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Telephone in der DDR - wie war das?

Startbeitrag von Kay B am 16.12.2005 16:41

Nachdem hier das Thema Radio und Fernsehen in der DDR schon öfters angesprochen wurde, will ich mal ein anderes Medium in der damaligen DDR ansprechen.

Und zwar würd's mich mal interessieren, wie es damals in der DDR genau von statten ging, wenn man einen Telephonanschluß haben wollte. Was ich noch weiß ist, daß bei weitem nicht jeder einen Anschluß hatte und das es eine Ewigkeit gedauert hat bis man denn einen bekam.

Auf welchem technischen Stand war das Telephonnetz? Vom Einsatz digitaler Vermittlungstechnik konnte man sicherlich nicht ausgehen. Aber wie sah es dann in einem Fernmeldeamt / einer Vermittlungsstelle in der damaligen DDR aus? Wurde da noch mit Relais gearbeitet?

Gab es eigentlich das Tonwahlverfahren in der DDR? Oder mußte man das Impulswahlverwahren einsetzen? Anders gefragt, gab es Tastentelephone oder nur Telephone mit Wählscheiben?

Wie ging es von statten, wenn man aus der DDR in die Bundesrepublik oder andere westliche Länder bzw. andersherum telephonieren wollte?

Gab es in der DDR damals unterschiedliche Telephone oder nur ein "Einheitstelephon"?

Wie waren die Vorwahlen in der damaligen DDR? Waren diese - wie heute - nach eigenen Vorwahlgebieten oder nach Kreisen bzw. Bezirken eingeteilt?

Antworten:

Das Telefonnetz war analog. Gearbeitet wurde bis zur Wende mit überwiegend mit Hebdrehwählern (Impulswahl) in den Ortsvermittlungsstellen.

Ein Telefon bekam außerhalb der Großstädte nur, wer entweder ein Gewerbe hatte, Arzt war oder ansonsten ein "berechtigtes Interesse" an einem Telefonanschluß hatte. Bessere Chancen hatte man, wenn es in dem eigenen Dorf keinen oder nur einen einzigen öff. Fernsprecher gab. Bei uns war es sehr verbreitet, daß öff. Fernsprecher auch bei Privatleuten angebracht waren. Die hatten dann außen ein rot/weißes Schild am Zaun und man konnte dort klingeln.

Bei uns im Dorf gab es 4 öff. Fernsprecher und eine Telefonzelle. Die öff. Fernsprecher befanden sich in der Post und beim Dorfarzt (jeweils nur während der Öffnungszeiten nutzbar) sowie in 2 Privathäusern. Bei einem weiß ich, daß der abends immer die Klingel abgestellt hat um nicht von Telefonwilligen gestört zu werden.

Gespräche nach Westdeutschland hatte ich nie. Ein handvermitteltes Gespräch nach Polen hatten meine Eltern aber während meines Ferienurlaubs wohl irgendwie hinbekommen.

von PowerAM - am 16.12.2005 17:06
Ich weiß nur das wir kein Telefon hatten, wenn dann mussten wir in eine der zwar zahlreich rumstehenden, aber meist kaputten Telefonzellen. Die Türen waren meist abgeschlossen, aber das war eh nur ein Vorwand, damit man nicht allzuviel abhören musste (bei JEDEM Gespräch gab es das magische KLICK und der Lauscher an der Wand hörte mit..). Wir haben dazumals in der Platte gewohnt und dort hatte in unserem Fünf-Geschosser nur die Stasi-Dame ganz unten ein Telefon. Das bekam man sowieso nur über die nötigen Beziehungen, die wir als "Montagsdemonstranten mit gestelltem Ausreiseantrag" natürlich nicht hatten...

von Rosti 2.0 - am 16.12.2005 18:41



Zuhause hatten wir noch dieses Model-ich habe es Heute noch ( nicht mehr angeschlossen)später gab es ja dann die einfach im Grau gehaltenen Telefone.
Wie sahen die Modelle in der DDR aus?

von 88,7 MHz - am 16.12.2005 19:01
Zitat
Kay B
Gab es eigentlich das Tonwahlverfahren in der DDR? Oder mußte man das Impulswahlverwahren einsetzen? Anders gefragt, gab es Tastentelephone oder nur Telephone mit Wählscheiben?
Wann wurde denn bei »uns« das Tonwahlverfahren eingeführt? Also ich bin mir sehr sicher, dass das bei uns erst Ende der Neunziger (Einführung des sog. »T-Net«) möglich wurde. Davor hatte unser Telekom-Tastentelefon immer mit Impuls gewählt.

