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Gehälter im Öffentlichen Rundfunk (Presselinks)

Startbeitrag von Bruder_M am 15.09.2017 08:21

Antworten:

Darüber lachen sich "Führungskräfte" der Wirtschaft krank.

von hegi_ms - am 15.09.2017 10:01
Der WDR hat über 4000 Mitarbeiter und einen Jahresumsatz von fast 1,4 Mrd €. Ein Intendant muss da schon eine Qualifikation haben, bei der kommerzielle Unternehmen als Konkurrenten auf dem Arbeitsmartk auftreten. Für 200.000 € bekommt man da sicher niemanden, der ausreichend qualifiziert und motiviert ist.

Schon bei GmbHs über 25 Mitarbeitern liegt ein Durchschnittsgeschäftsführergehalt bei 321.000 €
Quelle: https://gehaltsreporter.de/gehaelter-von-a-bis-z/fuehrungskraefte-stabsfunktionen/Geschaeftsfuehrer.html

Schon vor 10 Jahren haben GFs in Firmen mit 2000 bis 5000 MAs über 400k p.a. Gesamtbezüge bekommen:
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/karriere/a-509172-2.html

Achja: Ich habe "auch was mit Elektronik gemacht", aber das Gehalt eines GFs in der Elektronikindustrie bekomme ich auch nicht. Will ich auch garnicht. Ist zu viel Streß.

von DH0GHU - am 15.09.2017 10:35
Unsereiner, der in 3 Schichten irgendwie sehen muss, wie er Beruf, Familie und Umfeld in die Reihe bekommt und "zum Dank" dafür vielleicht mal 1200 Rente bekommt, sieht das naturgemäß anders. Insofern verstehe ich weder die Gehälter noch die Pensionsansprüche dieser Leute.

von Mausipappa - am 15.09.2017 10:40
Ich bekomme wesentlich weniger Geld für eine wesentlich weniger komplexe Aufgabenstellung, wesentlich geringere Arbeitszeit, wesentlich weniger Verantwortung und wesentlich weniger Risiko.

Was ist daran kompliziert? Ich möchte gar keinen 10.000€+X-pro-Monat-Job. Danach bin ich verschlissen.

von DH0GHU - am 15.09.2017 11:05
Zitat
DH0GHU
Ich möchte gar keinen 10.000€+X-pro-Monat-Job. Danach bin ich verschlissen.


:spos: :spos: :spos:

von Habakukk - am 15.09.2017 11:08
Zitat
Mausipappa
Unsereiner, der in 3 Schichten irgendwie sehen muss, wie er Beruf, Familie und Umfeld in die Reihe bekommt und "zum Dank" dafür vielleicht mal 1200 Rente bekommt, sieht das naturgemäß anders. Insofern verstehe ich weder die Gehälter noch die Pensionsansprüche dieser Leute.


Nur 1200 Rente bei Dreischicht-Tätigkeit? Glaube ich nicht. Falls doch, hilft die Weiterbildung weiter.
Der Arbeitsmarkt ist leergefegt, was spezialisierte Fachkräfte betrifft. Man muss nur genau hinschauen und entsprechend agieren. Open your eyes. :-) ;-)

von Mc Jack - am 15.09.2017 11:13
Nun, dafür bekommen Arbeiter und Selbstständige in der "freien Wirschaft" das Geld selten per Zwangsabgabe zugeschoben, sondern müssen es erarbeiten (lassen).

Aus erster Hand: Meistergehalt Radio-Fernsehtechniker im Jahre 2003: 80 €/h. Danach lohnte sich der Betrieb nicht mehr :-(

von Bruder_M - am 15.09.2017 11:22
Und ich möchte nicht, dass mein Zuhälter an mir mitverdient.
Zitat meines ex-Chefs: "Das hier ist wie eine Nummer im Puff. - Draußen stehen Zehn Schlange, die machens für ein Mindestlohn!"

von Bruder_M - am 15.09.2017 11:26
Da kommt McJacks Zitat wieder ins Spiel. Es gibt viele viele Berufe, bei denen die Arbeitgeber Schlange stehen.

