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Mathias Volta, Habakukk, zerobase now, Tornado Wayne, PowerAM, Paula73, Terranus, Rosti 2.0, PowerpIay, PeterSchwarz

Wie sieht die Welt in 20, 30, 50 Jahren aus?

Startbeitrag von Habakukk am 22.11.2006 16:17

Wenn wir die heutige Zeit aus den Augen von vor 20, 30 oder 50 Jahren betrachten, hat sich vieles entscheidend geändert. Insbesondere die Computerchips und alles, was damit verbunden ist, haben wohl sehr vieles revolutioniert. Computer haben in vielen Bereichen unseres Lebens Einzug gehalten, ob das der Rechner zuhause ist, der in der Arbeit, oder die, die Mitarbeiter von Dienstleistern und Behörden nutzen, wenn es um Dinge geht, die uns betreffen. Auch die Handys (bin selber zwar noch handylos) haben wohl vieles revolutioniert. Kommunikation mit anderen wo man geht und steht ist zumindest im Audiobereich heute fast eine Selbstverständlichkeit. Und alleine das Internet, über das kommuniziert werden kann, das ein immenses Wissen in sich birgt und für nahezu jeden nutzbar ist.

Ich denke, all dies hätten sich die Leute vor 20 oder 30 Jahren sicher nicht in dem Ausmaß vorstellen können, geschweige denn, vor 50 Jahren. Wenn man dann wieder 50 Jahre zurück geht, dann sind es Dinge wie das Auto für jedermann, Fernsehen/Radio, die diversen strombetriebenen Geräte des Alltags, das war eine noch viel größere Revolution. Vieles, das für uns heute selbstverständlich ist, hat man sich in der Vergangenheit wohl nicht mal ansatzweise vorstellen können, und hätten sich die Leute von vor 100 Jahren in die heutige Zeit gebeamt, wären ihnen viele - heute für uns normalen Dinge - sehr sehr befremdlich und seltsam vorgekommen.

Spulen wir nun mal 20, 30 oder 50 Jahre vor. Ich selber bin dann knapp 50, 60 oder 80 Jahre alt, also ungefähr so alt, wie heute meine Eltern bzw. Großeltern, von denen besonders letztere nur noch gerade so am Rande diese neuen Dinge wie Handys, Computer, Internet zu nutzen wissen, wenn überhaupt. Modernes Zeugs eben.

Was glaubt ihr nun: was wird uns in den nächsten 20-50 Jahren erwarten? Was wird alles an neuen Dingen auf uns zu kommen, die wir uns heute nur schwer vorstellen können?

Ich denke mal, der Trend geht weiter dahin, mit seinen Freunden/Mitmenschen noch viel mehr vernetzt zu sein und noch viel mehr Dinge auch über Entfernungen austauschen zu können. Ich denke da also zunächst an ein überall verfügbares, sehr breitbandiges Internet, über das man nicht nur Audio (wie heute übers Handy), sondern komplette Sinneseindrücke vielleicht mal austauschen kann. Also Audio/Video mit 3D-Projektion (Hologramme) ist ja heute schon vorstellbar. Das ganze dann halt nur quasi überall mobil möglich.

Lasst eure Fantasie mal spielen. In 50 Jahren kann viel passieren. Was glaubt ihr, wie sieht dann unser Alltag aus, was wird es dann an neuen Dingen geben, die wir heute noch für utopisch halten? Oder glaubt ihr an den großen Kollaps (Wirtschaft, Soziales, Umwelt), nach dem wir eher wieder zurückgeworfen werden?

Antworten:

Sicher wird vorallem die zunehmende Vernetzung eine Rolle spielen. Da Reisen immer teuerer wird und auch Pendeln, werden wohl immer mehr Menschen zu Hause am PC ihr Geld verdienen, da es einfach nicht mehr sinnvoll sein wird, jeden Tag Energie zu verwenden um sich selbst zu transportieren.
Es wird praktisch jedem ein Hochgeschwindigkeitszugang ins Internet zur Verfügung stehen, also Videokonferenzen kein Problem mehr, auch für Familien"treffen".

Wo ich langsam das Ende der Fahnenstange sehe ist bei den CPUs. Da wird ohne großen Platzaufwand viel mehr nicht mehr gehen.