Zitat
Kay B
Wie waren die Vorwahlen in der damaligen DDR? Waren diese - wie heute - nach eigenen Vorwahlgebieten oder nach Kreisen bzw. Bezirken eingeteilt?
Ich meine, irgendwo mal was von 071 für Karl-Marx-Stadt gelesen zu haben, die interessanterweise der gesamtdeutschen Chemnitzer Vorwahl 0371 sehr entspricht. Aber keine Garantie dafür, dass das so stimmt.

von Brubacker - am 16.12.2005 19:49
@ Brubacker

Zitat

Wann wurde denn bei »uns« das Tonwahlverfahren eingeführt? Also ich bin mir sehr sicher, dass das bei uns erst Ende der Neunziger (Einführung des sog. »T-Net«) möglich wurde. Davor hatte unser Telekom-Tastentelefon immer mit Impuls gewählt.


Das Tonwahlverfahren gab's schon zu Bundespost-Zeiten. Selbst ISDN gibt's ja schon seit 1989 (hat aber jetzt nichts mit den beiden analogen Wahlverfahren zu tun).


Zitat

Ich meine, irgendwo mal was von 071 für Karl-Marx-Stadt gelesen zu haben, die interessanterweise der gesamtdeutschen Chemnitzer Vorwahl 0371 sehr entspricht. Aber keine Garantie dafür, dass das so stimmt.


Stimmt. Das wäre logisch. Telephonmäßig gehören ja die neuen Bundesländer alle zu Berlin. --> 03...

Da wäre es am einfachsten gewesen, die Null wegzulassen und durch die 03 zu ersetzen.


von Kay B - am 16.12.2005 20:09
also die Telefone bei uns im Dorf konnte man so in etwa an einer Hand abzählen.
Es gab 2 öffentliche Fernsprecher, ein richtig echter, sogar mit Häuschen im Häuschen (kleiner Raum in einem Bushaltestellenwartehäuschen), ich kann mich aber auch dran erinnern dass das oftmals nicht ging weil es voll war, es nahm einfach keine Münzen mehr an. Das zweite öffentliche war in der Post.
Es gab aber mit Sicherheit noch mehr, die Schule hatte eins im Sekretariat, die Mühle hatte wohl auch eins. Und vielleicht gab es auch noch eins im Bahnhof der Deutschen Reichsbahn. Aber dann hört es schon auf.

Meine Mutter hat im Empfang von irgendeiner Behörde/Amt in Meißen gearbeitet. Dort gab es ein Telefon...nein...eher eine Schaltzentrale. Alle Anrufe gingen bei Ihr ein und sie konnte dann die Gespräche in die Büros weiterleiten. Da gab es verschiedene Lampen die blinkten oder leuchteten (grün war wohl ein bestehendes Telefongespräch). Anhand dieser Lampenanzeigen war erkennbar, was wohl grade auf der Leitung passiert (besetzt etc.)
Und das lief alles analog. Stück hin war ein Schrank, wenn man da die Tür aufgemacht hat, konnte man die Relais munter vor sich hinrasseln hören.

Raustelefonieren (vom besagter Behörde aus)....ja das war so eine Sache. Also Zeitansage, Wetter, Lottozahlen und solcher Kram ging immer. War übrigens kostenlos. Aber wenn man ein Ferngespräch führen wollte (ich weiss beim besten Willen wohin ich da telefonieren wollte, vielleicht zum Onkel nach Mahlow (bei Berlin) - der hatte später ja dann auch schon ein Telefon) war das schon so eine Sache. Man hat erstmal die Vorwahl gewählt (übrigens per Drehscheibe) - und dann kam man entweder raus oder nicht ( (Dresden konnte man bestimmt auch schon als Ferngespräch zählen) wenn man nicht rauskam bekam man eben ein Besetztzeichen) - war man allerdings durch die erste Hürde durch hatte man so gut wie gewonnen und wurde auch verbunden.

viel mehr kann ich nicht dazu sagen.
Ach doch, eins fällt mir noch ein, früher war die Auskunft mal kostenlos.