Zitat

Nun, dafür bekommen Arbeiter und Selbstständige in der "freien Wirschaft" das Geld selten per Zwangsabgabe zugeschoben, sondern müssen es erarbeiten (lassen).


Der Unterschied ist mir schon klar. Das wird aber nichts daran ändern, dass den WDR-Intendantenjob keiner für 10.000 € im Monat machen wird. Keiner, der dazu fähig und motiviert ist.

von DH0GHU - am 15.09.2017 11:45
Zitat
Mc Jack
Zitat
Mausipappa
Unsereiner, der in 3 Schichten irgendwie sehen muss, wie er Beruf, Familie und Umfeld in die Reihe bekommt und "zum Dank" dafür vielleicht mal 1200 Rente bekommt, sieht das naturgemäß anders. Insofern verstehe ich weder die Gehälter noch die Pensionsansprüche dieser Leute.


Nur 1200 Rente bei Dreischicht-Tätigkeit? Glaube ich nicht. Falls doch, hilft die Weiterbildung weiter.
Der Arbeitsmarkt ist leergefegt, was spezialisierte Fachkräfte betrifft. Man muss nur genau hinschauen und entsprechend agieren. Open your eyes. :-) ;-)


Je nach Alter des Arbeitnehmers sind 43% vom Durchschnittslohn realistisch. Bei 2800€ im Monat sind das rund 1200€. Für viele sind 2800€ unerreichbar, auch wenn sie "gesuchte Fachkräfte" sind. Gehen wir in den Bereich Soziales ist auch mit mehr Geld durch Weiterbildung Essig. Da kann man die Berufswahl unter Griff ins Klo oder Dummheit verbuchen und müsste komplett umschulen.
Bei mir wären es knapp 900€ gesetzliche Rente bei einem Durchschnittslohn von bis zu 2300€ im Schichtdienst mit 4-5 Tagen frei im Monat. Pflege und Soziales: Ein Beruf nur für Doofe? Muss jeder selbst entscheiden. Weitergehende Diskussion mal bei (nur) einem Bier ;-)

Edit: Um die Kurve zu kriegen...hätte ich doch mal bei nem Öffi angefangen :D

von Japhi - am 15.09.2017 13:13
Zitat
Mc Jack
Der Arbeitsmarkt ist leergefegt, was spezialisierte Fachkräfte betrifft.


Oh, du hast dich wohl vertippt. Du meintest wohl "billige" Fachkräfte. Falls nicht, dann hat die Gehirnwäsche von VDI und VDE bei dir bestens gewirkt.

Übrigens, in Deutschland herrscht zur Zeit auch ein Porsche-Mangel: Ich finde einfach keinen neuen Porsche für 3000 €

Mal im Ernst: Die Fachkräfte-Sau wurde schon durchs Dorf getrieben, da ging ich noch zur Schule und wusste nicht mal, wie man Inschenör schreibt. Das ist nun schon 20 Jahre her. Computer-Inder sollten mit Green-Cards hergelockt werden. Ja, wo sind sie den nun?
Es ist schon erstaunlich, dass man im Erfindungs-Land des Computers (Zuse!) Experten von außerhalb importieren muss.
Es ist auch erstaunlich, dass unsere Inschenöre sich bei der Manipulation von Motor-Steuersoftware erwischen lassen, während Toyota schon im zweiten Jahrzehnt Hybridautos baut und ein Milliardär in Silicon-Vally (Elon Musk) quasi als Hobby-Projekt einen Elektro-Flitzer baut, das den namhaften Autoherstellern sprichwärtlich davonfährt. Nebenbei betriebt er auch noch ein eigenes Raumfahrtunternehmen (n.b. Daimler hat sich vor einigen Jahren von Arianespace zurückgezogen).
Aber schon OK, sollen ruhig weiter MINT-Lemminge an die Unis gespült werden, um dann in ein paar Jahren in Leihbuden versklavt zu werden und in fensterlosen Karnickelbuchten eingepfärcht zu werden. Dann bekommt die Industrie endlich ihre billigen "Fachkräfte".

