sondern eher durch das Verschweigen von Meldungen eine unrühmliche Rolle spielten.
Dann gab es noch div. Kabarettisten im WDR, die lautstark gegen die AfD pöbelten und de fakto
keine Zusammenhänge brachten. Sehr wohl sagte Schmickler damals : "Die AfD hat die Zeitungen auf dem Parteitag ausgeladen".
Was er verschwieg : Die AfD wurde 14 Tage vorher vom Bundespresseball ausgeladen, kam auch nicht in den
CDU-Volkszeitungen. Im linksversifften WDR schon mal gar nicht.

Und nun die Frage : Hätte man über die AfD überhaupt berichten dürfen ? Warum dann überhaupt über die FDP,
deren Abwesenheit im Reichstag eigentlich niemand bemerkte ?
Fragen über Fragen.......

von sup2 - am 27.09.2017 13:38
Zitat
sup2
Traumwelt mit grünen Wiesen[...]
händchenhaltenden Menschen, die laut "lalala" singen[...]
linientreuen Medien[...]
Auftrags-Kabarettisten im WDR[...]
linksversifften WDR [...]
[...]
Fragen über Fragen.......

Nein, tatsächlich keine weiteren Frage mehr.
Lediglich der Hinweis, dass du noch den "Gutmenschen" in deiner Litanei vergessen hast.

von Habakukk - am 27.09.2017 13:42
Die Ausrede finde ich niedlich. Die AfD sagt, die Journalisten würden gegen sie arbeiten, und die anderen sagen, die Journalisten würen die AfD erst groß gemacht haben? Unsinn.
60% der AfD-Wähler sind Protestwähler, die vorher teilweise sogar Linke oder SPD gewählt haben. Die Existenzängste dieser Wähler ernst zu nehmen und zu versuchen, ihnen Sorgen zu nehmen wäre jetzt eine sinnvolle Aufgabe für die etablierte Politik - und nicht irgendwelches Geschwurbel a la "rechte Flanke schließen" oder "pöse Presse". Dann bestehen auch Chancen, die AfD auf eine Existenz am Rande der 5%-Hürde zurückzuschrumpfen. Und DIE fände ich sogar gut, weil eine Union ohne rechten Rand für viele sicherlich angenehmer ist als eine Union, die auch noch AfD-Gedankengut integriert.

von DH0GHU - am 29.09.2017 06:57
@DH0GHU:
Naja, was heißt "Existenzängste"... Diese 13% der Wähler haben doch offenbar vor Flüchtlingen mehr Angst als davor, arbeitslos zu bleiben, sich weiterhin für einen Hungerlohn den Arsch aufreißen zu müssen, im Alter miese Renten zu bekommen, und und und... Denn wenn DAS ihre Ängste wären, würden sie nicht AfD wählen, denn die scheint ja wenig an diesen Dingen ändern zu wollen. Das ist doch nix anderes wie mit Trump in den USA: den hat auch der kleine Mann mit seiner Angst vor Mexikanern und anderen ultrafiesen mittelamerikanischen Islamisten gewählt, und was kriegt der nun von Trump geschenkt? Eine Steuerreform, wo die am besten Verdienenden entlastet werden und die Steuern im Niedriglohnsektor im Gegenzug um 2% angehoben werden. Wie geil ist das denn? Da freut sich doch der kleine Mann, wenn er so belohnt wird! Nix anderes hat die AfD vor, das würde sich noch nicht mal die FDP trauen!!!

Was willst du bitte als Volkspartei bei so einer verkorksten Denkweise der Leute machen?

von Habakukk - am 29.09.2017 07:22
Du hast natürlich absolut recht, denn das Wirtschaftsprogramm der AfD läßt ja zum Teil sogar die FDP wie eine sozialistische Partei aussehen. Nicht umsonst besteht der "nichtnationalistische" Teil der AfD-Funktionäre größtenteils aus Wirtschaftswissenschaftlern, die zumeist auch einer eher libertären Ausrichtung angehören.

