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vor 11 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 8 Monaten
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88,7 MHz, FantaX, dxbruelhart, NurzumSpassda, Robert S., DX-Fritz, zerobase now, Analogiker, mor_, Habakukk

Ganz aktuell, Unglück in Bad Reichenhall

Startbeitrag von 88,7 MHz am 02.01.2006 18:21

http://www.br-online.de/bayern-heute/artikel/0601/02-eishalle-reichenhall/index.xml

Antworten:

ja habs heut schon in den nachrichten gesehn,traurig daß sowas auch hier bei uns passiert,sowas war ja bisher schon 2 mal in russland gewesen
wie kann man aber die halle fürs hockeyspiel sperren aber die leute weiter eislaufn lassen,das versteh ich net so ganz....

von Robert S. - am 02.01.2006 18:54

Zitat

halle fürs hockeyspiel sperren aber die leute weiter eislaufn lassen,das versteh ich net so ganz....

versteh ich auch nicht.
[böser Kommentar].. .[/böser Kommentar]
Kommentar gelöscht angesichts der 12 Toten und 4 Vermissten wirklich zu geschmacklos. Entschuldigung !
edit 03.01.06
Die Frage bleibt aber warum, man in einer Halle deren bauliche Unzulänglichkeit bekannt war, zwei Nutzergruppen unterschiedlich behandelt.
Wenn ich die eine gefährdet sehe – warum die andere nicht?. Und warum warnt man die eine Gruppe vor als das Gebälk knirschte , wenn doch nach den vorgenommen Messungen am Nachmittag und der immer beteuerten Aussage des Bürgermeisters keine Gefährdung vorlag?
edit 03.01.06


von mor_ - am 02.01.2006 19:31
Blöd nur, dass die Toten alle aus Bad Reichenhall sind...

Dein Kommentar ist nicht böse, er ist GESCHMACKLOS!

von FantaX - am 03.01.2006 11:03
Zur Sache selbst:
Das muss ja doch ein böser Konstruktionsfehler im Gebäude eingebaut gewesen sein.
In Uster gab es vor gut 20 Jahren auch einen Deckeneinsturz im Hallenbad: Am 9. Mai 1985 stürzte die Hallenbad-Decke ein, und begrub 12 Menschen unter sich, die nur noch tot geboren werden konnten.
Die Hallenbad-Deckentragkonstruktion wurde von den Chlorwasserdämpfen des Hallenbadwasser zerfressen, und deswegen stürzte die Decke im Mai 1985 ein. Die ganze Deckenkonstruktion war da eine komplette Fehlkonstruktion, es wurde damals nur eine möglichst billige Lösung gesucht, die hat sich dann aber gerächt...

von dxbruelhart - am 03.01.2006 11:46
ganz deiner meinung, fantaX!

egal, ob man weiss, in welchem zustand sich die halle befindet: mit so etwas rechnet man trotzdem nicht, da man sich (berechtigterweise) auch darauf verlässt, was die behörden sagen. ZIEMLICH GESCHMACKLOSER KOMMENTAR!

um es auf den punkt zu bringen: der bürgermeister der stadt wies zwar heute morgen alles ab, aber die stadt hat schlicht das unglück der leute in kauf genommen, indem sie die halle nicht schon früher gesperrt haben. jetzt reden sie sich raus, dass sie mit einer solchen schneeschicht nicht gerechnet haben bzw. dass das dach schon größere schichten ausgehalten hätte, ohne einzustürzen. aber es war landläufig bekannt, dass der zustand der halle nicht mehr der beste war. und jedes kind weiss, dass auch baumaterial den anforderungen nicht ewig stand hält. von daher hätten sie mit so etwas rechnen und entsprechend früher handeln müssen. fazit: lieber früher schließen, als nachher solche folgen haben zu müssen. dafür tragen die behörden klar die verantwortung.

mir tut es vor allem um die toten und deren angehörigen leid!

von NurzumSpassda - am 03.01.2006 11:50
Zitat

Die Hallenbad-Deckentragkonstruktion wurde von den Chlorwasserdämpfen des Hallenbadwasser zerfressen
Zum Glück arbeite ich nicht als Bademeister.

von Analogiker - am 03.01.2006 11:50
"Die Hallenbad-Deckentragkonstruktion wurde von den Chlorwasserdämpfen des Hallenbadwasser zerfressen"

das alleine ist schon erbärmlich. wenn man chlor benutzt, sollte die konstruktion auch entsprechend gebaut sein. dxbruelhart hat ganz recht, es wurde einfach nach einer billigen lösung gesucht, die bestraft werden sollte. leid tut es mir für die unschuldigen, welche dadurch ihr leben verloren haben.

@ dxbruelhart:

ich glaube zwar nicht dran, aber: hat es irgendwelche konsequenzen danach gegeben?

von NurzumSpassda - am 03.01.2006 11:56
@ NurzumSpassda:
Es gab danach einen Gerichtsprozess, bei dem aber die schuldigen Bauunternehmer und die damaligen Auftraggeber der Stadt freigesrochen wurden. Der Badmeister musste aber auch "durch die Hölle gehen", er musste viele Verhöre über sich ergehen lassen, und wurde von unserer Boulvardzeitung "Blick" ziemlich in den Dreck gezogen.

von dxbruelhart - am 03.01.2006 12:53
Umgekehrt wäre wohl das Gejammer groß gewesen, hätte man die Eishalle und das Schwimmbad tatsächlich gesperrt. So eine Sperrung kann ja dann durchaus mehrere Jahre andauern, wer weiß schon, wann die das Geld zur Sanierung aufwenden können. Sowas ist immer ein Eiertanz. Und so plötzlich sperrt man dann auch gleich in Rosenheim 2 Hallen, in Traunstein den Bahnhof usw... Da hatten die Reichenhaller einfach Pech, aber vergleichbare Baumängel dürfte es dann wohl in fast jeder Stadt geben, nur dass es vielleicht nicht überall so stark schneit wie zuletzt in Reichenhall...

von Habakukk - am 03.01.2006 13:14
Für mich ist irgendwie nicht nachvollziehbar, dass die dortige Hockeymannschaft, wissend um das Lastenproblem mit dem Dach, ihr Training abbläst, man aber ein paar Kids, die nur Spaß haben wollten, in die Halle läßt. Derjenige, der für die Entscheidung zuständig war, für das normale Publikum die Halle offen zu lassen, sollte ganz klar zur Verantwortung gezogen werden.