Wenn ich mich an vor 20 Jahren erinnere war am Verhalten eben nur das Fehlen der Kommunikationsmittel anders. Das Internet hat schon extrem stark ins tägliche Leben eingegriffen. Ich hab für meine Facharbeit damals noch nicht im Internet recherchiert sondern bin noch in die Unibib gefahren... würde man heute sicher nicht mehr müssen.
Das Zweite ist sicher der Mobilfunk. Und der greift ja auch erst seit ca 10 Jahren so richtig ins Leben ein.
Für mich die weit stärkere Veränderung - 1997 wurde man noch neidisch angeschaut wenn man ein "Handy" hatte (das Wort gabs noch nicht) heute wird man kopfschüttelnd angeschaut wenn man keins hat...

Aber ansonsten hat sich zumindest bei mir nicht viel geändert...

Was die Zukunft angeht schaue ich insbesondere was den Rundfunk angeht mit Grauen in die Zukunft. Nach einer Zwischenphase, in der wir derzeit noch leben und alles noch recht offen zugeht, wird wohl alles hinter dicken Verschlüsselungsmauern verschwinden. Selbiges wird wohl auch für das Internet gelten.
Auch hier sind wir bereits auf dem absteigenden Ast was die am Anfang neu gefühlte Freiheit im Internet angeht. Ich warte bereits darauf, bis man jede Seite nur noch mit der Kreditkartenummer freischalten kann...

von Terranus - am 22.11.2006 16:27
Zitat

Da Reisen immer teuerer wird und auch Pendeln, werden wohl immer mehr Menschen zu Hause am PC ihr Geld verdienen


und

Zitat

also Videokonferenzen kein Problem mehr, auch für Familien"treffen".


Also der reale, physische Kontakt wird immer mehr durch virtuellen Kontakt ersetzt? Glaubt ihr, dass die Menschen insgesamt dann noch mehr "vereinsamen", weil sich viele letztendlich immer seltener die Mühe machen, mal real Leute zu treffen? Also ich persönlich kann mir das für mich jetzt nicht vorstellen, weil ich einfach keinen Bock habe, nur daheim zu sitzen, egal wie spannend die Internet-/Computerwelt sein kann (selbst mit Chatten/Videokonferenzen etc...), aber ich gehöre in 50 Jahren ja dann auch schon zur "älteren" Generation, die viele Dinge einfach nicht mehr versteht, die die Jugend so treibt, oder das sogar ganz und gar nicht gut heißt.
Vielleicht haben künftige Generationen gar keine Lust mehr, ewig mit Bus/Bahn/Auto rumzugurken, um Freunde zu treffen, wenn das virtuell doch genauso gut klappt. Je realistischer da die Sinneseindrücke übermittelt werden, umso weniger besteht ja auch ein Anreiz, real Leute zu treffen.

Diese Entwicklung ist ja eigentlich nicht neu. Vor 50 Jahren saß abends noch die Großfamilie zusammen, man erzählte sich vom Tag, spielte Karten oder anderes, und erlebte noch mehr als heute die reale Welt. Heute sind Großfamilien rar, man sitzt nur mehr als Kleinfamilie (Ehepartner, evtl. Kinder) zusammen, oft dann vor dem Fernseher, der die Leute zwar schön berieselt, aber nur selten real miteinander interagieren lässt.

von Habakukk - am 22.11.2006 16:50
Darf ich was ganz ausgefallenes in den Raum werfen? Ich denke in 50 Jahren sind wir soweit, das wir beamen können! Dann hat sich das ganze Problem mit Benzinmotoren etc. in Luft aufgelöst... Wir können hier wohnen, aber gleichzeitig zur Arbeit in Australien beamen. *träum*

von Rosti 2.0 - am 22.11.2006 17:09
Ich seh sehr pessimistisch in die Zukunft.

Wenn alles so Weiterläuft wie Bisher , dann:
Wird 1 Viertel der Bevölkerung das Haben , was die anderen 3 Viertel nicht haben.
Was wiederum dazu führt das Haß,Missgunst Und Neid aufblühen.
Wozu das Wiederum Führt was wir 20er,30er,40er Jahren Schon mal hatten.

Auf jeden Fall wird es Rapide Rückwärts gehen


von PowerpIay - am 22.11.2006 17:22
In den letzten Tagen wurden wir ja oft an den Klimawandel erinnert, durch die Klimakonferenz mit ihren Warnungen, dass wir schon mitten drin sind in der globalen Erwärmung.
Dazu passten die 17°C, die letzte Woche hier in Hannover gemessen wurden.
In diesem Bereich passiert mir einfach zu wenig

Was ist mit dem Ozonloch und dem Waldsterben? Letzteres war ja Anfang der 80er DIE Schreckensmeldung aus dem Bereich Umwelt.

