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Sind die EU- Fuzzis eigentlich vom wilden Affen gebissen worden?

Startbeitrag von HAL9000 am 10.11.2006 07:18

Ich meine, ich war noch nie ein Freund der EU- Bürokraten und stehe auf dem Standpunkt: Handel und Wandel mit alles und jedem aber das soll genügen.

Doch was diese offenbar gelangweilten Herrschaften da wieder ausgeheckt haben, lässt einen nur noch fassungslos dreinblicken...

Meldung

Haben die echt keine anderen Probleme in Europa? Wer hat bei denen eigentlich den Stecker ausm Gehirn gezogen?

Für mich bleibt die EU ein vorwiegend sinnloses Milliarden- Groschengrab. Und da wundert man sich wirklich in Brüssel, warum die dolle EU- Verfassung fast überall abgelehnt wurde, wo der Bürger per Volksentscheid darüber abstimmen konnte...

Antworten:

Tja, was soll man da noch sagen? :confused: :eek:

Die müssen echt Langeweile haben.

von zerobase now - am 10.11.2006 07:36
:brüll:

Vmtl. ist die Meldung für den 01.04.2007 geplant...

von Staumelder - am 10.11.2006 09:41
Das wird immer grotesker...Schildbürgergeschichten noch und nöcher!

von PeterSchwarz - am 10.11.2006 11:01
Man muss sich doch fragen, in welchen Filmen oder Serien gibt es kein Produkt-Placement? Somit könnten sehr viele Filme und Serien im Fernsehen nicht mehr gezeigt werden.
Die Bürokraten sind da wirklich sehr weltfremd :rolleyes: :motz:

von dxbruelhart - am 10.11.2006 11:24
Tja die Eurocrats ... aber Förderung in Technik verbieten oder die Monopole der Großkonzerne sichern :mad:

Brauchen sich nicht wundern dass die Bevölkerung nicht mitzieht in Sachen Verfassung etc.

von Terranus - am 10.11.2006 11:49
Drehn die total am Rad oder was :mad: :blöd: sowas kanns doch net gebn,es ist mir doch egal was James da für ein Auto fährt oder für ne Uhr trägt,mir gehts um den Inhalt des Films und net um den Werbeefekt der da drin vorkommenden Produkte :mad:

von Robert S. - am 10.11.2006 17:41
In zahlreichen Filmen gibt es "Werbung".
Und das trifft auch auf Sendungen zu, wo man es nicht vemutet.
Also was soll der Unsinn?
Die Eu selbst scheffelt immer mehr Kohle durch die Regelungen und verbietet aber alles, wodurch andere Geld verdienen, oder wie?

Das ist eben das schlechte an der EU. Die Eu ist "die Kontrolle" der Staaten. Aber wer kontrolliert, bzw. verbietet der EU nun solch Unsinn?!?

Es müssten die Staaten das Recht haben zu sagen, das ist Schwachsinn und darf nicht durchgesetzt werden.
Außerdem frag ich mich wirklich, ob die überhaupt noch ernsthafte Probleme warnehemen und sich dieser annehmen!
Die EU-Staaten sind teilweise hoch verschuldet und haben eine Arbeitslosenquote, wo einem übel wird. Und da fällt der EU nichts besseres ein, als über so eine Lapalie zu bestimmen???

GOTT; BITTE SCHMEIß HIRN VOM HIMMEL !!! BITTE !!!! BITTE !!!

EU - DER GRÖßTE UNSINNSAPPARAT SEIT ES POLITIK GIBT !

von Radiopirat - am 10.11.2006 18:44

Die Brüsseler Eurokraten werden ihrem schlechten Ruf mal wieder gerecht. Worüber die sich alles Gedanken machen. Wenn diese Regelung umgesetzt wird, dann können überhaupt keine Filme mehr gezeigt werden. Irgendein Markenprodukt taucht doch in jedem Film oder in jeder Serie auf. Und warum wird der Verbraucher für so dumm gehalten, daß er ohne ausdrücklichen Hinweis Film und Werbung nicht unterscheiden kann?

von Lorenz Palm - am 10.11.2006 19:36
Ja, die drehen am Rad. Und das hat einen ganz einfachen Grund: Vollkommen realitätsferne, absolute Überbezahlung. Dieses Gesindel kriegt soviel Geld und Zuwendungen, das sie vor lauter Dusseligkeit nicht mehr wissen, wohin mit dem Zaster. Damit haben sie auch den letzten Anschluss an die normale Bevölkerung verloren und somit auch den Blick für tatsächlich wichtige Belange und Dinge der europäischen Bevölkerung.