mfG: Felix II


von Felix II - am 16.12.2005 20:22
in unsrem dorf gabs auch einen ,,münzfernsprecher,, dannach hatten einige wenige privathaushalte ein telefon,darunter der pfarrer,der bäcker,die post,die grundschule,die gemeinde und die LPG.
Wir sind zum telefonieren meist in die Telefonzelle gegangen,die war so ca 200 m vom Haus weg.
Da meine Mutter auch m it ihrer Mutter im Westen Telefonieren wollte gabs da auch immer Probleme,zumal mein Dad ja mal ein ,,elbeschwimmer,, war.
Die Gespräche mußten immer angemeldet werden,dann gings zum Bäcker der im Nachbarhaus war und dort gings los,nr gewählt,ne Ewigleit auf ne Verbindung gewartet und wenns soweit war gabs natürlich auch dieses Knacken wenn sich die Stasi reingehangen hat :D
Die Verbindung war immer recht mieß :mad:,es war damals immer was besonderses für mich wenn ich mit meiner ,,Westoma,, telefonieren konnte :hot:

von Robert S. - am 16.12.2005 22:01
Im späten plattenbau in der DDR hatten viele dann einen Telefonanschluss gehabt. In der Siedlung wo ich mal gewohnt hatte, wurden die Häuser so gegen 1984/85 gebaut. Wenn ich mich recht erinnere , hatte jede Wohnung einen Telefonanschluss gehabt, allerdings war es in Berlin eher möglich , das jeder einen Anschluss hatte, als in irgendwelchen kleinen Städten.
Mindestens 2 Wohnungen hatten sich auch einen Anschluss geteilt, also wenn der eine telefoniert hatte, ging beim anderen nix mehr.
Zu DDR Zeiten wurden auch schon Tastentelefone gebaut, mein Vater hatte mal so eins besorgt, (allerdings nach der Wende)
Eine beonderheit war in Berlin noch nach der Wende die doppelte Telefonnummervergabe, wir im Ostteil hatten früher die 321299** (Hohenschönhausen), im Wesstteil gab es diese Nummer auch (Charlottenburg). Irgendwie müssen die das denn mit der Vorwahl so hinbekommen hanben, das es funktionierte....
Später musste dann natürlich die Ossienummer umgeändert werden -in 921299**

von Chief Wiggum - am 17.12.2005 07:24
Zitat
Chief Wiggum
Eine beonderheit war in Berlin noch nach der Wende die doppelte Telefonnummervergabe, wir im Ostteil hatten früher die 321299** (Hohenschönhausen), im Wesstteil gab es diese Nummer auch (Charlottenburg). Irgendwie müssen die das denn mit der Vorwahl so hinbekommen hanben, das es funktionierte....
Später musste dann natürlich die Ossienummer umgeändert werden -in 921299**


Bei uns (Westteil der Stadt) haben andauernd dann Leute angerufen, die eine Bibliothek im Ostteil der Stadt anrufen wollten :mad:

von essemm - am 17.12.2005 10:06
Bei uns wurde im Herbst 1997 die Ortsvermittlung digitalisiert. Kann mich da noch genau erinnern. Bis dahin war nur IWV möglich, man konnte soviel Töne schicken wie man wollte, das Freizeichen reagierte nicht.
Mit der Digitalisierung änderte sich das dann; wir haben dann aber kurz später einen ISDN Anschluss bekommen.

Zur DDR: wir haben Bekannte in Merseburg, die hatten auch kein Telefon, aber eine Bekannte dieser. Es war ein Riesenaufstand vom Westen da "rüber zu rufen". Direktwahl ging nur manchmal, es gab ja die Vorwahl 0037 für die DDR. Meist knackte es ein zwei Minuten lang, dann kam das Belegtzeichen.
Auch eine Verbindung über die Vermittlung (war mal 010) war nicht immer drin, es wurde einem dann gesagt, derzeit wäre keine Leitung frei.

von Terranus - am 17.12.2005 11:30
Die Vorwahlen in der DDR waren nicht einheitlich.Da hatte jeder (Land)Kreis eigene Vorwahlen.Es gab zwei- und dreistellige Vorwahlen.In den Westen anrufen,ging nur handvermittelt übers Fernamt,das manchmal einen halben Tag gedauert hatte.Ausgenommen war Berlin.Dort konnte man direkt über eine Vorwahl nach Westberlin und in die West-Großstädte.Probiert habe ich es ein paar Mal.Z.b. habe ich ab und zu die RIAS 2-Hotline angerufen oder fürn Kumpel nach München gewählt.Die Westberliner Vorwahl war dreistellig und begann mit 9.Vielleicht 945? Ich habe es leider vergessen.Auch die Vorwahl nach München.Vielleicht war es eine international übliche Vorwahl?