Aber solange es noch Länder gibt, die sich einen Dreck um die Umwelt kümmern, wird das nie was.



von Paula73 - am 22.11.2006 17:42
Weniger als man denkt. Man grabe doch mal in seinen Erinnerungen. Was hatte man immer für futuristische Visionen vom Jahr 2000, noch bis weit in die zweite Hälfte des Jahrhunderts hinein!
Und wieviel davon ist Wirklichkeit geworden? Ein Bruchteil!
Wir beamen uns immer noch nicht durch die Galaxis und leben in normalen Häusern, in denen wir in der Regel das Licht per Schalterdruck anknipsen und ganz normales Essen auf einem ganz normalen Herd kochen.
Ausser daß wir Bild und Ton sowie Daten aller Art in digitaler Form überliefern und speichern, hat sich so furchtbar viel gar nicht verändert.
Die grössten Veränderungen sind der steigenden Mobilität gehuldigt. Dies hat unser Leben am meisten verändert. Das Mobiltelefon würde ich hier als einen Meilenstein in der Kommunikationstechnik einstufen, das Internet und seine sehr dynamische ENtwicklung als ein weiterer.

Dafür hat sich z.B. auf dem Sektor der Fortbewegungsmittel und der Energiegewinnung erschreckend wenig getan. Noch immer verfeuren wir mehrheitlich koventionelle Energieträger. Hätte man hier mit dem selben wirtschaftlichen Interesse geforscht wie im Kommunikationsbereich, könnte das heute ganz anders aussehen!
Diesen Schritt zu nehmen wird der nächst-wichtige.
Einhergehen muß er mit einem Wandel des sozialen und wirtschaftlichen Systems. Der Kapitalismus und die Erwerbsarbeitsgesellschaft sind längst den Bach runter. Lassen wir sie fahren dahin!

von PeterSchwarz - am 22.11.2006 21:05
IN 30 JAHREN: :D

- Nicht nur heutige OLED-Displays, sondern Computer an sich arbeiten zu 80% auf voll organischer Basis und sind entschprechend leistungsfähiger.
- Displays wird man zusammenrollen können.
- UKW wird nach wie vor existieren / DR P3 sendet munter auf 1062 kHz in einem modifiziertem DRM-Standard. :cool:
- Unsere Autos fahren zu 95% mit Sonnenenergie, die Solarzellen am Autodach liefern Energie für 1.500 km => entsprechend drehen die Öl-Multies am Rad: Riad hat Washinghton den Krieg erklärt, der zum Glück dank der Diplomatie des demokratischen Iraks nicht ausbrach.
Finstere Zukunftsaussichten: :-)
- Zwobot ist Chef des belgischen Senders Annebethage-FM und heiratet die Belgierin Chantalle aus Namur und hat einen Sohn von 25 Jahren. :-)

Soweit erst mal meine Zukunftsvisionen. :D
Grüße,
Matze

von Mathias Volta - am 22.11.2006 21:21
Eine Zukunftsvision meinerseits hoffentlich nicht erst in 50 Jahren:
Wünschenswert wäre ein schwarzer[!] US-Präsident oder weibl. Gegenstück aus dem Lager der Demokraten, der/die sich für eine aktive Friedens-, Menschenrechts- und Umweltpolitik einsetzt ! :cool:

Grüße,
Matze

von Mathias Volta - am 23.11.2006 01:09
Zitat

Was glaubt ihr nun: was wird uns in den nächsten 20-50 Jahren erwarten?


Ohne hier als Schwarzmaler aufzutreten, aber mit Sicherheit nicht viel Gutes. Wenn man sich die Probleme von heute ansieht, kann einem Angst und Bange werden. Terrorismus, Umweltzerstörung, Klimawandel, Wasserknappheit, atomar aufgerüstete Schurkenstaaten, Energieknappheit, Seuchen etc. lassen darauf schliessen, dass es sicherlich in Zukunft nicht so dolle wird. Lasse mich aber gerne eines besseren belehren.


von zerobase now - am 23.11.2006 08:07
Das erste immer weiter wachsende Problem ist die Umweltverschmutzung. Reduzieren wir den CO2-Ausstoß nicht deutlich, so wird der Planet Erde zu einem Hexenkessel (Hurricans über der Nordsee, Steppenlandschaften nordöstlich der Elbe). Es wird vermutet, dass durch das Abschmelzen des Nordpols sich der Salzgehalt im Atlantik verringert und somit der Golfstrom nicht mehr für uns wirksam sein wird. Dadurch werden wir kontinentales Klima mit heißen Sommern und kalten Wintern erhalten.