Man ey, wie kann man bloß so kurzsichtig sein!?

von Bruder_M - am 15.09.2017 13:32
Zitat
DH0GHU
Ich möchte gar keinen 10.000€+X-pro-Monat-Job. Danach bin ich verschlissen.


Das soll man ja auch nicht ewig:

* Von 20 bis 30 studiert man (das Leben)
* Von 30 bis 40 klotzt man richtig ran, sammelt Erfahrung und bindet einen Kundenstamm an sich
* Von 40 bis 50 macht man sich selbstständig
* Ab 60 genießt man das Leben.

Übrigens, noch nie war es so leicht, Aktienmillionär zu werden, wie heute.
Mit nur 1000 € Startkapital und nur 1,5 % Rendite pro Tag, ist das locker in 10 Jahren zu schaffen!

Also Leute: Nicht jammern, machen!

von Bruder_M - am 15.09.2017 13:40
Nur mal so ein Denkanstoß: Einen Job nur nach dem Geld auszusuchen ist in meinen Augen nicht gerade sonderlich intelligent. Das ist der beste Weg um nach mind. 2-5 Jahren total k.o. und ausgelaugt bei irgendeinem Doktor auf der Couch zu liegen. Das war's dann.

Nee, nee, man muss Interesse an der Arbeit und der Branche haben, sonst wird das nichts. Als ich damals mit studieren angefangen hatte, hatten viele mir abgeraten Ingenieur zu werden. Hat mich nicht gejuckt. Ich wollte es werden, weil es mir Spaß macht. Bereut hab ich es bis heute nicht. Auch jetzt nochmal nebenbei zu studieren mache ich nur aus einem Grund: Weil es mir Spaß macht!

Thema ÖR: Ganz einfach, wenn man denkt Lust drauf zu haben da hinzuwollen, dann los. Wenn es nur die Kohle sein sollte ... nun ja, dann hat man aber schlecht geguckt, da gibt es in der freien Wirtschaft mehr.

von Jens1978 - am 15.09.2017 16:00
Dass die Rente v.a. für die Leute, die sowieso nichts zurücklegen können, am Ende zu niedrig ist, ist unstrittig. Dass insbesondere Pflegekräfte unterbezahlt sind (und das Geld offenbar sonstwo im System versickert), ebenso. Darüber brauchen wir nicht zu diskutieren, und gerade das Rententhema ist eine deftige Zeitbombe, auch wenn Mutti anderer Meinung ist.

Das alles ändert nichts daran, dass ein Großunternehmen unabhängig davon ob es öffentlich-rechtlich, privat oder sonstwas ist, den Gesetzen des Arbeitsmarkts folgen muss. Da ist es wenig hilfreich, mit niedrigen Einkommen dagegen zu argumentieren. Wenn dann in Folge ein Unternehmen schlecht geführt wird und Jobs verloren gehen, hat auch niemand etwas davon (So ein Manager, der geht dann nämlich einfach zur ausländischen Konkurrenz und hilft der - Pech für den deutschen Arbeitgeber, der dann mit schlechteren Managern schlechtere Entscheidungen trifft...)

Ansonsten hat natürlich Jens bei der Berufswahl absolut recht: Nur nach der Kohle zu schauen ist zu kurz gesprungen.

von DH0GHU - am 15.09.2017 17:15
Zitat
DH0GHU
Dass die Rente v.a. für die Leute, die sowieso nichts zurücklegen können, am Ende zu niedrig ist, ist unstrittig. Dass insbesondere Pflegekräfte unterbezahlt sind (und das Geld offenbar sonstwo im System versickert), ebenso. Darüber brauchen wir nicht zu diskutieren, und gerade das Rententhema ist eine deftige Zeitbombe, auch wenn Mutti anderer Meinung ist.