Weiteres Beispiel die planlose EU- Ost- Erweiterung. Da müssen auch die letzten Staaten mit Gewalt in die EU, die vor grad mal 15 Jahren noch ne knallharte Diktatur hatten (Rumänien). In erster Linie sind die Oststaaten Billigheimer, die in den westlichen Ländern, allem voran in Deutschland, in Sachen Dienstleistung tausende Arbeitsplätze verbrennen lassen. Und die Konzerne, die sich in den Osten verpissen, werden von der EU mit Fördergeldern unterstützt. Fördergelder, die von jedem einzelnen Steuerzahler stammen. Unter der Schröder- Regierung kam sogar ein Papier ans Tageslicht, in dem Deutschland fest zugesagt hat, den Rumänen und Bulgaren "verstärkt Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt zu ermöglichen".
Ähm, von welchem Arbeitsmarkt war denn da die Rede? 4,5 Millionen Arbeitslose? Hallo? MacFly? Jemand zu Hause?


von HAL9000 - am 10.11.2006 19:41
Leute Leute Leute - lesen, verstehen, posten

Die Brüsseler wollen es doch grad erlauben - die Bundesregierung wills verbieten. Jedenfalls soweit ich das verstanden hab.

Aber Hauptsache mal wieder auf die EU geschimpft - dieses ewige EU-Bashing geht mir inzwischen so aufn Keks. Ich bin froh dass es die EU gibt - sie erleichtert einfach vieles.



von Ghuzdan1 - am 10.11.2006 20:15
Zitat
Ghuzdan1
Leute Leute Leute - lesen, verstehen, posten

Die Brüsseler wollen es doch grad erlauben - die Bundesregierung wills verbieten. Jedenfalls soweit ich das verstanden hab.

Aber Hauptsache mal wieder auf die EU geschimpft - dieses ewige EU-Bashing geht mir inzwischen so aufn Keks. Ich bin froh dass es die EU gibt - sie erleichtert einfach vieles.


Danke! Wollte ich auch eben schreiben.

von SebLDN - am 10.11.2006 21:44
Zitat

Ähm, von welchem Arbeitsmarkt war denn da die Rede? 4,5 Millionen Arbeitslose? Hallo? MacFly? Jemand zu Hause?
:spos: :joke:

Die EU ist halt eine Spielwiese, wo sich die Politiker aufführen dürfen wie kleine Kinder :-) :hot:

Klar, gibts Vorteile mit der EU. Aber so langsam aber sicher bekommt man halt unweigerlich das Gefühl, das die Nachteile überwiegen und die Vorteile nur noch ein Trostpflaster sind.

Zum locker werden noch ein netter Witz :-)

Was haben einige EU-Staaten und der Zeitschriftenhändler gemeinsam:
Beide haben ganz ganz viele Lose. Die Staaten Arbeitslose und der Zeitschriftenhändler die Gewinnlose , hehe ;-)

Außerdem hätte ich da noch einen neuen Werbeslogan für die EU (sorry, kann ich mir nicht verkneifen!)

EU - und der Rückschritt kann beginnen! :-)


von Radiopirat - am 10.11.2006 22:43
Da gibts noch zwei andere die vom Affen gebissen wurden :rolleyes:
Naa wer kennt sie ???



:joke: :hot:

von Robert S. - am 11.11.2006 14:02
Zitat

Leute Leute Leute - lesen, verstehen, posten


Selber! Der Vorschlag, dieses Produkplacement zu verbieten kommt aus Deutschland, richtig - aber von (deutschen) EU- Fuzzis - und entschieden wirds auch in der EU. Niemand hat behauptet, das Unsinn lediglich aus dem europ. Ausland kommen muss - unsere eigenen Eurokraten sind nich für 5 Cent besser... :rolleyes:


von HAL9000 - am 13.11.2006 09:42
Zitat

Selber! Der Vorschlag, dieses Produkplacement zu verbieten kommt aus Deutschland, richtig


Im übrigen ist Deutschland doch auch EU-Land, oder nicht? ;)

von zerobase now - am 13.11.2006 09:45
Mir war irgendwie so, ja :)


von HAL9000 - am 13.11.2006 15:43
Inwzischen hat man entschieden, siehe z.B. http://www.mediamagazine.nl/ . In Kinder- und Nachrichtenprogrammen wird Schleichwerbung europaweit verboten, in allen anderen Sendungen können die EU-Mitglieder selbst diese Art von Product Placement zulassen. Leider wurde auch die Werberegelung gelockert. Zwar sind weiterhin nur 12 Minuten in der Stunde zulässig - aber beliebig auseindergerissen. Also dürfte man jetzt problemlos auch 24 kleine Blöcke in der Stunde bestehend aus jeweils 2 Minuten Inhalt und 30 Sekunden Werbung zeigen. Aber auch hier dürfen die einzelnen Staaten zum Glück selbst die Regelungen weiter verschärfen. Also endlich doch mal eine EU-Entscheidung, bei der den einzelnen Ländern in den wichtigen Punkten (die Zwangsregulierung von Nachrichten- und Kindersendungen ist absolut sinnvoll, der Rest wäre es nicht) ein genügend großer Handlungsspielraum gelassen wird. Würde man dort immer so verfahren, wäre die EU sicher eine sinnvolle Organisation...nur macht man es leider zu selten.

von KroesPrivat - am 13.11.2006 21:39
Warten wir mal ab wie die Regelung in Deutschland umgesetzt wird.

von zerobase now - am 14.11.2006 07:47
Dank Europa wird vieles, was auf den nationalen Ebenen nur noch wirkungslos entschieden werden könnte, endlich schlagkräftig durchgesetzt.