von Steffen_K1 - am 18.12.2005 23:00
Gerade beim suchen,-ein Vorwahlverzeichnis AVON aus dem Jahr 1984 gefunden.
Leipzig hatte hier vom Westen aus,die Vorwahl 0037 41
Berlin 0037 2
Dresden 0037 51- andere Vorwahlen sind 3 -5.Stellig

von 88,7 MHz - am 20.12.2005 15:04
Zitat
Toucher
Gerade beim suchen,-ein Vorwahlverzeichnis AVON aus dem Jahr 1984 gefunden.
Leipzig hatte hier vom Westen aus,die Vorwahl 0037 41
Berlin 0037 2
Dresden 0037 51- andere Vorwahlen sind 3 -5.Stellig
Und hat Karl-Marx-Stadt nicht zufällig 0037 71? Würde nämlich zu meiner oben geposteten Erinnerung passen.

von Brubacker - am 20.12.2005 15:24
Im Inland der DDR waren diese Ortsvorwahlen aber nicht gebräuchlich,denn es war von Kreis (oder war es vom Bezirk?) immer eine andere Vorwahl.

von Steffen_K1 - am 20.12.2005 15:39
Zitat
Brubacker
Zitat
Toucher
Gerade beim suchen,-ein Vorwahlverzeichnis AVON aus dem Jahr 1984 gefunden.
Leipzig hatte hier vom Westen aus,die Vorwahl 0037 41
Berlin 0037 2
Dresden 0037 51- andere Vorwahlen sind 3 -5.Stellig
Und hat Karl-Marx-Stadt nicht zufällig 0037 71? Würde nämlich zu meiner oben geposteten Erinnerung passen.


Bingo,-der Kandiat hat 100.Punkte

Bow-bin ich doch gerade aus Versehen-auf Beitrag melden gekommen,statt Beitrag zittieren.
Habe es aber nicht bestätigt,-nicht das dir die 100 Punkte wieder abgezogen werden ;-) oder noch schlimmer,gleich ein Rechtsanwalt eingeschaltet wird. ( das so kurz vor Weihnachten)

von 88,7 MHz - am 20.12.2005 15:58
Zitat
Toucher
Zitat
Brubacker
Zitat
Toucher
Gerade beim suchen,-ein Vorwahlverzeichnis AVON aus dem Jahr 1984 gefunden.
Leipzig hatte hier vom Westen aus,die Vorwahl 0037 41
Berlin 0037 2
Dresden 0037 51- andere Vorwahlen sind 3 -5.Stellig
Und hat Karl-Marx-Stadt nicht zufällig 0037 71? Würde nämlich zu meiner oben geposteten Erinnerung passen.


Bingo,-der Kandiat hat 100.Punkte
Sehr interessant. Dann weiß ich auch jetzt, wo ich diese Vorwahl her hatte. Dass die nur aus'm Ausland galten, konnte ich armer Wessi ja nicht wissen. :)

Aber es ist echt interessant, die Nummern passen soweit alle auf die neuen Telefonvorwahlen. Leipzig 41 hat heute 0341, Dresden 51 0351, Chemnitz 71 0371. Entsprechend müsste Potsdam dann 31, Erfurt 61, Rostock 81 und Magdeburg 91 gehabt haben.

Und wie sieht's mit den anderen vierstelligen Vorwahlen aus? War 35 Frankfurt/Oder, 40 Dessau, 45 Halle, 55 Cottbus, 65 Gera, 75 Zwickau, 85 Schwerin und 95 Neubrandenburg?

Und waren diese Nummern dann westdeutschen Ursprungs oder von der DDR für den Auslandstelefonverkehr bestimmt?

Zitat
Toucher
Bow-bin ich doch gerade aus Versehen-auf Beitrag melden gekommen,statt Beitrag zittieren.
Habe es aber nicht bestätigt,-nicht das dir die 100 Punkte wieder abgezogen werden ;-) oder noch schlimmer,gleich ein Rechtsanwalt eingeschaltet wird. ( das so kurz vor Weihnachten)
:D

von Brubacker - am 20.12.2005 16:08
1. Und kam man auch direkt durch, wenn man vom Westen aus in die DDR anrief?
2. Wann genau verschwand die internationale Vorwahl 0037?
3. War das eine "Von Heute auf Morgen"-Aktion oder gab es eine Übergangszeit?
4. War es so, dass dann bestimmte Orte schon direkt erreichbar waren, wogegen man bei anderen Ortsnetzen noch die 0037 wählen musste?
5. Wo kann man das Buch kaufen? Bekommen wir ein Belegexemplar? ;)

von WellenJäger - am 20.12.2005 16:12
@ Brubacker

Potsdam 33,
Erfurth 61,
Rostock 81,
Magdeburg 91,
Frankfurt/Oder 30,
Dessau 452,
Halle 46,
Cottbus 59,
Gera 70,
Zwickau 74,
Schwerin 84,
Neubrandenburg 90,