Das alles ändert nichts daran, dass ein Großunternehmen unabhängig davon ob es öffentlich-rechtlich, privat oder sonstwas ist, den Gesetzen des Arbeitsmarkts folgen muss. Da ist es wenig hilfreich, mit niedrigen Einkommen dagegen zu argumentieren. Wenn dann in Folge ein Unternehmen schlecht geführt wird und Jobs verloren gehen, hat auch niemand etwas davon (So ein Manager, der geht dann nämlich einfach zur ausländischen Konkurrenz und hilft der - Pech für den deutschen Arbeitgeber, der dann mit schlechteren Managern schlechtere Entscheidungen trifft...)

Ansonsten hat natürlich Jens bei der Berufswahl absolut recht: Nur nach der Kohle zu schauen ist zu kurz gesprungen.


Ich glaube das hat die Thematik ganz gut auf den Punkt gebracht :spos:

von Japhi - am 15.09.2017 19:17
Hehehe, ihr könnt doch keine Kritik an den Zuständen in diesem Land üben.
Das tun doch nur die "Rechten" oder AfD-Anhänger.
Pfui, pfui, pfui. :D
Hier geht es den Leuten so gut wie noch nie,....sagt Mutti M. :drink:

von Radio-DX - am 15.09.2017 19:47
Das wird jetzt aber keine Lohn-Diskussion, oder? Dafür gibts das OT-Forum ;)

von Staumelder - am 15.09.2017 19:52
Zitat
Bruder_M
* Ab 60 genießt man das Leben.


Das ist genau das, was ich bei vielen Kollegen sehe: "'Wie lange habe ich noch bis zur Rente?". Ich kann dieses Thema einfach nicht mehr hören. Ich bin noch keine 30 und ich lebe JETZT - und nicht erst, wenn ich in Rente bin. Ich schiebe "das Leben genießen" doch nicht ans Ende des selbigen, um dann mit dem Rollator im Altenheim zu vegetieren.

Zitat
Jens1978
Nur mal so ein Denkanstoß: Einen Job nur nach dem Geld auszusuchen ist in meinen Augen nicht gerade sonderlich intelligent. Das ist der beste Weg um nach mind. 2-5 Jahren total k.o. und ausgelaugt bei irgendeinem Doktor auf der Couch zu liegen. Das war's dann.

Nee, nee, man muss Interesse an der Arbeit und der Branche haben, sonst wird das nichts. Als ich damals mit studieren angefangen hatte, hatten viele mir abgeraten Ingenieur zu werden. Hat mich nicht gejuckt. Ich wollte es werden, weil es mir Spaß macht. Bereut hab ich es bis heute nicht. Auch jetzt nochmal nebenbei zu studieren mache ich nur aus einem Grund: Weil es mir Spaß macht!

Thema ÖR: Ganz einfach, wenn man denkt Lust drauf zu haben da hinzuwollen, dann los. Wenn es nur die Kohle sein sollte ... nun ja, dann hat man aber schlecht geguckt, da gibt es in der freien Wirtschaft mehr.


Ganz genau so ist es. Nicht mit dem zufriedenengeben, was man hat, wenn es einem nicht taugt. Natürlich wird nicht jeder seinen Traumjob bekommen können, aber man sollte zumindest daran arbeiten und nicht über Jahrzehnte lustlos etwas tun, das man eigentlich nicht will.
Natürlich muss auch ich mich irgendwie finanzieren - dafür bin ich einem Angestelltenverhältnis - aber wie viel am Monatsende auf dem Konto ist, ist für mich ist nicht einzig Entscheidende. Ich möchte gerne in die Arbeit gehen und hinter dem stehen, was das Unternehmen macht. Zum Glück ist das schon seit langem so und bleibt hoffentlich noch lange.

von DigiAndi - am 17.09.2017 10:23
Zitat
Staumelder
Das wird jetzt aber keine Lohn-Diskussion, oder? Dafür gibts das OT-Forum ;)

Stimmt,
daher sollte man sich hier beschränken auf den medienpolitischen Teil und damit auf die Gehälter und Pensionen der Führungsleute im Öffentlich-Rechtlichen. Und das läuft tatsächlich aus jeglichem Ruder. Noch paar mehr Intendanten & Co. im Ruhestand, da ist der Kollaps des Systems doch unabwendbar. Da reichen bald auch keine 20€ „Haushaltabgabe“ im Monat mehr. Ich glaube, die kriegen so viel Kohle, damit sie z.B. über sowas n i c h t ausführlich berichten lassen: https://deutsch.rt.com/inland/36904-augenzeuge-zu-rt-deutsch-militarkolone/