Aber: Protestwähler wählen eine Partei nicht aufgrund eines Programms, sondern aufgrund eines Protests, ungeachtet des Programm. Da wählt man eine Partei, die sicher NICHT mitregieren wird, weil man eben den Regierenden an den Karren fahren möchte. MEHR nicht.

von DH0GHU - am 29.09.2017 07:49
Zitat
Habakukk
Diese 13% der Wähler haben doch offenbar vor Flüchtlingen mehr Angst als davor, arbeitslos zu bleiben, sich weiterhin für einen Hungerlohn den Arsch aufreißen zu müssen, im Alter miese Renten zu bekommen, und und und...

Man kann aber auch irgendwie nachvollziehen, dass für die Wähler Leib und Leben wichtiger ist als ihr materieller Lebensstandard. Vor allem für die Arbeitslosen, denn wer nichts hat kann auch nichts verlieren.

Es gab ja kurz vor der Wahl Medienberichte (glaub das war im Zusammenhang mit dem Mord an der Studentin in Freiburg) wo die Polizei gesagt hat man könne nicht mehr für die Sicherheit in Deutschland sorgen und als Frau könne man nicht mehr alleine nachts nach draußen gehen. Für den Wähler wirkt das so als würden die ganzen gesellschaftlichen Werte in Deutschland - Toleranz, Akzeptanz - langsam verschwinden und als würden wir uns auf eine Gesellschaft wie in arabischen Ländern zubewegen wo Frauen als "Freiwild" gelten. Das muss objektiv gar nicht stimmen aber es reicht schon aus, dass eine dementsprechende Angst in der Bevölkerung geschürt ist. Und Angst war schon immer ein sehr starker Stimmungsmacher in der Gesellschaft, das hat uns die Geschichte gelehrt.

von RheinMain701 - am 29.09.2017 19:02
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RheinMain
als würden wir uns auf eine Gesellschaft wie in arabischen Ländern zubewegen wo Frauen als "Freiwild" gelten.

Das ist etwas zu pauschal... zumal die Frauen i.d.R. keinesweg "Freiwild" sind, sondern einen Besitzer haben. ;) Und der würde ziemlichen Ärger machen.

Aktuell sind die gefährlichsten Länder für weibliche Reisende... Indien, Mexiko, Kenia und Ägypten. Weitere Plätze belegen vor allem lateinamerikanische Länder (Brasilien, Honduras, Venezuela, Kolumbien).
Die Länder, die nur wegen Terrorismus als gefährlich für Frauen gelten (Türkei und Russland) habe ich mal außen vor gelassen. Generell lässt sich aber wohl sagen, daß sich die arabischen (islamischen) Länder in Sachen Frauen/Freiwild nicht gerade hervortun, sondern vor allem katholische Länder.
Auch das ist jetzt noch recht pauschal, aber zahlengestützt.

Als gefährlichstes Land gilt Honduras und für Papua Neu Guinea gibt es die Zahl "Fast 70 Prozent aller einheimischen Frauen fallen im Laufe ihres Lebens sexueller Gewalt zum Opfer."

von iro - am 29.09.2017 20:06
Abteilung: Wir befragen das Orakel, hier also das Volk. Aber das Volk wird fragen: Gibt es bald einen Wahl-o-Mat für 2018? :bloed: Und was bringt das wenn die Prozentpunkte in etwa gleich bleiben wird sich der Michel fragen und gleich daheim bleiben...
So oder so: Ist das noch Politikverdrossenheit 2.0 oder in welchem Runlevel sind wir jetzt?

Jetzt könnte ich natürlich was über den Klimawandel die Klimakatastrophe erzählen. Anhang meiner Apfelbäume sehe ich ganz gut was los ist. Da wären einmal echte und unbequeme Maßnahmen erforderlich. Für's CO2 würde ich sagen: Jeder reduziert sofort bezüglich seines Indivialverkehrs alles um 50%. Hart? Nein, das ist noch Kindergeburtstag für das was vormutlich notwendig wäre...
Tja, für mich wäre ein ehrenvolles Scheitern von den Jamaika-Sondierungen gewesen wenn es an einer kompromisslosen Haltung zum Klima entstanden wäre. Aber da sind alle ja wachsweich. :sneg: Und Die Grünen sollten mal das Wort Grüne aus dem Parteinamen streichen. Und wenn wir austeilen. Das C der CDU/CSU gehört auch wieder mal raus. Für die FDP läßt sich sicher auch noch was finden.

von Thomas (Metal) - am 20.11.2017 07:18
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Thomas (Metal)
Und was bringt das wenn die Prozentpunkte in etwa gleich bleiben wird sich der Michel fragen und gleich daheim bleiben...