Das zweite Problem ist die massive Überwachung der Bürger. Dies wird mit dem Kampf gegen den Terrorismus begründet. Ich vermute hier jedoch, dass Staat und Wirtschaft detaillierte Daten über jeden einzelnen sammeln wollen.Datenschutzgesetze werden immer weiter aufgeweicht, bis sie letztendlich nichts mehr wert sind.
Suchen wir doch mal die Wurzeln des Terrors: Wir finden sie in den Ländern, in denen wir Öl-Raubbau betreiben. Warum hören wir nicht einfach auf, Öl zu fördern und bauen die alternativen Energien (hier möchte ich vorneweg die Solarenergie nennen) aus.

Verpassen wir jetzt den Absprung, war die Jahrtausendwende der Höhepunkt der modernen Zivilisation.

Ein weiteres Problem möchte ich noch ansprechen: Wir sind überentwickelt, weil wir inzwischen einen grossen Teil unser Arbeiten von Maschinen oder Computern erledigen lassen. Dies wird unser derzeitiges Wirtschaftsmodell, den Kapitalismus vor eine nicht da gewesene Herausforderung stellen. Es wird immer weniger Arbeit geben, aber um Güter kaufen zu können, benötigt man Geld. Die Sozialsysteme werden dies, egal in welchem Land der Welt, früher oder später nicht mehr schultern können.
Dies könnte eine Destabilisierung der Gesellschaft zur Folge haben.

von Tornado Wayne - am 23.11.2006 11:03
Ich sehe auch keine so rosige Zukunft. Laßt mich fantasieren...

Wie schon erwähnt geht die Schere zwischen arm und reich noch weiter auseinander. Wir werden viele sehr Arme haben, wenig sog. "Mittelstand" und 'ne Hand voll sehr Reiche. Der überwiegende Teil der arbeitenden Bevölkerung unseres Landes wird finanziell zurechtkommen. Eine weitgehende Vermischung aller Völker, Glaubensrichtungen und Weltanschauungen wird zu einer Sehnsucht nach Individualismus führen. Kirchen, Sekten und Vereine haben riesigen Zuspruch.

Es werden aber auch erbitterte Kriege geführt. Völker brauchen Raum, es geht um Bodenschätze, wirtschaftliche und politische Macht und um Religionen. Islamistische Schurkenstaaten werden bis zur Selbstaufgabe in ihren Augen unwerte und ungläugige Völker bekämpfen. Und sie haben Geld, Macht und Ausdauer.

Das Wetter wird sich massiv verändert haben. An manchen Tagen wird sich der Dunst aus Staub und Abgasen nicht verziehen. Das sind die Tage, an denen man Kopfschmerzen hat und sich schwach fühlt. Man hat sich daran gewöhnt. Unsere Kinder werden uns nicht glauben, wenn wir von Schnee im Winter erzählen. Sie können sich den Winter nicht anders vorstellen als eine monatelange Regenperiode nach kräftigen Herbststürmen. Der Sommer zieht sich ohne große Unterbrechungen von Mai bis Oktober. Es ist zwar schön sonnig, nur tagsüber wird man Sonne und Hitze aus dem Weg gehen müssen. Das gesellschaftliche Leben ruht in den Stunden der größten Mittagshitze. Dafür werden wir bis in den Abend hinein arbeiten. Um die morgendlich kühle Zeit zu nutzen wird in den meisten Unternehmen bereits um 4h30 mit der Arbeit begonnen.

Geschäfte und Firmen werden täglich und ohne Pausen geöffnet sein. Feiertage gibt es zwar noch im Kalender, sie sind aber nicht mehr arbeitsfrei. Unser Wochenbegriff und die Wochentage verlieren an Bedeutung. Alle 10 - 12 Tage hat ein Arbeitnehmer 1 - 2 Tage frei - je nach Firma und Arbeitsvertrag. Wer gesundheitlich dazu in der Lage ist, der wird bis ins hohe Alter arbeiten. Zur Ruhe setzt sich der, der von seiner selbst angesparten Rentenversicherung leben kann. Das wird eher der Ausnahmefall sein, die meisten werden ihre Arbeitszeit verringern und bekommen von ihrer Rentenversicherung einen Zuschuß, um die laufenden Ausgaben abzudecken. Bezahlten Urlaub kennen nur noch die ganz Alten. Mit Erlaubnis des Arbeitgebers kann man ohne Bezahlung der Arbeit ein paar Tage fernbleiben. Wer es sich finanziell leisten kann, der macht pro Jahr 10 - 15 Tage frei. Dafür spart man sich das ganze Jahr was zusammen um vielleicht alle 2 Jahre auch mal für ein paar Tage verreisen zu können.