Auch komme ich mir ziemlich vera……. vor mit dem, was man uns hier vor der Wahl vorspielt und wo gut bezahlte „Journalisten“ ihre wertvollste Fähigkeit unter Beweis stellen, entweder Leuten permanent den Satz abzuschneiden oder eben Wahlduette zum Einschlafen. Selbst wer als Normalbezahlter dort arbeitet und sich daher vom Gebührensystem abhängig fühlt, kann das doch nicht mehr gut heißen.

Genauso den künstlichen Überbau „Deutschlandradio“ über den beiden Häusern Köln und Berlin finde ich als Hörer seit Ende der 60er(DLF) und Anfang der 70er(Rias) aber auch sowas von überflüssig. Damit verfolgt man doch eher Zwecke, die einer freien pluralistischen Berichterstattung diametral entgegenstehen und verbrät dafür auch noch unsere Gelder. Es ging ja mal ganz anders – subsidiär und hoch qualitativ mit eigenständigem Journalismus in diesen Funkhäusern - die Gelder also nicht in so einen Kropf an Überbau. Wer das heute ohne Grund nun so anders macht, w i l l doch explizit die übergeordnete Kontrolle. Für sowas wiederum, will ich aber nicht mehr bezahlen!

Ich verstehe z.B. auch nicht, wieso ich auf Grund der massenhaft gleichartigen Musikwellen auf jemanden wie Grégory Lemarchal erst letzten Monat, also über zehn Jahre zu spät, aufmerksam werde, und das auch nur über einen ausländischen Youtube-Beitrag und nicht über die Öffentlich-Rechtlichen, die kaum französische Musik noch anbieten (vielleicht auf NDRinfo nachts?). Und ich hör weiß Gott nicht wenig Radio.

von RichtungBerlinRadiohörenderSachse - am 17.09.2017 14:58
Zitat
RichtungBerlinRadiohörenderSachse
Zitat
Staumelder
Das wird jetzt aber keine Lohn-Diskussion, oder? Dafür gibts das OT-Forum ;)

Stimmt,
daher sollte man sich hier beschränken auf den medienpolitischen Teil und damit auf die Gehälter und Pensionen der Führungsleute im Öffentlich-Rechtlichen. Und das läuft tatsächlich aus jeglichem Ruder. Noch paar mehr Intendanten & Co. im Ruhestand, da ist der Kollaps des Systems doch unabwendbar. Da reichen bald auch keine 20€ „Haushaltabgabe“ im Monat mehr. Ich glaube, die kriegen so viel Kohle, damit sie z.B. über sowas n i c h t ausführlich berichten lassen: https://deutsch.rt.com/inland/36904-augenzeuge-zu-rt-deutsch-militarkolone/

Auch komme ich mir ziemlich vera……. vor mit dem, was man uns hier vor der Wahl vorspielt und wo gut bezahlte „Journalisten“ ihre wertvollste Fähigkeit unter Beweis stellen, entweder Leuten permanent den Satz abzuschneiden oder eben Wahlduette zum Einschlafen. Selbst wer als Normalbezahlter dort arbeitet und sich daher vom Gebührensystem abhängig fühlt, kann das doch nicht mehr gut heißen.

Genauso den künstlichen Überbau „Deutschlandradio“ über den beiden Häusern Köln und Berlin finde ich als Hörer seit Ende der 60er(DLF) und Anfang der 70er(Rias) aber auch sowas von überflüssig. Damit verfolgt man doch eher Zwecke, die einer freien pluralistischen Berichterstattung diametral entgegenstehen und verbrät dafür auch noch unsere Gelder. Es ging ja mal ganz anders – subsidiär und hoch qualitativ mit eigenständigem Journalismus in diesen Funkhäusern - die Gelder also nicht in so einen Kropf an Überbau. Wer das heute ohne Grund nun so anders macht, w i l l doch explizit die übergeordnete Kontrolle. Für sowas wiederum, will ich aber nicht mehr bezahlen!