Mühlen-Eichsen taucht im Verzeichnis nicht auf :D

von 88,7 MHz - am 20.12.2005 16:35
Die +37 Vorwahl wurde alsbald nach der Wende abgeschaltet, nachdem das Beitrittsgebiet in die Nummerngassen 032...039 eingefügt wurde, explusive Ostberlin, welches mit der 030 von Westberlin vereinigt wurde und -- so glaube ich -- die 9 als erste Ziffer verpasst bekam.

Die internationale Nummerngasse "+37" wurde aufgesplittet und an die zahlreich neu enstandenen Staaten in Mittel- und Osteuropa vergeben:

+370 Litauen
+371 Lettland
+372 Estland
+373 Moldawien
+374 Armenien
+375 Weißrussland
+376 Andorra (nicht in Gebrauch)
+377 Monaco (nicht in Gebrauch)
+378 San Marino (nicht in Gebrauch)
+379 (nicht vergeben)

Gleiches passierte mit der "+38" des ehemaligen Jugoslawien...:

+380 Ukraine
+381 Serbien & Montenegro
+382 (nicht vergeben)
+383 (geplant für paneuropäische virtuelle Netze)
+384 (nicht vergeben)
+385 Kroatien
+386 Slowenien
+387 Bosnien & Herzegowina
+388 (nicht vergeben)
+389 Mazedonien

..und mit der "+42" der ehemaligen Tschechoslowakei:

+420 Tschechische Republik
+421 Slowakei
+422 (nicht vergeben)
+423 Liechtenstein
+424 (nicht vergeben)
+425 (nicht vergeben)
+426 (nicht vergeben)
+427 (nicht vergeben)
+428 (nicht vergeben)
+429 (nicht vergeben)

von Alqaszar - am 22.12.2005 15:56
mhh also könnte es heut durchaus passieren wenn man eine alte DDR Nummer wählt daß man dann in Riga oder sonst irgendwo rauskommt ?

von Robert S. - am 22.12.2005 17:05
Es gab 15 Hauptvermittlungstellen in den ehemaligen Bezirkshauptstädten. Nur diese waren miteinander alle vermascht. Zwischen diesen hatte man auch immer einheitliche Vorwahlen. Man konnte z.B Halle/S. immer über 0046 erreichen egal wo man war in der DDR, dafür musste man aber immer die teure Zone 2 oder 3 bezahlen auch wenn es möglich war über eine andere regionale Vorwahl (z.B. von Merseburg nach Halle) billiger im Zone1 Tarif zu telefonieren. Das war aber nicht veröffentlicht, dass man über die Hauptvermittlungsstellen immer anrufen konnte, da die regionalen Querverbindungen oft überlastet waren hatte ich das oft genutzt. Zu Hause hatte ich ja kein Telefon, so führte ich die Privatgespäche ja von der Arbeit aus, da waren mir die Kosten auch egal gewesen ;-), Hauptsache eine relativ saubere Verbindung und kein Gassenbesetzt. Nach dem Westen konnte ich vor 1990 nie anrufen, das konnte man ja von keinem DDR-Betrieb beim Fernamt anmelden, da wäre ja auch der Teufel los gewesen.... Für sowas hätte ich immer einen Privatanschluß gebraucht oder man musste bei der Postöffentlichen ca. 8h auf ein handvermitteltes Gespräch warten. Diese handvermittelten Ost-West-Gespräche wurden fast ausnahmslos von der Stasi abgehört und sauteuer waren sie auch noch.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 22.12.2005 18:41
@ alqaszar

Zitat

+423 Liechtenstein


Meinst du jetzt das Land zwischen Österreich und der Schweiz?



Wie hoch waren eigentlich damals - BRD wie auch DDR - die verschiedenen Tarife?


von Kay B - am 22.12.2005 20:45
Zitat
Kay B
Zitat

+423 Liechtenstein
Meinst du jetzt das Land zwischen Österreich und der Schweiz?
Ja, die haben seit einigen Jahren eine eigene Landesvorwahl. Davor hingen sie telefonisch an der Schweiz und hatten da die Vorwahl 075.

von Brubacker - am 22.12.2005 22:17
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