Individualverkehr beschränkt sich auf sparsame Elektrofahrzeuge und kleine Motorroller. Benzin wird so teuer sein, daß man sich überlegt, welche Fahrten unbedingt nötig sind. Eigene Autos haben ohnehin nur Firmen und Leute, die es sich leisten können. Dieselmotoren stehen nur noch im Museum. Sie wurden schon vor langer Zeit trotz hohem Wirkungsgrad und sparsamen Verbrauchswerten verboten. Vorherrschender Antrieb für LKW und Nutzfahrzeuge sind Gasturbinen. Arbeit in weiterer Entfernung anzunehmen wird sich nur rechnen, wenn man möglichst schnell in die Nähe des neuen Arbeitsortes zieht. Es gibt ein gut ausgebautes Schnelbahn- und Busnetz in Regionen, in denen es sich lohnt. Die öff. Verkehrsmittel sind permanent überfüllt, kosten aber nicht viel.

Wohnraum insgesamt ist nicht teuer, nur zwingen hohe Betriebskosten zur Wahl einer möglichst kleinen Wohnung. Viele kleine Räume werden beliebter sein als wenige große. Wohneigentum ist nach einigen Enteignungen finanziell klammer Städte und angesicht des Risikos ständig steigender Unterhaltskosten nur noch was für ganz Reiche. Viele, die früher Eigentum hatten, mußten es wegen massiver staatlicher Vermögensbesteuerung mit Verlust aufgeben.

Dafür werden alle Wohnungen über einen schnellen Internetzugang verfügen. Er liefert Telefon, Radio, Fernsehen und Zeitung. Telefon ist im Bereitstellungspreis enthalten, der immer Bestandteil der Betriebskosten einer Wohnung ist. Der Festnetzanschluß ist Bestandteil der Wohnung. Funktelefone sind aber nur noch in Firmenautos eingebaut bzw. werden von Leuten benutzt, die sie beruflich brauchen. Die meisten sehnen sich nach Ruhe und würden kein Telefon haben wollen, das sie immer und überall in ihrer knappen Freizeit stören kann.

Es gibt frei empfangbare staatliche Radio- und Fernsehsender, die grundsätzlich nur staatsgefällige Informationen und Nachrichten liefern. Natürlich gibt es auch unabhängige Nachrichtensender und Unterhaltungsprogramme, die man aber extra bezahlen muß. Entweder als Flatrate, mit der man alle Inhalte eines Anbieters empfangen kann, oder aber abgerechnet nach empfangenen Inhalten. Es gibt einige Programme wahlweise mit einer verbilligten Flatrate, die aber über zielgruppenorientierte Werbung gegenfinanziert wird. Die meisten Sendungen können zu jeder Zeit nochmal abgerufen, jedoch nicht mehr aufgezeichnet werden.

Im kostenlosen Teil des Internets findet man jedes Unternehmen wieder. Informationen oder Nachrichten von staatlicher Seite werden kostenfrei abrufbar sein, sind aber politisch korrekt und werden nicht negativ über Regierung oder Behörden berichten. Unbequeme Informationen werden weggelassen. Unabhängige Internetzeitungen sind sehr beliebt und werden permanent aktualisiert. Sie berichten umfassend und je nach Herausgeber auch mehr oder weniger neutral. Die Preise variieren. Jedes erdenkliche Interessensgebiet wird im Internet mit Unmengen von Informationen aufwarten können. Die Inhalte sind oft kostenlos abrufbar, können jedoch nicht kopiert oder gespeichert werden. Oft müssen erst mehrere Seiten mit Werbung angesehen werden, bevor man zu der gewünschten Seite geleitet wird.

Und ich werde als alter Zausel tagsüber im Keller der Bezirksfinanzdirektion Steuerbescheide nach aufsteigenden Nummern sortieren. In meiner 1-Zimmer-Wohnung habe ich ein altes Radio, das ich über die Jahre gerettet habe. Es kann nichts von den modernen digitalen Quellen empfangen. Dafür entdecke ich beim Kurbeln über das UKW-Band zwischen Rauschen und unglaublichem Störmüll einen UKW-Piraten! Daß es das noch gibt...

von PowerAM - am 23.11.2006 11:31
@ PowerAM

Du solltest Sciene-Fiction schreiben. Ich hoffe zwar nicht, dass es ganz so schlimmt kommt, aber man weiss ja nie.

von zerobase now - am 23.11.2006 12:00
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