Ich verstehe z.B. auch nicht, wieso ich auf Grund der massenhaft gleichartigen Musikwellen auf jemanden wie Grégory Lemarchal erst letzten Monat, also über zehn Jahre zu spät, aufmerksam werde, und das auch nur über einen ausländischen Youtube-Beitrag und nicht über die Öffentlich-Rechtlichen, die kaum französische Musik noch anbieten (vielleicht auf NDRinfo nachts?). Und ich hör weiß Gott nicht wenig Radio.


Das ist oft das Problem bei GEZ Gebuehren, oder Zwangs-Haushaltsabgaben und dem eigentlichen Auftrag des oeffentlich rechtlichen Rundfunk. Es entsteht eine Eigendynamik die oft wenig to stoppen sei. Am Ende werden nur die Beitraege / Gebuehren oder Abgaben erhoeht, man kann sie quasi erzwingen. Selbst wenn man jedes Jahr die Geuehren um 2 Euro pro Monat anheben wuerde kaeme man durch damit.

In der BBC gibts eine ahenliches Problem mit hoehen Gehaeltern, hohen Abfindungen und Pensionszahlungen, allerdings bei weitaus niedrigeren Gebuehren.

von 102.1 - am 17.09.2017 15:47
Zitat
RichtungBerlinRadiohörenderSachse
Zitat
Staumelder
Das wird jetzt aber keine Lohn-Diskussion, oder? Dafür gibts das OT-Forum ;)

Stimmt,
daher sollte man sich hier beschränken auf den medienpolitischen Teil und damit auf die Gehälter und Pensionen der Führungsleute im Öffentlich-Rechtlichen. Und das läuft tatsächlich aus jeglichem Ruder. Noch paar mehr Intendanten & Co. im Ruhestand, da ist der Kollaps des Systems doch unabwendbar. Da reichen bald auch keine 20€ „Haushaltabgabe“ im Monat mehr. Ich glaube, die kriegen so viel Kohle, damit sie z.B. über sowas n i c h t ausführlich berichten lassen: https://deutsch.rt.com/inland/36904-augenzeuge-zu-rt-deutsch-militarkolone/

Auch komme ich mir ziemlich vera……. vor mit dem, was man uns hier vor der Wahl vorspielt und wo gut bezahlte „Journalisten“ ihre wertvollste Fähigkeit unter Beweis stellen, entweder Leuten permanent den Satz abzuschneiden oder eben Wahlduette zum Einschlafen. Selbst wer als Normalbezahlter dort arbeitet und sich daher vom Gebührensystem abhängig fühlt, kann das doch nicht mehr gut heißen.

Genauso den künstlichen Überbau „Deutschlandradio“ über den beiden Häusern Köln und Berlin finde ich als Hörer seit Ende der 60er(DLF) und Anfang der 70er(Rias) aber auch sowas von überflüssig. Damit verfolgt man doch eher Zwecke, die einer freien pluralistischen Berichterstattung diametral entgegenstehen und verbrät dafür auch noch unsere Gelder. Es ging ja mal ganz anders – subsidiär und hoch qualitativ mit eigenständigem Journalismus in diesen Funkhäusern - die Gelder also nicht in so einen Kropf an Überbau. Wer das heute ohne Grund nun so anders macht, w i l l doch explizit die übergeordnete Kontrolle. Für sowas wiederum, will ich aber nicht mehr bezahlen!

Ich verstehe z.B. auch nicht, wieso ich auf Grund der massenhaft gleichartigen Musikwellen auf jemanden wie Grégory Lemarchal erst letzten Monat, also über zehn Jahre zu spät, aufmerksam werde, und das auch nur über einen ausländischen Youtube-Beitrag und nicht über die Öffentlich-Rechtlichen, die kaum französische Musik noch anbieten (vielleicht auf NDRinfo nachts?). Und ich hör weiß Gott nicht wenig Radio.