@mor
Danke fürs ändern deines Postings

Das mit dem Chlor halte ich übrigens für etwas weit hergeholt...


von FantaX - am 03.01.2006 14:11
Zitat

Das mit dem Chlor halte ich übrigens für etwas weit hergeholt...


Im SWR wurde gerade das Schwimmbad in Uster als Beispiel/Vergleich angeführt,-da hat schon das Chlorgas und der Wasserdampf dafür gesorgt,-das daß Dach einstürzen konnte.

von 88,7 MHz - am 03.01.2006 16:56
03.01.2006, 20:45 Uhr
Dach von Supermarkt in Tschechien eingestürzt
Prag (dpa) - Nach starken Schneefällen ist in der tschechischen Stadt Ostrava das Dach eines Supermarktes eingestürzt. Unter den Trümmern seien mindestens zwei Menschen begraben, meldet die Prager Nachrichtenagentur CTK am Abend. Jedoch könne der Rettungsdienst nicht mitteilen, wieviele Menschen es tatsächlich seien und wie stark diese verletzt seien. Ersten Meldungen zufolge handelt es sich bei dem Supermarkt um eine Filiale des deutschen Discounters Lidl in der nordmährischen Stadt.




von FantaX - am 03.01.2006 20:47
13 Tote wurden bislang unter den Trümmern der Eishalle Bad Reichenhall geboren: Das ist der Preis, den wir für die Sparsamkeit der Politker bezahlen!
Jezt ist es an der Zeit, in den nächsten, übernächsten, überübernächsten usw. alle Politiker, die eine Poltik des Sparens propagieren, in die Wüste zu schicken! Wählt nie mehr Politiker, die sparen wollen auf Kosten der Menschen!
Derartige Baumängel sollte man sofort beheben lassen, innerhalb der gleichen Woche mit der Ausbesserungsarbeiten beginnen, sobald so etwas entdeckt wird, und nicht Hallen für Jahre sperren.

Ich zitiere jetzt noch aus dem Blog von Peter Christener, Peet the Engineer's Weblog: http://www.egghof.com/weblog/blogger.html

Einsturz Eishalle Bad Reichenhall
Ich kommentiere nicht gern solche tragischen Unglücksfälle aber trotzdem:

Die Schneelast auf Flachdächern wird oft unterschätzt. Bereits bei Baucontainern kann die Decke unter der Schneelast gefährlich durchhängen. Bei der eingestürzten Eishalle von Bad Reichenhall sollten angeblich 180 Tonnen Schnee auf dem Dach gelegenen haben, das sind gut drei volle Eisenbahngüterwagen.

Offenbar ist in kurzer Zeit eine so grosse Menge Schnee gefallen, dass gleich mehrere andere Hallendächer ebenfalls beschädigt wurden. Kleinen Zeitung

Ich denke, dass dies nicht die letzten Schäden an Hallendächern waren, denn einerseits wird es auf Grund der globalen Klimaerwärmung häufiger extreme niederschlagsreiche Wetterlagen geben, anderseits kommen die kostengünstig erstellten Bauwerke der siebziger Jahre in ein Alter, wo grössere Kontroll- und Unterhaltsarbeiten anstehen.

Es bleibt zu hoffen, dass sich die Fachleute und Behörden in den nächsten Jahren intensiv mit der Thematik auseinandersetzen um weitere Schadenfälle zu verhindern.



von dxbruelhart - am 04.01.2006 12:04
Es war sicherlich ein tragischer Unglücksfall. Allerdings soll die Halle ja von Baujahr 72 sein. Das ist verdammt lang. Es sollte bei Gebäuden die älter al 20 Jahre sind jedes Jahr so eine ARt Tüv-Abnahme geben.

von zerobase now - am 05.01.2006 11:13
nach Bad Reichenhall und dem Halleneinsturz un Kattowitz ist heut wieder eine Halle eingestürtzt,und zwar die eines Supermarkt in Bayern (Ort vergessn)
Tote gabs net nur ein paar verletzte,man darf gespannt sein was noch dort pasiert,ich vermute mal wieder das Schneemassen dafür verantwortlich sind,der Winter hat es echt in sich.

von Robert S. - am 07.02.2006 12:05
Hier gibt es die Meldung dazu
http://www.mdr.de/nachrichten/meldungen/2486537.html

von 88,7 MHz - am 07.02.2006 12:11
Inzwischen hat es ja einige weitere Halleneinstürze gegeben, die zumindest glimpflich abgelaufen sind. Ausserdem wurden vorsorglich mehrere Hallen gesperrt. Auch in meinem Wohnort wurde gestern ein Großmarkt geräumt, nachdem Kunden Risse in den Balken entdeckt hatten.

Eine Sondersendung des Bayerischen Fernsehens "BR extra" zur aktuellen Lage gibt es heute um 19:00 Uhr.

von DX-Fritz - am 08.02.2006 16:53
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