Heute wurde die Dienstleistungsrichtlinie verabschiedet.

Diese war ursprünglich sehr "neoliberal" formuliert und hätte viele soziale Errungenschaften und Sicherheiten untergraben. Verknüpft war das mit dem Namen des ehemaligen EU-Kommissars Bolkestein. Die Richtlinie wurde zum synonym für alles Böse, was "aus Brüssel" kommen kann. EU-Terror gefährdet nationale Errungenschaften, so wurde in fast allen westeuropäischen Ländern geschimpft.

Natürlich entsprach das den Tatsachen, aber:

Die EU ist nichts anderes als die Summe ihrer Nationalstaaten!.

Sprich: Die nationalen Regierungen -- also genau jene Köpfe, welche sich sehr schnell auf die Seite "des Volkes", also gegen die Bolkestein-Richtlinie gewendet haben, wussten das schon viel früher.

Erstens dient so was als Testnballon: Was lässt sich der Bürger noch zumuten?

Zweitens dient eine solche Richtlinie zum Abstecken eines weit reichenden Ziels, das natürlich durch einen Kompromiss verwässert werden muss. Je extremer das Ziel formuliert wird, desto großer ist die Nähe des Kompromisses an diesem Ziel.

Drittens können sich die nationalen Protagonisten in dem Licht der Beschützer sonnen, welche das arme Volk vor den Zumutungen aus "Brüssel" schützen.

Es ist zudem auffällig, dass besonders solche Politiker öffentlich kritisch der EU gegenüberstehen, welche besonders dumm, korrupt oder inkompetent sind -- Beispielsweise Edmund Stoiber oder Roland Koch.

Nein, das Spiel der Provinzfürsten muss endlich durchbrochen werden. Mehr Demokratie bedeutet mehr Kontrolle durch das EU-Parlament, welches wir, das Volk, wählen können. Die Kommissare dürfen nicht länger Sachwalter -- besser gesagt Dummies -- nationaler Politik sein. Die EU-Bürokratie darf nicht länger als Müllhalde für die Politik bleiben, welche die nationalen Politiker "zuhause" sich niemals zu formulieren trauen würden.

Bloße EU-Schelte aber macht genau das, was die Politiker erwarten: Es lenkt von ihren eigentlichen Handlungsweisen ab. Möchten Politiker der CDU, CSU oder SPD was für ihre Freunde aus den Konzernen unternehmen, dann geschieht das eben über Brüssel. Fällt dann den simpler gestrickten Leuten nicht auf, die dann braf über die EU schimpfen.

EU, das möchte ich hier noch einmal ins Gedächtnis rufen, funktioniert auch ohne 500seitige Verordnungen über den Import von Karamellbonbons. Aber Europa funktioniert schon längst nicht mehr ohne EU.



von Alqaszar - am 17.11.2006 02:31
Herr Schröder war einer der Kanzler, die am nationalistischsten gedacht und gehandelt haben. Die Pipeline hat einen enormen politischen Schaden angerichtet. Erst nachdem Europa in der Position zum Irakkrieg völlig gespalten war, hat Schröder sich nach außen hin als Europäer gegeben. Das schädliche Projekt hat er dennoch nicht gestoppt.

Ich sprach allerding von dumm UND korrupt UND inkompetent -- Schröder ist nur korrupt.

Übrigens stößt man mit Kanzler-Schelte in der SPD immer auf Zustimmung. Das war schon bei Helmut Schmidt so, auch bei Schröder ist es nicht anders. Der einzige von seiner Partei geliebte Kanzler, Willy Brandt, landete aber genau deshalb in der politischen Sackgasse.

Der Coup mit der Pipeline nutzt Deutschland, aber er schadet Europa. Also ein klassischer Fall von enger Brille. Ein Skandal ist aber was anderes: Und hier erkennt man doch die unterschiedlichen Formate von SPD- und CDU-Politikern.

Nach dem Fall "Kevin" hat die SPD-Senatorin in Bremen ihre Verantwortung zugegeben und ist zurückgetreten. Im Fall "Siegburg" klebt die zuständige CDU-Ministerin an ihrem Sessel. Das ist der Unterschied in Verantwortunsgbereitschaft, Format und Rückgrat zwischen aufrechten Sozialdemokraten und verschlagegen Konservativen. ;)

von Alqaszar - am 17.11.2006 12:45
http://www.sueddeutsche.de/,immm5/panorama/artikel/711/100611/


:rolleyes:

von zerobase now - am 05.02.2007 09:37
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