Putin-Fernsehen als seriöse Quelle???? Da kann man ja nicht einmal den Bildern trauen.

von RudiP - am 17.09.2017 16:22
Zitat
RudiP
Putin-Fernsehen als seriöse Quelle???? Da kann man ja nicht einmal den Bildern trauen.

Aber bei den ÖRs kann man das?

Tja, wenn es zumindest noch programmlich und journalistisch eigenständige Häuser in Köln/Lindenallee7 bzw.Raderberggürtel UND Berlin/Kufsteiner Straße bzw.Hans-Rosenthal-Platz gäääbe! Aber lange vorbei… - und damit auch das Vertrauen von langjährigen Hörern, die es ganz anders kannten.

von RichtungBerlinRadiohörenderSachse - am 17.09.2017 16:52
Oh, jetzt sind wir in der Alle-Rundfunkanstalten-werden-von-der-Regierung-gesteuert-Verschwörungs-Szene gelandet. Dann bin ich mal raus hier.

von DigiAndi - am 17.09.2017 16:54
Zitat
DigiAndi
Oh, jetzt sind wir in der Alle-Rundfunkanstalten-werden-von-der-Regierung-gesteuert-Verschwörungs-Szene gelandet. Dann bin ich mal raus hier.


Das Thema ist hier Gehaelter im oeffentlich rechtlichen Rundfunk. Wer hier ueber Verschwoerungen diskutieren will soll einen neuen Thread aufmachen.

von 102.1 - am 17.09.2017 17:14
Zitat
Staumelder
Das wird jetzt aber keine Lohn-Diskussion, oder? Dafür gibts das OT-Forum ;)


Dieses Thema mag ja für manche ganz spannend sein, gehört aber meiner Meinung nach von Anfang an ins OT-Forum. Dieses hier ist ein Technikforum.

von DX-Fritz - am 17.09.2017 17:30
Es kann doch sicher ins OT-Forum geschoben werden (Ups - schon passiert); ich von meiner Seite ende aber ohnehin hiermit:

Es ist eine Tatsache und keine Verschwörung, dass zwei (manche werden sogar drei zählen) der ehemals wichtigsten und gut funktionierenden sowie hoch akzeptierten Radios im Land ab 1994 nicht nur unter ein extra eingerichtetes t e u r e s Dach gezwungen wurden, sondern sogar noch, was dem ganzen die Krone aufsetzt, über den Staatsvertrag der Länder gleich noch mit ARDZDF verwoben wurden.

Und dann wundern sie sich, wenn nach paar Alternativen gesucht wird, die ausmahmsweise darin nicht verschnürt sind.

Auch ich hör ja immer noch am meisten DRadios, aber was in der Vergangenheit passiert ist, kann ich da längst nicht mehr ausblenden, gerade, wie man die beiden Berliner Programme inhaltlich angegangen ist, wo kein Stein auf dem andern blieb und hier Mittel lediglich noch für „Kultur“ bereitstanden. Als Gebührenzahler hat man dennoch ausschließlich Zahlpflicht.

von RichtungBerlinRadiohörenderSachse - am 17.09.2017 18:05
Zitat
DigiAndi
Oh, jetzt sind wir in der Alle-Rundfunkanstalten-werden-von-der-Regierung-gesteuert-Verschwörungs-Szene gelandet. Dann bin ich mal raus hier.


Ich auch! Pauschales Merkel- und Öffentlich-rechtlichen-Bashing mit Verweisen auf RussiaToday, was will man da noch groß diskutieren... :rolleyes:
Da fehlt nur noch die Zeile "aber das darf man ja hierzulande nicht sagen"...

von Habakukk - am 18.09.2017 06:44
... und genau deswegen mache ich hier mal zu.

Wer ernsthaft an einer weiteren Diskussion bzgl. der Gehälter (und diesem Falle nur darüber) interessiert ist, kann entweder einen neuen Faden aufmachen oder uns per PN anschreiben.

von NurzumSpassda - am 18.09.2017 08:18
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