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Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 10 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 9 Monaten
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-Ole-, Boombastic, Lorenz Palm, zerobase now, wavefinder, mario007, Brubacker, seventeen, Alqaszar

Mal wieder die Bahn...

Startbeitrag von Boombastic am 25.01.2007 09:23

Ich hätte nicht gedacht, dass die Streckensperrung zwischen Kiel und Hamburg durch das Zugnglück sich auf meine Strecke auswirkt, aber die Auslastung der Strecke Hamburg Lübeck Kiel ist derzeit bei 200%. Während ich in Bad Oldesloe auf meinen Zug gewartet habe, fuhren innerhalb von 5 Minuten ganze 3 Güterzüge am Bahnsteig vorbei. Natürlich auf dem selben Gleis. Der reguläre Personenverkehr scheint dadurch auch zu leiden, immerhin nur 10 Minuten Verspätung - und das, obwohl auf der Strecke derzeit gebaut wird (zwischen Oldesloe und Reinfeld sind die Oberleitungen schon gespannt) und diese tw. nur eingleisig befahrbar ist.
Naja, ein Highlight gab es dann doch noch, die Nord-Ostsee-Bahn, die regulär über Neumünster nach Kiel fährt, wird wohl derzeit über Lübeck umgeleitet. Hab leider keinen Schnappschuß hinbekommen, aber ich denke mal, es hat sich vorher noch nie eine NOB dorthin verirrt. Auch toll: die Nebenbahn "Bad Oldesloe - Bad Segeberg - Neumünster" ist jetzt auf 2 Triebwagen verstärkt worden. An einigen Haltepunkten sind deshalb auch einige Türen gesperrt, weil der Zug zu lang für den Bahnsteig ist.

Also Bahnfahren im südlichen SH derzeit Grand De La Kack! *g*

CU BB

Antworten:

Der aktuelle Unfall kann natürlich immer mal passieren, aber in der letzten Zeit erwischt es die Bahn immer häufiger. Daher stellt sich die Frage, ob die mit der Privatisierung verbundenen Kosten- und Personaleinsparungen nocht zu der Situation beitragen, weil auf den ersten Blick redundant erscheinende Strukturen abgebaut wurden, welche im Notfall als Reserve dienen könnten.

Auch wird beispielsweise immer wieder moniert, dass der Bewuchs entlang der Strecken nicht merh effektiv zurückgeschnitten wird, so dass die Vegetation bei kleinsten Wetterereignissen den Verkehr beeinträchtigen kann und die Situtaion, welche bei Orkanen wie "Kyrill" eh schon angespannt ist, weiter verschärfen.

von Alqaszar - am 25.01.2007 12:50
Erzählt mir nix von der Bahn. Alles Idioten. Allein im Januar hab ich schon bei mir über 3(!!!) Stunden Verspätung augeschrieben. Das wird von Monat zu Monat schlimmer. Während die Fahrpreise immer weiter steigen, wird der Service immer mieser. Auf meiner Strecke Duisburg-Xanten besteht immer ne 50/50 Chance ob Verspätung oder pünktlich. Ich bin darüber echt sauer.

von zerobase now - am 25.01.2007 13:20
Gegen Kyrill ist doch jede 3-Stunden-Verspätung eine Kleinigkeit. Da hatte die Bahn komplett kapituliert und die Fahrgäste verloren dastehen lassen.

Ich wette die Bahn schafft es demnächst auch ohne großen Sturm nochmal ein bundesweites Brachliegen der Züge hinzukriegen.

von seventeen - am 25.01.2007 14:55
Zitat

Ich wette die Bahn schafft es demnächst auch ohne großen Sturm nochmal ein bundesweites Brachliegen der Züge hinzukriegen.


Klar, wenn irgenwo mal wieder ne Stromleitung abgeschaltet wird und halb Europ im Dunkeln sitzt. :D

von zerobase now - am 25.01.2007 15:12

Das habe ich noch gar nicht mitbekommen, daß die Güterzüge und die NOB über Lübeck umgeleitet werden. Ich fahre die Lübecker Strecke auch jeden Tag, da ich in Hamburg wohne und in Ahrensburg arbeite. Eine NOB habe ich da noch nicht gesehen. Mit den Verspätungen hält es sich trotz der Elektrifizierungsarbeiten bislang in Grenzen. Die fünf oder zehn Minuten Verspätung gab es auch ohne Bauarbeiten schon. Mal sehen wie es wird, wenn die Bauarbeiten auf meinem Streckenabschnitt weitergehen. Auf Hamburger Gebiet ist bislang außer gefällten Bäumen, die aus Sicherheitsgründen wegen der Oberleitungsmasten gefällt werden mußten, von Elektrifizierungsarbeiten noch nichts zu sehen.

von Lorenz Palm - am 25.01.2007 18:49
Zitat
Noch'n Saarländer
Das für mich Interessante an diesen Beiträgen ist, daß die Bahn heutzutage also tatsächlich in den alten Bundesländern noch Strecken elektrifiziert.
Wird hier im Rhein-Neckar-Raum auch gemacht. Und zwar dafür, damit unsere S-Bahn (mit der längsten S-Bahn-Linie Deutschlands :D) auf bisher nichtelektrischen Strecken fahren kann. Grad zum letzten Fahrplanwechsel wurde die neu elektrifizierte Strecke Speyer–Germersheim in Betrieb genommen und in den nächsten Jahren soll auch die Elsenztalbahn Strom kriegen.