Hab ich mir auch so gedacht. Wenn es tatsächlich zu Neuwahlen kommt, was soll dann groß anderes rauskommen? Ich wähl doch immer noch die Partei, von der ich inhaltlich wenigstens halbwegs überzeugt bin. Dass die Parteien dann einen Zusammenschluss nicht hinbekommen, da kann ich doch nix dafür.

von Cha - am 20.11.2017 21:27
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pomnitz26
Ich bin immernoch der Meinung Deutschland kommt so führungslos besser weg wie mit dem Führer.

:spos:
Ja, und ich gehöre auch zu denen die grundsätzlich für eine Minderheitsregierung sind. Nicht erst heute: Schon bei der letzten Wahl mit dem Ergebnis GroKo hätte man dies installieren sollen. Gemessen an den Abgeordneten war die Union weit vorne.
Einen Beigeschmack gibt es natürlich: Das fordern gerne Gestalten die gerne Union + FDP unter Tol(l)erierung der AFD sehen wollen.
Nun, ich sehe das eher basisdemokratisch: Mehrheiten sollen grundsätzlich immer im Paralment erstritten werden und nicht schon im Vorfeld durch eine Koalition über vier Jahre festgelegt sein. Der einzelne Abgeordnete ist zu stärken und nicht der grudgesetzwidrige Fraktionszwang. Daher auch mein immer mal wieder geäußerter Ansatz zum Übertrag des bayerischen Kommunalwahlrechtes auf den Bundestag: Kumulieren und Panaschieren über alle Listen hinweg bitte. Dann bräuchte man übrigens auch keine Überhangmandate mehr :-) .
Ja...und warum soll das nicht stabil sein, nicht funktionieren? Die Damen und Herren Abgeordnete sind sich sehr sicher ihrer Verantwortung bewußt. Achso: Weil man da vielleicht die eine oder andere Lobby ausbootet ;-) ?

von Thomas (Metal) - am 21.11.2017 11:20
In einer Minderheitenregierung ist die Verabschiedung von Gesetzen oder die Veränderung derer schwieriger als in einer Mehrheitsregierung. Während mit einer Mehrheit per "Basta!" auch Sachen mit Gewalt durchgedrückt werden können, muss in einer Minderheitenregierung der Initiator von Gesetzesinitiativen seine Unterstützer erst gewinnen. In solchen Regierungen waren oftmals erheblich mehr Abstimmungen nötig, jedoch war die Qualität der tatsächlich beschlossenen Sachen erheblich besser. Man überlegt sich also genau, was man einbauen muss, um die Unterstützung anderer Fraktionen zu bekommen. Im Vorfeld ist es somit erforderlich, dass man enger zusammenarbeitet.

Wenn ich auch sonst nicht viel vom US-Wahlsystem halte, so hat es doch einen entscheidenden Vorteil: Es begrenzt die Amtszeit einer Regierung prinzipiell auf höchstens zwei Wahlperioden. Auch die Russische Föderation hatte das mal. Und ihr dürft raten, wer das abgeschafft hat... ;)

von PowerAM - am 21.11.2017 11:33
Ich halte mich online bei politischen Aussagen bedeckt. Der Grund ist ein paar Einträge über mir. Das ist nicht Dein Ernst, oder? Falls doch:



Alternativ gebe ich gern ein Bundesland ab. Dort kann dann nach Herzenslust experimentiert werden. Links, Rechts, Anarchie, scheissegal. Für den Zaun drumherum sammele ich gerne...

von Staumelder - am 22.11.2017 19:39
Wie bei den Regierungen scheinen nicht alle erwachsenen Menschen in der Lage sich bei manchen Gegebenheiten anzupassen und sich einigen zu können. Im Osten hat jeder die Freiheit bekommen selbst aus sich was zu machen. Damit ist jetzt niemand aus dem Forum gemeint. Man hat den Eindruck das viele hier sich lieber weiter an das vorgegebene Leben vom Staat halten würden und bis heute alleine nicht zurecht kommen. So kann man wenigstens jemand die Schuld geben. Geschenkt bekommt auf beiden Seiten niemand etwas, auch nicht im sogenannten goldenen Westen.

von pomnitz26 - am 23.11.2017 00:59
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