Jetzt in meinem Ohr: Schmidt am Abend

von Brubacker - am 25.01.2007 19:25
Boombastic: Wie wird denn dann dort umgeleitet? Über die eingleisige Strecke Neumünster-Oldesloe?! Oder über LübeckKiel? Sind ja beides ziemliche Umwege.

von -Ole- - am 25.01.2007 21:04
Also die NOB ist an Gleis 7 Richtung Lübeck vorbeigerauscht.
Güterverkehr wird Nachts über die Dorfbahn "OD SE NMS" umgeleitet, ein Zug nach dem anderen, die Anwohner drehen schon jetzt am Rad. Die jeweils erste und letzte Nordbahn des Tages fällt deswegen auch aus.

CU BB

von Boombastic - am 26.01.2007 15:01
Eieiei. Wurde die ganze Strecke nicht erst 2002 wieder ertüchtigt? Davor war sie ja im Personenverkehr komplett stillgelegt. Einzelne ICE wurden wohl auch bereits in Plön gesichtet. Die wurden mit zwei Dieselloks eben über KielLübeck und dann Lübeck Hamburg abgeschleppt.

Eigentlich wäre die beste Abkürzung wohl die AKN-Strecke... aber dann ist mir aufgefallen, dass das ein ziemlicher Aufwand wäre. Obwohl die AKN-Trasse an zwei Stellen Verbindungen zur Hauptstrecke HHKiel hat, scheitert es beide Male wohl an Kleinigkeiten.

Trotzdem gibts da wohl umgeleitete Züge:
http://www.abendblatt.de/daten/2007/01/26/677110.html

Zitat

Das für mich Interessante an diesen Beiträgen ist, daß die Bahn heutzutage also tatsächlich in den alten Bundesländern noch Strecken elektrifiziert.


Politische Entscheidung. Der Güterverkehr zum Lübeker Hafen nimmt immer weiter zu und man will en gerne weiter auf der Bahn halten. Dafür braucht man wohl stärkere E-Loks, zudem ist die Trasse stark ausgelastet. Nun finanziert das Land S-H wohl den Ausbau mit. Die Elektrifizierung Hamburg-Kiel war glaube ich auch eher politisch begründet. Sie fand auch erst zu Zeiten der Deutschen Bahn statt, irgendwann 1995/96. Davor war S-H komplett ohne elektrifizierte Strecke, denn auch Hamburg-Berlin müsste erst in den Jahren Strom bekommen haben.

Lorenz Palm: Für deinen Arbeitsweg bleibt ja nur zu hoffen, dass man in den nächsten Jahren einmal nicht in Prestigeprojekte investiert, sondern die S4 bis Ahrensburg mit Durchbindung in die Innenstadt baut. Oder? Vielleicht wirds dann bis 2030 auch noch was mit einer Verlängerung dieser S4 bis Schenefeld.

von -Ole- - am 26.01.2007 23:35
Lest euch doch mal den Untersuchungsbericht des EBA durch.
Anstatt immer gleich über die Bahn zu schimpfen sollte man sich erst mal nach dem Grund erkundigen.
Die DB kann sicher nichts dafür das sich der Stahlcoil während der Fahrt gelöst hat.
http://www.eisenbahnbundesamt.de/aktuelles/presse/pm_gz_entgleisung_hh_01.htm

@Zerobase now: das fasse ich als persönliche Beleidigung auf!

von mario007 - am 27.01.2007 14:00
Zitat
-Ole-
Deutschen Bahn statt, irgendwann 1995/96. Davor war S-H komplett ohne elektrifizierte Strecke, denn auch Hamburg-Berlin müsste erst in den Jahren Strom bekommen haben.


Weiß ich noch aus eigener Erfahrung. In Hamburg-Altona wurde Anfang der 90er immer die Lok von unserem BW Intercity getauscht (DieselE). Da wußte man immer, hier endet die Zivilisation.;)

von wavefinder - am 27.01.2007 15:52

@Ole
Eine richtige S-Bahn nach Ahrensburg mit eigenem Gleis wäre wünschenswert. Denn die Regionalbahnen müssen immer unterwegs auf einem Ausweichgleis warten, wenn der Regionalexpress von /nach Lübeck Verspätung hat, was dann dazu führt, daß die Regionalbahn sich auch verspätet.

Der Nachtzug Kopenhagen-München wird über Bad Segeberg und Bad Oldesloe umgeleitet. Das ist auch kurios und ich hatte schon überlegt wie die das wohl mit diesem Zug machen.

von Lorenz Palm - am 27.01.2007 21:18
@Lorenz:

Davon habe ich schon gehört. Die öden Dieselkisten sind auch sonst ja nicht unbedingt der Weisheit letzter Schuss. Ich hoffe, man kratzt die paar hundert Mio. Euro noch zusammen und baut dann die Strecke. Dann könnte man auch die S-Bahn über den Citytunnel fahren lassen und die Fahrgäste müssten nicht wie bisher am Hbf umsteigen. Aber mal davon abgesehen ist die Bahnverbindung nach Ahrensburg ja fast paradiesisch schnell, sehe ich gerade :) 17 Minuten braucht der Regionalexzeß... von Norderstedt aus braucht man mit der U-Bahn 47! Die fährt zwar dafür alle 5 Minuten, aber was nutzt das bei dem Fahrtzeitunterschied...?

von -Ole- - am 28.01.2007 00:20
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